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am 9. September 2014
Die Kassette umfasst eine historisch und exemplarisch orientierte Sammlung von Aufnahmen, deren Interpretationen Maßstäbe für nachfolgende Generationen setzten und die einzigartige Größen der Rezeptionsgeschichte umfasst, nicht nur was den Thomanerchor selbst anbelangt. Die Aufnahmen fallen in die Zeit des zweiten Weltkriegs und der Herrschaft der DDR und suggerieren den Eindruck einer Oase inmitten unterschiedlicher Systeme barbarischer Unterdrückung und Verbrechen.

CD 1 umfasst Motetten BWV 225, 226 und 227, die in den Jahren 1951 und 1955 unter der Leitung von Günther Ramin entstanden sind, der sich einen großen Ruf erworben hatte und scherzhaft als „Der absolute Evangelist“ bezeichnet wurde. Die Arien werden von dem Kontrabassisten Horst Stöhr mit makelloser Vortragskunst dargeboten. Weiterhin umfasst diese CD die Kantate „Ich habe genug“, die sich unter Bach-Freunden besonderer Wertschätzung erfreut und im Jahr 1959 aufgenommen wurde. Die Leistung von Hermann Brey (mit dem Gewandhausorchester unter Leitung von Kurt Thomas) kann überhaupt nicht hoch genug veranschlagt werden, und zwar in allen Belangen (stimmliche Potenz sowie Größe und Tiefe der Darstellung bei großer Textverständlichkeit) und bisher von keinem Konkurrenten erreicht, geschweige denn übertroffen wurde.

CD 2 versammelt Motetten BWV 228, 229 und 230 sowie die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51. Den Arienpart der Kantate hat Agnes Giebel (Sopran), über deren stimmlichen Qualitäten und Interpretationskunst gerade auf diesem Gebiet lobende Worte reine Zeitverschwendung wären Die Aufnahmen fallen in das Jahr 1959 und sind, wie schon zum Ausdruck gebracht, mustergültig. Es spielt auch hier das Gewandhausorchester unter Leitung von Kurt Thomas.

CD 3 enthält die Kantaten „Gott ist mein König“ BWV 71 und „Ich will den Kreuzstab gerne tragen BWV 56. Auch hier ist das Aufnahmejahr 1959. Solisten der erstgenannten Kantate sind Agnes Giebel sowie Marga Höffgen (Alt), Hans-Joachim Rötzsch (Tenor) und Theo Adam (Bass), alles mit glänzenden Zeugnissen ihrer Kunst. Da Rötzsch kaum bekannt ist, möchte ich seine klare und leuchtende Diktion besonders erwähnen. - Bei der zweitgenannten Kantate, die an Größe und Tiefe höchste Anforderungen stellt, erweist sich wiederum Hermann Brey als der große Wurf. Das Lob im Zusammenhang mit der ersten CD erweist sich auch hier als vollauf berechtigt.

CD 4 erstreckt sich auf das berühmte Magnificat (D-Dur) BWV 243, das hier im Jahr 1944 aufgenommen wurde, und zwar mit den Solisten Erika Rokyta (Sopran), Lore Fischer (Alt), Heinz Marten (Tenor) sowie Josef Greindl (Bass). Komposition und Interpretation stehen im hervorstechenden Kontrast zum Niedergang der Naziverbrecher, quasi als Protest (wie mir scheint) und sich abzeichnende Erlösung von den Übeln der größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Trotz des Alters der Aufnahme ist diese auch klangtechnisch durchaus begriedigend (dank digitaler Aufbereitung).

CD 5 und 6 haben die Gesamtaufnahme der „Johannes-Passion“ zum Gegenstand, die im Jahr 1954 entstanden ist - unter Mitwirkung einer Sängerelite: Agnes Giebel (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Ernst Häfliger (Tenor), Franz Kelch (Bass) und Hans-Olaf Hudermann (Bass). Dirigent des Gewandhausorchester ist Günther Ramin. Alle Mitwirkenden zeigen sich in blendender Verfassung ohne irgendwelche Abstriche.

CD 7 und 8 erstreckt sich auf eine legendäre Aufnahme der „Matthäus-Passion“ aus dem Jahr 1941. Mit der Aufführung dieser Passion im Jahr 1829 hatte Mendelssohn-Batholdy für eine große Resonanz in der breiten Öffentlichkeit gesorgt und J.S. Bach zur fortlebenden Wiederentdeckung verholfen. Kennt man diese Tatsache nur aus der Zeitgeschichte, vergegenwärtigt die Aufführung im Jahr 1941 die Gründe aus der musikalischen Praxis. Diese Aufnahme hatte mit dem Erscheinen auf CD auch im Ausland ein großes Echo hervorgerufen, sie wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Die Stimmen der ausgezeichneten Solisten sind hervorragend abgebildet, allen voran der wunderbare Karl Erb, der in Doppelfunktion den Evangelisten und die sonstigen Tenorarien interpretiert. Allein dafür lohnt sich die Anschaffung. Auch die Chorleistungen sind prächtig, aber insoweit stellen die klangtechnischen Probleme an den Hörer gewisse Anforderungen. Eine kleinere Chorbesetzung hätte die klangtechnischen Probleme wahrscheinlich deutlich reduziert. Der Aufführung wurde stark gekürzt, was damals bei Tonaufzeichnungen im Hinblick auf die Kapazität von Schelllackplatten üblich war, aber die Kürzungen beschränken sich auf weniger spektakuläre Passagen, aber die wichtigsten Chorpartien, wie "O Haupt voll Blut und Wunden", fehlen nicht. Die musikalische Leitung hatte wiederum Günther Ramin. Die weiteren Solisten Gerhard Hüsch (Bariton), Tina Lemnitz (Sopran) und Friedel Beckmann (Alt) komplettieren die legendäre Besetzung.
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am 1. Dezember 2012
Wer gerne historische Aufnahmen hört, sich nicht an gelegentlich schlechterer Aufnahmetechnik stört, für den offenbahrt sich eine Reise in die Vergangenheit. Aufnahmen aus Leipzig aus den 40-ern! Toll. Heute werden diese Stücke (welche alle selber schon in Chören gesungen habe) teilweise anders interpretiert. Dennoch empfehlenswert.
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am 17. November 2014
800 Jahre Thomanerchor: Johann Sebastian Bach: Herrlich, diese alten Aufnahmen zu hören! Was für ein Unterschied zu manch heutiger Aufnahme! Oder hatte man damals eine andere Auffassung oder Werkverständnis als heute? Jedenfalls hat es mir großen Spaß gemacht, diese Werke zu hören.
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am 9. Juli 2013
Es ist ein wahres Hörerlebnis mit verschiedenen Werken von Bach. Die Abwechslung zwischen Kinder- und Erwachsenen Stimmen macht es zu einen wunderbaren Hörerlebnis.
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