find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

  • Aleph
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
77
3,3 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:8,99 €


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 7. März 2014
ALEPH Paolo Coelho
Coelho dreht sich hier im Kreis,viel pseudo Esoterisches bunt gemischt.
Fühlte mich schon besser unterhalten.
NICHT wirklich empfehlenswert,leider.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 9. Juni 2013
Um Esoterikbücher habe ich bisher einen großen Bogen gemacht, und das wird wohl auch nach der Lektüre des neuesten Buches "Aleph" von Paulo Coelho so bleiben.

Während der Lektüre habe ich mich immer wieder gefragt, ob er nun einen Roman, ein Selbsthilfebuch oder eine Autobiografie geschrieben hat und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass "Aleph" von allem etwas hat.

Was bedeutet "Aleph"? Für Coelho ist dies der Punkt im Universum, in dem Raum und Zeit aufgehoben sind d.h. Gegenwärtiges und Vergangenes sind zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle vorhanden. Um zu verstehen, welche Bedeutung diese Vermutung für den Autor hat, holt er allerdings recht weit aus.

Coelho hat 2006 eine Sinnkrise, weil er merkt, dass ihm sein Leben immer mehr entgleitet. Deshalb macht er sich auf die Reise zu sich selbst. Und hier wird es für mich schon unglaubwürdig, denn natürlich nimmt er so nebenbei auch noch das eine oder andere lukrative Angebot mit, bevor er in die Transsibirische Eisenbahn einsteigt und von Moskau nach Wladiwostok fährt.

Unterwegs trifft er Hilal, eine junge Frau, die alles drangesetzt hat, Coelho zu treffen, weil sie überzeugt davon ist, dass er ihre Hilfe benötigt. Und jetzt wird es für mich vollends unglaubwürdig, denn mithilfe einer speziellen Technik hat der Autor zu seinen früheren Leben Kontakt aufgenommen und stellt fest, dass er Schuld auf sich geladen hat. Coelho als Ordenspriester und Hilal als Opfer der Hexenverbrennung, klischeehafter geht es ja wohl kaum.

Der Autor pflegt sehr selbstverliebt das Image des oberspirituellen Lehrmeisters, aber in Wirklichkeit kreist er nur um sich und seine Emotionen. Er streift in seinem neuen Buch die unterschiedlichsten Bereiche, bleibt dabei aber immer nur an der Oberfläche und wird nie konkret.

Viel Lärm und nichts - Aleph" konnte mich leider in keinster Weise überzeugen.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 1. Februar 2012
- Doch ich wusste, dass wir wie zwei Wolken am Himmel waren, von denen man nicht sagen kann, wo die eine anfängt und die andere aufhört. Ein Jahr später waren wir verheiratet, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Wir bekamen Kinder und ehrten Gott und Familie... bis eines Tages der Wind kam und die Wolken wieder trennte. -

Zum Autor
Das Leben von Paulo Coelho war schon früh kirchlich geprägt. Seine Eltern waren streng katholisch und konnte mit seinem Aufbegehren als Jugendlicher nicht umgehen. Sie ließen ihn sogar dreimal in eine Nervenheilanstalt einweisen. Neben diesem familiären Konflikt erlebte er aber noch viele andere. Er engagierte sich zum Beispiel auch politisch und rief zum Kampf gegen das brasilianische Militärregime auf und wurde daraufhin entführt und gefoltert. Songtexte, Bühnenstücke und Drehbücher zeugen außerdem von einer Sinnsuche, aber auch von dem beschreiten eines Weges, der als einzig wahre Richtung gesehen wird. In all seinen künstlerischen Ausdrucksformen erkennt man auch immer einen mystischen Anteil. Und obwohl er sich von der katholischen Kirche abwendete, findet er auf seiner Suche immer wieder in Teilaspekten zu ihr zurück.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass sein erstes großes Werk die Begehung des Jakobsweges behandelt. Schon dieses Buch zeigt die starke biographische Färbung der Geschichten. Denn Coelho hatte sich längere Zeit einem Orden angeschlossen und beschritt 1986 den Jakobsweg. So weit ich das als unerfahrener Coelho-Leser einschätzen kann, sind seine Werke durchweg christlich, mystisch und alchemistisch geprägt und berufen sich auch diesbezüglich auf seine persönlichen Erfahrungen. Seine Protagonisten zeichnen seinen eigenen Weg nach, machen die gleichen Erfahrungen und geben dieselben Weisheiten weiter, die auch der Autor in verschiedenen Zusammenhängen kundtut. Diese Strategie ist sehr erfolgreich. Der Alchemist, welcher 1988 erschien, wurde zum Beispiel in über 50 Sprachen übersetzt. Zudem stellt der Autor viele Werke online und kostenlos zur Verfügung. Er konnte damit nachweisen, dass eine kostenlose Publikation im Internet die Verkaufszahlen der Bücher nicht schrumpfen lässt, sondern sogar steigert. Auch sein Erfolg außerhalb der Buchläden ist überwältigend. Ich glaube es ist mittlerweile einfacher zu sagen, welche Preise er nicht erhalten hat, anstatt die Gewinne aufzuzählen.

Die Persönlichkeit des Autors und seine Erlebnisse weckten somit schon ausreichend Interesse und es fehlte nur noch eine Gelegenheit, um in den Coelho-Kosmos einzutauchen.

Das Buch
In Aleph berichtet Paulo Coelho von dem Versuch wieder König seines eigenen Reiches zu werden. Er möchte wieder eins mit sich selbst sein und eine innere Zufriedenheit und Freude empfinden. Hierfür muss er sich auf eine Reise begeben und erst einmal erkennen, was ihm verlorengegangen ist. Denn eigentlich hatte er das Gefühl schon am Ziel seiner Sinnsuche, angekommen zu sein. Er versucht mit spirituellen Traditionen wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Doch eigentlich ist er nur noch angewidert von den Ritualen und will fliehen. Genau das macht er auch. Er stürzt sich von einer Lesereise in die andere und hofft dabei einen vorbestimmten Weg zu finden, bleibt aber letztendlich erfolglos. Nur die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn steht noch aus. Genau hier beginnt das eigentliche Abenteuer und die mystische Reise. Paulo lernt die junge Hilal kennen und wird sie nicht mehr los. Sie mutiert zu seinem Schatten und scheint ihn abgöttisch zu lieben. Schnell erkennen die beiden, dass sie in einem früheren Leben, obwohl diese Bezeichnung von Coelho stark angegriffen werden würde, eine enge Verbindung eingegangen waren. Der Autor reist immer wieder zu anderen Reinkarnationen seiner eigenen Persönlichkeit und weiß, dass er einmal acht Frauen ein großes Leid zugefügt hat. Er kennt allerdings nicht die gesamte Geschichte. Ist Hilal eine dieser Frauen und wird sie ihm bei seiner Suche helfen können?
Gemeinsam dringen sie in ihr Innerstes vor und ergründen ihre Seelen. Aber auch die anderen Mitreisenden haben ihre Problemen, die den Autor berühren und auffordern zu helfen.

Meine Meinung
Ich habe mich mit den vielen mystischen Aspekten und den religiösen Symbolen sehr schwer getan. Coelhos eigene Rolle wird in meinen Augen extrem positiv und teilweise auch sehr überheblich dargestellt. Er scheint die Weisheit inhaliert zu haben und will seine Kenntnisse herausbrüllen. Alle warten auf seine weisen Worte und eine Gelegenheit, die mit göttlicher Energie gefüllt ist. Hinzu kommen die verschiedenen "Reisen" in seine Seele und zu seinen anderen Inkarnationen. Dabei entwickelt er ein anderes Zeitsystem und denkt nicht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alles scheint in Bewegung zu sein und passiert immer wieder.
Wirklich interessant fand ich die historischen Bezüge und die Erzählungen, die sich mit den alten Erlebnissen beschäftigen.
Auch sprachlich gesehen ist der Roman durchaus empfehlenswert. Trotz der Symbolik wirkt die Sprache sehr klar und leicht. Coelho schafft es sehr verständlich und gleichzeitig metaphorisch zu schreiben. Viele Lebensweisheiten werden außerdem eingeflochten, wirken allerdings irgendwann zu mächtig und erdrücken die Leser, die sich sonst nicht in solch einem literarischen Umfeld bewegen.

Fazit
Die Sprache hat mich überzeugt. Allerdings war die Geschichte aus meiner Sicht zu stark auf die Person Coelhos fixiert und religiös überladen. Somit würde ich sie nur speziellen Lesern empfehlen.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2013
Vorab gesagt: Ich lese gerne seine Bücher, gerade wegen seiner immerwährenden Sinnsuche, die auch in diesem Buch wieder eine grosse Rolle spielt. Ich finde es auch gut, das er diesmal Reinkarnationserfahrungen miteinbezieht und ein unangenehmes Inquisitions-Priesterleben im Mittelalter schildert, wo er sich Schuld aufgeladen hat und nunmehr seit Jahren versucht, über ein Treffen mit damals acht beteiligten Frauen (Opfern, die auf den Scheiterhaufen kamen..) sich Selbst, sein Ich und seine Seele zu reinigen und karmisch (wenn er auch diesen Begriff nicht verwendet)zu harmonisieren. Dies in erster Linie während eines Besuches in der Sowjetunion und einer langen Zugreise mit der Transib. Eisenbahn. Alles sehr gute Ausgangspunkte für einen phantastischen Roman,der leider recht blutleer geblieben ist. Wenn dieses Buch offensichtlich schon sehr autobiographisch zu sein scheint, um somehr ist es in einigen Punkten sehr unwahrscheinlich, meines Erachtens geschönt. Die Schuld im Mittelalter dürfte erheblich grösser sein, die 8 Frauen dürften ihn damals wohl nicht gesegnet, sondern wohl eher (wie von ihm anfangs auch vermutet..) verflucht haben und ob seine Aleph-Manifestationen am immer gleichen Punkt im Zug glaubhaft oder "Roman"-logisch sind, alles recht zweifelhaft.
Am Ende dann noch ein unkommentierter Besuch bei Wladimir Putin, peinlicher gehts nicht mehr.
Sehr schade: ein nur mässiger Roman des grossen Coelho!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2017
Was der Buchdeckel darüber aussagt:
In der Transsibirischen Eisenbahn begegnet ein Schriftsteller einer jungen Stargeigerin – und gleichzeitig einer dunklen Seite seines früheren Lebens. Er gerät in ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum zusammenfallen – das Aleph. Und er erkennt seine Chance, eine alte Schuld wiedergutzumachen und sein Leben noch einmal neu zu beginnen.
„Ich habe mich auf diese Reise begeben, nicht um herauszufinden, was in meinem Leben, was in meinem Leben fehlt, sondern weil ich wieder König in meinem eigenen Reich sein und mich und die Welt um mich herum neu spüren wollte. Denn nur wenn man an Wunder glaubt und an Schätze, die zu finden es sich lohnt, ist das Leben lebenswert.“ Paulo Coelho
Manchmal las ich das Buch wie gefesselt, doch manchmal kam es mir doch zu abstrakt vor bezüglich dem Paralleluniversum und den vorherigen Leben. Was mir allerdings sehr positiv in Erinnerung bleibt, sind folgende drei Zitate:
„Männer und Frauen mit großer Willenskraft sind häufig Einzelgänger und strahlen eine gewisse Reserviertheit aus.“
„Ich weiß nur, dass ein Leben, in dem es um nichts geht, ein Leben ist, von dem nichts bleiben wird.“
„Überhaupt nicht. Die Mörder kennt niemand mehr, aber Giordano Bruno beeinflusst noch heute mit seinen Ideen die Welt. Sein Mut wurde belohnt. Ein Leben, in dem man nicht für ein Ziel eintritt, ist ein vergeudetes Leben.“
In allem doch ein lebenswertes Buch, wenn man sich mit ihm auf eine Reise begeben will.Aleph (detebe)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2013
Aleph ist für mich eine große Enttäuschung. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Schlecht verarbeitete Kernidee
Ich würde sie übertiteln mit „Compostela reloaded.“ Ähnlich wie im „Pilger nach Compostela“ findet wieder eine Stationenreise statt. Diesmal geht es mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok. Auch mit Karte im Buch. Zum Handlungskern: Der schreibmüde Superstar Coelho will durch die Bahnreise wieder zu sich selbst finden. Er trifft eine jungen Frau, der gegenüber er in einem vorherigen Leben Schuld auf sich geladen hat. Damit hätte man etwas machen können, doch hier läuft es ab wie bei Freud: Trauma wiedererlebt, Schuld verziehen, Geschichte geschrieben.

2. Starkult um sich selbst
Der Superstar ist in „Aleph“ auf Büchertour von Nordafrika bis Europa. Startet dann eine Tour durch Russland. Wir erleben, wie hingebungsvoll ihm seine weiblichen Fans zu Füßen liegen. So geht es im Buch einigen Frauen, nicht nur der Hauptfigur, der jungen Türkin Hilal: Sie liest Coelhos Bücher, lässt danach alles liegen, sucht seine Nähe und schmachtet nach Sex mit ihm. Es erinnert an Krishna: Die Suche des sterblichen Menschen nach Vereinigung mit dem Göttlichen. Und zum Schluss wird der Literaturstar von Putin nach Moskau eingeladen. Ob Putin sich auch mit ihm vereinigen will, lässt die Geschichte offen. Der Literaturzar schildert uns übrigens auch seine originelle Technik, körperlicher Gelüste Herr zu werden: Mache Aikido und Dir vergeht die Lust auf Sex. Matte statt Matratze und anschließend eine warme Dusche. Ich werde es mir merken.

3. Das Feuer der Erkenntnis
Coelho trifft einen Seher in Marokko, unterhält sich mit Schamanen am Baikalsee und schildert uns dabei, welche weltweiten Gemeinsamkeiten die Schamanen haben. Er entwirft sich als Experte, dem alle Techniken des Kontakts zum Überirdischen vertraut sind. Höhepunkt ist sein eigenes Rückversetzen in das vorangegangene Leben: Es läuft ganz alttestamentarisch ab mit einem Feuer. Filmisch würde die Szene sehr viel hergeben: Der Star liegt umschlungen neben der knapp bekleideten, in einer anderen Szene nackten, Türkin und hüllt sich in einen Feuerring. Das stelle ich mir vor wie in „Die nackte Kanone:“ Nur, dass diesmal Leslie Nielsen nicht in einem Kondom liegt, sondern in der Feuerhülle. Dort ergießt sich ihm der göttliche Atem, der ihm einem Rückblick in ein früheres Leben gewährt. Macho lässt grüßen: Hilal wird nicht zum Höhepunkt mitgenommen, der ist nur dem Superautoren reserviert. Nein, nicht nur einmal: Er teilt uns gleich mehrmals mit, dass er auch schon einmal französischer Schriftsteller war, im 19. Jahrhundert. Gerade dieses frühere Leben lässt mich mit einem Kopfschütteln auf der frankophilen Seite der Erde zurück.

4. Die inhaltlich flachen Beschreibungen
Französische Literatur des 19. Jahrhunderts, das sind genaue Personen- und Ortsbeschreibungen, deren Details Sinnbilder für Handlungsprozesse in der Geschichte sind. Und bei Coelho? Warum musste es die transsibirische Eisenbahn sein? Über die Orte erfahren wir kaum etwas, außer dass es in Sibirien kalt ist und die schönsten Frauen in Novosibirsk leben. Die klischeetriefenden Gemeinplätzchen sind keinen Vergleich mit Stendhal, Balzac, Flaubert, Zola oder Hugo wert. Selbst die Beschreibung der Romanheldin Hilal fällt bitter dürftig aus. Sie wurde als Kind missbraucht und kompensiert dieses Trauma mit fanatischem Geigenspiel. Was wir ebenfalls mitnehmen können: Sie hat kleine Brüste und rasiert sich das Schamhaar. Das wird sie nach der Geschichte nicht mehr tun, verspricht sie Coelho. Der war im früheren Leben Inquisitor und trug Mitschuld an der Verbrennung des Mädchens in Cordobà. Im neuen Leben ist sie Türkin. Sieht Coelho den Islam als religiösen Antipol zum Christentum? Ich habe es nicht im Buch erfahren können.

5. Fazit: Kaufen Sie sich ein anderes Buch
Ich war immer ein Fan von Coelho, finde viele seiner Bücher stark und intensiv. Aber „Aleph“ ist für mich wegen seiner Oberflächlichkeit und vieler postpubertärer Phantasien der literarische Tiefpunkt in seinem Werk. Schade, denn Sie konnten es besser, Herr Coelho.
0Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Januar 2012
Als ich auf der Rückseite des Buchumschlages las "Mit Aleph beginnt ein neues Kapitel in Ihrem Leben!" war ich voller freudiger Erwartung. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da ich wahrscheinlich auf Highlights wartete, jedoch habe ich diese bis zur letzten Seite nicht gefunden. Eine Geschichte vom Verlust seines Selbst und der Reise zu sich selbst in der transibirischen Eisenbahn mit vielen menschlichen Konflikten und Interaktionen. Anfangs wird die Wichtigkeit des Lebens im "Jetzt" betont, dann je mehr die Geschichte fortschreitet, befindet man sich immer mehr in der Geschichte einer früheren Reinkarnation mit Themen wie Schuld und Vergebung. Nichts Neues auf der spirituellen Suche, keine neue Erkenntnisse, die Geschichte vom ewigen Suchen mit Höhen und Tiefen und vom Tod. Das Ende ist ziemlich rasch und hinterlässt kein Glücksgefühl oder ähnliches .... nur die Frage: "Das war es, was war es?"
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Mai 2015
Paulo Coelho, das ist wohl ein Name, den sehr viele Menschen kennen, denn dieser Autor zählt zu den bekanntesten der Welt. Trotzdem ist "Aleph" das erste Buch, das ich von ihm lese und das ich auch mit sehr hohen Erwartungen begonnen habe. Eine Reise auf der Suche nach sich selbst - das klingt nach einer interessanten Erfahrung und weil ich hier die Möglichkeit haben sollte, gleichzeitig noch etwas über den Autoren zu erfahren, schien dieses Buch genau das Richtige für mich zu sein.

Leider wurden meine Erwartungen aber enttäuscht. Generell hat das Buch einen sehr harmonischen und flüssigen Schreibstil und auch die Länge der Szenen fand ich sehr angenehm. Den generellen Gedanken und die Idee mit der Transsib fand ich dabei schon von vorn herein sehr toll, weil eine Reise in sich selbst manchmal auch nur funktioniert - und da stimme ich dem Autoren zu - wenn man sich vom Bekannten löst und nicht nur das Unbekannte in der Welt, sondern gleichzeitig auch in sich selbst sucht. Die Entwicklung der verschiedenen Charaktere, die ihn während dieser Reise begleiten hat mir ebenfalls gut gefallen, man spürt, wie die Atmosphäre von genervt und angespannt wechselt und man sich sogar an das ewige Ruckeln des Zuges gewöhnt, es sogar fast schon vermisst, wenn man einen Zwischenhalt einlegt und wieder "festen Boden" unter den Füßen hat. Der Roman hat mir auf jeden Fall Lust auf eine ebenso große Reise gemacht.

Leider gibt es neben diesen positiven Fakten aber auch vieles, das mich weniger angesprochen hat. Im Vordergrund natürlich die Philosophie und die Weltansicht des Autoren. Was ich anfangs noch als interessant empfand, wurde im Laufe der Zeit mit dem Lesen immer müßiger. Ich verstehe und toleriere die Meinung eines jeden, was den Glauben betrifft und auch die Gedankengänge des Autoren konnte ich in diesem Buch zumindest verstehen, auch wenn ich auf vielen Ebenen nicht gleicher Ansicht bin wie er. Was mich aber massiv gestört hat war, dass er eben genau diese Gedanken und diese Weltanschauung nicht als seine eigenen Ansichten vermittelt hat, sondern als vollkommene Wahrheit dargestellt hat - es wirkte teilweise bei seinen Reden schon fast, als empfände er sich selbst als Propheten oder etwas in der Richtung. Dem Leser wird nicht selbst überlassen, ob er die Lehren dieses Buches annimmt, sie werden ihm nahezu aufgezwängt, es gibt keinen Zweifel an dem, was Coelho sagt und dabei wirkt er immer mehr belehrend und zurechtweisend - den ganzen Roman über. Das hat mir während des Lesens ein sehr unangenehmes Gefühl beschert, denn ich bin jemand, der gern selbst denkt, der für sich selbst entscheidet, ob er Aussagen als wahr annimmt und ihnen zustimmt, oder eben nicht. Dafür bietet dieses Buch nicht den geringsten Platz.

Zu dieser belehrenden Grundstimmung des Werkes kommt das Umfeld, das ich selbst einfach als unglaubwürdig empfunden habe. Immer, wenn er beginnt, seine Reden über das Leben, all unsere Wiedergeburten und Gott zu schwingen, gibt es nie den leisesten Anflug von Diskussionen, die hier entstehen würden, im Gegenteil, alle hängen wie gebannt an seinen Lippen und wundern sich nicht einmal über die abstrusesten Gedanken, die er äußert. So entstanden in meinen Augen sehr aufgesetzte, seltsame bis teilweise paradoxe Szenen, die ich dem Autoren einfach nicht abkaufen konnte. Beispielsweise als er einem Fremden gegenüber etwas über Hilal erzählt und darüber, dass er sie schon seit über 500 Jahren lieben würde - und nicht einmal dieser Fremde etwas dazu sagt oder überrascht reagiert.

Der Autor als "Protagonist" in diesem Werk wirkte aufgrund des allwissenden Tones, den er immer wieder anschlug zuletzt einfach sehr unsympathisch, besonders in Szenen wie der, als sein Übersetzer mit ihm zu einem Schamanen fährt, um ein spirituelles Ritual durchzuführen und Coelho nur keine Lust darauf hat, weil er der Meinung ist, er wüsste sowieso schon alles, was dieser Schamane auch wüsste. Die teilweise schon überhebliche Grundeinstellung des Autoren hat mir zusätzlich den Lesespaß genommen. Selbstverständlich ist Paulo Coelho ein unglaublich erfolgreicher und auch kluger Mann, das möchte ich hier gar nicht anzweifeln. Er hat sehr viel erreicht - mehr als sich andere von uns erträumen können und ich bewundere ihn auch dafür, dass er so fest zu seinem Glauben und seinen Ansichten steht. Trotzdem ist mir die zurechtweisende Art, in der er eben diese Weltanschauung vermittelt, nicht sehr sympathisch.

Fazit
Insgesamt fällt mir die Bewertung mit Sternen immer sehr schwer. Ich muss dazu sagen: Ich habe auch schon Bücher mit 2 Sternen bewertet, die qualitativ um einiges schlechter waren als dieses hier, ich leugne natürlich nicht, dass mir der Stil und auch die Idee dahinter gut gefallen haben. Der Grund für mich, trotzdem nicht mehr als 2 Sterne zu vergeben ist der, dass mich dieses Buch in keinster Weise emotional berührt hat. Ich habe nicht das Gefühl, weiter gekommen zu sein, bin um keine neue Wahrheit oder Erkenntnis reicher. Viel mehr hatte ich während des gesamten Buches das bedrückende Gefühl, die Weltanschauungen und Erkenntnisse eines anderen aufgezwungen zu bekommen - hier wurden nicht nur Türen zu neuen Gedanken geöffnet: man wurde hineingestoßen und eingesperrt. Das hat einen eher faden Beigeschmack hinterlassen.

Empfehlen würde ich dieses Buch nur denen, die eine ähnliche Meinung zu Spiritualität, Gott, Reinkarnationen und den Lauf des Lebens haben, wie der Autor.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2012
Ich weiß nicht so recht was ich von diesem Buch halten soll... Einerseits spannend, tiefgründig, auf der anderen Seite ist es mir zu (pseudo-)spirituell.

Die Geschichte selbst liest sich zwischen flott und angenehm bis hin zu unglaublich zäh - es war ein einige male kurz davor das Buch einfach wegzulegen - aber irgendetwas drängte mich es dann doch bis zum Ende zu lesen.

Mir tut Coelho irgendwie leid. Eine rastlose Seele, ständig auf der Suche nach sich selbst, aber nie irgendwo ankommend, nie mit etwas wirklich zufrieden. Ein Mensch der sich nach Außen komplett anders gibt, als er innerlich *ist*. Zumindest vermittelt dieses, sehr persönlich geschriebene Buch, diesen Eindruck.

Ob das Buch gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. März 2012
"Der Alchemist" und "11 Minuten" haben mich damals begeistert. Schon das Buch "Schutzengel" hat mich entsetzt. "Aleph" habe ich nur angelesen und nach einer Weile gelangweilt weggelegt. Paulo Coelho schreibt nur noch über sich selbst, über die Reise, wichtige Informationen kommen selten zwischen den Zeilen vor, haben zu wenig Erklärung. "Dann stieg ich in den Zug, dann ging ich schlafen, dann sagte dieser Mensch dies und dieser Mensch das", alles banale Dialoge die es nicht wert sind im Buch aufgenommen zu werden, weil sie nichts aussagen sondern nur Geplänkel darstellen um das Buch zu füllen. Er hätte sein Wissen oder was immer er auch mitteilen möchte in eine schöne Geschichte betten können anstatt einen selbstdarstellerischen, verwirrten Reisebericht darzustellen. Alles in allem: Grottenlangweilig und skurril. Schade, es lohnt nicht mehr Paulo Coelho zu lesen, dieser Mann wird immer abgedrehter. Reine Selbstdarstellung. Schade!
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
7,99 €
8,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken