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Kundenrezensionen

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am 23. Juli 2012
Dieses wunderbare kleine Buch sollten nicht nur diejenigen lesen, die sich gerade in einer "Kränkungskrise" befinden. Es lohnt sich schon, beim "Blick ins Buch" das Inhaltsverzeichnis zu lesen. Was die Autorin hier auf nur etwas mehr als 100 Seiten in kurzen, prägnanten Kapiteln präsentiert, ist wie ein Spiegel, in dem sich jeder von uns ganz individuell erkennen wird, wenn er bereit ist, es zuzulassen. Denn wir alle kennen diese emotional schmerzlichen Gefühle, die uns in gewissen Situationen gefangen nehmen und oft qualvoll nachwirken, ohne uns dessen bewußt zu sein, daß die eigentlichen Ursachen für den empfundenen Schmerz tief in uns selbst liegen und nun mit dem "äußeren" Ereignis in Resonanz kommen. Jemand berührt gewissermaßen eine alte seelische Wunde, einen uns nicht bewußten Glaubenssatz und damit verbundenes Verhaltensmuster, verdrängte und nicht gelebte Sehnsüchte, Wünsche, Bedürfnisse... Niemand wird nach dem Lesen und "Sich einlassen" auf dieses Büchlein sagen können, daß er sich nicht "berührt" fühlt - vorausgesetzt, er hat den Mut, die Anregungen der Autorin aufzugreifen und tatsächlich in sich hineinzuspüren, wo man selbst so verletzlich ist, wo man selbst "gekränkt" reagiert und was da in der Tiefe ist, das diesen Schmerz empfindet... Das kann sehr heilsam sein und ist nicht nur die beste Vorsorge, um künftige Situationen dieser Art nicht mehr als verletzend, "kränkend" zu empfinden, sondern bringt uns voran auf dem Weg unserer Selbsterkenntnis.
Dieses nunmehr dritte Buch von Bärbel Wardetzki zu dieser, uns mehr oder weniger alle betreffenden Thematik, ist aus unserer Sicht nicht nur wegen der Kürze und Klarheit, sondern besonders wegen der für jeden Leser sofort spürbaren Lebensnähe ein wirklich großartiges Buch der "Lebenshilfe" und der Selbsterkenntnis für alle, die wirklich daran interessiert sind, mehr über "Sich Selbst"
zu erfahren und sein Leben selbst-bewußter zu gestalten.

Wir sind ebenfalls therapeutisch tätig, und wer unsere anderen Beiträge kennt, der weiß, daß wir für eine sehr breite Vielfalt therapeutischer Ansätze, Methoden und Sichtweisen offen sind und daß wir überwiegend nur solche Titel rezensieren, die wir für besonders wertvoll halten.
Dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu !

Regina und Peter
11 Kommentar| 53 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2012
Eine schwierige Aufforderung zu einem sensiblen Thema ist es, welche die Diplom-Psychologin Bärbel Wardetzki dem Leser mit dem Titel des Buches nahelegt.

Kränkungen sind zum einen durchaus an der Tagesordnung und das zum anderen in einem Klima unter Menschen, von denen viele sehr nach äußerer Anerkennung und „Gemocht werden“ geradezu streben und daher hoch sensibel auf alles reagieren, was den eigenen Selbstwert in Frage stellen könnte. Konflikte und Streit sind ein verbreitetes Alltagserleben Kränkungen wirken lange nach und sind der Boden für oft harte Auseinandersetzungen.

In Ihrem schmalen Band gelingt es Wadetzki natürlich nicht mit einem Fingerschnipsen, für dauerhafte Abhilfe zu sorgen. Dennoch aber lohnt die aufmerksame Lektüre durchaus. Allein schon deshalb, weil Wardetzki sich sehr verständlich ausdrückt und einprägsam verdeutlicht, was eine Kränkung ist, wie solche Prozesse funktionieren und ihre schmerzliche Wirkung entfalten. Ein Verstehen entsteht, welches eine gute Voraussetzung für einen möglichen anderen, konstruktiveren Umgang mit erlebten und erteilten Kränkungen verschaffen kann.

Oft nämlich es so, dass aktuelle Kränkungen gar nicht die eigentliche Wurzel des Übels sind, der oder die andere mehr oder minder nur Symptome sind, die eine alte Wunde neu aufreißen und deshalb uns so sehr (oft unverhältnismäßig) in Wallung versetzen. Was genau kränkt uns? Welche alten Wunden werden da berührt und was können wir tun, um uns zu schützen? Das sind die Kernfragen, denen Wardetzki ruhig, sachlich, präzise und knapp nachgeht.

Und dabei den Leser einlädt, ihr auf dem Weg der Erkenntnisse über Kränkungen zu folgen. Wobei immer wieder wichtig im Raume steht:
„Die Kränkung trifft den wunden Punkt“.
Eben einen Punkt, der bereits vor der Kränkung existiert, der nur neu entfacht und schmerzlich „wieder“ spürbar wird. Oder, mit den Worten Wadetzkis: „Kränkungsleichen leben länger“.

Allein das Wissen, dass nicht das konkrete Gegenüber und die konkrete Äußerung die „eigentliche“ Kränkung sind, sondern Altes neu wund wird, hilft zur vermehrten Gelassenheit der aktuellen Situation gegenüber. Es ist wichtig, nicht „lieber wütend zu sein als zu spüren, wie weh es tut“. Nicht nach Außen wegdrücken ist das Gebot beim Erleben von Kränkungen, sondern der klare Blick auf sich selbst und den anderen nur als Katalysator zu betrachten.

Klar in der Form mit immer wieder übersichtlichen Zusammenfassungen und treffenden Beispielen gelingt es Wardetzki, den Vorgang der Kränkungen zu verdeutlichen, den Hintergrund der Kränkungen in der Biographie des Gekränkten, aber auch des Kränkenden als eigentliche „Arbeitsaufgabe“ zu benennen und auf dieser Basis Tipps für eine größere Gelassenheit zu geben, die funktionieren können.

Allerdings nicht als „Eigenwirksamkeit“ des Buches. Hier ist vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst nötig und auch die Bereitschaft, das eigene, doch ganz bequeme Muster von Abwertung, Wut, Rache und Kampf gegenüber „dem anderen“ zu verlassen. Hilfreich wäre dies durchaus, wie man dem Buch einsichtig entnehmen kann in einer immer leichter erregbareren Welt eines mehr und mehr insulären Lebens.
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am 2. Januar 2015
Allein wegen des Titels muss ich dem Buch leider einen Punkt abziehen: "Der gelassene Umgang mit Kränkungen" suggeriert - wie auch viele andere Selbsthilfebücher - dass durch Lesen / Durcharbeiten eines Buches sich ein möglicherweise tiefgreifendes,auf emotionalen Wunden basierendes Problem lösen ließe. Aus meiner Erfahrung ist eine völlige Gelassenheit im Umgang mit Kränkungen zumindest nach der Lekrüre dieses und ähnlicher Bücher nicht möglich. Somit handelt es sich für mich um einen Etikettenschwindel, der unseriös wirkt.

Anderen mag durch dieses Buch geholfen worden sein, ich fand es interessant, mir haben jedoch andere Dinge mehr geholfen. Dazu gehört auch der mitfühlendere Umgang mit sich selber, was dazu führen kann, dass man erstmal zu seiner Kränkbarkeit steht und sie damit gleich um einiges erträglicher wird. Dazu gehört wohl auch, dass man an die Versprechungen der Selbsthilfebücher nicht mehr so ohne weiteres glaubt.
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am 27. Mai 2013
Dieses Buch kaufte ich per Kindle aufgrund der positiven Rezensionen. Leider kann ich trotz sofortigen kompletten Durchlesens das Buch nicht empfehlen. Es ist einfach nicht tiefgründig genug. Nicht wirklich schlecht, aber doch nur eine Zusammenfassung der Probleme, die einen nicht wirklich weiter bringt. Der Aufbau des Buches ist grundsätzlich gut; so stehen nach jedem Kapitel kurze Zusammenfassungen des Kapitels, damit man sich den Inhalt besser einprägen soll, gewissermaßen "Lehrsätze". Oftmals enthält aber das eben gelesene Kapitel inhaltlich nicht mehr als die dann folgende Zusammenfassung. Man kommt sich ein bißchen "doof" vor, da einem Binsenwahrheiten als Erkenntnis verkauft werden... oder anders gesagt: Die Autorin scheint mir hier schlciht Geld zu machen. Der Inhalt des Buches könnte auch an einem gehobenen Stammtisch entwickelt werden. Und das reicht einfach nicht für ein Ratgeberbuch.
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am 11. März 2013
Da die Zeiten der Selbstverantwortlichkeit angebrochen sind, gehört es zur Persönlichkeitsbildung, dass man sich selbst reflektiert und schult, um mit sich selbst einen besseren Umgang zu finden und daraus resultierend auch mit anderen. Der Inhalt ist ein Geschenk.
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am 9. August 2013
Das Buch von Frau Wardetzki ist meiner Meinung nach völlig oberflächlich und ohne jegliches Mitgefühl geschrieben.
Es wirft den Leser ausschließlich und völlig auf sich zurück, ohne jemals Lösungsmöglichkeiten anzubieten, die nicht in der Person selbst liegen, sondern z. B. in Kommunikation mit dem "Kränkenden".
Tenor ist, man möge doch nicht so empfindsam sein und sich nicht so anstellen und Probleme mit Kränkungen liegen ausschließlich in der gestörten Psyche desjenigen, der sich gekränkt fühlt. Wirkliche Lösungsmöglichkeiten werden nicht aufgezeigt, es wird in keiner Weise auf verschiedene Persönlichkeitskonstellationen oder Charaktereigenschaften eingegangen, sondern sie alle werden über einen Kamm geschoren - kein Wort darüber, wie man mit Menschen umgeht, die z. B. ganz bewusst kränken, um ihre Ziele zu erreichen und wie man sich wehren kann oder Ähnliches.
Auch der sehr bescheidene Umfang des Büchleins lässt schon von sich aus keine tiefergehende Analyse oder Hilfestellung zu.
Noch dazu ist es so, dass in der Kindle-Edition die heller gedruckten Hinweise und Zusammenfassungen so hell sind, dass man sie nicht mehr wirklich lesen kann.
Eigentlich würde es schon genügen, nur den Buchtitel zu lesen, denn viel mehr hat dieses Büchlein wirklich nicht zu bieten.
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am 17. Februar 2013
Egal, was man sagt, mein Mann fühlt sich ewig auf den Schlips getreten. Mir hat es gereicht mit der Übersensibilität. War ein schönes Weihnachtsgeschenk.
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Jeder hat es sicher schon selbst erlebt: mit unseren Worten können wir andere treffen, ohne dies zu wollen oder gar zu bemerken. Die Folgen sind auf jeden Fall recht unangenehm - der andere wendet sich oft trotzig ab und sinnt auf Revanche. Schlimme Gewalttaten oder gar Kriege sind aus solchen Kränkungsgefühlen schon entstanden.

Die Autorin stellt daher im Buch die Frage, wie man Kränkungen beim anderen erkennt und korrigiert, und was man vor allem selbst tun kann, dass nicht jedes falsche, oder auch nur falsch verstandene Wort das Selbstwertgefühl in Schieflage bringt. Denn wie stark wir etwas als Kränkung erleben und wie stark wir uns verletzt fühlen, hängt von uns selbst ab. Oft berührt der andere nur einen wunden Punkt, ohne es zu ahnen. Dann ist es vor allem wichtig, dem anderen dies einzugestehen - und zunächst erstmal natürlich sich selbst. Je mehr wir wissen, was uns kränkt und verletzt, desto mehr können wir daran arbeiten, alte Wunden zu schließen und so möglichen Kränkungen keine Angriffsfläche mehr zu bieten.

Und für den, der jemand anderen unabsichtlich gekränkt hat, und dies so schnell wie möglich wieder gut machen will, hat die Autorin auch eine Geheimwaffe bereit, die jederzeit eingesetzt werden kann: den Humor. Wie schnell kann man eine angespannte Situation entschärfen, wenn man im richtigen Moment ein paar befreiende Worte findet!
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am 14. August 2012
Schon in vielen früheren Büchern hat sich die Psychotherapeutin Bärbel Wardetzki mit dem Thema der Kränkungen befasst. Hier nun legt sie in einem kleinen, nur etwa 110 Seiten umfassenden Ratgeber eine Schrift vor, die den „gelassene(n) Umgang mit Kränkungen“ lehren und in selbstkritischer persönlicher Arbeit einüben lassen will.

In drei Kapiteln beschreibt sie

• den Teufelskreis des Gekränktseins
• was geschieht, wenn wir gekränkt sind
• was geschieht, wenn wir andere kränken

Auf jeder etwa zweiten oder dritten Seite fasst sie mit Merksätzen zusammen und lädt mit weiterführenden Fragen zur teilweise schmerzhaften inneren Arbeit ein. Immer wieder geht es darum, was dem Einzelnen hilft, aus dem Teufelskreis von Kränkung und Verbitterung herauszukommen und endlich eine neue, vorher unbekannte Lebensqualität und Freude zu spüren. Denn, so sagt sie an einer Stelle:
„Ein versöhnlicher Blick auf die anderen stimmt auch den Blick auf sich selbst versöhnlich“.

Dies zu erreichen und zu lernen helfen die am Ende des Buches aufgelisteten Schritte über einen gelassenen Umgang mit Kränkungen. Einen Test am Ende des Buches, mit dem herausfindet, welcher Kränkungstyp man ist, sollte man vielleicht machen, bevor man das hilfreiche und überaus verständliche und instruktive Buch zu lesen beginnt.
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Die Diplompsychologin Dr. Bärbel Wardetzki zeigt in diesem Buch, dass es durchaus möglich ist, gelassen mit Kränkungen umzugehen. Gleich zu Beginn weist die Autorin darauf hin, dass man zwischen Kränkungsreaktion und Kränkungshandlung, bzw. zwischen erlittener und erteilter Kränkung differenzieren muss.

Kränkungsreaktionen erleben Menschen dann, wenn sie sich zurückgewiesen, abgelehnt, ausgeschlossen und verachtet fühlen.

Unter der Kränkungshandlung oder dem Kränkungsereignis versteht man hingegen die erteilte Kränkung, also das, wodurch sich andere verletzt fühlen. Man muss sich bewusst machen, dass eine Kränkung im Sinne einer Kränkungshandlung nichts Objektives ist.

Ob man etwas als Kränkung erlebt, ist abhängig davon, ob man sich verletzt oder entwertet fühlt durch eine Kränkungshandlung. Verhindern kann man eine Kränkungsreaktion dadurch, dass man eine Äußerung eines anderen nicht auf sich bezieht, auch wenn diese auf die Entwertung unserer Person abzielt. Man ist Kränkungen keineswegs hilflos ausgeliefert, wie die Psychologin sehr gut verdeutlicht.

Der springende Punkt am Kränkungskonflikt ist der Angriff auf die Schwächung des Selbstwertgefühls. Das muss man sich bewusst machen. Kränkungen schwächen das Selbstwertgefühl und sind mit Selbstzweifeln sowie der Verunsicherung unserer Person und unseres Identitätsgefühls verbunden. Die Schwächung beruht auf dem Gefühl benachteiligt und weniger wert zu sein und damit letztlich weniger geliebt zu werden, (vgl.: S.20).

Menschen mit stabilem Selbstwertgefühl reagiert nicht so rasch gekränkt wie ein Mensch mit minderem Selbstwertgefühl. Dennoch muss uns klar sein, dass jeder Mensch kränkbar ist, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Dr. Wardetzki erläutert u.a. die Schritte, wie Kränkungen ablaufen. Dabei wird verdeutlicht, dass Reaktionen in der Kränkung Rache, Gewalt gegen sich und andere und auch Beziehungsabbruch bedeuten können.Sofern Kränkungserlebnisse unbearbeitet bleiben, können sie zu psychosomatischen Krankheiten führen. Wenn erlittene Kränkungen nicht verheilt sind, können sie aufgrund neuer Verletzungen ähnlichen Inhalts aktiviert werden. Die Reaktion bei erneuter Kränkung wird dann weitaus heftiger ausfallen und für Dritte kaum nachvollziehbar sein.

Man muss sich bewusst darüber werden, welcher wunde Punkt bei einer Kränkung berührt wird, auch dass man mittels Wut, Vorwürfen und Anklagen das eigene Problem nicht lösen kann. Fühlt man sich gekränkt, sollte man einen Tag verstreichen lassen, bevor man reagiert. Fragen stellen ist angesagt und nicht Rache üben.

Selbstunsichere Menschen sind offenbar leichter kränkbar. Sie fühlen sich pausenlos schuldig, auch dann, wenn sie es nicht sind. Die Autorin zeigt, wie man eine solche Haltung überwindet. Hier sollte man sich besonders bewusst machen, dass ein versöhnlicher Blick auf die anderen uns auch versöhnlicher stimmt.

Chronische gekränkte Menschen verhindern leider konstruktive Konfliktlösungen. Damit machen sie nicht nur anderen, sondern auch sich selbst das Leben schwer. Wichtig ist, damit aufzuhören anderen die Schuld zuzuschreiben, denn dies führt zu gegenseitigen Kränkungen, die Konflikte zementieren. Stattdessen sollte man sich darüber klar werden, dass der äußere Konflikt auf einen ungelösten inneren Konflikt verweist.

Nicht wenige Konflikte in Beziehungen entstehen durch Nähe- Distanzprobleme, dem Wunsch nach Nähe und der Angst vor Abhängigkeit, dem Wunsch nach Autonomie und der Angst vor dem Verlassen werden. Zurückweisungen durch geliebte Menschen treffen uns dabei besonders heftig.

Wissen sollte man, dass Suchtkrankheiten nicht selten vor dem Hintergrund früher Kränkungserlebnisse entstehen. Zugrunde liegt der Versuch, sich mit Süchten aus der Realität zu stehlen, weil das die Illusion vermittelt, vor neuen Krankheiten gefeit zu sein. Klar muss sein, dass Sucht keine Lösung, sondern eine Krankheit darstellt.

Die Psychologin verdeutlicht nicht nur, was geschieht, wenn man gekränkt ist, sondern auch, wenn wir andere kränken. Hier zeigt sie, was hilft, mit dem gekränkten Menschen wieder ins Reine zu kommen. Dr. Wardetzki weist nicht zuletzt auf Kränkungsfallen hin und wie diese zu vermeiden sind. Auch macht sie deutlich, wie man mit Mimosen umgeht. Man muss sich darüber klar werden, dass Gekränktheit auch ein Machtmittel darstellen kann, mit dem wir seitens eines Gekränkten subtil manipuliert werden sollen. Möglicherweise macht man aus Angst vor Konfrontation das Spiel sehr lange mit.

Unzufriedene, verbitterte Menschen kränken andere häufiger als zufriedene. Bei den Kränkungen kann es sich um Ironie, Witze, aber auch um offene Entwertungen handeln. Motive können Neid, Eifersucht, Unzufriedenheit, Minderwertigkeitsgefühle, Überheblichkeit, Angst etc. sein. Kränkende Menschen verursachen zumeist eine ungute Stimmung, die die Beziehungen beeinträchtigen. Durch deren Verhalten werden Ja-Sager, Anpasser oder Ablehner produziert. Ehrliche Kommunikation kann nicht zustande kommen, weil immer wieder Streit droht und Menschen sich wegen drohender Verletzungen zurückziehen.

Wenn über Probleme nicht offen geredet werden kann, so die Psychologin, leiden die Beziehungen erheblich oder zerbrechen. Die Autorin bringt dem Leser nahe, wie man sich am besten gegenüber uns kränkenden Menschen verhält. Man muss vorsichtig sein im Hinblick auf Menschen, die ein minderes Selbstbewusstsein haben, denn es besteht die Gefahr, dass man sie kränkt, ohne es zu wollen, einfach nur deshalb, weil man selbstbewusster oder erfolgreicher erscheint.

Gekränkte reagieren mitunter auch passiv-aggressiv. Dabei erfüllt sie die Vorstellung andere müssen ebenso leiden, wie sie mit Genugtuung. In der Rache verletzen sie andere dann so, wie sie sich selbst verletzt fühlen. Um Versöhnung herbeizuführen, hilft Verständnis am meisten.

Dr. Wardetzki zeigt auf den letzten Seiten, wie man gelassener mit Kränkungen umgeht und hier auch wie man Kränkungsleichen birgt. Zum Schluss dann hat man Gelegenheit an einem Test teilzunehmen. Hier erfährt man, welcher Kränkungstyp man ist.

Dieses Buch empfehle jedem, der an einem positiveren Miteinander interessiert ist.
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