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am 15. September 2013
Wer kennt sie nicht, die Geschichte von König Heinrich VIII und seinen vielen Frauen? Spätestens seit der Verfilmung der "Tudors" mit Jonathan Rhys Meyers schienen auch die letzten intimen Details erzählt und an der sowieso schon abgedroschen wirkenden Story nichts wirklich Neues mehr zu berichten.

Dennoch übt das Thema immer noch eine merkwürdige Faszination aus, und das Cover dieser Geschichte hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Autor scheint am Anfang eine ganz neue Geschichte zu erzählen - die von Hal, der im Alter von 8 Jahren im Morgengrauen von seiner königlichen Mutter unter dem Schutz einer Truppe Berittener in den Tower of London in Sicherheit gebracht wird, während Rebellen unter der Führung des Herzogs von York versuchen, die Herrschaft über das Reich an sich zu reißen.

Die Geschichte wird ungewöhnlicherweise für solch einen Stoff aus der Sicht des Prinzen als Ich-Erzähler im Präsens geschildert, was der Handlung eine Direktheit gibt, die man in einem solchen Zusammenhang sonst nicht kennt. Durch einige unerklärliche und gruselig wirkende Visionen Hals bekommt die Handlung zudem einen Hauch dunkler Fantasy-Atmosphäre, die für weitere Spannung sorgt. Im Mittelpunkt der Handlung steht lange nicht der spätere Herrscher, sondern ein junger Prinz, der als Nummer zwei in der Thronfolge im Schatten seines Bruders Arthur, des Thronprinzen, steht, und der über seine Rolle in der alten Regel des "Heir and a Spare" nie im Unklaren gelassen wird. Sein Vater, der König, macht aus seiner Abneigung ebensowenig ein Hehl wie die einschüchternde Königinmutter, und alles Ringen Hals um Anerkennung und Liebe werden immer wieder zunichte gemacht.

Dieser Teil der Geschichte hat mir gut gefallen, er liest sich interessant und flüssig und bietet einen glaubhaften Ansatz dafür, wie es zu Heinrichs Machtphantasien und späteren Handlungen kommen konnte. Er wirkt sehr menschlich und sympathisch, seine Handlungen sind nachvollziehbar, man leidet manchmal geradezu mit ihm mit, wenn er sich mit seiner Rolle als stillgelegter Reservespieler auf der Ersatzbank abfinden muss. Auch sein weiterer Weg nach dem überraschenden Tod seines Bruders und wie er in seine neue Rolle wächst, ist spannend und glaubhaft erzählt. Insbesondere seine Beziehung zu Katharina von Aragorn, die am Anfang voller Leben und Energie steckt, ist ein Highlight der Geschichte. Die einzelnen Episoden sind atmosphärisch dicht geschildert und vermitteln ein sehr realistisches Bild der damaligen Lebensumstände.

Erst im letzten Drittel der Story gerät die Handlung ins Fahrwasser der vielen anderen Geschichten, die man über den Herrscher Heinrich zur Genüge kennt - seine verbissene Jagd nach dem ersehnten Thronerben, der Zwist mit der Kirche, die Frauenriege, die in immer schnellerer Folge am Thron vorüberzieht. Wirkt er anfangs noch menschlich, rückt man immer mehr von ihm ab, inhaltlich gibt es nichts mehr Neues. Seine seltsamen Visionen können die Handlung nicht mehr bereichern und wirken aufgesetzt und geben keine neuen Impulse, was angesichts der historischen Vorlage vielleicht unausweichlich ist.

Insgesamt hat mir diese Version von Heinrichs Geschichte dennoch gut gefallen, vor allem die Schilderung seiner Jugendjahre, die Fantasy-Anklänge ebenso wie die brutalen Machtspiele und Intrigen, die etwas an "Game of Thrones" erinnern. Wem diese Geschichte und "The Tudors" gefallen haben, sollte es mal mit diesem eBook probieren.
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am 1. Oktober 2012
Mein Gott - hätte ich was für gegeben, wenn ein solches Buch in meinem Geschichtsunterricht aufgetaucht wäre ! ! !

Obwohl offensichtlich gut recherchierte historische Fakten sich mit Fiction mischen, ist die Sicht aus der "Autobiographie" Heinrichs faszinierend. Auch die psychologischen Details und Rückschlüsse sind durchgehend plausible. Die Zeit des Mittelalters, seiner Gepflogenheiten, Denkmuster und Herrschaftsansprüche wird so lebendig, dass ich mich mitten im Geschehen fühlte.

Für mich war Geschichte selten so interessant (obwohl ich mich generell für Geschichte interessiere), aufschlußreich und dazu auf Grund des flüssigen Stils des Buches auch unterhaltsam (trotz der recht grausamen Tatsachen).

Bin auch die "Fortsetzung" mit der Geschichte der Töchter Heinrich's gespannt !
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