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TOP 1000 REZENSENTam 24. März 2013
Marillion Alben, vor allem mit Herrn Hogarth als Sänger, haben von mir jedesmal abverlangt, mich in das Album hineinzuhören. Das mag ich eigentlich gar nicht so gern. Aber wenn der Zugang geglückt ist, habe ich meine Freude an diesen Alben. Auch mit dem letzten Studioalbum, "Sound That Can't Be Made", erging es mir so. Gaza das erste Stück des Album ist einfach richtig begnadet. In dem 17:31 Min. langen Stück kommt es musikalisch immer wieder zu Stimmungswechseln. Von orientalischen, balladenähnlichen Momenten, bis hin zu einem psychodelischen Part wird hier einiges geboten. Abwechslungsreicher kann ein Song kaum sein. Das letzte Stück des Albums "The Sky Above The Rain" ist mit 10:35 Min. ein traumhaft schöner und entspannter Song. Zwischen Lied 1 und 8 gibt es aber immer noch reichlich zu hören und zu entdecken. So will ich hier noch auf das Titelstück ("Sounds That Can't Be Made") der CD aufmerksam machen. Es ist kraftprotzend und musikalisch strotzt es nur vor Selbstbewusstsein. "Montréal" wirkte beim ersten Hören auf mich langatmig, ja gar langweilig. Aber auch diesem Song habe ich weitere Chancen gegeben und nun höre ich ihn richtig gerne.
An anderer Stelle der Rezensionen wird die Stimme des Herrn Hogarth kritisiert. Ich kann diese Abneigung nachvollziehen und verstehen, da es mir bei seinem Einstieg bei Marillion ebenso erging. Diese Stimme mag einigen nicht ins Ohr gehen oder nur schwer zugänglich sein, aber ich empfinde sie mittlerweile außergewöhnlich und absolut passend zu der hervorragenden Musik der Band. Mir gefällt "Sounds That Can't Be Made" richtig gut und gehört für mich zu den besseren Album von Marillion. Deshalb schließe ich mich gerne den Rezensenten, die hier 5 Sterne abgaben, an.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Juni 2015
Das 2012 erschienene und bei Intact veröffentlichte "Sounds That Can`t Be Made" wurde in der gewohnten Formation eingespielt und bietet eine,wie bei Marillion nicht anders zu erwarten,hohe emotionale Ansprache in der Musik.
Bei einer Besetzung mit den klangvollen Namen Mosley/Hogarth/Rothery/Trewawas und Kelly braucht man sich um handwerkliche Qualitäten und ein hohes Maß an Kreativität in der Kompositionsarbeit ganz sicher keine Sorgen zu machen.
Noch keines der "normalen" Studioalben hat mich jemals enttäuscht ("Less Is More" zähle ich da nicht mit),ganz im Gegenteil ist es so,daß mich selbst als allgemein (nicht von mir) als schwächer angesehene Alben,wie "Marillion.Com" oder "Radiation" in schiere Begeisterung versetzen;von Alben,wie "Anoraknophobia","This Strange Engine" oder "Clutching At Straws" und und und ganz zu schweigen.
Marillion zählen für mich zu den besten Musikern überhaupt.
Auch "Sounds That Can`t Be Made" ist ein tolles Rock-Album geworden,unterscheidet sich in einem Punkt jedoch von anderen Alben der Schotten.
Marillion haben sich bei gleichbleibender Ausrichtung auf Gefühl und Emotion immer etwas vorwärtsbewegt.
Kein Album wirkte dem Vorgänger übermäßig ähnlich,immer gab es neue Ansätze,Ideen,Experimente;manchem wurde das sogar zuviel.
Hier ist es nun so,daß ich während der gesamten Laufzeit stetig das Gefühl habe,das alles in abgewandelter Form so ähnlich schon mal gehört zu haben.
Hier etwas "Marbles",dort ein Hauch "Afraid Of Sunlight",dann ein Einsprengsel "Radiation",plötzlich ein bißchen "Marillion.Com"...
Selbstverständlich weisen die Stücke alle genug Eigenständigkeit auf,um nicht von Selbstplagiat reden zu können,dennoch wirkt STCBM ein wenig wie eine Collage der letzten Alben,insbesondere,was die Melodik,aber auch was den Sound angeht.
Schlimm ist das aber nicht,da trotz der Ähnlichkeiten mehr als genug Substanz vorhanden ist,um ein Album ohne Längen zu füllen.
Während manch andere Band mangels kreativer Substanz fünf oder sechs gute Ideen künstlich in die (Album-) Länge zieht und das durch tolle Produktion und Beimischung von Standard-Belanglosigkeiten überdeckt,hat man bei Marillion stets das Gefühl,es mit einem kreativen Füllhorn zu tun zu haben,bei dem es hier vielleicht eines Top-Produzenten bedurft hätte,um alles rauszuholen.
Warum kann nicht jemand Steve H mal sagen,daß man tiefe Emotion auch anders ausdrücken kann,als durch Dauer-Gejammere und Gewimmere?
Ich kenne so manchen Rock-Hörer,der Marillion eigentlich gut findet,aber das "ewige Geheule des Sängers,den Rotz in der Stimme" nicht ertragen kann.
Durch professionellen Feinschliff von außen wurde aus so manchem tollen Rock-Album schon ein Meisterwerk.
Vielleicht sollten die Jungs einfach mal wieder bei Dave Meegan anrufen...?
Und dennoch bietet STCBM jede Menge Material,das den geneigten Marillion-Hörer begeistert.
Rockige Eruptionen,schöne Gitarrenparts,gefühlvolle Keyboardflächen,viel Gefühl,Reife und Tiefe in der Musik;jedoch wenig Neues,wenig Innovation.Marillion wandeln hier auf sicheren,etwas ausgetretenen Pfaden,die aber ein schönes Panorama bieten.
"Sounds That Can`t Be Made" kann insgesamt überzeugen,gehört für mich aber nicht zu den Highlights der Band.
Ärgerlich ist zudem,daß der eigentlich von mir geschätzte Simon Heyworth beim Mastering für die CD dem Loudness War seine Aufwartung gemacht hat.Die Dynamik ist im Vergleich zur Schallplatte (Vinyl) massiv heruntergefahren worden,dazu wurde extrem ausgesteuert,teils bis zum Clipping;wie kann so ein versierter Mensch,der schon so tolle Masterings erarbeitet hat,so was machen?
Kurzum:
Die Vinyl-Ausgabe klingt deutlich besser;räumlicher,angenehmer,keine Verzerrungen,viel dynamischer,klarer,einfach edler.
Es gibt auch eine CD-Ausgabe mit Bonus-DVD,die eine Art "Making Of"enthält.
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am 19. November 2013
...das endlich auch den Sound bekommt, den es verdient. Zu den Songs ist schon praktisch alles bis ins Detail gesagt; mit dieser späten Rezension möchte ich daher vor allem ein paar Worte zum Klang der neu erschienenen LP-Fassung verlieren.

An sich war auch schon vor einem Jahr vieles perfekt, angefangen bei der Musik als solcher bis hin zu der toll gemachten Limited Edition. Was mich allerdings bei der CD-Fassung ziemlich gestört hat, war der Soundbrei, der da teilweise angerührt wurde: so z.B. in den lauten Passagen von Gaza (inkl. clipping), durchgängig bei "Invisible Ink" (das ich mir bis dato überhaupt nicht anhören konnte), und leider auch bei "The Sky Above The Rain", das doch bisweilen recht anstrengend im Gehörgang war.

Damit das niemand falsch versteht: ich hielt STCBM schon damals für das beste Marillion-Album seit "Marbles", und mit einigem technischen Aufwand war auch ein Teil der Dynamik zu retten, aber der Sound wurde einfach der extrem hohen Qualität der Musik nicht gerecht.

Wie dem auch sei: nun brachte der DHL-Mensch also endlich die langersehnte LP vorbei (5.1 Bluray wär mal schön, u.a. auch ein bisschen zeitgemäßer... ), und schon sieht die Sache anders aus. Zuerst fällt die hohe Fertigungsgüte auf: die Platte liegt schwer in der Hand, wirkt wie aus dem Vollen geschnitzt. Gefühlt sind das noch weit mehr als 180g :-). Dazu kein bzw. kaum störendes Knistern oder Knacken, d.h. keine nennenswerten Rückstände oder Verunreinigungen in den Rillen. Beim Abspielen treten auch keine sonstigen Fehler, wie z.B. Springen oder Tonschwankungen, auf.
*EDIT* (auf den Kommentar M. Rohm hin): es sieht so aus, als seien die Labels auf Disc 2 grundsätzlich vertauscht. Ich war davon ausgegangen, dass es sich bei mir um einen Einzelfall handelt und hatte keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Ist aber kein Beinbruch, ich lege die Scheiben sowieso nach Farbe der Labels auf: orange = S. 1, rot = S. 2, blau = S. 3, grün = S. 4 (d.h. eigentlich wäre blau die Seite 4). Ist abends im Dämmerlicht eh angenehmer, als die Nümmerchen zu entziffern. ;-)

Der positive Eindruck setzt sich sodann glücklicherweise da fort, wo er am wichtigsten ist: bei der Soundqualität. Ganz offenbar und wenig überraschend wurde zwar dasselbe digitale Ausgangsmaterial wie für die CD-Produktion verwendet, aber trotzdem klingt die LP-Fassung viel angenehmer. So wurden zwar die Drums im ursprünglichen Mastering ganz einfach verhunzt (das kriegt Mike Hunter einfach nicht auf die Reihe) und enttäuschen mit geringer Präsenz und kraftlosem Punch. Davon abgesehen ist das Klangbild aber wesentlich ausgewogener und runder. Ich möchte nicht auch noch an kleinen Details rummäkeln, die eher im Bereich der persönlichen Vorlieben liegen (z.B. die für meinen Geschmack zu geringe Räumlichkeit), denn irgendwas findet man immer, wenn man lange genug sucht. Stattdessen will ich lieber zusammenfassend feststellen, dass alles (und ich meine damit wirklich: *alles*) besser ist als vorher. Das ist doch mal was!

Praktisch alle Stücke haben deutlich an Transparenz gewonnen. Wo vorher hauptsächlich Vocals und Gitarre dominierten und den Rest mitunter vollkommen „erdröhnten“, sind die einzelnen Instrumente nun gut und ermüdendsfrei auseinanderzuhalten. Es ist ein leichtes, abseits der nach mehreren hundert Hördurchgängen sattsam bekannten Songstrukturen bei jedem neuen Durchlauf einen anderen Marillo herauszupicken und zuzuhören, was er da an seinem Instrument so macht. Selbst bei hoher Lautstärke drückt einem die schiere Lautheit nun nicht mehr gleich das Trommelfell zur Nase raus - ein Hoch auf die technischen Beschränkungen von Vinyl. ;-)

Mit Hyperlinks ist das hier ja so eine Sache, aber wer sich dafür interessiert, kann mal nach „DR database“ googeln und dort als Artist „Marillion“ sowie als Album „Sounds“ eingeben. Der klangliche Unterschied ist in der Tat genau so deutlich, wie er da in Zahlen ausgedrückt wird. Wie bereits angedeutet, wäre mir eine gut gemachte CD- oder Bluray-Fassung genauso lieb, aber als klangliche Alternative ist die LP- der CD-Fassung jedenfalls um Längen voraus - von dem tollen großformatigen Artwork ganz zu schweigen.
Völlig unverständlich: digitalisiert man die LP-Fassung und brennt sie auf eine CD, dann klingt sie immer noch weitaus besser als die originale CD-Version – obwohl für beide das gleiche Ausgangsmaterial verwendet wurde. Das soll jemand verstehen…

Fazit:
Wer einen Plattenspieler sein Eigen nennt, sollte unbedingt zur Vinylfassung greifen. Die Scheiben lassen sich auch mit recht geringem Aufwand digitalisieren (am besten als .flac), wenn man unterwegs nicht darauf verzichten möchte.
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am 13. Juli 2014
Um es kurz zu machen: Der befremdliche Opener "Gaza" überfordert mich fast! Ich finde, dass er das ganze Dilemma um dieses Stück Erde, die Verzweiflung der dort ansässigen Menschen, die völlig aussichtslose Hoffnung auf Frieden, auf prägnanteste Art musikalisch darstellt. Selten erspürte ich wahrliche Hoffnungslosigkeit in einem Song so sehr. Disharmonie gleitet zu hoffnungsvoller Harmonie über, die aber nie wirklich und endgültig eintritt. Wer diesen Song auf sich einwirken lässt, findet sich in einem Auf und Ab seiner Gefühle wieder. Verstörend, höchst anspruchsvoll!

Die weiteren Songs sind Gott sei Dank auch wenn sie melancholisch sind mental nicht nur leichter verdaulich, sie sind wahrlich wunderschön. Als Prog Rock Fan bin ich universell empfänglich für Komplexes, aber diese Eigenschaft meinerseits wird auf diesem Album nicht weiter gefordert. Denn es betört durch relative Leichtigkeit und eindringlich ruhige, in dieser Art selten erhörte Musikalität. Es wirkt nicht nur auf passionierte Prog-Rocker wie eine sanfte Umarmung. Es fordert nicht, es lädt ein. Es schafft geistigen Freiraum, regt auf unaufgeregte Weise die Phantasie an. Fantastisch!

"Sounds That Can't Be Made" ist Anklage in "Gaza"! Es ist Melancholie, knorrige Harmonie, ein Gefühls-Universum, in Klang und Musikalität eine ruhige, positive Macht. "Sounds That Can DOCH Be Made"... Outstanding!!!
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Meine musikalische Beziehung zu den britischen Progressive Rock Pionieren Marillion ist durchaus wechselhaft. Es gibt Alben, welche ich einfach immer wieder hören muss, wie z.B. Misplaced Childhood, Script For A Jesters Tear, Brave oder Marbles. Allerdings gibt es auch die Longplayer, welche sich mir nach Jahren immer noch nicht erschlossen haben. Anoraknophobia und Marillion.com. Dementsprechend gespannt war ich auf das neue Album Sounds That Can’t Be Made.

Um es vorweg zu nehmen Sounds That Can’t Be Made benötigt ein wenig Zeit bis es sich in den Gehörgängen festsetzt. Dies liegt hauptsächlich am sperrigen Song “Gaza“ welcher das Album eröffnet. “Gaza“ ist für Marillion Verhältnisse sehr hart und überaus progressiv ausgefallen. Es gibt viele musikalischen Themen welche sich permanent abwechseln. Das Ganze streckt sich über 17 Minuten und ist vielleicht etwas zu lang geworden.

Der Titelsong ist ein wenig eingängiger und wird besonders durch die Keyboards von Mark Kelly und Sänger Steve Hogarth geprägt. Insbesondere Steve Hogarth kann auf dem kompletten Album überzeugen und liefert einige sehr schöne Gesangsmelodien ab. Der Refrain der Ballade “Pour My Love“ ist grosses Ohrenkino. Auch “Power“ kann überzeugen, das Wechselspiel zwischen ruhigen Strophen und kraftvollem Refrain funktioniert prächtig!

“Montreal“ ist der zweite überlange Song von Sounds That Can’t Be Made, der Songaufbau ist sehr komplex, allerdings schaffen es Marillion den Song so zu gestalten, dass er sehr eingängig wird.

Sounds That Can’t Be Made in ein tolles Album geworden, allerdings sollte man dem Album Gelegenheit bieten sich zu entfalten.
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am 15. September 2012
... auf der nach oben offenen ProgRock Skala.

Na gut, nicht alle Songs, und somit eben auch nicht das ganze album, haben den anspruch ein progrock monster zu sein wie der opener "gaza", der mal eben quasi alles in den schatten stellt, was so an modernen prog in den letzten jahren vom wettbewerb gebaut wurde.

aber selten bis nie klang die band so aggressiv und heavy, frisch, modern und verspielt, wie auf diesem track.

beim ersten hören fiel der rest dann auch, ob der erwartungshaltung, etwas ab. aber wenn man sich davon frei macht, kommen noch ganz andere perlen zum vorschein, und die sind nicht minder interessant, auch wenn etwas mehr bumms wie in gaza hier und da vielleicht nicht geschadet hätte, oder auch ein track mit einer höheren schlagzahl.

trotzdem sind alle songs für sich gelungen und zeigen nur wenig repitives zum eigenen schaffen, sprich: es macht einfach spass jeden song zu entdecken, es stecken viele gute ideen, sounds, hooklines und lyrics in den 8 tracks. füller gibt es nicht ["marbles", 2004], überlanges rumgefrickel gibt es nicht ["anoraknophobia", 2001], und am ende hat man einen leichten roten faden wie bei "afraid of sunlight" [2005], aber kein erzwungenes konzept wie bei HITR 1 [2008].

ich bin einfach begeistert und glücklich, diese band seit mehr als 20 jahren zu lieben. dieses album kann man bedenkenlos jedem ungläubigen als beweis in die hand drücken.

anspieltips: GAZA, Sounds that cant be made, Power
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am 8. Februar 2013
Seit langem das Beste von Marillion. Bewundernswert was da aus den Boxen schallt. Wer Fish hören will soll sich dessen Soloalben kaufen. Ich kann weder an der Stimme noch an den Texten (Gaza ist ja wohl top) von Hogarth etwas aussetzen, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Auch brauchte es kein 100maliges hören um Zugang zu den Songs zu finden (Auf jedenfall besser 10mal die CD am Tag als den Radio Rotation Müll jeden Tag). Dafür entdeckt man immer noch Neues und hört sich nicht nach 4 Durchläufen satt. Schöne Keyboardsounds, tolle Gitarrensoli,guter Gesamtsound und insgesamt eine Platte/CD die keinen musik. Aussetzer hat. "Lucky Man" kann ich mir als letzten Song vom Konzert gut vorstellen-insgesamt macht die Scheibe Lust auf Live!
Meine aktuellen Lieblinge: Gaza, Montreal, The Sky Above The Rain
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am 22. September 2012
Die Bewertung für dieses Album ist für mich nicht ganz einfach. Man sollten nicht den Fehler machen, immer den Vergleich mit den überragenden Alben "Seasons End", "Brave" oder "Marbles" (Deluxe Version) anzustreben. Diesen Vergleich muss "Sounds that can't be made" zwangsläufig verlieren. Man sollte von einer Band meines Erachtens nicht erwarten, dass jedes neue Album immer das beste ist, denn dann müssten die meisten Künstler ihre Karriere nach dem ersten Album beenden. Ein Vergleich mit den genialen Album aus der Fish-Phase ist ebenfalls nicht angebracht, denn das ist in meinen Augen eine andere Art von Musik. Ich würde dieses Album musikalisch am ehesten mit "Afraid of Sunlight", "This Strange Engine" oder "Somewhere Else" vergleichen. Und in diesem Vergleich schneidet dieses Album wirklich gut ab. Daher hat es dieses Album meines erachtens verdient, veröffentlicht und gekauft zu werden.

Bei einem Vergleich mit dem Mist, der einem heutzutage so um die Ohren fliegt, hätte dieses Album glatte 5 Sterne verdient. Mit den Ideen, die in einem Marillion Album stecken, würden die meisten anderen Künster mindestens 10 Albem veröffentlichen. Leider muss sich Marillion aber den Vergleich mit sich selbst gefallen lassen, und daher kann ich leider nur 4 Sterne geben, weil das Album meines Erachtens nicht innovativ genug ist. Ich habe zumindest den Eindruck, viele Elemente in den Songs schön einmal auf früheren Marillion Alben gehört zu haben. An dieser Einschätzung kann auch der Song "Gaza" nichts ändern, der in meinen Augen von den meisten Rezensoren überschätzt wird. Für mich hat der Song zu viele Längen und hätte gut 3-4 Minuten kürzer sein können. Dann wäre es ein echter Knaller. So hält "Gaza" einen Vergleich mit z. B. "This Strange Engine" oder "Ocean Cloud" leider nicht stand.

Fazit: Wer einfach nur richtig gute Musik hören möchte, sollte sich dieses Album in jedem Fall zulegen. Wer den Vergleich mit früheren Überwerken von Marillion sucht, sollte lieber gleich die alten Scheiben auflegen. Ich bin jedenfalls froh, dass heutzutage noch so geniale Musik produziert wird und freue mich daher, dass dieses Album meine Musiksammlung bereichert.
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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2012
Es war ja gut miterlebbar über die letzten Jahre, dass es wohl einen kleinen kreativen Burnout gab. Zwar wurden unendlich viele Konzerte gegeben, inklusive einiger bemerkenswerter Livemitschnitte (falls noch nicht bekannt, unbedingt mal bei Marillion.com reinschauen, ‚Tumbling down the years‘ und ‚Size Matters‘ absolut genial), aber die Band hat sehr deutlich mitgeteilt, dass es mit neuen Songs etwas schleppend voran ging und dass man nur ins Studio gehen würden, wenn sich absolut sicher sei. Sommer, Herbst letzten Jahres kam dann die Entwarnung und jetzt ist das Oeuvre da. Eigentlich noch etwas zu früh für eine Bewertung, aber ich möchte trotzdem meine ersten Eindrücke teilen.

GAZA hat zu Beginn einen leichten fernöstlichen Einschlag im Rhythmus, ist dann aber vor allen hard-rockig. Marillion goes Led Zep war mein erster Gedanke. Sehr untypische Gitarren, und dadurch sehr spannend. Der gesamte Song ist mit seinen 17 Minuten natürlich wahrhaft Proggy, mit vielen breaks und Tempowechseln. Der Mittelteil mit Steve zerbrechlichen Gesang und einem kurzen sehr Ambiente-mässigen Abschnitt gibt kurz Zeit zum Durchatmen, bevor es wieder abgeht. Mit einem traumhaften mehrminütigen Solo am Ende, das den Song von Led Zep dann doch wieder Richtung Pink … äh Marillion dreht. Was für ein Albumopener!

SOUNDS THAT CAN’T BE MADE ist ein „leichteres“ Stück, das fast schon poppig mit seinen 80er Jahren Keyboards, die die Stimme in den Verses tragen, beginnt. Ab dem Mittelteil mit seinem schönen Keyboard Solo und dem direkt anschließenden Gitarrensolo wird der Song dann etwas aufregendes und steigert sich.

POUR MY LOVE beginnt auch wieder etwas langsamer, über einem schönen E-Piano entwickelt sich ein reizendes Liebeslied, eine kleine musikalische Kontemplation nicht über die pulsierenden hektischen Romanzen der Jugendjahre, sondern über gesetztere, aber trotzdem nicht weniger schöner Gefühle in den na ja, mittleren Lebensjahren. Alles in allem ein sehr simpler und guter Song, mit klassischen Aufbau eines Popsongs. Auch wieder unerwartet, zumindest für mich.

Bestimmendes Instrument im ersten Teil vom nächsten Song POWER ist der Bass. Mit dem Refrain setzen die Gitarren ein, eine sehr schöne Melodie. Der Song hat eine sehr starke Dynamik, scheint gegen Ende immer mehr zu explodieren. Der Song ist ja quasi die Single des Albums, wurde von der Band schon vor ein paar Wochen als Teaser veröffentlicht. Er ist der stärkste der „kürzeren“ Songs.

MONTREAL ist wohl so ein Stück Psychotherapie für vor allen Steve H., die Texte sind angeblich hauptsächlich direkt aus seinem Tagebuch. Musikalisch steigert sich der langsam beginnende Song über alle seine Bestandteile, er erinnert ein wenig an „This Strange Engine“. Sowohl in der reduzierten Instrumentierung als auch in der Melodie.

INVISIBLE INK ist wieder einer der gut funktionierenden kürzeren Songs, der gegen Ende aber richtig schön nach vorne springt.

LUCKY MAN kommt mir irgendwie bekannt vor, also nicht nur vertraut, sondern bekannt. Ich komme aber gerade nicht drauf, an welchen Song er mich erinnert. Nach einem langsameren Anfang gibt es ein aufregendes Finale mit einem schönen Gitarrensolo. Wenn da nur nicht zu sehr das Gefühl des Bekannten bliebe. Wer hilft mir auf die Sprünge?

THE SKY ABOVE THE RAIN beendet das Album wie es begann, nämlich unerwartet. Während aber GAZA hart und an manchen Stellen schon fast aggressiv war, geht dieses Song musikalisch und textlich genau in die andere Richtung. Lieblich, zuckersüß, kitschig wie sich das Marillion bis dato auch noch nicht so recht getraut haben. Natürlich mit der gewohnten Hogarth’scher Dramatik, da muss man sich glaube ich auch erst etwas reinhören, aber auch das wird wahrscheinlich schnell gelingen.

Man merkt dem Album die Detailverliebtheit und Mühe an, das in es geflossen ist. Marillion erfinden sich natürlich nicht neu, verbiegen sich aber auch nicht mal neue Wege zu gehen (bspw. In GAZA). Und verbiegen sich auch nicht, manchmal den Weg des Simplen (bspw. Sehr gut gelungen in POUR MY LOVE) zu gehen. In dieser Tendenz ähnelt das aktuelle Album an manchen Stellen dem 90er Album „This Strange Engine“. Wie oben schon gesagt, eigentlich zu früh für eine Bewertung, aber mir gefällt es nach den ersten Hördurchgängen sehr. Wenn sich das in den nächsten Wochen ändern sollte, bin ich gerne bereit noch einen Punkt abzuziehen ….
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am 20. Oktober 2012
Der Titel sagt es schon: Sounds that can't be made: Innerhalb der Stücke sind immer wieder starke Wendungen enthalten. Hat man sich gerade auf einen ruhigeren Part eingestellt folgen kantige und lebhafte Passagen. Eigentlich eine ungeeignete Form der Songstruktur. Dennoch schaffen es Marillion hieraus ihre Stärken zu ziehen. Mit dieser Songstruktur wird natürlich keine "Wohlfühlatmosphäre" geschaffen, doch sie erzeugt einen tollen Spannungsbogen. Die Songs zeigen, daß die Band sich nach einem nach meiner Meinung etwas schwächeren Studioalbum (Happiness is the road) tatsächlich nochmal weiterentwickelt haben. Das ist nicht selbstverständlich, sind doch viele Bands in diesem Alter nur noch mit ihren älteren Songs aus vergangenen Tagen unterwegs. Marillion jedoch haben mit diesem Werk gezeigt, daß es auch anders geht. "Sounds that can't be made" ist ein Album von sehr guter Qualität geworden. Es erreicht nicht ganz die Qualität der "Marillion Super Alben" der Steve Hogarth Ära (Brave, Marbles), doch liegt mit diesen Alben auch die Messlatte sehr sehr hoch. Anspieltipps möchte ich nicht geben, die Songs sind allesamt hörenswert. Kauftipp für alle, die sich auf ein sehr gut gemachtes Rock Album mit ausgeprägten progressiven Anleihen einlassen können.
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