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am 16. Februar 2018
Harold Fry. Die Geschichte von einem ganz normalen Mann, der einen Brief von seiner ehemaligen Kollegin, die in einem Hospiz liegt und an Krebs erkrankt ist. Er setzt sich hin, schreibt ihr einen Brief mit dem üblichen Blabla und will den Brief in den nächsten Postkasten werfen. Unterwegs denkt er nach und macht sich auf den Weg zu ihr, zu Fuß ohne Ausrüstung. Das ist er ihr schuldig. Er läuft einmal quer durch England und lernt dabei viel über sich, das Leben,die Menschen. Menschen die er trifft, manche nur ein paar Minuten werden zu wichtigen Protagonisten im Buch, Menschen die ihn bewegen. Je weiter Harold wandert, desto mehr kommt seine Persönlichkeit zum Vorschein, die gar nicht mehr so langweilig und spießig ist. Auch das Verhältnis zu seiner Frau wird intensiver je näher er seinem Ziel kommt.
Das Buch ist melancholisch, auch fröhlich und skurril, aber es läßt mich auch ratlos zurück.
Seltsames Buch, aber sehr lesenswert.
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am 30. August 2012
Ein wunderbares Buch, das mich, jenseits der 50, sehr zum nachdenken gebracht hat. Wie schnell frisst einen der Alltag auf, wie schnell wird aus einer großen Liebe ein müdes Nebeneinander, wie sprachlos kann man werden, wenn größte Verletzungen nicht aufgearbeitet sind!
Als Harold Fry seine Pilgerreise begann, war er wortkarg doch schnell erzählte er jedem, der ihm über den Weg lief, seine Geschichte und hat so wieder gelernt, sich auszudrücken, was letzten Endes auch zum glücklichen Ende führte.
Schade fand ich nur, dass er sich nicht schneller von den Mitpilgern, die auf Profit und Publicity aus waren, gelöst hat. Großartig wurde auch Maureen und ihre Wandlung dargestellt. Wie sie dem Wahnsinn nahe mit ihrem toten Sohn kommuniziert und sich von der Außenwelt abschottet, durch das "Verlassen sein" sich aber öffnet und Veränderungen zulässt.
Sehr locker und leicht zu lesen und obwohl ich Groß Britannien bisher nicht kenne, konnte ich mir das Kleinstadt-Milieu, die steifen und wortkargen Personen, die Rituale der einzelnen Menschen sehr gut vorstellen. Es war, als sei ich ein Stück mit Harold gegangen.
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am 3. Juni 2012
"Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben."

Es gibt Bücher, die so sind wie Schokolade: Man kann nie genug davon haben, man wünscht sich, dass der Moment des Genusses lange anhält und wenn das letzte Stückchen verspeist ist, möchte man am liebsten, dass der Geschmack lange auf der Zunge verbleibt.

So ein Buch ist "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce.

Harold Fry ist ein ruhiger unscheinbarer Pensionär, der zusammen mit seiner Frau Maureen ein Häuschen im Südwesten Englands bewohnt. Das Leben geht an den Beiden vorbei, und mehr als das Haus scheinen sie nicht gemeinsam zu haben.
Als Harold eines Tages den Abschiedsbrief von Queenie Hennessy, einer ehemaligen Kollegin, die an Krebs in fortgeschrittenen Stadium erkrankt ist, bekommt, rührt sich etwas in seinem Inneren und er verspürt das Bedürfnis, etwas für diese Frau zu tun, die er 20 Jahre lang nicht mehr gesehen hat: Er schreibt ihr einen Brief. Aber als er zum Briefkasten geht, läuft er weiter und weiter, Richtung Norden, Richtung schottischer Grenze, dahin, wo Queenie im Sterben liegt. Er läuft, 1000 km, in 87 Tagen.

Rachel Joyce nimmt uns auf diese ungewöhnliche Reise mit. Quer durch England.
Während dieser Reise begegnet Harold vielen Menschen, viele von ihnen schließt er in sein Herz, und sie begleiten ihn im Geiste entlang der Route. Und wir dürfen auch mit.
So lange Harold läuft, hat er Zeit zum Denken und Nachdenken, über sein Leben und über die Menschen in seinem Leben. Und so werden wir Leser Zeugen, nicht nur von seinem Weg auf den Straßen Englands, sondern auch von seinen Gedanken und von den Alpträumen, die ihm plagen.

Rachel Joyce erzählt uns eine bewegende Geschichte.
Sie schafft es, dass wir Harold nicht vergessen können, nicht vergessen wollen. Seine Geschichte wird uns langsam vor Augen geführt und wir können miterleben, wie diese Reise nicht nur sein Leben verändert, sondern auch das von seiner Frau, die auf einmal auf sich allein gestellt ist.
Nachdem wir so viele hunderte von Kilometern mit Harold gegangen sind und nachdem wir zusammen mit ihm mitgebangt und mitgehofft, und seine kleinen und großen Erfolge mitgefeiert haben und bei seinen Niederlagen mitgelitten haben, lässt uns Rachel Joyce die ganze tragische Wahrheit über Harolds Beweggründe erfahren. Plötzlich und unerwartet platzt diese Bombe und lässt uns erschüttert zurück.
In diesem Moment wünschen wir uns mehr als alles andere, dass Harold das schafft, was er sich vorgenommen hat.

Harold, Maureen und Queenie, durch Harolds Fußmarsch vereinigt, bilden ein Dreieck der besonderen Art. Ihre Geschichten, erst unauffällig auf uns wirkend, stecken doch voller Überraschungen.

Ich hatte das Privileg, Teil eines besonderen Projektes gewesen zu sein: Der Fischer Verlag hat dieses Buch auf Wanderschaft geschickt. Ähnlich wie Harold in England, reist dieses Buch quer durch Deutschland.
Heute schicke ich mein Exemplar an die nächste Leserin weiter. Das fällt mir sehr schwer.
Aber ich nehme an, dass auch ich, so wie Maureen, lernen muss, loslassen zu können.

"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist der erste Roman von Rachel Joyce, sehr schön ins Deutsche von Maria Andreas übersetzt, und ein Roman, der bewegt, und dessen Wirkung ich noch lange nach dem Lesen genießen möchte... genau wie bei Schokolade.
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am 23. April 2017
Anrührend und herrlich in Worte gekleidet. Sowohl der Inhalt des Romans als auch die sprachliche Umsetzung haben mich sehr angesprochen. Dieses Lob wiegt umso schwerer, als der Inhalt gewiss anspruchsvoll ist und sowohl Beziehungen zwischen Menschen als auch Todeserfahrungen betrachtet. Chapeau
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am 4. Mai 2016
Nur aufgrund der vielen tollen Bewertungen und des sehr günstigen Preises des hier gebraucht angebotenen Buches habe ich es erstanden.
Dieses Buch ist wunderschön. Es beschreibt perfekt, wie befreiend und reinigend das Wandern sein kann und dass es möglich ist, über sich hinaus zu wachsen. Ich bin ganz und gar hingerissen von Harold und gebe eine klare Kaufempfehlung. Ein wunderbares, nachdenklich stimmendes Buch über einen sein Leben lang unscheinbaren Mann, der sich von Frau und Sohn schon lange entfernt hat und der schon seit seiner Kindheit mit vielen Defiziten zu kämpfen hatte. UNBEDINGT LESEN!
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am 3. April 2018
Ein lesenswertes Buch über einen alternden Briten, der ausbricht aus seinem "geregelten" Leben.
Interessant und flüssig geschrieben, obwohl gegen Ende ein wenig langatmig.
Ich habe das Buch auch genutzt, um, entlang der "Pilgerroute", Einiges über den weniger bekannten Teil Englands zu erfahren.
Empfehlenswert.
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am 13. Januar 2018
für mich eine absolut lesenswerte Reise, bzw. Geschichte, teilweise regt diese zum Nachdenken im eigenen Leben, ob Kindheit, oder Begegnungen im Berufsleben, oder auch Alltag. Das Buch ist flüssig zu lesen, habe mich an keiner Stelle gelangweilt und es gibt Punkte, die nicht vorrausschaubar waren.
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 23. Oktober 2012
Einige Anmerkungen speziell zum Hörbuch:

Ich wurde über die amazon-Hörbuch-Bestsellerliste auf dieses Hörbuch aufmerksam, habe es spontan gekauft - und nicht bereut.

Die Gesamtdauer beträgt 7 Stunden und 18 Minuten, verteilt auf 6 CDs, welche in einem stabilen (nebenbei bemerkt auch sehr ansprechend gestalteten) aufklappbaren Pappschuber geliefert werden - und nicht in einer dieser unförmigen Plastikboxen, bei denen es nur eine Frage der Zeit ist, bis das erste Kunststoffteil abgebrochen ist. Es handelt sich um eine "autorisierte Lesefassung", also keine ungekürzte Lesung. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass hier irgendetwas Wichtiges weggelassen worden wäre.

Heikko Deutschmann als Sprecher fand ich persönlich klasse. Er hat es verstanden, die Geschichte zu verinnerlichen, sein Sprechtempo dem zeitweise beschaulichen Erzähltempo anzupassen, ohne dass aber an irgendeiner Stelle Langeweile aufgekommen wäre. Wie er die Person des Harold Fry stimmlich verkörpert, verdient Anerkennung.

Ich denke, man kann das Hörbuch am besten genießen, wenn man vorher nicht allzuviel vom Inhalt weiß. Daher nur so viel: Der Weg ist nicht nur das Ziel, sondern hier auch Mittel zum Zweck. Nicht die Reise selbst mit ihren Stationen steht im Mittelpunkt, sondern das, was sie mit dem Menschen Harold Fry macht. In zahlreichen Rückblenden und Rückerinnerungen fügen sich nach und nach die Puzzleteile um sein eigenes Schicksal und das seiner Familie zusammen, gewinnen die (wenigen) in der Handlung vorkommenden Personen an Kontur und Tiefe. Das Ganze wird erzählt in einer klaren, filigranen, gleichwohl auch einfühlsamen Sprache, die einen anrührt.

Es geht um Liebe, Freundschaft, Menschlichkeit und Toleranz, aber auch um verpasste Chancen, viel Unausgesprochenes, emotionale Distanz, zwischenmenschliche Tragödien usw.. Auch wer um solche vermeintlichen Problemthemen normalerweise einen großen Bogen macht, sollte überlegen, ob er sich nicht doch versuchsweise auf diese Pilgerreise einlässt. Ihm könnte sonst womöglich ein großartiges (Hör-)Buch entgehen ...
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am 16. Oktober 2012
In fast allen Religionen gibt es Pilgerreisen, bei denen die Gläubigen zu einem mythischen Ort reisen, um dort ihren Glauben zu bekennen und Erfüllung zu finden. Die Reise selbst als religiöse Handlung hat eigentlich erst im modernen christlichen Glauben soviel Bedeutung gewonnen. Heutzutage ist es schon fast typisch, dass sich Zweifler oder aber in ihrem Glauben tief erschütterte Menschen zu einer Pilgerreise aufmachen, um auf der Wanderung zu sich selbst zu finden oder ihren Glauben wieder zu gewinnen.
Harold Frey bricht spontan und ohne jede Vorbereitung auf zu einer über 1000 km lange Pilgerreise. Er trägt dabei Hemd, Krawatte und Segelschuhe, weil er eigentlich nur losgegangen war, um einen Brief in den Postkasten einzuwerfen. Aber dann wird dieser Weg zu einer Reise, in der Harold sich selbst findet. Es wird zu einer Reise, bei der Harold ähnlich einer Psychoanalyse längst verdrängte Erinnerungen nach oben kommen lässt und so lernt sich selbst zu verstehen. Der Autorin R. Joyce ist diese Charakterstudie oder Psychoanalyse des Harold Frey besonders gefühlvoll gelungen. Mit großem Respekt und Empathie zeichnet sie diesen scheuen schüchternen Menschen, der voller Komplexe und Fehler steckt. Doch dieser Roman ist mehr als eine bloße Charakterstudie. Es ist gleichzeitig eine Reise zum christlichen Glauben. In vielen Szenen dieses Buches sind christliche Botschaften und Metaphern abgebildet, wie z.B. die Fußwaschung, die Geschichte von Lazarus, die Botschaften der Nächstenliebe und der Demut u.s.w.. Am Ende des Buches (und das darf ruhig schon im Voraus verraten werden) hat Harold nicht nur zu sich selbst gefunden, sondern auch zu seinem Glauben an Gott.

Für mich gehört dieser Roman zu den ganz großen dieses Jahres. Der ganze Roman liest sich flüssig, spannend und interessant. Dennoch ist jedes Kapitel von wirklich hintergründiger Bedeutung. Ein Roman, der in vielen Familien für Gesprächsstoff sorgen wird. Die Sprache finde ich gelungen und keinesfalls trivial.
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am 27. Dezember 2015
Sehr schön und detailreich geschrieben, folgt man Harold auf seiner Reise mit all seinen Zweifeln und Gefühlen zu seiner derzeitigen Situation und seiner Vergangenheit, wie seine Entscheidungen und Taten sein Leben verändert haben und was und warum ihm das nicht so gefällt.
Es lässt sich hauptsächlich gut und zügig lesen, allerdings kommen auch Kapitel im Buch vor, die sich vor Langeweile nur so in die Länge ziehen.
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