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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 9. November 2012
Dan Ariely lebt und arbeitet zwar seit einigen Jahren in den Vereinigten Staaten, machte aber seine wichtigsten persönlichen Erfahrungen in Israel. Denn während eines langen Spitalaufenthalts nach einem schweren Unfall vertrieb er sich die Zeit mit dem Beobachten menschlicher Verhaltensweisen. Und inzwischen gehört Dan Ariely zu den weltweit führenden Verhaltensökonomen. Mehr über die biographischen Einflüsse auf seinen beruflichen Werdegang gibt er in seinem ersten Buch „Denken hilft zwar, nützt aber nichts“ bekannt. Dass er darüber im vorliegenden Werk nur noch berichtet, wenn es zu einem der behandelten Themen passt, finde ich gut. Zumal meine einzige Kritik darin besteht, bereits beschriebene Experimente erneut in ein Buch aufzunehmen. Aber immerhin drückte er beim Formulieren nicht einfach die Copy-Paste-Tasten.

Die Bücher von Dan Ariely mag ich, weil er wie der berühmte Abraham Harold Maslow zu den Verhaltensforschern zählt, die bei der Konzeption und beim Setting ihrer Experimente eine faszinierende Kreativität an den Tag legen. Wer also noch nie ein Buch von Dan Ariely gelesen hat und sich für experimentelle Verhaltensökonomik interessiert, wird mit Sicherheit auf Beispiele stoßen, die er noch nicht kannte und die oft mit seinem eigenen Leben zu tun haben. Die Beschreibungen dieser Experimente sind ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Denn wie Dan Ariely vom Beobachten einer Alltagszene zu einer These kommt, die er mittels geeigneter Experimente belegen will, faszinierte mich bereits in seinen ersten beiden Werken.

Bei seiner wissenschaftlichen Arbeit geht Dan Ariely immer davon aus, dass sich Menschen mehrheitlich eher unvernünftig als rational verhalten. Daher stellt er das Simple Model of Rational Crime-Modell gleich zu Beginn dieses Buches auf den Prüfstand. Es geht also diesmal primär um die Frage, warum, wie und wen Menschen betrügen. Und weil Dan Ariely davon ausgeht, dass Selbsttäuschungen zu den häufigsten Lügen gehören, sollten sein Buch auch alle lesen, die mit ihrem moralischen Zeigefinger gerne auf andere weisen.
Obwohl es mich reizte, den Inhalt anhand von Betrügereien und dazugehörenden Selbstrechtfertigungen auf dieser Plattform zusammenzufassen, gebe ich dieser Versuchung nicht nach. Denn wie in Dan Arielys Buch ebenso nachzulesen ist, gehört zur Legitimation betrügerischer Verhaltensweisen auch der dumme Reflex, die Überbringer einer schlechten Nachricht und somit die Beobachter heftig und oft unter der Gürtellinie anzugreifen.

Wenn ich außer der Wiederverwertung alter Beispiele noch etwas an Dan Arielys neustem Buch bemängeln müsste, dann ist es seine geringe Begabung oder Weigerung, verstreutes Wissen und nützliche Ratschläge in wenigen Worten zusammenzufassen. Zwar findet sich auf Seite 284 eine Grafik die Dan Ariely als die Summe seiner Überlegungen sieht, die aber erstaunlich unvollständig ist. Um das Interesse an seinem Buch zu wecken, möchte ich aus dieser Zusammenstellung einige Aspekte herausgreifen.

Die Unehrlichkeit vermindern könnten: Beaufsichtigung, moralische Gedächtnisstützen, Unterschriften, öffentliche Gelöbnisse, schmerzliche Erfahrungen mit Betrug und geeignete Rituale. Zu den Punkten, die Unehrlichkeit vergrößern, gehören: Betrügerisches Umfeld, Anonymität, Interessekonflikte, Rationalisierungen, Kreativität, Erschöpfung, Profit anderer an unserer Unehrlichkeit und Gelegenheiten, in denen wir andere bei betrügerischem Verhalten beobachten können. Geld und die Angst, beim Schummeln und Lügen erwischt zu werden, spielen eine geringere Rolle, als viele vielleicht denken.

Mein Fazit: Flunkern, Tricksen und Lügen ist menschlich und kann ansteckend sein. Aber wer von dieser Krankheit allzu stark befallen ist, muss damit rechnen, auch körperlich krank zu werden. Dan Ariely ist ein Meister des Beobachtens und im Designen empirisch aussagekräftiger Experimente. Ihm bei der Arbeit zuzusehen, macht nicht nur Spaß, sondern könnte auch zu Verhaltensänderungen führen, die der eigenen Psyche gut tun. Denn darin sind sich so ziemlich alle Mediziner einig, je weiter tatsächliches Handeln und Selbstbild auseinanderklaffen, desto grösser die Gefahr, den inneren Frieden und damit das eigene Gleichgewicht zu verlieren. Völlig neu ist die Sichtweise von Dan Ariely nicht. Dafür wartet er mit neuen Beispielen auf.
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TOP 100 REZENSENTam 19. Oktober 2012
Wie werden aus sonst braven Bürgern manchmal kleine Versicherungsbetrüger oder Steuerhinterzieher, fragt sich Dan Ariely in seinem Buch. Das Lösungswort heisst: "Soziale Ansteckung".

Allein wären die meisten wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, die Versicherung oder das Finanzamt um manchmal bloß zweistellige Euro-Beträge zu betrügen. Aber man bekommt natürlich mit, dass es der Nachbar oder der Schwager auch machen. Und dann gibt es ja noch die ganz großen Betrüger, von denen man in der Tagesschau hört, die Zumwinkels dieser Welt. Das alles senkt die Hemmschwelle. Motto: "Warum soll ich der einzige ehrliche Dumme sein?" Gründe, um die Schummelei vor sich selbst zu rechtfertigen, finden sich immer, etwa: "Was machen die paar Euro schon für einen weltweiten Versicherungskonzern" oder "Wenn ich es dem Kunden nicht andrehe, macht es die Konkurrenz."

Zum Glück funktioniert die Soziale Ansteckung auch in die andere Richtung, hat der Autor herausgefunden. Wenn sich nämlich die Erkenntnis durchsetzt, dass der erschwindelte Gewinn das Risiko nicht rechtfertigt, erwischt zu werden. Und dann immer mehr (zwangsweise) ihre Ehrlichkeit wiederentdecken. Bestes Beispiel ist hier die sprunghafte Zunahme von Selbstanzeigen aufgrund von CD`s, auf denen andere Dinge als Musik gespeichert sind... Das Buch zeigt also, es gibt noch Hoffnung - die Menschen werden vielleicht nicht schlechter - aber wohl doch anpassungsfähiger!
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am 6. September 2015
In seinem neuen Buch referiert Ariely über Betrug und Unehrlichkeit. Dabei entwickelt er ein Modell (SMORC) simple model of rational crime, das abgekürzt heissen soll, dass jeder Vebrecher zuerst eine Kosten Nutzen Analyse macht bevor er einen Betrug beginnt. Wenn die Gefahr erwischt zu werden gross ist oder der Gewinn zu klein, lässt man davon ab….

Das Buch ist gut zu lesen und die vielen psychologischen Experimente sind nicht nur für Psychologie Studenten interessant.
Desweiteren gibt er einige Beispiele aus Politik und Wirtschaft, sowie eigene Erlebnisse. Dass viele Zahnärzte Menschen eine teure Behandlung andrehen wollen, die medizinisch kaum sinnvoll ist, dass er selbst einmal eine kosmetische Tätowierung angeboten bekam, die er ablehnte worauf der Arzt sehr unwirsch wurde… Später erfuhr er dass der Arzt noch einen Patienten brauchte um seine Methode zu publizieren… Auch die Bestechung der Ärzte von Pharmavertretern wird angesprochen.

Lustig ist seine Betrugsgeschichte, bei der er sich in den Rollstuhl setzte und obwohl nicht gehbehindert schnelleren Zugang zu einem Flugzeug verschaffte. Später beschwerte er sich auch noch dass die Fluglinie wenig behindertengerecht ausgestattet war… Klarer Fall von Selbsttäuschung.

Zusammenfassend sagt er, daß folgende Kräfte Unehrlichkeit bestimmen: -Fähigkeit zu rationalisieren, Interessenkonflikte, Kreativität, unmoral. Akt., Erschöpfung, andere profilieren, andere werden beobachtet, Beispiele von Unehrl.in der Gesellschaft,
Nicht Wirkend sind: Geldbetrag, Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden.
Vermindern die Unehrl.: Gelöbnis, Unterschrift, Moral.Gedaechtnisstütze, Beaufsichtigung.

Als guten Tipp falls ihnen etwas immer geklaut wird (z.B. aus dem Kühlschrank): Drucken sie ein Bild mit Augen aus und schreiben sie darunter, dass es ihr Eigentum ist ;)
Ansonsten als Kritik zum Buch: Die Experimente sind wohl alle an Unis mit Studenten gemacht worden. Die Ergebnisse könnten bei anderen sozialen Gruppen anders aussehen (Rentner, Arbeiter, A-lose, Sozialhilfeempfänger…). Auch ist die Menge an Testkandidaten sehr gering, oft nur 10-15 Stück, sodass dies statistisch manchmal etwas fragwürdig ist. Einiges im Buch wurde auch schon in anderen Ariely Büchern verwendet.
Trotzdem ein lohnenswerter Kauf. Interessante Versuche, Ergebnisse und Beispiele.
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TOP 500 REZENSENTam 6. September 2014
Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, warum sind Menschen ehrlich oder aber eben nicht.

Hierzu hat der Autor eine Vielzahl von Experimenten durchgeführt mit zum Teil doch recht erstaunlichen und überraschenden Ergebnissen. So ist die große Anzahl der Menschen weder vollständig ehrlich noch vollständig unehrlich.

Sofern man dies verinnerlicht führt dies auch zu recht interessanten Erkenntnissen, weil uns dadurch im Laufe unseres Lebens der größte finanzielle Schaden nicht durch große Betrügereien (z.B. Diebstahl) entstehen sondern durch eine Vielzahl kleinerer Betrügereien (z.B. Taxifahren rechnet etwas zu viel ab).

Den Buchinhalt hätten man zwar sicherlich auch auf etwas komprimierter vermittelt können, aber aufgrund des verständlichen und unterhaltsamen Schreibstils ist dies aus meiner Sicht kein wirklicher Kritikpunkt.

Fazit:
Ein sehr interessantes und spannendes Buch, welches aus meiner Sicht uneingeschränkt lesenswert ist.
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am 30. Mai 2013
Vorsicht vor einem Steinwurf, wenn wir uns über Unehrlichkeit aufregen! Dan Ariely zeigt im vorliegenden Werk, dass wir alle keine Heiligen sind und Moral etwas relatives ist. Mittels kleiner Experimente wird offen gelegt, dass wir alle den Hang zum Schummeln haben und uns dies umso leichter fällt, je besser wir den Schwindel rationalisieren können. Rationalisieren heißt: es steht uns zu, dass wir in Maßen betrügen - natürlich nur für unser Weltbild und nicht als allgemein gültiges Gesetz. So gelingt es uns zu betrügen und uns dennoch in den Spiegel sehen zu können.
Auch wird offenbar, dass eine Sozialisierung, also ein Sich-Näher-Kommen, Gemeinsames zu teilen,ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu haben und im Team zu arbeiten die Bereitschaft zu betrügen erhöht. Diese Aussage bedeutet nun nicht, dass man nur mehr Einzelkämpfer Entscheidungen treffen lassen kann, aber es zeigt dennoch, dass die hochgelobte Teamarbeit auch Gefahren birgt - wo Licht, da ist auch Schatten. Ein Erklärungsansatz, warum Großbetrügerenen wie Enron, WorldCom u.a. Kriminalfälle überhaupt passieren konnten - man war unter sich, Teil des Ganzen und deshalb war es gemessen an den Werten der Involvierten auch in Ordnung, das zu tun, was getan wurde.
Warum nun 2 Sterne Abzug? Wie bereits ein Vorrezenset bemerkte, handelt es sich großteils um ein Recycling von bereits erschienen Werken von Dan Ariely. Diese Art von "Sammelbänden" ist für mich in Ordnung - allerdings nur dann, wenn dies auch im Vorwort oder woanders im Buch prominent angemerkt wird; ansonsten hat es für mich eine Wirkung wie eine Mogelpackung: alter Wein in neuen Schläuchen - diesen Hinweis vermisse ich.
Ein weiterer Punkt: es werden zwei Experimente im Buch erklärt und weiter hinten werden sie wiederholt mit der üblichen Frage bei Experimenten: was glauben Sie ist dabei herausbekommen? Da hat das Lektorat wohl etwas geschlafen. Zu Beginn wird das Experiment mit Lösung erklärt und einige Seiten später wird das gleiche Experiment nochmals abgefragt. Das wirkt auf den Leser schlichtweg etwas schlampig.
Weiters sind manche Experimente wohl nicht als besonders wissenschaftlich zu bezeichnen, da der Stichprobenumfang zu wünschen übrig läßt. Das wird zwar implizit (!) vom Autor eingestanden, ist aber dennoch ein Mangel.

Gute Sammlung, erstaunende Erkenntnisse, aber grundsätzlich nicht Neues von Dan Ariely.
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am 11. Januar 2016
Dieses Buch müsste zur Pflichtlektüre gehören. Einfach super. Guter Tip auf Seite 162 den man beachten soll. Wir sollten unser Augenmerk auf die ersten Anzeichen unehrlichen Verhaltens richten und alles tun, um sie schon im Keim zu ersticken.
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am 12. August 2015
Unerklärlich ehrlich
-Warum wir weniger lügen, als wir eigentlich könnten

Von:
Dan Ariely

Titel: Unerklärlich ehrlich
-Warum wir weniger lügen, als wir eigentlich könnten
Autor: Dan Ariely
VÖ: August 2015
Einband: kartoniert/broschiert
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Seitenzahl: 318
Sprache: Deutsch
Genre: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Übersetzer/in: Maria Zybak, Gabriele Gockel
ISBN-10: 978-3-4263-0062-6

Der Autor Dan Ariely, geboren 1968, studierte Psychologie und Betriebswirtschaft. Ab 1998 war er Professor für Verhaltensökonomik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und leitete dort u.a. die Forschungsgruppe eRationality. Seit 2008 lehrt er an der renommierten Duke University. Er ist Gründer und Direktor des Center for Advanced Hindsight.

Der Autor Dan Ariely ist Psychologe und arbeitete lange Jahre als Psychotherapeute, Seminarleiter und Coach.

Das Thema rund ums Lügen wird ja immer als sehr seltsam angesehen. Doch ist es leider oftmals unablässig, hin und wieder eine kleine Notlüge oder aber auch eine Handfeste Lüge im Allgemeinen aufzutischen. Ganz gleich weshalb, oftmals tun wird dies um die Gefühle anderer nicht zu verletzen.

Doch was genau spielt sich in uns? In unserem Denken ab, wenn wir Lügen?
Dies erklärt der Autor Dan Ariely auf außergewöhnlich gut verständliche Weise.

Das gute Lügen eine intellektuelle und emotionale Höchstleistung ist und zudem ein notwendiger Bestandteil unseres sozialen Miteinanders, wird hier anhand sehr guter Darstellungen und Erklärungen aufgezeigt!

Ein sehr gut gelungener Ratgeber, der vieles sehr gut Erklärt, was man sich oft Frägt aber einfach nicht darauf kommen kann.

Rezension von: Das Schreibstübchen
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am 7. Januar 2013
Wie bereits das andere Buch von Herrn Ariely ("Denken hilft zwar, nützt aber nichts") ist auch dieses Buch sehr unterhaltsam geschrieben, vor allem aber aufschlussreich, was das menschliche Verhalten angeht. Natürlich gibt es einige Dinge, die man auch aus seinem früheren Werk kennt, aber das Lesen lohnt sich trotzdem :)
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am 10. Februar 2014
Das Buch zeigt die Realität und die fängt nicht bei den Anderen an, sondern auch bei den Lesern selbst. Auch wenn einiges bekannt ist, erschreckt einem doch das Ausmaß. Es kann sogar Leben kosten! Jedem nur zu empfehlen es zu lesen.
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