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Zu langes Fernsehen ist ungesund und trägt wohl kaum zu Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes bei, denn gute Sendungen sind eher Mangelware. Doch halt, ein Kanal macht eine Ausnahme. Rund um die Uhr ist hier die Entstehung unseres Universums zu beobachten - der "Big Bang" live on TV! Sie kennen ihn noch nicht? Platzieren Sie einfach Ihre Familie vor dem Gerät, wählen einen noch nicht mit einem Programm belegten Kanal und schon können Sie einen atemberaubenden Blick in die Vergangenheit werfen.
"Ja, spinnt die denn? Da sind doch nur tanzende Punkte und Schneegriesel zu sehen!" Korrekt! Denn einige Prozent dieses Flimmerns sind auf die kosmische Hintergrundstrahlung, die uns praktisch vom Urknall weg erreicht, zurückzuführen, eine Strahlung, die auch im Bereich der Radio- und Fernsehwellen einen Beitrag liefert.

Derart locker und unterhaltsam führt der nukleare Astrophysiker aus Österreich durch das gesamte Buch und erreicht das beinah Unmögliche: ein schwieriges Thema auch dem Laien verständlich zu machen. Dies schafft er mit einem klaren einfachen Text bar jeglichen Fachjargons, mit simplen Skizzen und einer nach jedem Kapitel befindlichen Zusammenfassung, gewürzt durch witzige Cartoons. Oberhummer dechiffriert sozusagen für die Allgemeinheit die dubiose und schleierhafte Welt der Quanten und den physikalischen Code zum Verständnis der Vorgänge in unserem Universum.

In fünf Kapitel hat er sein Buch untergliedert, die jedoch alle auf ein Thema hinauslaufen: "Kann das alles Zufall sein?" Zufall, dass sich ein Universum mit physikalischen Konstanten herausgebildet hat, die, wenn sie nur um hundertstel nach oben oder unten abweichen würden, den Kosmos als wabernde, materielose Suppe, ohne Galaxien und natürlich auch ohne Leben hinterlassen hätten.

Zuvor erklärt Oberhummer den Aufbau des Universums, mit all seinen Myriaden von Sternen, den Planeten, Kometen und Asteroiden und seiner geheimnisvollen dunklen Materie und Energie. Er erläutert den Urknall, geht kurz auf die angestrebte "Theorie für Alles", die "Superstringtheorie" und das spekulative Vorhandensein von außerirdischem Leben ein. Äußerst interessant und anschaulich wird die Entstehung der Elemente in unseren Sternen aufgezeigt.

Immer wieder erzeugen die witzigen, aber äußerst anschaulichen Cartoons ein Schmunzeln. Da sieht man eine Gas- und Staubwolke kollidieren, in deren Ergebnis ein kleiner Stern mit Nuckel entstanden ist, einen kleinen "weißen Zwerg", der traurig in seinem schwarzen planetarischen Nebel gefangen ist oder eine Baustelle mit dem Hinweisschild "Achtung! Schwarzes Loch!", in das natürlich prompt ein Unvorsichtiger stürzt.

Auf den letzen dreißig Seiten nähert er sich dann mit Hilfe natur- und geisteswissenschaftlicher, als auch theologischer Betrachtungsweisen seinem Titelthema an. Erneut bringt er auch hier einen lockeren Einschub, um die unterschiedliche Vorgehensweise zu erläutern: "Der Physiker sucht in einem finsteren Raum nach einer vorhandenen schwarzen Katze. Der Philosoph sucht in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze. Schließlich sucht der Theologe in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze und schreit begeistert: 'Ich habe sie gefunden!'"
In diesem Kapitel gleitet Heinz Oberhummer meines Erachtens etwas zu spekulativ in die Sphären der Theologie ab. Insgesamt tut dies jedoch dem durchweg positiven Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch.

Fazit:
Sicherlich kann sich Oberhummer bei der Fülle an Informationen und dem Umfang dieses Buches nur an der Oberfläche bewegen. Für tiefgehendere Informationen ist weiterführende Literatur unerlässlich, aber für einen ersten Einstieg in die faszinierende Welt der Kosmologie, Astro- und Quantenphysik ist dieses Buch genau richtig.
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am 29. Januar 2012
Der Autor ist emeritierter Professor für Theoretische Physik an der TU-Wien. Sein Spezialgebiet war die Kernreaktion in Sternen. Er hat in der ersten Liga seines Faches mitgespielt. Er ist ferner Mitglied der Science-Buster. Dieses Trio hat den ersten Fundamentalsatz des Österreichischen Schulwesens widerlegt: Physik-Unterricht und insbesondere Physik-Experimente sind das Ödestes was man sich nur vorstellen kann. Bei den Science-Busters zahlen die Leute noch dafür. Der Autor ist nicht nur ein ausgezeichneter Physiker, er hat auch ein ausgesprochenes Talent für die Vermittlung seines Fachgebietes. Er lässt natürlich die mathematischen Gleichungen weg. Er geht - wie er selbst betont - aber keine unzulässigen Vereinfachungen ein. Angereichert ist das Ganze noch mit ein paar gut erzählten Geschichten. Z.B. warum wurde Pluto 2006 zum Zwergplaneten degradiert. Am Ende jedes Kapitels werden die zentralen Aussagen als Comic zusammen gefasst.
Das Buch behandelt zunächst den Aufbau des Universums. Angefangen vom Sonnensystem, den Galaxien, den Galaxienhaufen bis zur Gesamtstruktur. Es gilt auch für das Universum das Prinzip. "Links sind Bäume, rechts sind Bäume und dazwischen Zwischenräume, wo die grossen Elefanten spazieren gehen ohne sich zu stossen".
Danach wird die Geschichte des Universums behandelt. Wobei wir vom Geburtsvorgang nichts wissen, weil es bis heute keine "Theorie von Allem" gibt, die in der Lage wäre den Zustand des Universums zu Beginn zu beschreiben. Es ist daher auch nicht ausgemacht, ob der Beginn wirklich der Beginn war. Oder nur ein spezieller Zeitpunkt in einem wiederkehrenden Prozess.
Im nächsten Kapitel behandelt der Autor sein Spezialgebiet: Das Leben der Sterne und die in den Sternen ablaufenden Kernreaktionen. Oberhummers größte wissenschaftliche Leistung war der Nachweis, dass die Konstante für die Starke Kernkraft genauso sein muss wie sie ist. Würde diese Konstante anders ausfallen, hätte sich in den Sternen kein Kohlenstoff bilden können. Ohne Kohlenstoff gäbs auch kein Leben.
In den ersten drei Kapiteln bewegt sich der Autor auf weitgehend gesichertem Wissenschaftsterrain. Im vierten Kapitel behandelt er die neue Disziplin der Astrobiologie. Die Astrobiologie untersucht die Möglichkeit für die Existenz von Leben im Universum. Nicht als Science-Fiction, sondern als harte Naturwissenschaft. Die Ergebnisse sind noch sehr vage. Laut den bisherigen Berechnungen gibt es im Weltall inkl. Erde 1 bis 20 Millionen Planeten mit Leben. Wobei bereits die Existenz eines besonders widerstandsfähigen Bakteriums als Leben zählt. Die Abschätzung weist noch ein gewisses Verbessserungspotential auf. Der Autor vermutet, dass es andere Planeten mit Leben gibt und man dieses auch in den nächsten 30 Jahren finden wird.
Im fünften und letzten Kapitel beantwortet er die am Buchcover gestellte Frage: Kann das alles Zufall sein? Wenn man von einem einzigen Universum ausgeht, dann folgt auch aus seinen eigenen Ergebnissen zur Kohlenstoff-Synthese: Es ist sehr unwahrscheinlich.
Laut Einstein würfelt der Alte nicht. Laut Oberhummer würfelt er nicht nur im Kleinen, sondern auch im Grossen. Er ist Anhänger der Multi-Universums-Theorie. Es gibt nicht nur ein Universum, sondern sehr viele. Gott hat quasi mehrmals gewürfelt, bis es mit den Bedingungen für Leben gepasst hat. Die Frage ob es ein oder eine Vielzahl von Universen gibt ist jedoch - wie der Autor selbst betont - Gegenstand eines heftigen Disputs unter den Kosmologen. In einem Multi-Universum wäre die Existenz des Lebens eher eine Frage der Ausdauer beim Würfeln.
Für den Wiener Erzbischof Schönborn steht das Ergebnis dieser Diskussion schon fest: Es kann nur ein Universum geben und Gott hat gleich beim ersten Mal alles richtig gemacht. Die These von der unendlichen Perfektheit Gottes wird aber auch von feministischen Theologinnen bezweifelt. "Als Gott den Mann erschuf, übte Sie nur". Laut dem Autor freunden sich inzwischen auch viele jüngere Theologen mit dem Multi-Universum an. Der erste Theologe der eine im Grunde sehr ähnliche Theorie vertrat war Giordano Bruno. Anlässlich des 400 Todestages von Bruno erklärte der päpstliche Kulturrat seine Hinrichtung für Unrecht. Eine vollständige Rehabilitierung steht aber laut Oberhummer noch immer aus (er war lange Zeit auch Präsident der G. Bruno-Gesellschaft). Man dürfte sich daher als Theologe mit der Theorie des Multi-Universums auch heute nicht sehr beliebt machen. Man riskiert allerdings auch nicht mehr Kopf und Kragen. Bei den Naturwissenschaftern geht es ein bisserl pluralistischer zu. Falls der am Institut einflussreichste Prof. ein uni-Universums Anhänger ist, hat man mit dieser Theorie bessere Aufstiegskarten. Falls er der Multi-Universums Theorie zuneigt, ist es umgekehrt.

Anmerkung: Ich bin von einer PR-Dame des Ecowin Verlages kontaktiert worden, ob ich nicht Bücher besprechen möchte. Es hat mich dieses Buch im Verlagsprogramm am meisten interessiert. Wenn mir das Buch nicht gefallen hätte, hätte ich es nicht besprochen.
Ich schreibe jedoch für ein kleines Geschenk keine Jubel-Rezensionen.
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am 24. Januar 2011
Ich fasse mich bewußt kurz - dieses Buch ist mehr als geeignet, seinen eigenen Standpunkt im Universum (oder doch im Multiversum???;-) zu überdenken! ICH zumindest habe eine neue Sichtweise der Dinge erlangt! Möchte sagen: Ich habe was GELERNT!!!

Fazit: Absolut empfehlenswert für alle, die sich noch nicht eingehend mit der Astrophysik beschäftigt haben und die noch STAUNEN können!!!
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am 17. Mai 2009
Was passierte beim Big Bang? Wie werden Sterne geboren? Sind wir alleine im Universum? Was ist eigentlich ein Multiversum? Was hat es mit dieser ominösen Stringtheorie auf sich? Wie wird es weitergehen? Fast jeder hat sich schon einmal die eine oder andere dieser Fragen gestellt.

Heinz Oberhummer hat es mit diesem Buch geschafft, dem Leser diese und andere Themen mit leicht verständlichen Worten näher zu bringen. Man braucht kein Physik- oder Astronomiestudium, um den Erläuterungen zu folgen. Lediglich etwas Verstand und ein wenig Begeisterung für Wissenschaft sind mitzubringen. Oberhummer zählt nicht einfach nur auf, was wir wissen, er erläutert auch warum wir wissen, was wir wissen.

Seit dem Tod von Carl Sagan hat die Populärwissenschaft sehr gelitten, denn nur sehr wenige Wissenschaftler haben die Fähigkeit, Wissen auf eine spannende Art und Weise wieder zu geben. Nur mit Büchern wie diesem hier (und ein paar anderen, Sagans fast zeitlose Werke eingeschlossen) bekommt der "Laie" einen umfassenden, einfach gehaltenen aber dennoch faktisch korrekten Überblick über die aktuellen Erkenntnisse der modernen Kosmologie.

Wir sind schließlich alle aus Sternenstaub...
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Kennen Sie den Namen des Hausmeisters noch, der in der Grundschule nach dem Rechten sah? Der meine hiess Spörri. Und ein Bruno Stanek war damals für mich der Herr der Sterne. Denn er erklärte im Fernsehen das Universum auf so anschauliche Weise, dass ich mich noch heute an seinen Namen erinnern kann. Für diesen Abstecher in die Vergangenheit ist der Autor dieses Buches verantwortlich. Und es gut möglich, dass auch sein Name tiefe Spuren in meinem Gedächtnis hinterlässt. Denn er schafft es, mir Erscheinungen zu erklären, die ich bisher nicht fassen konnte. Das Universum so zu beschreiben, dass vor den Augen eines Laien konkrete Bilder entstehen, ist eine Gabe. "Stellen Sie sich vor, ..." ist denn auch eine der Formeln, mit denen Heinz Oberhummer geschickt arbeitet. Immer geht er vom Wahrnehmungsvermögen eines durchschnittlichen Erdenbürgers aus, um dann Schritt für Schritt in meist grössere Dimensionen zu driften. Kurz: Ein Buch, mit dem ich endlich andere ersetzen kann.

Heinz Oberhummer ist Physiker und Mathematiker. Und nicht zufällig erinnert mich sein Stil an Richard Feynman und dessen Buch "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman! Abenteuer eines neugierigen Physikers." Um Kompliziertes und Komplexes zu vereinfachen, braucht es Distanz. Humor ist eine Möglichkeit, Distanz zu gewinnen. Und den hat Heinz Oberhummer ganz offensichtlich. Aber auch was ihm fehlt, kommt dem Leser zugute. Der Autor hat nämlich keine Angst, kindlich zu sein. Das zeigt sich in seinen Formulierungen ebenso wie in den Zusammenfassungen nach jedem Kapitel. Denn die erinnern eher an gekritzelte Tafelbilder als an unverständliche PowerPoint Präsentationen. Wirklich toll gemacht und nachahmenswert.

Mein Fazit: Wie der Autor seinen Leser das Universum mit all seinen Eigenheiten und unvorstellbaren Grössen erklärt, hat mich sehr überzeugt. Wärmstens empfehlen möchte ich es auch deshalb, weil ausgerechnet Titel und Cover nicht mit der Qualität des Inhalts konkurrieren können. Der Name Oberhummer wird den Lesern auch nach der Lektüre noch in Erinnerung bleiben. Denn wer uns so ernst nimmt, dass er aus akademischen Gefilden heruntersteigt, um unsere Fragen in unsere Sprache zu beantworten, weckt automatisch Sympathie.
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am 23. Oktober 2013
Ich habe schon einige Bücher über Astrophysik begonnen aber noch keines hat alles so genau erklärt, und vor allem so leicht verständlich. Das Buch ist nicht nur hochinteressant und spannend, es ist mit Abstand das beste populärwissenschaftliche Buch da ich je gelesen habe. Dass es von einem Österreicher geschrieben wurde freut einen dann noch doppelt. Herr Oberhummer hat sich dann sogar noch die Zeit genommen um persönlich auf die Fragen in meiner Email (zu dem Buch) einzugehen. Bravo!
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Hätten Sie gewusst dass man sich den Urknall jederzeit im Fernsehen ansehen kann?
Ich nicht, doch anstatt jetzt das Fernsehprogramm oder Internet nach einem Astrokanal zu durchsuchen reicht es aus, einfach auf einen freien Fernsehkanal zu schalten, denn ein gewisser Prozentsatz des dortigen Schneegestöbers in der Bildröhre ist nämlich noch direkt auf jene kosmische Hintergrundstrahlung zurückzuführen, die durch den Urknall entstanden ist.

Solche und andere Dinge lernt man durch Herrn Professor Heinz Oberhummer, der zusammen mit Mag. Walter Gruber wöchentlich auf FM4 die populärwissenschaftliche Radioshow ScienceBusters moderiert. In seinem Buch "Kann das alles Zufall sein?" widmet er sich einem Thema für das sich so mancher bereits im Kindesalter interessiert hat und damals wie heute noch träumerisch zum Nachthimmel emporblickt. Nukleare Astrophysik nennt sich nämlich Prof. Oberhummers Fachgebiet und so ist dieses Buch auch ganz unserem Universum gewidmet.

Vom Urknall und der Entstehung unseres Universums spannt er dabei den Bogen bis zum Tod von Sternen, ohne dabei in ein ärgerliches Jonglieren von Zahlen und Formeln abzudriften. Wie zu erwarten versteht der ScienceBuster sich für jeden Leser verständlich auszudrücken und nicht nur spannend sondern Begeisterung entfachend zu erzählen warum etwa Pluto nicht mehr als Planet gilt oder worin der Unterschied zwischen Asteroiden und Kometen besteht. Einiges mag man ja vielleicht bereits selbst gehört oder gelesen haben, aber es schadet zumindest nicht dieses Grundwissen noch einmal aufzufrischen, da sich in der Astronomie selbst innerhalb von 10 Jahren sehr viel ändern kann.

Selbst wenn man etwas nicht auf Anhieb verstehen sollte empfiehlt es sich einfach weiter zu lesen, denn ein Großteil der verwendeten Begriffe und Bestandteile des Universums wird in eigenen Kapiteln behandelt und zudem wurde das Buch betont so geschrieben, dass man jederzeit wieder voll einsteigen kann, sollte man sich für ein Thema nicht interessieren. Mit einer durch Skizzen ergänzten Zusammenfassung am Ende jeden Kapitels wird auch ein gewisser Fun-Faktor miteingebracht, der etwa an Werner Grubers "Unglaublich einfach. Einfach unglaublich" erinnert. Im Mittelteil findet sich übrigens ein umfangreicher Bildteil für die eher visuell eingestellten Leser, der für ein besseres Verständnis in den Bildbeschreibungen vieles noch einmal auf den Punkt bringt.

Insgesamt schafft es Prof. Heinz Oberhummer sehr gut einen Überblick zu einem der wohl komplexesten Themen unserer Welt zu schaffen, ohne dabei einen Themenbereich, wie Quantenphysik und die String-Theorie, auszulassen. Fast alle astronomischen Phänomene werden abgedeckt und ausreichend erklärt, um sie auch zu verstehen.

Fazit:
Ein Sachbuch, dem es gelingt das Universum in all seinen Facetten zu erklären und trotzdem verständlich geschrieben und spannend zu lesen ist.
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am 18. März 2008
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass mich derart gefesselt hat. Viel zu oft sehen wir in unserem Leben, in der Umwelt nur Dummheit und Chaos. Während der Lektüre des gut verständlichen Buches musste ich aber erkennen, zu welchem Ideenreichtum und welchen Leistungen der menschliche Geist fähig und wie perfekt die Ordnung im Universum ist. Phantastische Theorien und Methoden zur Beurteilung der Theorien werden verständlich dargelegt und mit humorvollen Einlagen gewürzt. Aus dem ganzen entsteht ein beeindruckendes Bild vom Universum oder dem Multiversum - wie es der Autor darlegt - das ich als faszinierend empfinde.
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am 30. November 2015
In Summe war das Buch des Astrophysikers für mich nicht die ganz große Neuigkeit, doch ist es gut und kompetent geschrieben und vergnüglich zu lesen. Man merkt dem Buch an, dass es eine Zusammenstellung von Vorträgen ist. Als kurzweilige Lektüre für unterwegs allemal zu empfehlen.
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am 25. September 2008
Heinz Oberhummer, seines Zeichens pensionierter Universitätsprofessor am Atominstitut der TU Wien, legt die Grundlagen der Kosmologie für den Laien leicht verständlich dar. Vielleicht tat ich mir besonders leicht, weil mich Astrophysik als Kind und Jugendlicher begeisterte und viele Dinge die Oberhummer darstellt daher nicht grundlegend neu waren, aber selbst wenn ich dieses Vorwissen ausblende bleibt der Text noch immer leicht lesbar und gut verständlich - zugegeben nicht sehr tiefgreifend aber keinesfalls oberflächlich. Freilich werden Leute die sich schon lange mit Themen rund um die Kosmologie beschäftigen kaum Neues erfahren, aber für alle anderen die sich mit den Grundlagen dieser Naturwissenschaft befassen wollen, bietet das Buch einen hervorragenden Überblick der noch dazu sehr leicht fassbar geschrieben ist.

Oberhummer beginnt quasi bei Adam und Eva - dem Sonnensystem mit seinen nunmehr acht Planeten und stellt natürlich dar, warum für jene die Pluto immer noch für einen solchen halten, dies auf internationaler Ebene heute nicht mehr so gesehen wird. Vor vielen Jahren habe ich auch "Eine kurze Geschichte der Zeit" von Stephen Hawking gelesen und kann daher guten Gewissens sagen, dass Oberhummers Buch deutlich leichter verständlich bleibt.

So läuft das auch die ersten drei Kapitel dahin und kann absolut überzeugen. Dann allerdings wechselt er von einer rein naturwissenschaftlichen Seite auf eine philosophischere Sichtweise und befasst sich z.B. damit ob die Menschen auf dem Raumschiff Erde sich demnächst ausrotten werden oder ob es außerirdisches Leben gibt und ob es sinnvoll ist danach zu suchen. Alles zugegeben sehr interessante Themen, die aber nichts mehr mit den Grundlagen der Kosmologie zu tun haben und auch nichts mit dem Titel des Buches, dem er sich dann im letzten Kapitel widmet.

Das letzte Kapitel ist wohl jenes das ich an dem ganzen Buch am meisten gefürchtet habe. Und zunächst schienen sich meine Befürchtungen zu betätigen, als Oberhummer meinte das Anthropische Prinzip und das Intelligent Design wären nur unterschiedliche Sichtwinkel auf das gleiche Ding. Schließlich kann er sich aber dann doch dazu durchringen zu erklären, die Multiversumstheorie kann ohne einen großen Plan auskommen.

Das Buch ist didaktisch hervorragend aufgebaut und besonders die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels haben es mir angetan. Hier hat der Autor mit handschriftlichen Notizen und Zeichnungen die Kerninhalte nochmals wiedergegeben. Es ist nett anzusehen und eine schöne Idee die lange in Erinnerung bleibt.
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