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am 9. Juni 2014
Gilt einer als großer Sinfoniker, wenn er nur eine Sinfonie vollendet hat?
Ist ein schmales Ouevre "Indiz" oder Beleg für dessen vermeintliche Bedeutungslosigkeit?
Denken wir an Corellis 12 Concerti grossi op.6, die nahezu synonym mit ihm selbst sind - deshalb synonym, weil diese mit Abstand am meisten rezipiert/gehört werden.
Aufgrund dieses op.6 ist Corelli in der Musikgeschichte ein großer Name.
Hans Rott hat keinen großen Namen.
Er fiel mir beim Studium von Gerhard Dietels "Musikgeschichte in Daten" als Kuriosum auf.
Rott hat seine 1.Sinfonie nie gehört (eine 2. ist unvollständig), ebenso wie etwa Mozart seine göttlichen letzten drei Sinfonien oder Bruckner seine 5. und 6.Sinfonie nie hören konnte.
Wenn einer als 22jähriger (!) so eine Sinfonie komponiert, die ein derart genialer Wurf ist, und die Reaktionen auf (zu Lebzeiten immerhin) einen aufgeführten Sinfoniesatz sind vorwiegend Ablehnung und Gelächter, vermutet man spontan Avantgarde im Stile Schönbergs oder ähnliches.
Nicht nur Ablehnung und Gelächter: nein, als einziger von sieben (!) Komponisten, die ihre Werke einer Jury einrichten, bekam er k e i n e n Preis. Bizarr...
Das "Problem" war, dass er als Lieblingsschüler Bruckners auf harsche Kritik des wichtigsten "Kontrahenten" Bruckners - Johannes Brahms - stieß. Er wurde dem damaligen Richtungsstreit innerhalb der Musik geopfert, da Brahms zu diesem besagten Zeitpunkt weit renommierter als Bruckner war (dieser hat erst recht spät die Anerkennung seiner Werke erleben dürfen).
Damit kam Rott nicht zurecht und vegetierte (nach etlichen Suizidversuchen) in einer psychiatrischen Klinik dahin und starb im Alter von 25 Jahren. (Dass eine Paranoia das ihre tat, ist vermutlich ein entscheidender weiterer Aspekt.)
Die "Internationale Hans Rott Gesellschaft Wien" verfügt über eine verdienstvolle Website, auf der Einzelheiten nachzulesen sind.
Es gibt viele auffallende kompositorische Parallelen (vor allem im Scherzo) zu Mahler, dass man sich fragt, wieso Rott fast unbekannt ist.
Man schreibt gern und oft, das Rott Mahler "vorweggenommen" hat. Das ist so, als wenn man schreibt, Gluck hätte Mozart vorweggenommen.
Einen der Selbständigkeit berauben, der ZU EINEM FRÜHEREN ZEITPUNKT einen bestimmten Kompositionsstil pflegt, ist nicht nur ungerecht, sondern auch historisch falsch und verdreht. Wie immer schreibt ein Musikwissenschaftler und/oder Musikrezensent vom anderen ab, die "Mühe" des Anhörens macht sich offenbar niemand (bei Musik geht es einigen ja nicht um Musik, sondern eher um Einordnung ;-) ).
Aber schließlich hat Herr Rott nuuuur die eine Sinfonie geschrieben und Mahler weit mehr, womit wir wieder bei der Eingangsfrage wären... :-)
Seltsam ist auch, dass Gustav Mahler sich derartig überschwänglich über Hans Rott äußerte, aber kein einziges (!) Werk von ihm (ur)aufführte! Nanu nanu nanu.
Diese Uraufführung ließ dann letztlich über ein Jahrhundert (!, erneut ein Superlativ der üblen Art) auf sich warten!
All das muss man vorwegschicken, weil die Besonderheiten im Falle des Komponisten umfangreich, eigenartig und einzigartig (nicht zuletzt hochinteressant) sind.

Die Musik Rotts ist in erster Linie originell, trotz der Jugend des 22jährigen Komponisten.
Natürlich sind da (wenige) Bruckner-Anklänge und ein Motiv, das stark an Wagner erinnert.
Für mich am kuriosten ist Brahms' Ablehnung deshalb, weil ein wichtiges Thema der Rott-Sinfonie - etwa zur Hälfte des Finalsatzes - sehr an ein Brahms-Thema erinnert und extrem stark "anklingt" (1.Brahmssinfonie, Hauptthema des dritten Teils im Finalsatzes)
In Klangmassierung und Satzlängen steht er sicher Bruckner am nächsten, und das sehr originelle und farbenprächtig instrumentierte Scherzo M U S S Mahler inspiriert haben (beide waren Kommilitonen und Mahler begann weit später mit der Komposition von Sinfonien).
Der erste Satz beginnt mit einem sehr lyrischen Thema, welches von der Trompete gespielt wird (nicht alltäglich, aber ideal instrumentiert).
Instrumentatorisch viele Bruckner- und Mahler-Parellelen, denn allgemein hat das Blech unheimlich viel zu tun: man spricht deshalb "vom missing link" zwischen Bruckner und Mahler, so als ob da jemand jemals ernsthaft g e s u c h t hätte; wie dumm... :-)
Trotz der fast einstündigen Dauer ist die Sinfonie äußerst kurzweilig und abwechslungsreich.
Das kompositorische Handwerk ist überragend und Rott weiß auch kontrapunktisch vertrackt zu schreiben: so ist etwa an eine längere Fuge zu hören.

Das Orchester der Aufnahme ist absolut brillant, das Blech schiebt und drückt wie das Blech eines bestens aufgelegten Ami-Orchesters, und die glänzende Tonqualität spricht für sich.

PS.:
Durch den Film "Amadeus" (ursprünglich auf einem Theaterstück beruhend) glauben viele irrtümlich noch immer, Salieri hätte Mozart emordet. :-)
Einen guten Film gäbe auch das Leben - und natürlich das Werk - Hans Rotts her, den Brahms (natürlich nicht vorsetzlich) auf dem Gewissen hat oder haben müsste - oder hätte haben müssen. :-)
Ein wenig Ernst ist schon dabei, und es wäre eine Überlegung wert...
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am 28. Januar 2013
Hans Rott wäre heute ein großer Name in der Klassischen Musik,wenn er nicht durch tragische Umstände im Alter von nur 25 Jahren in der Nervenanstalt in völliger geistiger Umnachtung verstarb.Seine Sinfonie E-Dur gehört zu den wahren Schätzen der Klassischen Musik.

Die Lebensgeschichte von Hans Rott ist schon tragisch genug,beschämend aber ist die Tatsache,dass erst ein amerikanisches,semiprofessionelles Orchester aus Cincinnati 1989 das Werk uraufführte.Heute gibts es zum Glück mehrere sehr gelungene Einspielungen aus dem In-und Ausland.

In Paavo Järvi haben die Sinfoniker des Hessischen Rundfunks einer der zur Zeit besten Dirigenten als Che am Pult stehen,der schon durch einige Aufnahmen von Beethoven,Bruckner und Mahler sein Können im Bereich der Romantik und Spätromantik bewiesen hat.Auch hier kann er absolut überzeugen,genau wie das exzellent aufspielende Orchester aus Frankfurt/Main.

Rott war nicht nur Organist,sondern auch Meisterschüler des großen Anton Bruckner,dessen Werke ja auch erst spät den Erfolg fanden.Seine einzige Sinfonie schrieb er zwischen 1878 und 1880,der erste Satz war seine Abschlussarbeit am Wiener Konservatorium,die jedoch wegen der deutlich hörbaren Wagner-Nähe durchgefallen war.

Für mich steht sie historisch gesehen zwischen Bruckner und seinem Studienkollegen Gustav Mahler,der diese Sinfonie genau kannte und sehr schätzte.Genau wie Bruckner und Mahler schrieb er für ein großes Orchester und hier insbesondere für das hohe Blech sehr anstregende Passagen,die zu seiner Lebzeit vermutlich als "unspielbar" galten.

Wenn man sich Bruckner Sinfonien anhört,fällt einem sofort auf,dass beide Musiker Organisten sind.Man kann auch hier die blockartige Melodieführung heraushören,wenn auch subtiler als sein Lehrer Bruckner.Kennt man Mahlers Sinfonien,weiß man,warum dieser Rott so sehr geschätzt hat.Wüsste man nicht,dass Rott bereits 10 Jahre (!!!) vor Mahler seine Sinfonie geschrieben hat,könnte man in vielen Takten meinen,der junge Mahler hätte es geschrieben-dabei war es genau umgekehrt.

Sie Suite für Orchester B-Dur schrieb er 1877,also kurz zuvor.Sie ist hier in einer Weltersteinspielung zu hören.Leider ist sie nicht komplett,aber da es nur sehr wenig von diesem großartigen Komponisten gibt,sind wir auch hier für die Einspielung sehr dankbar.

Eine ganz hervorragende CD,die man jedem Klassik-Fan nur sehr sehr nahe ans Herz legen kann.Järvi gelingt hier mit eine der besten Aufnahmen dieses Werkes.Bei der Suite gibt es noch keine Vergleichsaufnahmen,aber man kann davon ausgehen,dass auch hier bestens gearbeitet worden ist.

Zum Glück haben die Rundfunkanstalten auch hervorragende Aufnahmebedingungen,so dass die ganze CD wunderbar ausgewogen klingt.Hier stimmen Qualität und Technik absolut überein.Kaufen und genießen.Fünf Sterne,mehr kann ich leider nicht geben!!Vielen Dank an das tolle Orchester und seinen hervorragenden Leiter!!!

Ich überlasse im Normalfall Klassik-Rezensionen den "Spezialisten" hier,aber als musikalischer Grenzgänger weiß ich die Klassik sehr zu schätzen.Diese Aufnahme verbindet mich als Hesse natürlich auch mit dem wunderbaren Orchester aus Frankfurt noch ein Stück mehr.
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am 15. Dezember 2015
Das dieser Komponist so jung und tragisch gestorben ist, ist vermutlich einer der größten Verluste, den die Komponistenwelt jemals erleiden musste. Diese Sinfonie steht auf Augenhöhe mit den ganz großen Sinfonien der Klassik. Was hätte der Mann noch schreiben können...
Da ist alles da: einprägsame Motivik, spannende Entwicklung, großformatige Instrumentierung! Wer die großen Sinfonien der Hoch- und Spätromantik schätzt, für den ist dieses Werk ein MUSS. Inzwischen eine meiner absoluten Lieblingssinfonien!
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am 19. April 2016
ich kannte Rott vorher nicht und habe dies nach Empfehlung gekauft - und nicht bereut. Wer den frühen Mahler mag, liegt hier goldrichtig. Es wäre zu wünschen,dass diese Sinfonie mehr Aufmerksamkeit bekommt.
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am 11. Januar 2016
Von Freunden empfohlen, mit großem Vergnügen immer wieder gehört.

Tolle, sich großartig entwickelnde Sinfonie. Eine Mischung aus Bruckner, Mahler, Wagner, und ein bißchen Brahms. Sehr fließend, tolle musikalische Ideen.
Die Aufnahmetechnik bekommt einen Orden, das Radio Sinfonie Orchester Frankfurt spielt wie die Wiener Philharmoniker. Einfach toll.
Meine Entdeckung für 2015/16.
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am 13. Mai 2016
Wie so oft, habe ich beim Stöbern in der Klassik, wieder einmal eine tolle Neuentdeckung gemacht. Hans Rott war mir bis zum Kauf dieser Aufnahme vollkommen unbekannt. Die bereits verfassten Rezensionen machten mir die Kaufentscheidung leicht, die ich auch nicht bereut habe.
Das Stück ist wirklich ein großes Werk. Mag man bemängeln, das einige Passagen ansatzweise an Wagner oder Mahler erinnern, schmälert das keineswegs das außergewöhnliche Hörerlebnis. Der junge Rott konnte seine 1. Sinfonie leider nie selbst hören, so dass auch durch ihn keinerlei Veränderungen an dem Werk mehr vorgenommen werden konnten.
Paavo Järvi leitet das hr-Orchester gewohnt souverän und mit Leidenschaft. Ich kann mich einem meiner Vorredner nur anschließen, wenn dieser sagt, Rott wäre ein ganz Großer geworden, wenn er nicht so jung verstorben wäre. Im Booklet der CD, wird auch sein Studienkollege Mahler zitiert, der gesagt haben soll, das er und Rott zusammen die Musik neu gestalten hätten können.
Für Menschen, die einen Zugang zu der sinfonischen Musik suchen, eine gute Empfehlung.
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Eine echte Entdeckung. Obwohl es bereits einige Einspielungen dieses Bruckner-Schülers gibt, war diese Aufnahme für mich Neuland und Offenbarung zugleich. Ein spannendes symphonisches Jugendwerk, das den Bogen spannt zwischen Bruckner und Mahler. Gerade im dritten Satz finden sich etliche Tonfolgen, die stark an Mahler erinnern. Beide studierten zusammen in Wien. Offenbar hat Mahler Motive von Rotts einziger Symphonie in seiner ersten sowie im Schlusssatz der zweiten Symphonie adaptiert. Das Frankfurter Symphonie-Orchester unter Paavo Järvi bietet eine packende Interpretation, die auch klangtechnisch direkt und sehr nuanciert eingefangen wurde.
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am 23. Dezember 2012
Die einzige Sinfonie (E-Dur) von Hans Rott angesiedelt zwischen Bruckner und Mahler ist das Beste was ich seit langem gehört habe. Der leider sehr jung verstorbene (26J.)Komponist endete tragisch in der Klapse und hätte bestimmt noch viel schöne Musik geschrieben. Diese Sinfonie ist etwas gefälliger als Bruckners Sinfonien und zeigt schon Elemente der Jahre später entstandenen Sinfonien Mahlers, dessen Kommilitone er war. Schöne breit angelegte Crescendi mit viel Blech und choralartigen Passagen (Rott war auch Organist) zeichnen die Sinfonie aus. Unverständlich warum er bei Brahms keine Anerkennung fand. Eingespielt wird die Sinfonie von dem hervorragenden Frankfurter Radio Sinfonie Orchester, das durch sein Blechensemble besonders beeindruckt. Es lohnt sich diese etwas teurere CD zu kaufen, da sie durch ausgezeichnete Aufnahme besticht.
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am 13. April 2013
Järvi löst die Sinfoinie von Rott aus der Schwere der Aufnahme unter Segerstam heraus. Der Ort, wo sich Herr Mahler gedanklich bedient hat - ein tolles Zeitdokument...
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am 11. August 2014
Eine echte Entdeckung!

Rott, Sinfonie Nr. 1, Suite für Orchester
Artikel kam wie angekündigt. Wir haben diese Musik bzw. den Komponisten bislang nicht gekannt. Die Musik ist ein echtes Juwel.
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