Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen Unlimited Fußball longss17



am 27. Juli 2012
Als Liebhaber des "Brilliant"-Albums von Ultravox musste ich natürlich auch bei diesen Remixen gleich zuschlagen, zumal ich ja wusste das mit Blank & Jones ein Team an den Reglern stand auf das man sich eigentlich zu 100% verlassen kann was Qualität und Mastering betrifft.

Meine hohen Erwartungen wurden dann auch voll und ganz erfüllt!

Neben der regulären Albumversion von "Brilliant" gibt es den Titel in vier weiteren Versionen, allesamt wie erwähnt abgemischt von Blank & Jones die hier einmal mehr ihre Vielseitigkeit und ihren besonderen Bezug zur Musik der 80er zeigen.

Der Blank & Jones Club Mix und der Blank & Jones US Club Mix sind neuzeitliche Remixe im typischen Stile der Kölner die durchaus das Potential haben dürften die Tanzflächen der Clubs zu füllen.

Mit dem Extended Remix beweisen Blank & Jones einmal mehr das sie auch ganz anders können und wie sehr sie die Musik der 80er lieben, denn so wie das geniale Comeback-Album "Brilliant" Ultravox musikalisch zurück zu den Wurzeln führte so klingt auch dieser Remix wie eine Maxi die durchaus auch aus den 80ern, der Glanzzeit von Midge Ure & Co stammen könnte.

Die beiden durchaus radiotauglichen Edits des Extended Remix und des Club Mix sind ebenfalls vom allerfeinsten und ich hoffe doch mal (auch wenn ich nicht so recht daran glaube) das dieser brilliante Titel nun auch endlich mal von diesem Medium entdeckt und von den diversen Radiosendern gespielt wird.

Ich stelle mir hier nur die Frage warum diese Remix EP, die schon seit einiger Zeit fertig in der Schublade lag, erst jetzt veröffentlicht wird ???
Das Album wurde bereits vor zwei Monaten veröffentlicht und da hätte doch bezüglich einer Auskopplung viel früher was passieren müssen!

Diese Veröffentlichungspolitik der EMI ist für mich absolut unverständlich, zumal ja das Titelstück des Albums schon bei den ersten Vorabinfos zum erscheinen der "Brilliant" als Single angekündigt wurde.

Schade finde ich auch das diese EP nur als Download angeboten wird, wovon ich ehrlich gesagt eigentlich kein grosser Fan bin.

Ich stelle mir lieber physikalische Tonträger in's Regal und daher wäre mir wäre eine Maxi-CD oder noch besser eine feine Vinyl wesentlich lieber gewesen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2012
Dieses Album habe ich ohne eine Hörprobe gekauft.
Bis heute habe ich es nicht bereut.
Für Fans die den Sound und die Songs von UVox mögen
wird es eine Freude sein die Lieder zu genießen.
Für Alle anderen sicher eine Bereicherung Ihrer Musiksammlung.

Eine wirklich tolle CD, die sowohl gefühlvolle wie auch schnellere Songs mit
bekannten Harmonien von UVox beinhaltet.

Für mich ein absolutes muss!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2012
Fair enough, das war mein erstes Gedanke. Fair enough, dass die alten Herren sich nach den ganzen 80er Revivals der letzten Jahre von New Wave zu Synthpop jetzt auch nochmal einen Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Entsprechend waren meine Erwartungen auch nicht allzu hoch. Hätten sie aber sein dürfen ....

LIVE eröffnet das Comeback und es dauert nicht einmal eine halbe Minute, bis man sich in die Zeit in die ersten Hälfte der 80er zurückversetzt fühlt, irgendwo zwischen den beiden Alben 'Quartett' und 'Lament'. Absolut kein Zweifel, das sind Ultravox, sie sind zurück und in einer brillianten Verfassung. Der Song hat alles, er ist episch, upbeat, Midge Ure's Stimme schallt im Echoraum und mit einer wunderbaren eingängigen Melodie.

FLOW nimmt dann gekonnt die damalige Entwicklung mit, die in das leider gefloppte letzte Album 'U-Vox' führte, die elektronischen und synthetischen Elemente werden vermischt mit treibenden Gitarren. Wieder mit einer sehr poppigen Melodie, zweiter Song, zweite Hymne, zweites Highlight. Der rockigste Song des Albums.

BRILLIANT, die Vorabsingle, läst kein Durchatmen oder gar Enttäuschtsein zu. Wieder klassischer Sound, schöne klare Gitarren, umhült von vertrauten Synthiesounds und epischen Tiefgang in Texten und Gesang.

CHANGE nimmt dann zum ersten Mal den Fuss etwas vom Gaspedal. Eine eher düstere, ruhige Nummer im Geiste von 'Lament'.

RISE erinnert mehr an Human League und Heaven 17, purer Synthisound. Ein solches Experiment hätte man sich wahrscheinlich damals nicht getraut, um nicht zu nahe an die Chartkonkurenten heranzugeraten. Mit einem soweiten Abstand treibt es mir ein Schmunzeln um die Mundwinkel.

REMEMBERING ist eine schöne introspektive Ballade, die sich um einen feinen melancholischen Refrain mit Klavierunterlegung aufbaut. Keyboards und Gesang haben einen unglaublichen Hall, Gänsehaut.

HELLO ist wieder ein eingängiger, poppiger und leichtfüssiger Song. Ein "nur" guter Song, was ihn auf diesem Album schon zu einem der schlechteren macht.

ONE entwickelt sich über einen langsamen elektronischen Pulsschlag, ein intensiver Song und mit einer tollen Performance von Midge Ure, Vor vielen Jahren wäre der Song mit dieser Melodie ein sicherer Hit geworden. ... it's hard to believe that time has come.

FALL bleibt ebenfalls im langsamen Bereich, ist allerdings düsterer und melancholischer.

LIE wird dann wieder etwas flotter und der pure Kontrast zu den beiden vorgehenden Song. Wieder gelingt es der Band, ihren typischen epischen Sound zu reanimieren. Und es klingt keinesfalls altbacken.

SATELLITE ein stampfender Beat mit leichten fern-östlichen Anklängen im Mittelteil, eine weitere gelunge Hymne. Mit der Violine im Mittelteil, Gitarre and Synthesizer malen eine bombastische Landschaft, die ein wenig an die Simple Minds erinnert. Was ja nun auch nicht schlecht ist ;-). Eine Verneigung vor den eher rockigen Einflüssen der Band.

Mit langsamen und atmosphärischen CONTACT ist das Album dann viel zu schnell und viel zu plötzlich zu Ende.

Das hätte ich den alten Herren nicht mehr zugetraut. 'Brilliant' ist eben das geworden. Nein, sie erfinden das Rad natürlich nicht neu, aber das hatte hoffentlich auch niemand erwartet. Sie bieten ein absolut eingängiges Album, dass das beste aus ihrer Bandgeschichte vereinigt, gespickt ist mit vielen Highlights, perfekt produziert (Trevor Horns recht Hand, Lipson, wer sich noch erinnert ;-) und grossen Melodien. Bleibt zu hoffen, dass das auch nach jemand wahrnimmt ;-).
33 Kommentare| 67 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2012
... denn mit diesem Album ist Ultravox ein wahrhaft brilliantes Comeback gelungen!
Nach gut 28 Jahren ist dies das erste Album in der klassischen Besetzung Midge Ure, Billy Currie, Chris Cross & Warren Cann und man fühlt sich quasi gleich vom ersten Ton an zurückversetzt in die 80er.
Sicherlich haben sich die "alten Herren" weiterentwickelt, aber sie haben bei diesem Album ihre Wurzeln nicht vergessen und man fühlt sich trotz etwas modernen Sounds und Masterings sofort geborgen im typischen Sound der Mitachtziger.

Gleich die ersten drei Nummern lassen es richtig krachen und somit sind "Live", "Flow" und die erste Auskopplung "Brilliant" auch gleich die richtigen Warmmacher.

"Change" läst einen dann ertmal durchschnaufen und "Rise" klingt zwar auch wie ein typischer 80er Titel, aber kurioserweise klingen die Jungs hier zum ersten Male nicht wirklich nach Ultravox, sondern klingen hier eher wie typische Synthpopbands wie Erasure, Human League etc., allerdings halt mir der typischen unverkennbaren Stimme von Midge.

Mit "Remembering" folgt dann eine sehr ruhige vom Klavier getragene Ballade die tief unter die Haut geht bevor dann mit "Hello" gleich wieder einige Gänge höher geschaltet wird.

"One" bildet dann den Übergang zum wieder etwas ruhigeren balladesken "Fall" und mit den sehr poppigen und flotten Nummern "Lie" und "Satellite" spurtet man quasi einem Ende entgegen das viel zu schnell kommt, denn die Titel dieses Albums sind insgesamt derart klasse das man durchaus auch gleich zwei CDs hintereinander in dieser Qualität und Güte geniessen könnte!

"Contact" bildet dann ein sehr atmosphärisches Ende dieses genialen Albums und ich hoffe mal das dies nicht auch schonwieder das Ende der Kultband in dieser Besetzung ist, denn diese CD macht Geschmack auf mehr und man darf sich durchaus schon jetzt auf die Konzerte in deutschen Landen im Oktober / November diesen Jahres freuen.

Produziert wurde das Album von Ultravox und Stephen Lipson, der ja auch schon recht erfolgreich für Acts wie Frankie Goes To Hollywood, Grace Jones, den Pet Shop Boys, Simple Minds und Annie Lennox tätig war und auch das Booklet ist recht ansprechend gestaltet und bietet in guter alter Tradition die Texte zu den Albumsongs.

Für mich ist dieses Comeback sicherlich eines der Highlights des Jahres und da steht ja nun auch noch einiges weiteres an wie z.B. das nächsten Monat erscheinende neue Album der Men Without Hats auf das ich mich nach der vielversprechenden Vorab-Single "Head Above Water" auch schon ganz besonders freue .. aber das steht ja auf einen anderen Plan ;)

Für dieses brilliante Album gibt's natürlich auf alle Fälle schonmal volle fünf Sternchen und ich würde ehrlich gesagt liebend gerne noch das eine oder andere Sternchen mehr vergeben wenn es ginge!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2012
an dem Album ist zweifelsohne das Cover. Ansonsten kann ich nur sagen, die Messlatte wurde mit dem Albumtitel selbst ziemlich hoch gelegt, aber locker übersprungen - Respekt meine Herren! Nach Ankündigung eines neuen Albums war ich wirklich sehr gespannt, 'freudig erregt' und die letzten Wochen sogar ungeduldig. Deshalb war ich auch ziemlich enttäuscht, die Scheibe - trotz Vorbestellung - erst Samstag in der Post zu haben. Aber was sind schon 24 Stunden im Vergleich zu 28 Jahren (U-Vox mal ausgenommen).

Eigentlich wollte ich jetzt anders fortfahren, aber nach der unglaublichen Ein-Stern-Wertung habe ich meine Rezension etwas umgeschrieben.

Auch wenn ich mir als Ultravox-Fan der 80'er Jahre die Platte vielleicht etwas 'düsterer' und 'kantiger' gewünscht hätte, mit ein paar Anteilen mehr BC, CC und WC, dafür weniger MU (kann die Drei-Sterne-Wertung von triebfahrzeugführer deshalb auch gut nachvollziehen), kann ich eine Wertung von einem Stern - von einem Fan - nicht verstehen. Vielleicht kann man über vier oder fünf Sterne streiten. Und vielleicht hätte man, wenn dieses Album in den 80'ern zwischen den anderen Alben erschienen wäre, einen Stern weniger gegeben. Aber - es handelt sich um ein sensationelles Comeback-Album, von dem man vor Jahren nur träumen konnte und bei dieser Bandgeschichte auch nicht wirklich damit rechnen durfte.

Ob meine - auch nach mehrmaligem Hören immer noch wiederkehrende - Gänsehaut jetzt einzig an den neuen Stücken liegt oder an (m)einem Gedanken-Wirrwarr aus den 80'er Album, dem Bochum Konzert, der 'Return to Eden'-DVD, Brilliant und der kommenden Tour liegt, kann ich nicht genau sagen - ist mir aber auch egal. Mich bewegt Ultravox, damals wie heute. Ich bin dankbar für Brilliant und würde auch sechs Sterne vergeben.

Um es mit Abba zu sagen, thank you for the music!
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Mai 2012
Als die Ankündigung kam, dass es eine neue Ultravox CD geben wird, habe ich mich zwar sehr gefreut, hatte aber auch die Angst, dass es eine Enttäuschung werden könnte...Zum Glück war dies total unnötig.
Die Musik, die Stimme....eindeutig Ultravox at it's best! Vor allem die Titel "Live" und "Flow" sind neben der ersten Singleauskopplung "Brilliant" absolut charttauglich. Aber auch die Balladen können sich hören lassen und gehen unter die Haut.
Sie haben nichts verlernt. SIE SIND WIEDER DA!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2012
Was soll man zu einem Album wie diesem sagen? Als Fan der ersten Stunde ist man natürlich nicht wirklich objektiv, aber vielleicht ist man ein härterer Kritiker, weil man An ein Ultravox Album einfach hohe Maßstäbe anlegt. Und die Gefahr der Enttäuschung ist ein einfach groß. ABER: diese Sorge ist so etwas von unbegründet gewesen! Das Album ist sensationell, es hat keine Ausfälle. Zwar erscheinen beim ersten Hören einige Songs sehr poppig abgemischt, wenn man aber genau hinhört, dann merkt man, wie sägend die Gitarre in die glatte Synthie-Melodie reingrätscht, we die Emulatoren wiederum allzu poppige Stellen auflösen - und da sind sie dann, die kantigen Stellen, die diese Band immer zu etwas Besonderem gemacht hat. Genial ist der letzte Song "Contact", hier kommt Billy's Violine so zum Einsatz, dass dieses Lied nach meiner Meinung mit Klassikern wie My Sex mithalten kann.
Fantastisch auch "Hello", dort treiben die Drums von Warren Cann die Synties und nehmen im Refrain dessen Silben vorweg - das ist simpel und doch auch großes Kino.
Übrigens: alles was die vorigen Rezensenten geschrieben haben (die mit den Guten :-) wohlgemerkt), stimmt. Die Erwartungen, die Glücksgefühle, das sich einstellende Wohlbefinden beim ersten Hören, die Nichtvergleichbarkeit mit der Musik der frühen Achtziger (die Zeiten sind nun mal vorbei) und die Feststellung, das dies ein Album der Jetzt-Zeit ist - und zwar das beste seit ganz, ganz langer Zeit.
Und auch das stimmt: hoffentlich pusht EMI diese Perle auch endlich einmal richtig und sorgt dafür, dass diese Perle von der Welt wahrgenommen wird.
Fazit: gäbe es 10 Sterne wären auch die immer noch zu wenig für dieses Werk.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2012
...aber noch nicht von jedem.

Zum Zeitpunkt meiner Bewertung hat das Album bereits von 65 Rezensenten 54 mal fünf Sterne bekommen, so dass ich mir meinen Senf sparen könnte.

Gehen wir mal davon aus, dass recht wenige Leser heute derjenigen Altersgruppe angehören, zu der wir in den Achtzigern gehörten, als Ultravox bei uns rauf und runter lief. Die Erwartungshaltung dürfte also bei allen (somit schon etwas gereiften) potentiellen Käufern die gleiche (große) sein.

Zunächst war ich skeptisch und wollte fast gar nicht an die CD heran, zu groß war die Gefahr der Enttäuschung, haben wir doch schon so viele richtig schlechte Comebacks erlebt. Aber dann hätte ich etwas verpasst. Schon nach zweimaligem Hören hat es bei mir gefunkt, und jetzt kann ich die Anlage nicht mehr ausschalten. Jeder der Tracks, so unterschiedlich sie zueinander sind, ist für sich ein Ohrwurm. Es stimmt einfach alles, angefangen von dem Bewusstsein, dass hier tatsächlich die Originalbesetzung der Achtziger Jahre am Start ist, über die Kompositionen, die Auswahl, künstlerische Umsetzung und Zusammenstellung der Titel. Warren Cann spielt immer noch die gleichen unverwechselbar minimalistischen Beats wie früher - ich kriege das Grinsen nicht aus dem Gesicht!

Die früheren Tugenden wurden beibehalten, und dennoch ist die Musik dynamisch, modern und im dritten Jahrtausend angekommen - sicher nicht nur etwas für die Generation X.

Wer hier nicht fünf Sterne erkennt, stammt entweder aus einer anderen Zeit oder mochte Musik schon damals nicht. Für mich ist diese Scheibe schlichtweg perfekt - danke, dass ich das noch erleben durfte!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2012
Am 25.05. habe ich mir Brilliant gekauft. Und zwar nicht über das Internet, sondern im Fachhandel vor Ort. Ich wollte sehen, dass mir nach 26 Jahren, seit U-Vox, im Fach von Ultravox auch tatsächlich ein Cover begegnet, was ich dort noch nicht gesehen habe. Tatsächlich. Kein Traum. Es überkommen mich Gefühle zwischen Freude, Sentimentalität und Angst. Angst? Klingt seltsam, ist aber so. Seit über dreißig Jahren höre ich Ultravox. Und seit über dreißig Jahren sind es - zwangsläufig - immer die gleichen Songs. Und jetzt plötzlich muss ich begreifen, dass es etwas Neues mit den Stempel von Ure, Cann, Cross und Currie gibt. Aber was ist, wenn es mir nicht gefällt? Läuft der Mythos Ultravox Gefahr, durch sich selbst entmachtet zu werden? Ich bin mir sicher, dass nicht nur ich mir diese Gedanken mache. Und werde ich überhaupt in der Lage sein, ein objektives Urteil zu fällen? Oder mündet meine Rezension im Nirvana des Wunschdenkens und der subjektiven Wahrnehmung? Es gibt nur einen Weg, es herauszufinden: Anhören!

Aber ein neues Album von Ultravox höre ich mir sicher nicht zwischen Tür und Angel an. Das Ambiente muss stimmen. Also schiebe ich die CD nicht einfach bei der ersten Gelegenheit in den CD-Player. Ich warte, bis mich die Ruhe des Tages erreicht. Bis zu dem Moment, ab dem mich nichts stören und sich zwischen meine Erwartungen und den Sounds des Albums stellen kann. Ich setze die Kopfhörer auf, mache das Licht aus und lasse mich nicht nur körperlich fallen. Ich tauche ab in der Hoffnung, nicht in einen Albtraum zu geraten. Die Reise beginnt.

Nach über fünfzig Minuten verstummt der letzte Klang. Und ich stelle fest, dass aus meiner subjektiven Hoffnung objektive Erleichterung geworden ist. Es ist gut. Sehr gut sogar. Und das ist ein positives Zeichen, weil es mir früher beim ersten Anhören der Ultravox-Alben anders erging. Die vernommenen Klänge waren damals nicht sofort auf meiner musikalischen Wellenlänge. Die wirkten nach und brannten sich erst nach und nach in mein Hirn ein. Mit einer Spur aus Zufriedenheit wiederhole ich den Vorgang des Anhörens. Währenddessen stelle ich mir die Frage: Hätte U-vox so geklungen, wenn die es zu Viert gemacht hätten? Vermutlich nicht. Denn der lange Weg der Erfahrung wäre nicht mit eingeflossen. Die Erkenntnis, im Leben vielleicht doch nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Und ich scheue mich deshalb auch, den Vergleich mit den frühren Alben herzustellen. Es wäre auch fatal, denn selbst Vienna, Rage In Eden, Quartet und Lament sind unterschiedlich. Der Sound und die Stimmung von Songs wie A Friend I Call Desire oder Cut And Run ist eben eine andere, als die von Passing Strangers oder We Stand Alone. Warum also nach 28 Jahren den Versuch eines Vergleiches starten, wenn schon früher das Neue den Unterschied ausgemacht hat? Es kommt nur auf eines an: Es klingt wie Ultravox. Es ist Ultravox. Und dem eigenen Anspruch, sich nicht selbst zu covern, wurden sie demnach gerecht. Genau das haben einige der alten Fans aber vielleicht erwartet. Und deshalb mag es auch nicht jedem gefallen. Mir schon.

Live, Flow und Brilliant treffen sofort meinen musikalischen Gehörgang. Die Stimme, die Streicher, das Klavier, der Bass, die Gitarre, die Drums, die Harmonien, die Tonartwechsel, die Chöre: Ultravox lebt. Und wie. Dazu noch die akustischen Nuancen, die durch Loops und punktierte Einsätze diverser Effekte erzielt werden. Es empfiehlt sich tatsächlich, genau zuzuhören und auch auf die Feinheiten zu achten. So zum Beispiel die Schritte bei Remembering. Fallen kaum auf, sind aber da. Und eine Gänsehaut bekomme ich dann tatsächlich bei Change. Die Stimmung des Songs berührt mich sofort und er haut mich emotional einfach nur weg. Der könnte auch für die Läuterung stehen, die Ultravox letztendlich wieder zusammengeführt hat. 19-84 meets 20-12. Die perfekte Symbiose der Epochen. Und so geht es dann weiter. Ich will jetzt nicht auf jeden einzelnen Song eingehen. Aber alle haben ihre Elemente, die mich berühren. Manche mehr, manche weniger, manche komplett. Auch der Hang zum experimentieren ist geblieben. Hätte mitunter auch noch ein wenig mehr sein können. Vielleicht live? Lie und Satellite bilden aus meiner Sicht einen genialen Abschluss des Albums. Natürlich mit Billys Geige. Abschluß? Und Contact? Nun ja, ich muss zugeben, dass ich persönlich mit diesem Song sehr wenig anstellen kann. Klingt für mich wie der Bonus-Track von Ten. Aber hey: Das ist nur (m)eine Meinung. Und 11 von 12 Songs finde ich gut bis genial. Einen derartigen Schnitt kann kaum ein anderes Album aufweisen. Wenn überhaupt. Und das nach 28 Jahren Pause. Mein Fazit: Brilliant macht seinem Namen alle Ehre. Und das ohne Fragezeichen dahinter.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juni 2012
Die Herren von Ultravox haben uns ein Geschenk gemacht!
Die meisten Fans haben wahrscheinlich nicht damit gerechnet.
Es ist Ihnen gelungen den Sound ins Jahr 2012 zu tansportieren ohne das der typische Stil verloren gegangen ist.

Vergleiche zu den älteren Alben braucht man nicht zu machen, da es
eine Zeitreise durch die erfolgreichsten Alben der 80er Jahre ist.
Etwas glatter und runder sind die Produktionen geworden, was aber nicht heisst es wäre weniger gut....ganz im Gegenteil!

Die Stimme von Midge Ure hat sich natürlich verändert, da er mittlerweile auch um die 60 Jahre alt ist. Manchmal nicht mehr ganz so kraftvoll aber auch keinesfalls schlecht! Ich liebe seine ausser-
gewöhnliche Stimme nach wie vor und das Potenzial steiner Stimme zeigt er uns hier eindrucksvoll.

Ich habe schon lange kein so gutes Album mehr gekauft. Es ist eine
absolute Bereicherung im heutigen DSDS-Zeitalter.

Meine Favoriten sind: Alive, Flow, Brilliant, Fall, One, Rise, Lie
Change, Satelite...eigentlich nur ein Song mit dem ich noch etwas
Mühe habe "Hello".
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

The Very Best of Ultravox
8,49 €
Ha! Ha! Ha!
8,79 €
U-Vox
15,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken