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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
14
Arthaus Retrospektive 1951 - Der Tiger
Format: DVD|Ändern
Preis:14,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 27. Januar 2014
Es kommt nicht oft vor, dass ein Regisseur schon nach wenigen Tagen der Dreharbeit krankheitshalber ersetzt wird. Bei diesem Film ist das der Fall: Der schwer erkrankte Bretaigne Windust wurde durch Raoul Walsh ersetzt. Walsh wollte aber aus Rücksicht auf seinen Kollegen nicht als Regisseur genannt werden. Seine Handschrift ist natürlich unverkennbar. Es gibt wohl kaum einen anderen Regisseur, der so temporeich und doch tiefgründig erzählen kann. Staatsanwalt Ferguson (Humphrey Bogart) steht kurz vor der Verhandlung gegen den Mafiaboss Mendoza (Everett Sloane), da wird sein Kronzeuge Joseph Rico (Ted de Corsia) im Gefängnis ermordet. Es beginnt eine mühevolle Kleinarbeit bei der Puzzlestück für Puzzlestück zusammengesetzt werden muss, um doch noch zum Erfolg zu kommen. Wir machen Bekanntschaft mit abartigen Charakteren und noch abartigeren Verbrechenspraktiken. Wir erleben einen großartigen Humphrey Bogart, der sein Team gradlinig und kompromisslos antreibt bis zum spektakulären und überraschenden Ende. "Der Tiger" ist ein Spätwerk des Film-Noir und zählt zum Besten in diesem Genre.
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am 14. Januar 2013
Ein von mir lange erwarteter Western, der meines Erachtens noch nicht im Fernsehen lief. Große Starbesetzung.
Der Film ist in schwarz/weiß gedreht! Die DVD ist qualitativ hervorragend.
Wermutstropfen: Keinerlei Bonusmaterial!(Trailer/Booklet)
Für alle, die einen spannenden Indianerwestern mit Action bis zum Schluß mögen, sei dieser Film uneingeschränkt
empfohlen.
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am 10. September 2012
"Bis zum letzten Atemzug" gehört nach meiner Erinnerung zu den Western, die eher selten im Fernsehen zu sehen sind. Ich selbst kannte den Film bisher nur aus einer Kinovorstellung im Ferienprogramm und kann mich an eine Fernsehausstrahlung bewusst nicht erinnern. Und da die Kinovorstellung schon über 30 Jahre zurückliegt, war ich auf die DVD-Veröffentlichung besonders gespannt. Zur Handlung sei deshalb eher wenig gesagt, um den Leuten, die den Film noch nicht kennen, die Spannung nicht zu nehmen:

Captain Richard Lance (Gregory Peck) erfreut sich bei seinen Leuten wegen seiner Vorliebe für die Dienstvorschrift ausgesprochen geringer Beliebtheit. Auf einer Patrouille nimmt er den Häuptling eines Apachenstammes gefangen, der gerade die Besatzung des abgelegenen Forts "Invincible", das einen Paß absperrt, niedergemetzelt hatte. Er verhindert, daß der Häuptling getötet wird und bringt ihn ins eigene Fort zurück.
Da dieses Fort unterbesetzt ist und sein Kommandeur befürchtet, daß die Apachen ihren Häuptling befreien wollen, ordnet der schwer erkrankte Kommandeur an, daß der Häuptling durch ein kleines Kommando ins nächste Fort überstellt werden soll. Angesichts des Apachenaufstandes stellt dies ein Himmelfahrtskommando dar, zu dem sich Lance freiwillig meldet. Der Kommandeur ordnet jedoch an, daß der junge Leutnant Holloway (Gig Young) das Kommando übernehmen soll, damit Lance die Verteidigung des eigenen Forts organisiert. Lance gibt diese Anordnung notgedrungen an Holloway weiter, obwohl dieser so ziemlich sein einziger Freund ist. Da beide Männer Rivalen um die Hand der jungen Barbara sind, vermutet nicht nur sie sondern fast die gesamte Fortbesatzung, daß Lance Holloway nur deshalb mit dem Kommando beauftragt, um sich seiner zu entledigen.
Holloway kommt bei dem Versuch, den Häuptling ins nächste Fort zu bringen tatsächlich ums Leben und die Position von Lance unter seinen Männern wird immer unhaltbarer. Zudem weitet sich der Apachenaufstand durch die Befreiung des Häuptlings weiter aus. In Absprache mit dem Kommandeur beschließt Lance deshalb, das abgelegene Fort "Invinceble" mit einer kleinen Truppe neu zu besetzen, um den Apachen den Zugang durch den Paß zu versperren. Ein neues Himmelfahrtskommando, zu dem Lance aus seiner Einheit so ziemlich "die faulsten Eier" zwangsverpflichtet. Und so muß er nicht nur im Kampf mit den Apachen um seinen Skalp fürchten ...

Die Ausgangssituation erinnert ein klein wenig an "Das dreckige Dutzend" und nicht völlig umsonst lief dieser Film seinerzeit im selben Jahr auch noch in dem Kinoferienprogramm - zusammen mit zwei weiteren in der Ausgangssituation sehr ähnlichen Western: "Verrat in Fort Bravo" und "Sierra Chariba". Und irgendwie passt die Basisgeschichte auch besser zu einem Western als zu einem Kriegsfilm.

"Bis zum letzten Atemzug" hat den Ruf, zu den schwächeren Filmen des Regisseurs Gordon Douglas zu gehören. Joe Hembus weist in seinem Westernlexikon darauf hin, daß auch Douglas mit vielen seiner Filme unzufrieden war. Zugegeben: An Filme wie "Formicula" oder (aus dem Westernbereich) "Man nannte ihn Kelly" reicht der Film nicht ran. Dafür hat das Drehbuch zu viele logische Mängel. So greifen etwa die Apachen die Besatzung von Lance im Fort "Invinceble" immer noch mit vollem Einsatz an als sie die Wasserzufuhr längst abgeschnitten haben und daher nur auf das Verdursten der Besatzung warten müssten. Auf der anderen Seite zeigt der Film, daß ein schwächerer Film von Gordon Douglas immer noch besser sein kann als ein besserer von manch anderem Regisseur. Das Drehbuch hat trotz aller Mängel auch einige recht interessante Einfälle - so liefern sich etwa zwei von den Apachen gefangene Soldaten in ihrem Haß aufeinander eine Schlägerei, die selbst die Indianer beeindruckt. Hinzu kommt, daß der Film nicht nur in den Hauptrollen hervorragend besetzt ist. Neben Gig Young als jungem Offizier finden sich Ward Bond, Lon Chaney oder Neville Brand auf der Besetzungsliste, die allesamt hervorragende Leistungen bringen.

Insgesamt ist der Film deshalb trotz mancher logischer Patzer im Drehbuch empfehlenswert.

Auch die DVD-Umsetzung kann sich sehen lassen. Verwendet wurde die deutsche Kinofassung mit entsprechendem Vorspann. Das Bild scheint zwar nicht digital aufbereitet zu sein, braucht sich aber dennoch nicht zu verstecken. Da nicht nur ich den Film seit längerem nicht gesehen hatte, hatte ich ihn mit mehreren Bekannten über einen Beamer gesehen und selbst auf einer drei Meter breiten Leinwand konnte sich das Ergebnis noch sehen lassen. Auch der Ton ist klar. Das Bonusmaterial beschränkt sich allerdings auf Programmhinweise.

Im Hinblick auf das nicht in allen Punkten glückliche Drehbuch habe ich mich für die Bewertung mit vier Sternen entschieden.
18 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 4. April 2013
Wie o. a., habe ich eine Western-Sammlung und freue mich, diese im Laufe der Zeit zu vervollständigen. Mir gefällt dieser ebenfalls gut.
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am 12. September 2012
(Vorsicht Spoiler!)

Es ist nicht gerade pure Bewunderung, sondern vor allem auch Befremden und Bestürzung, mit der Captain Lance (Gregory Peck), der mit seinem Kommando in den Ruinen des Forts Invincible eingeschlossen ist, dabei zusieht, wie sein Entsatz mit einem neuartigen Maschinengewehr die angreifenden Indianer niedermäht. Befremden und Bestürzung mögen auch Gregory Peck selbst im nachhinein angewandelt haben, denn dem Vernehmen nach hat er Gordon Douglas‘ düsteren Western „Only the Valiant“ (1951) als den schlechtesten Film angesehen, in dem er je mitgewirkt habe. Zu guter Letzt dürfte wohl auch mancher Zuschauer Befremden und Bestürzung empfinden, aber nicht etwa weil „Only the Valiant“ wirklich eine Filmgurke wäre, sondern weil dieser Western, bedenkt man den Zeitpunkt seiner Entstehung, erstaunlich desillusioniert erscheint.

Schon die Handlung baut auf einem tragischen Mißverständnis auf, wie die alten Griechen es geliebt hätten: Die Reputation, die der ohnehin als wandelnder Vorschriftenkatalog verschriene Hauptmann Richard Lance bei seinen Männern genießt, sinkt auf einen Tiefpunkt, als der gefangengenommene Apachenhäuptling Tucsos bei seiner Überstellung von Fort Winston in ein anderes, nahegelegenes Fort von den Seinen befreit wird und dabei der beliebte Captain Holloway (Gig Young) ums Leben kommt. Die Männer glauben nämlich irrtümlich, daß Lance, der sich ursprünglich freiwillig für das gefährliche Unterfangen gemeldet hatte, nun Holloway ins Spiel brachte, weil dieser sein Rivale im Werben um Cathy Eversham (Barbara Payton) war, in der Hoffnung, sich auf diese Weise seines Nebenbuhlers entledigen zu können. In der Verbitterung und Verzweiflung, die ihn angesichts des Todes seines Freundes Holloway und auch der Erkenntnis befallen, daß selbst Cathy ihn für dieses gemeinen Winkelzugs fähig hält, meldet sich Lance für das Himmelfahrtskommando, das halbzerstörte Fort Invincible möglichst lange gegen die Apachen zu halten, um deren Wut vom schwach besetzten Fort Winston abzulenken. Dabei nimmt er eine Handvoll von Soldaten mit, von denen er glaubt, daß sie aufgrund ihres Fehler und menschlichen Schwächen ohnehin keine wichtige Rolle bei der Verteidigung von Fort Winston spielen könnten, nämlich unter anderem den sadistischen Unteroffizier Murdock (Neville Brand), den undisziplinierten, trunk- und händelsüchtigen Corporal Gilchrist (Ward Bond), den Südstaatler Onstot (Steve Brodie), der seinerzeit aus der Unionsarmee desertierte, den verschlossenen Soldaten Rutledge (Warner Anderson), der mit Lance noch eine alte Rechnung offen hat, den jungen Hasenfuß Saxton (Terry Kilburn), und den Soldaten Kebussyan (Lon Chaney Jr.), der Lance ebenfalls nach dem Leben trachtet, wohl weil er Gefühle für Holloway zu hegen schien, die man in einem Film aus dem Jahre 1951 nur ganz sacht andeuten konnte. Mit dieser Schar recht unsicherer Kantonisten muß Lance nun die Stellung gegen rachsüchtige Apachen halten.

Trotz aller Kritik an diesem Film, die von seiten Pecks oder auch des Regisseurs selbst erfolgt ist, hat mir „Only the Valiant“ eigentlich ausnehmend gut gefallen, wozu freilich nicht gerade die hier gepflegte Darstellung der Apachen beiträgt, die Douglas zwar als intelligente und entschlossene Gegner zeichnet, wobei er sie jedoch als eine wilde, blutrünstige und nur durch das Maschinengewehr zähmbare Bedrohung erscheinen läßt. Viel interessanter ist indes, was sich in diesem Film in den Reihen der Soldaten abspielt, und hier liefert „Only the Valiant“ ein äußerst pessimistisches Bild der menschlichen Natur: Nicht nur herrschen Intrigen und Machtkämpfe – man beachte nur, wie meisterhaft die Unterredung zwischen Lance und Murdock abgefilmt wird, in der der Sergeant erfährt, warum sein Vorgesetzter all seine Gesuche um Beförderung vereitelt, und ihm daraufhin recht unverhohlen den Tod androht; wie hier Hell und Dunkel im Hintergrund die Kontrahenten markieren, das hat fast Noir-Charakter –, sondern es werden auch dort Intrigen gewähnt, wo gar keine sind, und das ist eben die Tragik, die Lances Schicksal bestimmt. Wiederholt muß sich der Hauptmann gegen Anschläge auf sein Leben zur Wehr setzen, die von seinen eigenen Leuten ausgehen. Doch Haß und Selbstsucht sind so sehr in einzelnen der Männer verwurzelt, daß ihr Verhalten beinahe schon groteske Formen annimmt, wie etwa die Animosität zwischen dem Nordstaatler Murdock und dem ehemaligen Konföderierten Onstot, die sogar dann noch versuchen, einander das Leben aus dem Leib zu prügeln, als sie von feindlichen Indianern umringt sind. Gerade diese Szene macht „Only the Valiant“ zu einem sehr bitteren Western, gehört es doch normalerweise zu den Gepflogenheiten des Genres, daß sich Nord- und Südstaatler spätestens dann zu brüderlicher Eintracht zusammenfinden, wenn der „böse Indianer“ an die Tür klopft. Daß diesmal dem nicht so ist, paßt nur zu gut zu dem pessimistisch-kritischen Grundton dieses Films, der eben nicht in erster Linie Kittkleisterei gegen einen wie auch immer gearteten äußeren Feind betreibt [1], sondern statt dessen lieber die Ambivalenz der neuesten Schreckgespenster aus der Waffenkammer des Fortschritts deutlich werden läßt: Zwar verdanken Lance und seine verbliebenen Männer dem Gatlin Gun ihr Leben, aber dennoch ist dem Offizier seine Verunsicherung gegenüber dieser Waffe anzumerken. Man muß hier kein Historiker sein, um eine Parallele zur zeitgenössischen Wirklichkeit zu entdecken – und doch ist es wohl fraglich, ob der Regisseur oder der Drehbuchschreiber diese beabsichtigt haben.

Oben wurde bereits ein Bezug zum Stil des Noir hergestellt, und ich finde auch – ohne diesen Film nun mit dem inflationär gebrauchten Label des Western noir belegen zu wollen –, daß die Schauplätze der Geschichte durchaus auf symbolische Art und Weise die moralische Blindheit und Orientierungslosigkeit, die unter den eingeschlossenen Soldaten vielfach zutage tritt, widerspiegeln. Da sind die weitläufigen, kahlen und irrgartenartigen Ruinen des Forts, die immer wieder einzelne der Männer voreinander verbergen und so Gelegenheit zu tückischen Anschlägen geben, da sind die kargen Holzkreuze, die an die Verstorbenen erinnern, und da sind auch die schroffen und lebensfeindlichen Felsen und Schluchten, inmitten deren sich Apachen und Soldaten tödliche Gefechte liefern.

Mag das Ende auch versöhnlich bleiben, so wirkt sein Optimismus doch gezwungen angesichts der menschlichen Abgründe, in die uns der Film hat blicken lassen. Angesichts der sich inmitten der Indianer prügelnden Nord- und Südstaatler und der Rolle des Maschinengewehres stellt sich mir die Frage, ob ein etwa 25jähriger Sam Peckinpah wohl „Only the Valiant“ im Kino gesehen hat. Wenn ja, dann wäre dies ein weiterer Grund, Douglas für seinen Film zu danken.

Die DVD bietet den Film in den Sprachen Englisch und Deutsch, wobei das Original aber an manchen Stellen ein wenig verrauscht ist. Untertitel gibt es nur auf Deutsch, und hierin hätten sich die Extras bereits erschöpft.

[1] Freilich ist nicht zu leugnen, daß einige der Charaktere in der Auseinandersetzung gegen die Indianer ihre persönliche Bewährungsprobe bestehen und rehabilitiert werden.
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am 17. Dezember 2012
Gordon Douglas ist kein John Ford oder John Sturges, deren Western Geschichte geschrieben haben. Dieser Noir Western, der zum größten Teil im Studio gedreht wurde, zeigt den jungen Gregory Peck mit einem professionellen Ensemble von Western Darstellern wie z. B. Ward Bond (hat viele Filme mit John Wayne gemacht), Lon Chaney jr., Neville Brand u.a. in einem B-Picture "von der Stange". Peck spielt einen für seine Strenge berüchtigten Kavallerie-Offizier, der ein vorgeschobenes Fort gegen die Apachen verteidigt. Nach langem, viele Opfer forderndem Kampf, gelingt es ihm, seine Angebetete von seinen menschlichen Qualitäten zu überzeugen und zu einem Happy End zu führen. Insgesamt ein durchschnittliches Abenteuer in Schwarz-weiß.
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am 12. Oktober 2014
Eine amerikanische Grossstadt. Staatsanwalt Martin Ferguson (Humphrey Bogart) nähert sich dem Abschluss der Ermittlungen zu einer Reihe von rätselhaften Morden. Man hat gerade Rico (Ted de Corsia) und seinen Boss Mendoza (Everett Sloane) festgenommen. Rico soll eine Aussage machen. Doch er ist sehr eingeschüchtert und gerät sogar in Panik. Er ist nämlich sicher, dass Menodozas Rache ihn treffen würde, sollte es zur Aussage kommen. Tatsächlich sind Mendozas Helfershelfer schon im Nebengebäude, um Rico per Distanzschuss aus dem Verkehr zu ziehen. Doch Rico hat noch mal Glück. Die Polizei sucht zwar sofort nach den Attentätern, aber erfolglos. Rico hingegen fürchtet erst recht um sein Leben, oder vielmehr, dass Mendoza ihn zeitlebens jagen würde. Trotz Bewachung durch Justizbeamte versucht Rico deshalb zu fliehen. Mit einer List gelingt ihm das. Der Aussenseite der Hausmauer entlang versucht er zu entkommen. Doch die Lücke zwischen der Hausecke und der gegenüberliegenden Feuerwehrleiter kann er nicht überwinden. Ferguson, der zufälligerweise auf die Flucht aufmerksam wurde, versucht Rico zu beruhigen und wieder ins Innere des Hauses zu bewegen. Doch im letzten Moment stürzt Rico ab und überlebt den Aufprall nicht. Neben dieser Tragik muss Ferguson jetzt auch noch mit dem Problem umgehen, dass ihm sein Kronzeuge abhanden gekommen ist. Also muss er versuchen, den Fall aufzurollen. Mit dem Bild, das daraus entsteht, soll eine Anklage gestützt werden können, um Mendoza endgültig hinter Schloss und Riegel zu bringen. Fergusons Nachforschungen bringen einiges in Gang, wenn auch nicht auf die gewünschte Art. Denn in der Stadt werden plötzlich alle, die Mendoza mit ihrem Wissen belasten könnten, bedroht oder sogar umgebracht. Immerhin kommt er an die Namen von drei Bandenmitgliedern, die er nun der Reihe nach aufzuspüren versucht. Bei einem werden sie fündig, bei „Big“ Babe Lazich (Zero Mostel), der nicht gerade mit Heldenmut gesegnet ist. Dieser erzählt, nachdem etwas Druck auf ihn ausgeübt wurde, wie er damals zu der kriminellen Organisation stiess. Dadurch erfährt Ferguson, dass die kriminelle Organisation sich auf Auftragsmorde spezialisiert hatte. Den grossen Chef, Mendoza kannte man aber zunächst nicht, denn er operierte fast nur telefonisch. Bald tauchen weitere Leichen auf. Aber Ferguson weiss auch, dass er alle Mitglieder der Bande auftreiben muss, um die Ermittlungen erfolgreich abschliessen zu können. Und er braucht jemanden, der vor Gericht Mendoza eindeutig identifizieren und somit belasten kann.
Humphrey Bogart spielt in der Hauptrolle von „The Enforcer“ (Warner Bros., 1950) den harten und selbstbewussten Ermittler, der mit Zähigkeit und Spürsinn zum Erfolg kommen will. Der Film bedient sich bei Mitteln des „Film Noir“, aber es sind auch andere Elemente erkennbar. Die Entstehung verlief anders als geplant, denn kurz nach Drehbeginn fiel Bretaigne Windust, der ursprüngliche Regisseur, für lange Zeit krankheitsbedingt aus. Auf Empfehlung von Bogart übertrug Warner dann die Regie an Raoul Walsh. Aus Kollegialität verzichtete dieser aber dann darauf, selber als Regisseur genannt zu werden. Walsh leistete gute Arbeit, denn es ist kein grosser Bruch im Film zu erkennen. Das ist umso wichtiger, weil der Film die Geschichte nicht streng chronologisch erzählt. Es ist ein spannender und weitgehend schnörkelloser Film. Sogar der Schluss erfolgt ziemlich abrupt. Übrigens schien man bei Warner den Film in guter Erinnerung zu behalten. Eine Generation später übernahm man lose Grundzüge der Geschichte (im Grunde die Jagd nach einer verbrecherischen Organisation) für einen weiteren Film, nämlich den 3.Teil der „Dirty Harry“-Reihe; Originaltitel auch dann: THE ENFORCER.
Auf der Arthaus-DVD gibt es den Film in der deutschen Bildfassung zu sehen, die 81 Minuten lang ist. Das bedeutet, dass sämtliche Verweise auf Warner Bros. fehlen, dass Vorspann und „Ende“ auf Deutsch sind und auch die Telegramm- und Aktenaufnahmen. Schade, dass man hier vom amerikanischen Original abgewichen ist und vielleicht sogar Kürzungen in Kauf genommen hat. Leider nicht das erste Mal, dass Arhaus/Studiocanal auf diese Art vorgeht. Besser wäre gewesen, man hat die amerikanische Originalversion gezeigt. Für die deutschen Textsequenzen eignet sich immer noch der ohnehin verwaiste Bonusmaterial-Sektor. Das gezeigte schwarz-weisse Bild im Format 4:3 ist zwar nicht gerade schlecht, aber ein bisschen zu grobkörnig/verrauscht. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Mono vor und ist in beiden Fällen gut verständlich. Untertitel gibt es leider nur auf Deutsch. Bonusmaterial fehlt. Es gibt nur eine Programmvorschau. Fazit: eine suboptimale Filmpräsentation, kaum Sprachenauswahl, kein Bonusmaterial. Das ist näher am Strassenkater als am Tiger, und vor allem schade um den Film. Deshalb gibt es gerade noch drei von fünf Fahndungsbriefen und einen scheuen Blick durch den Spalt in der Stahltür.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Juni 2012
Obwohl weitestgehend fiktiv, orientert sich "Der Tiger" (Original: The Enforcer) an einer tatsächlich zu dieser Zeit realen Untersuchung einer Gruppe von Killern, die von der Presse aufgrund ihrer Organisation die "Murder, Inc." genannt wurde.
Regisseur Bretaigne Windust, ein versierter Broadway-Director, erkrankte aber kurz nach Beginn der Dreharbeiten und erholte sich erst wieder als der Film in weiten Teilen von Raoul Walsh bereits abgedreht war. Dieser sprang aufgrund der Bitte von Humphrey Bogart ein, wollte aber nicht im Abspann genannt werden.
Entstanden ist eine Mischung aus Noir und dem damalig sehr beliebten halbdokumentarischen Polizeithriller wie "Kennwort 777" oder "Straße ohne Namen":
Unter schwerem Polizeischutz kommt der Gangster Joe Rico (Ted de Corsia) spätnachts ins Gerichtsgebäude. Der Mann ist Kronzeuge im Prozess gegen Albert Mendoza (Everett Sloane), dem man vorwirft der Kopf einer Killerbande zu sein, die Auftragsarbeiten verrichten.
"Mord" heisst in der Sprache der Gang "Vertrag" und das Opfer ist "ein Treffer".
Allerdings hat Staatsanwalt Martin Ferguson (Humphrey Bogart) nur diesen einen Zeugen und dessen Leben ist in Gefahr, denn Mendozas Männer, die er vom Knast immer noch dirigieren kann, haben die Jagd auf den Verräter eröffnet.
Ferguson will den Verbrecher auf dem Stuhl sehen, dafür wurde Joe Rico mit Zugeständnissen willig gemacht. Doch der bekommt kalte Füße und will dann doch nicht gegen seinen Boss aussagen. Nach einem versuchten Attentat vom Hotel gegenüber erleidet Joe Rico einen Nervenzusammenbruch. Tobsuchtsanfall Er versucht zu fliehen, doch ein Unglück geschieht und dies veranlasst Ferguson dazu noch einmal die ganzen Ermittlungsakten zur Hand zu nehmen. Vielleicht hat man ja was übersehen. Ansonsten wäre der Gangster morgen ein freier Mann.
Die Geschichte der organisierten Killerbande beginnt mit dem Geständnis eines jungen Gangsters namens Duke Malloy (Michael Tolan), der behauptet seine Freundin Nina Lombardo auf Geheiss seiner Gang ermordert zu haben. In den Folgeermittlungen treten Gangster wie Big Babe (Zero Mostel) in Erscheinung, aber auch unbescholtene Bürger wie (Vito Tuolo) und seine kleine Tochter Angela (Karen Kester)...
Klasse, dass Arthaus mit "Der Tiger" einen seltenen und weniger populären Beitrag der schwarzen Serie herausbringt.
Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die recht durchschnittliche Qualität in Ton und Bild, allerdings hat der Film auch schon gute 60 Jahre auf dem Buckel. Und die werden ja leider immer noch stiefmütterlich behandelt. Dabei ist "Der Tiger" geradezu auch wieder ein vortreffliches Beispiel dafür, dass diese alten schwarz-weiß Klassiker in vielen Fällen wesentlich atmosphärischer funktionieren als unser neues Kinofutter.
Der Film ist sehr spannend und beginnt mit dem Schutz eines Zeuges und am Ende steht wieder der Schutz im Zentrum der Handlungen.
Gute Nebendarsteller wie Ted de Corsia, Zero Mostel oder Patricia Joiner runden das nostalgische Filmvergnügen bestens ab.
Kaufempfehlung trotz mäßiger technischer Aufbereitung.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. September 2012
Gordon Douglas soll mal über seine schwächeren Filme, zu dener er auch ganz klar "Bis zum letzten Atemzug" zählte, folgendes gesagt haben: "Versuchen sie nicht sich alle meine Filme anzusehen, sie wären vom Kino angeekelt. Ich habe eine große Familie zu ernähren und nur selten einen Stoff zur Hand, der mich wirklich interessiert".
Sein bekanntester Film ist sicherlich der Ameisenschocker "Formicula", bekannt sind auch seine Western "Im Höllentempo nach Fort Dobbs", "Man nannte ihn Kelly" und der Spätwestern "Barquero".
Nun, so schlecht ist "Bis zum letzten Atemzug" aber nicht. Der Film gefällt mir wegen der düsteren, auswegslosen Stimmung im Fort Invincible. Dort, in New Mexiko des Jahres 1867, führt der Apachenhäuptling Tuscos (Michael Ansara) einen gnadenlosen Krieg gegen die verhassten Weißen. Er kann sogar die Festung angreifen, die einen Paß absperrt. Anstatt den Feind zu erschießen, wie es seine Männer wollen, nimmt Captain Richard Lance (Gregory Peck), dem die Dienstvorschriften über alles gehen, den Gefangenen mit ins naheliegende Fort.
Doch die Verstärkung von 400 Mann lässt auf sich warten und der Kommandeur des Forts befürchtet einen gewaltigen Indianerangriff.
Immerhin trifft Lance aber wieder seine Angebete Cathy Eversham (Barbara Peyton) für die sich aber auch sein bester Freund Lieutenant William Holloway (Gig Young) interessiert.
Lance ist bei vielen Männern wegen seiner Strenge verhasst, aber immerhin will er freiwillig mit einer sehr kleinen Gruppe zum Paß und in der Festung die angreifenden Indianer aufhalten.
Doch der Kommandeur befielt ihm, dass er Holloway schicken soll. Dies missversteht seine Cathy und will mit ihm nichts mehr zu tun haben. Und tatsächlich überlebt Holloway die Mission nicht. Es kommt zum endgültigen Bruch mit Cathy und mit vielen seiner Männer.
Der zweite Versuch wird dann auch von Lance übernommen, er formiert eine Gruppe der zwielichtigsten Soldaten, ua. einen üblen Schinder (Neville Brand), einen Trunkenbold (Ward Bond), einen undurchsichtigen Fährtensucher (Lon Chaney jr.), desweiteren einen Deserteur, einen jungen Feigling, einen Saboteur.
Stets muss Lance auf der Hut vor seinen Männern sein, bald wird auch in sein Quartier geschossen. Und rund um die Festung lauert auch schon der feindselige Indianerstamm...
Gar nicht mal so übel ist dieser wenig beachtete Westernklassiker, der nie zum Klassiker wurde. Aber er gefällt durch die bestimmte Konstellation der Männer des Himmelfahrtkommandos, die sich zusammenraffen müssen, wenn sie zumindest eine ganz kleine Chance zum Überleben haben wollen.
Die Festung erweist sich dann tatsächlich als perfide Todesfalle, aber was muss man nicht alles auf sich nehmen, um seiner Geliebten reinsten Edelmut und Heldentum zu beweisen.
Ward Bonds haltlose Trunksucht wird gar am Ende sympathisch verklärt, wie sehr sich doch die Zeiten seit 1951 verändert haben.
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am 21. April 2013
Nahe der mexikanischen Grenze: Den Soldaten der Kavallerie im Fort Invincible machen die Indianer zu schaffen. Während einer Schlacht nimmt man ihren Häuptling gefangen. Das entschärft die Situation keineswegs, denn der Stamm wird dadruch agressiver und im Fort gibt es Unruhe deswegen. Schliesslich kommt der Häuptling doch wieder frei und die Soldaten werden in der Auseinandersetzung dezimiert. Die Truppe braucht dringend Verstärkung. Deshalb schickt man eine Mannschaft los, die angeführt wird von Richard Lance (Gregory Peck). Die Soldaten mögen ihn nicht besonders, denn sie machen ihn persönlich für den Tod eines ihrer Kameraden verantwortlich. Lance sucht sich für die Unternehmung bewusst die Männer aus, die ihn nicht besonders mögen. Auf dem Weg zum Treffpunkt mit der Verstärkung bietet bloss eine alte Festungsruine Schutz vor den Indianern. Deshalb kommt die Truppe vorerst dort unter. Der Besuch der Indianer lässt nicht lange auf sich warten. Die Soldaten versuchen die Indianer mit einer Schiesserei abzulenken, damit ein Kamerad ausbrechen und die Verstärkung abfangen kann. Doch der Reiter wird angeschossen und Lance muss feststellen, dass seine Leute immer weniger werden. Sitzt er bald alleine in der tödlichen Falle?
Vom Personal her ist "Only The Valiant" (Warner Bros., 1951) nicht sonderlich originell, denn es geht um die von Grund auf bösen Indianer und die Soldaten die miteinander Streit haben und von einem Kommandanten angeführt werden, der natürlich auch noch Beziehungsprobleme hat. Während innerhalb der Truppe die Konklikte gleichsam mit dem Personal abgebaut werden, betreten immer wieder die Indianer im dramaturgisch nötigen Moment das Schlachtfeld und lassen dem Helden am Schluss die Möglichkeit, einen Trumpf aus dem Ärmel zu ziehen. Während die Handlung eher weniger Überraschungen zulässt, kann immerhin die Inszenierung weitgehend überzeugen. Insgesamt ist es natürlich ein Vehikel für den grossen Star Gregory Peck, um dessen Figur sich im Film letztendlich alles dreht. So gesehen funktioniert das Ganze.
Die Arthaus-DVD zeigt den Film ungefähr so, wie es schon (allzu) oft der Fall war, wenn ein Warner-Klassiker bei dieser Label-Familie landet: magere Ausstattung, magere Wiedergabequalität. Den 100 Minuten langen Film gibt es in der deutschen Bildfassung, was man unschwer an den Vorspanntexten und an der Bildqualität (eher unscharf und abgewetzt) erkennen kann. Das schwarz-weisse Bild im Format 4:3 würde durchaus eine Restauration vertragen. Immerhin ist der Ton recht gut verständlich. Die Sprachenauswahl ist aber auch eine Problemzone der DVD, denn Audio gibt es nur auf Deutsch und Englisch, Untertitel (optional) nur auf Deutsch. Platz hätte es durchaus für mehr gehabt, denn das Bonusmaterial besteht nur aus einer Programmvorschau. Auf zusätzliche Informatinen zum Film wurde schlicht verzichtet. Schade. Dafür gibt es gerade noch drei von fünf Ersatzpferden.
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