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TOP 500 REZENSENTam 21. September 2012
MEDIUM (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gutes Bild ohne Schwächen
- TON: gute Abstimmung Dialog/Action, Transparenz gut genutzt, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: making of, Audiokommentar, Programmtipps
- SONSTIGES: FSK 16 uncut

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Es gibt Filme die einen von den ersten Filmsekunden her einnehmen und so fesseln, das man den Blick lange nicht mehr abwenden will. CLEANSKIN gehört dazu, den er beginnt fies und dreckig mit einer Sexszene und im Laufe der ersten Minuten wird eine ungeheure Spannung aufgebaut die der Film auch während der ganzen Laufzeit durchhält. Mit weiter unten geschilderter äußerster Härte wird ein von beiden Seiten politisch motivierter Kampf gezeigt der vor nichts und keinen Methoden halt macht und in ein unglaubliches packendes und stimmiges Finale mündet.

Die Story nur ganz kurz hier skizziert OHNE SPOILER!: London zur Jetztzeit: Es gibt 2 Männer mit dem übereinstimmenden Ziel des Tötens: Ash (Abhin Galeya) ist Terrorist und plant die bekannten Anschläge in London. Undercover Agent Ewan (Sean Bean) kämpft auf der Gegenseite um die Verhinderung der Tat. Charlotte McQueen (Charlotte Rampling) von der Regierung gibt ihm dazu alle Vollmachten, aber der Kampf gegen und für den Terror eskaliert immer mehr……

Sean Bean spielt kalt und voller konsequenter Härte und empfiehlt sich dadurch durchaus für einen der begehrten Filmpreise. Keine Geste oder Blick von ihm ist zu viel. Ein neutrales oder freundliches Gesicht kennt er nicht im Film. Die Atmosphäre des Films erinnert ein wenig an die BOURNE Serie. Jedoch ist der Gewaltanteil deutlich höher und die FSK 16 ist eine faire Einstufung, CLEANSKIN kratzt sogar leicht an einer FSK 18. Es gibt headshots aus nächster Nähe und die Wunden werden den Zuschauer nicht vorenthalten, es gibt menschliche Fackeln und Agent Ewan macht auch nicht vor Folter und Frauen halt. Woher seine Unbarmherzigkeit kommt erfährt man im Film.

Die erfahrene Charlotte Rampling spielt die eiskalte Regierungsvertreterin perfekt und mit all ihrer Routine und gibt Ewan freies Geleit für seine brutalen Methoden mit dem zentralen Satz "Sie sind in dieser Sache mein rechter Arm, mein Gewissen. Räumen sie auf, und zwar gründlich!" Und das tut er wahrlich. Am Ende kann CLEANSKIN sogar noch mit gehörigen Story-Twists aufwarten und es erwartet den Zuschauer eine sehr spannende und rücksichtslose Achterbahnfahrt der Ereignisse..

Die gesuchten Terroristen sind sogenannte „Cleanskins“, d.h. sie sind noch nicht näher polizeilich aufgefallen und ohne Vorstrafen was die Suche nach ihnen nicht einfach macht. Auch wenn der Kampf „Gut gegen Böse“ in einzelnen Passagen leicht klischeehaft rüberkommt, versteht es der Film dennoch die Motive von beiden Seiten aufzuzeigen und die Begriffe Schuld und Unschuld ein wenig zu relativieren. Somit überzeugt CLEANSKIN auf ganzer Linie und kann für Freunde harter politisch unterfütterter (Rache-) Thriller ohne Einschränkung empfohlen werden.

4/5 Klappmessern...äh,....Sternen
33 Kommentare| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2012
Dies ist der dritte Film von Regisseur Hadi Hajaig, der als Allrounder wieder mal zusätzlich zur Regie auch als Cutter, Drehbuchautor und Produzent fungierte und man kann somit "Cleanskin" durchaus als sein Herzensprojekt bezeichnen. Wer passt nun besser in die Rolle eines Antihelden in einem englischen Film als einer der bekanntesten englischen Schauspieler überhaupt? Ja ich spreche von Sean Bean (Black Death), der mit seiner Anwesenheit schon so manchen Film aufgewertet hat, was er hier glücklicherweise nicht tun muss, er muss sich hier nur nahtlos in die qualitativ hochwertige Produktion einfügen.

"Cleanskin" ist übrigens ein in England verbreiteter Ausdruck für einen nicht vorbestraften Extremisten, der somit dem Secret Service noch nicht bekannt ist. Der Film besticht vor allem durch seine kompromisslose Art und die objektive Sichtweise. Hier gibt es keine Helden nur Männer, die sich einer Sache verschrieben haben bzw. mit eiskalter Konsequenz für ihre Ideale eintreten. Dabei bleiben die vom Zuschauer verteilten Sympathiepunkte immer ambivalent, teilweise kann man die Beweggründe beider Hauptfiguren verstehen, doch es kommt bei beiden der Punkt, wo man als "normaler" Mensch aussteigen wird/sollte.

Auf der einen Seite ist da der von Abhin Galeya gespielte Mann namens Ash, dessen Unzufriedenheit von einem religiösen Fanatiker erkannt wird, der fortan permanent an seiner Rekrutierung und der damit verbundenen, völligen Ergebenheit arbeitet. Ash wird dabei vor allem durch die zahlreichen Rückblicke, in denen er langsam zu seinen extremen Überzeugungen hingeleitet wurde und seiner damaligen Liebe zu Kate - wirklich liebenswert, ehrlich und verletzlich gespielt von der aus "Tormented" bekannten Tuppence Middleton - als ganz normaler Mensch porträtiert, der nie seinen Platz im Leben gefunden hat und sich schließlich für den radikalen Standpunkt entscheidet.

Auf der anderen Seite ist da Sean Bean, der als Ewan mehr als einmal seinem Land gedient hat, für das er auch jederzeit sterben würde. Er hat seine Frau bei einem Bombenanschlag verloren und wird nie aufhören, bis alle Fanatiker in England eliminiert worden sind. Er schlägt um seine Ziele zu erreichen mit aller Härte auch bei Frauen zu, immerhin rettet er mit seinen Aktionen zahlreiche Leben und außerdem ist er ja dazu da, das Richtige zu tun. Auf seiner Reise wirkt vor allem seine brutale Herangehensweise oft abstossend und auch er selbst wird manchmal von Zweifeln geplagt, die er jedoch angesichts seiner verfahrenen Situation, immer wieder zu bekämpfen weiß.

Sowohl Abhin Galeya als auch Sean Bean zeigen dabei gekonnt ihre Vielseitigkeit, da verbissene Entschlossenheit und nachdenkliches Zögern sich bei beiden Männern mehrere Male bis hin zum Showdown hin abwechseln. Am Ende kann es dann fast keinen klaren Gewinner geben, dafür sind die Grenzen zwischen gut und böse viel zu undeutlich oder gar nicht vorhanden und die Drahtzieher hinter den beiden Antagonisten, haben sowieso nur ihren eigenen Vorteil vor Augen und sind somit wohl die wahren Übeltäter hier.

Ohne große Effekte oder ein riesiges Budget ist dies also ein ziemlich spannender Thriller geworden, professionell gemacht, intensiv gespielt, mit Gewalt die abschrecken soll, egal von welcher Seite sie ausgeht. Lösungen bekommt man natürlich keine präsentiert, wäre wohl auch ein ziemlich präpotenter Ansatz, dies bei dieser Story zu versuchen. ACHTUNG SPOILER: Für alle Sean Bean Freunde hier die Entwarnung, er darf hier ausnahmsweise mal überleben! SPOILER ENDE

"Cleanskin" bekommt von mir 4/5 zum Überdenken der eigenen Ansichten anregende Empfehlungspunkte
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Eigentlich kaufe ich mir meist BluRays statt DVDs, um auch auf der 3m-Heimkino-Leinwand beste Bildqualität zu haben. Hier ist aber der ganze Film mit einer sehr starken Körnung eine echte Zumutung. Sicher mag diese Körnung die inhaltliche Härte und Brutalität ganz gut transportieren, also ein stilistisches Mittel sein, aber dafür brauche ich keine BluRay.
Die Story selbst ist spannend und sehenswert.
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TOP 500 REZENSENTam 11. März 2014
Eine Ladung Sprengstoff die dem Geheimdienst gehört, wird gestohlen und wenig später bei einem Bombenanschlag in London verwendet. Die Regierungsbeamte McQueen beauftragt darauf hin den Agenten Ewan, die Hintermänner zu finden, koste es was es wolle. Sie erteilt ihm faktisch die Lizenz, wen auch immer zu töten.
Wo die Bond-Filme, so sehr ich sie mag, stets die Integrität des Secret Service und Grossbritanniens feiern, ist Cleanskin ein völlig anderes Kaliber. Er schildert quasi den Fall, dass ein Agent ohne jegliche Rücksprache so hart durchgreifen kann, wie er es für nötig hält, was Ewan hier auch recht schnell brutal, kompromisslos und knallhart tut. Allerdings wirft der Film dabei auch ein recht düsteres, realeres Bild auf nicht ganz gesetzeskonforme Verhaltensweisen des Secret Service, als es ein Bond-Film je tun würde.
Dem Film gelingt dabei auch eine gelungene Gratwanderung. Zum einen verleiht er einem Attentäter ein Gesicht, versucht seinen Backround, sein Umfeld zu zeigen und warum er sich irgendwann entscheidet, Attentäter zu werden. Zum anderen punktet er mit einer perfekten Darstellung von Sean Bean als Agent, der unbeirrbar seinen Weg geht, auf den am Ende aber selbst eine böse Überraschung wartet.
Wer auf eher anspruchsvolle Filme steht, die sich eines realen Themas annehmen und es beleuchten, wie etwa Operation Kingdom mit Jamie Foxx oder Traitor mit Guy Pearce für den ist auch Cleanskin empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Oktober 2012
Nach "Dame, König, As, Spion" von Tomas Alfredsson kommt mit "Cleanskin" ein weiterer guter britscher Vertreter des gleichen Genres.
Dabei ist der Film von Hadi Hajaig mehr Charakterstudie eines Trroristen als Actionfilm und mehr dreckiger Bastard mit 70er Jahre Einschlag als Hollywood Spionage Hochglanzepos der Neuzeit.
Das tut dem Film aber gut, auch Sean Bean ist wieder mal eine sichere Bank. Er wirkt durchweg glaubwürdig und spielt den kaltblütigen Terroristenjäger.
In der Zeit nach dem 11. September hat London Angst wegen einer Terrorzelle, die in der Stadt Anschläge plant.
Zu dieser Zeit ist der desillusionierte Regierungsagent Ewan (Sean Bean) undercover für einen Waffenhändler tätig, doch die Männer geraten in einen perfiden Hinterhalt, Ewan überlebt verletzt.
Und schon gibts auch den neuesten Auftrag seiner Chefin (Charlotte Ramplin). Er soll die Terrorzelle ausfindig machen und die Gesetze soweit beugen wie es geht, die Terroristen ausschalten, dabei möglichst keine Verletzten hinterlassen - denn Tote lassen sich später besser aufräumen.
Als Kollege steht ihm der jüngere Mark (Tom Burke), ein guter Schütze, zur Seite.
Irgendwann werden sie auf den "Cleanskin" treffen, eben diesen potentiellen Attentäter, der unauffällig ist, weil gesellschaftlich integriert und sein Vorhaben auf diese Weise perfekt kaschiert. Ash (Abhin Galeya) ist einer dieser Selbstmordattentäter, der muslimische Brite, der in einer Gewissenskrise von Hassprediger Nabil (Peter Polycarpou) radikalisiert wurde und nun auf seinen Einsatz wartet. Nur noch wenige Tage bis zum Auftrag in Allahs Namen, ein Grund mehr seine ehemalige Freundin Kate (Tuppence Middleton) zu treffen...
Hier haben wir es wirklich mit einem sehr spannenden und authentischen Thriller aus der Welt der Geheimdienste zu tun, der sattes und grimmiges Actionkino vermittelt.
Dem Film gelingt es Erinnerungen an ein Thriller-Kino zu wecken, indem es noch starke Erzählkunst vorrangig war. "Der Schakal" von Fred Zinnemann, aber auch Schlesingers "Marathon Mann" kommen in den Sinn und diese retrohafte Hinwendung zu diesen Klassikern zeigt, dass der Zuschauer das Bombast Kino von Heute im gleichen Genre gar nicht braucht, um begeistert in den Spionagesektor einzutauchen. In leichter B-Movie Manier unterhält das raue, ungeschönte, reale wie dreckige Agenten-Szenario bestens.
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am 26. Oktober 2015
Schauspielerisch durchgehend autentisch...Storyline zu zerfahren...Drehbuch kein Highlight...Dialoge angemessen...Actionszenen können sich sehen lassen...
Fazit: Kein Muss für irgendeine Sammlung!

LG, Stw.
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Ein "Cleanskin" ist ein Terrorist der nie irgendwie aufgefallen ist, quasi eine weiße Weste hat. So wurden in England 2005 Attentäter genannt, wo reale Bombenanschläge stattfanden. "Cleanskin - Bis zum Anfang" strickt ein fiktives, aber gruselig-realistisch anmutendes Szenario. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der englische Islamist Ash (Abhin Galeya) als Handlanger einer Terrorzelle sowie der britische Elitesoldat und Agent Ewan (Sean Bean). Ash tötet reiche Industrielle, inszeniert Bombenattentate, während Ewan von einer undurchsichtigen Politikerin (Charlotte Rampling) auf diesen brisanten Fall mit einem neuen Kollegen angesetzt wird. Er soll unauffällig die Mörder ausschalten. Das Ganze kommt ohne Pathos und Kitsch daher, fast schon nüchtern. Gerade dann wenn man als Zuschauer gut drin ist, trifft Ash seine Ex-Freundin und man bekommt in einem langen Rückblick gezeigt das Ash, eigentlich ein netter Kerl ist, auf der Uni war und Anwalt werden wollte. Er wird langsam in dieses Terroristenumfeld durch einen radikalen Islamgelehrten gezogen, verabscheut aber Morde an Unschuldigen die ein Mitstreiter ohne Probleme erledigt. Von Ewan erfährt man nur, dass eine Frau bei einem Anschlag starb und sonst nichts. Besonders sympathisch wird er nicht dargestellt. Das ist die Standardrolle des einsamen Wolfes und typisch für Bean. Ash wird sympathisch gezeigt, aber der Wechsel zum Mörder und Verblendeten der sich und andere opfern will, nimmt man ihm als Zuschauer nicht ab, da er im Rücklblick sehr heftig auf die abscheulichen Taten seiner Mittäter reagierte. Am Ende ist aber nicht nur Ash ein Gegner für Ewan. Das war abzusehen und ist meiner Meinung nach noch realistischer als die Wandlung von Ewan.
An sich ist "Cleanskin" ein konventioneller Terror-Thriller mit Action die nicht effekthascherisch oder gnadenlos übertrieben wirkt. Das Bild der Blu-ray ist nicht zu beanstanden. Die Extras sind solide und nicht besonders. Um richtig super zu sein, haben mir die Hintergründe von Ewan gefehlt, sowie eine überzeugendere Geschichte bei Ash. Trotzdem ist der Streifen gut und spannend!
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am 27. August 2012
'Cleanskins', so nannte man die vier britischen Islamisten, die am 7.7.2005 Selbstmordattentate auf den Londoner Nahverkehr verübten und dabei 52 Menschen umbrachten. Unbeschriebene Blätter, bislang ohne relevante Verurteilungen, darum unter dem Radar der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden: Die perfekte Waffe, um eine völlig unvorbereitete Gesellschaft aus dem Inneren heraus bis ins Mark zu treffen.

Um ebensolche heimischen, in ihrer 'Normalität' und Unscheinbarkeit perfekt getarnten Terroristen geht es in Hadi Hajaigs Film CLEANSKIN, dessen Handlung im London der Gegenwart angesiedelt ist. Im Zentrum des Geschehens steht der ca. 30-jährige Ash; einstmals ein typischer studentischer Hipster, alkoholtrinkend, smart und liberal, heute ein fanatisierter Muslim mit äußerster Gewaltbereitschaft und dem Ziel, eine explosive 'Botschaft' an unsere Gesellschaft zu senden. Nachdem seine Terrorzelle sich Zugriff auf eine große Menge Sprengstoff verschafft hat, gerät er in den Fokus von Secret-Service-Agent Ewan (gespielt von Sean Bean). Dieser erhält den Auftrag, Ash und seine Mitstreiter im Rahmen einer verdeckten Operation auszuschalten ' und widmet sich diesem Job mit Hingabe, nicht zuletzt aus sehr persönlichen Gründen. Ganz nach dem Motto 'Auge um Auge, Zahn um Zahn'. Und nicht gefeit vor der Blindheit für die Hintergründe und Konsequenzen des Handelns, die mit alttestamentarischer Rachsucht nun einmal einhergeht. Weshalb es lange dauert, bis er die wahren Dimensionen seines Auftrags erkennt und in der Lage ist, Fragen nach Schuld und Schuldigen zu stellen...

CLEANSKIN erfindet das Rad des Polit-Thrillers zwar weiß Gott nicht neu. Aber er weiß, was er tut, ist spannend und temporeich inszeniert und hält den Betrachter durch regelmäßige Action-Höhepunkte und Story-Wendungen zuverlässig bei der Stange. Was ihn allerdings wirklich bemerkens- und empfehlenswert macht ist sein Bemühen um realistische Charaktere, und das heißt: Der Versuch, uns einen Einblick in ihre Motive und Motivationen zu verschaffen; letztendlich sogar, ein Verstehen ihres Handelns zu ermöglichen.

Aus westlicher Sicht ist es dabei natürlich besonders interessant, wie aus einem optimal sozialisierten und integrierten jungen Londoner jemand werden konnte, der von abgrundtiefem Hass auf den 'dekadenten Liberalismus' erfüllt ist. Diese Frage versucht der Film durch viele Rückblenden in Ashs Vergangenheit und (nicht immer subtile) Kommentare im Rahmen seiner Story-Konstruktion zu beantworten. Dabei lässt sich eine gewisse Parteilichkeit nicht leugnen; Sean Beans Figur und ihre Hintergründe werden stellenweise zu sehr vernachlässigt; am Ende verhebt sich CLEANSKIN dann mit seinem Erklärungsansatz auch ein Stück weit und wandelt auf gefährlich dünnem 'Typisch Hollywood'-Eis. Dennoch besitzt er deutlich mehr Tiefe als vergleichbare Filme ' insbesondere solche, die tatsächlich aus Hollywood kommen ', fühlt sich wesentlich echter an und unterhält darum nicht nur sehr gut, sondern schafft es, einen zum Nachdenken über Täter und Opfer, Moralismus und Moral zu bringen. Nebenbei ist er auch noch exzellent gespielt, von allen Beteiligten.

Action, Thrill und Hirn: Eine sehr gelungene Kombination, in diesem Fall zumindest. 7 von 10 Punkten von mir.
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am 14. Januar 2016
Andere haben schon genug über diesen Film geschrieben. Er ist absolut spannend und ernsthaft ohne einen Funken Humor.

Was mich jedoch den Film kurz vor seinem Ende anhalten ließ war der Moment, nachdem der "Held" den Attentäter in letzter Sekunde tötet und damit davon abhält, mit seiner Bombe "Unschuldige" umzubringen. Der Attentäter hatte ja einen Taster in der Hand mit dem er den Stromkreis schließen wollte, um die Detonation auszulösen. Da er erschossen wurde, konnte er den Knopf nicht drücken - die Bombe wurde nicht gezündet. Nun kommt der Schütze auf die glorreiche Idee, den Taster mit einem Messer abzutrennen, damit die Bombe nicht mehr gezündet werden kann. Nur leider würde er in dem Augenblick, wo er mit dem Messer das Kabel durchschneidet beide Drähte elektrisch leitend verbinden und die Bombe damit zur Explosion bringen. Offensichtlich hatte während der gesamten Filmproduktion niemand diesen Fauxpas bemerkt. Auch sonst scheint es niemand bemerkt zu haben. Solltet Ihr mal in solch eine Situation kommen: Erst das eine Kabel durschschneiden, danach das andere !
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TOP 500 REZENSENTam 26. März 2013
MEDIUM (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gutes Bild ohne Schwächen
- TON: gute Abstimmung Dialog/Action, Transparenz gut genutzt, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: making of, Audiokommentar, Programmtipps
- SONSTIGES: FSK 16 uncut

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Es gibt Filme die einen von den ersten Filmsekunden her einnehmen und so fesseln, das man den Blick lange nicht mehr abwenden will. CLEANSKIN gehört dazu, den er beginnt fies und dreckig mit einer Sexszene und im Laufe der ersten Minuten wird eine ungeheure Spannung aufgebaut die der Film auch während der ganzen Laufzeit durchhält. Mit weiter unten geschilderter äußerster Härte wird ein von beiden Seiten politisch motivierter Kampf gezeigt der vor nichts und keinen Methoden halt macht und in ein unglaubliches packendes und stimmiges Finale mündet.

Die Story nur ganz kurz hier skizziert OHNE SPOILER!: London zur Jetztzeit: Es gibt 2 Männer mit dem übereinstimmenden Ziel des Tötens: Ash (Abhin Galeya) ist Terrorist und plant die bekannten Anschläge in London. Undercover Agent Ewan (Sean Bean) kämpft auf der Gegenseite um die Verhinderung der Tat. Charlotte McQueen (Charlotte Rampling) von der Regierung gibt ihm dazu alle Vollmachten, aber der Kampf gegen und für den Terror eskaliert immer mehr……

Sean Bean spielt kalt und voller konsequenter Härte und empfiehlt sich dadurch durchaus für einen der begehrten Filmpreise. Keine Geste oder Blick von ihm ist zu viel. Ein neutrales oder freundliches Gesicht kennt er nicht im Film. Die Atmosphäre des Films erinnert ein wenig an die BOURNE Serie. Jedoch ist der Gewaltanteil deutlich höher und die FSK 16 ist eine faire Einstufung, CLEANSKIN kratzt sogar leicht an einer FSK 18. Es gibt headshots aus nächster Nähe und die Wunden werden den Zuschauer nicht vorenthalten, es gibt menschliche Fackeln und Agent Ewan macht auch nicht vor Folter und Frauen halt. Woher seine Unbarmherzigkeit kommt erfährt man im Film.

Die erfahrene Charlotte Rampling spielt die eiskalte Regierungsvertreterin perfekt und mit all ihrer Routine und gibt Ewan freies Geleit für seine brutalen Methoden mit dem zentralen Satz "Sie sind in dieser Sache mein rechter Arm, mein Gewissen. Räumen sie auf, und zwar gründlich!" Und das tut er wahrlich. Am Ende kann CLEANSKIN sogar noch mit gehörigen Story-Twists aufwarten und es erwartet den Zuschauer eine sehr spannende und rücksichtslose Achterbahnfahrt der Ereignisse..

Die gesuchten Terroristen sind sogenannte „Cleanskins“, d.h. sie sind noch nicht näher polizeilich aufgefallen und ohne Vorstrafen was die Suche nach ihnen nicht einfach macht. Auch wenn der Kampf „Gut gegen Böse“ in einzelnen Passagen leicht klischeehaft rüberkommt, versteht es der Film dennoch die Motive von beiden Seiten aufzuzeigen und die Begriffe Schuld und Unschuld ein wenig zu relativieren. Somit überzeugt CLEANSKIN auf ganzer Linie und kann für Freunde harter politisch unterfütterter (Rache-) Thriller ohne Einschränkung empfohlen werden.

4/5 Klappmessern...äh,....Sternen
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