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am 22. Mai 2012
Beim neuen Album von MARINA AND THE DIAMONDS handelt es sich um ein ungewöhnlich grellpinkes 'Trojanisches Pferd' mit Glitzersattel, Regenbogenmähne und Sternchenhalfter. Aber Vorsicht! Im inneren sind 12 (in der Deluxe Edition sogar 16) tieftraurige, böse, rücksichtslose, selbstmordgefährdete, sarkastisch-ironische Girls versteckt!!

ELECTRA HEART stellt sich zuerst mit dem rockigpoppigen 'Bubblegum Bitch' vor und gibt verspielt, jedoch grob, die neue Richtung vor, um dann der eingängigen (aber auch ein bißchen langweiligen) 'Primadonna' Platz zu machen. Mit 'Lies' kommt auch schon der erste desillusionierte traurige Text in dem eine Su-Barbie-a (steht für Suburbia, den typisch amerikanischen Vororten, wo anscheinend alle Promqueens landen) stoisch an einer dysfunktionalen Beziehung festhält.
'Homewrecker' darf dafür ein archetypisch weiblicher Bösewicht/in sein, der unreflektiert glückliche Beziehungen sabotiert und in keiner amerikanischen Liebes-Komödie fehlen darf.
'Starring Role' ist thematisch wie der zweite Teil von 'Lies'. Ein Mädchen wie sie leider jeder kennt.
'The State of Dreaming' ist ein Katy Perry-Klon mit einem schrecklich beliebigen und altbackenem 08/15 Refrain ---> bitte weiterskippen... zu...
'Power & Control', der hoffentlich nächsten Singleauskopplung und einer poppigen süchtig machenden Melodie in 80er Wave-Design.
Gefolgt vom hochdepressiven aber zumindest fröhlich klingendem Refrain von 'Living Dead', dessen Text eigentlich nicht düsterer sein könnte.
... Eigentlich... wäre da nicht 'Teen Idle', eine zarte melancholische Ballade um die tieftraurigen Selbstmordgedanken eines 16jährigen bulimischen Teenagers, die für sich keine Zukunft mehr sieht. Todernst, aber wunderschön.
Im verträumten 'Valley of the Dolls' geht es um multiple Persönlichkeiten, bzw. um verschiedene Facetten einer Person, die keine eigene Persönlichkeit hat, Depressionen und ums langsame sterben. Hoorah!!
'Hypocrates', Katy Perry-Klon Nr. 2 ---> bitte weiterskippen zum wunderschönen...
'Fear and loathing'. Neben 'Teen Idle' und 'Valley of the Dolls' das wohl ruhigste, aber auch schönste Lied auf ELECTRA HEART. Wer hier Marina zuhört wird das ganze Album verstehen. Wird verstehen welche Ängste die anderen 11 Mädchen in die falsche Richtung treiben. Wird verstehen wovor Marina am meisten Angst hat und sie mit diesem Album (zumindest für mich) in die richtige Richtung getrieben hat.

Kurz zu den 4 Bonussongs der Deluxe Edition; 'Radioactive', wunderschöne einfache technoesque Meldodie, die aber in der Acoustic Version eine noch bessere Seite von sich zeigt; 'Sex Yeah', netter Text, aber wissen wir schon alles; 'Lonely Hearts Club', ganz nett, nicht schlecht, aber auch nicht gut; 'Buy the star', hört sich an wie 'Numb' Part II.

Meine Bewertung:

Eigentlich wollte ich 5 Sterne geben, aber:
-dafür ist mir 'The State of Dreaming' und 'Hypocrates' zu nichtssagend und zu lückenfüllend
-das Konzept mit den Archetypen zu pseudointellektuell und bereits von TORI AMOS mehr als ausgelutscht
-die Photos im Booklet viel zu unvorteilhaft...
-das ganze Layout und Marketingkonzept von ELECTRA HEART zu trashig und zu gezwungen

Dann wollte ich eigentlich 4 Sterne geben, aber:
-dafür ist mir das Album viel zu mutig, denn ein Popsternchen-Album zu machen mit dermassen provokativen, lebensverneinenden und depressiven Texten und
-es zu schaffen das der Großteil nicht merkt was er da mitsummt, dazu gehören schon ein Paar mächtig große Eier, bzw. Family Jewels!! (Sorry für das plumpe Wortspiel, aber das hat sich jetzt so angeboten, ich konnte nicht anders *g*)

Ergo sollten es 4,5 Sterne sein. Die gibt es aber nicht. Deswegen dann doch nur 4, damit auch beim 3. Album von Marina noch ein bißchen Platz nach oben ist.

Recht herzlichen Dank für lesen.
99 Kommentare| 56 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2012
Es ist jetzt fast genau 2 jahre her,seit Marina ihr Debualbum "The Family Jewels" veröffentlicht hat.Dieses Album war damals eine riesengroße Überraschung für mich,ich war richtig begeistert,ja man könnte sagen,es hat mich schier vom Hocker gerissen!!!
"The Family Jewels" ist bis heute noch mein absolutes Lieblingspopalbum überhaupt und dementsprechend hatte ich natürlich auch extrem hohe Erwartungen an "Electra Heart". Und ich muss sagen,das es sich auch hier um ein sehr hochwertiges Stück Musik handelt das Marina hier abgeliefert hat,auch wenn sich ihr Stil...vieleicht ein wenig geändert hat. Denn hier liegt der musikalische Schwerpunkt eindeutig im elekronischen Bereich,ja,geht sogar manchmal ein wenig in den "Dance Pop" wie z.B Primadonna. "Electra Heart" ist jedoch auch weniger experimentell als das Debualbum,es ist, nunja, nicht mehr so verspielt verrückt und innovativ
wie ich es von Marina gewohnt war. Und dies ist eigentlich auch schon der einzige Kritikpunkt den ich geben kann,der allerdings auch dafür gesorgt hat,dem Album nur 4 Sterne zu geben. Denn so sehr mir die Lieder auch gefallen, insgesamt kommt das Album dann doch nicht GANZ an "The Family jewels" heran.
jedoch gibt es auch hier wieder ein paar sehr coole Songs,meine Favoriten sind unter anderem "Living Dead", eine coole Tanznummer,die sich sehr nach 80 Jahre anhört. Oder "Teen Idle", dem verspieltesten Song des Albums das auch sehr inteligennte Lyrics hat. Sehr schön finde ich auch "Valley of the Dolls",eine sehr melancholische aber wirklich wunderschöne Midnight Temponummer.
Oder die gute laune Nummer "Primadonna" und "Buy the Stars",das ein wenig nach "Numb" aus dem Debut klingt. Der einzige Song vom Marina,mit dem ich mich nicht so richtig anfreunden kann ist "Radioactive", das meiner Meinung nach ein wenig zu sehr nach Rihannas Only Girl in the World klingt. Einzig und alein Marinas hammergeile Stimme macht diesen Song noch zu etwas besonderem....
Fazit: Wirklich sehr gelungen,und wenn es Marinas erstes Album nicht gäbe,würde ich sogar 5 Sterne geben
Dennoch würde ich natürlich allen Marina fans und Leuten die gute Popmusik mögen eine klare Kaufempfehlung geben
Meine persöhnlichen Highlights: Valley of the Dolls, Teen Idle, Primadonna, Living Dead
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am 2. Mai 2012
...schwierig, schwierig, schwierig! :-/

"The family jewels" ist eines meiner absoluten Lieblings-Pop-Alben. Klar ist auch, dass es unfair wäre "Electra Heart" daran zu messen. Zumal "Radioactive" schon vermuten ließ, dass es ein eindeutig elektronischeres Album wird.

Was man Marina nicht vorwerfen kann ist, dass sie das Songwriting vernachlässigt hätte. Stilsicher kantig setzt sie ihre Meinung zu Schönheitswahn, Frauenbild und Castingshows auch hier lyrisch in Szene - dafür allein zwei Sternchen. Nur hat sie es auf "Family Jewels" innovativer verkauft und nicht unter einem total hippen Elektro-Geschwurbel mit 08/15-Beats versenkt.
Dass wir uns da nicht falsch verstehen: Ich hab nichts gegen ein "Bubblegum bitch", das einem gefällig durch den Gehörgang summt. Auch nichts gegen "Homewrecker" (fantastische Lyrik! - "The good are never easy,The easy never good...")mit - ich nenne es mal - "Sprechgesang". Gegen ein "The State of dreaming" ist nichts einzuwenden, mit seinen brausenden elektronischen Streichern. Mich berühren die Interpretationen, Instrumentierungen und Produktionen nur nicht mehr so wie auf dem Debut. Mir fehlt die Bridge aus "Mowgli's Road", die sperischen Klänge aus "Numb", das überdrehte Pfeifen auf "Hermit the frog", das Zerbrechliche aus "Obsession"...

Jetzt werden viele sagen "Dann hör' halt die alte Scheibe, wenn du das haben willst". Das ist es nicht. Mir fehlt der Pfeffer im Allerwertesten, den man den Lyrics aber nicht der musikalischen Umsetzung anmerkt.
Die einzigen Lieder, bei denen ich zu 100% sagen würde "Spakat zwischen neuen und alten Songs geglückt" sind "Teen Idle", "Valley of the dolls" und "Fear and Loathing".

Bei den anderen Liedern muss ich für mich leider soweit gehen zu sagen: Ich seh den Unterschied zu Lady GaGa nicht mehr! Zu gefällig und nur durch die Lyrik vorm Pop-Einheits-Kitsch gerettet. Selbst Marinas Sirenen-Gesang kommt unter diesem ganzen schwulstigen Tamtam nicht mehr zur Geltung. Schade - verdammt!

Für drei sehr gute Songs und die durchweg guten Texte drei Sterne....schwierig, schwierig, schwierig! :-/
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am 19. September 2013
Ich mag dieses CD einfach unheimlich gerne. Marina hat eine sehr ungewöhnliche, aussagekräftige und vor allem schöne Stimme. Den Sound der CD würde ich als Pop-Musik beschreiben. Das hört sich trivial an, ist es aber nicht. Marina haucht den einzelnen Songs durch ihre theatralische Art zu singen Leben ein. Für mich eine absolute wohlfühl und gute Laune CD. Einfach perfekt zum Abschalten nach einem stressigen Arbeitstag. Also kaufen, genießen und abtanzen!
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am 17. September 2012
Ich habe mir diese CD gekauft, weil ich vom Vorgänger "Family Jewels" total begeistert war. Ich wurde nicht direkt davon enttäuscht, aber was ich an Marina auf "Family Jewels" so toll fand, war ihre tiefe Stimme (Obsessions), das fröhliche Gepfeife (Mowgli's Road, Hermit The Frog), das Quirlige (Are You Satisfied?, Hollywood, Girls, Oh No!)... Aber nichts davon ist auf dieser CD wiederzufinden. Die Lieder klingen alle sehr elektrisch, der Titel ist also durchaus sehr passend gewählt. Marina singt oft hoch, was sie zwar kann, aber dadurch klingt sie mehr wie dieser Einheitsmatsch von Popsternchen, zum Beispiel wie Katy Perry. Außerdem klingen viele Lieder total ähnlich (Power & Control und Living Dead zum Beispiel.) Trotzdem findet man auf dieser CD einige sehr gute Lieder. Fazit: "Electra Heart" ist nicht ganz so frech und frisch wie "Family Jewels". Anspieltipps: Bubblegum Bitch, Primadonna, Living Dead, Starring Role. Weniger gut finde ich Lies, The State Of Dreaming und Fear And Loathing.
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am 25. Juli 2012
Das zweite Album von Marina and the Diamonds hört sich flüssig durch. Ich gebe ja zu, dass ich als Kind der Achtziger immer beglückt bin, wenn sich diverse Zitate an die Zeit auf einem Album tummeln. Auf Kommentare zu den Texten verzichte ich an dieser Stelle; diese wurden an dieser Stelle schon genug gewürdigt und zerpflückt.
"Bubblegum Bitch" startet gleich mit krachenden Beats und einer eingängigen Melodie, ein echtes Highlight. Das Stück macht gleich süchtig, was vom folgenden "Primadonna" gleich erfolgreich wieder therapiert wird. Trash-Schlager. Vielleicht trifft es das. "Lies" hat einen schönen Vers, fällt dann aber zum Refrain hin ab. Der Produzent hat es echt geschafft, Marinas Stimme nach Kate Perry klingen zu lassen... Kunststück. Sogar ein wenig "I kissed a Girl" luschert um die Ecke. "Homewrecker" ist musikalischer Eintopf. schon tausendmal gehört. Jetzt war ich schon fast etwas enttäuscht, wurde aber mit "Starring Role" versöhnt. Der Song ist sehr schön und erinnert zum ersten Mal an das Debütalbum. Der Refrain wäre eine glatte 10, ein überflüssiger Dur-Moll-Wechsel lässt ihn aber kurz im Kiesbett landen. Trotzdem toll, der Song. "The State of Dreaming" kann direkt übersprungen werden. Status Quo könnten den Song als Zugabe bringen. Schauderhaft. Zeit für ein Highlight! Und was der CD-Player nun ausspuckt, hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Perfekter Pop. Auch bei diesem Song sind die Drums ziemlich weit in den Vordergrund gemischt... Mutig und treibend. Ich stehe auf diesen Song. Mit einem Lächeln starte ich das nächste Stück, das fast mit "Power and Control" verschmilzt... Und auch hier bleibt der Daumen oben. "Living Dead" zwingt einen gedanklich auf die Tanzfläche... Auch im Auto. Erschöpft kann man dann bei einem "Numb"-Klon entspannen. "Teen Idle" ist trotzdem sehr gelungen. Da sind sie wieder, die opulenten Chöre aus 20x Marina. Der Nachfolger "Valley of the Dolls" klingt so, als hätte Lana del Rey neben Marina aufgenommen. Nur dass Marina singen kann. "Hypocrates" scheint wiederum eine Hommage an Maria Mena oder skandinavischen Frauen-Akustikgitarren-Pop im allgemeinen zu sein, den man vielleicht schon einmal zu häufig gehört hat. Schön, dass "Fear and Loathing" einen interessanten, synthesizerlastigen Abschluss bietet; inklusive Gruß aus der Badewanne am Ende.
Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich ein "I'm no Robot" etwas vermisst habe. Trotzdem findet die CD auf wundersame Weise immer wieder einen Weg in meinen Player, So soll es doch auch sein. Das Cover hingegen ist etwas merkwürdig. Marina scheint Wert darauf zu legen, in den Booklets immer schrecklich auszusehen. Aber gut :-)
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am 12. Juni 2012
Wer Marina and the Diamonds kennt wird nicht enttäuscht. Wie bereits bei dem vorherigen Album klasse und geniale Musik die mich niemals in Langeweile stürzt und die ich jederzeit auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Einfach fantastisch ! Wer Marina and the Diamonds nicht kennt läßt sich auf ein Abenteuer ein und wer einen etwas besonderen Musikgeschmack hat und das Außergewöhnliche auch mag wird sich vielleicht verlieben.
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am 12. Mai 2012
Ich bin seit dem 1. Album von ihr ein großer Fan. Ihre Stimme ist außergewöhnlich und sehr vielfältig. Das erste Album ist eins dieser Alben die ich durchweg hören kann, ohne ein Lied zu überspringen.
Ich war sehr gespannt auf das 2. Album und muss sagen, das es für mich besser ist als das erste.
Durchweg ein Hit nach dem anderen, sehr gute Texte, abwechslungsreich und ein bisschen "alte" Marina und "neue" Marina. Perfekt an die heutige Zeit angepasst, trotzdem im Stil von Marina and the Diamonds.

Nun zu den Songs und deren Bewertung:

Bubblegum Bitch: Kurz, schnell, rockig. 9/10

Primadonna: ein Pop-Hit, der hoffentlich in Deutschland den verdienten Erfolg feiern kann. 10/10

Lies: etwas ruhiger, erinnert an das 1. Album. 10/10

Homewracker: Sprechgesang, was anderes, guter Refrain 8/10

Starring Role: sehr guter Song. 10/10

The State of Dreaming: langsamer, ruhiger, guter Refrain 9/10

Power and Control: gute Melodie, guter Text, 10/10

Living Dead: rockiger als die anderen, fällt auf, 9/10

Teen Idle: Perfekt, genialer Text. 10+/10

Valley of the Dolls: Der größte Ohrwurm meiner Meinung nach, gute Melodie. 10+/10

Hypocrates: Gute Laune Song, erinnert etwas an Katy Perry. 9/10

Fear and Loathing: Ein Feuerwerk zum Abschluss. Sehr melankolisch und nachdenklich. 10+/10

Insgesamt: 112/120

Ein super Album was man einfach kaufen muss. Ich hoffe es macht Marina and the Diamonds so bekannt, wie sie es eigentlich sein sollte. :) KAUFEN!
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am 3. Mai 2012
Vorneweg muss ich wohl eine Sache sagen: Ich war von Marinas Debütalbum total begeistert, so begeistert war ich lange von keinem Album mehr.

Mit Spannung habe ich ihr zweites Album erwartet. Und es wäre total unfair, die beiden Alben miteinander zu vergleichen. Marina hat das auch geschickt gelöst, in dem sie sich ein komplett neues Image zulegte bzw. eine Art Kunstperson, Electra Heart, erschuf. Sie färbte sich dafür sogar die Haare blond. Sehr clevere Idee. Die ewigen Verlgeiche sind natürlich vorprogrammiert, aber auch irgendwie leidlich. Denn die beiden Alben kann man gar nicht miteinander vergleichen. Es ist die selbe Sängerin, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

Das, was vorab vom Album bekannt war, hat mich leider nicht so wirklich mitgenommen, aber da ich ein riesen Fan von Marina bin, habe ich mir dieses Album natürlich trotzdem gekauft. Electra Heart ist ein Konzeptalbum, in dem es vier "Archetyps" an Frauen gibt (den Homewrecker, die Primadonna, das Teen Idle und den Sur-Barbie-A). Die Songs auf der CD gehören alle jeweils einem der Typen an, wobei die Zuordnung nicht ganz eindeutig ist. Das ganze drumherum, dass sich Marina dafür ausgedacht hat find ich echt gelungen und sehr kreativ. Im Gegensatz zu ihrem Debüt, wo nur zwei Songs wirklich von Liebe handelten, ist das Thema des ganzen Albums dieses mal die Liebe.

Die Songs allerdings sind nicht ganz genau mein Geschmack. Es ist ein wenig schwer zu erklären - auf dem ganzen Album gibt es eigentlich keinen Song, der mir überhaupt nicht gefällt (na gut, doch, eine Ausnahme: Die erste Single "Primadonna" halte ich für einen ihrer schlechtesten Songs bisher). Alle Songs sind auf ihre Weise irgendwie schön. Allerdings bleibt keiner davon richtig bei mir hängen. Es plätschert halt alles so vor sich hin. Es ist für mich nette Hintergrundmusik, aber mehr auch irgendwie nicht. Zugegeben muss man sich manche Songs auch öfter anhören, bis man richtig Zugang zu ihnen findet. Bei mir war das so mit "Homewrecker", aber auch z.B. mit "Radioactive".

Vom Debütalbum konnte ich mir fast jedes Lied stundenlang auf Repeat anhören. Beim neuen Album ist das überhaupt nicht der Fall. Es gibt ein paar Lieder, die kann ich mir öfter anhören, aber bei den meisten verspüre ich nicht den Drang, die Wiederholungs-Taste zu drücken. Textlich gesehen muss sich Electra Heart in keinster Weise vor The Family Jewels verstecken. Aber die Melodien und die Produktion lässt mich manchmal schon ein wenig denken, dass Marina quasi sich so stark verändert hat und sich vorherrschenden Trend anpasste, weil sie unbedingt kommerziellen Erfolg haben möchte. Mich stört an dem Album auch, dass viele Songs einen sehr starken elektronischen Einfluss haben (nicht falsch verstehen, ich wünsche mir, dass sie so erfolgreich ist, wie sie sich das vorstellt, damit wir noch viel ihrer wunderschönen Musik zu hören bekommen). Es sind aber zum Teil einfach die typischen, stampfenden "Disko-Beats", die man mittlerweile bei so vielen anderen Künstlern auch hört und die mir schon ein wneig zum Hals raushängen. Dabei ist Marina so talentiert, vor allem am Piano. Eine schöne Ausnahme davon bietet der Deluxe-Track "Buy the Stars", denn dieser beinhaltet fast nur Marina und Piano.

Es fällt mir ein wenig schwer, überhaupt Anspieltipps zu geben, weil ich finde, dieses Album muss man sich im ganzen anhören. Ich bin sonst wirklich nicht der Typ, der sowas macht, aber ich finde, bei dem Album ist es angebracht. Am ehesten würden mir als Anspieltipps noch zusagen:
- Bubblegum Bitch, der Opener
- Starring Role, das hoffentlich noch eine Single wird
- Lonely Hearts Club (leider nur auf der Deluxe erhältlich).

Es ist schwierig, dafür eine Bewertung abzugeben. Am liebsten würde ich mit 3,5 Sternen bewerten, aber das geht leider nicht.... Deswegen runde ich auf 3 Sterne ab, da ich doch enttäuscht bin von Marina un dem Album. Es gibt noch eine Menge Songs von ihr, die durch das Internet geistern, aber bisher unveröffentlicht sind. Manche waren für das Album vorgesehen und wurden dann verworfen. Einige von den Songs gefallen mir viel besser als die Songs, die es letztendlich auf das Album geschafft haben.

Fazit: Wer das Debütalbum kennt, sollte nicht enttäuscht sein, wenn dieses Album nicht seinen Erwartungen entspricht, weil es einfach total anders ist. Leute, die den Vorgänger nicht kennen, finden aber ganz bestimmt ihre Freude daran.
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am 17. Juli 2012
Da ich das erste Album genial fand und monatelang gehört habe, musste ich die erweiterte Version sofort kaufen, als sie in Deutschland verfügbar wurde.

Die Tracks, die man sich auf Marinas Seite anhören konnte, haben meine hohen Erwartungen sicherlich unterstützt. Beim ersten Durchhören der CD konnte ich mich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass sich alles ein bisschen gleich anhört. Wenn man auf die Texte achtet, ändert sich dieser Eindruck schnell wieder. Hört man das Album aber im Zug oder nur nebenher, weiß man oft auf Anhieb nicht, welches Lied man gerade hört. Die "Beats" sind mir einfach nicht spannend genug.

Marinas Stimme ist wie gewohnt großartig und so gibts von mir für dieses durchaus sehr unterhaltsame Album vier Sterne!
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