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Kundenrezensionen

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am 22. Juli 2012
Auch mit diesem dritten ( und wohl leider letzten ) Kriminalroman um den Berliner Kommissar Leo Wechsler trifft Susanne Goga wieder voll ins Schwarze.
Ihr gelingt es scheinbar mühelos die Zeit in Berlin im Jahre 1923 in eine Geschichte um den rätselhaften Tod einer Berliner Ärztin miteinzubinden. Man fühlt sich hineinversetzt in diese Tage der Weimarer Republik, Armut und Inflation sind allgegenwärtig und greifbar. Die ersten Übergriffe auf Juden finden statt............
Eine weitere Rolle spielt die Entwicklung im Privatleben von Leo Wechsler. Werden er und Clara als Familie zusammen leben können? Das alles ist unter den gegebenen Umständen zu der damaligen Zeit nicht so einfach.
Wie und warum die aufgeschlossene Ärztin sterben musste wird nachvollziehbar und überzeugend erzählt.
Susanne Gogas Schreibstil ist fesselnd und sehr unterhaltsam.
Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.
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In die frühen 20er Jahre entführt uns Susanne Goga mit ihrem neuen Fall für Kommissar Leo Wechsler. Eine Ärztin wurde ermordet, der Kommissar tappt lange im dunklen. Und während er dies tut, hat die Autorin Zeit genug ein stimmungsvolles Berlinbild jener Jahre zu zeichnen.

Themen sind die große und anhaltende Hungersnot und die sich daraus ergebenden Krankheiten, da ist die Rolle der Frau innerhalb der Gesellschaft, da ist die immer heftigere Judenverfolgung und da sind Menschenversuche die mitten in Berlin im Luisenkrankenhaus an Patienten vorgenommen werden sollen. Anfangs wollte ich der Autorin die Themenvielfalt anlasten, manches wird nur oberflächlich in Szene gesetzt, aber letztlich hat Susanne Goga damit genau die Stimmung jener Zeit eingefangen. Dies alles zu lesen ist beinah genauso spannend wie die Aufklärung des Falls.

Ein sehr zu empfehlender Krimi mit gratis gelieferter Geschichtsstunde!
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am 20. August 2012
Susanne Goga lässt mit dem dritten Band um Kommissar Leo Wechsler die 1920er Jahre wieder auferstehen. Ich fühlte mich sofort in diese Zeit hinein katapultiert und genoss es, Berlin durch Leos Wechslers Augen zu sehen.

Leo Wechsler ist ein Mann und Kommissar, den man mag. Er ist pflichtbewusst hat aber genau das richtige Maß an Eigensinn, um in alle Richtungen denken zu können. Er beschreitet neue Wege, lässt die alten, eingefahrenen aber nicht aus dem Blick. Das gilt auch für sein Privatleben. Er ist ein liebe- und verständnisvoller Vater, Bruder, Freund und Liebhaber, bleibt aber immer ein Mann seiner Zeit und somit für seine Leser glaubwürdig.

Das Opfer dieses Krimis ist Dr. Henriette Strauss. Sie braucht schon eine ganz besondere Hartnäckigkeit, um sich in den 1920er Jahren als Ärztin zu behaupten. Das gefällt nicht jedem, sie eckt an, weiß es aber mit Bravour zu nehmen. Leider können wir Henriette Strauss nicht lange auf ihrem Weg begleiten, denn Kommissar Leo Wechsler muss sich in diesem Buch mit ihrem Tod beschäftigen. Aber trotzdem gewinnt Henriette Strauss mit jeder Seite mehr Kontur.

Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht nur fiktive Personen auftauchen, sondern auch tatsächliche Persönlichkeiten aus dieser Zeit, wie z. B. Ernst Gennat, der ab 1926 Leiter der „Zentralen Mordinspektion“ war, oder der Arzt und Homöopath Dr. Paul Dahlke.
Eine Auflistung der echten Personen findet sich am Ende des Buches.

Ich hoffe, dass es einen vierten Krimi mit Leo Wechsler geben wird!
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am 15. Juli 2012
Meiner Meinung nach ist der 3. Fall von Leo Wechsler der stärkste der drei Bände.

Die geschichtlichen Hintergründe fand ich höchst beeindruckend, füllen sie doch die trockenen Fakten aus dem Geschichtsunterricht mit Leben.
Daß selbst Polizeibeamten das Wasser irgendwann bis zum Hals stand ist mir erst da bewusst geworden.

Den Fall fand ich interessant, zeigten doch auch die falschen Spuren Misstände in den Berliner Kliniken auf, die für uns heute unvorstellbar sind und damals aber zum Alltag gehörten.
Auch der Seitenstrang um den Kollegen Sonnenschein, machte deutlich, daß Judenhass kein Phänomen der dreissiger Jahre war.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es noch einen vierten Fall mit Leo geben würde, auch um die privaten Entwicklungen mit Clara weiter beobachten zu können.
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am 24. Februar 2014
„Die Tote von Charlottenburg“ ist der dritte Krimi in der Reihe um den Berliner Kriminalkommissar Leo Wechsler. Die Handlung spielt im Herbst 1923, also ca. ein Jahr nach dem letzten Fall. Eine eigentlich gesunde Ärztin stirbt überraschend an den Folgen einer Lungenentzündung. Nachdem ihr Neffe bei Leo Wechsler Zweifel an dem krankheitsbedingten Tod anmeldet und auch der Hausarzt der Toten diese Zweifel bestätigt, nimmt Leo Wechsler mit seinem Team Ermittlungen auf. Der Verdacht des Neffen bestätigt sich - die Ärztin wurde ermordet. Auf welche Art und Weise der Mord durchgeführt wurde, dafür hat sich die Susanne Goga etwas besonders Originelles einfallen lassen, das ich so in noch keinem anderen Krimi gelesen habe.

Wie in den beiden Vorgängerromanen erfährt mach auch in „Die Tote von Charlottenburg“ wieder viel über das Leben der Berliner Bevölkerung in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Angesichts der horrenden Inflation werden die Arbeiter täglich ausbezahlt. Viele können sich nicht mehr ausreichend Lebensmittel leisten und müssen auf Suppenküchen zurückgreifen. Anders als in den beiden Vorgängerromanen spielt auch die politische Entwicklung eine bedeutendere Rolle. Leo Wechsler hat mit dem jungen Jakob Sonnenschein einen neuen Mitarbeiter bekommen. Dieser ist Jude und wird von einigen Kollegen deshalb schief beäugt. Sein Vater führt eine Metzgerei im Scheunenviertel. Leo Wechsler wird Zeuge des Scheunenviertelpogroms, bei dem Berliner Juden brutal aus ihren Wohnungen gezerrt und jüdische Geschäfte verwüstet werden.

Die Lösung des Kriminalfalls wird dem Leser schon bei knapp der Hälfte des Romans klar. Das hat mich beim Lesen aber nicht gestört. Vielmehr hatte es seinen besonderen Reiz, Leo Wechsler und sein Team dabei zu beobachten, wie sie sich Stück für Stück näher an die Wahrheit herantasten. Die Balance zwischen der Krimihandlung und dem Privatleben Leo Wechslers war erneut geglückt und ich bin gespannt, wie es mit ihm und Clara Bleibtreu weitergeht.
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am 19. September 2012
Ein toller neuer Roman mit Kommissar Leo Wechsler.
Er führt uns in das Jahr 1923 in Berlin, ich war gleich gefesselt von dem Hintergrund . Die Wirtschaftskrise mit Hunger, Not und Aufständen konnte ich fast richtig mitempfinden.

Dann der Mord an der Ärztin Henriette Strauss, der von ihrem Neffen angezeigt wird, weil ihm ihr Tod rätselhaft ist. Kommissar Leo Wechsler und sein Team machen eine gute Arbeit. Den Mörder hatte ich zwar schon früh in Verdacht, aber das Wie und Warum war spannend und sehr interessant.

Leo Wechslers Familienleben kommt auch nicht zu kurz. Seine Beziehung mit Clara Bleibtreu wirft einige Fragen auf.

Susanne Goga versteht es wieder alles so so toll zu beschreiben, das man meint ,man ist mittendrin.
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am 20. Februar 2013
Das Buch habe ich mir gekauft, weil ich gespannt war auf einen gut geschriebenen Krimi vor dem historischen Hintergrund meiner Heimatstadt in den 1920er Jahren. Sonst lese ich Krimis eher selten und kenne auch die beiden Vorgängerbücher mit Kommissar Leo Wechsler nicht. Ich habe das unterhaltsame Buch schnell und mit Freude gelesen.

Die Story ist originell, sehr gut ausgedacht und in sich stimmig. Die Autorin hat dabei die Hintergründe gut recherchiert, sowohl die historischen als auch die medizinischen Hintergründe des Mordfalls. Auch gelingt es ihr geschickt, die Spannung aufrecht zu erhalten und den Leser zum Mitdenken anzuregen, indem sie Kommissar Wechsler immer ein wenig Informationsvorsprung gibt. Nur am Ende hätte ich mir noch eine überraschende Wendung gewünscht: Irgendwann weiß man wer es war und warum, und dann klingt das Buch über viele Seiten mit einem erwarteten Happy End seicht aus.

Die Sprache der Autorin ist zwar gut lesbar und abwechslungsreich, aber nicht sonderlich kreativ oder stimmungsvoll. So wird die Spannung vor allem durch die gute Story und den wohlorganisierten Text getragen, nicht aber durch die Sprache unterstützt. Auch den handelnden Personen fehlt etwas die psychologische Tiefe. Am schönsten ist ihr nach meinem Geschmack die historische (Neben-)Figur des damaligen Leiters der Mordkommission, Ernst Gennat, gelungen, den ich mir genau so vorstellen kann, wie sie ihn beschrieben hat. Was mich vielleicht am meisten enttäuscht hat ist, dass der historische Hintergrund nur eine Kulisse bleibt: Die Personen im Buch denken und reden weitgehend wie wir heute. Sie müssen sich nur mit den Härten der Inflation herumschlagen, denen man aber mit weiteren historischen Details mehr Leben hätte einhauchen können. Ich fühlte mich nicht wirklich in das Berlin der 1920er Jahre zurückversetzt.

Wenig plausibel und geradezu kitschig ist die Episode, wie der Gutmensch Wechsler sich während der Arbeitszeit davonstiehlt, um bei den Krawallen im Scheunenviertel im Alleingang den Laden des Vaters seines jüdischen Kollegen gegen den anstürmenden Mob zu verteidigen. Aber das ist nur ein kleiner Ausrutscher. Alles in allem kann ich das Buch durchaus empfehlen, nach der unterhaltsamen Lektüre blieb aber bei mir das Gefühl zurück, man hätte noch mehr aus der originellen Story machen können.
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am 17. August 2012
Auch der dritte Fall für Leo Wechsler ist ein linear erzählter, solider Ermittlerkrimi. Freunde spannender Wendungen und aktionreicher Showdowns werden hier nicht auf ihre Kosten kommen, Täter und Motiv zeichnen sich spätestens ab der Buchmitte überdeutlich ab. Die Autorin verzichtet auf ein furioses Finale, der Reiz ihres Werkes liegt in den leisen Tönen, einem angenehmen Stil und gut nachvollziehbar gezeichneten Personen.

Erkennbar ist das Bemühen, den historischen Hintergrund der Weimarer Republik nicht nur als Kulisse zu nutzen, sondern durch einzelne Episoden mit Leben zu füllen. Hier fällt mein Urteil zwiespältig aus: Auch wenn historische Persönlichkeiten und Geschehnisse in die Handlung eingeflochten werden, bleibt die Recherche bestürzend oberflächlich. Die Hyperinflation wird zwar allenthalben thematisiert, für Kommissar Wechsler spielt sie aber offenbar keine Rolle - und dies obwohl exakt im Handlungszeitraum die Beamtenbesoldung von vierteljährlichen Vorauszahlungen zu täglicher Auszahlung umgestellt wurde, was für die Betroffenen gravierende Konsequenzen zeitigte. Auch hat die Autorin zwar Literatur über die Kämpfe im Scheunenviertel konsultiert, den vollen Namen und Beruf des Mediziners Dr. Hugo Bernhardt konnte sie aber nicht ermitteln, dass er sich beim Transport die Mittelhand brach ist merkwürdigerweise nicht in die Handlung eingeflossen. Ebensowenig wie der Tod eines jüdischen Metzgers im gleichen Ereigniszusammenhang. Vom dritten Band einer historischen Krimireihe hätte ich mir ein wenig mehr an Sachverstand gewünscht. Das Thema des §218 wird leider gleichfalls nur angerissen, obgleich es spannende Einblicke in das Frauenbild tonangebender Kreise der Zeit gewährt hätte.

Von sehr eingehender Recherche und hoher Kompetenz zeugt hingegen die sehr ungewöhnliche Mordmethode, die sehr genau im Wissenshorizont der Zeit verortet wird. Hier glänzt das Buch mit einem kriminologischen Juwel!

Im Gesamturteil ist ein sehr angenehm lesbares Buch entstanden, das als Kriminal- und Historienroman indes nicht überall sein volles Potential ausschöpft.
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am 25. Juni 2012
Fünf Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges leidet die Berliner Bevölkerung schwer unter der Wirtschaftskrise und der davon galoppierenden Inflation. Immer wieder versuchen rechte Gruppierungen, die Juden für die Misere mitverantwortlich zu machen. Susanne Goga fängt die explosive Stimmung dieser Zeit gekonnt ihrem neuen Berlin-Krimi mit Kommissar Leo Wechsler ein. Sie beschreibt aber nicht nur die Lage der Zeit, sie beschäftigt sich auch mit der damaligen Rolle der Frau. Sehr anschaulich wird deren Dilemma an Leos Freundin Clara dargestellt, die sich zwischen Job und Familie entscheiden muss (na, wenn einem das nicht bekannt vorkommt...). Und natürlich geht sie auch auf die Lage der Juden ein, die immer stärkeren Anfeindungen ausgesetzt sind. Vor allem aber lösen Leo Wechsler und sein Team zwischen all den interessanten Hintergrundinfos einen überaus kniffligen Fall. So ist Susanne Goga mit 'Die Tote von Charlottenburg' erneut ein spannender Krim mit vielen historischen Fakten und einem authentisch anmutenden Stimmungsbericht aus dem Berlin der frühen 20er Jahre gelungen.
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Berlin, 1923. Der Kommissar Leo Wechsler wird von einem jungen Mann aufgesucht, dessen Tante tot in ihrer Wohnung in Charlottenburg aufgefunden wurde. Auf den ersten Blick deutet zwar nichts auf einen Mord hin, aber Leos Freundin Clara Bleibtreu hatte die Ärztin und Frauenrechtlerin Henriette Strauss auf Hiddensee kennen gelernt, und so interessiert Leo der Fall.
Schließlich stellt sich heraus, dass es sich wirklich um Mord handelt, und die Ermittlungen führen Leo in das Krankenhaus, in dem Henriette gearbeitet hat. Und dort kommt er Dingen auf die Spur, die durchaus ein Mordmotiv darstellen. Aber ist die Lösung des Falls wirklich so einfach?
Wie beim ersten Band der Reihe habe ich die Lösung recht früh erahnt, aber trotzdem hat das Weiterlesen wieder Spaß gemacht. Dass ich den zweiten Band nicht kenne, machte nichts, denn die wesentlichen Ereignisse für die Protagonisten wurden in diesem Band noch einmal kurz erwähnt, ohne zu viel von der Handlung zu verraten.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und gut lesbar, und die Charaktere haben sich sehr schön weiterentwickelt. Erneut hat mir gefallen, wie gut die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen wurde. Die Inflation nimmt inzwischen unglaubliche Ausmaße an, und das politische Klima wird rauer. Die kommenden Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und werde diese Reihe sicherlich weiter verfolgen.
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