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Kundenrezensionen

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am 3. Oktober 2013
Story (5)
Als sich der klassische Western schon langsam seinem Ende zuneigte, schuf der Grossmeister dieses Genres John Ford noch einmal einen Film, in dem nicht nur allen vorangehenden Western gehuldigt wird, sondern der auch mit vielen gängigen Western-Klischees bricht. Was im ersten Moment wie ein Widerspruch klingt, zeigt bei genauerer Betrachtung aber die Genialität, Tiefe und filmtechnische Raffinesse mit der Ford zu Werke ging.
Herausgekommen ist ein Meisterwerk, das zusätzlich durch die atmosphärische Dichte und die beeindruckenden schauspielerischen Leistung aller Beteiligten in Erinnerung bleiben wird.

Bild (4)
Das Bildformat liegt in 1.78:1 (Schwarz/Weiss) vor.
Ein sehr sauberes und gut restauriertes Schwarz/Weiss Bild können wir hier sehen. Der Schärfewert ist auf einem recht beachtlichen Niveau. Auch der Schwarzwert und die Kontraste sind sehr gut. Ein leichtes Filmkorn ist zwar stetig zu sehen wirkt aber nie störend. Einzig gegen Ende des Filmes gibt es kurze unscharfe Shots, die aber wohl auf eine schlechte Fokussierung zurückzuführen sind.

Ton (2)
Das Tonformat liegt in Mono Dolby Digital 1.0 vor.
Das sehr eingeschränkte Tonformat ist für mich das klare Minus dieser Veröffentlichung. Die englische Tonspur liegt ebenfalls in Mono vor, klingt aber um Welten besser.
Die Dialoge sind einigermassen gut zu verstehen aber eine Tondynamik oder gar eine Räumlichkeit kommt natürlich zu keiner Zeit auf.

Extras (3)
Gibt es keine, stört mich aber nicht. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Ein Meisterwerk, das zumindest jeder Western-Fan gesehen haben muss!
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am 24. Juli 2005
Handlung:
Der alt gewordene Politiker Ramson Stoddard kommt gemeinsam mit seiner Frau Hallie in den kleinen Ort Shinbone, um dort Abschied von ihrem verstorbenen Freund Tom Doniphon zu nehmen. Die örtlichen Pressegeier, erstaunt über den Besuch, sind neugierig und wollen unbedingt erfahren, warum der für sie vollkommen unwichtige Allerweltskerl für den erfahrenen Politiker so wichtig ist, bzw. war.
Stoddard ziert sich ein wenig, dann beginnt er zu erzählen...
Seine Geschichte handelt von einem jungen idealistischen Rechtsanwalt - einem stets besoffenen, aber mutigem Pressemann - einem verfressenen, eher nicht mutigen Marshal - einem verliebten Kleinrancher, der fast immer "Nägel mit Köpfen" macht, einer schwedischen Einwandererfamilie, die fleißig, hilfsbereit und Stolz ist - und einem gewissenlosen Gesetzlosen, der sich durch äußerste Brutalität auszeichnet.
Die Geschichte handelt aber auch von Zielstrebigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehre, (verschmähter) Liebe, Integrität, Freundschaft, Wissensdurst, Verzicht und - nicht zuletzt - Stoddard erzählt, wie aus einem gesetzlosen Territorium ein Bundesstaat wurde.
Eine wirklich interessante Story - nur - das Ende passt den Presseleuten nicht.
State:
Wer bei diesem Klassiker aus dem Jahre 1962 eine Menge Ballerei und sonstige Action erwartet - der wird enttäuscht werden. Denn Regisseur John Ford erzählt hier tatsächlich gefühlvoll am Beispiel der handelnden Personen die Geschichte der Zivilisierung des Wilden Westens. Hierzu nur ein konkretes Beispiel: Ein Rechtsanwalt kann Lesen und Schreiben - also wird er, wenn er gerade nichts Besseres zu tun hat, als Lehrer - auch für Erwachsene - eingesetzt.
Die agierenden Charaktere sind zwar Stereotyp, bzw. - je nach Sichtweise - absichtlich überzeichnet worden, aber das tut dem Filmgenuss alles andere als einen Abbruch.
Wie bereits in ("Der schwarze Falke" 1956) versucht Ford - für seine Zeit untypisch (und leider auch heute noch unüblich) - in seinem Film ein möglichst reales Bild des WW zu zeichnen. Natürlich konnte er dabei nicht so weit gehen wie 36 Jahre später ein gewisser Herr Eastwood in "Erbarmungslos".
Doch so sehr ich auch den ganzen Film empfehlen kann - am schönsten ist und bleibt die Anfangsszene (bei der ich regelmäßig ein Korn ins Auge kriege). Es geht schon an die Nieren, wenn zumindest einige der auf Alt geschminkten Hauptpersonen wieder aufeinander treffen. Richtig würdigen kann man die Szenen aber erst nach Genuss der ganzen Story. Wer den Film also das erste Mal sieht, sollte sich ggfs. nach dem Ende die ersten Minuten nochmals anschauen.
Der Film wurde übrigens - obwohl es schon Farbfilme gab - in schwarz/weiß gedreht. Das gab Regisseur und Kameramann die Gelegenheit in etlichen Szenen in hervorragender Weise mit Licht und Schatten zu spielen - eine Meisterleistung.

Cast (bis auf eine Ausnahme optimal ausgewählt und eingesetzt):
Anwalt der Rechte/Senator Ramson Stoddard - James Stewart ("Bandoleros", "Der Flug des Phönix") spielt wieder einmal genial einen naiven, linkischen, aber dafür aufrechten und zielstrebigen Charakter. Wenn ER sich über Unrecht empört - mehr als nur sehenswert.
Outlaw/Regulator Liberty Valance - Lee Marvin ist und bleibt als Rauhbein eine selten erreichte Nummer für sich.
Pferdezüchter Tom Doniphon - John Wayne agiert als - na ja - John Wayne. Und da liegt das einzige Problem im Cast. So gut er im Restfilm auch spielt, so gerne ich ihn als Westerndarsteller auch mag - für die "verschmähte Liebe" Reaktionsszenen ist er einfach nicht geeignet. OK, ich weiß - mit dieser Meinung stehe ich relativ allein da.
Ansonsten sehen wir noch viele bekannte und gute Haupt- und Nebendarsteller dieser Zeit - Vera Miles als Hattie, Edmond O'Brien als Zeitungsmann, Andy Devine als Marshal, Jeanette Nolan und John Qualen als Eltern Hatties, Woody Strode als Pompey, den Quotenschwarzen, äh - Freund Doniphons, Strother Martin und Lee van Cleef als weitere Gesetzlose, außerdem Denver Pyle, John Carradine und Ken Murray. Auch wenn einem die Namen teils im Moment wenig sagen - wenn man sie sieht - „Ach der isses"
Die DVD:
Das schwarz/weiß Bild liegt in anamorphen Widescreen im Verh. 1.85:1 vor, wurde sehr sorgfältig überarbeitet und weist trotz des Alters kaum noch Mängel auf. Selbst ohne Altersbonus toppt es noch so manche lieblos erstellte DVD zu neueren Filmen. (4-5 Sterne)
Entsprechendes gilt für den Ton, allerdings können nur englischsprachige Filmfans des Klassikers die optimale und mit Liebe bearbeitete DD 5.1 Fassung genießen. (5 Sterne) Ansonsten stehen eher schwache Mono-Tonspuren in Englisch (restaurierter O-Ton), Deutsch, Spanisch, Italienisch und Französisch zur Verfügung. (2 Sterne)
Untertitel gibt's in 24 Sprachen, darunter Deutsch - sowie Englisch für HG
An Extras finden wir leider - abgesehen vom Trailer - genau gar nix.
Fazit: Film 5 Sterne, DVD 3 schwache Sternchen
Solange er auf ActionamStück und F/X verzichten kann ist dieser Klassiker uneingeschränkt jedem Cineasten zu empfehlen - auch wenn Western ansonsten nicht zu seinen Lieblingsgenres gehören.
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am 16. Juni 2012
Ein Rechtsanwalt mit Idealen kommt in eine Gegend, wo das Gesetzbuch der Colt ist. James Steward, John Wayne und Lee Marvin in einem sehr guten Western von John Ford.

Zum Inhalt: Senator Ransom Stoddart (James Steward "Winchester 77") kommt in den Ort Shinbone, um Tom Donaphan beim Begräbnis die letzte Ehre zu erweisen. In der Stadt ist er vor Jahrzehnten ein Held geworden, weil er den berüchtigten Verbrecher Liberty Valance erschoss. Weil die Journalisten neugierig sind, steht er der Presse üper den Grund seines Besuches Rede und Antwort. Er erzählt die Geschichte, wie er als frischer Anwalt mit Gesetzbüchern im Koffer und Idealen von Recht und Ordnung in die Stadt kam, wie er den berüchtigten Verbrecher Liberty Valance (Lee Marvin "Das dreckige Dutzend") kennenlernte und die Bekanntschaft mit dem rauhbeinigen Farmer Tom Donaphan (John Wayne " Alamo", "Der schwarze Falke") und miterleben musste, das Gewalt und der Colt die einzige Lösung für viele Probleme war. Die Konfrontation mit der Furcht und der Angst der Bevölkerung, die ihn damals erschütterte. Bei seiner Schilderung der damaligen Ereignisse bringt Stoddart auch eine Wahrheit hervor, die besser im verborgenen geblieben wäre.

Zur Kritik: "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" gehört zu den Klassikern des Westerngenres, und ist sehr gut besetzt: John Wayne, James Stewart, Lee Marvin, Woody Strode, Vera Miles, Strother Martin spielen ihre Rollen sehr gut und glaubwürdig.

Die Blu Ray bietet eine ausgezeichnete Bildqualität. Von Anfang an wird eine sehr scharfes, klares Bild geboten. Und die Schärfe hält sich den gesamten Film über. Die Detailzeichnung ist ebenfalls den ganzen Film hindurch sehr gut gegeben. Der Bild erscheint manchmal richtig plastisch. Einfach toll. Wieder mal ein Beispiel, wie gut Full-HD bei einem alten Film aussehen kann.

Von mir jedenfalls eine klare Kaufempfehlung.
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am 18. Juni 2016
Also ich liebe den Film. Ausgezeichnete Schauspieler in einer packenden Story. Alein das erbaermliche Duell zwischen Stewart und Marvin, das fesselt mich jedes mal aufs neue. Naja, und man fragt sich oft: Was will uns die Story sagen? Was ist die Moral von der Geschicht'? Das es letztlich nur mit Waffengewalt moeglich ist seine Ziele zu erreichen? Das waere ehrlich, es ist so. Haette Stoddard (Stewart) Valance nicht erschossen, dann waere die Gegend nicht sicher geworden, dann haette er nicht den Sprung in die Position geschafft, in der er dann Probleme auf seine Art loesen kann. Muss der Weg zum Ziel also einer schmutziger sein? Oder musst du zumindest Helfer fuer die Drecksarbeit haben, auch wenn du selbst denen gegenueber abgeneigt bist? Etwas gegen deine Aufassung hat dir den Weg geebnet, ist das gut oder schlecht?

Also, eine Story die wirklich zum Nachdenken anregt. Und das war jetzt nur aus Stewart's Blickwinkel. John Wayne's Part ist nicht minder interessant (sind es die kaltbluetigeren Menschen die den "Guten" und ihren Idealen nach oben verhelfen?). Und dazu ist der Film durchweg unterhaltsam ist. Hier lief John Ford zum letzten mal zur Hochform auf. Auf der Blu-Ray kommt er ausgezeichnet rueber. Das ist so ein Film, den ich mir immer wieder angucken kann, mehrfach selbst innerhalb weniger Wochen.
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am 24. Mai 2017
... haben uns den Film jetzt noch einmal angesehen aber abermals überzeugt er uns letzten Endes nicht !
Für Fans diverser Schauspieler sicher ein muss - kann man mal gesehen haben muß man aber nicht
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am 22. Dezember 2007
John Ford hat noch einmal ein Meisterwerk und einen Meilenstein des Western Genres abgeliefert. Alle seine Filme die nacher kamen waren leider nur mehr schwach und passen so gar nicht zu den sonst glänzenden Filmen von Ford. Aufnahmen von Landschaften und reitenden Helden sind nicht mehr wichtig. Die Darsteller allen voran das Duo James Stewart und John Wayne machen den Film aus. Einer der ersten Spätwestern der den Wilden Westen nicht mehr romantisch oder als Heldenepos darstellt. James Stewart spielt einen Anwalt der Recht in ein Westernstädtchen bringen will. Dort herrscht aber ein anderer Ton, Liberty Vallance kongenial von Lee Marvin dargestellt, terrorisiert die Stadt. Auch John Wayne spielt so etwas wie eine typische Western Figur, doch sein Charakter sieht ein dass die alten Zeiten ohne Recht und Gesetz nun ein Ende haben. Langsam kommt die Zivilistation in den Wilden Westen. Doch so scheint es kann so ein Übergang nicht ohne Gewalt passieren. Nicht zu vergessen, dass auch wiederum eine Frau (Vera Miles) im Mittelpunkt steht.

Klasse Western von Altmeister John Ford der noch einmal sein ganzen Können zeigt. Für Western Fans ein Muss, vor allem auch wenn die anderen Ford Western kennt. Toller Western mit einem gehörigen Schuss Tiefgang und Melancholie.

Bild und Ton sind in Ordnung. Leider keine Extras ausser einem Trailer. Das Plakat entschädigt etwas dafür. Klasse Film daher volle Punkte.
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am 11. Juni 2007
Das ist ein ganz besonderer (Spät-)Western, der den Mythos des wilden Westens selbst zum Thema hat. Angesiedelt ist seine Handlung an der Zeitenwende von der Ära des Faustrechts (verkörpert durch den "guten" Revolverhelden John Wayne und seinen "bösen" Widerpart Lee Marvin) zum Zeitalter des Gesetzes und der Bildung (personifiziert durch James Stewart als Rechtsanwalt Ransom Stoddard). Stewart/Stoddard, der Vertreter der neuen Zeit, gewinnt das Spiel auf der ganzen Linie, heiratet die Frau, um die auch Tom Doniphon (Wayne) geworben hatte, und wird berühmt als der "Mann, der Liberty Valance erschoss". In Wirklichkeit aber hat Doniphon den Banditen getötet - freilich nicht, weil er den Anwalt besonders mag oder selbst die neue Zeit herbeisehnt. Im Gegenteil: er weiß, dass er mit Liberty Valance seine eigene Epoche und damit auch sich selbst vernichtet. Wenn Valance nicht mehr existiert, hat auch Doniphon keine Existenzberechtigung mehr. Ihm bleibt nur ein elendes, vergessenes Dasein als Trinker. All dies weiß Doniphon wohl im voraus. Trotzdem tötet er Valance und lässt Stoddard den Ruhm der Tat, denn er weiß, dass die neue Zeit notwendig kommen muss, und dass das letztendlich auch gut so ist, wenn auch nicht für ihn selbst.

Soweit das Geschehen, in nostalgischem Schwarzweiß und als Rückblende von Stoddard erzählt. Stoddard will nach vielen Jahren die Wahrheit ans Licht bringen und erzählt sie den Redakteuren einer Zeitung - doch die wollen sie nicht verbreiten, weil die Legende längst mächtiger und "wahrer" geworden ist als die Wahrheit: "This is the west, Sir. If the legend becomes fact, print the legend."

Die Besetzung der drei Hauptpartien ist grandios, obwohl Stewart und Wayne, beide in den Fünfzigern, zu alt für die Ereignisse der Binnenhandlung sind. Trotzdem sind beide für ihre Rollen die beste, weil einzig mögliche Besetzung. Ihre Unterschiedlichkeit, gerade auch ihr unterschiedlicher Darstellungsstil, bringt den Konflikt perfekt auf den Punkt. Gleiches gilt für den Schurken: wer Marvin mit seiner animalischen Präsenz als Liberty Valance sieht, kann sich wohl kaum einen anderen Schauspieler in dieser Partie vorstellen. Die übrigen Darsteller - größtenteils alte Bekannte, Mitglieder von John Fords "family" - sind durchweg gut bis hervorragend.

Je mehr Western man kennt, desto mehr hat man von diesem Film, der sozusagen ein Meta-Western ist, ein Western über den Mythos des Westens.

Den muss man haben.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. März 2015
Der Mann der Liberty Valance erschoss (Originaltitel: The Man who shot Liberty Valance) stammt aus dem Jahr 1962 und gehört zu den Spätwestern von John Ford. Neben den Hauptdarstellern James Stewart, John Wayne und Lee Marvin sind in den Nebenrollen zum Teil später bekannt gewordenen Lee VanCleef, John Carradine und Woody Strood zu sehen.

Senator Stoddard (James Stewart) und seine Frau kehren nach Jahrzehnten in die Kleinstadt Shinbone zurück um ihren alten Freund Tom Doniphon (John Wayne) zu beerdigen. Dort erzählt der Senator die Geschichte um sich und seinen Freund Doniphon den hiesigen Reportern der Lokalzeitung, was damals in Shinbone passierte. Stoddard war damals ein junger Anwalt der einen Krieg mit dem Verbrecherboss Liberty Vance (Lee Marvin) begann und versuchte diesen hinter Gittern zu kriegen. Jeder fürchtete sich vor Valance, keiner konnte diesem die Stirn bieten, außer der Cowboy Doniphon. Der einzige vor dem Valance Vorsichtig walten lässt. Als Stoddard mit seiner pazifistischen und juristischen Einstellung es nicht schafft Valance verurteilen zu lassen kommt es zum Finale wo scheinbar Stoddard Valance erschießt. Jedoch war es nicht Stoddard der Valance tödlich besiegte, sondern Doniphon der aus einer Deckung heraus dem Verbrecher eine Kugel verpasste um Stoddards Leben zu retten. Da es niemand bemerkte, ebbte der fragliche Ruhm Stoddards Weg in höhere Ämter bis hin zum Senatorposten. Natürlich gibt es dazu eine Liebesgeschichte wo Stoddard seine zukünftige Frau in Shinbone kennenlernte.

Das tolle war schon das die Vorgeschichte 15 Minuten dauerte, bevor die eigentliche Geschichte erzählt wird. Man bekommt schon in dieser ersten viertel Stunde ein gutes Gefühl um die einzelnen gut ausgearbeiteten Charaktere. Der Film besticht durch die Schauspieler, die Story und die menschliche Komponenten die mit sich selbst und für das Recht kämpfen. Die Action ist für einen Western äußerst karg, was aber der Spannung durch die Geschichte keinen Abbruch tut. Anders als bei anderen Western ist das Finale nicht am Ende des Filmes, sondern schon nach 95 Minuten. Die eigentliche Geschichte ist aber damit nicht am Ende, es erzählt dann den Aufstieg von Stoddard. Wie ich schrieb ist dieser Film ein Spätwestern von Ford. Im Gegensatz zu seinen anderen Filmen wurde er jedoch in s/w gedreht. Zudem wurden keine panoramischen Bilder gezeigt, wie man es sonst bei Ford-Western gewohnt war. Angeblich soll es darum gegangen sein, den Film billiger abzudrehen. Doch spielte sich mit Ford mit Licht und Schatteneinstellungen und das ist ihm vorzüglich gelungen. Dennoch zählt dieser Western für mich zu den Edel-Western.

Der Film erzählt aber auch den Übergang vom Wilden Westen, dass auf dem Weg war zivilisiert zu werden. Einerseits durch Recht und Gesetz für die Gesellschaft, aber auch dadurch das Kinder und Erwachsene lesen und schreiben lernen sollen. Dennoch baut sich Stoddards Weg und somit auch der Aufbau einer zivilisierten Kultur auf einer Lüge auf. Erst bei der Erzählung seiner Geschichte vor den Reportern beichtet Stoddard was damals beim Finale wirklich passiert ist. Doch der Chefredakteur der Kleinstadtzeitung will diese Wahrheit nicht publizieren. Er sagt dazu, dass "Wenn die Legende zur Wahrheit wird, wird die Legende gedruckt" ("If the legend becomes fact, print the legend!"). Dieser Satz ist jedoch in der deutschen Synchronisation nicht zu hören, sollte aber zu den berühmtesten Dialogsätzen in der amerikanischen Filmgeschichte werden. Im deutschen war die dagegen die Aussage das die Legenden bewahrt bleiben sollen, da sie für uns wahr geworden sind. Für mich verfälscht diese falsche Übersetzung die eigentliche Aussagekraft des Filmes.

2007 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen. Das National Film Registry ist ein Verzeichnis US-amerikanischer Filme, die als erhaltenswert angesehen werden und dauerhaft erhalten bleiben sollen.

Qualität der Blu-ray:

Laufzeit: 123 Minuten.

Bildqualität (1080p HD 1,78.1). Das Bild in schwarz/weiß ist einfach hervorragend überarbeitet worden. Aufgrund des Alters grieselt zwar der Film, ist aber zu vernachlässigen weil es schwach ausfällt. Ansonsten besticht das Bild mit Schärfe und ohne Verunreinigungen. Die s/w bzw. Graustufen sind sehr gut erkennbar. Hier merkt man mühevolle Handarbeit.

Tonqualität (Deutsch in Dolby Digital 2.0, Englisch in True HD und Dolby Digital 2.0) ist gut verständlich. Der deutsche Ton ist etwas dumpf, der englische hingegen Glasklar. Beide Tonspuren rauschen ganz leicht. Auch hier wurde scheinbar ordentlich nachgebessert.

Auf eine Memory-Funktion für Aus- und Einschalten des Filmes hofft man leider vergebens. Auch gibt es auch auf der Blu-ray keine Extras.
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am 26. Oktober 2003
Um es vorwegzunehmen: Die DVD bietet außer dem Trailer und Sprachoptionen keine Extras. Der Film ist s/w, daran läßt sich nichts ändern. Aber das Bild ist ansonsten auch nur als recht mäßig einzustufen.
So gesehen muß man diese DVD nicht haben, wenn man nicht an der Originalsprache interessiert ist. Für die DVD gibt es somit nur ein Urteil: schwach!
Zum Film selbst: Er gehört zu meinen Lieblingsfilmen überhaupt: Neben dem feinen Advokaten aus dem Osten, der sich im Wilden Westen bewähren muß (James Stewart) gibt es da den psychopathischen Bösewicht (diabolisch gut: Lee Marvin) und den einzigen Mann, der ihm gewachsen ist: John Wayne.
Diese drei Personen und eine ganze Reihe guter Nebendarsteller liefern ein spannendes Schauspiel um Tragik und Triumph,
um Liebe und Treue, um Moral und Verantwortung.
(Diese Liste könnte man um ein paar weitere Punkte erweitern.)
Fazit: Nicht nur ein großartiger Western, sondern einer der besten
Filme überhaupt. Ein sehr anspruchsvoller Film!
Punktabzug gibt es für die schlechte DVD-Ausstatung.
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am 12. Juni 2012
Der Film hat demnächst 50 Jahre auf dem Buckel und er hat nichts von seiner Aktualität einbüßen müssen, im Gegenteil, die Geschichte, die er erzählt ist zeitlos, denn hier ist nicht alles Schwarz und Weiß, sondern es gibt auch noch Grautöne. Es wird die Geschichte von einem jungen Anwalt erzählt, der in einer Stadt mit dem Gesetzbuch in der Hand gegen Banditen vorgehen will. Allzu viel sei nicht verraten, doch eines steht sicher fest: Es ist ein zeitlos guter Western, der für jeden etwas zu bieten hat. Egal ob Mann oder frau, jung oder alt.

Übrigens John Wayne liefert hier eine seiner besten Leistungen ab!

Die BluRay bietet die beste Abtastung, in der der Film bis jetzt je zu sehen war. Hier hat Paramount sich mal wieder selbst übertroffen! Das Schwarz/Weiß -Bild auf der Blu-ray entfaltet eine räumliche Tiefe und die perfekte Kontrasttarierung sorgt für einen tollen Ausgleich zwischen hellen und tiefen Tönen und eben eine wunderbare Plastizität, die im Weitwinkel und in den beeindruckenden Szenen die detailgenau wiedergeben werden, zu sehen sind. Auch der häufig auftretende Fehler von Weißüberstrahlungen bei restaurierten Filmen tritt nicht auf. In Allem ein Bild was sich sehen lassen kann!

Auch der absolut saubere Ton kommt keinesfalls steril daher. Im Gegenteil, dieser wirkt frisch und lebendig. Rauschen oder ähnliches ist mir zu keinem Zeitpunkt aufgefallen. Die Dialoge kommen einwandfrei daher und geben eine große Bandbreite an Geräuschen wieder. Also auch hier absolute Punktzahl.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass kaum einer von der jüngeren Generation den Film gesehen hat. Das sollte sich jetzt allerdings ändern, denn "Liberty Valance" ist ein Klassiker, den man mindestens einmal gesehen haben sollte und der ganz sicher die wenigsten enttäuschen würde. Egal ob Mann oder Frau, jung oder alt. Dieser Film besitzt einfach Klasse!
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