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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 4. Dezember 2012
So, da muss ich also 41 Jahre alt werden um nahezu alle Fakten über meinen pers. Jugendhelden in Erfahrung zu bringen. Pete ist im rund 550 Seiten umfassenden Buch (über 1.000 waren es ursprünglich) schonungslos auf der Suche nach seinem wahren Ich (Who I am).
Das interessiert sicher nicht jeden in der Tiefe aber Townshendanhänger (in Deutschland immer noch weit verbreitet) wird es faszinieren, auf jeder einzelnen Seite.
Die Kritik hat schon die Messer gewetzt („Zu knapp“, „Zu undetailliert“, „zu ausflüchtig“) aber um zu sehen, was diesen Mann ein Leben lang antrieb u. ihn evtl. sogar zu verstehen, dafür reicht dieser Seelenstriptease evtl. schon.
Townshend kommt als Getriebener, als ewig Suchender, als notorisch Untreuer (blame it on RnR) u. als generell untypischer Rockstar im Buch rüber.
Die Vorfälle aus seiner unglücklichen Kindheit (ein Missbrauch durch einen fremden Mann wird vermutet, kann aber nicht belegt werden) ziehen sich wie ein blutroter Faden durch sein Leben. Wer den Text von „A quick one while he’s away“ von 1966 oder Tommy 1969 damit in Zusammenhang bringt (wie es das Buch tut) wird erschaudern, was alles eigentlich schon 45 Jahre offen auf der Hand lag. Er versucht ständig das Erlebte zu verarbeiten, kann es aber bis heute nicht.
Wer hinter all diesen Erklärungen eine große Ich-wasche-mich-rein Aktion vermutet um das seit 2003 ramponierte öffentliche Image aufzubessern sollte 2 x mal überlegen bevor er dies aussprechen würde.
Aber keine Angst, das Buch ist nicht nur schwerblütig sondern auch voller sagenhafter Erinnerungen an Moon u. Entwistle, die auf dem RnR Weg einfach eine Spur zu dekadent alles mitnahmen was sie zwischen die Finger bekamen. Man lese hierzu seine Beschreibungen zu Woodstock. Pikant!
Daltrey kommt sehr gut weg. Die große Rivalität, die man damals bei ihnen sah, lässt sich nach der Lektüre nicht bestätigen.
Sehr interessant auch seine ursprünglichen Absichten zur Kombination von Rock u. Aggression u. seine theoretischen Ansichten hierzu. Am Ende (ab circa 74) verkamen die Gesten zur Posse.
Unglaublich wie fertig Townshend auch zwischen 70-74 war. Der ständige innere Druck Überdimensionales zu erschaffen, die familiären Verpflichtungen u. seine ständigen Schuldgefühle aus der Kindheit lassen ihn unkontrolliert zur Flasche greifen u. auch sexuell jedes Abenteuer zu Ablenkung u. Flucht dankbar annehmen. Das war vorher m.E. so auch nicht bekannt u. Kritiker könnten ihm diesbezüglich auch pathetisches Selbstmitleid vorwerfen.
Die visionären Erklärungen zu Lifehouse versteht man im Buch heute noch nicht. Nur die Tatsache, dass er mit The Grid das Internet u. die digitale Eroberung 1971 vorwegnahm ist schon mehr als erstaunlich. Vorsicht: Floss wird noch größer!
Das Empfinden, dass Pete seit den Neunzigern aus dem öffentlichen Interesse bzw. der Wahrnehmung verschwunden ist, scheint dieser selbst nicht ganz so zu sehen, da er für sich wichtige Projekte:
• Tommy Musicalaufarbeitung
• Iron Man Musicalverwirklichung
• Lifehouserealisierung
• Floss (seit 2008)
in langen u. eher stillen Prozessen verwirklichen konnte. Der gemeine Whofan bekam das nur als Randnotiz mit.
Besonders emotional empfinde ich die Schilderungen zu seiner Ehe, die trotz größter Bemühungen auf steter Untreue von Pete basierte, der erst im Alter mit Rachel Fuller die künstlerische Muse fand, die ihn scheinbar aus- u. erfüllt. Seine Frau hat angeblich darauf bestanden, bei den Danksagungen zu "Who I am" nicht pers. genannt zu werden.
Bleibt als Fazit ein fesselndes Buch für alle jene, die mal mit dem gemeinen Bild vom „Bocksprüngemachenden Whogitarristen mit der großen Nase u. den überambitionierten Ideen“ aufräumen wollen. Die deutsche Übersetzung ist prima u. lässt sich sehr flüssig lesen. Und bitte nicht bis Weihnachten mit der Anschaffung warten!
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am 18. Januar 2013
Pete Townshend ist der Größte. Seine Autobiografie WHO I AM ist die beste Autobiografie, die ich je gelesen habe. Er stellt sich selbst an den Pranger. Permanent.Augenblicklich.
Er zerstört alle RocknRollKlischees. Er zertrümmert Gitarren und Erwartungen. Er zeigt sich als ängstlicher komplexbeladener Biedermann aus OLD England, der immer Schutz in einer GANG sucht. Er verweigert Werkanalysen und stößt die eingefleischten WHO-Fans vor den Kopf. Er betrügt seine brave Frau nach Strich und Faden, will Keith Moon nacheifern in Sachen Selbstzerstörung, bringts aber nur zum biederen Verlagslektor der 8oerJahre.
Immer wieder schlüpft er aus den ausgelatschten Schuhen, aber dem NostalgieClub WHO bleibt er doch treu, weil Geld spielt in seinem Leben die Hauptrolle.
Für Geld macht er alles, sogar Kunst.
Er ist unberechenbar und weise, rücksichtslos und sozial engagiert. Er ist der größte Komponist des klassischen Rockzeitalters.
Er nutzt die Menschen aus, preßt sie aus, so entsteht die große Kunst.
Er reiht Songs aneinander, die eine Geschichte ergeben-und nennts großspurig Rockoper-und die Leute fressens, samt den Kritikern. So schreibt man Geschichte.
Er kann alle überzeugen, er hat die besseren Argumente, er ist schlau und hinterhältig und trotzdem ein Leben lang das trotzige Kind. Das mißbrauchte Kind?
Er ist eitel und egomanisch und kindisch und kann nicht genugkriegen von seiner Selbstverherrlichung und Selbstfreisprechung.
Man kriegt total genug von diesen aufgeblasenen Rockstars.
Man beginnt sie zu hassen.
Das ist das Positive an diesem Buch.
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am 17. Dezember 2015
Pete Townshend - der führende Kopf einer der führenden Bands der 1970er Jahre (The Who) - erzählt seine Lebensgeschichte. Alle führenden Bands der 70er Jahre komen vor - die Stones, die Beatles und viele andere - es wird aus erster Hand über die Verhältnisse berichtet - Drogen und Backstage Geschichten, sowie die geschäftlichen und finanziellen Probleme einer weltbrühmten Band. Wer in dieser Zeit schon auf der Welt war, ist plötzlich wieder mittendrin. Es ist eine wunderbare Zeitgeschichte aus erster Hand. Viel interessanter und wichtiger ist aber der Lebensbericht von Pete Townshend selbst, der von den Qualen des Schöpferisch-Seins (eines Hochbegabten) und seinem eigenem Werdegang berichtet, von seinem sexuellen Missbrauch in frühester Jugend, von seinem Versuch eine intakte Familie mit Kindern zu haben und von all den Fragen an sich selbst.
Das Buch liest sich überaus spannend, es geht so in die Tiefe, dass es zum Nachdenken anregt. Ich fand es als enorme Bereicherung.
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am 27. Juli 2015
Im Gegensatz zu meiner letzten Musiker-Autobiographie von Neil Young ist diese hier wunderbar schön und flüssig zu lesen. Auch die Inhalte sind so, dass man sie nicht gleich auf der übernächsten Seite wieder vergessen hat. Wer sich entweder für Pete Townshends Leben interessiert, oder für sein Musikwerk, oder für die Bandgeschichte von The Who, oder alles Drei :-), der findet hier eine unterhaltsame und informationsreiche Lektüre.

Eine klare Empfehlung!
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am 13. Februar 2013
Für einmal wird diese Frage beantwortet. Pete Townsend zeigt hier, dass mehr hinter einem Bühnenrowdy stecken kann. Das Buch ist einem sehr bewegenden Stil geschrieben. Sehr differentiert malt er sich selber und sein Umfeld, so dass man reale Einblicke in die Schwierigkeiten und Abgründe der damaligen Zeit als Musiker erfahren darf. Ein bewegtes arbeitsreiches Leben wird hier spannend und kurzweilig dargestellt. Hut ab vor so viel Courrage vor dem Leben und den Mitmenschen.
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am 19. Januar 2013
Habe das Buch zwischen Weihnachten und Neujahr komplett durchgelesen. Eigentlich sollte man sein Leben verfilmen, so spannend und unterhaltsam ist das alles geschrieben. Habe auch die Biografien von anderen Stars gelesen aber dieses Buch ist der Hammer!
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am 27. August 2014
Dies ist für mich eines der wichtigsten kulturellen Zeitdokumente meiner Generation. Pete Townshend war eine der bedeutendsten Figuren der Rockgeschichte und hat die Musikgeschichte der 60er und frühen 70er Jahre entscheidend mit beeinflusst. Was er beschreibt und wie er es tut, bringt Licht in viele bis dahin noch verborgene Geheimnisse hinter den Kulissen der Bühnen und Studios. Er schildert die Stars der Rockgeschichte, wie er sie gesehen hat. Man erlebt die musikalischen Highlights seiner Zeit und seine Rolle, die er darin gespielt hat, sowie die wichtigen Innovationen, die er zur Entwicklung der Musikgeschichte beigesteuert hat. Auch seine ganz private Seite hält er nicht zurück, schildert seine Alkohol- und Drogenprobleme und wie er damit und mit dem Tod vieler guter Freunde leben lernen musste. Er hält auch mit seinen psychischen Schwierigkeiten nicht zurück, die ihn seit seiner verkorksten Jugend verfolgen. Seine Schreibweise ist ausdrucksvoll und einfallsreich, woraus man schließen darf, dass er schon immer eine literarische Seite hatte und sowohl als Lektor wie auch als Privatperson großes Interesse für die großen Schriftsteller seiner Zeit besitzt. Als Familienmensch ebenso wie als Außenseiter und Einzelgänger schildert er seine Person in all ihren Widersprüchen. Es ist schwer dieses Buch aus der Hand zu legen, wen man erst einmal darin vertieft ist. Daher rate ich unbedingt zu diesem Buch!
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am 20. März 2013
Sehr lesenswerte Auto-Biographie. Ich gebe zu, ich habe ihn vielleicht unterschätzt, vor allem die Intelligenz, die hinter so vielen Who-Songs und Alben steckt. Und mir war nicht klar, in welchem Maße er die treibende Kraft der Band war.
Habe mir noch überlegt, ob ich einen Stern abzieghen soll, wegen der nicht immer so ganz sauberen Übersetzung, doch das Buch war so spannend, da gönne ich die volle Punktzahl.
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am 28. April 2014
Vorweg: Ich bin ein großer Townshend und The Who Anhänger, Pete hat mich obendrein auch selbst, als Musiker, stark beeinflusst.
Leider artet seine Biographie in einziges, hastiges Abgrasen von Stationen seines Lebens aus.
Vieles, von dem, was man an anderer Stelle schon gelesen hat, wird von Townshend einfach ausgelassen.
Klar, jeder gewichtet anders, so legt Townshend eventuell weniger Wert auf Ereignisse, die anderen Biographen vielleicht wichtiger erschienen, jedoch wundert man sich, dass er einige Stationen seines Lebens kaum gewichtet oder sie nur am Rande erwähnt werden - ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen.
Ein weiteres Problem ist die stellenweise sehr schlechte Übersetzung ins Deutsche. An einigen Stellen fragt man sich, ob da ein automatisches Übersetzungsprogramm am Werk war, so holprig und unpassend ist die Wortwahl.
Fazit:
Alles in allem, ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
Man sollte nicht zu viel erwarten. Wenige Überraschungen, wenige Details, wenig Kontinuität, aber immerhin ein Blick in Pete Townshends Selbstwahrnehmung - von dieser Warte aus ist es ein interessantes Buch.
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am 31. Dezember 2012
bin natürlich großer townshend fan, sonst hätte ich das buch weder gekauft noch gelesen!
aber ich hätt mir da wirklich viel mehr erwartet.

das buch erstreckt sich über weite teile nur über selbstverliebtes name-dropping.
im prinzip schildert er wie klug seine freunde waren, wie wunderschön seine groupies waren, wie viel koks er mit wem schnupfen und wieviel remy martin er saufen konnte...

was hätte er uns alles über tommy, über lifehouse, über seine bandkollegen (die alle erschreckend wenig beachtung im buch finden!) erzählen können..
stattdessen schreibt pete unermüdlich wen er nicht aller kennt und wie belesen und eloquent seine bekannten sind..

wäre die bio von einem fan geschrieben oder wären es 570 seiten gesammelte interviews hätte ich sicher mehr freude gehabt!

schade!!

für mich war die keith moon - dear boy biographie viel informativer, viel berührender, schlicht viel besser.
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