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  • 20/20
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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Juni 2015
Schon lange war keinem neuen Saga-Album von den Fans so sehr entgegengefiebert worden,wie 20/20.
Konnte man doch mit dieser 2012 veröffentlichten CD (und der Tour) die Rückkehr des Sängers und Saga-Urgesteins Michael Sadler feiern.
Dieser war nach "10.000 Days" (der Titel bezog sich auf die gemeinsame Zeit mit Saga) seiner Wege gezogen,danach hatte es ein Album mit dem neuen Sänger Rob Moratti gegeben,der von den Fans jedoch nicht angenommen wurde.
Schon oft hatten charismatische Sänger eine Band verlassen und konnten dann,meist wider Erwarten,die Vorgänger ersetzen (Peter Gabriel/Phil Collins/Ray Wilson-Genesis oder Fish/Steve Hogarth-Marillion).
Hier war es anders;Michael Sadler und der Rest von Saga (insbesondere die Chrichton-Brüder) stellen eine unzertrennbare Symbiose dar,die nicht aufgelöst werden kann.Da kann man dem tapferen Moratti keinen Vorwurf machen,es ist halt so.
Auf 20/20 ist man nun also wieder vereint,allerdings waren zum Zeitpunkt der Rückkehr die meisten Tracks schon geschrieben,sodaß der Einfluß des charismatischen Sängers moderat war,die Aufnahmen einer "Saga-Karaoke" glich,wie er es witzig formulierte.
Neben den altbewährten Chrichton-Brüdern an den Lead-bzw Baß- Gitarren und Sadler sind also mal wieder Jim Gilmour an den Tasten und dazu Brian Doerner (Drums und Percussion) im Einsatz.
Auch auf "20/20" wird alles in die Waagschale geworfen,was Saga ausmacht;da sind die akrobatischen Gitarrenparts von Ian,die solide Rhythmussektion (auch Synthie-Baß ist zu vernehmen),der theatralische,charakteristische Gesang,die antiquiert wirkenden Keyboard-Parts,die typische tolle prägnante Melodik und der gewohnte Stil der letzten Alben,ohne Experimente.
Was mir weniger gefällt,ist die bei einigen Tracks überschaubare Substanz der Kompositionen;der Prog-Anteil der Musik wurde etwas zurückgefahren,dafür der Pop-Faktor in der Musik leicht erhöht.
Zu echten Highlights ("Six Feet Under","Till The Well Runs Dry") gesellen sich Stücke,die qualitativ für mich stark abfallen ("One Of These Days","Show And Tell").
Ansonsten wird solide,aber nicht überragende Kost geboten.
An andere "neuere" Alben,wie "Trust" oder "Network" kommt "20/20" meiner Meinung nach nicht heran.
Auch das Cover gefällt mir überhaupt nicht.
Die Aufnahmequalität ist wohl OK,jedoch hat Brian Foraker beim Mastering die Dynamikwerte in rekordverdächtige Tiefen reduziert und hoch ausgesteuert,zum Glück aber ohne Verzerrungen.
Insgesamt ist der Sound der CD grenzwertig,etwas "matschig" trifft es wohl;was in der Aufnahme an Qualität steckt,ist der 2014 erschienenen Vinyl-Scheibe aber besser zu entnehmen,die ich eher empfehlen kann.
Neben der Standard-CD gibt es auch eine Special Edition mit einer Bonus-DVD,die eine Dokumentation enthält.
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am 22. Juli 2012
Michael Sadler wieder mit dabei ! Obwohl "die Vertretung" Rob Moratti seine Sache auf dem "Human Conditions"-Album und auf den vergangenen beiden Tourneen nicht schlecht gemacht hat, war die Erwartungshaltung an das neue Saga-Album ungeheuer hoch. Vielleicht war das das Problem ...? Der erste Titel: "Six Feet Under" - ein unverkennbarer Saga-Titel mit den Zutaten, die der Prog-Rock Fan so erwartet; O.K, aber von Titeln, wie "Trust", "Lifeline" oder "The Runaway" meilenweit entfernt. "Anywhere You Wanna Go", der zweite Track, ist da schon eine leichte Steigerung, der Refrain ist eingängig und bleibt schnell hängen; das Solo von Ian Crichton ist, wie auch ein anderer Rezensent bereits bemerkte, ungewöhnlich schräg. Wer jetzt eine weitere Steigerung erwartet, wird vom schunkeligen "Ellery" (3/4-Takt) herb enttäuscht. "Spin It Again" hat eine erstklassige Strophe, die dann von einem unpassend wüsten Refrain kaputt gemacht wird - schade ! Auch Jim Gilmours "Another Day Out Of Sight" ist , was die Komposition angeht, keine Offenbarung. Ich muss jetzt gestehen, dass ich beim fünften Titel ("One Of These Days")eingeschlafen bin. Stücke, die einen gleich beim ersten Hören absolut mitreißen (It s Your Life, Book Of Lies, Outside Looking In - ich nenne bewusst Stücke aus der jüngeren Vergangenheit) kommen nicht mehr. Auch ein rhythmischer Leckerbissen ("You Look Good To Me" von "Human Condition") bleibt dem Hörer verwehrt. Ich kann also sämtliche Negativkritiken irgendwo nachvollziehen, denn nach dem ersten Hören der CD war ich recht enttäuscht, aber wie gesagt, vielleicht war die Erwartungshaltung zu hoch. Auch Alben, wie "Trust" oder "Network" haben ziemliche Hänger. Ich möchte dem Album nicht unrecht tun und wollte auch Geduld aufbringen: Seine Qualitäten entwickeln sich tatsächlich erst mit der Zeit. Das gilt besonders für Ball And Chain, Lost For Words (beides schöne Balladen) und "Till The Well Runs Dry" (mit den Saga-typischen, blitzschnellen unisono-Parts von Gitarre und Keyboards), die alle drei klasse Instrumentalpassagen enthalten, und deren Melodien nach ein paar Durchgängen "nicht mehr aus dem Ohr" zu bekommen sind. Ein weiterer Pluspunkt: Auf vielen Tracks setzt Bassist Jim Crichton in gekonnter Weise einen Bass-Synthesizer ein, was mich sehr an den 81 er Klassiker World s Apart erinnert.
Fazit: Ein solides Album, das mit der Zeit wächst, mit eigentlich keinem Totalausfall, selbst die etwas gewöhnungsbedürftigeren Sachen gehen mit der Zeit ins Ohr, ich schwanke zwischen drei und vier Sternen.
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am 28. Dezember 2013
Ich halte es für unsinnig, dieser Platte aus enttäuschter Liebe nur einen Punkt zu geben. Ich kann ihr aber trotz Liebe und Verständnis nicht mehr als drei Punkte geben. Diese Platte ist eine solide Angelegenheit, gut gespielt, klingt wie Saga, aber das Songwriting lässt in meinen Ohren sehr zu wünschen übrig. Um es ketzerisch zu sagen: Viele haben auf dem Vorgängeralbum "The Human Condition" mit Rob Moratti als Sänger herumgehackt. Ich sage: Dieses Album war dem vorliegenden vom Songwriting her UM LÄNGEN voraus, endlich hat man mal wieder ein bisschen was gewagt, auch im Groovebereich war mal wieder was los, was bei den früheren Saga normal war, später etwas in Vergessenheit geriet. Auch die Gesangsperformance war überzeugender, was aber zum großen Teil daran liegt, dass Sadlers Stimme auf dem aktuellen Album in der etwas zu stark komprimierten Produktion und überladenen mitteltiefen Satzgesängen ersäuft.
Um es noch ketzerischer zu sagen: Fast alle hassen das Album "Pleasure and the pain". Ich sage: An diesem Album gibt es manches auszusetzen, aber es ist über weite Strecken WESENTLICH FRISCHER UND ANREGENDER als 20/20.
Leider wollen viele alte Saga-Fans in erster Linie ihren üblichen Kram bedient bekommen, und das haben sie nun davon: gepflegte Langeweile, aber es ist alles drin, was an den Saga-Alben der Nullerjahre gewohnt, aber nicht eben spannend war: Die etwas cheesigen Refrains. Die nicht eben umwerfenden Keyboardsounds - alles zuschmierende Röchelflächen, extrem unnatürlich klingende Strings und Pianos. Die coolen Gitarrensoli mit langweiliger Begleitung.
Ich hoffe einfach, dass dieses Album da war, um die verbohrten Altfans zufrieden zu stellen, und dass danach wieder etwas Spannendes kommt.
Allerdings: einige der Songs werden live sicher gut funktionieren, es ist nicht so, dass die Platte nicht rockt. Aber kein Song trägt mich wirklich ein paar Zentimeter über den Erdboden, wie ich das von Saga kenne.
Um das klar zu sagen: Ich liebe diese Band, und zwar nicht nur "die frühen Jahre". Schon aus Prinzip, weil ich es hasse, wenn alle immer nur den tollen 70ern oder 80ern nachheulen, und ohne Prinzip, weil sie immer wieder Tolles aus dem Ärmel gezaubert haben.
Meine Lieblings-Saga-Alben sind:
"Images At Twilight", "Silent Knight", "Heads Or Tales", "Generation 13", "House Of Cards" und "The Human Condition".
Ich bleibe gespannt und positiv voreingenommen fürs nächste Album!
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am 23. Juli 2012
... das ist zumindest das mathematische Ergebnis meiner subjektiven Bewertung des neuen Saga-Albums.
Nach anfänglicher Enttäuschung kann ich die meisten Lieder mittlerweile mit positiven Gefühlen hören. Hier die Bewertungen der einzelnen Songs:

1. Six feet under: Wie gewohnt, beginnen Saga mit einem kraftvollen und (relativ) eingängigen Song. Nur hat man dies auf anderen Platten schon ein wenig besser gehört. 4/5
2. Anywhere you wanna go: Es geht kraftvoll und eingängig weiter. Um auf Dauer (immer besser) zu gefallen, ist der Song aber zu simpel. 4/5
3. Ellery: Balladen waren nie die Stärke von Saga. Dies beweisen sie eindrucksvoll mit diesem üblen Machwerk. 1,5/5
4. Spin it again. Die Strophe ist sehr gefällig. Aber mit dem Refrain kann ich mich (noch) nicht wirklich anfreunden. 3,5/5
5. Another day out of sight: Weiterer Schwachpunkt des Albums. Der Gesang des zweiten Sängers von Saga ist einfach nicht 'bundesligatauglich'. 2/5
6. One of these days: Zunächst recht unscheinbar, gewinnt der beschwingte Mid-Tempo-Song mit der Zeit. 3,5/5
7. Ball and chain: Ähnliches trifft auf dieses Lied zu, wobei es mir noch etwas besser gefällt. 4/5
8. Lost for words: Na also, es geht doch! Saga gelingt eine gefällige Ballade. 4/5
9. Show and tell: Trotz (oder gerade wegen) des Fehlens eines erkennbaren Refrains fasziniert mich dieser Song am meisten von allen. Etwas Saga-Magie aus alten Tagen ist zurück. 4,5/5
10. Till the well runs dry: Der beste Refrain des Albums wird etwas von einer mittelklassigen Strophe heruntergezogen. 4,5/5.

FAZIT: Acht (gut) hörbare Lieder stehen zwei Ausfällen gegenüber, die den Schnitt auf 3,55 / 5 verringern. Aufgrund der überdurchschnittlich guten Produktion runde ich aber gerne auf 4 / 5 auf.
20/20 ist also nicht schlecht, aber auch nicht wirklich super.
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am 13. September 2012
Bereits seit 1977 sind die Prog Pop-Rocker von SAGA schon in der Weltgeschichte unterwegs. Nach so einer langen Zeit im Musikgeschäft ist aber leider nicht nur die Liste der Diskografie sehr lang, sondern auch die, der ehemaligen Mitglieder. Doch Fans der ersten Stunde können sich freuen, denn nach vier Jahren Abstinenz ist Original-Sänger Michael Sadler, der doch von Anfang an Markenzeichen der Truppe war, wieder mit an Bord. Mit „20/20“ veröffentlicht SAGA nun das, wie der Titel schon verrät, zwanzigste Studio-Album und bietet so manch Überraschung.

Dank der eingängigen Melodien und der markanten Stimme von Michael erkennt man auch das Jubiläumsalbum sehr schnell als eines von SAGA, jedoch merkt man bald, dass trotz vielen bekannten Trademarks wie den eben erwähnten Melodien, den progressiven Arrangements und den poppigen Synthies, ein paar Neuerungen im Sound zu finden sind. Markant ist nämlich der Härtegrad, der noch nie so hoch war wie beispielsweise beim treibenden „Six Feet Under“, dem dynamischen „Spin It Again“ oder „Show And Tell“, die allesamt richtig pratende Rock-Gitarren spendiert bekommen haben. Ganz im Gegensatz dazu stehen aber natürlich 80er Pop-Rock Songs wie der eingängige Hit „Anywhere You Wanna Go“, das verträumte „Another Day Out Of Sight“ oder die Prog-Ballade „Lost For Words“, das etwas an DREAM THEATER erinnert, da hier die Gitarren eher eine zweitrangige Rolle spielen. Durch diesen Kontrast entsteht eine gewisse Dynamik auf „20/20“ und somit ist auch für genügend Abwechslung gesorgt. Dank gewisser Prog-Arrangements gibt es auf diesem Werk auch so einiges zu entdecken. Gerade so manch Klavierpassage oder Akustik-Zwischenspiel gilt es zu erkunden und genießen.

SAGA werden mit „20/20“ sicher keinen Fan enttäuschen, da man alles, was man von der Band erwartet geboten bekommt, aber auch so manch Überraschung erwartet den Hörer. Die Kult-Truppe aus Kanada hat es jedenfalls auch im Jahr 2012 noch drauf.
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am 12. September 2012
Habe jetzt das Album einige Male gehört und genossen. Ich finde, es ist eines der besten, die Saga je gemacht haben.
Sehr viele, aus alten Zeiten geliebte Elemente (wie die typischen, teilweise auch gescholtenen, jedoch von mir
geschätzten Keyboardsounds, Moog-Bässe, Ians Gitarrenarbeit)verbinden sich mit neuen, spritzigen Ideen.
Michael Sadler singt super, engagiert und kraftvoll wie in alten Zeiten, ein Genuss ihn so zu hören.
Ich kann keinen schwachen Song auf dem Album finden, mir gefallen alle sehr gut. Insgesamt ist das ganze Album
wesentlich komplexer arrangiert, als bisherige Produktionen, und das gefällt mir. Manche älteren Songs nutzen sich
schon mal ab, wenn man sie öfter hört und man merkt, wie einfach sie gestrickt sind (was natürlich nicht schlecht
sein muss). Bei diesem Album tritt der Effekt wesentlich später, wenn überhaupt ein, da jeder Song vollgepackt mit
komplexen Strkturen (wenn man auch auf Feinheiten hört) ist. Klasse, kann ich nur sagen. Hätte nicht gedacht, dass
die Jungs auf ihre alten Tage noch so ein super Album hinbekommen. Für mich persönlich gehört 20/20 zu den absoluten
Highlights von Saga. Klare Kaufempfehlung!
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TOP 500 REZENSENTam 11. September 2014
Man kann sich (leider) kurz fassen: das zwanzigste Studioalbum von SAGA ist OK, nicht mehr und nicht weniger. Auch nach einiger Zeit will bei mir der Funken hier nicht überspringen - das Material ist solide, aber wirklich vom Hocker reißt es mich nicht. 20 / 20 fehlt meiner Ansicht nach das schwer greifbare und gleichzeitig (gerade im Progrock!) alles entscheidende "gewisse Etwas", SAGA liefern wie gewohnt Qualität ab, der aber die Klasse früherer Werke abgeht.

Sicherlich, Bands verändern sich über die Jahrzehnte, und zu erwarten, dass SAGA ein weiteres "Silent Knight" oder gar "Images At Twilight" einspielen ist ziemlich naiv, aber gleichzeitig komme ich nicht umhin festzustellen, dass 20 / 20 genau die Originalität oder die Magie fehlt, welche die frühen SAGA-Werke zu solchen populären Klassiern machte. Ich finde allerdings auch, dass 20 / 20 kein schlechtes Album ist, man kann es durchaus gut hören und man merkt definitiv, dass talentierte und versierte Künstler am Werk sind - es klingt nur leider so, als fehle es am letzten Quentchen der berühmten Inspiration.

20 / 20 kann man sich als Progrock- und natürlich SAGA-Fan durchaus zulegen, und ich kenne durchaus Fans dieser Band, welche von diesem Album begeistert sind. Am Ende des Tages sind GEschmäcker immer verschieden. Persönlich kann ich 20 / 20 aber fairerweise nicht als Sensation bezeichnen, sondern eben als solides, durchschnittliches Werk, welches zwar nicht enttäuscht, aber eben auch für mich eindeutig nicht die Qualität anderer Alben aus dem Hause SAGA erreicht.
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am 22. März 2013
Ohne jetzt auf die Bandgeschichte und auch auf die ersten 4 genialen Werke (Saga 1978/ Images at Twilight 1979/Silent Knght 1980/ Words Apart 1981) einzugehen, wirkt dieses Werk 20/20 zwar in seiner Komplexibilität her wieder kreativer, als ohne Mr. Mercury of Saga, Michael Sadler, welcher nicht nur Vocal-mässig einen Einfluss auf Saga hat, aber in vielen Arrangements absolut "klangüberfrachtet" - ausserdem stört bisweilen in mehreren Stücken die viel zu aggressiv gespielte Crichton-Gitarre im Lead and Backlead (Ausnahme: Lost for Words -das ist ein wirklich guter, aber kurzer Prog-Lead)- auch die von Bruder Jim Crichton gespielten Keyboard-Klänge lassen in ihrer Klangaggressivität oft keinen "magischen" Progrock aufkommen - dieser Eindruck verwässerte sich mir auch nach dem 5.Hören bisweilen nicht - eingängige Stücke, wie das gute "Anywhere you wanna go" leidet bis zum sehr gut unter dem instrumental "zu viel wollen"..

Schade - da gibt es andere Kanadier, welche noch länger im Geschäft sind, einen vllt. härteren Progrock spielen und trotz klanglicher Fülle nicht überfüllt klingen,... die es bis heute besser verstanden haben, trotz ebenfalls zyklischer Tiefen, heute noch Alben abzuliefern, welche in ihrer Gesamtheit einen klaren Klangfaden beizubehalten geschafft haben....

Sicherlich ist Musik immer eine Geschmacksache - auch innerhalb des Genres Progrocks, welches in den 70gern von Saga (mit Rush und Genesis) massgeblich in ihrer eigenen Stilrichtung mitgeprägt wurden..

Wer sich die Mühe machen möchte, der sollte sich alle Texte dieser 10 Stücke mal in Ruhe übersetzen...Lyrisch gut....

Resüme: 20/20 steht für Sagas 20. Studio-Album und für die wieder perfekte Jim-Gilmour-Sehkraft, aber leider nicht für mein perfektes Gehörkraftempfinden, was oft hier diesmal klanglich überfordert wurde.... Das Segment Progrock lebt von Klassikern, leider bietet mir das Album mit keinem Stück Klassikerpotential - Das insgesamt beste Album von Saga im neuen Millenium bleibt das 2006er "TRUST" - ein Album mit guten, dichten und abwechslungsreichen Arrangements, guten Prog-Solis im Lead und Key und ein "Nicht-leid-werden" bei öfteren Konsum -zwischen den "Tönen" liegt hier wieder+noch die Saga-Magie, welche leider auch in 20/20 nicht durch Michael wiederkehrte...
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am 30. Oktober 2013
Zugegebenermaßen kam mir das Album beim ersten Anhören doch etwas sperrig und unentschlossen vor, dieser Eindruck hat sich aber mittlerweile gelegt. Ich finde das Album sehr abwechslungsreich und gelungen und irgendwo auch typisch Saga. Mit der Rückkehr von Leadsänger Michael Sadler haben die Lieder automatisch wieder einen höheren Wiedererkennungswert gewonnen. Unter dem Strich finde ich keinen Titel, der vom Niveau her abfällt. Another day out of sight fand ich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, erinnert mich aber irgendwie von der Stimmung her an Times up von Worlds Apart. Auch Ball and Chain passt auf den ersten Blick nicht ganz zum Album, hätte aber perfekt auf ein Sagaalbum aus den achtzigern gepasst. Da ich auch den Alben aus dieser Phase einiges abgewinnen kann, geht dieser Titel auch in Ordnung. Schön ist auch noch Lost for Words, eine Ballade, wenn man so will, mit einem ruhigen getragenen Beginn mit Akustikgitarre, und sich im Verlauf des Titels mit Einsetzen des Schlagzeugs steigernd und gegen Ende mit einer schönen einprägsamen Keyboardmelodie. Erinnert mich an Hands of Time vom Album The human condition.
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am 8. August 2012
Dieses Album bietet außer Anywhere You wanna go nichts wirklich außergewöhnliches, wirkt aber auch nicht ganz so orientierungslos wie etwa 10000 days. Immerhin ist der Sound durchgehend gut, so daß sich Vergleiche mit Marathon aufdrängen, wobei letzteres nicht so elegisch und deutlich heavier ist, was mir besser gefällt. Trotzdem ist das Album ziemlich lieblos hingerotzt und zum Teil unglaublich langweilig. Die Qualität etwa eines Network wird nie auch nur annähernd erreicht.
Man kann es aber immerhin ohne sich allzusehr ärgern zu müssen nebenbei durchhören, und wird ab und zu mit einer gelungenen Passage belohnt. Besonders negativ sticht wiedermal eine weitere unsägliche Gilmournummer heraus. Das ist für Saga zu wenig und in dieser Verfassung sollten sie aufhören. Völlig unbegreiflich die vielen 5 Punkte Wertungen! Meine Empfehlung: Anywhere...runterladen und den Rest vergessen. Insgesamt gerade noch eine schlechte Drei.
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