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am 23. August 2017
MIT SPOILERN! Ja, das der 1938 entstandene Film ein Meisterwerk des "Poetischen Realismus" ist, das es einer der ersten Filme ist der von der Kritik "Film Noir" genannt wurde, das die duesteren Bilder ein ganz anderes Le Havre zeigen als das von Postkarten - das kann man alles bei Wikipedia lesen.

Aber was sagen solche Schubladen Begriffe schon ueber den Film aus? Wie wirkt er auf dich selbst? So tut er's auf mich: Der duestere "Hafen im Nebel" wird zum Schauplatz einer vor Leben uebersprudelnden Geschichte. Ein Drama, ein Krimi, eine Tragikomoedie, nicht zuletzt eine Love Story. Ein durch und durch fantastischer Film. Ein Mann (Gabin) desertiert von der Armee, desillusioniert will er sich mit einem Schiff ins Ausland absetzen und findet sich auf dem Schlachtfeld des Lebens wieder. Es ist eine rauhe, brutale Geschichte - aber ohne Kaelte. Nein, die Charaktere gluehen. Der Soldat findet seine Liebe auf den ersten Blick, geraet an wichtigtuende Pappkameraden (Pierre Brasseur) und das wirklich schlechte (Michel Simon). Zunaechst scheint es so, als gehe die Gefahr von Brasseur aus, einer der auf gefaehrlich macht, ganz aufgeblasen ist. Aber, er ist einer, der nur ein paar Ohrfeigen verdient (als Gabin die Brasseur dann gibt, mensch, da durchzuckte es auch mich). Aber das wirklich schlechte gibt sich nicht gefaehrlich, tut es nie. Es kommt in der Gestalt eines schrulligen, hoeflichen Mannes daher (Simon). Doch seine Hoeflichkeit ist schmutzig, er wirkt ekelhaft, wie etwas schleimiges das auch einem Loch kriecht. Etwas, das man zertreten moechte. Die angedeutete Gewalt im Film ist ebenso extrem wie der Verlauf der Love Story. Eine echte Love Story zwischen zwei Menschen die laengst ihre rosafarbende Brille verloren haben. Wenn Gabin ihr sagt "Du hast schoene Augen", und WIE er es sagt (da schwingen wirklich Welten mit!), da spuert man die Begierde, die Begierde die sie kurz darauf ins Bett bringt. Und doch ist das nichts plattes, sondern etwas ehrlicheres und leidenschaftliches als "Kuesschen hier - kuesschen da" und ein paar verlogene Worte. Man hat die Person gefunden mit der man alles teilen will, seine Gefuehle, seine Triebe. Wohlwissenend das eine Zukunft kaum moeglich sein wird. Schliesslich schafft er es, das Boese zu vernichten, und wird ein Opfer der vom Boesen manipulierten. Das Schlachtfeld des Lebens eben. Ein Schlachtfeld, auf dem es mehr Sinn macht zu kaempfen als auf den Schlachtfeldern eines Krieges. Man weiss zumindest wofuer man gekaempft hat. Drehbuchautor Jacques Prevert war bekennender Pazifist, ein Militaergegner. Seine Verachtung von Armee und Soldatentum musste fuer den Film etwas abgeschwaecht werden, weil man ja leider vor einem absehbaren neuen Krieg stand. Dennoch ist's recht heftig fuer einen Film aus den 30ern, ebenso wie die Darstellung der Love Story. Mensch, 1938! Deutschland war in debiler, von geistig zurueckgebliebenen erdachter Nazi Kultur versunken (Goebbels verdiente eigentlich auch ein paar Ohrfeigen - gluecklicherweise erledigte er sich dann von selbst, zumindest EINE gute Entscheidung die der Dummkopf in seinem Leben machte), und in den USA griff mittlerweile eine harte Zensur durch, die diverse lebensnahe Darstellungen im Film bis in die 60er hinein unmoeglich machte. Aber in Frankreich war man wie immer etwas offener, was dazu fuehrt, das die Darstellungen in "Hafen im Nebel" auch heute noch modern wirken, aufgrund der Freiheit die der Film inne hat. Wie Gabin's Charakter schon sagt "Ja, Freiheit ist etwas schoenes". Die Darsteller sind durchweg grossartig. Leute wie Gabin, Simon und Brasseur, die findet man heute wirklich nicht mehr. Und Michele Morgan. Ganz am Anfang ihrer Karriere gibt sie bereits die vielleicht ueberzeugendste Leistung ihres Lebens (mit 18 Jahren!!). Sie verstarb erst vor ein paar Monaten, mit 96. Besonders wegen ihres Parts und dem von Gabin ist es hoechst empfehlenswert, den Film im O-Ton zu gucken. Ihre deutsche Synchro macht sie unpassend aelter, und die von Gabin raubt ihm viel seiner Ausdruckskraft. Ueberhaupt wirkt diese TV-Synchro sehr leblos im vergleich zum Gezeigten. Ach ja, und der Hund - diese Sache hab ich nicht verstanden. Er weicht nicht von der Seite des Deserteurs, und als der Tot ist rennt er zurueck in die Richtung aus der er gekommen ist. Ein guter Geist, der Leuten zeigen will, das es etwas gibt das das Leben lebenswert macht, mag es dann auch noch so kurz sein? Ich weiss nicht.

Also, ein echtes Meisterwerk. Ein Film, den man gesehen haben sollte, vielleicht Carne's bester (will ich mich nicht 'drauf festlegen, der Mann hat zuviel gutes gemacht). Und die Blu Ray, die den Film in einer restaurierten Fassung enthaelt, ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Sehr gutes Bild, und interessantes Bonusmaterial. Wer noch echtes Kino erleben will und nicht nur bunte Bilder, Effekte und lebensferne Extremitaeten, fuer den ist der Film Pflicht.
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Im Rahmen der cineastisch verdienstvollen StudioCanal Collection ist ein Klassiker des französischen Kinos weltweit erstmalig auf Blu-ray erschienen - in gleicher Ausstattung auch in England und Frankreich. Eine DVD-Ausgabe kündigt Studicanal für Dezember 2012 an.
QUAI DES BRUMES entstand unter der Regie von Marcel Carné 1938 und zählt heute als DAS Meisterwerk des "Poetischen Realismus". Jacques Préverts düster-fatalistisches Drehbuch nach einem Roman von Pierre MacOrlan macht einen Deserteur des Indochinakrieges zum Helden einer tragischen Liebesgeschichte im nebligen Hafenviertel von Le Havre. Jean (Jean Gabin - damals schon ein Star des franzöischen Kinos) will sich im Hafenviertel vor der Polizei verstecken und trifft die junge Nelly (Michèle Morgan - der spätere Weltstar mit 17 Jahren in seiner zweiten Filmrolle). Beide verlieben sich auf Anhieb und können nur zwei Tage und eine Nacht glücklich sein, wobei Jean Nellys schmierigen Vormund Zabel (Michel Simon - ein weiterer Star des französischen Films bereits zu dieser Zeit) erschlägt und auf dem Weg zum rettenden Schiff ins Ausland den Kugeln des Gangsters Lucien Le Gardier (Pierre Brasseur) zum Opfer fällt.
QUAI DES BRUMES - stilbildend durch die Dekors von Alexandre Trauner - beeinflusste den späteren französischen Film Noir ebenso wie die amerikanische SCHWARZE SERIE.
Der Film wurde für die Blu-ray sorgfältig restauriert und wird mit einem hervorragenden schwarz-weiss-Bild im Originalformat 4:3 präsentiert. Enthalten sind eine interessante französische Dokumentation (deutsch untertitelt) über die schwierigen Dreharbeiten und die Bedeutung des Films für das französische Kino sowie eine kurze Einführung der Filmkritikerin Ginette Vincendeau (von ihr auch der Text des 20-seitigen Booklets) sowie ein kurzer Film über die Rekonstruktion. Die deutsche Tonfassung stammt von der ZDF-Synchronisation aus dem Jahr 1970, wobei ca. 3 min bei der Rekonstruktion wieder eingefügte Szenen deutsch untertitel sind.
Das FSK-Logo klebt nur auf der Verpackungsfolie und beeinträchtigt damit nicht das Design der Book-Edition.
Empfehlenswert für jede cineastische Sammlung!
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Jean (Jean Gabin - damals schon ein Star des franzöischen Kinos) will sich im Hafenviertel vor der Polizei verstecken und trifft die junge Nelly (Michèle Morgan - der spätere Weltstar mit 17 Jahren in seiner zweiten Filmrolle). Beide verlieben sich auf Anhieb und können nur zwei Tage und eine Nacht glücklich sein, wobei Jean Nellys schmierigen Vormund Zabel (Michel Simon - ein weiterer Star des französischen Films bereits zu dieser Zeit) erschlägt und auf dem Weg zum rettenden Schiff ins Ausland den Kugeln des Gangsters Lucien Le Gardier (Pierre Brasseur) zum Opfer fällt.

QUAI DES BRUMES entstand unter der Regie von Marcel Carné 1938 und zählt heute als DAS Meisterwerk des "Poetischen Realismus". Jacques Préverts düster-fatalistisches Drehbuch nach einem Roman von Pierre MacOrlan macht einen Deserteur des Indochinakrieges zum Helden einer tragischen Liebesgeschichte im nebeligen Hafenviertel von Le Havre. QUAI DES BRUMES - stilbildend durch die Dekors von Alexandre Trauner - beeinflusste den späteren französischen Film Noir ebenso wie die amerikanische SCHWARZE SERIE.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL (identisch mit der bereits 2012 in der STUDIO CANAL COLLECTION veröffentlichten Disc) präsentiert den sorgfältig restaurierten schwarz-weiß-Film im Originalformat 4:3. Die Extras beinhalten eine interessante französische Dokumentation (deutsch untertitelt) über die schwierigen Dreharbeiten und die Bedeutung des Films für das französische Kino sowie eine kurze Einführung der Filmkritikerin Ginette Vincendeau und einen kurzen Film über die Rekonstruktion. Die deutsche Tonfassung stammt von der ZDF-Synchronisation aus dem Jahr 1970, wobei ca. 3 min bei der Rekonstruktion wieder eingefügte Szenen deutsch untertitel sind. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Empfehlenswert für jede cineastische Sammlung!
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