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am 26. Juli 2012
Auf der Suche nach neuen, facettenreichen Rock-Bands muss man seine Blicke nicht immer zwangsläufig in die bekanntesten Metropolen schweifen lassen. Denn anstatt krampfhaft New York, London, Birmingham, Los Angeles, Göteborg oder Stockholm abzugrasen, wird man seit einigen Jahren auch stets im schönen NRW-Städtchen Münster fündig. Neben den leider verblichenen MISERY SPEAKS , BERSARIN QUARTETT , NEAERA oder I THE UNLORD sind die Postrocker von LONG DISTANCE CALLING (u.a. "Satellite bay" , "Avoid the light") wohl nicht nur die bekannteste Band dieser Region, sondern auch deutschlandweit absolut auf dem Vormarsch. Warum das für diese Rezension wissenswert ist? Eben aus dem direkten Umfeld von LONG DISTANCE CALLING stammen auch die Newcomer von ZODIAC, deren Debüt-Scheibe "A bit of devil" mein CD-Player schon seit einigen Tagen unter Dauerbeschlag hat, und seitdem immer und immer wieder "in's Rennen schickt". Das der ZODIAC-Schlagwerker parallel auch bei den oben genannten Post-Instrumenalisten aktiv ist, dass macht sich auf dem vorliegenden 8-Track-Album nicht wirklich bemerkbar.
Richtig ist hingegen, dass dieses coole Quartett momentan voll dem musikalischen Zeitgeist entspricht. Reduziert auf Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang zaubern ZODIAC dem Hörer einige der tollsten Seventies-Rock-Momente des laufenden Jahres in die arg malträtierten Ohrmuscheln, und können internationalen Genre-Vergleichen dabei spielend standhalten.
Und um es vorwegzunehmen, bevor gleich automatisch das "O-Wort" fällt: Songs wie "Assembly line" , "A bit of devil" , "Diamond shoes" oder das herrlich interpretierte ZZ TOP-Cover "Blue jean blues" klingen dabei genauso okkult wie 'ne offene Dose "Coke Zero". Nix Frauengesang...nix antikosmische Magie...nix mit Satan am Hut! Eine lohnende Anschaffung leisten sich jedoch alle diejenigen, denen die aktuellen Releases von u.a. GRAVEYARD ("Hisingen blues") oder VANDERBUYST ("In dutch") besonders gut gefallen haben. Denn der Retro-Vierer aus dem Münsterland kann sich auf diesem 48-Minüter vor allem auf eine gesunde Schippe Retro-Hardrock und warmherziges Blues-Feeling berufen. Das routinierte - aber niemals zuuu lässige! - Gitarrenspiel begeistert vielleicht nicht jeden Hörer auf Anhieb, gewinnt aber mit jedem "A bit of devil"-Durchlauf weitere Prozentpunkte hinzu. Packen wird diese Band dich trotzdem irgendwann!
Als besonders wertvoll möchte ich an dieser Stelle gern die schroffen Abgeh-Rocker "Carnival" (der Mittelpart ist zum Heulen genial!) und das ganz und gar unschreckliche "Horror vision" (hat absolut das Zeug zum Hit!) hervorheben, die selbst dem größten Skeptiker ein dickes Grinsen ins Gesicht meißeln sollten. Als emotionales Highlight geht ganz klar die staubige Western-Nummer "Thunder" durch, die komplett ohne Starkstromgitarren auskommt und dem Country-Großmeister JOHNNY CASH zur Ehre gereicht hätte. Der 10-minütige Longtrack "Coming home" versprüht verdammt ansteckende Jam-Session-Vibes, und suhlt sich dabei wahlweise zwischen Melancholie und/oder "good vibrations". Kurios dabei: Der ZODIAC-Sänger geht stimmlich eh schon fast als CHRIS REA-Soundalike durch...speziell bei "Coming home" wartet man (titelgemäß) auf die Textzeile "I'm driving home for christmas" aber vergeblich. Tja, und da "A bit of devil" auch noch soundtechnisch richtig klasse geworden ist, muss das hübsch-ästhetische Nackedei-Cover eigentlich auch garnicht erwähnt werden. Für das gesamte Genre-Gremium zwischen LED ZEPPELIN und BLACK LABEL SOCIETY gibt es in Münster heuer einiges zu holen. Top Scheibe!
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am 4. Dezember 2012
Als ich die Band zum ersten Mal hörte,war ich schwer begeistert. Bluesgetränkter, treibender,warmer Hardrock mit Wurzeln in den USA, ganz klar. Da ich großer Mountain und Leslie West Fan bin, eine kleine Offenbarung. Als ich das Vinyl in den Händen hielt, rieb ich mir erstmal verwundert die Augen: da stehen ja deutsche Namen drauf. Hört man der Band, besonders dem Sänger, in keinster Weise an. Dann fing ich tagelang an zu grübeln, weil mir die Stimme sehr bekannt vorkam. Wer ist das nur? Na klar: MARK LANEGAN.Hoffe, ihr nehmt das als Kompliment. Sehr gelungene Scheibe, am Songwriting könnte man hier und da noch was drehen, manchmal verlieren sich die Songs etwas in Soli, aber das macht ja auch den Reiz von Blues aus. Auch wenn wir gerade von der 70ger Retrowelle überschwemmt werden, das hier ist ein Highlight!PS Dem Vinyl liegt ein Download bei!
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am 27. November 2012
Manchmal lohnt es sich, die RockHard News zu lesen. Die Band ging völlig an mir vorbei, bis dann letzte Woche das offizielle Video zum Titelsong erschien und bei genanntem Magazin seine Premiere feierte. Völlig hin und weg dann direkt die Platte gekauft und seit dem lässt sie mich nicht mehr los. Was einem da in die Gehörgänge geschoben wird, ist Rock in seiner reinsten Form. Angereichert mit ganz viel Blues und Südstaaten-Feeling (und das aus Münster) ergibt das eine Mischung, die man so schon seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten nicht mehr gehört hat. Jeder Song ist mit unheimlich viel Seele und Gefühl gespielt, die Solos jagen einem eine Gänsehaut nach der nächsten über den Rücken und das Rhythmusgerüst ist erdig und stabil. Dazu ist die Platte noch mit einem hohen Abwechslungsreichtum gesegnet, mal sind die Songs treibend und wie zum Autofahren geschaffen (Horrorvision, Diamond Shoes, der Titeltrack und das mit großen Lyrics ausgestattete Assembly Line), mal gibt den geballten Kopfweh Blues (Blue Jeans Blues, Gott was für ein geiles Cover...), mal im Western/Country Stil (Thunder) und zum Abschluss gibt's mit Coming Home die geballte Ladung aus Orgel, Blues, Rock und anbetungswürdige Melodien. Meine persönliche Platte des Jahres.
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Genau wie bei fast allen Trends, tritt nun auch im Retro Rock nach einiger Zeit eine gewisse Sättigung ein. Inzwischen gibt es ein paar Veröffentlichungen, welchen man sich getrost hätte sparen können. Selbst ein Retro Rock Freak geht momentan mit etwas spitzen Fingern an neue Veröffentlichungen aus diesem Sektor heran. Diese Skepsis ist bei Zodiac zum Glück nicht angebracht! Denn die Band um Long Distance Calling Schlagzeuger Janosch Rathmer hat es drauf ordentlich angestaubt zu klingen ohne dabei zu Langweilen.

Sänger und Gitarrist Nick van Delft gibt den Songs mit seiner sehr bluesigen Stimme ein wenig Southern Rock Stimmung mit, während er zusammen mit dem anderen Gitarristen Stephan Gall ein wenig modernere Gitarrensounds den Songs hinzufügt.
Im direkten Vergleich mit dem komplett verkopften Retro Album Heritage von Opeth gebe ich A Bit Of Devil doch deutlich den Vorzug. Der Vergleich mit Opeth hinkt vielleicht ein wenig, aber die beiden Alben dürften doch die gleiche Zielgruppe ansprechen. A Bit Of Devil rockt aber deutlich mehr und liefert auch den besseren Soundtrack fürs Grillen am Wochenende!

Anspieltipps: Eigentlich alle Songs, meine Favoriten sind "Assembly Line" mit seinem unglaublich tollen Gitarrensolo, das mit einem coolen Countryflair ausgestattete "Thunder" und den absoluten Übersong "Coming Home". Hier klingen sogar ein paar wenige Post Rock Einflüsse durch!

Kaufen!
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am 29. November 2012
So klingt HardRock wie er sein sollte! Geradeaus, ohne Schnick-Schnack und trifft voll ins Rockerherz. Dazu der Blues von Led Zeppelin und die Stimme von Chris Rea, das paßt! Dass "Zodiac" was mit der Postrockcombo "Long Distance Calling" zu tun hat, sehe ich als Riesenvorteil. Die Songs sind alle ein Ereignis für sich, live sollte die Band das auch so bestimmt rüberbringen können. Zumindest erwarte ich das so, da ich LDC bereits live gesehen habe. Eine absolute Kaufempfehlung und für mich ein vorneweg gekauftes Weihnachtsgeschenk.
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am 4. Juni 2012
Hatte mir dieses Album einfach mitbestellt, da ich einen Song auf dem Sampler der Musik-Zeitung "Eclipsed" sehr interessant fand.
Und ich war auf die Coverversion von Blue jeans blues" von ZZ Top gespannt.....
Aber was ich dann beim ersten Durchlauf der Scheibe hörte war einfach unbeschreiblich.
Es gibt viele Bands, die einfach mal Retro klingen möchten, weil es sich immer gut anhört. Aber was diese Jungs hier machen.....
Statt die Songs - irgendwo zwischen Blues, Hard Rock, Stoner Rock etc. - auf glatt und straight zu polieren, schmeißen sie noch Dreck und Erde darauf.....
Die Songs klingen rau und ehrlich. Als Grundgerüst dienen Bass und Schlagzeug, die immer genau wissen, wann es darauf ankommt das Tempo anzuziehen oder auch mal sich einfach zurückzunehmen. Dazu kommt eine Gitarre, die mal bluesig, heavy oder country-lastig klingt und Solos - einfach zum Niederknien. Dazwischen immer mal wieder die gute alte Schweineorgel", die auch hier immer dezent und immer im Dienste der Songs eingesetzt wird und dann dieser raue trockene Gesang. Die Songs kennen nur eine Richtung - straight forward, das gilt vor allem auch bei den etwas ruhigeren" Sachen, denn es muss nicht immer hart und schnell sein, damit ein Song an fahrt gewinnt!!!
Es ist schwierig hier einen Song hervorzuheben, aber der Longtrack - Coming Home - ist schon gigantisch.
A bit of devil" ist ein Album, dass mich seit langer Zeit mal wieder schon beim ersten Hören so in den Bann gezogen hat, dass es schon süchtig macht....
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am 25. Oktober 2016
'A bit of devil' war die erste vollständige CD-Veröffentlichung der grandiosen Münsteraner Band 'Zodiac'. Und mit dieser CD haben die Jungs die Szene ganz schön aufgemischt, weil sie sich einfach abheben von der Masse vieler anderer Bands aus dem Bereich 'Harter, Blues-orientierter Rock', denn sie konzentrieren nicht nur auf ihr handwerkliches Können, sondern präsentieren Songs, die diesen Namen auch verdienen, die mit überraschenden Wendungen, Riffs und Soli aufwarten und die einfach im Ohr und Hirn hängenbleiben. Schon der Opener 'A bit of devil' ist so ein Kracher, und auch der zweite Song 'Carnival' fängt zwar recht unspektakulär an, geht dann aber in der 2. Hälfte in ein grandioses Gitarrensolo über. 'Bue Jean Blues' ist dann ein grandioses ZZ-Top Cover, das mir fast besser als das Original gefällt, 'Zodiac' spielen den Blues mit wahnsinnig viel Feeling, da wirkt alles authentisch und nichts aufgesetzt. Die nächsten Songs können das hohe Niveau halten, bis am Ende mit dem über 10 minütigen 'Coming home' ein richtiges Monster auf die Hörerschaft losgelassen wird - ein Rocksong, der es von seinem dramaturgischen Aufbau und der brillianten Gitarrenarbeit her verdient hat, ein absoluter Klassiker des Genres zu werden. Ich befürchte, 'Zodiac' werden bis an ihr Lebensende keine Bühne dieser Welt jemals verlassen dürfen, ohne diesen Übersong gespielt zu haben.
Insgesamt ist also 'A bit of devil' ein ziemlich tolles Debut-Album geworden, zu dem man der Band nur gratulieren kann.
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am 4. Februar 2013
Aufmerksam geworden bin ich auf Zodiac durch eine Rezension in ROCKS. Die Beschreibung der Musik weckte mein Interesse. Ich muss gestehen, dass ich bislang von den Namen der einzelnen Musiker noch nie etwas gehört hatte, wohl allerdings vom Ton-Ingenieur Martin Meinschäfer, der war mir schon bei Henrik Freischlader sehr positiv aufgefallen.
Also hier bei amazon durchgezappt - erster Eindruck: Sehr cool, interessant! Nochmal gezappt - zweiter Eindruck: Das ist richtig gut!Nochmal gezappt - dritter Eindruck: Haben müssen!
Das Album hat zwar "nur" 8 Songs, aber auch das ist genau eine seiner Stärken: Kein Gramm Fett, kein mittelmäßiger Song zuviel. Die 8, die drauf sind, sind gleichermaßen sehr, sehr gut - vom Songwriting her (und auch die Version von ZZTops "Blue Jean Blues" ist einfach unverschämt gut, daran hätten garantiert auch die Rauschebärte ihren Spaß), vom Spieltechnischen her, vom Gesang her und erst recht, was die Produktion angeht. Es passiert mir sehr selten, dass ich Lust habe, ein Album jeden Tag zu hören - dies hier ist so eines. Ganz klar: Volle Punktzahl!

P.S.: Wem dieses Album hier gefällt, dem sei das selbstbetitelte Debüt-Album von Taddy Porter ans Herz gelegt, das könnte dann den meisten auch gefallen. Das finde ich als einziges Album, das ich mir in den letzten 2-3 Jahren zugelegt habe, noch einen kleinen Tick besser.
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am 27. Mai 2012
Nachdem die Münsteraner in 2011 bereits ein viel gelobtes Demo vorgelegt hatten,
kommt jetzt endlich ihr Debütalbum. Die Songs klingen sehr professionell,
sind abwechslungsreich und bluesbasiert.
Egal ob gradliniger Rock (a Bit Of Devil, Diamond Shoes),akustisches (Thunder)
oder fast schon Progressives (Coming Home), die Band überzeugt durch prima Zusammenspiel
und rauem Gesang (erinnert mich an CCR). Mit Blue Jeans Blues gibt es noch eine
klasse ZZ Top - Coverversion und Assembly Line (bekannt vom Demo)ist hitverdächtig.
Alles in allem sehr empfehlenswert. Von der Band wird mir hoffentlich in Zukunft
noch mehr hören.
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am 29. Mai 2013
Klasse Debütalbum! Toller bluesorientierter Rock, der absolut hörenswert ist. Ich bin auf die nächsten Alben sehr gespannt. Ich habe diese Band live im Rockpalast gesehen. Tolles Konzert!
Unbedingte Kaufempfehlung!
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