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Kundenrezensionen

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am 22. Juli 2013
Traurig, skurril, langsam, amüsant - ein typischer Wes-Anderson-Film. Ort des Geschehens ist diesmal die fiktive Insel New Penzance vor der Neuenglandküste. Auf ihr befindet sich das Pfadfinderlager Camp Ivanhoe, aus dem der kleine Boyscout Sam ausreißt, um mit seiner verehrten Brieffreundin Suzy in die Wildnis zu entfliehen.

Verfolgt vom Inselpolizisten (Bruce Willis), der Pfadfindergruppe (geleitet von 'Scout Master' Edward Norton), von Suzys Eltern (Bill Murray in der Vaterrolle) und der Fürsorge (Tilda Swinton als eiskalte Bürokratin) schlägt das junge Pärchen den Erwachsenen ein Schnippchen nach dem anderen.

Wes Anderson zeigt in melancholischer, aber humorvoller Weise all die persönlichen Altlasten und Probleme, die Groß und Klein mit sich herumschleppen. Galoppierende Action gibt es in "Moonrise Kingdom" keine, alles nimmt ruhig seinen Weg, selbst Sturm und Flut bleiben verhalten. Die Stärke des Films liegt in den Dialogen und im Unterschwelligen. Da alles im Jahr 1965 angesetzt ist, kommt noch ein witziger Retro-Charme hinzu, der sich in Mode, Design und Technik äußert.

Nach Rushmore,Die Royal Tenenbaums,Die Tiefseetaucher und The Darjeeling Limited eine weitere Regieperle von Wes Anderson, dessen Filme einfach unverkennbar sind.
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am 25. Mai 2015
Nun habe ich gedacht, dass ich schon alles gesehen habe an Film-Genre. Doch weit gefehlt, ich hätte nicht gedacht, dass ich 70er Jahre Kind noch so überrascht werden kann. Ich liebe diesen Film, er ist künstlerisch absolut wertvoll. Das ist ein Film, den ich gerne in meiner amerikanischen Austauschzeit in meinem Schul-Fach Filmanalyse gesehen hätte, weil der soviel hergibt. Hier schreibe ich nur meine Meinung, da schon eine präzise 5-Sterne-Rezension geschrieben wurde, die mich motiviert hatte diesen Film anzuschauen. :-)
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am 29. Mai 2012
Der Film erzählt im Kern eine sehr einfache Geschichte: Junge und Mädchen verlieben sich und laufen zusammen fort.
Dabei zeigt sich an diesem Film das Genie und die verspielte Freude zum Detail, die ich auch bei anderen Filmen von Wes Anderson schon kennenlernen durfte: Ob nun die Wahl der Musik, der geniale Cast, die Cross-Referenzen zu seinen anderen Filmen, die wunderschönen Bilder des Films oder das Set - auf jede Einzelheit wurde geachtet. Dass die Figuren gerne miteinander über ihre Gefühle reden, ohne sie überschwänglich zu zeigen, ist ja mittlerweile Markenzeichen seiner Filme.

Allerdings: Es braucht schon eine gewisse Freude an sehr schrulligen, schrägen Filmen, um den Film zu lieben.

Fazit: Ein wunderschöner Film.
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am 16. November 2015
Normalerweise hätte dieser Film fünf Sterne verdient. Leider liegt hier aber - wohl den FSK-Vorschriften geschuldet - eine ungekennzeichnete gekürzte Fassung auf DVD vor. Da die Kürzung zwei Schlüsselszenen des Films (Kampf mit den Pfadfindern und Tanz in der Bucht) betrifft, kann ich diese DVD keinem Anderson-Fan empfehlen. Durch die Zensur wird nun nicht einmal mehr klar, warum der Film überhaupt "Moonrise Kingdom" heißt. Künstlerisch unentschuldbar - lieber nochmal in einem Programmkino Ihres Vertrauens ansehen!
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am 1. August 2015
bleibt Wes Anderson und das ist auch gut so...auch in diesem Film stecken wieder viele skurille Ideen und Figuren...das Mädchen dieser Geschichte könnte Margot Tennenbaum in der Pubertät sein. Die Geschichte an sich ist einfach: zwei Außenseiter verlieben sich via Briefpost ineinander und planen die Flucht aus der öden Welt und bringen mit der Umsetzung dieser Idee eine ganze (zugegebenermaßen - eine sehr kleine) Insel außer Rand und Band. Der Cast ist absolut Oberklasse...Edward Norton als naiver, aber liebenswerter Scout...Harvey Keitel als dessen Vorgesetzter...das Elternpaar Bill Murray und Frances McDormand...und der stoische Inselpolizist Bruce Willis...alles durchweg gut besetzt! Wenn man die Miniaturwelt des Wes Anderson mag (ich tue es außerordentlich), wird man auch diesen Film lieben. Bild und Ton der BluRay sind gut....
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am 3. Juni 2012
Man muss manchmal ja irgendwie über sich selbst schmunzeln, wenn man sich einmal beim Schreiben einer Filmrezension beobachtet. Am Anfang steht hier ja immer, sofern man nicht schon lange vorher einen außerordentlichen Geistesblitz hatte, das Suchen und Ringen nach einer treffenden Einleitung, etwa nach einem thematischen Kontext, in welchen man den Film einordnen und analysieren kann, dann die Frage, wie sich der Film in das Oeuvre seines Regisseurs einfügt oder dass man einfach seine vom Ansehen geweckten Gefühle und Gedanken wiedergibt.
Wie aber soll man selbige Ansätze bei "Moonrise Kingdom" anwenden, wenn es für den Verfasser dieser Kurzkritik der erste Wes-Anderson-Film ist und wenn sich vorallem jedwede Reaktionen oder Assoziationen in einem einfachen Satz zusammenfassen lassen:

Was für ein wunderschöner Film!!!

Alles andere ist eigentlich nur noch Ergänzung:
Mit einem hinreißenden skurrilen Humor - der zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache sein wird - und sagenhaften Bildern, untermalt von sensiblen Orchesterklängen eines selten so gut gewesenen Alexandre Desplat, erzählt Anderson eine anrührende Geschichte voller herrlich schrulliger Charaktere.
Im Zentrum steht dabei die so schlichte wie wunderbare Liebesgeschichte zweier aufbegehrender Kinder, einem smarten, leicht irre wirkenden Nerd-Pfadfinder und einer irgendwie weltfremd-verlorenen, doch gleichzeitig bissig-anmutigen Anwaltstochter.
Die erste Begegnung, der hoffnungsvolle Briefwechsel, das herrlich verkrampfte Wiedersehen, die mit augenzwickernder Lagerfeuerromantik angereicherte Pfadfinderodyssee, der erste Kuss ... Anderson zeigt viel, ohne zu illustrieren, deutet viel an, ohne etwas schuldig zu bleiben. Und alles ohne Pathos, ohne Kitsch, auch ohne Verniedlichung!
Dass die Beziehung der beiden auf der Leinwand bei aller Skurrilität und Ironie so überzeugend und selbstverständlich-authentisch funktioniert, ist natürlich nicht nur Regie und Drehbuch zuzuschreiben, sondern vor allem den fantastischen Jungdarstellern.
Ihre abenteuerliche Reise ist aber nicht nur eine logische Folge kindlichen Leichtsinns (oder besser: Dickköpfigkeit) beim Suchen und Finden ihrer jungen Liebe, es ist auch eine Flucht aus ihren häuslichen Welten, Gefängnissen der Ordnung und Festgelegtheit, eingefangen in grandiosen Kamerabildern, die das Haus der Bishops bzw. Sams Pfadfinderlager als reinen Komplex aus Symmetrien erscheinen lassen.
Erst als die beiden Jung-Rebellen diese Welten mehr und mehr hinter sich lassen und in die reine Natur als rührend-utopischen Ort kindlicher Unschuld und Freiheit drängen, wird diese aufdringliche - wenngleich natürlich nie störende - Bildsymmetrie exponentiell abgebaut.

Es spricht jedoch auch erheblich für Anderson, dass er die Erwachsenen, jene "Oberhäupter" dieser beherrschenden Komplexe, auch nie direkt verurteilt, denn eigentlich sind sie seelisch noch viel ärmer dran als ihre offiziell für psychisch gestört erklärten Schützlinge Sam und Suzy. Die Insel, welche den Schauplatz der Handlung liefert, stellt sich wie ein realitätsferner Kokon für seine liebenswert merkwürdigen Bewohner dar, in dem jeder seinen zwanghaften kleinen Mikrokosmos auslebt und in welchem niemand an diesem vermeintlichen Idyllezustand etwas zu ändern geneigt ist. Lediglich auf dem Festland scheinen kalte menschartige Organismen wie die Frau vom Jugendamt namens "Jugendamt" (Tilda Swinton) oder die ziemlich herzlosen Pflegeeltern Sams zu existieren.
Als dann aber die Flucht der beiden Außenseiter die schöne Beschaulichkeit völlig aus allen Fugen geraten lässt, werden die schon lange zerrütteten Strukturen unter der hübschen - wenn auch bereits von Anfang an als reichlich labil präsentierten - Fassade sichtbar, was den kultivierten Anwalt (Bill Murray) im späteren Verlauf der Handlung veranlassen wird, mal eben "irgendnen Baum zu fällen" (einfach köstlich!).

Gegen Ende verliert Anderson dann zwar ein wenig seine liebliche Geschichte aus den Händen und dramatisiert unnötigerweise das Geschehen einen Ticken zu stark. Doch das ist an sich nur Makulatur.

"Moonrise Kingdom" ist vielleicht nicht ganz der beste, aber zweifellos der schönste Film des bisherigen Jahres 2012.

-> 8/10 Punkte
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am 28. September 2015
Wer skurrilen Humor mag, wird mit dieser originellen Ausreißerkömodie abseits des Hollywood-Mainstreams bestens bedient. Bruce Willis, Edward Norton und Tilda Swinton macht es sichtlich Spaß, ziemlich schräge Typen darzustellen. Aber die eigentlichen Sympathieträger des Films sind die Jugendlichen.
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am 10. August 2015
Der Film hat mich wirklich umgehauen, die Charaktere werden mit so viel Liebe aber auch gleichzeitiger Reserviertheit dargestellt, wie ich es bisher selten gesehen habe. Das macht es spannend. Die Kaskadierung des Bildes und die Detailverliebtheit beim ausschmücken der Szenen hat mich fasziniert. Der Film gleicht einem Theaterspiel, daher warscheinlich auch die Elemente des Theaterspiels im Film. Solche Entdeckungen und Assoziationen kann man in diesem Film ganz viele finden. Ein sehr intelligent gemachter Film, von dessen Art man gern mehr sehen würde.
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am 14. März 2016
Wobei der Film eigentlich echt nicht nur süß ist. Der Film kann auf jeden Fall mit einer sehr guten mal witzigen, mal traurigen oder auch mal liebenswerten Story beeindrucken. Die Szenenbilder sind wirklich toll und der Film super besetzt. Unter anderem mit Bill Murray, Bruce Willis, Harvey Keitel, Tilda Swinton und Edward Norton.

Ich würde sagen man kann den Film gut als Independant Movie einordenen. Wer solche Filme nicht mag, wird an Moonrise Kingdom keinen Spaß haben. Aber ich fand ihn super!
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am 24. Februar 2014
Moonrise Kingdom ist ein recht zeitloser, schrulliger, und somit auch lustiger Film, der sich im Handlungsverlauf etwas an dem Romeo-und-Julia-Motiv orientiert, und lokal wie in einer eigenen Welt zu spielen scheint (auf einer kleinen Insel). Ein wenig ist er christlich angehaucht (die Kirche als Arche Noahs, als Finale die große Sturmflut), eine weitere Eigenart sind seltsame Momente, in denen man sich deutlich nicht mehr selbst ernst nimmt, (z.B. wird ein Junge von einem Blitz getroffen, steht danach aber sofort wieder auf um weiterzulaufen).
Die Charaktere sind größtenteils sympathisch (vor allem Suzy), die schauspielerische Leistung ist auch ganz ok. Ich finde den Film allemal empfehlenswert.
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