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Kundenrezensionen

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am 22. März 2009
Der Roman ist ein echter Pageturner. Immer ist etwas los, es gibt viele überraschende Wendungen und er wird nie langweilig. Fast ist es ein Wunder, dass am Ende alle Fäden der vielschichtigen Handlung passend und stimmig zusammenlaufen.

Zugegeben: Es handelt sich in erster Linie um Unterhaltungsliteratur, aber einen gewissen Anspruch hat das Buch auch. Der Zukunftsroman stammt zwar aus dem Jahr 1952, ist aber überraschend modern. Nicht nur gibt es eine Umweltbewegung, es ist das gesamte Setting, das überraschend an das gerade untergangene neoliberale Zeitalter erinnert. Unternehmen beherrschen die Welt, Politker - der amerikanische Präsident taucht auch auf - werden höflich geduldet, haben aber nichts zu sagen. Klar, ein paar antiquiert wirkende Momente gibt es auch. Die Rolle der Frau ist im Roman weitgehend diejenige der 50er Jahre: zwar sind alle vorkommenden Frauen berufstätig, aber nur in untergeordneten Positionen. Was ebenfalls fehlt, ist natürlich die moderne Kommunkationstechnologie. Aber ansonsten (FeministInnen mögen mir verzeihen), hat man doch das Gefühl, einen Roman über die gerade vorüber gegangene neoliberale Ära zu lesen. Die wichtigsten Menschen sind Top-Manager, und unter ihen wiederum vor allem Werbe- und Marketingfachleute.

Michael Courtenay, Hauptperson und Ich-Erzähler, ist der absolute Star unter den Werbetextern. Er wird damit beauftragt, ein Besiedlungsprojekt der Venus für den Normalbürger schmackhaft zu machen. Diesem soll ein wahres Paradies auf dem besagten Planeten versprochen werden; faktisch wird ein Leben auf der Venus die reine Hölle sein. Courtenay hat damit kein Problem und macht sich an seine neue Aufgabe. Sein Gewissen wäre auch noch sein geringstes Problem, denn schon bald nach Beginn seiner Tätigkeit werden Mordanschläge auf ihn verübt, seine Verlobte bereitet ihm große Schwierigkeiten, Umweltaktivisten lauern ihm auf und auch die Konkurrenz ist nicht zimperlich. Außerdem gibt es da auch noch die "lieben Kollegen"... Für Courtenay beginnt eine Odyssee durch die Gesellschaft der Zukunft. Und mit ihm lernt der Leser sie von allen Seiten kennen. Es ist eine furchtbare Zukunft und kommt einem dennoch so entsetzlich vertraut vor.

Nicht gerade häufig hat ein unterhaltsames Buch eine derart große prognostische Kraft. Nur schade, dass die Wirtschaftskrise seiner Aktualität Abbruch tut. Dennoch ein absolut lesenswertes Buch. Noch dazu ohne jede Spur von Langeweile. Fünf Sterne!
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am 25. Mai 2016
In den 50ern geschriebene Sience-Fiction die damals als Fortsetzungsgeschichte erschien. Dabei gibt es weniger Schmunzelmomente als bei anderer alter Sience-Fiction. Damit sind aus heutiger Sicht fehlgeleitete oder altbacken wirkende Zukunftsvisionen gemeint.
Die treten bei jeder noch so guten Sience-Fiction auf. Hier sind das z.B. Telefonzellen oder Schreibmaschinen. Der Stil haut einem nicht vom Hocker, dieser Roman zieht seine Anziehungskraft in erster Linie aus seinen Fiktionen.

Die Macht der Großkonzerne spielt die zentrale Rolle. Sie manipulieren und steuern fast alles. Sehr schön wird das bei einer Begegnung mit dem amerikanischen Präsidenten deutlich. Im Vergleich zur Führungsriege der Konzerne ist er nur eine kleine, unbedeutende Person. Beim Marketing indes, hat uns die Wirklichkeit bereits eingeholt. Die damals vermutlich extrem wirkenden Regeln: Ein Bedürfnis durch Werbung erst zu erschaffen. Dem Verbraucher ohne ein Produkt das Gefühl von Unvollständigkeit zu geben. Das sind Dinge die heute wohl zum Standardrepertoire im Marketingbereich gehören.
Weiter gelungene Ideen sind die Massennahrungsmittelproduktion, Umweltzerstörung, extremer Smog in den Großstädten und die Klassengesellschaft. Im Gegensatz zu anderer Sience-Fiction dieser Zeit fahren durch die Städte keine Raketenautos. Die Taxen werden
aufgrund des Smogs mit der Körperkraft des Fahrers angetrieben. Braucht man ein besonders schnelles Taxis, bestellt man eines mit mehreren Fahrern. Den lockeren Umgang bei Beziehungen zwischen Mann und Frau und die Emanzipation der Frau haben sie erahnt. Im Roman wird daraus beispielsweise eine Ehe auf Probe.

Locker lesbare, erstaunlich moderne Geschichte mit solidem Unterhaltungswert. Stil und Entwicklung der Geschichte sind allerdings nicht der große Wurf. Die Ideen der Autoren sind das tragende Element. Sie hatten bei einigen Themen einen erstaunlich guten Riecher. Vieles kann auch heute noch als Warnung verstanden werden. Volle 3,5 Sterne!
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am 15. Juli 2012
Sobald ein Buch als Meisterwerk beworben wird, kommen mir die 100 Meisterwerke des Süddeutschen Verlags in den Sinn. Dabei handelt es sich sicherlich um hohe Kunst und anerkannt Literatur. Dennoch liest sich einiges davon eher zäh, weil der heutige Blick auf Werke, die vor 50 Jahren oder mehr geschrieben wurden, eine gewisse Verstaubtheit nicht mehr verleugnen kann. Deshalb war ich gespannt, ob "Eine Handvoll Venus" den Vorschusslorbeeren gerecht würde.

Und ich kann nach dem Genuss dieses mir bisher unbekannten Juwels bestätigen, hier bekommt man Lust auf mehr. Das liegt an der Darstellung des Protagonisten, der immer wieder erklärt, warum sein Menschenbild und seine Werte so richtig sind, während die opponierende Gruppe doch nur aus Spinnern und Terroristen bestehen könne. Das ganze wird so zynisch und eloquent beschrieben, dass ich es dem Helden gar nicht übel nahm, wenn er wieder mal die Realität durch Werbetexte so weit verzerrte, wie es eben nunmal nötig sein würde, um die Konsumenten (also alle Menschen außer den Werbetextern) zum Kaufen und Verbrauchen zu ermuntern.

Die in den 1950ern geschriebene Geschichte spielt nach 2010, also in unserer Zeit. Obwohl die ein oder andere technische Errungenschuft der letzten 60 Jahre nicht perfekt prognostiziert wurde, gibt es doch häufig Nähen zu den Dingen, die wir heute verwenden. Viel interessanter fand ich jedoch, wie die Wertesysteme der Produzenten den heutigen doch sehr nahe kommen: Wenn ein Nahrungsmittel billiger synthetisch erzeugt werden kann, dann tut man das eben. Wenn der Verzehr dieses künstlichen Produkts dann auch noch zur Abhängigkeit führt, umso besser (für den Hersteller). Die Produktion muss natürlich so billig wie eben möglich sein. Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, zukünftige Entwicklungschancen von Menschen oder auch nur so simple Dinge wie Gesundheit und Wohlbefinden haben dabei keinen Stellenwert. Natürlich ist das in diesem Meisterwerk süffisant und überspitzter dargestellt. Aber so weit weg von dem Denkprozess der selbsternannten herrschenden Klasse (bei uns Investmentbanker, hier Werbetexter) erscheint einem das heute nicht mehr. Politiker sind Marionetten, Mitbewerber werden mit allen Mitteln bekämpft. Genug gibt es nicht, es muss immer mehr sein. Wenn die Erde nicht mehr ausreicht, ist nun eben die Venus dran.

Das ganze ist so rasant erzählt und verführt den geneigten Leser immer wieder zum Schmunzeln, an manchen Stellen auch mal zum lauten Lachen. Das Buch war weder trocken noch hochgeistig, aber witzig, intelligent und spannend. Mehr kann man an einem verregneten Abend gar nicht erwarten. Ein klarer Kauftipp. Übrigens wäre hier eine Verfilmung sehr interessant. Darauf hoffe ich nun.
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Das Titelbild führt etwas in die Irre, hat es doch mit dem Roman nichts zu tun - außer, dass Werbung die Hauptrolle in diesem Science Fiction aus den frühen 50zigern spielt.
Die Autoren ahnten tatsächlich schon damals, welch große Rolle als Führer und Verführer die Werbung in der Zukunft spielen würde: "Lügt ruhig das Blaue vom Himmel herunter, der Konsument kauft es schon. Es lässt sich alles verkaufen".
Die Autoren beleuchten die Themen Überbevölkerung, Umweltverschmutzung (raus kann man nur noch mit einem Nasenfilter, Individualverkehr gibt es nur noch für Reiche), Wohnungsnot (Arme können sich einen Schlafplatz in Treppenhäusern mieten), Wasserknappheit und Lebensmittelknappheit, künstlich erzeugte Nahrung "Chicken Little" - alles immer noch höchst aktuell. Auch dass man das Heil auf anderen Planeten des Sonnensystems sucht und diesen terraformen möchte.
Allerdings wendet sich unser Held des Romans vom Saulus zum Paulus - das jedoch sehr schnell und recht unglaubwürdig. Und auch das Ende ist recht unbefriedigend. Hier machten es sich die Autoren etwas leicht.
Fazit: Brandaktuell die Themen, die Umsetzung ist schon etwas antiquiert - aber sollte man auf jeden Fall lesen. Dreieinhalb Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. November 2009
Der Blick in die Zukunft, den der Autor bereits in den 50er Jahren getroffen hat, passt ziemlich genau. Es fehlt zwar die Beschreibung auf die fortgeschrittene Technik, ansonsten bewegt sich unsere Zeit doch ziemlich auf die hier beschriebene Zukunft zu. Zur Steigerung des Bruttosozialprodukts ist jedes Mittel recht, die Wirtschaft muss wachsen, wachsen, wachsen, der Mensch ist, wenn überhaupt, nur noch als Konsument und billige Arbeitskraft von Wert. Produkte dürfen qualitativ nicht mehr hochwertig sein, sondern absichtlich mit Fehlern behaftet, damit man sie immer wieder neu erwerben muss. Kommt mir zumindest ziemlich bekannt vor.

Das Buch wird zwar der Science-Fiction-Utopie Genre zugeordnet, wie oben erwähnt, spart es sich aber jegliche Beschreibung von technischem Fortschritt, sondern setzt den Fokus voll auf eine von Megakonzernen regierten Welt. Es ist recht kurzweilig geschrieben, sein nicht mehr ganz frisches Alter merkt man ihm eigentlich nur in einigen Passagen an.

Hat mir gut gefallen, für 5 Sterne fehlt aber der letzte Hauch Genialität.
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am 17. Juni 2015
Wer Pohl kennt wird hier die gewohnte Qualität finden.
Inhaltlich wurde schon viel gesagt, es handelt sich um keinen vollkommen "fantastischen" Sci-Fi-Roman sondern eben um einen realitätsnahen.
Muss man halt mögen. Pohl schreibt hier dennoch einen sehr sehr spannende und vor allem toll erzählte, besonders kurzweilige Geschichte mit vielen Wendungen und unvorhersehbaren Entwicklungen.
Da muss ich einem Rezensienten widersprechen: Fantasie ist noch genug mit drin.
Ich könnte so ein Buch in einem durchlesen und es tat mir dann richtig leid, als ich dem Ende näher kam.
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am 3. Mai 2009
Mir hat "Eine Handvoll Venus" sehr gut gefallen. Besonders beeindruckend war, wie gut die Autoren gesellschaftliche Entwicklungen und heutige Probleme (Globalisierung, Überbevölkerung, Umweltzerstörung, Werbung rund um die Uhr, die Macht der Konzerne und die Ohnmacht des Staates) vorausgesehen haben. Darin ist dieses Buch Lichtjahre besser als die üblichen Science Fiction Sagas, wo häufig phantasielos einfach eine Feudalgesellschaft ins Weltall und in die Zukunft versetzt wird. Allerdings ist "Eine Handvoll Venus" keine klassische Science Fiction, sondern eher eine Anti-Utopie. Wer hier Abenteuer im Weltraum oder technische Spielereien erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Trotzdem ist das Buch sehr vergnüglich und abwechslungsreich zu lesen. Die Hauptfigur Mitch Courtney, ein Topmanager der "Star-Klasse" hat jede Menge Abenteuer (auf der Erde) zu bestehen und es gibt sogar ein Happy End, wenn auch etwas anders, als Mitch es sich erträumt hat.
Vor mindestens 20 Jahren hatte ich dieses Buch schon einmal gelesen, damals noch unter dem alten Titel "Ehrbare Kaufleute und eine Handvoll Venus", der sich auch mehr am amerikanischen Original ("The space merchants") orientiert hat. Schade, dass der Verlag bei der Neuauflage den Titel verkürzt hat; dafür gibt es einen Punkt Abzug. Der alte Titel hätte auch sehr schön deutlich gemacht, wie aktuell dieses Buch in unserer heutigen Wirtschafts- und Systemkrise ist. Mögliche Fortsetzungen könnten dann zum Beispiel heißen: "Vertrauenswürdige Banker und eine Handvoll Wertpapiere" oder ganz aktuell "Vorausschauende Manager und eine Halde Autos".
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am 6. April 2016
Ein Thriller über eine mögliche von den Konzernen beherrschte zukünftige Gesellschaft. Spannend und bilderreich erzählt. Natürlich muss man aufgrund des Alters der Geschichte kleinere Abstriche machen, aber das trübt das Lesevergnügen keinesfalls.
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am 1. Juni 2011
Ein so gutes und spannendes Buch hätte ich nicht erwartet, als ich "Eine Handvoll Venus" aus dem Regal nahm. Es verbindet zwei wesentliche Eigenschaften - eine spannende Story und scharfsinnigen Tiefgang.

Der Leser begleitet den Werbetexter Michael Courtenay, der in dieser dystopischen, von Wirtschaft und Werbung dominierten und gesteuerten Gesellschaft zu den mächtigsten Personen zählt. Er lenkt die Wünsche des Verbrauchers, er sorgt dafür, dass die Menschen in einen Teufelskreis des Konsums landen, aus dem kein Entkommen möglich scheint. Sein neues und zugleich größtes Projekt, ist die mit der Besiedlung einhergehende wirtschaftliche Erschließung der Venus. Dabei gerät er aber in die Ziellinie von Konkurrenzfirmen und Naturschützern und wird sein Leben ordentlich auf den Kopf gestellt.

Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Pohl und Kornbluth haben in den 50er Jahren erschreckend präzise erkannt, wohin uns unser aktuelles Wirtschaftssystem führt: Die Politik wird von Lobbyisten der Wirtschaft gesteuert, die Natur wird vergewaltigt, Arbeiter werden ausgebeutet, die Konsumenten werden manipuliert, wo es nur geht. Diese Entwicklung kritisch vorauszusehen, sie in eine spannende Geschichte zu verpacken und sprachlich sehr bodenständig zu erzählen, ist eine Glanzleistung der Autoren.

Fazit: Absolut lesenswert!
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am 21. Oktober 2009
ALLGEMEINES: Die hier vorliegende Auflage hat 301 Seiten, eine etwa 12 Punkt große, sehr gut zu lesende Schrift, keine Abbildungen und 19, einfach durchnummerierte Kapitel.

Ich kannte die Autoren bislang gar nicht, obwohl ich SF Bücher schon seit den 70er Jahren als Teenager gelesen habe und auch sammele. Zugegeben -' große Weltliteratur ist das tatsächlich nicht. Ich achte immer darauf, ob sich Sätze als Zitat eignen. Hier konnte ich mir keinen einzigen notieren. Am Anfang hab ich das Buch immer abends stückweise gelesen und kam anfangs etwas schwerfällig in die Story rein. Doch das änderte sich mit dem Moment, wo der Hauptheld im Schnee verschwindet, entführt wird und unterirdisch (?) in einem gewaltigen Komplex niederer Arbeitsmenschen (Konsumenten unter Klasse) wieder auftaucht. Ab dann nimmt die Story mächtig Fahrt auf und hat mich nicht mehr losgelassen, so dass ich fast einen ganzen Sonntag nur noch gelesen habe.

ZUM INHALT: da wurde hier ja schon einiges in den Reviews geschrieben. Ich möchte nur hinzufügen, dass die Seitenhiebe gegen den damaligen Abhörstaat USA in der McCarthy Ära mit seiner paranoiden Kommunisten-Verfolgung schon sehr deutlich sind. Ebenso die Darstellung des Dogmas einer Konsumgesellschaft, welche die heutige Situation in gewisser Weise schon vorweggenommen hat. Die Menschen erscheinen als nicht gleichwertig, sondern in kastenartige Schichten und Klassen eingeteilt, die ihrer natürlichen Daseinsweise klar widersprechen. Insofern ist der Roman auch topaktuell. Auch das ökologische Problem ist schon deutlich aufgezeigt, wobei die Flucht zur Venus letztlich als einzige Lösung dargestellt erscheint. Der Hauptdarsteller ändert zwar seine Gesinnung ' allerdings ist sein innerer Zwiespalt und Kampf mit seiner falschen Ideologie, dem 'Gott des Verkaufens' viel zu wenig dargestellt. Er erkennt das zwar irgendwie aber woran er selbst diesen inneren Wandel vollzogen hat und wann er zu neuen Einsichten gekommen ist, das geht leider ziemlich unter. Schade. Da hätte man mehr draus machen können.

FAZIT: ein durchaus gut lesbares Buch, bei dem mir klar ist, warum es mit zu den Klassikern des SF gezählt wird. Dennoch halte ich es insgesamt nur für bestenfalls Durchschnitt. Wegen der besonderen gesellschaftspolitischen Bedeutung vergebe ich insgesamt 3 Sterne.

TIPP FÜR SF-NEU-EINSTEIGER: Science Fiction Literatur ist eine der technisch, philosophisch und gesellschaftskritisch spannendsten Genres überhaupt. Aber man sollte als daran neu interessierter Leser besser mit anderen Büchern beginnen, als diesem hier.

Ich mag vor allem '"richtige SF"' und nicht diesen Fantasy-Kram, sondern wirklich phantastische Geschichten, Begegnungen mit anderen Lebensformen, Abenteuer auf anderen Planeten oder im Weltall, Zukunftsversionen auf der Erde, Kontakt mit anderen Zivilisationen aus dem All, Robotergeschichten usw. Deshalb kann ich vor allem Autoren aus den 60er bis 80er Jahren aus dem Ostblock sowie einige Amerikaner empfehlen. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Alexander Kröger, Stanislaw Lem, Eberhard del Antonio, Karl-Heinz Tuschel, Ursula K. Leguin, Arkadi & Boris Strugatzki, Carlos Rasch, Ray Bradbury, Gert Prokop, Kurt Lasswitz, Klaus Frühauf, Erik Simon, Michael Szameit, Johanna und Günter Braun u.v.a.
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