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am 17. Mai 2011
Werner Boote ist Enkel, des ehemaligen Geschäftsführers von Interplastik Deutschland. Er machte sich auf, die Welt des Plastiks zu ergründen. Die Welt seines Großvaters - unsere Welt. Was er dabei zu Tage fördert ist ebenso erstaunlich, wie beängstigend. Zehn Jahre hat Boote für Plastic Planet recherchiert. 700 unabhängige Studien hat er gesammelt, die alle gesundheitsgefährdende Eigenschaften verschiedener Plastikarten belegen. Er hat auch zehn Studien gefunden, die diese Gefahr widerlegen - alle zehn wurden von der Plastik-Industrie in Auftrag gegeben.
Ein paar Zahlen und Fakten des Filmes gefällig? Bitteschön:

Weltweit werden jährlich fast 240 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt, 60 Millionen Tonnen davon in Europa.
Die Menge des Kunststoffes, die seit Beginn der Plastikproduktion erzeugt wurde, reicht um die Erde sechs Mal mit Plastik zu überziehen.
Die Verfallszeit von Plastik beträgt 500 Jahre.
Im Pazifik treibt ein Plastikstrudel, der ca. 700.000 Quadratkilometer groß ist (wachsend). Dabei sinkt der meiste Plastik auf den Meeresboden. Es ist nicht der einzige Plastikmüllteppich, der im Ozean entdeckt wurde.
Es gibt heute 10 mal mehr Plastik im Meer als Plankton. Fische und Seevögel halten dieses Plastik für Plankton und fressen es. Dass sie verenden ist nur eine Folge davon.
Jeder von uns hat Plastik im Blut z.B. Bisphenol A oder Weichmacher.
Bisphenol A kann schon in sehr geringen Mengen gefährlich werden, Allergien und Krebs auslösen, den Hormonhaushalt beeinflussen, eventuell sogar das Erbgut schädigen.
Bisphenol A war bis zum Nachweis durch PlasticPlanet zum österreichischen Kinonachstart in sehr großen Mengen in Babyschnullern vorhanden.

Eigentlich sitzt man die ganze Zeit nur mit offenen Mund da und kann es nicht fassen. Boote hat Genforscher, Zellbiologen, Pharmakologen, Endokrinologen usw. interviewt. Aber der Film besteht aus mehr als nur Fakten und ist alles andere als trocken. Es gibt eine Menge genuin groteske Szenen. Schon das erste Interview mit John Taylor, dem Präsidenten von PlasticsEurope, hat eine unfreiwillige Komik. ebenso wie der Besuch bei einer Plastikproduktionsfirma in China. Beim Versuch John Taylor ein zweites Mal auf der internationalen Plastikmesse zu sprechen, im Gepäck hatte Boote die 700 Studien, lief dieser ihm glatt davon. Als Ray Hammond, Buissness Speaker und Science-Fiction-Autor, von der Plastikindustrie zu Boote geschickt wurde, musste sich der Filmemacher wie in einem schlechten Film vorgekommen sein. Ray Hammond erscheint im Interview eher wie ein Esoteriker.
Weiterhin gibt es billige Gags, z.B. ein Interview mit einem Schönheitschirurgen, ein Spezialist für Brustimplantate, oder mit dem Gunther von Hagens, die nicht wirklich weiterbringen aber auflockern. (Was der Film aber eigentlich nicht nötig hätte.)
Seit Michael Moore (mit dem Boote nicht verglichen werden will) ist der Dokumentarfilm beim Goßen Publikum angekommen, hat aber auch seine vermeintliche Objektivität verloren. SeiŽs drum! Eine größere Öffentlichkeit für politische, gesellschaftliche, ökologische Themen zu gewinnen, ist nur begrüßenswert. Wenn man dazu zu einigen dramaturgischen Kniffen greifen muss, sei das verziehen.
Boote begleitet seinen Film durch die ganze Welt und leistet so zusätzlich Aufklärungsarbeit. Am Montag war er im Wintergarten in Regenburg und stellte sich im Anschluss an die ausverkaufte Vorstellung, den Fragen der Zuschauer. Und das Publikum war interessiert. Der Film hatte viele Fragen aufgeworfen. Und Boote konnte zahlreiche Anekdoten erzählen und weiterführende Informationen geben. 10 Jahre Recherche, 710 Studien, 400 Stunden filmisches Material. Natürlich muss man da auswählen. Laut Boote hatte die erste Version seines Filmes vier Stunden gedauert. Selbsredend ist das viel zu lang für einen Dokumentarfilm fürs Kino. Für alle jenen, denen die Kinoversion nicht reicht, hat die DVD-Ausgabe jede Menge Zusatzsmaterial.
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am 10. Februar 2011
Dieser Film stellt sehr anschaulich da,welche Probleme die massenhafte Verwendung von Plastik mit sich bringt.
Nicht nur die gesundheitlichen Gefahren, die die aus Plastik entweichenden Zusatzstoffe hervorbringen, werden beleuchtet, sondern auch die Probleme, die bei der Entsorgung entstehen werden klar dargelegt.
Es ist erschreckend, wieviel Plastik schon unseren Planeten verseucht. Wir haben uns alle bisher zu wenig Gedanken darüber gemacht, was unser Konsumverhalten anrichtet. Ein sehr zu empfehlender Film für die, die endlich aufwachen und der Wahrheit ins Auge blicken wollen.
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 20. Dezember 2013
Für Schnell-Leser: Wem sein eigenes Leben und das seiner Kinder und Kindeskinder lieb ist, sollte diesen Film gesehen oder das Buch gelesen haben. Es geht bei den Vergiftungen durch Plastik um essenzielle Schäden, die uns alle betreffen - und innerhalb weniger Generationen um das Überleben der Menschheit. Vor allem aber: Jeder Einzelne kann etwas tun! Der Film von Werner Boote zeigt dies in zarter und einfühlsamer Weise so, dass auch die bravsten Schafe noch eine Chance haben, einige wichtige Inhalte aufzunehmen, ohne sich vorher in ihre Scheinwelt zurückgezogen zu haben.

Die Inhalte sind recht simpel zusammenzufassen: Wir leben in einer pervertierten Welt, in der die Industrie praktisch jedes Produkt unabhängig von seiner Schädlichkeit auf den Markt bringen darf. Es ist dann Sache von den Geschädigten, zu beweisen, dass ein Produkt Menschen krank macht und tötet. Ja, die Chemie-Riesen weigern sich sogar unter Berufung auf "Geschäftsgeheimnisse" erfolgreich, die Substanzen zu veröffentlichen, aus denen Massenprodukte wie Verpackungsmaterialien bestehen. Dummerweise verspeisen oder trinken wir Verbraucher diese Schadstoffe aber mit und werden insbesondere von den sogenannten Weichmachern erwiesenermaßen fett, unfruchtbar, impotent und bekommen üble Krebsarten.

Da die Chemie - insbesondere in den USA und in Europa - aber dermaßen mächtig ist, dass eine Politik gegen diese Riesen faktisch unmöglich ist, gibt es kaum eine Chance, auch nur die übelsten Schadstoffe wie Bisphenol-A oder die bekannten Phthalate aus der Produktion zu verbannen. Also werden weiter Babys mit schweren Gehirnschäden geboren, verrecken Kleinkinder an Hodenkrebs.

Aber leider sind die Plastik-Schäden damit noch lange nicht "gegessen". Ein weiteres Kernthema des Films stellen Schäden durch verrottende Kunststoffabfälle dar. Inzwischen schwimmt in den Ozeanen 60-mal mehr Plastikstaub als Plankton. Das nehmen die Fische auf - letztlich besteht unsere eigene Nahrung zunehmend aus Plastikmüll. Im Moment gehen noch diejenigen Lebewesen am frühesten ein, die in der Fresskette vorne liegen, insbesondere Seevögel. Unter dem Strich haben sie es besser getroffen: der Tod z.B. durch Gebärmutterkrebs ist mit längerem und schwererem Leiden verbunden.

Auch mit der beliebten Industrielüge, es gäbe harmlose Plastikprodukte, macht der Film ein Ende: Experten betonen, dass es nach heutigem Stand der Technik keine harmlosen Plastikprodukte geben kann. Auch die zweite Lieblingslüge, nämlich die der "Grenzwerte", wird entlarvt: Selbst allergeringste Spuren der als Hormonschalter wirksamen Substanzen genügen, um schwere Schäden, Fehlfunktionen und Krankheiten auszulösen.

Werner Boote versucht, wie schon erwähnt, sein Thema weich zu vermitteln. Meine Erfahrungen mit der unerträglichen Sorte von Verdrängungsweltmeistern, die z.B. - die Augen fest auf ihre Pensionsansprüche fixiert - unseren Kindern an den Schulen vorlügen, unsere Welt sei fast vollkommen, Hauptsache, man nimmt zum Frühstück seine Ritalin, machen keine große Hoffnung, dass man solchen Leuten "weich" bekommen kann. Die glauben noch, wenn sie ihre zwei Jahre in der Intensivstation auf einen gnädigen Exitus hoffen, sie hätten nur Pech gehabt. Dabei hatten sie in Wirklichkeit Tupperware, Douglas-Düfte, Zahncrème, beschichtete Pfannen und in Vakuumbeuteln gegarte Lebensmittel.

Nein. Der erste Schritt zu einem verändernden Bewusstsein dieser Problematik muss darin bestehen, sogenannten Multiplikatoren die Denkblockaden von der Stirn zu schrauben. Das geht meiner Überzeugung nach nur mit härtester Argumentation. "Leben und leben lassen" ist ein gutes Prinzip - aber bei der Chemieindustrie kann das nicht funktionieren. Entweder, es gelingt - und zwar sehr bald! -, die Chemieindustrie an ihren eigenen Giften eingehen zu lassen, oder wir - die Menschheit - werden es tun.

Denn ganz offensichtlich mangelt es dem Durchschnittsmenschen hauptsächlich daran, das Offensichtliche zum Anlass zu nehmen, sein persönliches Wohlergehen zu sichern. Selbst in meinem angeblich hochgebildeten Bekanntenkreis schaffen es viele nicht einmal, ihr Mineralwasser wieder in Glasflaschen zu kaufen - trotz guten Kenntnissen der Zusammenhänge. Sie kaufen ihren armen Kindern Plastikspielzeug, Plastik-Kleidung und geben ihnen aus Plastik-Verpackungen zu essen und zu trinken - ich sehe das tagtäglich. Diese Eltern gehören wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung unter Inkaufnahme der Todesfolge hinter Gitter.

Nun, das ist der erste Teil meiner Kritik: Wenn man ein solches Thema anpackt, muss, wie man so schön sagt, "Butter bei die Fisch".

Aber leider gibt es noch mehr zu bemängeln. Natürlich kann man eine CD nur aus Plastik herstellen. Oder? Ich vermute das mal. Aber Verpackungen lassen sich auch aus Karton herstellen, siehe die DVD-Serien der Süddeutschen Zeitung. Das kann eigentlich nicht wesentlich teuer sein. Nun kommt dieser Film auf Blu-ray in einer angeblich umweltverträglichen Verpackung - aber für knapp 20,- Euro?!?!? Warum gibt man den Film nicht für private Kopien frei? Meine Empfehlung: Man schaue sich den Film auf YouTube an. Damit erzeugt man keinen Plastikmüll und spart den überzogenen Kaufpreis.

Wieso finde ich kein Begleitheft bei der DVD? Und wenn es nur ein paar Seiten wären - einige Zitate nach dem Schema: "Harte Aussage" Quelle: ... würden sicher bei vielen helfen, ihre neu gewonnnenen Erkenntnisse zu vertiefen und an andere weiter zu geben.

Letzte Kritik: Eine systematische Analyse verbreiteter Plastikmaterialien hätte nicht die Welt gekostet, würde aber den schamlosesten Lügnern der Chemieindustrie den Wind aus den Segeln nehmen.

Fazit: Trotz allem liefert dieser Film harte Materialien für verbesserte Überlebenschancen und ist daher ein Muss für jeden, der noch nicht in der Intensivstation liegt. Wo man übrigens noch härter als im normalen Leben von kontaminierten Plastikmaterialien der Firma Fresenius Medical Care vergiftet wird.

Ergänzende Empfehlung: Der Film Unser täglich Gift. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen vergiftet von der Filmemacherin Marie-Monique Robin ergänzt die vorliegenden Inhalte durch weitere Gesichtspunkte und verdeutlicht vor allem auch, wie wir von unseren Prüfbehörden jämmerlich im Stich gelassen werden. Außerdem kommen dort nochmal die Gefahrenstoffe Aspartam und Glutamat auf den Tisch. Auch diesen Film muss man nicht kaufen - er wird regelmäßig auf arte gesendet.

film-jury 3* A1189 © 20.12.2013
33 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2010
Es ist schon erstaunlich, dass ein so schwerwiegendes Problem wie das der Kunststoffe bisher so wenig Aufsehen erregt. Andererseits völlig klar, wenn man um die Macht der Konzerne weiß. Umso wichtiger und erfreulicher, dass es diesen Film gibt!

Wir sind umgeben von Plastik, wir sind völlig abhängig geworden davon. Während ich dies schreibe, tippe ich auf eine Kunststoff-Tastatur. Und gleich setze ich mich ins Auto, das voll gepackt ist mit Kunststoffen. Aber man versucht zu verändern, was man kann (Mein Auto brauche ich, weil ich nicht mit Bus und Bahn zur Arbeit kommen kann). Daher kaufe ich z.B. nur noch Glasflaschen (mit Plastikdeckel!) und verzichte auch sonst überall auf Plastik, wo es Alternativen gibt. Das ist auch dem Film zu verdanken. Wenn man sich mal bewusst macht, wie giftig und umweltschädlich all die so schönen und bunten Kunststoffe sind, dann will man es auch gar nicht mehr!

Der Film ist hervorragend recherchiert und klärt schockierend über die gesundheitlichen und auf die Umwelt bezogenen Folgen auf. Wenn man wirklich diese ganzen negativen Fakten bedenkt und zusammenzählt, kommt man eigentlich zu dem Schluss, dass wir sofort die gesamte Kunststoffproduktion und den Konsum davon einstellen müssten. Aber das würde einem völligen Kollaps unserer (Konsum-) Gesellschaft, unserer globalisierten Wirtschaft gleichkommen.

Und das ist das einzige, was mich an diesem Film stört: Es wird nie wirklich unsere Gesellschaft an sich in Frage gestellt. Es wird nur nach nachhaltigen und unbedenklichen Alternativen gesucht, um unser System aufrecht zu erhalten. Aber ich schätze, in diesem Ausmaß unseres Strebens nach Wachstum und Gewinnmaximierung kann es auf Dauer nur zerstörerisch sein. Egal, ob wir bei Erdöl bleiben, oder z.B. auf Biomasse umsteigen, die Erde wächst nicht mit unserem Bedarf. Schon längst zeichnet sich ab, dass unser System kollabiert, denn viele Rohstoffe, z.B. seltene Metalle wie Indium, Neodym und Lithium, die für unseren " Fortschritt " unerlässlich sind, werden schon jetzt knapp.

Der Film ist wichtig, um aufzuklären. Aber er macht wenig Mut, weil er nur nach Alternativen für Kunststoffe sucht, nicht nach Alternativen für unser für weltweites Leid und Umweltzerstörung verantwortliches System.
Um echte Lösungen aufzuzeigen, empfehle ich daher folgendes:
Ein Neues Wir: Ökodörfer und ökologische Lebensgemeinschaften in Europa
Die heilige Matrix: Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens. Grundlagen einer neuen Zivilisation
Sibila: ein Leben in Natur und Freiheit: Auf dem Weg der Einfachheit und der Liebe
33 Kommentare| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2010
die zum Nachdenken und Handeln anregt. Der Film ist zu keiner Zeit langweilig. Hier wurden sehr intensive Recherchen betrieben und gut dargestellt. Aufgelockert mit Interviews und Animationen kann dieser Film absolut überzeugen. Einige der Interviews sind deutsch untertitelt, stört aber den Gesamteindruck überhaupt nicht.
Sehr gut ist auch, das das Konzept des Filmes auch auf die Verpackung angewendet wurde, bis auf die dünne Folienhülle. Begründung liegt auf einem Flyer bei und ist nachvollziehbar. Von mir aus können mehr Filme mit solchen Verpackungen veröffentlicht werden.

Nach dem ansehen des Filmes sieht man sich schon automatisch in seiner Wohnung um, um festzustellen von wieviel Plastik man umgeben ist. Vor allem von wieviel überflüssigem. Aber eines ist auch richtig, und wurde im Film kurz erwähnt, das wir als Kunden großen Einfluß haben. Wir müssen ihn nur nutzen. Mein Lieblingsbeispiel sind dazu die Plastik-Einkaufstüten. Auf die kann man ohne Probleme komplett verzichten. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen diese ab 2012 verbieten. Gute Entscheidung. Und das ist ja nur ein Produkt, es gibt ja noch viele andere Dinge die geändert werden könnten. Die Größe von Plastik-Verpackungen (verblisterte Ware) zum Beispiel.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung.
11 Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2010
Es ist schon erstaunlich, dass ein so schwerwiegendes Problem wie das der Kunststoffe bisher so wenig Aufsehen erregt. Andererseits völlig klar, wenn man um die Macht der Konzerne weiß. Umso wichtiger und erfreulicher, dass es diesen Film gibt!

Wir sind umgeben von Plastik, wir sind völlig abhängig geworden davon. Während ich dies schreibe, tippe ich auf eine Kunststoff-Tastatur. Und gleich setze ich mich ins Auto, das voll gepackt ist mit Kunststoffen. Aber man versucht zu verändern, was man kann (Mein Auto brauche ich, weil ich nicht mit Bus und Bahn zur Arbeit kommen kann). Daher kaufe ich z.B. nur noch Glasflaschen (mit Plastikdeckel!) und verzichte auch sonst überall auf Plastik, wo es Alternativen gibt. Das ist auch dem Film zu verdanken. Wenn man sich mal bewusst macht, wie giftig und umweltschädlich all die so schönen und bunten Kunststoffe sind, dann will man es auch gar nicht mehr!

Der Film ist hervorragend recherchiert und klärt schockierend über die gesundheitlichen und auf die Umwelt bezogenen Folgen auf. Wenn man wirklich diese ganzen negativen Fakten bedenkt und zusammenzählt, kommt man eigentlich zu dem Schluss, dass wir sofort die gesamte Kunststoffproduktion und den Konsum davon einstellen müssten. Aber das würde einem völligen Kollaps unserer (Konsum-) Gesellschaft, unserer globalisierten Wirtschaft gleichkommen.

Und das ist das einzige, was mich an diesem Film stört: Es wird nie wirklich unsere Gesellschaft an sich in Frage gestellt. Es wird nur nach nachhaltigen und unbedenklichen Alternativen gesucht, um unser System aufrecht zu erhalten. Aber ich schätze, in diesem Ausmaß unseres Strebens nach Wachstum und Gewinnmaximierung kann es auf Dauer nur zerstörerisch sein. Egal, ob wir bei Erdöl bleiben, oder z.B. auf Biomasse umsteigen, die Erde wächst nicht mit unserem Bedarf. Schon längst zeichnet sich ab, dass unser System kollabiert, denn viele Rohstoffe, z.B. seltene Metalle wie Indium, Neodym und Lithium, die für unseren " Fortschritt " unerlässlich sind, werden schon jetzt knapp.

Der Film ist wichtig, um aufzuklären. Aber er macht wenig Mut, weil er nur nach Alternativen für Kunststoffe sucht, nicht nach Alternativen für unser für weltweites Leid und Umweltzerstörung verantwortliches System.
Um echte Lösungen aufzuzeigen, empfehle ich daher folgendes:
Ein Neues Wir: Ökodörfer und ökologische Lebensgemeinschaften in Europa
Die heilige Matrix: Von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens. Grundlagen einer neuen Zivilisation
Sibila: ein Leben in Natur und Freiheit: Auf dem Weg der Einfachheit und der Liebe
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am 23. Juni 2015
Die Dokumentation Plastic Planet hält was der Name verspricht. 95 informative Minuten über die Verschmutzung der Umwelt und vor allem unserer Lebensmittel durch Kunststoff. Die Recherechearbeit kommt fundiert rüber und die Aufnahmen lassen erkennen, dass viel Aufwand in die Nachforschungen gesteckt wurde. Durch zwischendurch eingearbeitet Filmszenen, in denen alle Gegenstände innerhalb eines Hauses, welche aus Kunststoff sind gesammelt werden, wird die Brisanz der Theamtik noch einmal unterstrichen (in jedem Land, egal ob arm oder reich, ist Plastik der Alltagsgegestand Nr. 1). Schade ist allerindings, das zwar auf die Problematik hingewiesen wird, eindeutige Löungsvorschläge oder Hilfen, wie man sich als Verbraucher verhalten sollte, werden jedoch nicht gegeben. So wird man zum Schluss als Verbraucher zwar mit dem Wissen versorgt, dass es nicht sehr gesund sein kann, Nachrungsmittel zu sich zu nehmen, die mit Kunststoff verpackt sind, jedoch wird auf Alternativen kein Bezug genommen. Gerade diesen Punkt hätte ich mir von dieser Doku noch gewünscht.
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am 15. November 2016
augen öffnend und gesundheitsfördernd !! nach diesem film habe ich jegliches plastik aus meiner küche entfernt. ich kaufe nun viel bewußter lebensmittel ein und meine kinder trinken hoffentlich nie wieder aus plastikflaschen.
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am 1. Juli 2014
Ich habe von dieser Dokumentation, wie auch sonst von allen anderen Dokumentationen, erwartet, unterhalten und informiert zu werden. Ein roter Faden, der durch den Film führt, ist ebenfalls bei Dokumentationen ein Muss. Ein sympathischer Protagonist, der durch den Film führt ist von Vorteil und kann helfen das Interesse des Zuschauers aufrecht zu erhalten.

Doch leider schafft es diese Dokumentation trotz des interessanten Themas einen nicht zu packen.

Pro:
- Sehr interessantes Thema
- relativ aktuelles Thema
- abwechslungsreiche Orte
- "Wie viel Plastik habe ich in meinem Haus?"-Element

Contra:
- kein eindeutiger roter Faden oder Kapitel-artige Struktur
- schlecht vorbereitete Interviews mit sehr allgemeinen Fragen (Interview Partner waren daraufhin irritiert)
- kurze Vorstellung der Interview Partner waren teils nicht vorhanden
- wenn ein Thema bzw. Interview interessant wurde, brach es ab und wurde nicht zu Ende geführt
- merkwürdige Orte an denen Interviews geführt wurden (es gab keine Erklärungen dazu)
- Werner Boote stellt sich zu sehr in den Mittelpunkt (z.Bsp. Mini Boote Skulptur)
- peinlicher Auftritt auf der Kunststoffmesse
- Grafiken fehlten
- alles in Bezug zu Brustimplatate inklusive der gezeichneten jungen Dame sind sehr fragwürdig recherchiert und dargestellt
- ein nachvollziehbare Darstellung der Giftstoffe und Weichmacher fehlte
- als Zuschauer fühlt man sich manchmal verloren, bzw. versteht den Sinn hinter manchen Interviews nicht
- "Ihr Boss hat gesagt, dass wir das Interview beenden sollen, oder?!" ist nur eins der Interview Highlights
- Der Besucher in seiner Wohnung zum Ende des Films, redet absoluten Schwachsinn, worauf KEINE Reaktion von Boote kommt

Ich muss leider sagen, dass diese Dokumentation sehr enttäuscht hat. Ich habe viel erwartet, da dieses Thema ein RIESEN Potential hat. Es ist aktuell und wir als Nutzer von Kunststoffen sind natürlich stark daran interessiert zu wissen, ob und wie uns diese Produkte schaden können. Wir sind auch interessiert an der genauen Problematik, die diese Stoffe mit sich bringen. Wir wollen wissen, wie wir Kunststoffprodukte effektiv und gefahrlos in unserem Alltag nutzen können. Woran erkennen wir gefährliche Kunststoffe? Was muss man beim Einkauf beachten? Welche Alternativen gibt es? Wie können wir unseren Planeten retten? Wo wird Forschung auf diesem Bereich getrieben? Und welche Erkenntnisse wurden bis jetzt erreicht? Das sind alles Fragen, die keine Antwort in diesem Film bekommen. Sie werden oberflächlich angekratzt. Das ist echt sehr schade.

Ich hab einen Bericht über eine Familie gesehen, die auf Grund dieses Filmes komplett auf Plastik verzichtet, bis auf wenige Ausnahmen (Computer, Auto, Versicherungskarte). Dieser Bericht brachte mich dazu diese Dokumentation zu sehen, denn wenn ein Film eine Familie so maßgeblich beeinflussen kann, dann muss dieser Film doch super Argumente haben! Im Nachhinein muss ich dann leider doch sagen, dass der Bericht (30min) um einiges interessanter war, als dieser Film.

Ich bin echt enttäuscht und hoffe sehr, dass ein anderer Dokumentarfilmer es schaffen kann, eine unterhaltsame und informative Dokumentation über dieses Thema zu drehen. [Falls jemand Interesse hat, empfehle ich sehr die Dokumentation Supersize Me zur Orientierung (Struktur, Aufbau, Unterhaltung, sympathischer Protagonist).]
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am 4. Dezember 2016
Dieser Film ist sehr sehenswert. Er klärt über die negativen Folgen der Nutzung von künstlichen Plastik auf. Wissenschaftliche Genauigkeit und Tiefe mag mancher vielleicht vermissen, doch das Wesentliche kommt ans Tageslicht.

Einen Punkt Abzug gibt für die hässlichen Bilder über "Körperwelten" und dafür, daß die DVD tatsächlich in einer Plastik-Box steckt. Letzteres ist ein NoGo.
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