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am 25. September 2015
Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum lieferten uns die Toten Hosen 16 frische Songs und 15 adaptierte Stücke, die durch das Radio und die vielen Konzerte mittlerweile bestens bekannt sein sollten. Doch was verbirgt sich hinter den beiden Alben "Ballast der Republik" und "Die Geister, die wir riefen" eigentlich genau? Dazu müssen wir einen analytischen Blick auf alle Songs werfen.

-- BALLAST DER REPUBLIK --
(1) Drei Kreuze (dass wir hier sind)
Bei diesem Song handelt es sich um ein rein instrumentales Intro mit 87 Sekunden Länge, weswegen ich an dieser Stelle drei Sterne vergebe. Intros fallen in meiner Gesamtwertung nicht ins Gewicht und bekommen fast immer eine Mindestanzahl an Punkten.
Bewertung: 3/5 Pommesgabeln

(2) Ballast der Republik
Nach einem halbwegs gelungenen Übergang dürfen die toten Hosen das erste Mal richtig rocken. Ein ernstes Thema, ein guter Text, eine einfache Melodie und ein wilder Refrain - was will man mehr?
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(3) Tage wie diese
Dieser Song sollte mittlerweile bekannt sein, wird er im Radio doch rauf und runter gespielt. Das finde ich schade, da einem die Lust auf einen Song dadurch irgendwie vergehen kann. Aber wenn man diesen Umstand ausklammert, bleibt eine wahre Hymne, die wir bei der anstehenden EM sicher noch oft hören werden. Allerdings finde ich, dass dieser Song eher in der Mitte des Albums hätte kommen sollen, da er hier fast wie eine Bremse wirkt.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(4) Traurig einen Sommer lang
Hier wird es dann wieder ein wenig wilder. Doch obwohl das Thema ziemlich ernst ist, wird es nicht überstrapaziert. Die Toten Hosen beschreiben hier, wie sie die Tode bestimmter Musiker erlebt haben und was für einen Effekt diese auf sie persönlich hatten. Hoffentlich bleiben uns die Hosen noch eine ganze Weile erhalten.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(5) Altes Fieber
Hier beginnt wieder eine Art Selbstreflexion der Bandmitglieder, die man bereits auf dem letzten Album in einigen Songs finden konnte. Aber dieser Song hängt die Latte noch ein wenig höher und besticht durch eine Empathie, dass man als Zuhörer fast schon meint, diese Zeiten selber miterlebt zu haben. Hinzu kommt ein wieder mal grandioser Songtext mit einem wunderschönen Refrain.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(6) Zwei Drittel Liebe
Es ist schwer, in all den Highlights einen Favoriten ausfindig zu machen. Aber wenn ich mich für einen Song entscheiden müsste, dann würde ich wohl diesen hier wählen. Das vorgegebene Thema wird vor allem im Refrain wild vorgetragen und besticht durch ein einfaches wie geniales rhetorisches Mittel.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(7) Europa
Hierbei handelt es sich zwar immer noch um keine richtige Ballade, aber um einen Song, der trotz des ernsten Themas durch seine Ruhe besticht und dadurch und trotz des sehr ernsten Themas irgendwie gute Laune macht. Stellenweise klingt er zwar ein wenig künstlich, aber das fällt nicht allzu sehr ins Gewicht, da er einen Rhythmus besitzt, der zum leichten Tanz einlädt.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(8) Reiß dich los
Und um unsere Punker zu beruhigen, wurde natürlich auch wieder eine ordentliche Portion Kritik am System auf das Album gepackt. Allerdings wirkt der Song stellenweise wie gewollt und damit ziemlich erzwungen. Themen dieser Art wurden in der Vergangenheit auf jeden Fall besser umgesetzt. Dennoch handelt es sich um einen überdurchschnittlichen Song.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(9) Drei Worte
Am Anfang fragt man sich, wo dieser Song mit dem Zuhörer hin will, da er in den ersten 43 Sekunden lediglich ein leichtes aber relativ langweiliges Intro in Form einer akustischen Gitarre liefert. Danach beginnt aber der eigentliche Song, der wieder durch einen sehr guten und empathischen Songtext bestechen kann. Die drei wohl berühmtesten Worte der Welt werden hier aufgegriffen und unter einem ganz neuem Licht präsentiert.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(10) Schade, wie kann das passieren?
Dieser Song könnte thematisch als Fortsetzung von "Auswärtsspiel" herhalten. Die Stimmung ist musikalisch jedoch um einiges positiver. Was wäre das auch für ein Album geworden, wenn man nicht auch die Fußball-Schublade abgedeckt hätte? Wobei man hier dazusagen muss, dass eine Niederlage der DEG der Auslöser für diesen Song gewesen ist.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(11) Draußen vor der Tür
Auch dieser Song hat einen älteren Bruder, nämlich "Nur zu Besuch". Daran kann man locker herleiten, dass es sich um eine Ballade handelt. Diesmal singt Campino nicht über seine Mutter, sondern über seinen Vater. Die Grundstimmung ist allerdings um einiges positiver. Songtexte dieser Art wirken, wenn sie aus Campinos Feder stammen, nie wie ein Reinfall oder aufgesetzt, und so ist es auch hier.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(12) Das ist der Moment
Und wieder liefern uns die toten Hosen eine Hymne ab, die vor allem live ein wunderschönes Erlebnis sein wird. Die Band zieht hier bestimmte Momente aus ihrem Leben heraus, welche die Mitglieder motiviert und inspiriert haben - mit dem Ergebnis, dass genau diese Momente in der Zukunft wichtig sein werden. Dieser Song wird wunderschön vorgetragen und wirkt nicht einmal ansatzweise wie eine Selbstbeweihräucherung.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(13) Ein guter Tag zum Fliegen
Dieser Song lehnt sich musikalisch stark an "Europa" an. Er ist ähnlich leicht und locker und gönnt dem Zuhörer eine kleine Verschnaufpause. Diesmal ist das Thema auch leichter anzusehen, was diesem Song auf jeden Fall gut tut.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(14) Oberhausen
Eine kleine Liebesgeschichte aus Oberhausen für zwischendurch. Irgendwie könnte ich mir diesen Song auch gut als Schlager vorstellen. Aber das heißt natürlich noch lange nicht, dass dieses Lied schlecht ist. Ruhige Strophen und etwas schnellere Refrains wechseln sich hier wieder einmal gekonnt ab.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(15) Alles hat seinen Grund
Ein gutes Thema mit einem ebenso guten Songtext. Leider finde ich diesen Song rein musikalisch nicht gerade überzeugend. Mit einer besseren Melodie hätten die Hosen hier zum Schluss des Albums noch einmal einen Kracher heraushauen können. So bleibt leider nur Standard, was angesichts der Tatsache, dass mir die vorherigen Titel allesamt gefallen haben, aber zu verzeihen ist.
Bewertung: 3/5 Pommesgabeln

(16) Vogelfrei
Was soll dieser Song nun sein? Ernst? Humorvoll? Wozu soll er anregen? Zum Nachdenken? Zum Lachen? Oder ist er am Ende wieder Kritik an Kirche und Religion? Vielleicht an der Vorstellung, die man vom Paradies haben soll? Dieser Aspekt wird für Analysen sicherlich interessant sein. Für mich steht allerdings fest, dass es sich hier um einen mehr als gelungenen Song handelt. Leider erscheint er etwas kurz, da hier ein relativ langes Intro und ein Outro, das sich an die ersten beiden Titel anlehnt, zu finden sind. Wie auch immer - Feuer frei für "Vogelfrei"!
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

-- DIE GEISTER, DIE WIR RIEFEN --
(1) Computerstaat [Original: Abwärts]
Unter allen 15 Liedern, die auf der zweiten CD zu finden sind, hätte sich kaum ein besserer Opener finden können als dieses visionäre Stück. Dieser Song hätte an keiner anderen Stelle so gut gepasst. Und mit dem Wissen von heute wird der Songtext dem einen oder anderen bestimmt einen kalten Schauer über den Rücken jagen...
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern

(2) Sirenen [Original: Male]
Wer sich weniger auf die Texte konzentriert und seinen Fokus eher auf harte Gitarrenriffs und wilde Melodien legt, wird hier bestens bedient. Wobei man sagen muss, dass der gute Songtext auch hier für den einen oder anderen kalten Schauer sorgen könnte. Dieser Song ist eine sehr gute Ergänzung zum Opener. Die Toten Hosen bezeichnen Male übrigens als "erste 100%ige Punkband aus Deutschland". Ferner zollen sie ihrer Vergangenheit Tribut, denn Male teilte sich lange Zeit einen Proberaum mit ZK, die Vorläuferband der Toten Hosen.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(3) Das Model [Original: Kraftwerk]
Dieser Song dürfte nicht nur aufgrund seines Originals bestens bekannt sein. Neben den Toten Hosen wurde er unter anderem auch schon von musikalischen Größen wie Rammstein oder Heino gecovert. Musikalisch gesehen treten die sechs Punkrocker aus Düsseldorf hier erst einmal ein bisschen auf die Bremse. Nach den ersten beiden todernsten und eher wilden Liedern ist das allerdings auch nicht weiter tragisch.
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern

(4) Die Moorsoldaten [Original: KZ-Häftlinge]
Dieses Lied wurde 1933 von Häftlingen im KZ Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen und dort im Rahmen einer Veranstaltung aufgeführt. Bei diesem Vortrag wurde der letzte Refrain von allen Gefangenen mitgesungen und wirkte dermaßen heftig nach, dass das Lied zwei Tage später verboten wurde. Allerdings verbreitete sich das Lied dennoch wie ein Lauffeuer und wurde schließlich in alle Welt getragen. Damals galt es als inoffizielle Hymne aller KZ-Insassen und hat den Menschen Mut gemacht. Dass sich die Toten Hosen so einem historischen Stück annehmen, passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Sowohl musikalisch als auch gesanglich handelt es sich um eines der besten Lieder auf dieser CD. Vor allem der Anfang hat mir sehr gut gefallen: Die Gitarren werden so eingesetzt, dass sie wie Sirenen klingen, wodurch ein zusätzliches Gefühl der Beklommenheit entsteht.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(5) Im Nebel [Original: Hermann Hesse]
Die Toten Hosen haben dieses Gedicht schon einmal musikalisch interpretiert. Als der Song "Ertrinken" als Single ausgekoppelt wurde, packten sie eine erste Version von "Im Nebel" als B-Seite dazu. Nun präsentieren die sechs Punkrocker aus Düsseldorf uns eine zweite Version, die wesentlich düsterer ist. Campino meinte übrigens, dass er die Musik schon im Kopf hatte, als er das Gedicht noch gelesen hat. Ferner gab er an, dass in den nächsten Jahren eventuell noch ein paar weitere Versionen folgen könnten.
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern

(6) Heute hier, morgen dort [Original: Hannes Wader]
Wenn die Toten Hosen meinen, dass dieses Lied unkaputtbar ist, haben sie in meinen Augen vollkommen Recht. Ob man nun das ruhige Original von Hannes Wader oder die rockige Interpretation der Toten Hosen vorzieht, ist eigentlich egal. Beide Versionen überzeugen mit jedem Wort. Eigentlich ist "Heute hier, morgen dort" mehr als ein Lied, es ist fast schon eine Lebenseinstellung. Auf jeden Fall handelt es sich bei dieser Nummer um meinen Favoriten aus "Die Geister, die wir riefen". Wenn ich mich für einen Song dieser Platte entscheiden müsste, würde ich sie sofort und ohne zu zögern auswählen.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(7) Rock Me Amadeus [Original: Falco]
Mann kann Falco problemlos und vollkommen zurecht als arrogant, überheblich, selbstverliebt oder eingebildet bezeichnen. Aber hinter dieser Fassade steckte ein grandioser Musiker, der es mittlerweile sogar geschafft hat, dass sein Lebenswerk als Musical dargestellt wird. Auch knapp 20 Jahre nach seinem Tod reicht ein Ton von Songs wie "Der Kommissar", "Egoist" oder "Out of the Dark", um Bewegung in die Tanzsäle zu bringen. Die Toten Hosen haben sich direkt dem wohl bekanntesten Song von Falco angenommen und ihn ein bisschen eigenwillig, aber durchaus unterhaltsam interpretiert. Wer schon immer wissen wollte, wie eine harte Version von "Rock Me Amadeus" wohl klingen mag, wird an diesem Song bestimmt seine Freude haben.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(8) Industrie-Mädchen [Original: S.Y.P.H.]
Eigentlich muss man den Toten Hosen für diese Neuinterpretation dankbar sein. Die Versionen, die ich vom Original kenne, sind rein qualitativ nämlich alles andere als gut. Wenn man den Text nicht kennt, versteht man den Gesang so gut wie gar nicht. Über 30 Jahre später braucht man sich darüber zum Glück keine Gedanken mehr zu machen. Und dennoch muss ich sagen, dass diese Version nicht so richtig in die Gänge kommt. Man hört sie, man findet sie nett, aber man vergisst sie auch ziemlich schnell wieder.
Bewertung: 3/5 gerufenen Geistern

(9) Keine Macht für niemand [Original: Rio Reiser]
Die Toten Hosen beschreiben ihr Verhältnis zu Rio Reiser, dem selbsternannten und 1996 verstorbenen "König von Deutschland", als schwierig und kompliziert. Rio Reiser konnte die jungen Punks aus Düsseldorf nicht einordnen und war für sie wiederum zu alt. Dennoch kann man nicht bestreiten, dass er viele große und zeitlose Songs geschrieben hat, und "Keine Macht für niemand" gehört auf jeden Fall dazu. Die Toten Hosen haben sich hier an eine echte Ikone gewagt, obwohl sie selber schon längst zu den etablierten Punkrockern unserer Nation gehören. Und dieses Experiment ist ihnen auf jeden Fall gut gelungen.
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern

(10) Einen großen Nazi hat sie! [Original: Fritz Grünbaum]
Die Toten Hosen wollten unbedingt einen Song aus den 20er- und 30er-Jahren für dieses Album haben. Da sie im hier thematisierten Lied inhaltliche Parallelen zu "Sascha... ein aufrechter Deutscher" erkannten, entschieden sie sich schließlich für das 1928 verfasste und humoristische Werk des jüdischen Texters Fritz Grünbaum, der einige Jahre später allerdings in einem KZ ermordet wurde. Er hätte wohl nicht gedacht, dass sein Lied fast 100 Jahre später mal auf einer Punkrock-Platte auftauchen würde. Wie dem auch sei, die Toten Hosen haben auf diese Art und Weise dafür gesorgt, dass ein echter Schatz seinen Weg in das 21. Jahrhundert gefunden hat.
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern

(11) Schrei nach Liebe [Original: Die Ärzte]
Im Song "Auswärtsspiel" singt Campino, dass jeder sich irgendwann mal dafür entscheiden muss, auf welcher Seite er stehen möchte. Jahrelang galt dieser Umstand auch für den deutschen Punkrock: Hört man nun die Ärzte oder doch lieber die Toten Hosen? Zwischen den beiden Bands entwickelte sich eine Rivalität, die sogar dazu führte, dass Campino sich eine Schlägerei mit Sahnie und Bela B. lieferte. Zum Glück haben sowohl die Ärzte als auch die Toten Hosen mit den Jahren erkannt, dass Deutschland für beide Bands genug Platz und Fans hat. Die Rivalität ist gegenseitigem Respekt gewichen, der nur noch auf Konzerten einer augenzwinkernden Ansage weichen muss. Mit "Schrei nach Liebe" wurde nicht nur ein lieber Gruß von Düsseldorf nach Berlin geschickt, sondern auch ein absoluter Klassiker neu vertont. Nicht umsonst hat dieser Song es in viele Setlists vergangener Tage geschafft. Und auch für Hosen-Nostalgiker bietet dieser Song das gewisse Etwas: Die Pfiffe stammen von Ex-Schlagzeuger Wolfgang Rohde.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(12) Manche Frauen [Original: Funny van Dannen]
Funny van Dannen ist nicht nur Maler, Texter und Musiker, sondern obendrauf auch noch ein guter Freund der Toten Hosen. Die Musik hat ihn mit der Band so stark verbunden, dass er bei dieser Aufnahme sogar mitsingen durfte. Der Songtext bietet sehr viele humorvolle Ansätze und lädt nach einer gewissen Zeit durchaus zum Mitsingen ein. Trotzdem landet dieser Song in meiner persönlichen Rangliste eher bei den etwas schwächeren Liedern.
Bewertung: 3/5 gerufenen Geistern

(13) Innenstadt Front [Original: Mittagspause]
Die deutsche Punkrock-Band "Mittagspause", kurz "Mipau" genannt, gelten als Vorläuferband für die "Fehlfarben". Sie stehen also im gleichen Verhältnis zueinander wie ZK und die Toten Hosen. Und wie es der Zufall so will, verdanken ZK ihnen ihre erste Probe sowie ihre erste Platte. Die Toten Hosen bezeichnen Sänger Janie alias Peter Hein als "ungekrönten König der Texter", und das nicht zu Unrecht. Selbst in diesem gut einminütigen Stück blitzt das lyrische Können an allen Ecken und Enden auf. Darüber hinaus ist dieser Song optimal für alle, die sich einen kurzen und wilden Song wünschen.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(14) Stimmen aus dem Massengrab [Original: Erich Kästner]
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich Erich Kästner vor dem ersten Durchlauf dieses Albums nur als Kinderbuchautor kannte. Ich verband mit ihm Werke wie "Pünktchen und Anton", "Das fliegende Klassenzimmer" oder "Emil und die drei Zwillinge". Aufgrund dieser Tatsache bzw. meiner Unkenntnis hätte ich ihm so ein Gedicht gar nicht zugetraut. Zum Glück kennt Campino Erich Kästner da etwas besser. Immerhin gibt er an, dass es sich bei ihm mit Abstand um seinen Lieblingsschriftsteller handelt. Bei "Stimmen aus dem Massengrab" handelt es sich um einen düsteren und visionären Text zur politischen Situation in Deutschland zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Wenn die Toten Hosen schreiben, dass dieses Gedicht einen das Blut in den Adern gefrieren lässt, haben sie vollkommen Recht.
Bewertung: 5/5 gerufenen Geistern

(15) Lasset uns singen [Original: Graf Zirben / Destilie van der Vogelbeer]
Wer zum Schluss einen tiefgründigen Song oder einen harten Kracher erwartet, wird durch dieses Lied eher enttäuscht. Die Toten Hosen haben sich hier an einem Text aus dem frühen 17. Jahrhundert bedient, dessen Melodie nie überliefert wurde. Als Campino 1988 den Dachboden seiner Großmutter ausräumte, fand er ein Exemplar eines von insgesamt vier Gedicht- und Liedbänden, die Zirben und van der Vogelbeer vor fast 400 Jahren veröffentlichten. Er hat den hier thematisierten Text nie vergessen - und über 20 Jahre später dafür gesorgt, dass die ganze deutsche Musikwelt daran teilhaben kann. Ein weiteres Schätzchen einer gelungenen CD, die einen durch und durch runden Eindruck macht. Der Ausflug in die musikalischen Vorlieben und Ursprünge der Toten Hosen ist auf jeden Fall sehr interessant.
Bewertung: 4/5 gerufenen Geistern
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am 12. September 2017
Das sind zwei tollen Alben, der Klang der CD ist einwandfrei und wunderbar ist das Zusatzheft mit Infos und Songtexten.Ich würde mir das immer wieder kaufen.
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am 19. Oktober 2017
Ohne viele Worte...
Für mich ist Ballast der Republik inkl. Der Zusatz-CD das wohl beste Gesamtkunstwerk, welches die Hosen jemals produziert haben.

Vielen Dank für viele viele schöne Stunden
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am 13. Mai 2017
Bin ein großer Fan und hör die Lieder noch so gern wie am ersten Tag.

Kann sie nur weiter empfehlen
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am 10. März 2016
hosen genial wie gehabt.
laut hören und voll auf die ohren
ansonsten braucht man wenig worte
um die musik zu beschreiben einfach kaufen
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am 13. September 2012
Die Hosen wie ich sie mag, auch der Rest der Familie hört gerne rein. Testhören, kaufen, richtig hören, begeistert sein. Und mit der Zusatz-CD und den alten Songs geht es ebenso weiter. Prima Paket.
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am 27. August 2013
Tolle Musik der Toten Hosen. Vielleicht nicht jedermanns Sache aber ich finde die Musik toll und jeder Fan sollte sich diese CD holen.
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am 25. Dezember 2012
Habe ein super Weihnachtsgeschenk bekommen. Die Lieder sind klasse und haben Sinn. Die CD wird jetzt ständig im Auto rauf und runter gespielt.
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am 18. Juni 2013
Meine erste von den Hosen, aber mit Sicherheit nicht die letzte! Die Texte gefallen mir sehr gut und die Musik ist sowieso super!
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Die Toten Hosen sind wieder da, das beweisen sie ganz eindeutig mit dem Album. Sie bleiben sich treu. Die Lieder sind gut gemischt, manche eher mit viel Power andere sind eher zum entspannen und einfach zu hören und nachdenken da. Bei einigen bekommt man sofot Lust sich zu bewegen.
Man merkt, dass sie sich wieder Mühe gegeben haben, die Lieder zu machen. Ein tolles Album welches merken lässt das die Hosen immer noch so gut sind wie sie es schon lange sind.

Der CD-Schuber ist total toll aufgemacht und es sind in diesem 2 Einzelhüllen, die vom Stil her dem Schuber gleichen. In beiden sind auch noch Booklets, die einfach toll gemacht sind.
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