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Kundenrezensionen

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am 20. Juni 2012
... darum geht es in Daniel Nettheims Film -The Hunter-. Die australische Produktion überzeugt durch atemberaubende Bilder aus Tasmanien, einer Kamera, die mit 360 Grad Flugaufnahmen oder totalen Einstellungen die Filmschauplätze in all ihrer archaischen Schönheit zeigt, einer guten Story nach der Originalnovelle von Julia Leigh und einem sehr präsenten Willem Dafoe, der den wortkargen, rauen Martin David brilliant darstellt.

Martin David ist Wissenschaftler und Jäger zugleich. Als er von einem Biotech-Unternehmen einen Auftrag erhält, macht er sich auf den Weg nach Tasmanien. Dort soll er feststellen, ob es tatsächlich noch einen Tasmanischen Tiger gibt. Seine Auftraggeber berichten ihm von zwei Sichtungen des ausgestorbenen Tieres, die geheim gehalten wurden. Martin soll den Tiger, wenn er ihn findet, erlegen und Proben für die Firma nehmen. Ihm wird klar gesagt, dass er schnell sein muss und dass sein Job gefährlich ist. Auch andere Interessenten seien dem Tiger auf der Spur. So landet David in Tasmanien. Er zieht bei Lucy(Frances O'Connor) und ihren beiden Kindern Sass(Morgana Davies) und Bike(Finn Woodlock) ein. Lucys Mann Gerard, ein engagierter Tierschützer, wird seit dem letzten Sommer vermisst. Auch er war dem Tasmanischen Tiger auf der Spur. Lucy hat den Schlag nie verwunden und verbringt ihre Tage im Tablettendelirium. Martin startet seine Exkursionen und freundet sich nach und nach mit den Kindern der Familie an. Sehr schnell merkt er, dass Gerards Verschwinden vermutlich kein Unfall war. Die einheimischen Arbeiter der Holzeinschlagfirmen hassen jeden Fremden. Und im tasmanischen Urwald wird Martin urplötzlich klar, dass er nicht allein ist. Er nimmt die Fährte des Tasmanischen Tigers auf, und wird dann selbst zum Gejagten...

Ein wirklich guter Film, der vor allem auf die Bilder aus Tasmanien und Willem Dafoe setzt. Das funktioniert über 97 Minuten spannend und unterhaltsam. Nettheims mysthisches Ende der Geschichte wird vielleicht nicht jedem Zuschauer gefallen, ich fand es jedoch passend. -The Hunter- braucht ein wenig, ehe die Erzählspur erreicht wird, aber spätestens wenn Martin David durch Tasmaniens Wälder streift und seine Fallen kontrolliert, will man wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Mir persönlich hat -The Hunter- gut gefallen. Sie dürfen, und müssen, das wieder einmal für sich selbst entscheiden.
11 Kommentar| 90 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2013
THE HUNTER zeigt uns Willem Dafoe als Martin David, einen von einer militärischen Biotech-Firma beauftragten Jäger", der eine Kreatur finden und erlegen soll, die als ausgestorben gilt: den tasmanischen Tiger, von dem er biologische Proben sicherstellen soll. Der perfekt durchorganisierte Einzelgänger bekommt im Laufe seiner Mission Schwierigkeiten, sein Ziel im Fokus zu halten, lässt er sich doch von einer Frau und zwei Kindern, bei denen er sich von seinen Ausflügen in die Wildnis erholt, mehr und mehr in Beschlag nehmen. Zunächst widerwillig, findet er später Gefallen an ihrer Gesellschaft. In diese zwei Handlungsstränge wurde ein dritter eingeflochten: der Kampf von Umweltschützern, die die Urwälder Tasmaniens vor der Abholzung schützen wollen bzw. der Kampf der Leute, die von dem Abholzen der Bäume leben, ihre Jobs zu erhalten. Die Handlungsstränge sind durchaus gleichberechtigt und perfekt zusammengefügt.

Der Vorspann ist unterlegt mit Aufnahmen eines eines tasmanischen Tigers, jenem gestreiften Beuteltier mit Hundekopf, dem unglaublich weit aufklappbaren Maul und einem Schwanz, der dem eines Kängurus ähnelt. Es handelt sich um exakt die Bilder, die ich auf einem kleinen Fernseher im tasmanischen Museum, das sich in der tasmanischen Hauptstadt Hobart befindet und den Namen "Tasman Museum & Art Gallery" trägt, gesehen habe: schwarz/weiß Aufnahmen eines Tigers in Gefangenschaft, welcher eindeutig einen Käfigkoller hat. Die Tiger wurden zu Tode zu gejagt, um die Schafe der Siedler zu schützen. Von der Regierung wurde für tote Tiere ein Kopfgeld gezahlt und wo es ein Kopfgeld gibt, sind die Bounty Hunter natürlich sofort zur Stelle. Das letzte gefangene Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart. Der Beutelwolf, wie er auch genannt wird, gilt heute offiziell als ausgestorben. Es gibt jedoch immer wieder Sichtungen und so hält sich bei vielen Leuten hartnäckig der Glaube, dass irgendwo in der Wildnis einige Exemplare überlebt haben.

Angekommen in Hobart macht sich Martin auf den Weg zu seiner Unterkunft. Da diese und deren Bewohner so gar nicht nach seinem Geschmack sind, rückt wieder ab. In einer abgelegenen Bar, wo er die Toilette benutzt, fragt er nach einem Zimmer und macht gleich die unangenehme Bekanntschaft mit einigen Holzfällern, die ihn für einen Umweltschützer halten. Man achte auf den Aufkleber, der sich in der Toilette befindet: "Save our native forest" wurde mit Filzstift verbessert in "Save our jobs".

Also kein Zimmer für Martin! Der Einzelgänger muss sich daher doch bei der für ihn vorgesehenen Unterkunft im Outback einrichten und macht Bekanntschaft mit Lucy und ihren zwei Kindern, die sich Sass und Bike nennen. Lucys Mann ist von einem Marsch in die Berge (noch) nicht zurückgekehrt. Unter der Vorgabe, nach tasmanischen Teufeln zu suchen, macht Martin sich von diesem Basislager immer wieder auf den Weg in die tasmanische Wildnis, stellt Schlag- und Schlingfallen auf und verfolgt Spuren. Dafoe muss in diesen Szenen den Film alleine tragen und bringt eine erstklassige Performance. Seine Ruhe, seine Mimik, die Präzisionseiner Bewegungen und seine ganze physische Präsens werden von der Kamera höchst effektiv eingefangen und verschmelzen immer wieder perfekt mit den tollen Aufnahmen von der tasmanischen Landschaft. Schön, dass es auch Tieraufnahmen von einem Wombat, einem Pademelon ("kleines Känguru") und "Teufeln", die ebenfalls Beuteltiere sind, gibt. Gerade letztere scheinen mittlerweile sehr rar zu sein, denn auf meinen Wanderungen durch die Wildnis ist mir nicht ein Devil begegnet. Zu Ohren gekommen ist mir ihr Gekreische jedoch - allerdings nur ein einziges Mal.

Weitere Abstecher in die Wildnis folgen und bald hat Martin das Gefühl, selbst verfolgt zu werden. Lucy und die Kinder ziehen ihn bei seinen Aufenthalten im Basislager immer mehr in ihren Bann, was einem Freund von Lucy, Jack Mindy (toller Auftritt von Sam Neill!), gar nicht gefällt. Hinzu kommen Entdeckungen in Bezug auf seinen Auftrag, die Martin zu denken geben. Ganz klar, dass sich die Lage nach einiger Zeit zuspitzt. Es kommt zu einem Zwischenfall, der den Hunter dazu bringt, seine Mission abzuschließen und einen neuen Abschnitt in seinem Leben zu betreten.

Das Bild ist einer Lage feinen Filmkorns überzogen und zeigte sich bis auf wenige softe Aufnahmen äußerst scharf auf meiner Cinemascope Leinwand. Farben werden toll wiedergegeben und ich, als jemand der nahezu 400 Kilometer in dieser Landschaft unterwegs war, kann behaupten, die Wildnis Tasmaniens kommt wahrlich lebensecht rüber. Es sieht tatsächlich so aus, als ob man durch ein großes Fenster Martin David bei der Spurensuche und beim Legen der Trap Line" beobachtet. Ich wäre gerne sofort zum Hunter reingestiegen.

Da viele Aufnahmen in der Natur spielen, lebt das Sounddesign von Wind, Regen, Insektenbrummen, Vogelgezwitscher und Tiergeräuschen. Der 5.1 DTS HD Master Audiotrack der Originalfassung bringt all dies sehr realistisch rüber. Hin und wieder gibt es musikalische Unterstützung und auch der Subwoofer fängt bedrohlich an zu brodeln. Eine über weite Strecken angenehm ruhige Akustik, die die Bilder optimal begleitet. Die Dialoge lassen sich leicht verfolgen. Ich mag diese leicht näselnde Stimme von Dafoe und die ganzen Nuancen seiner Sprechweise, die er in dieser Rolle rüberbringt. Besonders schön ist der Akzent von Bass, die zudem einen witzigen Sprechrhythmus hat. Wegen akuter Akzentverluste ist die deutsche Tonspur eine sterile Angelegenheit. Der Synchronsprecher von Dafoe gibt sich alle Mühe, aber Mühe allein genügt nicht.

Wer sich abseits des Mainstream orientiert oder die Schnauze voll hat von dieser seelenlosen, aus Rechnern gezogenen PG-13 Gülle, mit der wir aus Hollywood zugemüllt werden, sollte einen Blick riskieren. In der Ruhe liegt die Kraft!

Tasmanien, quo vadi? Wird sich der negative Prozess, der vor langer Zeit in Gang gesetzt wurde, noch stoppen lassen? Werden Besucher bald nur noch über Straßen, die durch Nutzwälder führen, von Nationalpark zu Nationalpark fahren? Das nenne ich den "Korridoreffekt" (in Neuseeland zum Teil schon Realität!). Gibt es tatsächlich in der Wildnis noch irgendwo Beutelwölfe? Wird es irgendwann geklonte Exemplare geben? Wird sich die Natur irgendwann an den Menschen rächen für das, was ihr wegen Geld angetan wurde und immer noch angetan wird?
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Gleich zu Beginn sollte man wohl erwähnen das dieser Film die Meinungen ziemlich stark spalten wird, denn "The Hunter" ist ein sehr außergewöhnliches Werk, das sich irgendwo zwischen Drama-und Abenteuerfilm ansiedelt. Wer nun ein actiongeladenes Spektakel erwartet sieht sich am Ende sicherlich seiner Hoffnungen beraubt, bekommt man hier doch viel eher eine sehr ruhig erzählte Story-Line präsentiert, die im Prinzip zu keiner Zeit mit viel Tempo-und Rasanz ausgestattet ist. Das hat der Film jedoch auch überhaupt nicht nötig, entfaltet er doch gerade durch das Fehlen übertriebenen Aktionismus erst seine volle Intensität und kann nur so auch wirklich auf den Zuschauer einwirken. Und diese Wirkung ist streckenweise wirklich schon als gigantisch zu bezeichnen, vor allem die vorhandene Bildgewalt der brillanten Landschaftsaufnahmen berührt einen auf eine ganz eigene Art. Einerseits ist man absolut fasziniert von der unberührten Natur, die aber auch gleichzeitig etwas sehr Bedrohliches beinhaltet. Es ist also nicht weiter verwunderlich, das insbesondere die Passagen den größten Eindruck hinterlassen, in denen sich der Jäger Martin (Willem Dafoe) vollkommen abseits jeglicher Zivilisation allein auf die Jagd nach dem letzten Tasmanischen Tiger begibt, um einem profitgeilen Konzern extrem wertvolle Organe dieses eigentlich ausgestorbenen Tieres zu beschaffen. In diesen Phasen der Geschichte kommt es einem so vor, als wenn man sich selbst in der unendlich weiten und nicht erschlossenen Naturlandschaft Tasmaniens befindet. Es gibt keine störenden Dialoge, in diesen Einstellungen ist man ganz allein mit einem einzelnen Mann und dessen faszinierender Umgebung konfrontiert, so das man fast schon mit dem Szenario verschmilzt. Dabei öffnet man sich ganz automatisch den manigfaltigen Eindrücken und saugt diese wie ein Schwamm in sich auf.

Unterbrochen wird das Ganze zwischendurch immer wieder von Einstellungen, in denen Martin sich bei der Familie befindet, bei der er Unterschlupf gefunden hat, um seine Jagd sorgfältig zu planen. Auch dieser Teil der außergewöhnlichen Geschichte ist ein ganz wichtiger Bestandteil des Gesamtpaketes, denn hier wird einem die innerliche Wandlung eines Mannes näher gebracht. Tritt Dafoe zu Beginn noch als scheinbar emotionsloser Söldner auf der lediglich seinen Auftrag erfüllen will, so verändert er sich mit der Zeit zusehends. Er stellt seinen Auftrag immer mehr in Frage und setzt seine Prioritäten vollkommen anders, als es noch zu Beginn der Fall war. Hier kommt einmal mehr das herausragende schauspielerische Talent eines Willem Dafoe zum Vorschein, denn ohne jegliche Theatralik und viele Worte ist der mann allein durch seine bestechende Mimik dazu in der Lage, die gesamte Gefühls-Palette eines Menschen zum Ausdruck zu bringen. Seine eigentliche Aufgabe gerät kaum merklich immer mehr in den Hintergrund und er entwickelt wahre Gefühle für die Menschen, bei denen er untergekommen ist. Das äußerst sich insbesondere durch Kleinigkeiten, die jedoch für den Betrachter äußerst gut nachzuvollziehen sind, so das ganz unweigerlich eine starke Identifizierung mit den Ereignissen stattfindet.

Nun beklagen sich einige Leute über mangelnde Spannung in diesem Werk und zugegebenermaßen ergibt sich diese auch lediglich aus der Frage, ob der Jäger am Ende wirklich noch auf einen Tasmanischen Tiger trifft und seinen Auftrag erfüllt. In einem finalen Showdown wird diese Frage ganz am Ende auch beantwortet, wobei dies auf eine ganz andere Art und Weise passiert, wie manch einer es wohl nicht vermuten wird. Diese letzte Phase des Geschehens ist dann auch besonders ergreifend und berührt einen selbst im Innersten. Die damit verbundene Botschaft der Geschichte ist mehr als eindeutig und hinterlässt beim Zuschauer einen bleibenden-und sehr nachhaltigen Eindruck, den man nicht so schnell wieder abstreifen kann. Worauf es zum Schluss letztendlich hinausläuft kann man sich zwar schon etwas früher ausmalen, wenn man jedoch mit den ergreifenden Szenen am Ende konfrontiert wird ist das eine ganz andere Sache. Die Bilder gehen nicht spurlos an einem vorbei und kriechen dabei sehr tief unter die eigene Haut. Zwar ist "The Hunter" ohne jegliche Action in Szene gesetzt worden, doch hat man im Prinzip zu keiner Zeit das Gefühl, das man etwas vermissen würde. Zu sehr berührt einen das intensiv gestaltete Szenario und die Bildgewalt tut ihr Übriges dazu, das der Betrachter sich auf das wirklich Wesentliche konzentriert.

Im Endeffekt handelt es sich bei "The Hunter" um ein erstklassiges-und hochwertiges Film-Erlebnis, das jedoch ganz bestimmt nicht jeden Geschmack treffen wird. Man muss sich der Geschichte öffnen und tief in das Szenario eintauchen, um die volle Wirkung dieses herausragenden Werkes auch spüren zu können. Wer ein actiongeladenes Jagd-Abenteuer erwartet sollte lieber gleich die Finger von der DVD lassen, denn dafür sind die Ereignisse definitiv nicht ausgelegt worden. Stattdessen bekommt man ein sehr ruhig erzähltes Drama präsentiert, das mit diversen Abenteuer-Elementen versehen wurde. Neben einem omnipräsenten Willem Dafoe sind es insbesondere die eindrucksvollen Bilder, die man als absolutes Highlight ansehen muss. Das Gesamtpaket ist letztendlich ein sehr ungewöhnlicher aber absolut faszinierender Film, den ich persönlich schon als kleines Meisterwerk bezeichnen möchte. Zu diesem Ergebnis kann man jedoch nur kommen, wenn man sich auch ohne jegliche Vorbehalte und mit der richtigen Erwartungshaltung dieser Geschichte nähert. Ist man dazu in der Lage, dann wird man mit hochklassiger Filmkost belohnt, die man nicht so schnell vergessen wird.

Fazit:

Auch wenn manch einer "The Hunter" als langweilig bezeichnet und sich über mangelnde Spannung beschwert, dürfte es etliche Menschen geben, die das vollkommen anders sehen. Und das ist auch gut so, handelt es sich doch um eine faszinierende Geschichte, die meiner persönlichen meinung nach sehr viel Aufmerksamkeit verdient hat.
55 Kommentare| 129 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2013
The Hunter ist ein australischer Film aus dem Jahr 2011 und ist von der Story ein in sich gehender ruhiger Film.

Martin David ist ein Jäger und Söldner und wird von einer Firma angeheuert um den letzten Tasmanischen Tiger zu erlegen. Diese wollen den Tiger klonen. David kommt bei einer Familie unter wo in deren Umgebung der Tasmanische Tiger gesichtet wurde, erzählt ihnen aber nicht weshalb er in dieser Gegend ist. Auch will er sich mit der Familie nicht anfreunden, da er die Einsamkeit und das Einzelgängertum über sein ganzes Leben hinweg kultiviert hatte. Die Verwandlung des Jägers als Einzelgänger der keinen engeren Kontakt zu anderen Menschen haben möchte, zu jemand der sich langsam öffnet war von Willem Dafoe sehr gut dargestellt. Letztendlich wird jedoch noch ein anderer Killer angesetzt und die ganze Situation eskaliert und führt zu einem zu einem finalen Duell.

Man darf sich bei diesem Streifen keinen Action-Film erwarten. Es ist ein ruhiger Film der sich inhaltlich wie dramaturgisch langsam aufbaut. Man muss den Film einfach geschehen lassen und kann auch einen sehr guten Dafoe und wunderbare Naturlandschaften Genießen.

Laufzeit: 102 Minuten.
Bild- und (deutsche) Tonqualität der BR ist hervorragend, die Naturlandschaft war gestochen scharf. Ob diese echt war? Bei den heutigen Filmtricks kann man das kaum noch wissen. ;-)
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am 23. Oktober 2014
Persönliche verstehe ich nicht, wieso viele Leute diesen Film als langweilig, oder schlecht empfinden.
Dieser Film ist anspruchsvoll, und es sollte nicht nur immer um Aktion gehen, obwohl dies hier auch zu finden ist.

Der Film hat eine klasse Story und wird super gespielt, das Ende ist unerwartet, und die Filmatmosphäre ist wundervoll.

Klare Weiterempfehlung.
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am 23. Februar 2015
Dank amazon prime gesehen.
Spoilerfreie Rezension!

Ich fand den Film jetzt nicht schlecht muss ich sagen.
Er zeigt einiges an Natur, zeigt auch ein deutlich interessantes Thema auf.
WillemDafoe ist für mich ein sehr guter Schauspieler.

Jedoch gibt es auch einige Mängel an dem Machwerk.
Dramen die keine Dramen sind.
Action die dem Titel nicht gerecht wird.
Passagen die sich unnötig ziehen.
Ein Ende wie es eventuell nicht erwartet wird.

Alles in allem schwanke ich zwischen drei und vier Sternen.
Das allen der Filmmusik und Willem zuzuschreiben ist.
Alles rundherum ist mehr Mau als Schlau.

Dennoch habe ich ihn mir gerne angesehen.
Würde ich mir aber ehrlich gesagt auch kein zweites Mal ansehen.
Meiner Meinung nach empfehlenswert für Fans von Naturaufnahmen und von Dafoe.
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am 30. August 2015
Ein sehr außergewöhnlicher Film. Der Storyaufbau verläuft langsam und träge,
sodass der Film in den ersten 30min etwas hilflos wirkte, man kam noch nicht wirlich rein in den Film.
Aber wenn man sich darauf eingestellt hat, ist dies überhaupt kein Problem denn die Aufnahmen sind echt super gedreht und
der Film vermittelt eine ganz eigene Stimmung.
Die Aufschriften auf dem Cover finde ich daher unpassend und vermitteln ein ganz anderes, falsches Bild von ,,The Hunter,,.
Die Naturaufnahmen sind perfekt gedreht,Bildqualität ist grandios und schauspielerisch gibt es ebenfalls nichts auszusetzen.
Die einzigen zwei Kritikpunkte sind einmal die Synchronstimme von Willem Dafoe, die fande ich ein wenig unpassend
und der Film hätte einen schönen Soundtrack verdient gehabt, mit einer tollen ruhigen Sängerinn z.B um aus den Naturaufnahmen noch etwas
mehr Emotionen und Dramatik rauszuholen.
Alles in allem, ein sehenswerter Film der einfach mal anders ist. Action ist nicht immer alles.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. August 2012
Der Tasmanische Tiger war bis zu seinem Aussterben das größte fleischfressende Beuteltier auf dem gesamten australischen Kontinent. Das letzte bekannte Exemplar starb 1936 in einem Zoo.
Weil sie für blutrünstige Jäger gehalten wurden, die Schafe rissen, setzte die Regierung ein Kopfgeld von einem Pfund für jedes erlegte Exemplar aus. Zeitgleich - so vermuten Wissenschaftler - könnte auch eine Epidemie das Aussterben der Species mit beschleunigt haben.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Tasmanische Tiger damit ausgestorben, dennoch wird immer wieder von Sichtungen lebender Tiere in Tasmannien berichtet. Es existieren jedoch keine Beweise für diese Beobachtungen.
Im Jahr 2000 begannen Wissenschaftler mit der weiteren Erforschung der DNA des Tieres, um die ausgestorbene Art vielleicht erneut züchten zu können. Fünf Jahre später gaben sie den Versuch auf, denn das vorhandene Genmaterial war zu lückenhaft, um es tatsächlich zu rekonstruieren. Im Jahr 2005 setzte eine australische Zeitschrift eine Belohnung von umgerechnet 750.000 Euro für den Beweis eines lebendigen Exemplars.
Der australische Film "The Hunter" von Daniel Nettheim geht ebenfalls diesem fabelhaften, legendären Raubtier nach und realsierte damit den 1999 erschienene Roman von Julia Leigh.
Der Söldner und Jäger David Martin (Willem Dafoe) wird von der militärischen Biotech-Firma Read Leaf engagiert, einen dieser vermeintlich ausgestorbenen tasmanischen Tiger aufzuspüren, denn es gab vor kurzem zwei Sichtungen, die vielversprechend klangen. Sein Auftrag lautet: Gewebe- und Organproben am Ende seiner Mission als Beweis mitzubringen.
Er reist nach Tasmanien unter dem Pseudonym eines Universitätsprofessors und kommt durch Vermittlung bei der alleinerziehenden Mutter Lucy (Frances O0`Connor) und ihren beiden Kids Sass (Morgana Davies ) und Bike (Finn Woodlock). Der Vater - ein Umweltschützer - ist seit mehreren Monaten in der Wildnis verschwunden und wird vermisst.
Es ist ziemlich sicher, dass ihm etwas zugestoßen ist - Martin vermutet gar, dass die Bürger des Ortes vielleicht etwas damit zu tun haben. Denn die lieben keine Umweltaktivisten, denn sie fürchten um ihren Arbeitsplatz abei der dort ansässigen Holzfällerfirma, dem größten Arbeitgeber der Region.
Jack Mindy (Sam Neill), ein lokaler Führer, steht ihm als Unterstützung zur Verfügung, doch der schweigsame Martin ist ein Einzelgänger, der wenig Kontakt mit Menschen hat und sich Ruhe und Zeit bei seiner Jagd lässt. Allerdings leistet er sich sowohl bei der Zuneigung zur Familie als auch für das zu jagende Tier immer mehr Gefühl...
Regie in "The Hunter" führte Daniel Nettheim, der damit sein eigenes Skript verfilmte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zuschauer wird in dem langsamen und bedächtigten Erzählfluß nicht nur mit einem Abenteuer konfrontiert, sondern liefert zustätzlich eine beklemmende Kritik am Menschen ab, der mit seinen Ambitionen Herr der Welt zu sein, vor allem einer faszninierenden und erhaltenswerten Tierwelt immer mehr die wichtigsten Grundlagen der Existenz raubt. Daher gestaltet sich das Ende auch extrem bitter in seiner Konsequenz und im Verhalten des Jägers und entlässt das nachdenkliche Publikum ratlos wegen diesem Dilemma zurück.
Immer wieder hört man von vom Aussterben bedrohten Arten, hier ist Engagement gefragt und "The Hunter" liefert da auf jeden Fall eine Überzeugungsarbeit ab aktiv zu werden.
Wer viel Action erwartet, der wird vielleicht eher enttäuscht sein, denn neben dem Portrait eines stillen Jägers, der akribisch seine Arbeit macht, herrscht vor allem eine meditative Grundstimmung vor, eine Art Metapher sich auf die Grundbedürfnisse zu besinnen.

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22 Kommentare| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Februar 2015
Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich musste das Internet bemühen. Sagte mir das Tier doch mal eben überhaupt nichts. Aber man lernt ja nie aus. Schöner Film mit noch schöneren Landschaftsaufnahmen. Einzig das Verhältnis zu seiner "Vermieterin" fand ich etwas aufgesetzt. Also würde ich aus einem Tablettenflash aufwachen + meine Kinder säßen nackt in der Wanne bei einem fremden Mann im Bad, ich wäre etwas "unentspannter" als die Gute im Film.
Nun ja, ein Film eben.
Auch dieser Film zeigt einmal mehr was für ein verkommenes Objekt der Mensch doch ist. Alles muss man jagen, am besten ausrotten und sich dann beschweren das es nicht mehr da ist. Es ging, geht + wird immer nur ums Geld gehen und solange sind wir der schlimmste Feind der Tierwelt + Natur.
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am 11. Oktober 2013
Zum Film:

Es ist mir unverständlich, warum der Trailer zum Film so ist, wie er ist. Stimmung und gesamte Machart des Films werden nicht vermittelt. Statt dessen schnibbelt man die wenigen Action-Sequenzen zusammen. Was passiert ist klar. Die Erwartungen werden nicht erfüllt. Selbst hier bei Amazon sind Fotos gewählt worden, die stets Menschen mit Knarre im Anschlag zeigen. Völlig am Thema vorbei.

Die Ruhe, das dezente Schauspiel, der Soundtrack und die grandiose Landschaft ergeben ein Paket, dass sicherlich nicht für den Mainstream taugt. Das macht The Hunter jedoch nicht automatisch schlecht. Im Gegenteil. Das Paket hat viel Ästhetik zu bieten, die aber nie dick aufgetragen ist.
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