flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusic Fußball wint17



am 5. April 2017
Das Buch ist absolut lesenswert. Samuel Koch nimmt seine Leser mit auf die Reise durch sein Leben und die Veränderungen, die der Sturz mit sich brachte. Trotz seiner körperlichen Einschränkung und der erschütternden Diagnose bleibt er positiv und ermutigt seine Leser damit, es ihm gleichzutun.
Auch im persönlichen Kennenlernen von Samuel Koch bei einer Lesung spiegelte sich die im Buch beschriebene Persönlichkeit wieder. Ein sehr echtes, rührendes und unheimlich hoffnungsvolles Buch. Ich werde es sicher nicht zum letzten Mal gelesen haben.
Diese Buch muss man gelesen haben. 5 Sterne.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2017
ich habe das Buch gleich nach Erhalt gelesen und wollte noch so viel anderes erledigen. Nur, leider konnte ich das Buch erst am Schluss zur Seite legen

Wobei ich jedoch eines vermisse, was man als behinderte Person - nach fremdverschuldeten Unfällen machen muß - sind die Kämpfe um Behandlung, Existenz incl Gerichtsverfahren und die entsprechende Wartezeiten bis zu diesen Terminenu.a. . Hiervon kann ich eine Menge berichten und das trotz Fremdverschulden und somit Regressfähigkeit
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2016
60 Millisekunden. Ein Wimpernschlag. So lange – oder so extrem kurz – dauerte Samuel Kochs Aufprall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Salto überqueren wollte. So kurz und so tragisch. Doch, was bleibt?

Am 4. Dezember 2010 stürzt Samuel Koch bei einem Auftritt in der „Wetten, dass…?“-Sendung. Mit seinen „Powerisern“ wollte er in vier Minuten fünf fahrende Autos überspringen. Hunderte Male hat er zuvor diesen Sprung geübt. Als er das vierte Auto, welches sein Vater lenkte, mit einem Salto überqueren wollte, berührte er mit seinem Kopf 60 Millisekunden lang das Autodach und stürzte. Was danach geschah, nennt er „eine fatale Ereigniskette“. Es hätte noch mal alles gut werden können. Doch nach zwei Wochen war klar, dass es zunächst lange nicht mehr gut sein wird. Bis heute sitzt er im Rollstuhl, weil er vom Hals abwärts gelähmt ist, und steuert ihn nur mit den Bewegungen in seiner Schulter. Da es ihm in diesem Zustand nicht möglich ist, ein Buch zu schreiben, bekam er den Co-Autor Christoph Fasel an die Seite gestellt. Zusammen gelingt beiden ein überaus interessantes Buch.

Am Anfang beschreibt er auf gut sieben Seiten fast minutiös den Auftritt in der Sendung mit Gottschalk und Hunziker. Die Vorfreude, die Aufregung, die Konzentration, die Sprünge, der Sturz und dann Nacht. Wie es weiterging, wurde in der Presse zwar immer wieder berichtet, doch nicht selten falsch dargestellt. Auch aus diesem Grund hat Samuel Koch sich entschlossen, ein Buch zu schreiben.

Das Leben ist einmalig, bei Samuel Koch jedoch zweimalig. Es gibt ein Davor und ein Danach. Auf ca. 50 Seiten berichtet er über sein erstes Leben. Es ist ein Leben in Bewegung. Man hat den Eindruck, dass er sich vor dem Sturz nur mit Saltos durchs Leben bewegte. Leichtigkeit, aber nicht Leichtsinn, Beweglichkeit aber nicht Ruhelosigkeit, Erfolge, aber nicht Arroganz kennzeichneten sein Leben vor dem Sturz. Die Entscheidung die Wette mitzumachen, fiel Samuel nicht leicht. Es gab Zweifel und ungute Gefühle. Mit seinen Freunden betete er, um den Willen Gottes zu erkennen. Samuel wollte mit dieser Wette mehr bezwecken, als nur sein Können zu präsentieren. Er wollte nach dem Sprung einige gute Worte, Worte über seinen Glauben an Gott weitergeben. Man wird aus christlicher Sicht Samuels Entschluss unterschiedlich bewerten. Zum Glück muss ich das hier nicht tun. Lassen wir lieber Samuel selbst zu Wort kommen:

„Vielleicht war mein ursprünglicher Wunsch einfach vermessen gewesen, im Gespräch mit Michelle Hunziker und Thomas Gottschalk etwas Tiefgründiges loszuwerden. Das hätte ich auf jeden Fall versucht. Wenn ich mir nicht vorher das Genick gebrochen hätte. Nein, eine Samstagabendshow ist wohl nicht das Medium, das für die Offenbarung tiefer Einsichten geeignet ist. Bewegte Bilder, dramatische Musikuntermalung, sparsame Texte – gut und schön, für den Moment.“

Ein Buch ist dafür ein besseres Medium. Samuel hat diese Möglichkeit ergriffen. Im zweiten Teil seines Buches ergreift er die Möglichkeit, Tiefgründiges loszuwerden, wie er es vor dem Sturz und in der „Wetten, dass…?“-Sendung sicher nicht tun könnte. Er offenbart tiefe Einsichten, die ein 25-Jähriger wahrscheinlich erst nach so einem Sturz und den darauf folgenden schrecklichen Wochen haben kann.

In einem Interview wurde er gefragt, ob er auf Gott sauer wäre. Er antwortete: „Auf ihn? Wenn ich sauer sein sollte, dann wohl eher auf mich selbst!“ Auch wenn Samuel auf Gott nicht sauer ist, hat er ihn oft nicht verstanden. Die „Warum-Frage“ bleibt wohl für immer unbeantwortet, aber auf die „Wozu-Frage“ bekommt er immer mehr Antworten.

Samuel – der Name bedeutet: Von Gott erbeten – ist einer der mit Gott betet. Er tat es vor dem Unfall. Und er tut es noch viel mehr jetzt. Er spricht mit Gott, er diskutiert mit ihm, er ist mit ihm im Dialog. Mit Gott ist er noch lange nicht fertig. Er ist mit Gott im Gespräch darüber, was der Vers aus Römer 8,28 für sein Leben bedeutet. Vieles hat sich in Samuels Leben verändert. Doch, was bleibt?

„Sehr spannend finde ich die Erkenntnis, die mir erst kürzlich gekommen ist, als ich mich mit der Frage auseinandergesetzt habe, was an mir eigentlich noch so ist wie früher. Was meinen Kern, mein innerstes Wesen ausmacht.

Eine Erfahrung, die sich durch große Teile meiner Jugendzeit zog, war, dass ich ganz oft gefragt wurde: „Wie schaffst du das eigentlich alles, was du machst? Wie kommst du zu deiner Ausstrahlung? Was ist dein Geheimnis?“

Meine Antwort lautete dann: „Ganz einfach: Ich bete!“

Und genau das ist auch heute noch meine Antwort auf dieselbe Frage, auch wenn die jetzt unter ganz anderen Vorzeichen erfolgt. Nach allem, was geschehen ist, sind nur ganz wenige Dinge in meinem Leben gleich geblieben, und dieser Kernpunkt gehört dazu.“

Diese Art von tiefgründigen Gedanken, sein ausgeprägter Humor und witzige Wortspielereien machen dieses Buch zu einer kurzweiligen und bereichernden Lektüre. Samuel gesteht, dass er keine endgültigen Antworten auf wichtige Lebensfragen in seinem Buch gibt. Die vorläufigen Antworten fallen umso tiefgründiger aus.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 5. Mai 2012
Ach ja. Wieder ein - wenn auch infolge tragischer Umstände - mehr aus Zufall bekannt gewordenener Mensch, der seinen Leidensweg larmoyant in klingende Münze zu transferieren versucht. Gab es immer. Ghostwriter im Hintergrund, den schnellen Reibach im Blick, wird ein nichtssagendes "Werk" auf den Markt geworfen, das infolge der sensationslüsternen Medienpräsenz des so Gebeutelten zum Verkaufsschlager wird und nichts als Schales hinterlässt. Und postwendend entsorgt/verkauft/verschenkt wird.
So mein Vorurteil, als ich dieses Buches als gutgemeintes Geschenk habhaft wurde. Keine 20 Seiten Lektüre brauchte es, um mich staunend all dieser Vorurteile zu entledigen. Larmoyanz? Fehlanzeige. Nichtssagende Phrasen, um jenen TV-Abend herum gestrickt und endlos ausgewalzt, doch völlig substanzlos? Keineswegs. Staunend, mitunter auch ehrlich bewegt, nimmt man zur Kenntnis, dass hier keine sensationsheischende Betroffenheitsbelletristik vorliegt, sondern ein junger, vom Schicksal gebeutelter Mann erzählt, der weit mehr als sein tragisches Los mitzuteilen weiß: Nämlich den Weg, wie man Unumstößliches angehen, gar bewältigen kann, das wohl den meisten von uns Schauer des Entsetzens über den Rücken jagt bei der Vorstellung, sich selbst in einer solch schier ausweglosen Situation zu befinden. Es schreibt ein Mensch, der - fest im Glauben verwurzelt - lernen musste, sich mit dem Unabänderlichen zu arrangieren, es anzunehmen, das Beste daraus zu machen. Genau darin besteht auch die Daseinsberechtigung seiner Schilderung: Zeigt Samuel Koch doch Wege auf, Schläge zu verarbeiten, die uns alle auf welche Art und Weise auch immer allesamt treffen können, ohne in Verzweiflung zu versinken.

Ob dies nun beabsichtigt war, gar kalkuliert wurde, sei dahingestellt, da irrelevant. Wichtig alleine ist die gehörige Portion an Zuversicht, die man bei dieser Lektüre zu beziehen imstande ist und die auf zumeist weitaus weniger gravierende Schläge abzielt, auf die jeder von uns irgendwann einmal zusteuert, da nun einmal kein Leben fern jeglicher tiefgreifender Einschläge bleibt.

Bewundernswert in jedem Fall der Mut, die Akzeptanz sowie die Einsicht in die aktuellen Gegebenheiten, die das schwere Schicksal dieses Mannes dennoch lebenswert geraten ließen. Davon können wir uns alle (mehr als) eine Scheibe abschneiden.
Alles Gute diesem Tapferen und - danke für die Zuversicht, der man sich nicht entziehen kann!
66 Kommentare| 135 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Mai 2012
Ich habe dieses Buch gekauft, nachdem ich von einer Bekannten auf die Sendung "Günter Jauch" im ARD aufmerksam gemacht wurde, bei der es um Samuel Koch ging. Das Buch hat mich beim Lesen sehr bewegt, und irgendwie kann ich sagen, es hat mein Leben verändert. Ich kann diesen jungen Mann nun besser verstehen - nachvollziehen, wie sein Leben vorher war, was sein "Schatz in Leben" gewesen ist (vor allem die unglaubliche Freude über die eigene Beweglichkeit, die Begeisterung für den Sport, das Abenteuer, etwas Neues auszuprobieren)und wie es dann letztlich zu dieser Wette kam. Und wie anders, wie unendlich mühsam nun alles für ihn geworden ist ... Ich finde das Buch sehr ergreifend und authentisch, und die negative Kriktik eines meiner Vorgänger finde ich sehr hart und auch ungerecht. Nein, ich glaube bestimmt nicht, dass es bei dem Buch darum ging, "Reibach" zu machen ... Wie gern würde S.K. auf das dadurch möglicherweise zu verdienende Geld verzichten, wenn er dafür seine Gesundheit noch hätte! Aber nachdem es nun mal so gekommen ist, finde ich es gut, wenn er dadurch seinen Lebensunterhalt (vielleicht) wieder selbst verdienen kann, anderen Menschen zu einer neuen Sichtweise ihres Lebens verhilft und zudem noch Verständnis für Menschen in ähnlicher Lage weckt. Ich bin Samuel Koch und dem Co-Autor Christoph Fasel einfach dankbar dafür, dass sie das Buch geschrieben haben.
Bei mir sind nach dem Lesen tiefes Mitgefühl und eine unendliche Dankbarkeit zurückgeblieben. All die eigenen gesundheitlichen Probleme, die mich gelegentlich bedrückten, erscheinen mir nun so winzig, so unwesentlich ... Ich schaue auf das, was ich alles tun kann, wie selbstbestimmt ich leben darf, und denke, wenn mir mal etwas mühsam erscheint (oh Mann, schon wieder die Spülmaschine einräumen, mit den Hunden laufen, ein Essen auf den Tisch stellen ...): Wie dankbar und glücklich wäre Samuel Koch, wenn er dies tun könnte. Wie gern würde er die Wäsche aufhängen, die leidige Steuererklärung erledigen ...
Ich bin ebenfalls Christ und finde auch die Art, wie er das Vorgefallene in Bezug auf seinen Glauben einordnet, einfach gut, wohltuend - nicht vorschnell, sondern durchdacht, mit Raum für Fragen und Zweifel, auch Selbst-Hinterfragung.

Ich möchte einfach danke sagen für dieses wertvolle Buch, das nicht nur ein Einzelschicksal schildert, sondern mir zudem geholfen hat, etwas besser zu verstehen, mit welchen Schwierigkeiten gelähmte oder anderweitig behinderte Menschen zu kämpfen haben. Ich wünsche S.K. von ganzem Herzen gesundheitliche Fortschritte, ein allmähliches Wiedererlangen weiterer Körperfunktionen - aber auch wenn es in dieser Hinsicht nicht so kommen sollte, wie man hofft und wünscht, an diesem Trost dürfen wir als Christen unbeirrbar festhalten: "Darum geben wir nicht auf. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange und ist leicht zu ertragen in Anbetracht der unendlichen, unvorstellbaren Herrlichkeit, die uns erwartet" (2. Korinther 4,17). Das ist kein "Vertrösten" auf die Ewigkeit, sondern eine reale Hoffnung, deren Verwirklichung wir Tag für Tag ein Stück näher kommen.
0Kommentar| 41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2012
Ich lese gerne Biografien über Menschen, die mich interessieren. Und da ich eine von vielen Deutschen war, die die "Wetten, dass..?"- Sendung im TV gesehen hatte, wollte ich gern mehr über Samuel erfahren.

Ein bisschen Angst hatte ich schon, da ich zunächst der Ansicht war, die Biografie wäre verfrüht erschienen und Samuel hätte sich noch ein paar Jahre Zeit nehmen sollen, doch alsbald änderte sich meine Meinung.

Samuel schildert zunächst sein Leben vor der Wette, wo mir in regelmäßigen Abständen nur einfiel: "Mensch was für ein Draufgänger, stets geradeso glimpflich davon gekommen." Im Anschluss folgen der Weg zur Wette bis zum Unfall und dann die Zeit danach. In sachlicher, einfacher Sprache wird dem Leser ohne Verschnörkelungen, Verschönung oder ähnlichem das Schicksal Samuels näher gebracht. Besonders bewegt haben mich dabei seine Erlebnisse im Krankenhaus, die mich doch sehr mitnahmen. Auch die Beschreibungen wie die Medien mit ihm und seiner Familie umgegangen sind, zeigen wie die Welt hinter der Fassade aussieht.

Das Buch dient nicht dazu um auf die Tränendrüse zu drücken, sondern Samuel teilt sich hier all denjenigen mit, die gern mehr über sein Schicksal erfahren wollen und dies tut man hier. Und besonders im Mittelpunkt stehen hierbei nicht Samuel selbst, sondern Familie, Freunde, Ärzte, Pfleger und all jene, die ihn unterstützen und ihm das Leben erleichtern. Ebenfalls toll finde ich, dass er mit dem Buch die Gelegenheit nutzt, dass es nicht nur ihm so geht, sondern es noch zig andere querschnittgelähmte Menschen in Deutschland gibt, an die keiner denkt und die genauso Hilfe benötigen wir er.

Das Einzige, was mich am Buch etwas gestört hat, war die allzu häufige Erwähnung Gottes. Wenn ihm das hilft, ist das sehr schön, aber teilweise klangen einige Passagen doch etwas stark nach Missionierung.

Fazit: Ein bewegendes Buch über einen Menschen, dessen Schicksalsschlag tausende Menschen am Fernseher live mit verfolgen konnten. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich kann es nur all jenen empfehlen, die sich für Samuel und/ oder andere körperbehinderte Menschen und deren alltägliches Leben interessieren.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2012
Ich habe mir das Buch gekauft, da ich selbst auf einer Station mit querschnittgelähmten Menschen tätig bin.
Die erste Hälfte habe ich in einem Zug gelesen, da es mich ungeheuer gefesselt hat. Die Dramatik dieses schrecklichen Unfalls ist deutlich spürbar und spitzt sich von Seite zu Seite erheblich zu.
Die Ehrlichkeit mit der Samuel schreibt ist sehr berührend und auch die Biografie dahinter zeigt, wie intensiv der Zusammenhalt in der Familie Koch ist.
Auch die letzten Seiten des Buches über den Sinn und die Wertigkeit im Leben haben mich sehr berührt,
sowie der Vergleich zwischen Menschen die in der Öffentlichkeit stehen und ein solcher Unfall passiert mit sogenannten "No name" Patienten.
Gerade auch Krankenpflegepersonen oder Ärzte sollten sich mit einer solchen Thematik befassen um sich a)selbt wieder besser reflektieren zu können und b) um sensibel zu bleiben für den hoffentlichen Rest ihrer beruflichen Laufbahn.
Denn ich glaube, dass man ab einer gewissen Zeit in einem solchen Job, auch abstumpft und die Lebensgeschichten von Personen nicht mehr an sich heran lassen kann und möchte.
Dieses Buch öffnet uns die Augen,so manche Unzufriedenheit des Alltags kann belächelt werden und die Großartigkeit des Augenblicks bzw. des gesamten Lebens kann dann wieder wahrgenommen und gefühlt werden.
22 Kommentare| 51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2012
Ich kann mich den anderen Meinungen nur anschließen und das Buch empfehlen!

Es ist zu Recht ein Bestseller - nicht, weil Samuels Unfall eben "zufällig" vor laufender Kamera passierte, sondern weil genau beschrieben wird, was so eine Lähmung eigentlich bedeutet. Was passiert auf der körperlichen Ebene? Wie verhalten sich die Ärzte, das Pflegepersonal? Wie geht die Familie damit um? Wie reagiert das Umfeld? "Zwei Leben" vermittelt einem das Gefühl, hautnah dabei gewesen zu sein. Man kann sozusagen aus nächster Nähe beobachten, wie aus einem sportlichen jungen Mann ein Rollstuhlfahrer wird.

Nur, weil in einem winzigen Moment etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte.

Selbst erleben werden das zum Glück die Allerwenigsten. Aber wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie Rollstuhlfahrer mit etwas anderen Augen sehen. Die meisten von ihnen könnten wohl eine ähnliche Geschichte erzählen.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2014
Habe lange mit mir gerungen, das Buch überhaupt zu lesen. Dachte zuerst "wieder eine, der seine (zufällige) Berühmtheit nutzt, um noch berühmter zu werden und davon auch noch ein Buch schreibt". Habe mich sehr geirrt. Das Buch ist eins der Besten, was ich bisher gelesen habe. Samuel Koch schreibt mit einer solchen Ehrlichkeit, Offenheit und ohne Selbstmitleid, wie es war und ist, eben zwei Leben. Manch einer würde an dem Schicksal verzweifeln, er lebt jede Sekunde und kämpft sich zurück in sein, bzw, in ein zweites, anderes Leben. Vertrauen tut er dabei auf seine Familie, Freunde und seiner Kraft des Glaubens, ohne dabei den Lesern religiöse Dinge aufzuzwingen. (Ich selber bin z.B. aus der Kirche ausgetreten und würde eine Art "Bekehrung" nicht gerne lesen wollen.) Wunderbar, Samuel. Alles Gute weiterhin. Ein ganz hervorragendes Buch!!!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 30. April 2012
In eine Welt einzutauchen, in der man kleine (wieder erwachende) Inseln im Körper spürt, alles denken kann, aber abgeschnitten ist vom Bewegen des Körpers. Können wir uns das wirklich vorstellen? Ich muss sagen, dass ich mir bislang wenig bis keine Gedanken darüber gemacht habe. Mit diesem Buch und einem privaten Schicksal eines Freundes, das ähnlich verläuft, habe ich mich für die Texte von Samuel Koch sehr interessiert.

Thomas Gottschalk schreibt in dem Vorwort von einer tiefen Einsicht (die ihm nach dem Unfall klar wurde), wie mit dem Leben umzugehen sei, wenn es nicht so läuft, wie man erwartet hat. Er selbst kann das ebenso mit seiner neuen Show erleben wie Samuel Koch auf einer physisch-geistigen Ebene, die ihn alle Pläne über Bord werfen ließ. Die Frage bleibt immer, wem die Natur bestimmte Dinge verordnet, ich glaube nicht nur an selbst verschuldetes Schicksal, einige Dinge passieren einfach. Einige fordern das Schicksal mehr heraus als andere und unsere Gesellschaft geht in vielen Bereichen höheres Risiko und kitzelt Dinge hervor, die man im Grunde besser sein lassen sollte. Ein weites Feld. Im Grunde kann einem das Schicksal Samuel Kochs täglich beim Gang über Treppen oder beim Baumschnitt passieren.

Samuel Koch nutzt dieses Buch als Therapie, als Möglichkeit, um wieder ins Leben zu kommen. In der Tat ist dies eine hervorragende Motivation bzw. die Chance, neu zu starten. Wenn nur noch der Kopf, die Gedanken funktionieren und man sich sehnlichst wünscht, jemanden zu umarmen, es ist schwer, sich das vorzustellen.

Samuel Koch kritisiert die Medien, deren Belagerung er als unangenehm empfand. Er schreibt vom Alltag eines Gelähmten, in dem Schmerzen bzw. Depressionen immer überhand nehmen wollen, er sich kleine Glücksmomenten richtiggehend erdenken, herausnehmen muss. Wenn man sein trotzalledem glückliches Gesicht in den Fernsehsendungen erinnert, dann blickt man mit diesem Buch hinter diese Fassade und einen Kampf mit sich selbst, der ihn oft zur Verzweiflung bringt.

Samuel Koch möchte mit diesem Buch insbesondere auch auf die leidvolle Situation von Querschnittsgelähmten aufmerksam machen - ein Zustand, der pro Tag etwa fünf Menschen in Deutschland trifft. Die mitfühlende Schilderung von Leidensgenossen, die ihm in Kliniken begegnen, alles in diesem Buch atmet trotz einer unsagbar schweren Situation Optimismus und Lebensmut. Ich wünsche Samuel Koch das immer häufigere Auftauchen täglicher Glücksinseln, bis hin zu einer vollständigen Genesung - alles ist möglich.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)