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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 11. Juni 2012
Bobby Womack betitelte sich schon in den 80ern als 'The Last Soul Man' - nun scheint es, als ob er damit wohl recht hatte. Al Green ist noch da und Smokey Robinson, aber die setzen doch lieber auf Nummer sicher. Dass der 68-jährige Womack mit seinem ersten neuen Album nach 18 Jahren aber nun nicht der letzte Soul Man, sondern auch (dank Richard Russell und Damon Albarn) ein Erneuerer des Soul ist, damit hat eigentlich, vor allem nach seiner Darmkrebs Erkrankung - kaum mehr jemand gerechnet.

Russell, der auch Gil Scott-Herons letztes Album produzierte, setzt nicht nur Womack's Stimme mit diesen fragilen, elektronischen, und doch durch und durch organischen Arrangements perfekt in Szene, sondern verleiht Womacks Songs auch den nötigen Stil und die Grandezza, die Sie verdienen. Dabei klingt nichts, aber auch gar nichts irgendwie Retro. Womack und Russell zeigen wie moderner Soul zu Beginn des 21sten Jahrhunderts klingen sollte - der Kontrast zwischen Womacks, zwar brüchiger, aber immer noch zupacken könnender Stimme und dieser rudimentären Instrumentierung, die zwischen den rein elektronischen basics immer noch Platz für Klavier, Gitarre und Streichern hat, könnte größer, aber auch großartiger, nicht sein. Das wirklich schöne an diesem Album sind aber die Kompositionen - Womack hatte viel Zeit für diese neuen Lieder und die hat er auch genutzt. Schon der Titeltrack ist eine Offenbarung, aber spätesten bei dem vom leider schon verstorbenen Gil Scott-Heron eingeleiteten 'Stupid' weiss man, warum Womack zu den ganz großen Soul Men zu zählen ist.

Und am Ende dieser Platte fragt man sich dann, was darf/kann/soll/muss Soul Musik? Unterhalten, eingängig und tanzbar sein, aber auch bewegen, ergreifen und innovativ sein. Das alles kann dieses Album und deswegen ist es nicht nur zu den besten in Womacks Karriere zu zählen, sondern zum Feinsten was das 21te Jahrhundert bis jetzt an neuer Musik zu bieten hat. Und das Versprechen das Womack seit den Mitte der 90ern mit diversen Kollaborationen, erst mit Mica Paris (das großartige 'I Wish I'd Never Met You) und später dann mit Rae & Christian ('Get A Life') und mit den Gorillaz gegeben hat, das löst er nun ein.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Womack nicht das gleiche Schicksal ereilt wie Scott-Heron und das er nun - da offiziell verlautbart wurde, dass er geheilt sei - uns nun noch mit einigen weiteren, so großartigen Platten beglückt. Das ist keine weiter neue Soul Platte eines alten Heren, diese Scheibe ist eine Offenbarung!
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TOP 500 REZENSENTam 8. Juni 2012
Einfach oder ausführlich? Einfach machen, hieße hier: Man suche sich die Rezension des phänomenalen Albums I'm New Here" von Gil Scott-Heron heraus, tausche neben den Künstlernamen an den entsprechenden Stellen "Rap" mi"t "R&B und Soul", fertig ist die Laube. Das geht natürlich auch eine ganze Spur respektvoller und mit einem Mehr an Information: Richard Russell, Musiker und Chef von XL-Recordings, der Mann also also, der vor zwei Jahren Uralt-Ikone Gil Scott-Heron zu einer Zusammenarbeit überreden und ihm so ein Jahr vor seinem Tod ein sagenhaftes Denkmal setzen konnte, hat nun nach gleichem Muster und unter Mithilfe des arbeitswütigen Allrounders Damon Albarn Soullegende Bobby Womack auf ungewohntes Terrain gebeten.

An einer Stecktafel würden sich die Querverbindungen dieser Kollaborationen als ein munteres Hin und Her illustrieren lassen: Nicht nur, dass Womack sich seinerzeit schon für Albarns Gorillaz und den Track "Stylo" mit einem Gastauftritt verewigte, Russell selbst baute zudem, quasi als künstlerisches Stilmittel, zwischen die einzelnen Songs von "The Bravest Man..." Audiosequenzen ein, die zum einen von Womacks mutmaßlichem Ziehvater Sam Cooke als auch vom verstorbenen Scott-Heron stammen - der Verschiedene ergänzt aus dem Off das Werk seines Nachfolger, welch feiner Humor.

Die Songs sind für R&B-Puristen und Soultrainees alter Schule möglicherweise etwas gewöhnungsbedürftig - Womacks brüchige Stimme, aus der, wer will, gern auch den Zahn der Zeit und die überstandene Krankheit herausorakeln darf, dennoch beharrlich und nicht selten anrührend, unterlegt mit Russells Beats und Samples und Albarns klugen Keyboardspielereien - sie brauchen wider Erwarten nicht viel Zeit. Ein kontemplatives Cello für's Intro, "The bravest man in the universe, is the one who has forgiven first", klackernde Drumpads, tripping, ersetzt durch das dunkle Pluckern bei "Please Forgive My Heart" und einen verführerischen Synthiepart, schneller kann man kaum zum Punkt kommen. Auf den Gospel von "Deep River" folgt das stimmige Duett mit Lana Del Rey ("Dayglo Reflection") und ein nicht minder reizvolles "Sweet Baby Mine", das nach aller Herzenlust raschelt, pocht und zittert.

"A beautiful mummification into an assertion of intelligence and power, full of blood, sweat and salty vinegar" schreibt das Onlineportal npr, zweifelnd, wie euphorisch man hier wohl urteilen darf. Manchem mag da "Love Is Gonna Lift You Up" helfen, der einzige Song, dessen Drumherum etwas lieblos gestrickt wirkt, hier muß man wenigstens nicht in Ehrfurcht erstarren. Der Rest jedoch bleibt makellos, der Wechselgesang Womacks mit der malischen Sängerin Fatoumata Diawara bei "Nothing Can Save Ya" ebenso wie der donnernde Abschlußstomp "Jubilee". Wenn auch nicht jeder Traditionalist diese Platte in sein Herz schließen wird, so bleibt es Russells Verdienst, Womack einem neuen Hörerkreis erschlossen zu haben, Leuten also, die sonst nicht oder schwerlich einen Zugang zu seinem Werk gefunden hätten. Oder, auch treffend, der Schlußsatz von npr: "Fascinating dance of someone who will keep kicking until he can kick no more." mapambulo:blog
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Bobby Womack ist eine Legende und für alle die ihn noch nicht kennen, ist dieses Album eine fantastische Möglichkeit, dies endlich nachzuholen. Was hat dieser Typ nicht schon alles veröffentlicht und erlebt in seinen 68 Lebensjahren!? Drogen- und Alkoholabhängigkeit und zuletzt auch noch Krebs, aber er lebt immer noch, und wie! Wer seine Karriere von Beginn an verfolgen konnte, erinnert sich bestimmt ( oder hat sie in seiner Plattensammlung ) an Alben wie "Understanding" - "Communication" - "Facts Of Life" - "I Dont Know What The World Is Coming Up" - "Safety Zone" oder "Across 110th Street", mit unvergesslichen Songperlen wie "Across 110th Street" - "Cant Stop A Man In Love" - "Thing Called Love" etc. etc., man könnte fast endlos weiter aufzählen, allesamt aus den Siebzigern und heute als Klassiker bekannt.
Doch dann kamen eben diese diversen Eskapaden dazwischen und die Erfolge blieben aus, deshalb ist er dem heutigen Musikfan fast gänzlich unbekannt, was sich mit diesem Album aber schlagartig ändern kann und sollte.
Zu verdanken hat Bobby dies vor allem dem umtriebeigen Ex-Blur Sänger Damon Albarn, auf dessen Gorillaz - Album "Plastic Beach" er auf zwei Stücken singen durfte und sie beide sehr von der Zusammenarbeit angetan waren. So verwundert es nicht, dass Albarn ihn ermutigte mit ihm zusammen ein Soloalbum zu veröffentlichen.
Doch das ist noch nicht das ganze Geheimnis, denn jetzt kommt noch ein Typ auf den Plan, und zwar der Boss von XL-Records Richard Russell, der schon vor zwei Jahren einer anderen Legende, nämlich dem Gil Scott-Heron, unter die Arme griff und mit ihm ein überragendes Album aus dem Hut zauberte: "Im New Here"!! Ein Album mit ganz neuen Sounds, die Gil so bisher nie benutzte, aber seiner Musik und seinen intelligenten und sozialkritischen Texten in einem ganz neuen Kontext erscheinen ließ.
Das Gleiche passiert hier mit Bobby Womack, nur mit dem Unterschied, dass hier eben Damon Albarn mit im Boot ist und das ist auch gut so, gibt es der Musik einen etwas anderen Sound mit auf den Weg als bei Gil. Sie ist ebenso fremd, im Vergleich mit der bisherigen Musik von Bobby, aber ganauso intensiv, was das Ergebnis anbetrifft, wie bei Gil.
Ein Bobby Womack in stimmlicher Höchstform mit tollen Begleitern/Unterstützern in der Produktion, wie auch an den Mikros, wie Lana Del Rey und Fatoumata Diawara. Die Musik wurde, was unüberhörbar ist, von Damon Albarn geschrieben, die Soundproduktion verdanken wir wieder zum Großteil Richard Russell. Was die Jungs hier geleistet haben grenzt für mich schon fast an Zauberei. Sie präsentieren uns hier, das lässt sich mit Gewissheit heute schon sagen, einen Klassiker!!!
Noch abwechslungsreicher, noch intensiver als bei "Im New Here" ist das Ergebnis. Diese Musik zieht dich von der ersten Sekunde in den Bann und lässt dich nicht mehr los, bis der letzte Ton verklungen ist, und auch dann bist du noch lange damit beschäftigt, denn normalerweise drückst du sofort die Repeattaste, möglicherweise mehrmals hintereinender!
Es beginnt mit der kratzigen Stimme von Bobby Womack, die "The Bravest Man In The Universe" untermalt von einem Cello, aus den Boxen erschallen lässt und du zuckst vielleicht schon das erste Mal zusammen, denn die Intensität ist eindringlich und wenn der Basssound ertönt und ein einsamer kalter Klavierklang das Stück weiter trägt, beginnt eine fantastische musikalische Reise.
"Please Forgive Me" ist ein typischer Siebziger Jahre Soul Song, aber in modernem Gewand, was sehr gut zu ihm passt, ein fast hymnenhafter Song!
Bei "Deep River" wird es ganz leise und nur die akustische Gitarre begleitet eine der schönsten schwarzen Stimmen, die man heute hören kann, zu einem wunderschönen Song.
Ähnlich ruhig geht es beim nächsten Song "Dayglo Reflection" zu, allerdings übernimmt hier das Schlagzeug die Führung und Lana Del Rey singt in betörender und sehnsuchtsvoller Art und Weise, wie von einem anderen Stern und gibt dem Song das gewisse Etwas, ein toller Chill-Song.
"Whatever Happend To The Times" schwebt wie eine große Wolke in dein Zimmer und nimmt dich mit auf die Reise, beruhigend und sanft gebettet folgst du ihr gerne.
"Stupid Interlude" ist die Einleitung zu "Stupid" und wird gesprochen von keinem Geringeren als Gil Scott-Heron himself : . "He came on television and told everyone he had seen god / And god told him to raise eight million dollars / God was broke." Unheimlich, aber schön, unerwartet die Stimme dieser Legende zu hören und gleich eine seiner unvergesslichen Textzeilen über und eine Abrechnung mit den amerikanischen Fernsehpredigern.
Dann zieht das Tempo wieder etwas an und ein Machinensound übernimmt das Kommando bei "If There Wasnt Something There", um gemeinsam mit Akustikgitarre, Streichersounds und hypnotischem Schlagzeug zu faszinieren.
Mit "Love Is Gonna Lift You Up" folgt ein lustiger Song, der als einziger auf dem Album aus der Reihe fällt und auf den man ruhig hätte verzichten können.
Doch dann folgt gleich wieder ein Burner, zusammen mit Fatoumata Diawara singt Bobby auf "Nothin Can Save Ya" ähnlich intensiv und unter die Haut gehend wie bei "Dayglo..", nur mit dem Unterschied, dass die Stimme von Fatoumata eindringlicher ist als Lanas.
Zum Abschluss wird noch mal richtig Gas gegeben und mit "Jubilee" im Technorhythmus einem überragenden Album ein Schlusspunkt gesetzt, der für mich wie ein dickes Ausrufezeichen zu verstehen ist, denn kein Mensch hat 2012 nochmal mit einem Album von Bobby Womack gerechnet und schon gar nicht mit solch einem überragenden dazu!!! Einfach genial und absolut empfehlenswert!
Zu wünschen wäre jetzt nur noch, dass Bobby hoffentlich nicht das Gleiche passiert wie Gil Scott-Heron im letzten Jahr, das ihn der Tod ereilt.
Nachtrag am 28.06.2014: heute erschien die Meldung vom Tod Bobby Womacks!
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am 28. Dezember 2012
Diese Platte ist musikalisch einfach "nur" ein fantastisches Alterswerk. Kleine Geschichten in einem reduzierten musikalischen Gewand die keine Minute Langeweile aufkommen lassen, spektakulär. Dies lässt sich leider nicht von der Fertigungsqualität des Vinyl's behaupten, eine Achterbahnfahrt für den Tonabnehmer, schlecht entgratet und beim auspacken aus der mangelhaften Innenhülle stark verschmutzt.
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am 15. Juni 2012
Ich gebe zu, ich hätte mir gewünscht, die Leute von Daptones hätten die Scheibe produziert. Sie wäre sicherlich auch großartig geworden.

Stattdessen wurde es eine echte 2012-Produktion. Und was für eine! Bis auf den vorletzten, eher läppischen, Song, eine durchgehend abwechslungsreiche und vor allem zeitgemäße Platte, die Herrn Womack ein Denkmal setzt, wobei ich hoffe, dass Herr Womack noch eine ganze Allee an Denkmälern folgen lässt.

Fazit sieben Sterne. Abzug eins aus Prinzip für Frau Del Rey. Abzug zwei für 37 Minuten Spieldauer, ergibt satte *****
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am 25. Juli 2012
The Bravest Man In The UniverseBin restlos begeistert von dieser CD von Bobby Womack, Soul, just "great black music"! Kann ich nur empfehlen!
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am 25. Juni 2012
Wie sehr habe ich mich gefreut! Ich war richtig aufgeregt, vor Neugier:

Ich mag ihn sehr. Wir alle lieben ihn wohl, the last soulman. Aber was hier mit ihm gemacht wurde ist leider echt schade.

Die Musik passt garnicht zu ihm, sie wurde völlig an Bobby Womack vorbeiproduziert. Gut, der Sound klingt ganz eingängig und nett, vielleicht ein bisschen zu technisch und kalkuliert, ist halt eine moderne Produktion . Aber was mich am meisten stört ist, dass ich B.Ws Gesang irgendwie aufgesetzt empfinde, total künstlich, kein Gefühl, keine Wärme. Da passt nix. Es klingt für mich teilweise so, als wäre Bobby Womack eine Art Gastsänger auf seiner eigenen Platte.

Ich wünsche mir, dass Bobby Womack mit Leuten zusammenkommt, die ihn unterstützen in seine Musik und nicht ihm irgendwas an Musik bzw. Musikproduktion überstülpen.

Ich vermisse den Soul, das tiefe Gefühl an Gemeinsamkeit zwischen Gesang und Melodie. Da ist nix. Da hat selbst die Platte "Resurrection" von 1994 mehr an Gefühl und Tiefe vermittelt, und die war, nach meiner Meinung, schon richtig schlecht.

Nein, es tut mir leid. Diese Platte hat nichts mit Bobby Womack zu tun. Trauere ich den alten Zeiten nach? Vielleicht den 80ern, mit den tollen Platten wie der Serie "The Poet" oder "The last soulman" von 1987, oder die Sachen mit Wilton Felder/Crusaders oder gar die Songs mit Lulu im Jahr 1993?

Das einzige Lied, was mir hängenblieb ist der Track "Love Is Gonna Lift You Up". Das leider bei allen Rezensionen schlecht wegkommt.

Ach Bobby Womack!! Was hat man mit dir gemacht?
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