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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2009
Um ehrlich zu sein: Nach "GoldenEye" mit einem reichlich farblosen Pierce Brosnan und ärgerlichen Platitüden konnte es nur besser kommen.

Und es kam besser:
Hier sollte Brosnan in die Rolle finden. Hier wurde ein neuer Bond geboren.

Keine Nachahmung eines Roger Moore aus "Octopussy"- und "Im Angesicht des Todes"-Zeiten mehr; nein, jetzt sollte Bond, der Selbstsicher-Lockere, kommen.
Der Streifen selbst startet mit einem Paukenschlag: Bond cruist durch einen "Vorspann", wie es in der Serie seit "Moonraker" keinen mehr gegeben hatte (und bislang auch nicht mehr geben sollte): präzise choreografiert, engagiert geschnitten (aber keineswegs derart "hysterisch" à la Einstiegsszene von "Ein Quantum Trost"), macht dieses kleine Meisterwerk Lust auf Mehr. Und bereits hier wird deutlich, wie Brosnan die Rolle nun anlegen sollte: viril, lakonisch, aber gleichzeitig leger und, ja: cool. Diese Mischung sollte der Reihe guttun.

Der Film an sich hat für mich keine großen Schwächen:
Sicherlich hätte man aus dem Grundthema etwas mehr machen können, das Ergebnis ist aber deutlich auf der Habenseite. Die Inszenierung ist konzise. Längen gibt es keine, im Gegenteil: spannend bis zum Schluss.

Darsteller: Passt. Die Rollen sind durchwegs mit Profis besetzt (wenngleich Jonathan Pryce wohl nicht zu den Größten der Gegenspieler wie etwa Gert Fröbe oder Telly Savalas zu zählen sein wird). Michelle Yeoh spielt sich selbst im besten Sinne, auch Teri Hatcher überzeugt.

Und: endlich wieder ein "richtiges" Bond-Car. Ein BMW 7, ausgestattet mit allem, was erwachsenen Kindern Freude macht. Die Car-Chase-Szenen zählen demnach zu den unterhaltsamsten Stellen des Streifens.

Ein großer Pluspunkt ist die Musik: David Arnold, hier erstmals zugange und zwischenzeitig zum Fixcomposer arriviert, macht seine Sache ausgezeichnet. Dem Grundthema von Monty Norman wird neues Leben eingehaucht: Gleichsam Sinfonisches gekoppelt mit elekronischen Beats - Interessant!

Insgesamt: Einer der besten der Reihe, für mich der beste Brosnan-Bond.
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Seit meinem Kinobesuch 1997, habe ich den Streifen nicht mehr gesehen - bis jetzt. Auf seltsame Weise hatte der Film einen negativen Nachgeschmack hinterlassen - bis jetzt.
Heute, gute 10 Jahre und 3 weitere Bond-Abenteuer später, habe ich "Der Morgen stirbt nie" zum 2. Mal gesehen UND ich muss meine Meinung revidieren!
Pierce Brosnan ist im Nachhinein gesehen weit besser (also: souveräner, abgeklärter) gewesen, als ich ihn in Erinnerung hatte. Ich finde, dass die Zeit FÜR Herrn Brosnan läuft. Je länger er sich im 007-Ruhestand befindet, umso mehr scheinen seine, auf den ersten Blick verkannten, Bond-Züge zum Vorschein zu kommen!
Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass Brosnan-Bond-Streifen von Mal zu Mal besser werden. Vieles, was dem Zuseher bei Bond-Streifen selbstverdtändlich erscheint, nämlich die lockere, aber gleichermaßen ernste Darstellung des berühmtesten Kino-Geheimagenten der Welt, machte Pierce Brosnan mit einem derartigen Selbstverständnis, dass er (lässt man den etwas verunglückten "Stirb an einem anderen Tag" weg) sich gefahrenlos mit einem mittelmäßigen Sean Connery oder Roger Moore durchwegs messen kann. Und das möchte ich unmissverständlich als Lob verstanden wissen!

Die Story an sich, naja, sie ist nicht gänzlich überzeugend, aber immerhin ist es eine unverkennbare Bond-Geschichte:
Ein Medienzar möchte China und Großbritannien gegeneinander ausspielen, um den 3. Weltkrieg zu inszenieren (und die aktuellsten Berichte parat zu haben). Die schauspielerische Leistung der Bösewichte liegt alles in allem eher nur im mittelmäßigem Bereich.
Was die beiden Bond-Girls anbelangt, so kann man einmal von einer sehr gelungenen Wahl (Teri Hatcher) und einmal(einmal mehr) von Mittelmaß (Michelle Yeoh) sprechen.

Ansonsten ist alles "Bond". Zugegebenermaßen ein sehr actionreicher, beinahe schon specialeffectüberladener, aber doch...
Humor und Ernsthaftigkeit halten sich einigermaßen im Gleichgewicht, wobei in "Der Morgen stirbt nie" eher die Ernsthaftigkeit überwiegt, was ich persönlich aber als angenehm aufgenommen habe.
Auch alle (alt)bekannten Gesichter sind dabei: Q, M, Moneypenny,...
Grundsätzlich fehlt es hier an nichts. Die 110 Millionen Dollar wurden nicht umsonst in diesen Streifen gesteckt. Vermutlich wäre "Der Morgen stirbt nie", hätte man mehr Augenmerk auf die Story gelegt, eher schlechter als besser geworden. Insgesamt fehlt den meisten Darstellern nämlich die nötige Qualität (eben abgesehen von Brosnan und Hatcher, die ihre Sache wirklich gut machen), um aus wenig viel zu machen. So gesehen ist es lobenswert, dass man aus viel viel gemacht hat!

Fazit: Ein "echter", ein würdiger, gefälliger, explosiver, abwechlungsreicher Bond; deshalb auch 4 Sterne!!
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am 15. April 2016
Insgesamt der gelungenste Bondfilm mit Pierce Brosnan, sowohl was die Story anbelangt als auch im Hinblick auf die Actionelemente. Ganz besonders ist die Szene im Hamburger Parkhaus hervorzuheben - das Grinsen von Brosnan, als er mit der Fernbedienung auf dem Rücksitz die kurz zuvor zerstochenen Reifen seines BMW wieder aufblasen lässt, ist unbezahlbar. Eine der klassischsten und witzigsten Bondszenen überhaupt!
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am 23. Dezember 2009
Hallo Leute,

also ich kann mich meinem Vorredner nicht wirklich anschließen. Für mich
ist Pierce Brosnan als James Bond wirklich toll und sogar besser als der
"neue" Daniel Craig. Pierce Brosnan hatte in allen Teilen viel mehr Charme
und Witz. Natürlich ist die James-Bond-Reihe nicht immer ganz so realistisch wie
andere Agententhriller aber ein Fan der Reihe steht doch genau auf sowas,
denk ich mal (:

Gerade in letzter Zeit habe ich mir viele Pierce Brosnan "Bond"-Filme im
Free-TV angesehen und muss sagen dass sie eindeutig mehr Story als vergleichsweise
"Ein Quantum Trost" haben. Für mich sind die neuen Bond-Teile mit Daniel Craig
sicherlich auch sehenswert aber eigentlich nur mehr einsame Prügelei und Action,
kein Charme und dieser gewisse britische Humor wie ihn Pierce Brosnan für mich
verkörpert.

Allerdings ist das ja geschmackssache und das muss man einfach jeden selbst überlassen.
Jedenfalls kann ich alle Bond-Filme mit Pierce Brosnan sehr empfehlen, für Bond-Fanatiker
sind sie sowieso ein Muss, und sind auch eine gute Alternative zum neuen Bond weil sie
auch noch nicht soooo alt sind (:
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am 7. August 2016
Naja, zum Inhalt ist hier ja schon mehr als genug geschrieben.
Ich habe mich für die DVD anstatt der Blu-Ray entschieden, da die Qualität dadurch nicht sooo arg viel besser wäre. Letztlich habe ich den Film gekauft, um meine James Bond DVD-Sammlung zu vervollständigen. Schnelle Lieferung, anständiger Preis .. Perfekt
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Januar 2012
Über die Story des Films muss man wohl nicht viel sagen: Ein größenwahnsinniger Medienmogul will Großbritannien und China mit fingierten Angriffen gegeneinander ausspielen, so den dritten Weltkrieg anzetteln und natürlich selbst exklusiv Bilder und Berichte dazu liefern. Denn Mediengigant Elliot Carver wartet nicht einfach ab was passiert und berichtet dann, sondern diktiert die Schlagzeilen von morgen schon heute selbst und sorgt für entsprechende Ereignisse. Bond muss natürlich verhindern, dass es zu dem entscheidenen Angriff kommt und so ein Krieg ausgelöst wird.
Ein super Bond-Film der Extraklasse mit einem gut gelaunten Pierce Brosnan.
Der Film ansich hat fünf Sterne verdient, doch leider blieb der Film beim Anschauen an zwei Stellen hängen, sodass man ein Stückchen vorspulen musste, damit es weiter ging (sowohl beim Abspielen über einen PC, als auch beim DVD-Player). Daher der Stern Abzug. So etwas sollte eigentlich nicht sein. Ansonsten aber super Bild- und Tonqualität. Klare Kaufempfehlung.
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am 15. September 2013
...und einen Hubschrauber in Saigon. So aufdringlich war die Produktplatzierung selten (IMDB: "The first movie in film history to have its entire budget be covered in product placement campaigns").

Der smarte Brosnan wird verschenkt, weil er fast durchgehend zu soldatisch-martialisch spielen muss, der Charme und die Nonchalance aus Golden Eye (1995) kommen nicht zum Tragen. Vielleicht übersteht man die endlosen Schwermetallduschen aber nicht anders, nur: warum kann ER kein Chinesisch lesen? Der verrückte Verleger und sein Nazi-Sicherheitsgetüm erscheinen lächerlich, sie haben nicht das Format von Mads Mikkelsen. Relativ schwache Dialoge in der deutschen Fassung. Zu viele nicht wirklich eindrucksvolle rotierende Schaltwände, zu viele Prügeleien in Gebäuden und Schiffen, zu wenige Außenaufnahmen in weitem Gelände. Die CGI wirkt wie CGI.

In der ersten Hälfte aber ein sehr attraktiv visuell geprägter Film, nicht zuletzt mit dem Raketenflug durch verschneite Berge, dann auch schöne Bilder aus Thailand (einstehend für Saigon und Ha-Long-Bay).
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Juli 2013
"Der Morgen stirbt nie" ist nun auch schon wieder 16 Jahre alt. In Anbetracht dessen ist die Bild- und Tonqualität nahezu makellos. Die Tonspur ist noch einmal besonders hervor zu heben. Die Blu-ray-Veröffentlichung ist der DVD jedenfalls vorzuziehen. Wie alle Bond-Blu-rays dieser Reihe bietet auch "Der Morgen stirbt nie" eine ganze Reihe interessanter Extras.
Der Film selbst gefällt mir hervorragend, ist er doch mein Lieblings-Bondfilm mit Pierce Brosnan, aber das ist einfach Geschmackssache. Vielleicht liegt es an der ganz klassich linearen Erzählweise, die mich persönlich an frühere Bonds erinnert. Schon allein die Pre-Title-Sequenz ist ganz hervorragend und temporeich. Und so geht es weiter bis zum spannenden Finale.
Fazit: In jeder Hinsicht ein prima Kauf.
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am 3. Mai 2016
"Denn schlechte Nachrichten - sind die BESTEN Nachrichten!"

"WORTE sind die neuen Waffen, Satelliten die neue Artillerie. Caesar hatte seine Legionen, Napoleon seine Armeen, ich habe meine Divisionen: Fernsehen, Nachrichten, Printmedien - und bis heute um Mitternacht habe ich mehr Menschen informiert und BEEINFLUSST als jeder andere in der Geschichte des Planeten. Mit Ausnahme von Gott natürlich." - Elliot Carver

Ohne Rücksicht auf Verluste versucht ein größenwahnsinniger Medienzar einen Atomkrieg zwischen den Weltmächten zu provozieren.

"Dann ist der Fall klar. Wir entsenden unsere Flotte. - M, Sie haben noch 48 Stunden für Ihre Ermittlungen."

Sein Ziel: Die Kriegsberichterstattung soll die Einschaltquoten hochtreiben.

M: "Was wissen Sie über Elliot Carver, 007?" - Bond: "Weltweit operierender Medienmogul. Er kann mit EINER Sendung Präsidenten stürzen. Carver besitzt auch die Zeitung Tomorrow." [Wortspiel: Tomorrow never dies - Der Morgen stirbt nie bezieht sich auf die Zeitung Carvers.]

In einem (wieder mal) dramatischen Wettlauf mit der Zeit versucht der Superagent Ihrer Majestät, James Bond alias 007, den Dritten Weltkrieg zu verhindern...

Carver: "Sind wir so weit, dass wir unsere neue Software auf den Markt werfen können?" - "Ja, Sir - und wie gewünscht ist sie voller Macken, dass die Kunden noch jahrelang nachrüsten müssen." - "Ausgezeichnet."

Der Morgen stirbt nie (Originaltitel: Tomorrow never dies) ist mittlerweile der ACHTZEHNTE Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand. Fleming (1908-1964) war im Zweiten Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst. Ursprünglich sollte der Film Tomorrow never lies (Der Morgen lügt nie) heißen.

Wieder mit Pierce Brosnan (Remington Steele, Dante's Peak, Die Thomas Crown Affäre, After the Sunset, Mamma Mia, The November Man) als 007,
Jonathan Pryce (Brazil, Evita, Ronin, Stigmata, Gouverneur Swann in Fluch der Karibik, Hoher Spatz in Game of Thrones) als Carver ("Ich wollte dieses Pressezentrum erst morgen eröffnen, aber da Sie schon mal hier sind, können Sie mir beim Verfassen des ersten Artikels helfen: Ihrem Nachruf!"),
Michelle Yeoh (Police Story 3, Tai Chi, Tiger & Dragon, Babylon A.D.) als Wai Lin
und Teri Hatcher (Tango & Cash, Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark, Spy Kids, Golden Globe 2005 für Desperate Housewives) als Carvers Frau Paris - und ausgerechnet Ex von Bond ("Dieser Beruf, den du hast, ist einfach tödlich für Beziehungen.").

In weiteren Rollen der 1,98 m große Offenbacher Götz Otto (Iron Sky) als Stamper,
der amerikanische Zauberer Ricky Jay (schrieb das Buch: Karten als Waffen) als Gupta ("Ich nenne das Guptas Gesetz der kreativen Anomalien: Was zu gut klingt um wahr zu sein, kann nicht wahr sein."),
Vincent Schiavelli (Einer flog über das Kuckucksnest, Ghost - Nachricht von Sam) als Dr. Kaufman ("Ich darf Sie foltern." - 007: "Haben Sie darin AUCH einen Doktortitel?" - "Das ist wohl eher ein Hobby.")
und Joe Don Baker (spielte noch in Der Hauch des Todes den bösen Waffenhändler Whitaker) nun (wie schon in Goldeneye) als CIA-Agent Jack Wade (Bond: "Was machen Sie denn hier?" - "Jimbo, Sie wissen doch, die WELT ist mein Büro.").

Außerdem Judi Dench (Philomena, Mr. Hoppys Geheimnis, 1999 Oscar für Shakespeare in Love, insgesamt 6 Oscar-Nominierungen) als super taffe M ("Ich würde gerne den Dritten Weltkrieg verhindern, Admiral."),
Geoffrey Palmer (spielte von 1992 bis 2002 an der Seite von Judi Dench in der Romantic Sitcom As Time Goes By - dort verheiratet, hier pöbeln sie sich an, herrlich) als Admiral ("Was tut dieser Verrückte [Bond] da?" - M: "Seinen Job."),
Colin Salmon (Resident Evil, Alien vs. Predator, Arrow, 24: Live Another Day) als Robinson ("Das sieht ja aus wie ein Flohmarkt für Terroristen: Chinesische Scud-Raketen, Panther AS565 Kampfhubschrauber, chinesische Langer-Marsch-Raketen, in der Kiste dürften amerikanische Schnellfeuergewehre sein, chilenische Minen, deutscher Sprengstoff. Der Freizeitspaß für die ganze Familie."),
Samantha Bond (Downton Abbey, spielt die Sekretärin in allen vier Bond-Filmen mit Brosnan) als Moneypenny ("Es gibt hier eine hochdramatische Entwicklung: Wir schicken unsere Flotte nach China.")
und "wie immer" Desmond Llewelyn (insgesamt siebzehn Auftritte) als Q.

Admiral: "Bei allem Respekt, M, ich glaube, Ihnen fehlt das, was ein Mann hat, für diesen Job." - "Schön möglich. Aber dafür muss ich nicht dauernd mit dem, was mir fehlt, denken."

Regie führte im Jahr 1997 (mit einem Budget von 110 Millionen Dollar) der US-Amerikaner (britisch-kanadischer Herkunft) Roger Spottiswoode (Under Fire, Mörderischer Vorsprung, Scott & Huutsch, The 6th Day). - Der Film wurde Albert R. Broccoli gewidmet (dem "ewigen" Produzenten der Bond-Filme), der 1996 verstarb.

119 Minuten Action-Feuerwerk und Medienschelte - und ein bisschen Kapitän Nemo mit der Nautilus (dem Stealth-Schiff). Mit einer verrückten Parkhaus-Verfolgungsjagd ("Bei unsachgemäßer Fahrweise entfällt der Garantieanspruch."), einem HALO Jump (High Altitude - Low Opening) und einer waghalsigen Motorrad-Verfolgungsjagd (mit Hubschrauber und einer BMW 1170cc) durch Saigon (in Wirklichkeit ist es Bangkok, verraten die Extras). Für mich aufgrund der wie gewohnt spektakulären Action (der Böse ist halt größenwahnsinnig und die Handlanger langweilig) noch ganz KNAPP Note 2-

"Geben wir auf?" - "NIEMALS!"

Der Titelsong "Tomorrow never dies" (für mich absolut genial) wird von der US-Amerikanerin Sheryl Crow gesungen (1994 Top-10-Hit in Deutschland "All I wanna do", dreifache Grammy-Gewinnerin 1995 - und 2003 bis 2006 mit Lance Armstrong liiert). Im Abspann läuft außerdem "Surrender" von der Kanadierin k.d. lang, ebenfalls durchaus hörenswert (auch Grammy-Gewinnerin, sang "Hallelujah" von Leonard Cohen bei der Eröffnungsfeier der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver, weiß der Sportlehrer).

Bond-Autos sind (wieder einmal) der Aston Martin DB5 (einfach Kult) und ein BMW 750iL.

"Unterschreiben Sie bitte hier, Mr. Bond. Das hier ist eine spezielle Zusatzversicherung für Ihren wunderschönen neuen Wagen. Möchten Sie gerne eine Vollkaskoversicherung?" - "Ja." - "Feuerversicherung?" - "Besser wäre es." - "Versicherung gegen Sachschäden?" - "Auf jeden Fall." - "Und auch gegen Personenschäden?" - "Das hoffe ich nicht, aber Unfälle geschehen nun mal." - "Bei Ihnen überdurchschnittlich oft." - "Naja, das ist purer Zufall, glauben Sie mir. Muss ich mich sonst noch vor irgendetwas schützen?" - "Nur vor mir, 007, wenn Sie das Fahrzeug nicht in tadellosem Zustand zurückbringen. Können wir?" - "Ich auf jeden Fall." - "Ihr neuer BMW 750. Mit all den üblichen Extras. Maschinengewehre, Raketenwerfer, das GPS-Navigationssystem. Ich dachte Sie würden vielleicht eher auf eine Frauenstimme hören." - "Die kommt mir bekannt vor." - "Ich interessiere mich nicht für Ihre unanständigen Eskapaden. Machen wir bitte jetzt mit den Instruktionen weiter. Ihr neues Telefon. Hier sprechen. Hier hören." - "Ich wusste doch, ich hab mich die ganzen Jahre geirrt." - "Warten Sie, es enthält unüblicherweise einen Fingerabdruckscanner und ein 20.000 Volt-Sicherheitssystem. Und hierauf bin ich ganz besonders stolz: DAS ist die Fernbedienung für Ihren Wagen. Sie drücken zweimal hier drauf. Einmal. Zweimal. Und jetzt langsam den Finger hier über diese Fläche bewegen. So fahren Sie den Wagen. Er ist überraschend schwer zu steuern, aber ich glaube mit etwas Übung..." - "Tja, mal sehen wie das bei mir funktioniert, Q. [Bond geht ab - wie Holla die Waldfee.] Ich glaube, ich kriege den Dreh raus." - "Sie werden wohl nie erwachsen, 007."

EXTRAS:
Audiokommentare von Regisseur Roger Spottiswoode und Drehbuchautor Dan Petrie, Jr. bzw. Second Unit Director Vic Armstrong und Produzent Michael G. Wilson,
Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Neun entfallene und erweiterte Szenen 13:43, alternative Kameraperspektiven, Streng geheim: Die Welt des 007 - präsentiert von Q 57:46, "The James Bond Theme" Mobys Re-Version 3:27),
Missions-Dossier (Die Geheimnisse von 007 44:37, Vergleich von Storyboards und Filmszenen 27:38, Demonstration der Spezialeffekte 2:53, Interview mit Komponist David Arnold 2:38, Musikvideo: "Tomorrow never dies" von Sheryl Crow 4:31, Exotische Drehorte 4:23),
Propagandaministerium (Kinoarchiv 3:23),
Bilder-Datenbank (spannungsgeladene Fotogalerie)

"Ich bin zufrieden mit Ihren Fortschritten, Mr. Bond." - "Ich habe schon immer gerne meine Zungenfertigkeit geübt, Frau Professor." - "Man könnte sagen, dass es Ihnen quasi in den Schoß fällt..." - "Trotzdem: Übung macht den Meister!" - Bond beim Liebesspiel

James Bond will return... in Die Welt ist nicht genug (dem Familienmotto)!
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TOP 1000 REZENSENTam 8. Januar 2016
Nach Pierce Brosnans gelungenem James Bond Einstand in "Golden Eye" durfte er auch im 18. offiziellen Bond Abenteuer erneut den Superhelden verkörpern. "Der Morgen stirbt nie" entstand 1997 unter der Regie von Roger Spottiswoode (Monster im Nachtexpress, Under Fire, Mörderischer Vorsprung). Der Titelsong "Tommorrow never dies" von Sheryl Crow wurde zum Hit und konnte sogar eine Golden Globe Nominierung erreichen. Der Film selbst spielte 346 Millionen Dollar weltweit ein, damit war er nur geringfügig schwächer als der Vorgänger. In Deutschland gabs auch die Goldene Leinwand für mehr als 3 Millionen Kinobesucher. Dabei waren die Bewertungen für den Film aber insgesamt etwas kritischer. Man sah einen gewissen Rückschritt nach "Goldeneye", der insgesamt so wirkte, als würde er der Reihe einen neuen Stil verpassen. In "Der Morgen stirbt nie" war vieles wieder sehr altbekannt. Wenn man "Goldeneye" vielleicht als den spannendsten Film der Brosnan Phase ansehen kann und "Stirb an einem anderen Tag" den überzeichnetsten mit parodistischen Elementen, dann ist "Der Morgen stirbt nie" der fernöstlichste der vier Filme.

Dies liegt sicherlich nicht nur an Michelle Yeoh, der sehr dominant agierenden Bondgespielin, sondern der ganze Film macht deutlich eine Verbeugung vor dem actionbeladenen Hongkong-Kino der 90er Jahre. Auch die Bösen haben sich verändert: Sie sind nicht mehr nur die Welteroberer, die die Supermächte gegeneinander ausspielen, sondern sie sind auf ihr Image als moralische Weltinstanz bedacht. Der britische Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce) sieht sich vor allem als Herrscher der Informationen. Mithilfe seines riesigen Medien-Imperiums will er die Macht durch von ihm manipulierte Massen erreichen. Dies klappt dann, wenn er ein Monopol auf die Nachrichten dieser Welt hat. Natürlich will er auch die führenden Nationen in einem von ihm forcierten Krieg aufeinanderhetzen. In einem ersten Schritt versenkt er - im Schutz seines Steath-Schiffs - eine Fregatte der britischen Marine. Den Verdacht hat er dabei geschickt auf die Chinesen gelenkt und berichtet auch exklusiv in seinen Nachrichten von dem drohenden Krieg. Natürlich hat er damit Erfolg. Aber dennoch verhalten sich Briten und Chinesen noch vorsichtig, denn vor dem Krieg lässt man noch die besten Agenten ermitteln. Für die Briten wird von M (Judi Dench) natürlich Bond (Pierce Brosnan) ins Rennen geschickt, die Chinesen setzen auf die Fähigkeiten von Wai Lin (Michelle Yeoh). Die treffen sich dann auch zum ersten Mal persönlich in Carvers neuem Medienzentrum in Hamburg. Dabei sieht Bond auch seine Verflossene Freudin Paris (Teri Hatcher) wieder, von der er sich vor einigen Jahren mit den Worten "went to the Store" verabschiedete und sich seither nicht mehr blicken ließ. Inzwischen ist die hübsche Lady mit Carver verheiratet, doch bei Bond wird sie wieder schwach. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, denn der irrsinnige Gatte bestraft Ehebruch mit dem Tod. Zu den Bösen gehören ausserdem der Cyber-Terrorist Gupta (Ricky Jay) und einmal mehr der große, blonde deutsche Hüne (Götz Otto), der in "Der Morgen stirbt nie" auf dem Namen "Stamper" hört...

Zu den Highlights von "Der Morgen stirbt nie" zählt auch der BMW 750il mit Raketen, selbst-aufpumpenden Reifen, Reifentöter zum Abwerfen auf die Verfolger, erweiterter Diebstahlsicherung durch heimtückische Elektroschock-Elektroden an den Türgriffen oder Tränengas-Düsen sowie eine extrastarke Titan-Panzerung. Die spektakulärste Szene des Films ist aber wohl Bonds Flucht - gemeinsam weil angekettet mit Wai Lin - auf einem Motorrad durch die Straßen und über den Dächern von Saigon. Als Kameramann wurde Robert Elswitt (Last Exit Reno, There will be blood, Good Night and good luckI verpflchtet. Mit weniger als 2 Stunden Laufzeit ist "Der Morgen stirbt nie" für einen Bond Film eher kurz und knackig. Die düsteren Anflüge, die noch bei "Golden Eye" zu spüren waren, sind hier ganz außen vor gelassen. Was der Film an Tiefe vermissen lässt, macht er durch die nahezu ununterbrochene Action wieder wett. Im ausgedehnten Finale an Bord des Stealth-Bootes wird das wahrhaft sündhaft teure Setting komplett in seine Einzelteile zerlegt, aber Hauptsache dem sehr unsympathischen Schurken wird endlich das Handwerk gelegt. Vielleicht einer der rasantesten und auch krawalligsten Bond Abenteuer aller Zeiten. Der Medienmogul und Schurke, dargestellt von Jonathan Pryce, führt nicht nur enthemmte Monologe über seine irrwitzigen Monopolideen, sondern wird von seinem Darsteller beinahe schon als grelle Karikatur angelegt. Natürlich bräuchte er für seine Macht nicht auch noch die Anzettelung eines Krieges, es würde ja die gezielte Manipulation durch sein Medienmonopol reichen. Aber ohne das Säbelrasseln der Weltmächte wäre der Superschurke in einem Bondfilm dramaturgisch nur halb so viel wert, daher die phantasievollen Auswüchse der Drehbuchautoren. Mit der toughen Michelle Yeoh kommt auch ein Novum ins Spiel, denn bis zum Schluß widersteht die Chinesin dem Anbaggern von Bond. Erst unter Wasser, kurz vor dem Ertrinken, kommt es zu einer Rettung und damit auch zu einem ersten Filmkuss. Reichlich spät für den Frauenhelden.
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