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am 25. Juni 2012
Ich bin voreingenommen, ich bin nämlich Trevor Dunn Fan, ich bin ein sehr nerdiger Spacko was den Mann angeht. Der Wikiartikel zu ihm stammt zum Großteil von mir, ich hab seinen Newsletter im Abo und seine Solosachen ebenso im Schrank wie einen Großteil seiner Bandbeteiligungen(MadLove, Moonchild Trio, Fantômas, Secret Chiefs 3 und natürlich die überragenden MR BUNGLE).
Freak Puke ist Crover, Dunn und Buzzo in eben dieser Kombination.
Melvins Lite hätte vielleicht einen anderen Namen tragen sollen der nicht unbedingt so extrem nach the Melvins klingt, dann wäre die Erwartung der Kritiker vielleicht auch eine andere gewesen.
Melvins Lite spielen vornehmlich eine schmutzig glamartig-grinsende hippieske doomige Noiserockvariante mit einem avantgardistischem Kontrabass, der sich zwar oft bemerkbar macht aber ebenso oft dem Grundgerüst der Band unterordnet.
Mehr denn je gewinne ich bei Melvins Lite, das Gefühl, es mit drei herausragenden Musikern zu tun zu haben, die alle mal kurz ausflippen dürfen um sich dann wieder in das Klanggemenge der anderen einzugraben, besonders in a growing disgust viel mir das Buzzosolo, oder in Baby won't you weird me out beim treibenden Zusammenspiel der drei Musiker auf. Holy Babarians ist eine völlig zugedröhnt psychedelische Blubbernummer, Freak Puke ist eine deutlich Kissbeeinflusst Nummer, Worm Farm Waltz erinnert ein wenig an Green Jellÿ. Mein persönliches Higlight ist das zehnminütige Rockmonster Tommy goes Berserk bei dem ich zeitweise an Sonic Youth denken musste.
Warum Melvins Lite die Wings mit let me roll it covern erschließt sich einem eigentlich nur beim hören des Covers, McCartneys nettes Liebeslied wird schwer und gewinnt den Klang eines frühen Nick Cave and the bad Seeds Songs. Überhaupt sollte man sagen, dass Melvins Lite mehr als Noiserock sehen sollte, denn als übliches Melvins-Doom-Album, bei Leon Verses the Revolution klingt mir pausenlos Duane Denison in den Ohren - oder auch die Dale Crover EP der MelvinsKissTriologie.
Und damit schließt sich wohl auch wieder der Kreis, ein anderer Name wäre der Scheibe wohl eher gerecht geworden.
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Und wieder mal die Melvins... Auch wenn die Band das dritte Jahrzehnt ihrer Bandgeschichte bald vollmacht, wird sie nicht müde. Im Gegenteil, man hat sich ein wenig aufgefrischt. Für den neuesten Streich Freak puke (was mal wieder für ein Titel!) hat man die beiden Big Business-Jungs Jared Warren und Coady Willis kurz beurlaubt (aber nur das) und den alten Mr. Bungle/Fantomas-Haudegen Trevor Dunn ins Studio geschleppt. Mitgebracht hatte er seinen Kontrabass. Ein elektrisches Gegenstück gibt es auf der Platten nicht zu hören. Um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen, nannte man das Projekt einfach Melvins Lite.

Das Ganze hört sich wie so oft zuletzt bei den Melvins an, als hätte man einfach die Instrumente im Studio eingestöpselt und voller Laune drauflos gezockt. Spontaneität ist Trumpf. Und so braucht man sich nicht zu wundern, dass in den meist ziemlich straighten Rocksongs auch mal hemmungslos schräg musiziert wird, wie man es im leicht psychigen und schleppenden Opener "Mr. Rip Off" oder am Ende des (positiv) gruseligen "Worm farm waltz" zu hören bekommt. In "Inner ear rupture" lässt Dunn sein Instrument dagegen ziemlich leiden. Der Titel zeigt ja schon den kranken Humor der drei Herren.

Der Rest ist für Melvins-Verhältnisse ziemlich konventionelles und geradliniges Liedgut, das einfach rockt. Zum Beispiel das einen angenehmen Retro-Charme verbreitende "Leon vs. The Barbarian" oder der Titelsong, der ausnahmsweise mehr nach den Stooges als nach Black Sabbath klingt. Voll in die Klassikerkiste greift man natürlich beim Wings-Cover "Let me roll it". Aus der etwas drögen Popnummer machen Melvins Lite einen verdammt lässigen Groove-Rocker, bei dem man die feine Gesangsharmonie beim Weg durch den Soundwolf retten konnte.

Am Ende ist das Ding ein ziemlich typisches Melvins-Album: nicht immer leicht verdaulich, dafür im positiven eigenwillig - und dieses Mal eben mit Kontrabass. Nicht mehr nicht weniger. Ist das jetzt gut oder schlecht? Egal, Freak puke macht Spaß!
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am 26. Juni 2012
Musiker, die sich einen feuchten Dreck dafür interessieren, in welche Schublade ihre Musik zu stecken ist und was "die Leute" oder auch nur ihre Fans davon halten könnten, sind leider sehr selten. Zu diesen wenigen Exemplaren gehören jedoch Trevor Dunn (u.a. Mitbegründer von Mr. Bungle und Mitmusiker bei John Zorn) sowie Buzz Osborne und Dale Crover (der harte Kern der Melvins). Und diese glorreichen drei Musiker haben sich nun zur Lite-Version der Melvins ernannt, denn die Vollversion mit Jared Warren (normalerweise statt Trevor Dunn am Bass) und Coady Willis (als zweitem Schlagzeuger) pausiert nur solange Big Business (die Zweit-Band von Warren und Willis) ihren Geschäften nachgehen.

Auf dieser ersten gemeinsamen Platte der drei Herren, die sich ja schon ein ganzes Weilchen lang gut kennen (Dunn und Osborne spielen seit 1998 in Mike Patton's Band Fantômas), sticht ein für die Ohren von Melvins-Fans ungewohntes Instrument stark heraus, und das ist Trevor Dunn's Kontrabass. Dessen Knarzen und schrilles Gefiedel ist das erste was man vom ersten Track "Mr. Ripp-Off" zu hören bekommt. Der ein oder andere Hörer mag da aufatmen, wenn dieser Klang sehr bald von Crover's Schlagzeug verscheucht wird und der Track sich als eine gemütliche Rock-Nummer mit nur leichten Avantgarde-Jazz-Anleihen entpuppt. Und so viel schlimmer wird's auch nicht mehr. John Zorn hat hier nicht komponiert, keine Sorge! Dies ist eine Melvins-Platte.

Für mich ein Highlight auf dieser durchgehend mehr als sehr guten Platte ist "Worm Farm Waltz". Der Track beginnt großartig rockig mit Unterbrechungen durch schrägen Drei-Mann-Chorgesang, bis dann ein knarzendes Alarmsignal einsetzt, das Schlagzeug losmaschiert und die Gitarre sich zu einem schönen Spaziergang aufmacht.
Ebenfalls erwähnt werden muss "Leon Versus the Revolution" mit seinem tollen Mitsing-Refrain, auf das dann direkt das etwas sphärische "Holy Barbarians" mit seinen sehr creepy klingenden Vocals folgt. Wahnsinn! Und auch auf dieser Platte können die Melvins das Covern nicht lassen. "Let Me Roll It" ist im Original von Paul McCartney & Wings.

Die letzte Nummer namens "Tommy Goes Berserk" beginnt für die Melvins ungewöhnlich verträumt, nimmt dann aber sehr an Fahrt auf, und bekommt zum Schluss ein schönes avantgardiges Ende angehängt, worauf es dann ganz zum Schluss der Platte noch ordentlich bescheuert wird. Damit wird dann aber für mich gefühlt viel zu früh aufgehört. Da kann ich nur "Again!" schreien und mir diesen Wahnsinn gleich noch einmal reinziehen. Und bis jetzt wird es mit jedem hören noch immer ein wenig besser.

"Freak Puke" ist für mich die beste Melvins-Platte der letzten Jahre. Nur ist sie wohl nicht der einfachste Einstieg in das Melvins-Universum, es sei denn man kommt aus der John-Zorn-Ecke.
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