Fashion Sale Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Hier klicken Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
1.163
4,7 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:9,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 26. Juli 2012
"Ich erzählte Augustus die Grundzügen meines Wunders: Als ich 13 Jahre alt war, wurde bei mir Schilddrüsenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. (Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose drei Monate nach meiner ersten Periode kam, es war wie: Glückwunsch! Du bist eine Frau. Jetzt stirb.)"

Das ist Hazel Grace, 16 Jahre alt und krebskrank. Ihre Behandlung soll nur noch ihr Leben verlängern, geheilt werden, kann sie nicht mehr. Das weiss sie, genauso wie sie weiss, dass es ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. In einer Selbsthilfegruppe, zu der sie eigentlich gar nicht gehen will, trifft sie eines Tages Augustus. Der Krebs hat eines seiner Beine gefordert, aber er ist auf dem Weg der Besserung und obwohl Hazel sich vorgenommen hat, niemandem so nah zu kommen, dass ihn ihr Tod aus der Bahn werfen kann, verliebt sie sich.

Das ist jetzt mein vierter Versuch, meine Meinung zu diesem Buch zu schreiben. Erstaunlich, wie schwer es mir fällt, das, was ich während des Lesens empfunden habe, einfach niederzuschreiben.

John Green hat als Student einige Zeit als Seelsorger in einem Kinderkrankenhaus gearbeitet und beschreibt seine Erfahrungen selbst als herzzerreissend.
Seit dieser Zeit wollte er ein Buch über diese 'Krebs Kinder' schreiben - kein 'Hoffnung, Glaube, Stärke, alles hat auch eine positive Seite etc.- Buch', sondern ein echtes, ein wahres Buch über echte Teenager, echte Eltern, echte Sorgen und Nöte. Greens Hauptcharaktere sind keine Helden, es sind normale Menschen, die versuchen, mit einem vermutlichen Todesurteil umzugehen.

Der sarkastische Humor, den sie dabei an den Tag legen, hat mich - trotz allem - oft schmunzeln lassen. Gleichzeitig gibt es Passagen in diesem Buch, die einen auch noch nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigen werden, es gibt Sätze, die vielleicht für immer bei einem bleiben und es gibt Abschnitte, bei denen man schlicht Rotz und Wasser heult.
Was mich dazu bewegt, dieses Buch wirklich zu empfehlen, ist seine Ehrlichkeit.

"Cancer sucks"
Es gibt keine positive Seite am Kotzen oder am ins Bett machen, nichts positives daran, das Augenlicht zu verlieren, das Gefühl zu haben, zu ertrinken, seine eigene Beerdigung zu planen, einen Menschen sterben zu sehen.

Aber obwohl das Buch so ein trauriges Thema hat, so tragisch ist, ist es gleichzeitig wunderschön, lustig, kraftvoll und lebensbejahend. Hazel und Augustus sind Teenager, deren Geschichte einen lange nicht mehr los lässt und die dazu führt, dass man selbst anfängt, nachzudenken - über das eigene Leben, die eigenen Narben, die man auf der Welt hinterlässt, ob es überhaupt wichtig ist, etwas zu hinterlassen und wenn ja, was...

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" behandelt die schönsten und schwierigsten Abschnitte im Leben: Liebe, Freundschaft, Verlust und Tod und es macht das auf einer wunderbare Art und Weise - klare Leseempfelung und 5 Sterne!
1111 Kommentare| 585 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 9. August 2012
In den USA hat der Videoblogger und Jugendbuchautor John Green längst den Beliebtheitsstatus intus. Kaum erscheint neuer Lesenachschub aus seiner Feder, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Ich will ehrlich sein: vor Romanen wie Will & Will oder Tage wie diese habe ich nie etwas von dem Autor gehört, geschweige denn gelesen. So wagte ich mit seinem neusten Werk "Das Schicksal" ist ein mieser Verräter nun meinen ersten Versuch und dieser sollte sich nicht zu meinem Nachteil auswirken! Selten habe ich ein derart berührendes wie authentisch wirkendes Liebesdrama gelesen, das simultan mit einer gesunden Kombination aus Witz & Charme zu glänzen vermag. Ich zeige mich beeindruckt!

Es gibt viele Arten von Krebs und unendliche Schicksale, die von der anschleichenden Krankheit betroffen sind/waren. In "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist die 16-jährige Hazel eine von ihnen. Die längst bekannte Diagnose UNHEILBAR ist ernüchternd und sorgt für eine isolierte Lebenseinstellung, die Hazels aufopfernde Mutter wohl als Depression bezeichnen würde. Dabei beabsichtigt Hazel nur eines: sie will nicht bemitleidet werden und die Menschen verletzten, die irgendwann einmal ihre Grabrede halten werden. Trotzdessen dreht sich die Erde weiter - mit einer sauerstoffzuführenden Maske als ständiger Begleiter, denn Hazels Lunge ist metastasiert. Den Kampf gegen den Krebs mag das bücherliebende Mädchen so gut wie verloren haben, doch was die ihr verbleibende Zeit betrifft, ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Und so verschlägt es Hazel gleich zu Beginn der Geschichte ein weiteres Mal in eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, die stets nach dem gleichen Muster verläuft. Doch dieses Mal ist etwas anderes. Hazel trifft auf den einbeinigen Augustus Waters und diese zunächst merkwürdige Begegnung verändert ihr Leben nachhaltig.

Man kann es nicht anders sagen: was sich auf den circa 288 Seiten abspielt ist eine ansteckende Achterbahnfahrt der Emotionen. So präsentiert sich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" als eine humorvolle wie dramatische Liebesgeschichte, die mit manch überraschenden Wendungen (je nachdem wie aufmerksam man zwischen den Zeilen liest) sowie glaubwürdigen Haupt-/Nebencharakteren zu unterhalten weiß. Egal, ob es Hazels stets weinender Dad, ihre sorgenvolle Mom, der bald erblindende Isaac oder der coole Augustus ist ... sie alle haben einen unverkennbaren Wiedererkennungswert und handeln in vielen Belangen wie man es selbst wohl auch tun würde: einfach menschlich. Liebe, Freundschaft, Wut und Resignation reichen sich demgemäß die Hände und sorgen für Gänsehaut pur. Ich zumindest klebte gebannt an den Seiten fest, von der mir keine einzige überflüssig erschien. Mal schmunzelnd, mal den Tränen nahe.

Was besonders fasziniert, ist wohl die Art und Weise mit der Hazels liebenswertes Leiden in der Ich-Perspektive geschildert wird, nämlich intelligent, tiefgründig & ironisch. Man kann gar nicht anders, als die schlagfertige Hauptprotagonistin von der ersten Seite an ins Herz zu schließen. Gemeinsam mit ihr nach Atem zu ringen und sich zu fragen, was mit den Figuren ihres (fiktiven) Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" passiert, nachdem es abrupt endete. Auch in diesem Punkt wird man von John Greens kreativer wie überragender Schreibkunst verblüfft. So verzaubert irgendwann auch die Geschichte in der Geschichte und die Suche nach der Wahrheit gestaltet sich aufregend, bedeutungsvoll und romantisch-unverkitscht. Indes werden Hazels um den Krebs kreisende Gedanken mittels einer unaufdringlichen wie sarkastischen Note unterstrichen. Es passt - so will ich es behaupten - immer!

Wie sich in Film & Literatur oft gezeigt hat, sind die tragischsten Liebesgeschichten dann irgendwie auch die schönsten. Vielleicht weil eine Liebe ohne Happy End uns doch die reinste Form der Liebe vermittelt, fernab der eingefahrenen Alltäglichkeit(?). Oftmals ist sie kurz, schmerzlich und trotzdem unvergesslich schön. Bereits nach wenigen Kapiteln malt man sich automatisch aus, welch dramatisches Ende John Green wohl für Hazel Grace & Augustus Waters vorgesehen haben könnte. Gewiss kommt man stets auf ein ähnliches Ergebnis: es wird verdammt traurig. Oh ja!

Nichtsdestotrotz ist der Weg dorthin äußerst lesens- & liebenswert. In dem unkomplizierten wie wortgewandten Augustus/Gus findet Hazel nämlich nicht nur einen Freund mit dem es sich wunderbar über die hohe Kunst der Literatur sinnieren lässt (Achtung: unterdessen sind Fremdwörter im Anmarsch, man könnte also dazulernen!), sondern einen außergewöhnlichen Menschen, der für allerhand Überraschungen sorgt. Was mir besonders gefiel: ihre Gefühle füreinander entstehen auf eine natürliche, nachvollziehbare und unverkrampfte Weise, ohne in irgendwelchen Oberflächlichkeiten zu ersticken, wie es in etlichen Jugendromanen leider üblich ist. Haltet die Taschentücher bereit!

Ein bewegendes Zitat:

"Du bist keine Zeitbombe, Hazel, nicht für uns. Der Gedanke daran, dass du stirbst, macht uns traurig, aber du bist keine Bombe. Du bist ein Geschenk. Du kannst es nicht wissen, Liebes, weil du noch nie ein Baby hattest, das zu einem hochintelligenten jungen Bücherwurm mit einer Schwäche für grauenhafte Fernsehsendungen herangewachsen ist, aber die Freude, die du uns schenkst, ist tausendmal größter als unsere Traurigkeit über deine Krankheit." (Seite 98)

Kurz gesagt:

Diese Seiten haben es in sich! Das Schicksal mag uns manchmal enttäuschen und sich als ein mieser Verräter entpuppen, der Jugendbuchautor John Green tut es hingegen nicht. Mit seinem Liebesdrama um Hazel & Augustus entführt er den Leser in eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Emotionen, die gleichzeitig zu berühren und überraschen vermag - intelligent, tiefgründig & ironisch erzählt. Für "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gibt es somit eine 100%ige Empfehlung von mir. Ein Buchtipp, nicht nur für jugendliche Leser!
0Kommentar| 148 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2013
zum Inhalt:
Hazel ist 16 und hat Krebs, defintitiv unheilbar. Nur dank Medikamenten lässt sich das unausweichbare noch aufschieben. Hazel weiß, dass sie sterben muss und lebt schon gar nicht mehr so wirklich. Sie vermeidet es lieber Freunde zu haben, denn sie möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Also zieht se sich sehr zurück. Doch dann lernt sie eines Tages in der Selbsthilfegruppe Augustus, auch Gus genannt kennen. Er hat bereits ein Bein an den Krebs verloren, dennoch lebt er sein Leben auf seine ganz eigene Weise und er interessiert sich für Hazel. Trotz, dass Hazel sich versucht dagegen zu sträuben, verlieben sich die beiden ineinander und geniessen ihr Mensch sein gemeinsam. ...

meine Meinung:
Lange Zeit hab ich überlegt, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben werde. Ich bin mir nicht sicher, dass ich überhaupt die richtigen Worte finde, um diesem wunderbaren Buch auch nur annähernd gerecht zu werden. Es ist so unglaublich authentisch und ehrlich und dabei so tief bewegend.
Der Schreibstil ist wunderschön, aber auch etwas anspruchsvoller. Es ist kein Buch, was man mal eben so wegliest. Dieses Buch hat mich bereits auf den ersten Seiten ergriffen und mitgenommen und auch nach dem Lesen nicht mehr so schnell losgelassen. Es brachte mich zum weinen und gleichzeitig zum lachen, so etwas hab ich lange nicht beim lesen erlebt. 
Der Autor geht mit dem Thema Krebs auf eine ganz besondere Art und Weise um.
Die jugendlichen Charaktere im Buch sind sehr klar gezeichnet. Ihnen ist sehr wohl bewusst, dass sie keine Chance haben. Dafür nutzen sie die Zeit, die ihnen zum Leben bleibt (sie selbst nennen es Mensch sein) sehr intensiv. Erzählt wird ihre Geschichte mit jeder Menge Galgenhumor, Ironie und Sarkasmus, aber auch ganz ganz viel Gefühl. Hazel, die sogar ihrer Sauerstoffflasche liebevoll einen Namen gegeben hat, Gus, dem der Krebs bereits ein Bein nahm und Isaac, der dem Krebs sein Augenlicht opfern muss sind ganz erstaunliche Jugendliche. Ihr Schicksal vereint sie und sie geben sich gegenseitig halt.
Es ist nicht einfach nur ein Buch über das Thema Krebs, vielmehr beschäftigt es sich mit dem Leben mit dieser Krankheit.
John Green hat mich mit diesem Buch ganz tief im innern berührt. Nahezu alle Arten von Emotionen stecken in diesen Seiten. Es zu lesen ist ähnlich wie eine Achterbahnfahrt, ständig geht es auf und ab, schwankt zwischen hoffen und bangen, lieben und leiden, lachen und weinen.
Es gehört in jedes Bücherregal und ich habe bisher kein Buch in kurzer Zeit so oft weiterempfohlen wie dieses.

Fazit:
Das Buch besticht durch sehr schön und detailliert herausgearbeitete Charaktere und eine überaus ergreifende, emotionale Gechichte, die obwohl sie fiktiv sein soll, doch so unbeschreiblich echt daher kommt und unweigerlich ganz stark zum Nachdenken anregt.
Das Schicksal ist ein mieser Verräter bekommt einen festen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste.
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2014
Die Ausgestaltung des Hörbuchs ist an sich völlig in Ordnung, die vorlesende Stimme ist angenehm und ebnet den Weg zur Hauptfigur
und ihren Gefühlen ganz selbstverständlich.

Die Geschichte allerdings beginnt auf einem wundervoll erfrischenden Niveau, das von vielen anderen abweicht, die sich mit dem selben Thema, Krebskrankenkindern, befassen. Zu Anfang ist Hasel, die Protagonistin, eher verschlossen, zieht sich vor der Welt zurück und wartet darauf, dass sie den Kampf gegen ihre Krankheit verliert, doch dann trifft sie in ihrer Selbsthilfegruppe auf Augustus und eine seltsam tiefgründige Liebesgeschichte beginnt.
Bis dahin sehr schön, einfühlsam und auch durch Hasels Art zwischendurch immer mal wieder Witze über sich selbst zu machen sehr angenehm. Dann allerdings scheint der Autor nur noch wert darauf zu legen all seine Weisheiten, die er sich zum Thema gesammelt hat in den Roman zu knallen. Die Gespräche zwischen Hasel und Augustus werden immer gestelzter und vermeindlich Weltbewegend. Kurzfristig verliert sich jede Gefühl für die beiden bis dato liebgewonnen Hauptfiguren. Um Hasels größten Wunsch zu erfüllen bemüht Augustus eine Stiftung, die letzte Wünsche erfüllt und fliegt mit ihr nach Amsterdam um dort Hasels Lieblingsautor zu treffen.
Und dann, ja dann, fehlte das ganz große Drama, also muss unbedingt noch etwas in der Art her. Ihr wisst ja: Gute Romane müssen den Leser zum lachen, zum nachdenken und zum weinen bringen, man merkt richtig, dass Punkt drei auf der Liste noch nicht abgeharkt
war. Nach der Amsterdam reise scheint jeder Satz so sehr darauf zu zielen, dem Leser nun endlich die letzte fehlende Emotion zu entlocken.
Schade.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. September 2012
Inhalt:
Die 16-jährige Hazel Grace Lancester leidet an Krebs, ihre Heilungschancen stehen schlecht, nur durch Medikamente kann ihr Körper und vor allem die erkrankte Lunge, am Arbeiten gehalten werden. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, nur mithilfe ihr kann sie atmen.
Doch Hazel verzweifelt nicht an ihren Leben, mit einer einzigartigen Stärke erträgt sie ihr Schicksal. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, so verbringt sie den Tag mit lesen, träumen und Gedankenfantasien. Ihre Mutter findet, es wäre wichtig für ihre Tochter, soziale Kontakte aufzubauen, weshalb sie sie zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Kinder schickt. Zuerst gar nicht begeistert von dieser Idee, ändert sich ihre Meinung, als sie dort den 17-jährigen Augustus Waters kennen lernt. Ohne Grund ist er nicht in der Gruppe, durch den Krebs hat der Junge ein Bein verloren, doch anders wie bei Hazel, ist er seit einiger Zeit symptomfrei, sprich, die Ärzte sind zuversichtlich, dass er die Krankheit überwunden hat.
Aus der Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt sich langsam mehr, doch wie geht man damit um, wenn man sich niemals sicher sein kann, wie viel Zeit einen zusammen noch bleibt.

Meine Meinung:
Ein Buch über Krebs, was noch dazu lustig ist. Geht es? Es geht und John Green legt ein Werk vor, der den Beweis antritt. Besonders durch die Charaktere beginnt die Geschichte zu leben und erhält einen Glanz, den zu beschreiben nahezu unmöglich ist.
Hazel, Augustus, aber auch ihr Freund Isaac haben eine Art von Humor gegenüber ihrer Krankheit entwickelt, der ihnen oft hilft, die Situationen besser zu ertragen, schwer genug ist ihr Leben sowieso schon. Man merkt an einigen Stellen doch, dass ihre witzigen Sprüche, ganz oft einfach nur ein Schutzschild sind, um nicht der Krankheit die volle Macht über ihr Leben zu geben. Krebs wird nicht beschönigt, oder lächerlich gemacht, er wird so dargestellt wie er ist: grausam und unbarmherzig.
Diese Mischung zwischen Witz und Ernst machen das Buch zu etwas ganz besonderen, was es für mich in dieser Form noch nie gegeben hat.

Ich: „Ich weigere mich, zur Selbsthilfegruppe zu gehen.“
Mom: „Das Desinteresse an Aktivitäten ist ein Symptom der Depression.“
Ich: „Bitte, lass mich einfach America’s Next Top Model sehen. Das ist auch eine Aktivität.“
Mom: „Fernsehen ist passiv.“
Ich: „Ach, Mom. Bitte.
Mom: „Hazel, du bist ein Teenager. Du bist kein kleines Kind mehr. Du musst Leute kennenlernen, aus dem Haus gehen dein Leben leben.“
Ich: „Wenn du willst, dass ich mich wie ein Teenager benehme, dann schick mich nicht zur Selbsthilfegruppe. Besorg mir einen gefälschten Ausweis, damit ich in Clubs reinkomme und Wodka trinken und Haschisch nehmen kann.“
Mom: „Erstens, Haschisch nimmt man nicht.“
Ich: „Siehst du, so was wüsste ich, wenn du mir einen gefälschten Ausweis besorgen würdest.“
Mom: „Du gehst zur Selbsthilfegruppe.“
Ich: „Aaaaaaaaaaaaarrggghhh.“ (Seite 12/13)

Es ist aber nicht nur das Leben der erkrankten Jugendlichen, das im Buch Platz findet, man erfährt auch wie es für die Eltern ist, sein eigenes Kind so leiden zu sehen. Es nimmt nur einen kleinen Teil im Buch ein, gibt nur einen Einblick, sicherlich sind die Gefühle der Angehörigen intensiver, doch durch die kurze Beschreibung kann man sich doch schon ein Bild machen.

Die Geschichte ist traurig, natürlich, aber es fällt nicht ganz leicht, hinter der geballten Humorfront, die komplette Ernsthaftigkeit zu erkennen. Mir waren zwar alle sympathisch und ich fand es auch schrecklich, welches Schicksal der einzelne durchmachen muss, aber so wirklich übergesprungen ist der Funke bei mir nicht. Die komplette Gefühlspalette konnte ich nicht durchleben, oder sagen wir, durchleben schon, aber erst nachdem ich das Buch gelesen hatte. Für mich musste die Geschichte einfach mal wirken, um ihren ganzen Zauber ausspielen zu können.

Man denkt, man würde die Geschichte verstehen, verstehen, welchen Weg die einzelnen Charaktere nehmen, aber man täuscht sich immer wieder. Es kommt zu Zwischenfällen, die alles verändern, eine neue Richtung für alle Beteiligten einschlagen, mal zum positiven, mal auch in die andere Richtung.

Der Schreibstil von John Green ist locker leicht, legt sich um das schwierige Thema wie eine zweite Haut, passt sich ihm an und ist mit keinen anderem Autor vergleichbar.

Fazit:
Man muss „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ selbst lesen, um die Einzigartigkeit verstehen zu können. Bereuen wird man es auf keinen Fall.
0Kommentar| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2012
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein Buch, das man nicht schnell vergessen kann. Schon während des Lesens musste ich immer wieder kleine Pausen machen, weil es einen so tief trifft und man es nicht mehr aushalten kann. Und ganz schnell muss man dann doch wieder zum Buch greifen, weil man wissen muss, wie es weitergeht -- so unerträglich es vielleicht auch sein mag. Das heißt nicht, dass die Geschichte nicht lustig ist. Ganz im Gegenteil. Es ist wie das Leben: Tragisch und komisch zugleich.

Im Zentrum steht die 16-jährige Hazel, die unheilbar an Krebs erkrankt ist und ihr Leben nur durch ein Medikament verlängert bekommt. Am Leben nimmt sie aber gar nicht mehr richtig teil, es lohnt sich ja nicht. Bis sie Augustus trifft. Er hat nach Knochenkrebs ein Bein verloren und steht wieder voll im Leben. Warum er sich gerade für die kranke Hazel interessiert, versteht sie am wenigsten. Weil sie ihn wirklich mag, zögert sie aber. Sie weiß, dass sie keine Zukunft hat und ihm mit ihrem Sterben und Tod irgendwann weh tun wird. Aber Augustus lässt sich nicht abschütteln...

Die Geschichte stellt viele Fragen an sich selbst und den Leser: Wie wäre es, in den Wolken zu leben? Wie kann man sich vor dem Vergessenwerden schützen? Macht das Leben überhaupt einen Sinn angesichts des sicheren Todes? Kann man mit Schmerz leben? Lohnt die Liebe? Man müsste einen langen Essay schreiben, um all die Facetten der Geschichte zu erfassen und zu verarbeiten. Dafür ist hier nicht der richtige Platz. Darum empfehle ich jedem, das Buch selbst zu lesen, sich an John Greens unglaublichem Talent für das Denken und Schreiben zu erfreuen, sich eine neue Welt zu erschließen, so schmerzhaft sie auch sein mag. Es lohnt sich in jedem Fall.
0Kommentar| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2013
Meine Vorbehalte gegen ein Buch mit dieser hochsensiblen Thematik ließ ich mir durch das Zitat der Hauptperson des fiktiven Romanes, der 16-jährigen Hazel "Krebsbücher sind doof" zerstreuen. Ich schloss daraus, dass ein Kult-Autor wie John Greene über alle strapazierten Klischees der Erzählungen von sterbenden Kinder und Jugendlichen hinaus, einen literarisch neuen Weg findet.

Auch wenn ich an dem Buch (gebremsten) Gefallen fand, hat der Autor tatsächlich auch nur an den immer korrekt funktionierenden Schnüren der Akteure gezogen, um eine kalkulierte Wirkung bei den jungen Lesern zu beabsichtigen. Kein neuer Ansatz, leider! Woher der Hype? Woher die Leserbegeisterung? Für mich stellen gerade die zahlreichen überschwänglichen, geradezu euphorischen Rezensionen den Beweis dafür dar, dass emotionale Hilflosigkeit zu übertriebenem Lob führen muss. Wer will schon bei Ablehnung (übrigens zu Unrecht) als Gefühlskrüppel denunziert werden?

Auch OHNE eine lebensbedrohende Krebserkrankung wäre eine vergleichbare Erzählung möglich gewesen, doch der Mensch scheint vermeintlich philosophische Tiefe, Metaphern und Aphorismen nur dann als authentisch und glaubwürdig zu akzeptieren, wenn sie von Menschen "an Grenzen", physisch oder psychisch, ausgesprochen werden. Warum muss die Tragik einer tödlichen Erkrankung gepaart werden mit einer Erkenntnistiefe, die ich niemanden absprechen möchte, die ich aber in der Fülle, wie sie in diesem Roman auftritt, als unglaubwürdig heroisch und unecht empfinde.

Jung sterben zu müssen, die eigenen Kinder überleben zu müssen, adelt nicht - es ist IMMER unfair und Menschen haben jedes Recht der Welt, es genauso zu sagen - ohne erhabene Phrasen, wie "Erst Leid lässt uns Glück wahrnehmen" oder ähnliche. Dieser Hype, dieses SUCHEN nach einem Sinn, wo keiner ist; wir wollen unsere Kinder, egal ob gesund oder krank trösten - selbst da, wo es keinen Trost gibt und unsere Kinder wollen diesen Trost irgendwo FINDEN.

Einige Passagen sind ergreifend, nachdenkenswert oder schlichtweg traurig, aber als Leser sollte man sich darüber klar sein, dass John Green professionell genug arbeitet, um jedes einzelne Gefühl bewusst plaziert hat und geschickt die großen Schlüsselwörter zum Gefühlstor, wie Krebs, Kinder, Sterben und Tod, verwaiste Eltern, Herzenswunsch, ja sogar Anne Frank mit ihrer WAHREN todtraurigen Biografie musste dafür herhalten, auslegt. Also doch nur ein "Schei.. Krebsbuch"?

Da altersunabhängig jeder Leser sich seine ganz persönliche Wahrheit aus Romanen dieses Genres zieht, stellt es mit Sicherheit einen Lesegewinn dar! Die intelligente Story, die Zitathäufungen und Denkanstösse sind überdies wichtig für die Entwicklung der wichtigen Neugier (nicht auf den Tod, sondern vor allem auf Leben). Sich emotional zu orientieren kann nicht falsch sein, und viele von uns sehen ja auch gerne mal tränenreiche Filme, um aus voller Seele mitleiden zu können. Innerhalb dieses "grünen Bereichs" ist alles gut, nur vor Überbewertung der geschmeidig präsentierten Lebensweisheiten und Aphorismen sei gewarnt.
(T)
66 Kommentare| 98 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Dezember 2012
Eigentlich ist meinen Vorrednern nichts mehr hinzuzufügen. Alles, was dieses Buch, auch für mich, so toll macht, stand glaube ich in allen 5-Sterne-Rezensionen, die ich bisher gelesen habe.

Nur eines ist mir diesmal (rein zufällig erst diesmal!) durch den Kopf gegangen, was vielleicht noch nicht sooo häufig erwähnt wurde:

Ich vermute, dass bei diesem Buch in der deutschen Fassung mehr als Autor, sondern auch die Übersetzung verdammt gut war. Und das die Qualität der Übersetzung immer eine Rolle spielt, aber bei Büchern wie diesen spielt sie eine besonders große Rolle.

Dieses Buch habe ich gelesen und fand es aufgrund seiner Sprache phantastisch. Dabei ist mir beim Lesen nichts aufgefallen, wo ich gedacht habe: Aha: Die Originalsprache war vermutlich nicht Deutsch. ( ... Außer dem Handlungsort, der hat mich natürlich ein bisschen zweifeln lassen ;-) ...) Witze, die auf Sprache beruhen, Mehrdeutigkeiten, genau die richtigen Dinge, die ungesagt bleiben oder gar halb angedeutet werden, ... Ein Sarkassmus der an keiner Stelle übertrieben oder unangebracht erscheint, sondern irgendwie genau passend... Für die Originalfassung ist das normalerweise nahezu die "Alleinschuld" des Autors (wenn es gut läuft: auch seines Lektors).

Aber wenn das in der Übersetzung so bleibt und sogar in einer Alltagskultur, die sich eigentlich doch ziemlich von der amerikanischen unterscheidet immer noch, bleibt, ... dann ... herzlichen Glückwunsch nicht mehr allein an den Autor, sondern ... in diesem Fall auch an Sophie Zeitz.
22 Kommentare| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2016
Ich habe dieses Buch gelesen und weiterverschenkt und vor allem habe ich es in Originalsprache
von John Green gelesen ungelogen etwa 30 Mal gehört. In einer sehr schweren Zeit, als
ich sehr sehr krank war (trotz meiner jungen Jahre) und vor Schmerzen nur noch im Bett liegen
konnte, nicht einmal mehr Fernsehen ging, hat dieses Buch mir geholfen nicht verrückt zu werden.
Der sarkastische Witz der Hauptfigur, die Intelligenz, die Abfindung mit dem Schicksal - ich finde
jeder sollte es lesen und darüber nachdenken, was wirklich im Leben zählt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 23. Oktober 2012
"(Ich erzählte ihm nicht, dass die Diagnose genau drei Monate nach meiner ersten Periode kam. So in etwa: Herzlichen Glückwunsch! Du bist eine Frau. Und jetzt stirb.)"

Die 16jährige Hazel lebt seit 3 Jahren mit Krebs. Durch eine "Wunderbehandlung" konnte ihr Leben verlängert werden - aber eine Hoffnung auf Heilung gibt es nicht. In ihrer Selbsthilfegruppe lernt sie Augustus kennen, der selbst einmal Krebs hatte und deshalb nun nur noch ein Bein hat - er begleitet einen Freund. Hazel will niemanden wirklich nahe an sich rankommen lassen, da sie nicht will, dass ihr Tod später jmd. aus der Bahn wirft. Doch dann verliebt sie sich in Augustus...

Das war nun mein drittes John-Green-Buch. Nachdem ich bei "Die erste Liebe nach 19 vergeblichen Versuchen" und "Tage wie diese" quasi nur die Augen verdrehen konnte (sorry an alle Fans - aber meins waren diese Bücher einfach nicht!), habe ich lange damit gehadert, ob ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" lesen soll. Letzten Endes habe ich mich nach dem "Aller guten Dinge sind drei"-Prinzip entschieden (und ein paar andere begeisterte Rezensionen waren daran auch nicht unschuldig *zwinker*) und dem Buch eine Chance gegeben. Und so viel gleich vorab: Ich wurde nicht enttäuscht!

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist kein mitleidshaschendes oder auf die Tränendrüse drückendes Buch. Es ist auch nicht irgendwie abgefahren. Im Vergleich zu diesem Buch habe ich bereits die "Krebs"-Bücher "Bevor ich sterbe" und "Mitten ins Gesicht" gelesen. Während mich "Bevor ich sterbe" recht gelangweilt hat und unemotional war, konnte mich "Mitten ins Gesicht" trotz einiger Schwächen schwer begeistern. Und so zähle ich auch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" inzwischen zu den positiven Büchern dieser Sparte.

Das Schöne an dem Buch ist, dass es durch seinen Humor und seine lebesbejahende Art überzeugen kann - und JA: Wir reden hier von einem Buch, das über Krebs geht. Hazel und Augustus sind sehr realistisch dargestellt, so dass es nicht schwer fällt mitzufühlen und ab und an auch mal das eine oder andere Tränchen wegzuwischen. Das Buch ist echt, nicht weit hergeholt, eine sehr glaubhafte Geschichte mit realistischen Charakteren. Und das macht es so gut.

Auch die Wendungen im Buch waren teilweise überraschend und machten das Lesen noch interessanter. Irgendwie fand ich "Mitten ins Gesicht" (allerdings ist es auch schon lange her, dass ich das Buch gelesen habe) etwas ergreifender - dafür hatte das Buch aber andere Schwächen. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kratzt es an den 5 Sternen, weil es einfach schön war.

FAZIT: Auch wenn es um ein trauriges Thema geht, sollte man vor diesem Buch nicht zurückscheuen. Eine definitive Lese-Empfehlung! Mir hat es sehr gefallen. Deshalb 4,5 Sterne!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €

Gesponserte Links

  (Was ist das?)