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am 24. August 2012
Laurent Pelly`s Bühnenkonzept entwickelt die Handlung aus einem Lagerraum mit Requisiten des Altertums und schafft Stück für Stück eine organische Bühnenplattform mit historisierender Kostümgestaltung. Ein Konzept, das absolut überzeugt, eine Art Rückblende in die Geschichte, eine Wiedererweckung des Geschehens auf der Bühnenplattform mit singschauspielerisch herausragender Präsenz.
Das müßte auch demjenigen gefallen, der eine primär traditionelle Umsetzung liebt, es sei denn, er stört sich an der optischen Durchmischung von Utensilien der Neuzeit und der Relikte des Altertums.

Sängerisch wird in allen Rollen hervorragend interpretiert.

Giulio Cesare ist Lawrence Zazzo, ein Counter mit leichter Altus-Tendenz. Gefällt mir hervorragend, obwohl ich generell eher Probleme mit Countern habe, auf der rein geschmacklichen Ebene. Der tendenziell auch maskuline Kern der Stimme und die nuancierende Gestaltung überzeugen.
Christophe Dumaux ist der andere Counter als Tolemeo. Eine tendenziell mehr "sopranig" lyrisch helle Timbrestrukur, klar nuancierend, insofern auch überzeugend.
Dominique Visse überzeugt als Nireno, ein in diesem Rollenfach stets begeisternder Sängerdarsteller, den ich mittlerweile aus vielen Produktionen kenne.
Die Cornelia singt Varduhi Abrahamyan, eine wunderbar weich timbrierte, junge Mezzostimme.
Begeisternd auch der Sesto von Isabell Leonhard, ein ganz junges Mezzoparfüm im Timbre.
Achilla ist Nathan Berg und Curio Aimery Lefevre, beide rollenadäquat.

Begeisternd die singschauspielerische Leistung von Natalie Dessay als Cleopatra. Ihre exemplarisch indentifikatorische Note, mit der sie Rollen umsetzt, hat etwas von plastisch, hautnaher Authentizität, die man selten sieht. Sie agiert "berührend" im positiven Sinne.

Farbstark, sprühend, elegisch, nuanciert, das Spiel von Le Concert d`Astree unter Emmanuelle Haim. Einfach meisterhaft. Die farbstarke Präsenz dieser Interpretation wurde über eine L 1 Valvet Audio Röhrenvorstufe an Geithain 904 Aktivmonitoren vermittelt.

Insgesamt eine Aufführung, die ich Händel-Liebhabern dringend empfehlen würde.
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am 23. Dezember 2012
Das Bühnenkonzept hat mich freudig überrascht. Altertum gemischt mit modern, nie störend für mich. Die Bühne ein Lagerraum wird laufend durch Requisiten aus dem Altertum verwandelt und wird so zu einem grossen Bilderbuch.
zu den Protagonisten. Countersänger im Doppelpaket und das in den Hauptrollen haben mich zögern lassen zu kaufen, doch als Händelliebhaber... Überrascht wurde ich mehrfach. Bühnenbild wie auch sängerisch in allen Rollen wirklich gut interpretiert. So Sie Counter mögen.
Natalie Dessay als Cleopatra hat mit ihrem Outfit und besonders mit der Stimme überzeugt. Beim näheren Betrachten stellte ich fest, dass diese Nacktheit nur ein Theaterbody ist. Gut so. Denn Natalie Dessay überrascht immer wieder, vor allem mit dfferenzierter Stimme und eigener Schauspielerei je nach Rolle. Speziell und grossartig und bestimmt nie langweilig.
Begeistert hat mich Sextus/Sesto welcher entweder von jungem Tenor oder Sopran gesungen wird. Hier wurde ein sehr heller Mezzosopran eingesetzt. BRAVO, in dieser Stimme könnte ich baden.
Lieben Sie Händel ist diese Oper eine Bereicherung für ihre Sammlung.
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am 16. Januar 2016
Es ist so viel schönes an dieser Produktion, die Sänger, die Bühnenbilder, aber abgesehen von ein paar kurzen spannenden musikalischen Momenten fand ich es sehr langathmig. Ja, "Son nata a lagrimar" ist ein schönes Duett, aber so lang! Man muss warten, es passiert nichts. Und so geht es die ganze Oper lang, hübsch und länglich.
Vielleicht hätte man der Musik mit einer anderen Interpretation mehr Bedeutung verleihen können, vielleicht hätte man mit anderen Regie-Ideen die musikalischen Längen besser auffangen können? Meine bevorzugte Verdächtige ist hier die Dirigentin Emmanuelle Haïm, vielleicht ist sie als Französin zu sehr an die länglichen französischen Barockopern gewöhnt und es stand ihr nicht so deutlich vor Augen dass Händelopern als gute Unterhaltung mehr taugen als als Kunst.
Die Sänger sind übrigens wirklich toll, mir haben besonderd Isabel Leonard als Sesto und Lawrence Zazzo als Giulio Cesare gefallen.
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am 12. Januar 2013
Die Eindrücke bei dieser Einspielung sind zwiespältig. Über die darstellerischen Fähigkeiten von Natalie Dessay brauche ich eigentlich nichts zu sagen ... sie überzeugt schauspielerisch vollkommen, zieht mit ihrer intensiven Darstellung alle Augen auf sich und hebt die Inszenierung durch ihre enorme Bühnenpräsenz auf eine höhere Ebene. Ihre Stimme betreffend hat sie entschieden allen Grund, gesanglich in Richtung ausgeprägter Dramatik zu gehen; die Technik, mit dem sie dem Zahn der Zeit trotzt, ist wirklich eindrucksvoll.
Was Hörer an dem Countertenor L. Zazzo finden, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Seine Stimme klingt für mich flach, falsettierend, öfter kläglich oder etwas jammernd. Die Register fallen klanglich ziemlich auseinander, einige der tiefsten Töne hört man gar nicht, und bei den schwierigeren Passagen ist Zazzos Gesang teilweise eher (so schon im ersten Rezitativ, oder in „Se in fiorito“) ein Suchen nach den richtigen Tonhöhen. Für diese Rolle wäre nun wirklich eine makellose Intonation erforderlich (wie man sie bei Scholl oder den Altistinnen, die den Cesare singen, findet). Auch Zazzos nicht allzu stilsichere Ornamentierungen gefallen mir wenig.
Mit Varduhy Abrahamyan hat man sich für eine junge Cornelia entschieden, was aber ja der Handlung entspricht, und die Altistin überzeugt mit ihrer schweren, dunkel-klangvollen Stimme und gänzlich unaffektierten Gesangsweise tatsächlich sehr, obwohl mir ihre Ornamentierungen in den Da capi teilweise etwas zu sehr von der Melodie abweichen.
Isabel Leonhard verbindet ein (in dieser Rolle) knabenhafter Aussehen mit einer kräftigen, fokussierten und schönen Mezzostimme, singt allerdings leider manchmal mit zu viel vibrato und zu großer Stimme, um eine perfekte Intonation zu erreichen. (In dieser Rolle hat mich Jaroussky in Salzburg mehr überzeugt.)
Tolomeo wird „schon wieder“ durch Christophe Dumaux verkörpert, der dafür mit seiner so klangschönen und hochbeweglichen Stimme perfekt ist, und von dem ich mir nur wünschen würde, er wäre auch einmal in einer anderen Rolle zu hören ... seine Stimme und wunderbare Technik (und schauspielerischen Fähigkeiten) sind noch für vieles andere geeignet!
Ein Vergnügen ist auch der Auftritt von Dominique Visse als Nireno, dessen Stimme innerhalb von ca. 30 Jahren wenig von ihrem sehr fokussierten, einzigartigen Klang eingebüßt zu haben scheint, und dem die Aufführung offenkundigen Spaß bereitet.

Das Orchester unter Emmanuelle Haim spielt wie gewohnt schwungvoll, präzise und auch mit Mut zu Kanten und kreativen Einfällen. Eine lebhafte, emotionale Interpretation, durch die man gut über drei Stunden hinweg kommt, obwohl das „L'angue offeso“ etwas schleppend wirkt. Auch die teilweise etwas zu sehr herumschweifenden Ornamentierungen der Sänger bei den Da capos stören ein wenig und haben vermutlich mit Haims Geschmack zu tun.
Von der Inszenierung war ich eigentlich schon bei dem „witzigen“ Einfall mit den singenden Büsten bedient, und auch im weiteren mangelt es ziemlich an wirklicher Originalität, geschweige denn Subtilität. Neben einigen gelungenen und witzigen Einfällen stolpert eher ein Ägypten-(u.a.)-Klischee über das andere. Hier hat mich die Inszenierung 2012 in Salzburg wesentlich mehr überzeugt, denn sie hatte sowohl starke Symbolkraft als auch Subtilität. (Und erscheint auch bald auf dvd ... dort fehlt dann auch das wunderbare Duett „Son nata a lagrimar“ nicht!)
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Januar 2013
Wie viele andere Opern des deutsch-englischen Tonsetzers Georg Friedrich Händel zählt auch "Giulio Cesare“ zu den regelmäßig zur Aufführung gebrachten. 1724 uraufgeführt enthält das dreieinhalbstündige Stück einige der schönsten Melodien Händels, der eine ausgewogene Melange zwischen Orchesterschwall und kammermusikalischer Schlichtheit, zwischen Chorpartien und intimen Arien schafft.
Erzählt ist die Geschichte, die auf einem Libretto von Nicola Francesco Haym beruht, recht schnell: Sie handelt – natürlich – von der Liebesbeziehung zwischen Caesar und Cleopatra, beleuchtet allerdings auch das gestörte geschwisterliche Verhältnis zwischen letzterer und ihrem königlichen Bruder Tolomeo. Besondere Betonung erfahren Cornelia und Sesto, die Hinterbliebenen des von Caesars Häschern ermordeten Pompeius, welche beide vor Trauer und Rachegelüsten vergehen.

Die vorliegende Inszenierung stammt aus dem Jahr 2011 und erfreut sich folglich hervorragednder Bild- und Tonqualität. Der Opernfreund darf sich auf eine rundum gelungene, innovative Aufführung freuen: Gespielt wird zwar in antikisierenden Kostümen; doch die Szenerie spielt sich in einem modernen Museum ab, so dass die Requisiten von "Museumsangestellten“ auf- und abgebaut werden. Die Bühnenatmosphäre ist also voll von Verklärung, Unwirklichkeit und – das muss auch mal gesagt werden – knisternder Erotik.
Das Concert d’Astrée unter der Leitung der Cembalistin Emmanuelle Haїm ist hervorragend: dezent untermalend in den handlungsbetonten Episoden, aufbrausend voll in den musikbetonten. Die Akteure zaubern himmlische Nuancen mit farbig-schattierten Facetten. Haїm scheut sich durchaus nicht, individuelle Akzente zu setzen, vergisst dabei jedoch nie, den Vortrag transparent und organisch atmend zu halten.
Der Chœur de l’Opéra de Paris ist ergreifend, spielt jedoch im Vergleich zu den herausragenden Akteuren eine eher untergeordnete Rolle. Christophe Dumaux als burschikoser Tolomeo besticht durch seine Kantigkeit, Lawrence Zazzo als Cesare durch seine Tölpelhaftigkeit. Beeindruckt wird der Rezipient zudem durch die innige Varduhi Abrahamyan als Pompeius’ Witte Cornelia sowie deren Sohn Sesto, gemimt durch die authentische Isabel Leonard. Die Glanzrolle hat sicherlich Natalie Dessay inne als Cleopatra. Was die Charakterdarstellung betrifft, hätte man wohl kaum eine bessere Wahl treffen können. Doch andererseits sollte beachtet werden, dass die Texttreue unter dieser Besetzung leidet, indes Dessay eben nicht mehr die jüngste ist, die historische Cleopatra Caesar jedoch als blutjunge Schönheit (?) gegenüber getreten ist. Der Caesar dieser Aufführung scheint mir gar jünger als Cleopatra zu sein…
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am 10. Dezember 2015
Die Inszenierung ist in der Tat eine gelungen Synthese von Antike mit der Moderne. Sehr gute Solisten. Ein DVD Album das mir gefällt.
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am 14. Februar 2015
Beeindruckende Darbietung; ich wollte doch endlich einmal eine komplette Händeloper im Hause und auf dem Bildschirm haben. Es hat sich gelohnt.
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