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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
5
Macbeth
Format: Audio CD|Ändern

am 17. November 2012
Der Höhepunkt der Aufnahme ist Mutis Dirigat. Es ein atemloses Vorwärtstreiben der Handlung bis zum bitteren Ende.
Das beginnt beim ersten Hexenchor. Chor und Orchester sind ausgezeichnet.
Milnes ist ein sehr ausdrucksstarker, zerrissener Macbeth voll von Unterwürfigkeit gegenüber seiner Frau, auch voller Tatendrang, voll von Selbstmitleid in seiner letzten Arie.
Cossotto ist hervorragend ohne stimmliche Probleme und erinnert mich etwas an Leonie Rysanek, bzw. Mara Zampieri.
Raimondi als Banquo und Carreras als McDuff sind ein hervorragender Aufputz einer grandiosen Aufnahme.

Resumé: Non tardi - nicht zögern - kaufen, und das zu dem Preis
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am 3. April 2014
Diese wirklich hervorragende Einspielung von Verdis frühem Werk strotzt vor musikalischem Terror und das ist durchaus positiv gemeint bei der blutrünstigen Dramenvorlage. Riccardo Muti gelingt mit dem New Philharmonia Orchestra eine höchst ausgewogene Lesart und Interpretation der Partitur. Der vielfach geforderte und beschäftigte Chor könne kaum exquisiter besetzt sein als mit dem immer wieder überzeugenden Ambrosian Choir.
Die Hauptpartien sind mit den Spitzenkräften des Verdigesangs der siebziger Jahre besetzt. Fiorenza Cossotto gelingt eine äußerst überzeugende Lady, die ihren Charakter von sonnambul bis hin zur Über-Leichen-gehenden Strategin in jeder Nuance fein auslotet und der die Partie scheinbar sängerisch keinerlei Mühe bereitet. Auch Sherrill Milnes überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Belcanto und charakteristischer Gestaltung. Banco ist mit dem cantablen Ruggero Raimondi besetzt. Man könnte sich vielleicht von der Partie ein Gran mehr schwarz-satten Bassklang wünschen, aber das wäre in diesem Fall Kritik auf ganz hohem Niveau. Auch Jose Carreras überzeugt mit gestaltendem Tenor als Macduff. Insgesamt also eine Einspielung, die in einer Verdi-Sammlung auf gar keinen Fall fehlen sollte.
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am 28. Oktober 2017
Hier wird effektvolle Operndramatik geboten. Mit hervorragenden Sängern (herausragend für mich Sherrill Milnes in der Titelpartie), einem wunderbaren Orchester und Chor und einem Maestro Muti in Hochform. Er versteht es, seinem Orchester und den Sängern das komplexe Drama überzustülpen und damit das Psychogramm der einzelnen Figuren schlüssig in herrliche Musik umzuwandeln. Ergänzend hilft uns eine hervorragende Aufnahmetechnik zu einem emotionalen Opernerlebnis. Empfehlung!
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am 20. März 2013
Meines Ermessens die beste Einspielung dieser Oper, man sollte sich aber das Libretto besorgen, wenn man sich diese Oper anhört.
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am 7. Oktober 2012
Der Macbeth, entstanden 1847 und später mehrfach überarbeitet, war ein Wende- und erster Höhepunkt im Werk Giuseppe Verdis: Hier wagte er sich erstmals an eine Shakespeare-Vorlage, für die er noch dazu ein hervorragendes Libretto forderte und bekam (teilweise eine wörtliche Übersetzung des Originals ins Italienische)- und fand dafür die musikalischen Stilmittel, die ihn zu einem der größten Opernkomponisten aller Zeiten machen:

Erstmals gab Verdi hier einer Oper eine durchgehende, unverwechselbare musikalische Grundfarbe. Vor allem aber benutzte er die musikalische Form zur Charakterisierung der Figuren: Während die Nebenrollen Banquo und Macduff klassische Arien singen, äußert sich der Macbeth - der Mensch, der alle sozialen Normen hinter sich lässt - vor allem in Duetten und dramatische Rezitativen. Die Lady beginnt zwar mit einer klassischen zweiteiligen Arie, endet aber mit einer Wahnsinnsszene, die mit den verspielt-virtuosen Vorbildern in Opern von Donizetti oder Bellini nichts mehr zu tun hat. Trotzdem war die Oper zunächst nur ein mäßiger Erfolg, und es dauerte bis in die 50er-Jahre des 20. Jh., bevor die Oper sich - beginnend mit einer Inszenierung der Mailänder Scala mit Maria Callas in der Hauptrolle - langsam durchzusetzen begann.

Inzwischen gibt es zahlreiche Aufnahmen, von denen drei sehr empfehlenswert sind - unter Erich Leinsdorf (RCA/Sony, 1959, mit einem überragenden Leonard Warren, dazu Rysanek, Bergonzi, Hines), Claudio Abbado (DGG, 1975, sehr stringent dramatisch mit Cappuccilli, Verrett, Domingo, Ghiaurov), schließlich diese Einspielung von 1976, die mich persönlich insgesamt am meisten überzeugt - für mich ist es vielleicht sogar Riccardo Mutis beste Opernaufnahme überhaupt:

Chor und Orchester (Ambrosian Opera Chorus, New Philharmonia Orchestra London) musizieren mit derselben Präzision wie bei Abbado, aber mit mehr Ausdruck, Feuer, Temperament. So schaffen sie von vornherein eine geradezu gespenstische Stimmung.

Sherrill Milnes bietet in der Titelrolle eine seiner besten Leistungen überhaupt - mit vollem Einsatz seiner kernig-männlichen Stimme und großer Ausdrucksbandbreite zeichnet er ein großes Charakterportrait - spannender als Cappuccilli bei Abbado, wenn auch nicht so elegant wie Warren.

Fiorenza Cossotto ist eine hinreißend hysterische und technisch hervorragende Lady, für mich die beste Mezzosopranistin in dieser Rolle. Das metallische Timbre ihrer Stimme kommt hier ideal zur Geltung. Man muss erst die Callas in der (aufnahmetechnisch furchtbaren) Mailänder Live-Aufnahme hören, um zu merken, dass es in der originalen Sopranbesetzung noch besser geht.

Ruggero Raimondi singt einen sehr differenzierten, eleganten Banquo, und José Carreras gewinnt in einer seiner besten Aufnahmen den Vergleich gegen Domingo in der Abbado-Einspielung, weil er zurückhaltender im Ausdruck bleibt, ohne neutral zu werden.

Unbedingt empfehlenswert!
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