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am 24. Oktober 2016
Insgesamt ein sehr lesenswertes und spannend geschriebenes Buch mit interessanten Fallbeispielen.
Über den Inhalt und positive Punkte wurde in anderen Rezensionen schon ausführlich geschrieben,
ich werde mich deshalb auf die Punkte beschränken, die mich an dem Buch gestört haben:

Während der Autor mit dem extremen Libertarismus (Keine Einschränkung der Freiheit, selbst wenn das zu Massenelend führt) oder Kants Ethik (Die Würde eines Einzelnen zählt gleich viel wie die Würde von Milliarden Menschen, Lügen nicht mal dann erlaubt um einen Mord zu verhindern) sehr milde umgeht, zieht sich durch das ganze Buch eine Herabwürdigung des Utilitarismus.
Sandel bezieht sich dabei auf einen sehr simplen Utilitarismus, die anspruchsvollere Ausarbeitung durch John Stuart Mill tut er als nicht mehr utilitaristisch ab – was ich nicht nachvollziehen kann.
Da kommen dann Beispiele wie Christen die den Löwen vorgeworfen werden und die Zuseher glücklich machen oder Mehrheiten, die glücklich sind eine Minderheit zu unterdrücken.
Wenn man die Zeit als wichtige Komponente berücksichtigt und annimmt, dass menschliche Vorlieben und Ansichten nicht unveränderlich sind, ist es selbstverständlich aus utilitaristischer Sicht besser, wenn sich die Zuseher stattdessen an Wagenrennen ergötzen und die Mehrheit lernt ohne negative Gefühle religiöse Minderheiten zu tolerieren.

Ein weiterer Punkt ist die persönliche Ethik des Autors im letzten Kapitel. Diese Ethik führt Sandel wieder auf subjektive Werte und Gefühle zurück, was einen völliger Rückschritt darstellt und im völligen Widerspruch zu den Versuchen der vorangegangenen Kapitel einer Objektivierung der Ethik steht.

Leider typisch für Philosophen hat auch Sandel leider keine Ahnung von Naturwissenschaft, sonst müsste ihm klar sein, das altruistisches Verhalten in der eigenen Familie oder Solidarität innerhalb einer Gruppe aber nicht außerhalb (z.B. Patriotismus) ein Produkt der Evolution sind und nicht als Grundlage der Ethik dienen können.
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am 5. Mai 2018
Tolle Beispiele, die das lesen einer philosophischen Lektüre vereinfachen. Sehr interessant und viele verschiedene Sichtweisen werden aufgezeigt. Empfiehlt sich für alle die sich Gedanken über die Welt machen wollen
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am 17. September 2017
Wer einen guten Überblick über die wichtigsten philosophischen Denkströme kurz zusammengefasst und mit modernen Beispielen toll aufbereitet erhalten will, für den ist dieses Buch richtig. Eines der besten Bücher dieses Planeten!
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am 31. Juli 2016
Philosophie muss nicht nur das Studium der Geschichte der Philosophie sein.
Die Konstrukte großer Denker lassen sich auch anwenden um aktuelle Themen zu beurteilen.

Man sollte natürlich bereit sein den eigenen Standpunkt zu überdenken, doch Michael J. Sandel macht es einem leicht eigene Denkmuster und moralische Reflexe zu überdenken.

Eine Empfehlung für jeden, der gern über den Tellerrand hinaussehen möchte.
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am 28. Juni 2016
Ich habe das Buch nachdem ich es selber gelesen habe meiner Oma geschenkt. Ich studiere Politische Philosophie und dieses Buch ist der perfekte Einblick auch für Laien, was ich so den ganzen Tag treibe. Top!
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am 17. März 2017
Dieses Buch ist wunderbar um die Theorien der Ethik zu lernen. Es ist sehr gut geschrieben. Das Buch beinhaltet viele Fallbeispiele, bei denen man in sich gehen muss um nachzudenken. Ich kann es jedem weiter empfehlen.
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am 3. März 2013
Höchstens legal, aber moralisch sehr fragwürdig! Sandel verdeutlicht, was wir bedenken müssen, wenn wir unfairen Preiswucher, z.B. in einer tsunamigeschädigten Region, verhindern wollen: Gesetze dagegen fördern zwar das Gemeinwohl und auch moralisch integres Verhalten. Doch sie schränken auch die menschliche Freiheit ein. Denn generell gesehen, dienen auch freie Märkte dem Gemeinwohl.

Der umgekehrte Fall, dass etwas moralisch akzeptabel, aber gesetzeswidrig ist, liegt z.B. im einvernehmlichen Kannibalismus unter Erwachsenen vor. Aus Sicht des moralischen Libertarianismus, nach dem wir Eigentümer unserer Körper sind und damit verfahren dürfen, wie wir wollen, wäre ein Kannibalismus-Verbot genauso ungerecht wie die Besteuerung Reicher, um den Armen zu helfen. Beides schränkt die Freiheit ein. Gleichwohl sprechen die meisten Gesetzgeber hier ein Verbot aus, weil sie darin einen Verstoß gegen die Menschenwürde sehen.

Sandels Diskussion vielfältiger Beispiele aus allen möglichen Bereichen der Lebenswelt will uns die Aktualität moralphilosophischer Fragestellungen vor Augen führen, ohne den Leser in irgendeiner Weise zu bevormunden.

So bezieht er Aristoteles‘ Theorie, Gerechtigkeit am Zweck einer Praxis zu bemessen, auf den Fall einer erfolgreichen Cheerleaderin, die wegen Kinderlähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist. Am Ende der Saison wird sie aus dem Kader geworfen, mit dem Argument, sie müsse zu ihrer Qualifizierung ein straffes Gymnastikprogramm absolvieren. Stellt diese Forderung eine Diskriminierung dar, oder ist Bodenturnen notwendiger Bestandteil der guten Leistung einer Cheerleaderin? Wie ist der Zweck dieser gesellschaftlichen Institution definiert? Die Beantwortung dieser Frage wiederum hängt davon ab, welche Werte, Verhaltensweisen und Fähigkeiten wir fördern und würdigen wollen.

Sandel selber ist der Ansicht, dass weder eine moralische noch eine politische Theorie ohne einen minimalen Begriff vom guten Leben auskommt. Als Argument dafür bezieht er sich auf den Narrativismus, den Alasdair MacIntyre in seinem Buch „Verlust der Tugend“ so erläutert hat: „Menschen sind Geschichtenerzähler, und unser Leben bekommt erst durch Geschichten einen Sinn“ (302).

Ich teile diese Position nicht, sondern glaube, dass auch eine universale Prinzipienmoral auf Alltagsprobleme anwendbar ist, ohne eine bestimmte Lebensform vor anderen auszuzeichnen. Dennoch: Sandel liefert philosophisches „Kino“ auf hohem Niveau. Daher ist die Lektüre seines neues Buches gerade für junge Leute, auch Schüler, ein großer Gewinn.

Dr. Ulrich Müller (Berlin)
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am 28. Juli 2013
Ausgezeichneter Abriss in die verschiedenen philosophischen Richtungen Einblick zu bekommen. Regt zum Nachdenken, Weiterdenken und Vordenken an. Manchmal einwenig zu sehr aus der amerikanischen Brille betrachtet. Leicht lesbar und verständlich.
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am 8. Juni 2013
Der Autor erörtert wesentliche Fragen, und er tut dies in einer verständlichen und gleichzeitig brillanten Form. Ein eindrückliches Werk, das in den oberen Klassen des Gymnasiums gelesen werden sollte.
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am 20. Mai 2013
Wertvolle Darlegung der komplexen politischen Entscheidungsfindung. Die nun auch wieder durch die Demokraten (linksorientierter Flügel) neu angestrebte Definition des allgemeingültigen moralisch Guten ('Aristoteles-Ansatz' / Obama), könnte massgeblich dazu beitragen, der einseitig kapitalistischen Wertedefinition des Menschen zu entfliehen. Sandel liefert alle wichtigen Argumente, um diesen Prozess zu stützen und zu fördern.

Sandel ist erstaunlich aufrichtig in seiner Argumentation. Diese Aufrichtigkeit ist es, was viele seiner Gedankengänge mit dem biblischen Gedankengut in Einklang bringt. Die biblische Ethik hatte schon seit jeher zum Ziel, den Menschen nicht nur von seinem äusseren Wert, sondern von seinen inneren Werten her zu definieren (Würde, Gleichheit, gleiche Chancen für alle, Wertedefinition nicht über das Individuum, sondern über die Gemeinschaft).
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