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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
130
4,1 von 5 Sternen
Plattform: PC|Version: Standard|Ändern
Preis:5,85 €+ 5,00 € Versandkosten


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am 26. November 2012
Die Grafik des Spiels entspricht im Großen und Ganzen den ziemlich comicartig strukturierten Figuren, aber sie ist gut und entspricht der recht düsteren Spielgeschichte in der fantasiereich gestalteten Stadt im Victorianischen England. Zwar ist die Reichweite der Spielumgebung recht begrenzt, vermag jedoch aufgrund der vielen Handlungsvariationen immer wieder aufs Neue zu fesseln.
Doch nicht allein Grafikgestaltung bestimmt die Güte eines Spiels, sondern Handlung, Spannungsgehalt, Wiederspielwert und der Spaß bzw. ob das Spiel zu fesseln vermag, sind meines Erachtens die wesentlichsten Punkte und beeinflussten meine Beurteilung des Spiels.
Vor allem der Wiederspielfaktor bei "Dishonored" ist hoch. Die zahlreichen Möglichkeiten, die gestellten Aufgaben zu lösen, sind ungeheuer interessant. Hierzu ist dennoch eine Einschränkung notwendig (Ich habe es 2-mal gespielt, zuerst mittel, um das Spiel kennenzulernen, dann sehr schwer): Beim ersten Durchlauf habe ich mehr als 14 Stunden gebraucht, beim letzten nicht einmal 4 Stunden, da ich nun wusste, worauf es ankommt, um die Hauptaufgaben zu lösen. Auch war mir klar, welche "Kräfte" und Waffenausrüstungen sinnvoll sind, welche man getrost beiseite lassen kann und auch die meisten Nebenaufgaben ließ ich beim zweiten Mal links liegen.
Besonders bemerkenswert fand ich noch folgende "Belohnung" meiner Vorgehensweise: Hatte ich mich durch die einzelnen Abschnitte mordsmäßig "geschnetzelt", so jagte mich Bootsfahrer Samuel zornig vor dem letzten Abschnitt von seinem Boot. War ich jedoch "sanftmütig, leise und zart" und so gut wie gar nicht blutrünstig unterwegs gewesen, verabschiedete sich Samuel freundlich und hielt mich "ehrenvoll" in Erinnerung. Und war die Abschluss-Sequenz beim "mordsmäßigen" Vorgehen düster und wenig erfreulich, so war sie bei unblutiger Verhaltensweise fröhlich und heiter.
Die Spielsteuerung war absolut flüssig und war problemlos zu handhaben. Auch die sehr verständliche Aufgabenstellung, sowie die Erläuterung der Nebenziele war hilfreich und ließ einen nicht einen einzigen Moment über den Sinn der Mission grübeln. Absolut misslungen war die KI der Gegner. Tötete man einen von ihnen durch Fernschuss, wandte sich sein gleich daneben stehender Kumpel ab, als wäre nichts geschehen. Und davon, dass man den Held Corvo Attano erst in der Abschluss-Sequenz in voller Körpergröße kennenlernt, war ich auch ziemlich enttäuscht. Aber aufgrund der Tatsache, dass ich das Spiel wirklich fesselnd und aufregend fand, ist es mir doch 5 Sterne wert.
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am 1. November 2012
Einmal durchgespielt, Spielzeit 12 Stunden. War erstmal überrascht als das Ende so plötzlich kam, nach der Ausleitung fand ich den Zeitpunkt allerdings absolut perfekt getroffen. Gott sei dank wurde dieses Spiel nicht wie viele anderen unnötig in die Länge gezogen. Die Ereignisse überhäufen sich und mir wurde das Spiel nicht einmal langweilig.

Schierigkeitsgrad:
Was mir gefällt ist, dass man im Verlaufe des Spiels immer eine Art Übermacht darstellt die sich entweder zum Ziel metzelt, oder sich so gut zu verstecken weis, das niemand ihn je auf seinen Einsätzen zu blicken bekommt. Wer allerdings ein anspruchsvolles Kampf-Spiel erwartet liegt falsch. Zumindest der Schwierigkeitsgrad ist sehr leicht, durch die vergessliche KI und die Schwachen Gegner. Für mich ist das kein Grund die Bewertung zu senken, ich mag Spiele bei denen man nicht jedes Level 100 mal neu laden muss weil man ständig von Gegnerhorden fertig gemacht wird. Ich hab einfach keine Zeit und Lust mich so durch ein Spiel zu kämpfen.
Für die, die die Zeit haben oder denen so langweilig ist dass sie eine richtige Herrausforderung suchen wünsche ich mir allerdings auch eine bessere KI - zumindest in den höheren Schwierigkeitseinstellungen.

Grafik:
Für mich ein Augenschmaus! Allerdings achte ich beim Bewerten weder auf überragend hoch auflösende Texturen, noch auf die Polygondichte. In diesen Punkten ist das Spiel tatsächlich eher schwach. Diese Punkte sind mir aber relativ unwichtig. Wichtiger ist mir die Atmosphäre die das Spiel durch die Grafik vermittelt. Die gezeichneten Texturen sind wunderschön und perfekt aufeinander und die Umgebung abgestimmt. Post Effekte wurden im richtigen Maße eingesetzt sodass sie nicht stören, dem Spieler jedoch unbewusst die Stimmung näherbringt. Wer Bücher liest weis, dass durch eine gut erzählte Geschichte im Kopf von alleine das Bild einer Welt entsteht wie sie realistischer kaum sein kann. Da stören einen kleine Visuelle ungenauigkeiten nicht mehr. Wobei wir beim nächsten Punkt wären,

Die Story:
Ich will nichts Spoilern. Man übernimmt die Rolle des Leibwächters der Kaiserin und ihrer Tochter/Prinzessin. Dieser hat eine relativ enge Beziehung zu den beiden, das mekrt man schnell im Umgang miteinander. Umso verständlicher daher der Grund wesshalb "Corvo" der Protagonist all dies auf sich nimmt. Sein Stolz als Leibwächter, liebe zu den beiden - fast schon als Familienmitglied, eine Aussichtslose Lage als Unterstützung.
Kurz: Ich konnte mich gut mit dem Charakter identifizieren (wäre ich in seiner Lage selbstverständlich ^^)
Es gibt ein gutes und ein schlechtes Ende, mehr dazu beim nächsten Punkt,

Gameplay:
Die Story schlägt verschiedene Richtungen ein, auf eine nachvollziehbare, jedoch nicht offensichtliche Art. Das gute Ende ist schwerer zu erspielen als das schlechte.
Insgeheim predigt das Spiel das Gewalt nicht immer die Lösung ist und meißt der Weg der schwachen ist. Trotzdem verzichtet das Spiel nicht auf Brutalität. So werden die Leichen durch Granaten zerfezt sodass man einzelne Körperteile fröhlich durch die Gegend werfen kann. Aber das ist man heutzutage ja fast schon gewöhnt ;)
Die Egoperspektive ist erfrischend anders für dieses Spielgenre und hilft auch beim einfühlen ins Spiel. Kopfbewegungen wirken sehr realistisch, besonders beim klettern und bei Unterhaltungen. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und immer von einer kleinen Menge Sidequests und Geheimnissen begleitet.
Die Spielwelt ist "halboffen" man muss dem lauf der Story folgen, hat aber auf dem Weg die Möglichkeit kleinere Abschnitte beliebig genau zu erkunden und zu untersuchen.
Was auch einen toller Punkt im Spiel darstellt: Ein altes Artefakt das einen in die Gedanken der NPCs eintauchen lässt und einem alle deren Geheimnisse zuflüstert. Wer es gut einzusetzen weiß findet viele erschreckende Wahrheiten und interessante Geschichten versteckt.

Soundumgebung:
Hervorragend!! Die Sprecher wirken autentisch und haben einen starken, stimmlichen Eigencharakter. Die Musikalische Untermalung reicht von Mysteriös über heimelig bis hin zu verstörend und packend. Die Soundeffeckte kommen immer in der passenden Lautstärke und einem gewissen Wumms. Ausserdem verleit die Soundkulisse den unmenschlichen Fähigkeiten Corvos eine unheimliche Note. Man fühlt sich also tatsächlich besonders Anfangs noch recht unwohl beim Einsetzen eben dieser.

Mein Fazit:
Für Leute die sich Hauptsächlich für Story und Spielspaß begeistern, dabei allerdings auf die Zeit schauen müssen hervorragend (Spiegelt ausserdem meine Sichtweise wieder und ist Grundlage für meine Bewertung):
+leicht durchzuspielen
+Gameplay abwechslungsreich
+umfangreiche Lösungswege und viele Geheimnisse
+Grafik liebevoll und passend gestaltet
+packende Story
+starke Soundeffekte und teilweise schockende Musik (im positiven Sinne)
+eine Fülle an versteckten dunklen Geheimnissen und Einblicken in die Hintergründe dieser mysteriösen Welt
+hoher Wiederspielbarkeitswert (wenn man doch ein bisschen Herrausforderung wünscht)
+geringer Ressourcenhunger, auch auf schlechteren PCs oder Laptops ohne Einbußen genießbar.
-da finde ich persönlich nichts. Sonst wären das keine 5 Sterne :)

Für Extremspieler die an ihrem PC eine Herrausforderung wollen und genug Zeit mitbringen eher ungeeignet:
-"dumme" KI, vergisst den gerade angesprochenen Kumpanen (dem man gerade gemütlich die Kehle aufgeschlitzt und verscharrt hat) - dadurch leicht zu umgehen
-durchschnittliche Spieldauer (wem Quantität vor Qualität geht dem ist das ein Minuspunkt)
-Grafik wirkt grob, besonders wenn man in dunkle Ecken schaut und einem die nötige Einfühlung in die Story fehlt
-relativ vorgelegter Pfad und keine wirklich offene Welt (für casuals wäre das eben wieder ein positiver Punkt gegen Zeitmangel)
+Sound dürfte auch euch sehr gut gefallen ;)
+Wiederspielbarkeitswert ist unbestreitbar
+Abwechslung wird geboten, wer allerdings geklicke alla Diablo bevorzugt mag dies als negativ auffassen
+viel zu Erkunden, vor allem in ingame Büchern und durch belauschen von Gesprächen/Gedanken

Zum Schluss: Ich möchte euch Pro/Extremspieler nicht angreifen oder beleidigen. Ich hoffe ich habe auch eure Ansicht etwas nachvollziehbarer gemacht und gut eingebracht. Hätte ich die Zeit wäre ich eventuell einer von euch.

Viel Spaß jedem der dieses Spiel genießt!!

PS: Achtung, eventuell Steambindung
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am 16. Mai 2015
Will nichts schreiben, nur Sterne vergeben eins zwei drei vier fünf sechs sieben acht neun zehn elf zwölf dreizehn vierzehn.

Wenn Sie schon Bewertungen wollen, bitte nicht so kompliziert, ich schreibe jedenfalls keine mehr
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am 18. Februar 2013
Ich bin ein großer Fan von Steampunk und war über die viele positike Kritik und die Empfehlungen meiner Freunde sehr an dieses Spiel interessiert. Leider kam sehr schnell Ernüchterung: Es ist zwar schon Steampunk, jedoch nicht so interessant umgesetzt, wie man es sich hätte wünschen können, aber immer noch ok.

Gestört hat mich es mich, wie andere auch, dass der Charakter zu übermächtig ist und eigentlich nur 2 Kräfte und im Notfall seine Betäubungsbolzen braucht. Ansonsten ist das Risiko hoch, dass man den Chaoswert erhöht. Wobei wir beim nächsten Problem wären: Wurde von allen von der Entscheidungsvielfalt gepredigt, wie man sich mit anderen Gruppen verbünden kann und andere Wege gehen kann, so gibt es nur zwei Konsequenzen: Entweder, der Chaoswert steigt, oder er bleibt stabil. Dies führt zwar zu verschiedenen Enden, wieso sie jedoch so sind, wie sie sind, ist kaum nachvollziehbar. Sie wirken nicht so als wenn man viel Einfluss daran nehmen konnte. Schade!

Das ganze Spiel verleitet dadurch noch dazu, dass man den Chaoswert immer möglichst gering halten will.. so wird die Experimentierfreude mit all den Fähigkeiten und Waffen leider gebremst. Natürlich kann man sich bewusst dazu entscheiden alles niedersteckend durch die Stadt zu laufen, aber irgendwie sinnvoll erscheint es mir nicht, und obwohl ich schon öfter Wachen zu Scharen getötet habe kam ich mit niedrigen Chaosniveau aus der Sache raus, was ich sehr unrealistisch und frustrierend empfunden habe. So musste ich wirklich jeden und alles töten, alle Zivilisten damit die Stadt auf jeden Fall ins Chaos gestürzt wurde. Anders ist es kaum machbar Chaos zu stiften. Ebenfalls Schade! Man hätte mehr Sachen einbauen können, wo man Konsequenzen bewusst hätte wählen können.

Ebenfalls die Fraktionen finde ich sehr dünn besiedelt, und sie spielen für mich kaum eine Rolle. Sie sind nur dafür da, den Schein zu wahren, dass man ernsthaft viel Entscheidungsfreiheit hat. Hätte man die Fraktionen nicht beim großen Finale noch viel mehr einbinden können?

Außerdem hätte man die Geschichte etwas spannender Gestalten können. Wer das Herz (ein Artefakt das man im Spiel bekommt) auf den Admiral verwendet zum Beispiel bekommt so viel gesagt für den Verlauf der Geschichte, dass es keine Überraschung mehr ist, was geschieht. Außerdem ist es sehr auffällig wenn eine Bedienstete auf einmal zu einem sagt: "Unter meinem Bett ist ein Schlüssel zu einer Zuflucht wo man niemals gefunden wird, sollte einmal dieses Versteck auffliegen."... Es ist von Anfang an klar, dass es dazu kommen muss, aber muss man auf diese Weise ankündigen, dass im nächsten Level das geschieht?

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Nun das positive:

Der düstere Flair der Stadt hat mir sehr gut gefallen! Es macht Spass diese zu erkunden und den Gesprächen der Stadtbewohner zu lauschen. Die immer wieder auftauchenden Durchsagen des Lordregenten vermitteln ein gutes Gefühl darüber, wie alle Bürger in Angst und Unterdrückung leben. Die Orte in der Stadt, zu denen man reist, sind sehr interessant... alles sehr stimmig und auch der Hauptgrund, warum ich das Spiel gerne von Anfang bis Ende durchgespielt habe!

Der Outsider ist der interessanteste Charakter im ganzen Spiel, er passt gut in die Welt, auf irgendeine mystische Art und Weise wirkt er auf mich wie ein Hoffnungsschimmer in der Ansonsten völlig heruntergekommenen Stadt, die an Endzeitszenarien erinnert.

Der Charakter Corvo ist sehr interessant, man hätte noch viel mehr aus ihn rausholen können, hätte man ihn noch besser in Szene gesetzt, aber ansonsten spiele ich ihn sehr gerne, er ist mir sehr sympathisch. Vielleicht hätte man ihm eine Stimme geben sollen.

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Mein Fazit: Ein recht solides Spiel mit sehr viel Potential, ich kann verstehen, warum andere dem Spiel 4 oder 5 Sterne geben, ich persönlich ziehe 2 Sterne für etwas ab, dass ich mir im Spiel nach all den Lobeshymnen eigentlich gewünscht mir dann aber doch gefehlt hätte. Eine komplexere Story, auf die ich mehr Einfluss nehmen kann, wäre mir auf jeden Fall noch einen Stern mehr Wert, eine komplexere Spielmechanik noch einen Weiteren. Die nicht ganz taufrische Grafik stört an dem Spiel in keinster Weise.
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am 14. Oktober 2012
Ich beobachte von einem Sockel aus meine Gegner, sie sind aufgebracht, wütend, sie suchen nach mir. Vor wenigen Sekunden noch fuhr meine Klinge durch den Körper ihres Anführers. Jetzt, nachdem ich mich den ganzen Weg zu meinem Ziel möglichst lautlos und verbrogen voran bewegt habe, mehrmals mit dem Einsatz meiner breitgefächerten Waffen-und Magiekünste Gegner erledigt habe und von Haus zu Haus gesprungen bin, ist es nur noch meine Aufgabe einen Weg aus dem vom Alarm beschalten Palast zu finden. Ich schleiche mich über die Köpfe der Wachen hinweg und teleportiere mich von Sockel zu Sockel, von Bücherregal zu Bücherregal, und wage dann schließlich doch den Sprung auf den Boden. Mein unachtsames und plumpes Vorgehen wird sofort von einer heranstürmenden Wache bestraft, doch mit meinen Fechtkünsten ist diese bald kein Problem mehr. Die letzten Meter errege ich keine Aufmerksamkeit mehr, mein Herzschlag beruhigt sich erst als ich im Boot zurück zu meinem Quartier fahre! Ich bin übrigens Corvo Attano und wurde dem Mord an meiner Kaiserin absichtlich beschuldigt. Ich möchte mich an denen rächen, die mich hintergangen haben!

Dieser kleine Auftrag zu Beginn der Handlung ist bezeichnend für "Dishonored" und gibt einen guten Ausblick darauf, was man als Attentäter Corvo Attano in den nächsten 10-12 Stunden erlebt. Ich selbst habe lange Zeit die Berichterstattung in den Spiele-Magazinen verfolgt und das Game mit viel Vorfreude erwartet. Als Vorbesteller war es natürlich pünktlich zum Erscheinungs-Datum bei mir zu Hause und ich konnte dementsprechend sofort loslegen. Naja, nachdem ich die üblichen Probleme mit der Installation und dem Steam bewältigt hatte. Und auch die Tatsache, dass man das Spiel über, das von vielen Gamern verhasste Onlineportal zocken muss, sollte euch nicht vom Kauf abschrecken. Die möglichen Strapazen kann man durchaus verkraften. Positiv hat mich bei der Installation zumindest überrascht, dass man das Spiel sowohl über Internet, als auch per CD auf die Festplatte bringen kann. Personen, die noch nicht von einem guten Anschluss profitieren, brauchen in dieser Hinsicht keine Angst zu haben. Ob man das Spiel auch völlig ohne Verbindung installieren kann, ist mir bisweilen unbekannt. So jetzt aber zum eigentlichen Test: Ich bewerte die verschiedenen Aspekten bzw. Kriterien des Spieles und gebe zum Schluss noch ein zusammenfassendes Fazit und möglicherweise eine Kaufempfehlung.

----Gameplay/ Spielmechanik----

"Dishonored" könnte man im Bezug auf das Gameplay durch viele andere Spiele beschreiben. Dies würde die Sache aber nicht auf den Punkt bringen, denn das Spiel ist nämlich in all seinen Facetten einzigartig und besonders. Wie im obersten Abschnitt schon angedeutet, schlüpft man in die Haut von dem Attentäter und "Personenschützer" Corvo. Dieser ist körperlich und magisch sehr begabt. Dies ist aber auch vollkommen nötig, um gegen die teils harten und knackigen Gegner zu bestehen. Vorzugsweise agiert man aus dem Schatten, als tödlicher Assassine. Dazu stehen einem vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, wie z.B. die Nachtsicht, die es der Spielfigur erlaubt durch Wände zu sehen oder der Fähigkeit, die Zeit einzufrieren. Weitere Begabungen erlauben die Feinde mit einem Haufen blutrünstiger Ratten einzudecken oder sie gleich mit einem Windstoß über die nächste Brüstung zu fegen. Man kann zwar nur eine Handvoll dieser Fähigkeiten im Laufe der Handlung erwerben, allerdings eröffnen sie im Kombination mit der offenen Spielwelt (mehr im Teil "Spielwelt/Atmosphäre") eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Mission zu bewältigen. Natürlich besitzt Corvo auch einige Waffen, wie beispielsweise eine Klinge oder eine Pistole. Der Einsatz sollte aber wohlbedacht sein: Wer mit Pistolenschüssen Gegner auf sich aufmerksam macht, den segnet schnell das Zeitliche! Insgesamt ein Gameplay, dass in Sachen Vielfältigkeit und Abwechslung seines gleichen sucht und verstecktes Vorgehen belohnt!

----Spielwelt/Atmosphäre----

Die durchgehend offene Spielwelt von Dishonored setzt sich ausschließlich aus der Stadt "Dunwall" zusammen. Diese erinnert stark an das viktorianische London, ist aber durch und durch von Steampunk-Elementen geprägt. Die Bauten sehen alle prächtig und detailliert aus, wobei sie in ihrer Glaubwürdigkeit allesamt zwischen Realität und Fantasie bzw. Fiktion schwanken. Wie schon erwähnt, trägt die Spielwelt zur durchgehenden Abwechslung des Spieles bei. So kann man das Missionsziel auf verschiedenen Wegen erreichen, beispielsweise kann man über die Dächer und durch Wohnung klettern oder gleich eine Seitenstraße nehmen. Und auch der Weg durch die Kanalisation ist das eine oder andere Mal geboten. Alle diese Orte und Wege sind atmosphärische auf höchstem Niveau gestaltet. Dies fängt damit an, dass man von verschiedenen Wettern und Tagesbedingungen begleitet wird. Greller Sonnenschein ist genauso gut möglich, wie heftige Winde und Regen. Innerhalb von Gebäuden kann man viele Details, wie Bemalungen und Zerstörungen erkennen. Herausragend sind jedoch besonders die engen Gassen, in denen sich Ratten und merkwürdige "Leute" tummeln. Beim Durchstreifen hat man stets ein bedrücktes und beklemmendes Gefühl. Alles in allem eine Spielewelt, die kaum mit einem anderem Spiel zu vergleichen ist, dennoch aber eine tolle Atmosphäre mit vielen Details bietet!

----Grafik/Animationen/Sound----

Wenn es ein wenig Kritik an "Dishonored" zu üben gibt, dann an dieser Stelle. Ähnliches ist mir nämlich schon bei anderen Spielen von Bethesda (klar die Arkane Studios haben hier eigentlich die Arbeit geleistet, dennoch scheint es ein Fluch von Bethesda zu sein) aufgefallen: Sie bieten immer eine hervorragende Weltsicht und glänzen mit der flüssigen Darstellung der Landschaften bzw. Gebiete, haben allerdings große Schwächen in Bezug auf Texturen. Diese fehlen nämlich bei "Dishonored" fast komplett. Die Sicht auf die Spielewelt ist zwar faszinierend und ließ mich schon mehrmals inne halten und einfach nur staunen ließ, aber bei nähere Betrachtung bekommt man als Grafik-Fanatiker schon mal die Krise. Diesen Kritikpunkt sollte man jedoch nicht übermäßig bemaßen, denn im Bereich der Animationen haben sich die Entwickler keine Fehler erlaubt: NPCs bewegen sich glaubwürdig, kratzen sich hin und wieder, zünden sich ab und zu eine Zigarette an und und und... Dies kann man auch in den kurzen Videosequenzen feststellen, in denen noch zusätzlich Mimik und Gestik hinzu kommen. Der Sound schließt sich dem ebenfalls an: Soweit ich es beurteilen kann, hören sich Schritte, Schüsse und Ähnliches sehr realistisch und kraftvoll an. Der erstklassische Soundtrack- ungefähr auf dem Niveau von Skyrim- unterstreicht die häufig düstere Atmosphäre sehr gut und rundet das Gesamtbild ab.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mit der dieser Rezension nur ein kleiner Teil der Welt von "Dishonored" beleuchtet wurde. Die Story habe ich versucht so gut wie möglich heraus zu nehmen, um euch nicht die Spannung vorweg zu nehmen. Denn "Dishonored" ist grundsätzlich ein Spiel, indem es darum geht selbst auszutesten wie man vorgeht und wie man die Handlung erlebt, welche zudem durch den Spieler beeinflussbar ist. Manch einem wird dieses Prinzip kaum oder gar nicht zusagen, da es im Vergleich zu anderen Spielen in Bezug auf Gameplay und Spielewelt deutlich aus der Reihe fällt. Zuletzt zählt jedoch immer nur der Spielspaß und der stimmt bei mir bisweilen. Es spornt an den möglichst perfekten Mord zu erreichen und sich stetig weiter zu entwickeln. Wer also etwas Abstand zu den Spielen haben möchte, die einen heutzutage immer nur an die Hand nehmen, kann hier ohne Bedenken zugreifen und diesjährigen Spieleherbst mal etwas ausgefallener beginnen!!
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am 11. September 2016
Ich bin ein großer Fan der Thief-Reihe (Die ich wärmstens empfehlen kann).
In Dishonored-Die Maske des Zorns sind zahlreiche Elemente der Thief-Reihe wiederzuerkennen. Man schleicht, stiehlt, klettert, guckt durch Schlüssellöcher und hat so gut wie immer die Wahl: Metzel ich mich zügig durch... oder gehe ich überlegt an die Sache heran und suche Alternativen.
Für Stealth-Game-Spieler ein absolutes Muss. ;)

Pro:
Missionen detailliert gestaltet.
Es gibt meist mehrere Wege, die Missionen zu absolvieren.
Entscheidungen beeinflussen das Spielgeschehen.
Handlung gut, wenn auch nicht überraschend.
hilfreiche Fähigkeiten und Verbesserungen zum Freischalten (Die zum teil etwas "übermächtig" sind).
Solide Spielzeit (wenn man sich nicht durchmetzelt und auch ordentlich "stöbert" ca. 14h)

Kontra:
Graphik veraltet (aber man gewöhnt sich relativ flott daran. ;) )
Im Gegensatz zur Thiefreihe: Spielercharakter redet nicht.

Durch den stummen Charakter leidet die Atmosphäre im Spiel meiner Meinung nach schon sehr. Des Weiteren wird der Spielercharakter sehr selten gezeigt (insgesamt ca. 3x im Spiel) Dadurch fiel es mir schwerer mich in meine Person hineinzufühlen. Dafür gibt es 1 Stern Abzug.
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am 29. Oktober 2012
Habe das Spiel jetzt auf normalem Schwierigkeitsgrad durchgespielt und schildere Euch mal meine Eindrücke.
Die Story ist wendungsreich, aber eher zweckdienlich als wirklich innovativ (lässt sich auf die Begriffe "Rache" und "Verrat" reduzieren.)
Bis auf eine Mission wird man von dem Schiffer Samuel an den Einsatzort gebracht, wo es gilt, Zielpersonen zu eliminieren und optionale Aufgaben zu absolvieren.
Der Star des Spieles ist eindeutig die spielerische Freiheit der Vorgehensweise. Mit den Fähigkeiten, die man erlangt, lässt sich das Spiel relativ leicht durchspielen, wenn man den gewalttätigen Weg wählt. Allerdings fand ich es z.B. umso spannender die Schwertkämpfe in Echtzeit (ohne Zeitverlangsamung) zu spielen - das ist bei mehreren Gegner sehr fordernd (zumindest für mich als Durchschnittszocker).
Die Kämpfe machen super Spaß und ich habe oft gespeichert und unterschiedliche Herangehensweisen ausprobiert.
Die KI finde ich übrigens gar nicht so schlecht, wie sie von manch anderen Rezensenten dargestellt wurde.
Anfangs ist es etwas befremdlich, dass die Gegner einen aus normaler Sichtdistanz nicht sehen können, aber das macht durchaus Sinn, da das Spiel sonst viel zu schwer werden würde.
Was mir weniger gefallen hat ist das Nachladen innerhalb einer Mission und die Abwechslungsarmut einiger Missionen.
Den Grafikstil und das Leveldesign finde ich super stimmig, aber bei der Auflösung der Texturen hat man dann doch leider etwas gespart. Dafür läuft das Spiel immer mit 60+FPS (I7-2600k mit GTX 570).
Habe rund 20 Stunden mit den 9 Missionen verbracht, viel ausprobiert und eine Menge Spaß gehabt. Werde sicherlich die ein oder andere Mission nochmals angehen.
"Dishonored" ist sicherlich kein Meilenstein, aber ein gutes Spiel, welches erahnen lässt, was in diesem Genre noch möglich sein wird.
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am 5. Februar 2013
Im Großen und Ganzen ist Dishonored ein exzellentes Game, das auf jeden Fall zum Weiterspielen motiviert. Es gibt meist zahlreiche Möglichkeiten, einen Level zu lösen, und jeder kann die für sich passende Mischung aus Schleichen und Metzeln wählen. Auch sind die Level recht weitläufig und bieten viel zu Entdecken. Im direkten Vergleich mit Deus Ex: Human Revolution, das von der Spielmechanik her sehr ähnlich funktioniert, zieht es aber meiner Meinung nach überall den kürzeren. Die Grafik ist gut, aber bei DX:HR dann doch noch deutlich detaillierter, die Welten fühlen sich lebendiger an, es liegt mehr Zeug herum, wirkt einfach authentischer. Die Levels sind bei DX:HR auch noch besser gemacht, noch nichtlinearer als bei Dishonored, und auch die Schleichmechanik funktioniert dort besser. Die Story ist wohl die größte Schwäche von Dishonored, sie wirkt einfach nicht mitreisend, viel zu fad bleiben die Akteure. Es tut auch der Atmospäre nicht gerade gut, dass einerseits das fiktive Dunwall doch sehr britisch bzw. schottisch wirkt, anderereits die Figuren amerikanisches Englisch sprechen. Alles in Allem aber trotzdem ein sehr empfehlenswertes Spiel, auch wenn es an meine persönliche Referenz nicht ganz heran kommt.
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am 22. Oktober 2012
Nachdem ich dieses Spiel beendet hatte, saß ich vor dem PC und stellte mir Fragen, die ich mir schon nach so manchem Spiel stellte. Etwa: "was wäre wenn die Story von den Entwicklern noch ein wenig mehr Tiefgang erhalten hätte?" oder "wenn das Spiel ein wenig anspruchsvoller gewesen wäre?". Dann, ja dann hätte Dishonored tatsächlich zu dem großen, vielleicht ganz großen Spiel werden können, dass ich mir von dem Titel versprochen hatte. So aber bleibt nach den ca. 8-10 Stunden Spielspaß das Gefühl zurück, dass eben wesentlich mehr drin gewesen wäre und hier gehörig Potenzial verschenkt wurde.

Spielprinzip:
Die Bedienung geht einem gleich nach den ersten Spielminuten locker von der Hand, eingewiesen in Story und Spielprinzip wird in einem tutorialartigen Anfangslevel. Schnell ist man vertraut mit dem Assassinen Corvo, der sowohl aggressiv/offensiv oder auch schleichend durch die verschiedenen Spielabschnitte ziehen kann. Für erstere Vorgehensweise wird dem Spieler ein Arsenal an Waffen geboten, wohingegen magische Fähigkeiten insbesondere für letztere geeignet sind. Das Ende ändert sich je nach Vorgehensweise.
Leider verhält es sich jedoch so, dass der Spieler schon nach kürzester Zeit durch magische Kräfte dazu befähigt wird, mittels Teleportation ganze Areale mit Gegnern zu "überspringen". Missionen werden dadurch geradezu lachhaft einfach und mit etwas Glück innerhalb von Minuten erledigt. Das Erhöhen des Schwierigkeitsgrades macht zwar die Gegner deutlich stärker. Solange man diese jedoch einfach umgehen kann, ändert auch das nichts. Auch werden hierdurch die gut inszenierten Kampfszenen in Dishonored ad absurdum geführt. Denn wo kein Kampf ist, kann man diese auch nicht bewundern. Das Spiel stellt sich insofern selbst ein Bein.
Mindestens die magische Fähigkeit des Teleportierends hätte also entweder gar nicht oder erst wesentlich später und zudem dosierter im Spiel Eingang finden dürfen.
Die Kämpfe - obwohl gut inszeniert - sind dank der Fülle an Corvos Fähigkeiten und Waffen allerdings auch keine echte Herausforderung. Selbst auf schwer "metztelt" man mit etwas Geschick ganze Gegnerhorden nieder.
Der Missionsaufbau ist mit Ausnahme der ersten Abschnitte immer gleich. Gehe dahin, töte/entführe den, entkomme.
Lediglich gegen Ende des Spiels wird es noch einmal abwechslungsreicher und man kann erkennen, was im ganzen Spiel möglich gewesen wäre.

3,5/5

Story:
Die Story bietet ebenso wie das Spielprinzip enorm viel Potenzial. Ich möchte aus Spoilergründen nicht näher auf sie eingehen, jedoch erwähnen, dass auch hier wesentlich mehr drin gewesen wäre. Die meisten Charaktere bleiben blass und irgendwie wirkt es so, als hätten die Entwickler nicht mehr genügend Zeit gehabt, hier noch etwas mehr Tiefe zuzulassen. Gegen Ende nimmt die Geschichte wieder etwas an Fahrt auf, was aber die lange "Durststrecke" im Hauptteil des Spiels nur teilweise wieder wettmacht.

4/5

Grafik:
Die Grafik ist nicht auf dem neuesten Stand, wirkt aber im Gesamtkonzept stimmig. Die Level sind größtenteils glaubhaft gestaltet und insgesamt auch durchaus abwechslungsreich.

4/5

Fazit:
Was wäre nur mit diesem Spiel möglich gewesen. Aus der fast schon genialen Grundlage hat man leider viel zu wenig herausgeholt. Das Spiel ist viel zu einfach und nicht ausbalanciert, die Story wirkt interessant, dabei bleibt es jedoch auch. Nur im Schlussabschnitt nimmt sie noch einmal an Fahrt auf.
Da in diesem Spiel definitiv Potenzial steckt und es grob gesehen gut umgesetzt wurde von mir also 4/5 Sterne.
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am 30. April 2014
Da klage noch einmal jemand, die Halbgötter im Hoodie läsen unsere Wunschzettel nicht. Auf meinen beispielsweise hatte ich einen leicht zugänglichen God Mode gemalt. Immer das Tamtam mit Konsole und Befehlen, die nicht mal im Handbuch stehen. Also verwies ich darauf, artig sämtliche Thief- und Hitman-Teile gebüffelt zu haben, und sie schickten mir Dishonored. Leider haben sie es zu gut gemeint, denn plötzlich meistert die Schleichprüfung gar, wer eben noch glaubte, Garrett sei ein Stehgeiger und 47 die Kleidergröße der Liebsten.

Tatsächlich scheint das Spiel bis zum Bersten mit all dem vollgestopft, wonach das Volk verlangt: Dem geleimten Helden auf Rachefeldzug, dem zwielichtigen Strippenzieher im Hintergrund und semidüsteren Meuchelmördern, die schon unheimlich, aber zum Glück noch nicht gruselig sind. Und freilich einem cheatgleichen Repertoire an Waffen und Fähigkeiten. Was uns online saftige Tritte vom Punk Buster einbrächte, hat in Dunwall Methode: Unser Heros linst durch Wände, teleportiert schamlos, als gelte es, die Stiefel zu schonen, und hält notfalls die Zeit an.

Dabei täuscht das Spiel obendrein. Von der so häufig gelobten offenen Welt kann nämlich keine Rede sein. Der jeweils nächste Auftrag wird Protagonist Corvo aufs Auge gedrückt. Erst innerhalb der Missionen entscheidet er, wie er sie zuende bringt. Mit Hilfe Dritter oder allein? In einem Blutbad oder "nicht tödlich"? Auch geht es nicht zurück in zuvor besuchte Gebiete, um Unerledigtes nachzuholen oder Liegengelassenes aufzusammeln. Damit erlaubt die vermeintliche offene Spielwelt nicht mehr als einen Schritt zur Seite, um am Wegesrand der Haupthandlung ein Blümchen zu pflücken.

Nachdenklich stimmte mich allem voran der Schwierigkeitsgrad. So leicht hat man's in diesem Genre sonst nicht. Die Gaben des Outsiders jedoch machen uns sprichwörtlich "imba". Weshalb umständlich von einem Schatten zum nächsten huschen, wenn man sich auch teleportieren kann? Munition gibt's en masse, ebenso Mana- und Gesundheitselexiere. Wer brav alle Power-ups einsammelt, die praktisch auf der Straße liegen, läuft bald Gefahr, sich zu langweilen. Insbesondere die Fähigkeit, Wände zu durchleuchten und gleichzeitig alle nahen Gegner und Items sehen zu können, erübrigen jedes Bangen und Schnökern. Bedauerlichweise verbringt man so das Gros des Abenteuers in einem blauen Röntgenmodus, ohne etwas von der Stimmung mitzubekommen. Features, wie das, durch Schlüssellöcher zu spähen, bleiben ungenutzt. Immerhin, der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen - auch über das eigene Vorgehen. Je rücksichtsloser wir sind, desto schneller ist die Arbeit getan.

Schade: Dishonored's Titelheld bleibt trotz fetziger Totenkopfmaske blass, nicht zuletzt weil er keinen Ton von sich gibt. Das wussten die AddOns der Spiel-des-Jahres-Editon sehr viel klüger zu lösen. In der Vanilla-Kampagne aber tritt er ohne Wort und Stimme auf, was durchaus zu verschmerzen wäre, wenn der Verlauf der Geschichte ihn nicht immer wieder zum Spielball anderer machen würde. Unser kaiserlicher Schutzherr reagiert nur und das meist zu spät. Während Garretts (Thief) Charme aus Humor und Überheblichkeit Frauenherzen schmelzen ließ und Nummer 47 (Hitman) aberwitzige Kostümideen wie Hasen aus dem Hut zog, versucht Corvo es, allen recht zu machen. Dafür ist er kinderlieb. Auch cool.

Meine Empfehlung: Das im Februar erschienene Thief erhielt nur mittleren Beifall, Hitman: Absolution kam nicht besser davon und Splinter Cell's Sam Fisher ist der Heimlichtuerei überdrüssig - wohl infolge des fortgeschrittenen Alters. Ich würde sagen, Stealth-Fans bleiben wenige Alternativen. Auch deshalb ist Dishonored einen Versuch wert. Kauft es dann aber bitte in der besagten Spiel-des-Jahres-Edition. Die macht's um Längen interessanter. Mehr dazu an entsprechender Stelle.
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