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Kundenrezensionen

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am 15. Februar 2013
Die junge Naomi muss nach dem überraschenden Tod ihres Vaters, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, nun auch noch verkraften, dass sie mit ihrer Mutter wegen finanzieller Probleme (so hat der Vater seine Lebensversicherung seiner Geliebten vermacht, welche nun deren Familie kassiert, da die Frau mit im Flugzeug saß) in einen Plattenbau im Berliner Osten einziehen muss, wo sie doch vorher im gut situierten Charlottenburg wohnte.
Mit der Entfremdung von ihrer Mutter Simone, der sie die gescheiterte Ehe vorwirft, und den zunehmenden psychischen Problemen (kann den Tod des Vaters nicht akzeptieren, Fremdelt unter Gleichaltrigen immer mehr, versäumt immer mehr Schultage) beginnt ihr das eigene Leben zu entgleiten.
Doch dann ereignen sich unerhörte Dinge in ihrem Hochhaus. Eine alte Nachbarin verwandelt sich in eine Art wahnsinnigen Zombie und massakriert Tiere im Streichelzoo und auch Menschen, bevor sie erschossen werden kann. Auch andere Nachbarn fallen einer neuartigen Seuche zum Opfer und schließlich wird der Plattenbau abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Leider breitet sich die Krankheit derweil schon in ganz Berlin aus und dann in ganz Europa. Währenddessen kämpfen Naomi und einige Nachbarn um ihr Überleben und versuchen, eine Flucht zu organisieren in eine Welt, in der die Zivilisation gerade zusammen zu brechen beginnt...
Alexander Odin ist eigentlich Autor von Kinder- und Jugendbüchern. Sein erster Roman für Erwachsene glänzt durch formidablen Stil, große Spannung, glaubhafte Charaktere und eine dichte Atmosphäre (zumindest im ersten Teilstück).
Um so ärgerlicher ist die im Verlauf der Geschichte immer penetranter werdende Anhäufung von Klischees (vor allem Gut/Böse-Polarisierungen) und die schale christlich-religiöse Mystik, die der Autor hier in Szene setzt. Was als furioser Seuchen-Thriller beginnt, wandelt sich zum unsäglich verquasten Esoterik-Werk, dessen Sujet zudem vom russischen Autor Sergej Lukianenko in seinen "Wächter-Romanen" bereits einmal besser und prägnanter entwickelt worden ist.
Anstatt auf Lokalkolorit und die bedrohliche Atmosphäre des abgeriegelten Plattenbaus zu setzen (der hervorragende Autor hätte dazu definitiv die stilistischen Mittel!), konstruiert er eine Weltverschwörung mit biblischen Strippenziehern (deren Ziel natürlich die Apokalypse ist, da sie einfach nur von Grund auf böse sind, so einfach ist dies leider manchmal in einigen Werken), was die Geschehnisse dermaßen unglaubwürdig macht, dass der einigermaßen aufgeklärte Leser irgendwann die Lust am Weiterlesen verliert.
Wäre das Buch schlecht geschrieben und/oder ideenlos, wäre dies nicht weiter tragisch, da man dann ehedem nichts anderes erwarten würde. Da aber sowohl in den stilistischen Fertigkeiten des Autors als auch in der Grundidee viel Potenzial liegt, ist es um so schmerzvoller zu sehen, wie Alexander Odin die tollen Ansätze an die Wand fährt.
Dann vielleicht doch lieber nochmals so innovative Filme wie "Rammbock", "Shaun of the Dead" oder "28 Days Later" schauen, die zeigen, wie man kreativ und durchaus mit Niveau dem Zombiethema neue Seiten abgewinnen kann, ohne in unnötigen, abgegriffenen mystischen Klischees zu versinken.
Schade um den schönen Ansatz! Aber vielleicht wird beim nächsten Buch alles besser, denn exzellent Schreiben kann der Autor auf jeden Fall.
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am 12. August 2013
Mit Buchrezensionen habe ich mich bislang zurückgehalten, jedoch muss hier zu diesem "Machwerk" doch meine Meinung loswerden, um zumindest sagen zu können "ich habe Euch gewarnt" ;-)

So gut es geht versuche ich Spoiler-frei zu bleiben und den Kern trotzdem zu vermitteln.

Resümee:
Ich habe lange nichts mehr gelesen, was meiner Meinung nach so schlecht war. Nachdem ich Bücher nicht so schnell weglege habe ich mich durchgequält und versuche im Folgenden mich zumindest an die wichtigen Punkte zu erinnern, die mir beim Lesen aufgestoßen sind (und es gab mehr).

Beginnen wir mit dem Setting: es handelt sich um ein klassisches Infekt/Zombie-Szenario, wie wir es aus 28 days later, oder auch aktuell World War Z kennen. Also absolut nichts neues. Nachdem das Szenario bekanntlich auch oft blutrünstig ist sollten alle zartbesaiteten und Verächter dieses Genres also das Buch sowieso mit einem großen Bogen meiden. Denn ob man Grausamkeit im Film sieht oder im Buch liest macht wenig Unterschied. Rezensionen hier, die nur das kritisieren finde ich allerdings unpassend (oder den Autor krank beschimpfen), denn so ist das Genre!

Grausam ist dagegen …

a) Der Autor findet nie das richtige Tempo. Entweder er umschreibt Belanglosigkeiten zu ausführlich oder springt über an sich wichtige Stellen in Turbogeschwindigkeit. Darunter leidet …

b) … die Beziehung und die Darstellung der Charaktere, die dazu auch noch ziemlich unvorhersehbar handeln. Einerseits wird versucht sie in eine Richtung zu entwickeln, nur um dann mehrmals absolut unpassende Entscheidungen zu treffen

c) Apropos. Wer denkt, dass schlechte Horrorfilme viele Logik- und Sinnfehler enthalten hat dieses Buch noch nicht gelesen.

d) Das Ende wirkt extrem beschleunigt und noch sinnfreier als der Rest. Vieles wird nur angedeutet, um dann einfach komplett ignoriert zu werden.

e) Die Wortwahl und der "Sprachfluss" (schwierig zu umschreiben) sind einfach langweilig und eintönig. Am Anfang dachte ich noch, da steckt eine Idee dahinter, um zeitweise in Reportage-Form die Situation zu schildern, aber es bleibt größtenteils so.

Man könnte hier eine endlose Liste mit Spoilern reinschreiben was Sinn frei, unlogisch und doof im Buch ist. Wichtig ist mir für dieses Rezension aber primär das Ergebnis: man entwickelt absolut keine Bindung zu den Charakteren.

Für alle Freunde des Horror-Genres und dazu zähle ich mich auch noch als Zusatzinfo, dass der Autor fast dauernd tief in die 08/15 Klischee Kiste gegriffen hat. Wirkliche Überraschungen sollte man also nicht erwarten, auch wenn der "I Share Evil" - Ansatz gut ist.

Der Autor hat einfach keine Begabung für eine stimmungsvolle Beschreibung der Umgebung, der Gefühle, der Gedanken und Emotionen. Man bemerkt hier sehr sehr deutlich, dass er bisher für das TV geschrieben hat. Als Vorlage für TV-Produktionen mag der Umfang ausreichen, da ein guter Regisseur das mit begabten Schauspielern umsetzen kann (von den Logiklücken abgesehen) - als Buch fesselt es auf jeden Fall überhaupt nicht und ich werde zukünftig einen großen Bogen um den Autor machen.

Einen Bonusstern hab ich dem Buch dafür gegeben, dass es mal interessant war das Setting in Deutschland zu "erleben" und ich mich zumindest dazu zwingen konnte es zu Ende zu lesen. Als kostenfreies Buch hat er mir zumindest die gefühlte Zeit im Zug verkürzt.
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am 16. März 2016
Ein Virus verändert die Menschen und Berlin muss sich einer Katastrophe großen Ausmaßes entgegenstellen. Naomi und einige Mitbewohner ihres Plattenbaus sind in diesem eingeschlossen und stehen unter Quarantäne. Doch im Haus verändern sich einige Mitbewohner und das Leben der Gruppe noch nicht Infizierter wird mehr und mehr bedroht. Sie wollen fliehen und sich bis zu einer Zeltstadt durchschlagen. Doch unterwegs kommen ihnen so einige Gefahren entgegen und keiner weiß, ob er aus dieser Sache lebend herauskommt.

Ein Virus verändert Menschen. Wenn so etwas im Klappentext steht, hat man mich meist schon. Und dass dies dann noch alles in Deutschland, und hier eben in Berlin stattfinden soll, hat mich dann auch noch mehr interessiert. Normalerweise passieren so Dinge doch nur auf anderen Kontinenten oder in England, wie "Shawn of the Dead" so eindrucksvoll bewiesen hat.

Zu Anfang lernen wir die verschiedeneren Charaktere kennen. Allen voran Naomi, einem 16jährigen jungen Mädchen, dass mit so allerlei Ängsten zu kämpfen hat. Dies führt auch dazu, dass sie meist das Haus nicht verlässt und sie mit Hilfe ihres Fernrohrs die Nachbarn ausspioniert. Dies erinnerte sehr an den Film "Das Fenster zum Hof" und ich sah Naomi sogar mit Gipsbein vor dem Fenster im Stuhl sitzen. Doch mit der Zeit geht in Naomi eine Verwandlung vor. Sie wird mutiger, setzt sich für andere ein und ihr Selbstmitleid geht zurück. Auch die anderen Protagonisten machen solche Verwandlungen durch. Paul, ein arbeitsloser Trinker, lernt, das Liebe alles verändern kann.

Dann ist da noch Sigmund Witter, der Krebs im Endstadium hat und nur darauf wartet, endlich zu sterben. Bis er anfängt, Wolken über den Köpfen der Menschen zu sehen und sich daraus seine nötige Lebensenergie zieht.
Jimmy, ein Drogendealer, hat ein derart kaputtes Leben, dass ihm fast gar nicht mehr zu helfen ist. Doch lernt er noch kennen, was es heißt, Teamgeist zu beweisen.

Die Charaktere sind derart unterschiedlich, dass man sich immer wieder fragt, wie die vier es schaffen sollen, sich durch ein Berlin voll infizierter Toter zu schlagen. Dabei sind diese "infizierten Toten" nicht die klassischen Zombies, die man aus "The Walking Dead" kennt, nein. Sie scheinen clever, können mit Waffen umgehen und sind darauf aus, möglichst viele in den Untergang zu reißen. Und doch greifen sie nicht wahllos alles an, was sich ihnen in den Weg stellt.

Die Anfänge der Seuche sind schleichend und nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild, das meiner Meinung nach dann schon etwas zu abgehoben war. Es war schon interessant zu lesen, was der Autor sich da ausgedacht hat und dass er mal nicht auf den Zug anderer aufgesprungen ist, doch hat mir persönlich der Grund nicht sehr gut gefallen, passt er meiner Meinung nach nicht zu einer apokalyptischen Katastrophe solchen Ausmaßes.

Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Sie waren zu bunt durcheinander gewürfelt. Auch wenn sie zusammenarbeiten, ging doch irgendwie jeder seinen Weg und man merkte ihnen deutlich an, dass sie im Endeffekt nur sich selbst im Sinn haben.

Auch die Story war etwas undurchsichtig, vieles war mir - wie schon oben erwähnt - zu weit hergeholt und gab auch keinen richtigen Sinn. Und der Grund für den Ausbruch der Seuche zu wirr.
Der Schreibstil tat auch nicht sein Bestes. Der Sprung zwischen den einzelnen Charaktere war mir dann auch zu häufig und manche Protagonisten hatten meiner Meinung nach auch nichts in dem Buch verloren, da sie zum Voranschreiten der Story nichts beifügten.

Fazit:
Leider unausgereift und wirr.
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am 17. Februar 2015
Ein Virus unbekannter Herkunft, das die Befallenen zu einer Art Zombie mutieren lässt, breitet sich in Berlin aus. Im MitteIpunkt der Geschichte steht die 16jährige Naomi, die vor kurzem mit ihrer Mutter in einen Plattenbau gezogen ist, in dem die ersten Fälle der Seuche auftreten und der deshalb unter Quarantäne gestellt wird, um eine Verbreitung zu verhindern - allerdings sind neben vielen Zombies auch diverse Gesunde in dem Gebäude eingeschlossen. Schließlich können Naomi und einige weitere Hausbewohner aus dem Bau fliehen, doch müssen sie schnell feststellen, dass "draußen" nichts mehr so ist, wie es einmal war. Ganz Berlin Mitte ist mittlerweile eingezäunt und die Gruppe ist ständig auf der Flucht vor den mordenden Zombies - ohne eine reelle Chance, die Seuchenzone zu verlassen. Aber Berlin ist erst der Anfang - auch in anderen Städten tritt das geheimnisvolle Virus plötzlich auf...

Das Buch würde ich definitiv als Horrorroman einstufen und das Ganze erinnert an verschiedene, bereits bekannte Geschichten ähnlicher Art. Dennoch hat die Story mich gefesselt und mir stellenweise auch Gänsehaut bereitet, wenn auch sehr viel Blut geflossen und viele eklige Szenen en detail beschrieben werden und das natürlich nicht jedermanns Sache ist. Ich habe den Inhalt als spannend empfunden, wenn auch das Ende mich enttäuscht hat - es kam sehr plötzlich und war dann auch recht kurz abgehandelt. Meiner Meinung nach hätte mehr Ausführlichkeit an dieser Stelle nicht geschadet, aber nun gut, das muss ich wohl so hinnehmen. Für Fans des Horrorgenres kann ich das Buch aber guten Gewissens empfehlen!
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am 27. Dezember 2015
Wenn ich die letzten 10% des Buches weg lassen würde, dann müsste ich glatt 4-5 Sterne vergeben. Es ist gut geschrieben, hat eine spannende Handlung und plausible Charaktere die gut beschrieben sind. Das Ende ist allerdings geradezu lachhaft. Alles, worauf im Buch hin gearbeitet wurde, wird einfach fallen gelassen. Ich hatte den Eindruck, als ob der Author entweder keine Lust oder keine Zeit mehr hätte, alle Fäden zusammenzuführen und der Geschichte ein vernünftiges Ende zu geben. Als ich mit dem Buch fertig war, habe ich mich geärgert es überhaupt gelesen zu haben...und das kommt selten vor.
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am 13. Mai 2013
Zu Beginn des Romans fängt sich eine alte Frau in Berlin-Mitte ein besonders bösartiges Virus ein - und daraus entwickelt sich in der Folge eine Pandemie, die nahezu die gesamte Menschheit blutig und grausam dahinrafft.
Damit die Geschichte nicht vorzeitig endet, müssen natürlich einige der Protagonisten überleben. Deren abenteuerliche Flucht aus Berlin füllt die Seiten.
Obwohl der Plot vor Allem auf Action gebürstet ist -sonst wäre es ja kein "Thriller"(?!)-, wirkt das Ganze aber dennoch blutleer und schlecht konstruiert:
- Nirgendwo erfährt man, wo das tödliche Virus plötzlich herkommt und wie er sich so rasch verbreitet.
- Zweimal infizieren sich "böse" Zeitgenossen mit voller Absicht selbst, um die Seuche in weitere Ecken der Welt zu tragen. Wo aber haben sie die dafür verwendeten Spritzen mit dem infizierten Serum her??
- Manche Stationen der Flucht sind derart unrealistisch, dass der Leser ob solcher Zumutungen des Autors regelrecht zornig wird. Beispiel gefällig? Da klettern schwer verletzte Personen ohne Hilfsmittel auf einen Baum, um -auf einem seiner Äste balancierend- einen hohen Elektrozaun zu überwinden ...
- Als dem Verfasser die Ideen ausgehen, führt er eine Internet-Plattform ein, deren User grausame Morde begehen - warum auch immer. Mit der Logik der Story hat das nix zu tun.
Mein Fazit: Die Lektüre dieses Buches war eine totale Enttäuschung.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Juni 2013
Berlin: Durch den Tod ihres Vaters und der damit verschlechterten finanziellen Situation müssen die 17-jährige Naomi und ihre Mutter in eine günstige Plattenbauwohnung am Alexanderplatz ziehen. Da Naomi so einige Probleme hat, verbringt sie viel Zeit zuhause und damit, ihre Nachbarn zu beobachten. Als sich die alte Frau von nebenan merkwürdig benimmt, will Naomi der Sache auf den Grund gehen und muss dabei zusehen, wie die alte Frau im Streichelgehege bestialisch die Tiere abschlachtet und auch einen Menschen tötet. In diesem Moment beginnt der Albtraum, der bald ganz Berlin im Griff haben wird, denn es handelt sich hierbei um eine Seuche, die rasend schnell um sich greift.

Dieses Buch ist ein ziemliches Splatter-Buch und ganz schön eklig. Bereits auf den ersten Seiten des Prologs werden reihenweise Köpfe abgeschnitten und die Mordlust und ekligen Szenen ziehen sich durch das ganze Buch und machen auch vor Kindern nicht halt. Die Seuche macht die Infizierten zu einer Art mordender Zombies, die es auf die Lebenden abgesehen haben und die plötzlich und überall und vor allem ständig in Gruppen auftauchen.
Abgesehen vom Ekelfaktor und den oftmals unnötig blutrünstigen Szenen hatte das Buch für mich aber auch noch andere Schwächen. Der Autor reißt viele Themen an und wirkt umfassend gebildet, an manchen Stellen kommt es mir aber zu lehrbuchhaft vor, vor allem in Bezug auf Psychologie. Auch entwickelt der Autor eine mögliche Erklärung für den Ausbruch der Seuche, bleibt am Ende aber eine Antwort schuldig, denn die Erklärungsmöglichkeiten werden zwar angerissen, aber nicht bis zum Ende verfolgt, sodass unklar bleibt, ob es sich um einen natürlichen Erreger, eine biologische Waffe oder etwas Mystisches/Übernatürliches handelt. Zudem findet die Handlung in Berlin innerhalb einer relativ kurzen Zeit statt. Ich würde erwarten, dass man als 17-jähriges Mädchen durch die geschilderten Szenen doch ziemlich traumatisiert sein dürfte (wenn schon der Tod des Vaters, zu dem kein enger Kontakt bestand, das auslöst). Statt dessen ist die Siebzehnjährige inmitten von Erwachsenen immer wieder die treibende Kraft. Eine weitere Ungereimtheit ist, dass sich die Seuche rasend schnell ausbreitet und diese kleine Gruppe von Menschen ständig mit Infizierten konfrontiert wird, die jede Menge Körperflüssigkeiten (vor allem Blut) verlieren, sich aber dabei (fast) nie anstecken.

Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass das Buch durchaus einen Sog entwickelt und ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Trotzdem kann ich es nicht besser als mittelmäßig bewerten, denn mir hat eine "intelligente" Auflösung gefehlt und mir lag der Fokus zu sehr auf den Splatter-Szenen. Schade um das verschenkte Potenzial, denn mit Berlin als Setting wirkte das Ganze zunächst sehr vielversprechend.
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am 9. April 2013
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Das Cover ist sehr passend zum Buch gewählt und gefällt mir persönlich sehr gut. Daraus erschließt sich schon was von dem Buch zu erwarten ist. In der Buchhandlung auf jeden Fall ein Hingucker.

In dem Buch geht es um einen Virus der sich in Berlin und auch in der Welt ausbreitet. Um die Verbreitung des Virus aufzuhalten wird zuerst ein Plattenbau in Berlin von der Aussenwelt abgeschirmt. In dem Haus lebt unter anderem die 16jährige Naomie die dabei von ihrer Mutter getrennt wird. Im Laufe des Buches werden dem Leser immer mehr Personen vorgestellt. Das wirkt zunächst etwas verwirrend. Doch im Laufe der Geschichte wird die Rolle vieler Personen deutlich. Durch den Zusammenhalt einiger Nachbarn, die sich untereinander nicht unbedingt zu mögen scheinen, gelingt Naomie mit einer kleinen Gruppe die Fluch aus dem Haus. Sie versuchen nun herauszufinden wer oder was hinter dem Ausbruch des Virus steckt. Dabei stossen sie auf ein seltsames Internetforum, das der Ursprung zu sein scheint...

Der Autor entwickelt ein sehr grausames aber durch seine Beschreibungen echt wirkendes und nachvollziehbares Endzeit-Szenario. Es gibt sehr viele brutale Szenen in denen der Schrecken für die Hauptpersonen deutlich gemacht wird. Ein absolut spannendes Buch für Thriller und Horrorbuch Fans. Das offene Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
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am 14. Juni 2013
Am Anfang dieses Buches ist es z.T. nicht so einfach weil mehrere Personen beschrieben werden und von ihrem Leben erzählt wird, aber es ist doch sehr verständlich geschrieben. Im Grossen und Ganzen ein sehr spannendes Buch. Einzig beim Schluss, hätte ich gerne gehabt, wenn das Buch noch weitergegangen wäre. Aber wer weiss vielleicht kommt ja mal eine Fortsetzung. Wenn man sich vorstellt, dass so etwas ähnliches wirklich passieren könnte, man darf gar nicht daran denken. Buch ist aber wirklich zu empfehlen, wenn man nicht sehr heikel ist, da viele brutale Szenen vorkommen.
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am 28. Juli 2013
Als Urlaubslektüre finde ich diesen Roman so richtig spannend, wenn auch etwas klischeehaft an wenigen Stellen, doch durchaus in gutem Deutsch geschrieben und vor allem vom Thema her gar nicht so abwegig, mit einer Liebesgeschichte, die sich zart durch die Handlung webt und dem ganzen eine menschlich-soziale Dimension verleiht.

Empfehlenswert
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