Hier klicken May Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
95
4,4 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:6,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 20. September 2006
Was der Vorgängerfilm "Diamantenfieber" bereits angekündigt hatte, setzte sich 1973, bei "Leben und sterben lassen", in voller Front durch: Plötzlich mischten sich skurrile Charaktere, makabrer Humor und deutlich mehr Fantasy-Elemente in die ursprünglich geradlinigen Agentenstorys. Regisseur Guy Hamilton war außerdem so klug, aus LALD (Abkürzung für "Live and Let Die") einen weniger auf Personen bezogenen Film zu machen (wie etwa Peter Hunt bei "Im Geheimdienst ihrer Majestät"), statt dessen ein wahres Action-Feuerwerk zu zünden, so daß Bond-Neuling Roger Moore dem Publikum nahezu unmerklich untergejubelt werden konnte - wie anders wäre die Filmgeschichte (und unser aller Leben!!) verlaufen, wäre dieser Film seinerzeit gefloppt und die Bond-Reihe womöglich eingestellt worden?!!

Man kann die 70er-Bondfilme mögen oder nicht. Fest steht, daß auch die erfolgreichste Filmreihe etwa alle zehn Jahre einen Stimmungswechsel benötigt, um im wechselnden Film-Business bestehen zu können. Dies ist bei LALD eindrucksvoll gelungen - selten war ein Bond-Film so aus einem Guß, und die Idee, durchweg Farbige als Bösewichter zu besetzen, ist zwar riskant, aber auch humorvoll (man achte auf Bonds mühsam unterdrücktes Unbehagen, als er in Harlem ein Restaurant betritt!!).
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2016
Drei Agenten sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Bei der Aufklärung der Morde sieht sich Geheimagent 007 dieses Mal der gefährlichen Welt des Okkulten ausgesetzt. Hinter dem verhängnisvollen Vorhang des Mystizismus verbirgt sich (wie immer eigentlich) eine gewaltige Organisation - die (zur Abwechslung mal) mit harten Drogen Geschäfte macht. Die geheimnisvolle und wunderschöne Hellseherin Solitaire bringt Bond zwar auf die Fährte der mächtigen Hintermänner, aber auch in höchste Lebensgefahr...

"Wessen Begräbnis ist das?" - "Deines."

Leben und sterben lassen (Originaltitel: Live and let die) ist der ACHTE Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (hier ist es der 2. Teil). Fleming (1908-1964) war im 2. Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.

"Das sieht ja wie ein Boot aus, was da in seinem Schlitten steckt." - "Das ist eins von den neuen Amphibienfahrzeugen."

Erstmals mit dem 46-jährigen Engländer Roger Moore (Simon Templar 1962-69, Lord Sinclair in Die Zwei 1971-72 und insgesamt SIEBEN Bond-Filme, so viele wie kein anderer) als 007 ("Wo ist Kananga?" - "Der war schon immer ein ziemlich aufgeblasener Kerl."),
Jane Seymour (Ein Himmelhund von einem Schnüffler, Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft) als wunderschöne Solitaire ("Deine zunehmende Aufsässigkeit beunruhigt mich langsam. Genauso wie damals bei deiner Mutter. Sie hat ihre übersinnlichen Kräfte verloren und wurde nutzlos für mich. Mach nicht denselben Fehler."),
Yaphet Kotto (Alien, Brubaker, Ein Richter sieht rot, Running Man, Midnight Run, Homicide) als Kananga ("Namen sind was für Grabsteine, Baby."): "Kananga baut auf tausenden von Hektar sorgfältig getarnter Felder Mohn an - geschützt durch den Voodoo-Zauber des Baron Samedi - [ein großer Teil der Mohnernte wird zu Heroin verarbeitet, siehe Mohnfelder in Afghanistan - Anm. d. Verf.] und als Mr. Big ist er der Verteiler und Großhändler durch die eigene Restaurant-Kette Fillet of Soul.",
Julius W. Harris (Nebenrollen in Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3, King Kong 1976, Darkman) als Kanangas Rechte "Hand" Tee Hee (mit Armprothese, "Das ist der alte Albert. Das ist nun wieder ein Krokodil. Ich hab mal mit ihm spielen wollen, da hat er mir den Arm abgebissen."),
Geoffrey Holder (Doktor Dolittle 1967, Punjab in Annie 1982) als Baron Samedi (Totenherrscher im Voodoo-Kult in Haiti),
David Hedison (Die Seaview - In geheimer Mission) als Felix Leiter (war lange der einzige, der ihn zweimal spielen durfte, außerdem noch in Lizenz zum Töten 1989),
Roy Stewart (Toberman in Doctor Who 1963, Draculas Hexenjagd 1971) als Quarrel (Figur kam schon in Dr. No vor, wurde aber dort von John Kitzmiller gespielt): "Sie hätten mich sogar töten können - wenn Sie die Waffe ENTSICHERT hätten."
und absolut grandios Clifton James (durfte prompt in Der Mann mit dem goldenen Colt wiederkommen, ebenfalls als Sheriff in Trans-Amerika-Express und Superman II und Bezirksstaatsanwalt in The Untouchables) als Sheriff J.W. Nepomuk Pepper ("Alle Stinkefinger auf die Motorhaube!", "Da ist er ja, der Hundesohn. Ich habe ihn! - Was sind Sie für einer? Vollstreckungsbeamter beim Jüngsten Gericht?").
Außerdem wie "immer" Bernard Lee (spielte in elf Bond-Filmen mit) als M und Lois Maxwell (vierzehnmal dabei) als Miss Moneypenny. [Desmond Llewelyn (insgesamt siebzehn Auftritte als Q) stand diesmal NICHT zur Verfügung.]
Regie führte im Jahr 1973 (mit einem Budget von 7 Mio. $) wie schon bei Goldfinger und Diamantenfieber Guy Hamilton (Luftschlacht um England, Agatha Christies Das Böse unter der Sonne, Remo - unbewaffnet und gefährlich, drehte auch den Nachfolger Der Mann mit dem goldenen Colt).

122 Minuten Voodoo-Zauber, Schlangen und Tarot-Karten - mit jeder Menge Krokodilen und einem Hai. Köstlich ;-) Was für ein herrlicher Agenten-Gentleman-"Verfolgungsjagd mit Motorbooten"-Action-Spaß. Ich mag den Film sehr. Deshalb (von mir) Note 2+

Eindringlinge werden gefressen! - "Was halten Sie eigentlich von Krokodilen?"

"Es gibt zwei Möglichkeiten ein Krokodil kampfunfähig zu machen." - "Ich glaube, Sie haben kein Interesse daran, dieses Geheimnis mit mir zu teilen?" - "Die eine Methode ist, ihm einen Bleistift in die Augen zu rammen!" - "Und die andere?" - "Die andere ist noch einfacher. Ihm kühn die Hand ins Maul stecken und die Zähne rausreißen."

Der Titelsong "Live and let die" stammt von Linda und Paul McCartney (Sänger und Bassist der Beatles) und ihrer Band "Paul McCartney and Wings". Er wurde 1974 für den Oscar als Bester Song nominiert. [Außerdem wird das Lied im Film (im Club von Mr. Big) von B.J. Arnau gesungen. Und am Rande: 1991 wurde der Song ziemlich "nett" von Guns N' Roses für ihr Album Use your Illusion gecovert.]

Wenn Sie mich fragen, spielt Moore die Rolle des 007 humorvoller und gibt hier eher den charmanten Gentleman - Connery dagegen ist taff und (dazu eher passend) wunderbar sarkastisch. Die Produzenten wollten sich wohl mit der Darstellung des neuen Bonds ganz bewusst abgrenzen. So bestellt Bond im Film keinen "Wodka Martini, geschüttelt nicht gerührt" - er trinkt Bourbon Whiskey. Sein Auftrag wird ihm in seiner Privatwohnung erteilt, er raucht Zigarren statt Zigaretten und trägt während der Pistolenlauf-Eröffnungssequenz keinen Hut.

EXTRAS:
Audiokommentare (von Roger Moore, Regisseur Guy Hamilton oder Tom Mankiewicz),
Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Bond 1973: Der verloren gegangene Dokumentarfilm 21:41, Roger Moore als James Bond schon 1964 7:44, Leben und sterben lassen - Konzeptentwürfe 1:39),
007 Missions-Kontrolle (Interaktive Führung durch die Welt von Leben und sterben lassen: 007, Die Frauen, Die Verbündeten, Die Bösewichter, Kampfverzeichnis, Das Labor von Q, Exotische Drehorte),
Missions-Dossier (Hinter den Kulissen von Leben und sterben lassen 29:47, Am Set mit Roger Moore: Der Beerdigungszug 1:42 und Drachenflug-Unterricht 3:58),
Propagandaministerium (Kinoarchiv 4:40, Bond im Fernsehen 2:35, Bond im Radio 1:35),
Bilder-Datenbank (Überläufer-Fotogalerie)

"Und jetzt deck deine Karten auf!" - "Bitte, das verstehst du nicht. Sie töten mich, wenn ich's tue."- "Und ich töte dich, wenn du's nicht tust." - "Aber das würdest du niemals tun. Nicht nach dem was gerade gewesen ist..." - "VORHER hätte ich dich bestimmt nicht umgebracht."

James Bond will return in Der Mann mit dem goldenen Colt!

[Anmerkung: Auf den Bildern unten sehen Sie die Blu-ray, die Dvd und den Roman.]
review image review image review image review image review image review image
1111 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2003
Roger Moore feierte mit Leben und sterben lassen einen fulminanten Einstieg, der von Anfang bis Ende mitreisst und eine gehörige Portion Spannung aufweist.Alleine das Laufen über die Krokodiele ist bis heute einmalig in der Filmgeschichte. Da es der Film aber bei seinem Kinostart recht schwer hatte, ist er aber leider sehr "underrated" worden: Da die Gangster sämtlich Farbige waren und das Ende der "Apartheid" in den USA erst ein paar Jahre zuvor gekommen war, gab es Aufstände von Bürgerrechtlern, die zum Boykott des Films aufriefen, und diesen teilweise auch gewaltsam erzwangen. Nichtsdestotrotz sind die Actionszenen hier absolut überzeugend und Roger Moore zeigte sich als ein würdiger Nachfolger von Sean Connery.
Technisch ist die DVD wie alle alten Bond Filme: Bild hui, Ton pfui und Bonusmaterial ganz ordentlich!
Fazit: Gehört in jede Bondsammlung!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. März 2007
Die Produzenten wollten Roger Moore bereits Anfang der 60er als James Bond haben, aber da war er noch für Simon Templar verpflichtet. Als George Lazenby ausstieg, war Roger Moore gerade für die Serie "Die Zwei" verpflichtet und Sean Connery kehrete für einen Film zurück.
Für Leben und sterben lassen war Rogerendlich frei und gab der Figur des James Bond ganz neue Züge, um die Figur in die 70er Jahre zu führen. Die 70er Jahre waren unbeschwerter und bunter und Roger Moore führte die Figur wunderbar in die 70er Jahre und legte seine Rolle auch unbeschwerter an. Gemeinsam mit dem durch Sean vorgelegten Humor wurde die Figur nun vollends abgerundet.

Roger war der Gentleman in Vollendung, der typische Engländer und er bereicherte die Rolle. Er legte seinen Bond nicht ganz so hart an, wie Sean es getan hatte, aber er konnte auf Wunsch auch hart und gefährlich sein.

Wahrscheinlich war es gerade der Wechsel der Darsteller und die verschiedenen Eigenschaften von Sean und Roger, die dafür sorgten, dass die Figur niemals langweilig wurde.

Leben und sterben lassen besitzt all die wunderbaren Eigenschaften, die wir von einem James Bond erwarten. Völlig zu recht erhält dieser Film alle 5 Sterne, zumal die Dialoge so gut ausgefeilt sind, wie zuletzt in Goldfinger.

Humor, Spannung, Action, ausgefallene Tricks, geniale Fluchtmethoden, imposante Kulissen, schöne Drehorte, Drehorte auf der ganzen Welt, schöne Frauen.... Alles da!!!!

Das ist der alte Albert. Ich hab mal mit ihm spielen wollen - da hat er mir den Arm abgerissen!" - Bravo Albert!"

Die Bond-DVDŽs waren bisher schon für mich die besten, weil mit diesen Extras einfach alles perfekt war. Doch jetzt wurde Bild und Ton überarbeitet und es gibt noch mehr Extras....das heißt, genauso wie bei den Filmen: Es lohnt sich einfach immer!!!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2008
Live and let Die ist trotz tollem Titelsong von Macca sicherlich einer der schwächsten Bond Filme. Moore wollte hier nach Connery eigene Akzente setzen (trinkt z.B. Whisky statt Martini), aber das gelingt ihm nur bedingt. Er wird zu schnell zur Karrikatur. Zugegebenermaßen gab es Anfang der 70er kaum andere Möglichkeiten, einen Agenten im Film anzulegen, da der Geheimdienst in dieser Zeit eher durch dunkle Machenschaften bekannt war. Die Komik wirkt teilweise zu aufgesetzt, so vor allem durch den furchtbaren Sheriff Pepper. Das ist Humor mit dem Holzhammer, denn Rednecks und Bond passt nicht. Der Rückgriff auf Blackploitation Motive der frühen 70er zeigt auch sehr deutlich, dass die Bond Franchise selbst keine Akzente mehr setzen konnte und auf Bestehendes Zurückgreifen musste- so vor allem in dem noch schlechteren Der Mann mit dem goldenen Colt. Moores starke Zeit (und er hat sehr gute Bond Filme gemacht) begann mit Der Spion, der mich liebte und endete mit For Your Eyes only.
Die Ultimate Edition ist teuer, aber gut gelungen, mit fantastischem Bonus Material.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Januar 2001
"Leben und Sterben lassen" enthält so viele Neuerungen, dass der Film allein schon deswegen eine Sondernrolle einnimmt: Zum ersten Mal spielt Roger Moore den Doppelnull-Agenten (er war ohnehin die erste Wahl für James-Bond-Autor Ian Fleming), dann wurde einer der frühen Romane zum Vorbild genommen (genauer: der zweite, den Fleming je geschrieben hat, die Verfilmungsrechte des ersten Romans, "Casino Royale", lagen bei CBS), zum ersten Mal komponierte nicht John Barry die Filmmusik, sondern George Martin und Paul McCartney, und schließlich tauchte der allseits beliebte "Q" nicht auf, um den Blick von den "Gadgets" wieder auf die Handlung zu konzentrieren (nach zahlreichen Fan-Protesten war er dann ab dem nächsten Film wieder dabei). So mutig waren die Produzenten nicht wieder, so dass selten ein so frischer und unverkrampfter Bond-Film herausgekommen ist. Anders als der glücklose Darsteller George Lazenby verfügte Roger Moore nämlich über genügend Erfahrung und Selbstbewusstsein als Schauspieler, so dass er einen ganz anderen Bond als Sean Connery darstellen kann. Die übrigen Darsteller gehören ebenfalls zu denen, die ihr Handwerk beherrschen, so dass der Film nicht nur für eingefleischte Fans sehenswert ist. Mit "Leben und Sterben lassen" gelang es den Produzenten, das "Produkt" James Bond erfolgreich in die Siebziger Jahre zu transportieren, als böse Zungen der Filmserie schon das Sterbeglöckchen geläutet hatten. Die DVD ist - wie bei dieser MGM-Serie üblich - hervorragend mit Zusatzmaterial ausgestattet, besonders sehenswert sind die vier fehlgeschlagenen Versuche, in denen Ross Kananga (!) über die aneinander gebundenen Krokodile läuft. Das Bild der DVD ist in Ordnung, lediglich beim Ton gibt es Schwankungen, die man bei der DVD-Produktion vielleicht hätte ausgleichen können.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2010
Roger Moore's Einstand als 007 bewerte ich sogleich als ein Highlight der ganzen Serie.
Für mich zumindest war es kinderleicht, mich von Connery auf Moore umzugewöhnen, was bei George Lazenby
vorher nicht der Fall war.

Roger Moore gibt der Figur eine andere Note. Er wirkt verspielter, ironischer und gar noch lässiger, als Sean Connery.

Kurz zur Story: Ein Drogenhändler (Yaphet Kotto) baut auf der Karibikinsel San Monique (tatsächlich: Jamaika) übergroße Mengen Mohn an und produziert tonnenweise Heroin, um damit zum Monopolisten aufzusteigen.
In New York verschenkt er die ersten Kilos, um die Zahl der Süchtigen zu "verdoppeln" und um dananch hohe Preise zu verlangen. 3 Agenten, die ihm auf der Spur sind, werden auf einfallsreiche Weise liquidiert, was schließlich dazu führt, dass Top-Agent 007 eingeschaltet wird, dem Bösewicht das Handwerk zu legen.

"Leben und sterben lassen" ist ein hervorragender, exotischer Cocktail mit funkiger Musik,
wunderbaren Außenaufnahmen und bahnbrechenden Actionsequenzen. Einer der Motorboot-Sprünge ist heute noch im Guinessbuch der Rekorde verzeichnet. Zudem gesellt sich eine gehörige Prise Humor, der Auftritt des vertrottelten Sheriff's "J. W. Pepper" ist auch in der heutigen Zeit noch witzig. Jane Seymour gibt eines der schönsten Bondgirls ab und "Baron Samedi" sorgt für eine Prise geheimnisvollen Voodoo-Zauber.
"Geheimnisvoll" ist vielleicht auch das Wort, das den ganzen Film am besten umschreibt.

Schade finde ich - und das gilt für alle Filme der "Ultimate Edition" - dass das Einstiegsmenü im Gegensatz zur alten Edition weniger gelungen und einfallsloser ist.
Außerdem nervt es etwas, dass man auf jedem neuen Bond-Film ausführlich darauf hingewiesen wird, dass es sich "um die beste Bild- und Tonqualität handelt, die es je auf DVD gegeben hat", was obendrein auch noch völlig falsch ist. Das Bild ist kaum besser, als auf der alten Edition, und von allen DVD's am besten schon mal gar nicht.

Die Extras sind spitzenmäßig, vor allem die misslungenen Stunts, bei denen man beispielsweise sieht, wie der mutige Besitzer der Krokodilfarm bei seinem Sprint über die auch noch echten Krokodile von einem am Fuß gepackt wird.
Und solche Szenen heben für mich auch die alten 007-Filme von den neuen ab, bei dem das meiste am PC entsteht.

Insgesamt kann man diesem Film einfach nur die volle Punktzahl geben,
somit klare 5 Sterne!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2007
Von Anfang an war klar gewesen, das Sean Connery nur für einen Film ("Diamantenfieber") zurückgekehrt war. Doch diesmal gestaltete sich die Suche nach einem neuen Darsteller als nicht sehr schwierig. Die Produzenten gaben dem Mann, der die Rolle ganz neu interpretieren sollte, den Zuschlag: Roger Moore. Schon 1962 hatte man ihn ins Auge gefasst, doch Moore drehte die Serie "Simon Templar". Und 1969 wollte man ihn erneut für die Hauptrolle in "Im Geheimdienst ihrer Majestät", doch diesmal hatte Moore sich eben für die Serie "Die 2" verpflichtet. Aber jetzt, 1973, war er endlich frei. Nach dem Schotten Sean Connery, dem Australier George Lazenby war es nun endlich ein Engländer, der den englischen Geheimagenten spielen durfte.

Wie uns Roger Moore vorgestellt wird, zeigt gleich ganz deutlich, mit was für einen James Bond wir es nun zu tun bekommen. Zum ersten mal sehen wir die Wohnung von James Bond, in der er sich gerade mit der leckeren Madeline Smith ("Gruft der Vampire",1970) vergnügt, als sein Chef M und Miss Moneypenny unverhofft bei ihm aufkreuzen. Eine sehr komödiantische Szene, die wirklich schnell klarmachte, das es in den 70er Jahren keine harten Bond - Thriller mehr geben sollte. Roger Moore wurde bekannt dafür, das er selbst in brenzligsten Situationen seinen Charme behielt und immer einen Spruch auf den Lippen hat.

Was "Diamantenfieber" schon angedeutet hatte, wurde in "Leben und Sterben lassen" bestätigt: James Bond Filme sollten eine quitschbunte Achterbahnfahrt voll unglaublicher Action, Spannung und eben Humor werden. Und das funktionierte in jedem Film. (Hab nie verstanden, warum Timothy Dalton, Pierce Brosnan und auch Daniel Craig so vehement gegen eben jenes Image anspielen. Was war daran schlecht?)

Roger Moores Erstling macht also von der ersten Minute an Spaß. Mc Cartneys fantastischer Titelsong, gute Auftritte der nebencharaktere M, Q und Miss Moneypenny, ein zuckersüßes Bondgirl (die junge Jane Seymour) und eine spannende Handlung. Was will man mehr? :)

Was jedoch auffällt, ist, das James Bond Filme nun nicht mehr wie zu Connery Tagen die Trends setzten, sondern sich an andere Trends anhing, um wirklich jeden ins Kino zu locken. Die frühen Siebziger Jahre waren die Zeit des Blaxploitation-Kinos (meist Actionfilme mit schwarzen / "Foxy Brown", "Shaft" etc.) Da lag es natürlich nicht fern, das sich auch James Bond ins schwarze New Orleans stürzte und sein Widersacher von einem der Stars jener Filme gespielt wurde: Yaphet Kotto!

Noch vor dem bekannten "Beißer" Richard Kiel sehen wir hier einen anderen Nebendarsteller, der beim Publikum sehr gut ankam und deshalb im folgenden Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" nocheinmal auftreten durfte: Clifton James in der Rolle des Kautabak spuckenden Sheriff Pepper. Die Szenen zwischen Bond und Pepper sind reinste Komödie und regen immernoch zum Lachen an.

Also, mit "Leben und sterben lassen" wurde James Bond endgültig zu dem Superhelden, den man heute unter Bond versteht. Nah an der Selbstparodie verkörpert von Roger Moore. Das es keine wirkliche Dramatik oder Spannung mehr geben sollte wie in den Filmen Connerys, ist ein klein wenig bedauerlich, wird jedoch durch eben all das übertriebene, das nun vorherrschen sollte, fast vergessen gemacht. Von jetzt an hieß die Devise: James Bond macht Spaß!!

Ich bin zu jung, um die Filme im Kino erlebt zu haben, doch im Alter von 9 Jahren konnte ich sie alle auf Video bestaunen. So hab ich jeden Bond-Film bis "Im Angesicht des Todes" (1985) innerhalb von etwa einem Monat gesehen. Und seitdem bin ich Fan und werde es auch immer bleiben. Vielleicht weil ich sie in so zartem Alter sah, bin ich auch James Bond Purist geblieben: Wie erwähnt mag ich es nicht, wenn heute Bondfilme gedreht werden, die immernoch betont versuchen, sich von den alten Streifen zu distanzieren. Ginge es nach mir, würde ein Bond Film auch heute noch so gedreht werden wie "Leben und Sterben lassen". Nur fraglich, ob dann noch jemand ins Kino gehen würde ;-).

Hab schon Öfters erwähnt, das der Pappschuber der neuen Collection von der Qualität her minderwertig ist und die wenigen neuen Specials nur ein Alibi für das 2 DVD Set sind. Eigentlich kann man mit den Erstauflagen zufrieden sein, die von "Im Geheimdienst ihrer Majestät" ist ja sogar besser. Doch die Roger Moore Filme sollte man sich aus bestimmten Grund alle in der neuen Edition zulegen: Undzwar wegen der herrlich amüsanten, neuen Audiokommentare von Roger Moore. Einzig und allein deshalb lohnt sich der Kauf.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2013
Der Titelsong des James Bond Films 'Live And Let Die' von Paul McCartney & Wings hat mich vom ersten Hören an begeistert, dae Rhythmuswechsel, leise -
laut, getragen - schnell - einfach großartig.
An Roger Moore musste man sich erst mal gewöhnen. Er war nicht nur eher lustig als sein Vorgänger, nach den Drehbüchern ging er auch gemeiner miz den Da-
men um, hier trifft es gleich zwei Rosie (Gloria Hendry) und Solitaire (Jane Seymour). Die Schauplätze des Abenteuers wechseln zwischen Harlem in New York
und der Insel San Monique in der Karibik.
Kananga (Yapeth Kotto) ist ein schwarzer Drogenboss, der mit seinen Drogen die USA schädigen will. Sein Operationszentrum liegt auf San Monique. Von der dort vorherrschenden Kultur beinflusst verlässt er sich abergläubisch völlig auf seine jungfräuliche Wahrsagerin Solitaire. Bond verführt Solitaire durch
einen miesen Trick, um ihre Unterstützung zu bekommen. Kananga will Solitaire daraufhin bei einer Voodoo Zeremonie töten lassen, aber lässig erledigt Bond
seine Mission, tötet Kananga und rettet Solitaire. Die beeindruckensten Elemente des Films sind die fremdartigen Bräuche der Voodoo Religion mit dem Prie-
ster Baron Samedi (Geoffrey Holder) und die Jagd in den Sümpfen von Louisiana. Die komischen Inhalte des Films kamen bei eingefleischten Bondkennern nicht
so gut an, ich finde aber, dass es in diesem Film eine gesunde Mischung aus aufregenden Actionszenen und humorvollen Einlagen gibt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2011
Direkt bei der schon legendären Pistolenlaufsequenz merkt man, dass man es hier mit einem neuen Bond zu tun hat. In dieser trägt Bond erstmals keinen Hut. Auch taucht Bond in der folgenden Vortitelsequenz erstmals garnicht auf. Dafür wird man aber mit drei Morden neugierig gemacht, was hier auf einen zu kommt.
Meisterwerksksarbeit ist hier die Titelsequenz in Kombination mit dem genialen Song von Paul McCartney & The Wings. Mal drauf achten. Wenn im Lied das Wort DIE gesungen wird, taucht entweder ein Totenkopf auf oder es wird feurig.
Ein interessanter Einfall ist die Handlung bei Bond zuhause zu beginnen und Bond erstmals selbst eine Erfindung von Q erklären zu lassen. Man wollte hier seinerzeit soviele Kontraste wie möglich setzen, um nichts an Connery erinnern zu lassen. Schließlich hatte man nun im dritten Bond-Film nacheinander den dritten Hauptdarsteller.
Das man nicht zum Denken kommt, dafür sorgt auch die flotte Weiterführung der Handlung. Es ist noch keine Viertelstunde des Films rum, da ist Bond schon auf Reisen und der erste Mordanschlag erfolgt.
Intelligent gefilmt ist auch die Einführung Solitairs, auch wenn man sie noch nicht sieht. Wenn sie Karten legt, ist die Szene so perfekt gefilmt und musikalisch unterlegt, dass Spannung aufgebaut wird. Die Gefahr hat hier zwei Gesichter. Durch Solitaires Worte weiß man Bond bedeutet Gefahr und damit auch, dass Bond Gefahr droht, was im erwähnten ersten Mordanschlag gipfelt.
Durch den ganzen Film top ist auch die Musik von Ex-Beatles-Produzent George Martin, der John Barry, der erstmals bei Bond fehlte, würdig ersetzt.
Auch Roger Moore gibt man viele Gelegenheiten, seine Art von Bond zu profilieren. Allein die Zeit, die man sich für die Szene nimmt, in der sich Moore erstmals als "Bond. James Bond" vorstellt, zeigt, wieviel Vertrauen man darin setzte, dass das glaubwürdig rüber kommt, dass man Moore diese Aussage abnimmt und er nutzt das, indem er Dynamik, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen rüber bringt, dass er jetzt Bond ist.
Und es klappt. Man fühlt sich einfach nicht genötigt Vergleiche zu Connery zu ziehen. Im Gegenteil. Es werden sogar Verbindungen geschaffen, wenn Moore hier eine Schlange, die ihn töten soll, ebenso fix beseitigt, wie Connery eine Vogelspinne in "Dr. No".
Auch dass der Bösewicht hier auf einer Insel sitzt, erinnert an Connerys ersten Bond. Und wie bei "Dr. No" setzt man auch bei "Leben und sterben lassen" auf eine starke Story und exotisches Flair, statt Kulissen, Effekte und Größe, wie z.B. bei "Feuerball" oder "Man lebt nur zweimal".
Frisch und einfallsreich kommen die Actionszenen hier daher, wenn Bond im Doppeldecker vor Kanangas Schergen flüchtet oder wenig später einen Kleinflugplatz zerstört. Hier merkt man auch, dass die Humorisierung Bonds, die bei "Diamantenfieber" noch auf ganzer Linie schief ging, bravourös gelingt.
Doch wechseln sich Action und Humor hier stets wohltuend mit Spannung ab, etwa wenn Bond in einem Krokodilteich ausgesetzt wird. Gelungen hier auch, dass sich Bond nicht mit seiner Uhr made by Q aus der Affäre ziehen kann, sondern improvisieren muss.
Eine der bis heute rasantesten Filmszenen der Bond-Serie wartet danach mit der genialen Bootsjagd, die einiges an Flug-, Rutsch- und Sachschadeneinlagen parat hat. Zwar gabs eine Bootsjagd schon bei "Liebesgrüße aus Moskau", die hier ist aber doppelt so gut.
Erholsam ist, dass der Bösewicht hier einen pfiffigen Abgang erhält, ohne dass es zuvor eine riesige Schlacht gegeben hätte.
Roger Moores Bond-Debut ist nicht nur absolut gelungen, sondern durchaus ein Film, der ähnlich makellos ist, wie z.B. "Goldfinger".
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden