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am 20. Juni 2012
David Drury hat anno 2009 den britischen Gegenentwurf zum amerikanischen Mafiafilm gedreht, den auf dem Roman von Martina Cole basierenden '"The Take"'. Genauer gesagt ist '"The Take"' eine vierteilige britische Mini-Serie, deren vier einstündige Teile vor drei Jahren im englischen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Für die Blu Ray- bzw. DVD-Verwertung hat man das vierstündige Serienformat nun auf 178 Minuten runtergekürzt und bedauerlicherweise fast komplett ohne Extras auf den Silberling-Markt geworfen. Davon abgesehen gibt es glücklicherweise kaum etwas zu bedauern, was neben Drurys versierter Regie vor allem an Hauptdarsteller Tom Hardy liegt. Dieser gibt den pathologischen Soziopathen und gefährlichen Kriminellen mit bewundernswerter Kaltblütigkeit und Intensität, so dass aus '"The Take"' ein 20 Jahre umspannendes, brutales und eindringliches Gangster-Epos geworden ist, das zu schockieren weiß.

London, East-End, 1984: der Kleinkriminelle Freddie Jackson (Tom Hardy, '"Bronson"', '"Inception"') hat gerade vier Jahre Knast für einen Banküberfall abgesessen. Seine Zeit im Gefängnis hat er dazu genutzt, Kontakt zum Godfather of Crime, Ozzy (Brian Cox, '"R.E.D."', '"Die Bourne Verschwörung'") aufzunehmen und sich diesem anzudienen. Denn Ozzy ist einer der mächtigsten Kriminellen in ganz England und darüber hinaus in der Lage, auch vom Gefängnis aus sämtliche Strippen zu ziehen. Doch Freddie hat größere Pläne. Er will Ozzy den Rang ablaufen und zum Unterweltboss von East-London oder besser gleich ganz England aufsteigen. Zusammen mit seinem Cousin Jimmy (Shaun Evans, "Gone"', '"Dread'"), einem besonnenen, zurückhaltenden Kleinkriminellen, legt Freddie los. Zuerst einmal landet der Kopf eines illoyalen Kumpels in dessen Fernseher, danach ein abgebrochener Flaschenhals im bisherigen District-Gangster Siddy. Nach und nach schaltet Freddie seine Konkurrenz aus und steigt in der mafiösen Hierarchie immer weiter auf. Leider konterkariert Freddie seine Erfolge immer wieder mit seinem aufbrausenden, impulsiven Temperament, dem er durch unglaubliche Brutalität Ausdruck verleiht. Auch seine Frau Jackie (Kierston Wareing, '"The Holding"', '"Fish Tank'"), die er wahlweise vögelt, schwängert, schlägt oder betrügt, hat unter seiner Cholerik und Unberechenbarkeit zu leiden. Ihre Schwester Maggie (Tom Hardys Verlobte Charlotte Riley), die mit Jimmy verlobt ist, wird bald erfahren, wozu Freddie in der Lage ist, wenn er wütend / zugedröhnt / betrunken und gewaltbereit ist. Und auch Jimmy kommen Zweifel, ob sein unberechenbarer Cousin der richtige Partner ist, um richtig durchzustarten in Londons Unterwelt'...

Zu diesem knapp dreistündigen Werk ließe sich natürlich noch viel mehr sagen, da der Film eine Zeitspanne von ca. 20 Jahren umfasst. Im Fokus stehen aber eindeutig Freddie und sein auf Biegen und Brechen herbeigeführter Aufstieg im kriminellen Milieu. Neben seinen Frauengeschichten, Drogenexzessen und Ränkespielen ist immer wieder auch sein Charakter Thema des Films. Sein rücksichtsloses Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Familienangehörigen, seine Verschlagenheit, seine manchmal kaum fassbare, ungezügelte Gewalt und diese Aura absoluter Unberechenbarkeit und Gefahr, die ihn umgibt.

Somit muss man unweigerlich zu Tom Hardys faszinierender Performance kommen, die den Hauptanziehungspunkt des Films ausmacht. Wer Hardy in '"Bronson"' gesehen hat, wo er ebenfalls einen vollkommen durchgeknallten Gewaltverbrecher gespielt hat, der weiß, wozu dieser Mann darstellerisch fähig ist. Hardys Bandbreite, die er seinem Charakter hier angedeihen lässt, ist wirklich beeindruckend. Sein Freddie ist eine packende Mischung aus ultracoolem Macho-Gangster, notgeilem Frauenheld, skrupellosem Soziopathen, wildem Tier und manchmal, ganz kurz, sogar liebevollem Vater und Ehemann. Hardy meistert die Vielschichtigkeit seiner Rolle grandios und beweist einmal mehr, dass er mittlerweile zu den besten Mimen Englands in seiner Altersgruppe gehört.

Dem in nichts nach steht allerdings auch der restliche Cast. Shaun Evans'' Wandlung vom im Hintergrund agierenden Handlanger Freddies zum eigenständigen Strippenzieher ist zwar ab und an etwas oberflächlich gestaltet, überzeugt aber dennoch. Kierston Wareing, Angelina Jolies britisches Lippen-Pendant, geht als Freddies Frau authentisch durch jede Hölle, durch die die hörige Frau eines gewalttätigen und ruchlosen Gangsters gehen muss. Charlotte Riley als ihre Schwester bleibt darstellerisch zwar ähnlich zurückhaltend wie Evans, kann aber durch die Schicksalsschläge, die ihr Charakter ertragen muss, ausreichend zeigen, dass sie ebenfalls eine versierte Darstellerin ist. Brian Cox als inhaftierter Pate übertreibt es ab und an mit dem Bad-Boy-Gehabe, vermittelt aber dennoch glaubhaft, dass mit ihm, obwohl hinter Gittern, immer zu rechnen und nie zu spaßen ist. Und auch die restlichen Darsteller, von der Kleinkriminellen-Crew bis hin zur nächsten Crime-Generation, Freddies Brut, liefern wunderbar ab und lassen so diesen britischen kriminellen Mikrokosmos im 80er-Jahre-Look (inklusive der offensichtlichen Obsession der Engländer für grauenhaft hässlichen Goldschmuck) begreiflich zum Leben erwachen.

Da ist es umso bedauerlicher, dass Regisseur Drury an der ein oder anderen Stelle etwas geschlampt hat. Zum Beispiel altern seine Darsteller in 20 Jahren nicht ein bisschen, tragen dieselben Klamotten und haben nicht ein graues Haar oder Fältchen mehr. Da hätte man vielleicht doch den ein oder anderen Maskenbildner mehr ins Boot holen sollen. Und natürlich geht Drury auch ab und an die Logik flöten, wenn z. B. eins der Kinder nachts stundenlang verschwindet und das anscheinend niemanden kümmert, obwohl die ganze Verwandtschaft gerade auf den Beinen ist und das Fehlen somit bemerken müsste. Und natürlich schleicht sich auch die ein oder andere Länge in einen dreistündigen Film ein, in dem sich gewisse Situationen wiederholen und Hardy vielleicht einmal zu oft seinen prolligen Gangsta-Schritt zum Besten gibt. Zum Glück gelingt es Drury immer wieder, unvorhergesehene Wendungen oder eruptive Gewalt in die Story einzuflechten, die einen überrascht oder schockiert zurücklassen. "The Take"' ist kein Film für zarte Gemüter, hier geht es brutal und blutig zur Sache, wenn Freddie erstmal die Sicherungen durchgeknallt sind. Dann kennt er weder Freund noch Familie, und das ist dann ab und an schon sehr heftig.

Nichts zu sagen gibt es zu der beschämenden Ausstattung der Blu Ray, die lediglich den Ton in deutsch und englisch in DTS 5.1 sowie deutsche Untertitel und drei Trailer bereithält. Ich empfehle allerdings, sich den Film in der englischen Originalversion anzusehen, weil diese perfekt Stimmung und Charakter des Films unterstreicht. Ob der ganzen Slang-Ausdrücke und des zeitweiligen britischen Genuschels könnten die optionalen deutschen Untertitel allerdings hilfreich sein.

Schlussendlich ist "'The Take"' ein gelungener britischer Mafiafilm, der vielleicht nicht ganz die temporeiche und ausgeklügelte Eleganz von amerikanischen Werken wie '"Good Fellas'" erreicht, dafür aber einen authentischen Blick hinter die Kulissen englischer Klein- und Großkrimineller wirft und mit einem fantastischen Cast aufwarten kann. Die gezeigte Brutalität ist so, wie man sie sich bei rotzfrechen, kaltblütigen, egozentrischen und prolligen Brit-Gangstern eben vorstellt: sie ist roh, dreckig und manchmal sogar absurd komisch. Und Tom Hardy empfiehlt sich hier einmal mehr für den Big Business, in England ebenso wie in Amerika. Für anglophile Crime-and-Punishment-Fans ein absolut empfehlenswerter Film, eben weil er ein Stück ehrlicher und echter rüberkommt als seine amerikanischen Pendants. Somit gerne satte vier von fünf feindlichen Übernahmen, die einen Kopf und Kragen kosten können.
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am 26. Juni 2016
Für die meisten Leute, die lieber auf viel Gewalt auf möglichst kurze Spielzeit stehen, sei hier von dem Film ``The Take'' abgeraten. Das ist keine Kritik, manchmal muss einfach was kurzweiliges sein.
Wie auch das große ``Star Wars'' Universum profitiert der rund 173 Minuten lange Gangster-Film (bzw. als Miniserie angelegt) zweier Brüder voralllem von dem Konflikt zwischen ihnen. Man bekommt vieles Bekanntes, wie den kriminellen Hintergrund der Mafia, wie sie agieren und wie so manche Geschäfte laufen und diverse Probleme gelöst werden.
Viel spannender ist jedoch, und darum bemüht man sich hier, das Verhältnis zwischen einem Psychopaten, geradezu einem Amokläufer, der alles auf die eigene Art und Weise regelt, egal wie sich das auf viele andere Beteiligte und Familie auswirkt, sowie dem anderen Bruder, der eher so wirkt, als hätte er nie dazu gehören wollen, zu zeichnen und glaubhaft rüberzubringen.
Dieser Konflikt wird in genannter Laufzeit natürlich voll ausgeschöfft und auf die Spitze getrieben. Für mich war da nach einem gewissen Höhepunkt in der Handlung, das Ende, der von Tom Hardy verkörperten Figur, etwas zu schnell und zu einfach aber gleichzeitig auch nötig und logisch. Hieraus hätte man aber eine spannendere Sequenz machen können. Ich beispielsweise hatte mich sogar auf einen großen und kalten Dialog der Brüder gefreut. Aber wenn ich richtig informiert bin, ist es ja auch eine Buchverfilmung. Aber das hätte man etwas größer inszenieren können.
Hier und da lassen sich kleine Längen ausmachen, vielleicht auch Sequenzen, die nicht unbedingt nötig gewesen wären. Aber das ist für mich kein Kritikpunkt, zumal die Leistung der Schauspieler vieles wieder Wett macht.
Tom Hardy in seiner Rolle ist, so finde ich, fulminant verkörpert und gespielt. Er bewies schon früher, dass er auch für große Filme bereit ist (``Bronson'', ``Inception''). Was man später natürlich in Filmen wie ``The dark knight rises'', ``The Drop'', ``Legend'' und ``No turning Back'' auch erkennen kann.
Ich finde die Leistung gut, obwohl ich auch verstehen kann, wenn einige sagen er sei hier und da vielleicht etwas übermütig geworden.
Vom übrigen Cast kriegt man was man erwartet. Alle spielen ihre Rollen gut aber Tom Hardy hat halt die bemerkenswerteste Rolle bekommen und sticht heraus.
Aber auch Schaun Evans als Jimmy kann über weite Teile überzeugen, besonders als Gegenpart zu Freddie. Neben seinem Bruder Freddie (Tom Hardy) bleibt er aber trotzdem manchmal etwas blass. Ich finde auch er hat weniger starke Momente und bringt manche Emotionen nicht gut rüber. Aber als Gegenpart, als gesunder und normal denkender Mensch, zeichnet er einen großen Konflikt zu seinem Bruder, den er anfangs noch angehimmelt hat und später töten will. Auch das schafft nicht jeder Film. Hier wird aufjedenfall geschafft, dass man Verständnis für die Personen hat, manchmal egal wie böse sie auch sind, aber auch Figuren wirklich hasst und ihnen den Tod fast wünscht. Hardy's Leistung ist über weite Strecken egal wie böse er es spielt, ein kleiner (entschuldigung ``großer'') Genuss. Charismatisch und verrückt. Ihm stehen solche Rollen einfach.

Der Film spielt in verschiedenen Zeiten, also geteilten Passagen, was der Idee einer Miniserie natürlich voll entspricht. Man merkt auch wann in der Fernsehausstrahlung das Ende der Episode gewesen wäre. Die Zeitsprünge kommen aber nicht zu schnell und sind gut mitzuverfolgen.
Ich halte dem Film natürlich auch zugute, dass er nicht versucht, die Handlung in 90 Minuten runter zu erzählen, sondern sich Zeit nimmt und mehr Arbeit investiert.

Also für alle, die auf Konflikte zweier Brüder, nicht einfach gestrikte Verhältnisse und etwas Überraschung stehen, sei der Film durchaus empfohlen. Und für alle, die Tom Hardy wohlbesonnen gegenüber stehen natürlich auch.
Ein schon damals bemerkenswerter TOM HARDY in einem etwas anderem Gangster-Film/Miniserie der britischen Art.

Ich weiß nicht ob das eine gute Kritik ist, schreibe nicht oft welche. Ich hoffe es ist hilfreich :)
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am 30. Mai 2016
Als ich nach der Bestellungen im Internet noch einmal die Kritiken durchgelesen habe hab ich mit einem eher schwachen Film gerechnet.
So nach dem Motto "Kuck ihn dir halt mal an" hab den Film geschaut und war angenehm überrascht, denn so schlecht finde ich den Film gar nicht.
Zugegeben man kann ihn nicht mit "Der Pate" oder ähnlichem vergleichen aber anschauen kann man ihn sich allemal.
Auch langweilig wurde er nicht deswegen von mir 4 Sterne.
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am 31. Oktober 2015
The Take überzeugt vor allem durch die Leistung von Tom Hardy,
aber auch die Nebendarsteller liefern eine gute Arbeit ab.
Die Story ist gut, reicht aber bei weitem nicht an Filme wie z.B. Departed heran.
Hier und da hätte die Laufzeit etwas kürzer sein können.
Das Heimkino hat so gut wie nie etwas großartig zu tun.
Gerade das Ende von The Take lässt vermuten,
dass bei Erfolg eventuell eine Fortsetzung kommen könnte.

Alles in allem ein gut angelegter Streifen, der aber mit anderen Mafiafilmen
wie Casino, Departed, Heat oder Lawless (ebenfalls mit Tom Hardy) nicht heran kommt.

Story: 4/5
Bild: 4/5
Ton: 3/5
Extras: 1/5
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am 5. Juni 2012
Also ich muss gestehen, das ich diesen Tom Hardy schon länger im Blickfeld habe und spätestens seid "Warrior" ist er einer meiner Lieblings Schauspieler.

Zur Serie:

Die Serie, welche man eingentlich auch als einen 3 Stündigen Film bezeichnen könnte, denn man merkt von den einzelnen Episoden
eigentlich gar nichts, beginnt mit der Entlassung von Freddy (Tom Hardy) aus dem Knast, in dem er von einem Maffiapaten zu seinem
Zögling gemach wurde. Er kommt raus, hat nichts daraus gelernt im Knast gewesen zu sein (ausser das Falsche) und legt gleich wieder los.

Die Entwicklung der Charaktere wie auch die Zeitsprünge, welche gemacht werden gehen viel zu schnell.
Man kann sich gerade in eine Rolle hinein versetzten, versteht die Umstände und plötzlich ist es 2,3,5 oder 10 Jahre später und alles
ist wieder anders, klar ist das umfangreich aber man kann die Entwicklung der Charaktere manchmal nicht nach vollziehen.

Man hätte sich mehr Zeit nehmen sollen, das alles was passiert nicht in diese 3 Stunden zu pressen sondern evtl. einen 10-Teiler daraus machen
und sich alles langsam, umfangreich und ausführlich beschreiben, wachsen und entwickeln lassen sollen. Es wirkt einfach ein wenig überhastet und
man kommt sich manchmal vor als wolle man alles nur schnell überrennen um hauptsache ein wenig von der Story mitbekommen zu können, um dann am Schluss
wenigstens teilweiße alle Zusammenhänge zu verstehen.

Der Gewaltanteil ist sehr hoch und es geht manchmal schon richtig zur Sache. Sexszenen sind auch vorhanden u.a. auch eine Vergewaltigung. Die
Freigabe ab 16 finde ich daher zwar gut für die Versandkosten ;-) aber bei diesem Titel schon etwas fehlplatziert.

Im Großen und Ganzen kann ich Serie empfehlen, vor allem wegen dem wirklich überragend aufspielenden Tom Hardy der immer mehr in Drogen und wahnsin dahin sickert !!
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am 3. August 2016
Diese Kurzserie ist einfach nur TOP! Tomy Hardys Schauspielerische Leistung ist unfassbar gut, er stellt hier nochmal sein Können unter Beweis und zeigt, dass er fast jeder Rolle gewachsen ist. Einfach nur empfehlenswert! Wer Mafia-Geschichten mag, wird mit dieser nichts falsch machen.
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TOP 500 REZENSENTam 26. Oktober 2015
1984: Freddie Jackson (Tom Hardy) wurde frisch aus dem Knast entlassen. Doch er denkt gar nicht daran, sein Leben als Verbrecher zu beenden. Gemeinsam mit seinem Cousin Jimmy (Shaun Evans) macht er sich daran ein kriminelles Imperium aufzubauen. Bald haben die beiden den Respekt und das Geld, von dem sie immer geträumt haben. Doch hinter all dem steckt Ozzy (Brian Cox), ein legendärer Mafia-Pate, der das Schicksal von Freddie und Jimmy aus seiner Gefängniszelle heraus manipuliert...

Diese vierteilige britische Miniserie erzählt zwar nicht, wie der deutsche Titel verspricht von “Zwei Jahrzehnten in der Mafia“ sondern die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von “nur“ 11 Jahren. Wie bei uns von Koch Media auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, funktioniert “The Take“ bestens als ein durchgehender fast dreistündiger Spielfilm, der nicht nur Erinnerungen an Kino-Klassiker wie “Scarface“ oder “GoodFellas“ sondern sogar in der selben Liga spielt.

Dies liegt neben der epischen mitreißenden und oftmals ganz schön gewalttätigen Geschichte auch an der tollen Besetzung. Der markante bullige Brian Cox ist die Idealbesetzung für den inhaftierten Strippenzieher Ozzy, während Shaun Evans die Wandlung vom verschüchterten Jüngling zum eiskalten Unterwelt-Boss glaubhaft rüberbringt. Eine Klasse für sich ist Tom Hardy (“Lawless – Die Gesetzlosen“, “Legend“), der als unberechenbarer Wutkopf Freddie mächtig Gas gibt und in erschreckende Abgründe blicken lässt.

Die Blu-ray von Koch Media enthält zwar keine extras, doch mit der kompletten 178-minütigen sehr viel Film!
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am 6. Mai 2012
hab mich mal nach einiger zeit wieder in die videothek getraut (die letzten wochen erschien viel schrott) und da fiel mir schon dieser film ins auge bei dem das cover vielleicht etwas billig wirkt. ich gab ihm aber eine chance da der titel interessant klang. da fiel mir sofort tom hardy auf der ja vor allem u.a. in "bronson" und "warrior" sehr überzeugte.
dennoch war ich skeptisch. mafia filme zu drehen die auch noch gut sind ist nicht einfach. was mich aber dann zuhause erwartete
war wirklich ein sehr gelungenes mafia drama das man seit langem so nicht mehr gesehen und erlebt hat.

es geht um mafia und verbrechen aber in erster linie stellt der film das drama einer zerrüttelten familie dar wie man es so noch nicht gesehen hat. zusätzlich erlebt man schauspielerische leistung auf höchstem niveau.

überzeugt euch einfach selbst aber wer casino und good fellas mag wird an dem film nicht vorbeikommen ihn sich anzuschauen.
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am 9. Januar 2013
Der Film erinnert sehr an Goodfellas, nur eben mit einem englischen Backround.
Es ist nur alles nicht ganz so "cool" und abgedreht wie in Goodfellas, etwas bodenständiger, evtl. etwas europäischer...

Leider dauert es eine gute Stunde bis die Handlung in Fahrt kommt, dann allerdings wurden wir (Ich und sogar meine Frau) wirklich von der Handlung mitgerissen.
Unvorhersehbare Ereignisse und auch recht realistische kriminelle Handlungen runden das ganze noch ab.

Tom Hardy zeigt als Psycho hier übrigens eine perfekte Leistung!

Ansehen lohnt sich für alle Film Fans die mit dem Genre etwas anfangen können, als auch für Leute die vor einem 3 Stunden Titel nicht zurückschrecken =)
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am 23. August 2012
The Take ist ursprünglich eine 4 teilige Miniserie für das UK die auf einem Roman von Martina Cole basiert. Diese wurde hier zu einem Film zusammengeschnitten und ist ein kleiner Geheimtipp mit Tom Hardy.

Freddie kommt nach 4 Jahren aus dem Gefängnis und träumt mit seinem Cousin Jimmy von Reichtum und Macht. Dies wollen sie durch die Mafia erreichen. Bald schon haben die beiden auch Macht und Geld, allerdings kann Freddie sich immer weniger beherrschen und verliert die Kontrolle. Bald schon wird er unberechenbar, fällt allen zur Last und wird zu einer ernsthaften Bedrohung.

Wie schon erwähnt ist The Take eigentlich eine Fernseh-Mini-Serie, allerdings fällt das beim Gucken gar nicht auf. Lediglich der Anfang, eine Art Intro wie bei einer Serie, lässt dies vermuten.
The Take ist ein Mafia-Film der 1984 beginnt und dementsprechend keinem Der Pate) folgt. Das sieht man vor allem optisch. Der Film ist visuell sehr natürlich und weniger düster als Der Pate. Die Optik entspricht den 80er Jahren und ist sehr authentisch.
Der Film lebt aber natürlich nicht von der Optik und Atmosphäre, sondern von den Darstellern. Allen voran Tom Hardy. Hardy (The Dark Knight Rises) hat ja schon in Bronson bewiesen, dass er ein hingebungsvoller Schauspieler ist. Das zeigt er hier auch wieder. Anfangs overacted er etwas und wirkt übertrieben, was er auch bis zum Ende nicht ganz loswird, aber gerade das macht ihn hier aus und so zum Aushängeschild des Films. Er ist natürlich der Hauptdarsteller und der Film wird mit ihm beworben, allerdings ist das hier auch gerechtfertigt, steckt er alle anderen Kollegen weit in den Schatten. Ist er Anfangs noch relativ normal, wird er immer unberechenbarer und zwingt durch seine stets aggressive Aura die er aufbaut und durch sein Verhalten den Zuschauer dazu, ihn zu hassen. Der Film ist nicht immer konsequent mit der Gewalt, was dem Film gut tut, würde er sonst zu sehr von reiner Gewalt geprägt sein. Die Gewalt dominiert den Film keinesfalls, allerdings würde das Zeigen jeder Gewalt den Film überschatten.
Anfangs baut sich der Film noch gutmütig auf und man denkt, es geht nur um Freddies Aufstieg. Bald schon merkt man aber, dass es um Freddies Abstieg geht. Dieser Abstieg vollzieht sich langsam und dabei will er viele mit sich reisen. Tom Hardy hätte diesen verrückten, psychopathisch Mann nicht besser darstellen können und erinnert mich, was seine Hingabe und Ausstrahlung angeht, an Christian Bale (American Psycho,The Dark Knight). Bale hat sich auch schon in Rollen hineingefunden, sich diese Zueigen gemacht und schon durch bestimmte Körperhaltungen oder Gesten dem Zuschauer gesagt, wie die Charakterzüge des Charakters sind. Hardy schafft dies auch. Wie schon bei Bronson, kann man nur an der Körperhaltung erkennen, wie die Charakterzüge seines Charakters, Freddie, sind. Eine fantastische schauspielerische Leistung Hardys.
Der restliche Cast besteht aus unbekannten Filmdarstellern, kann aber auch auf voller Linie überzeugen. Einzig Brian Cox ist ein bekannter Darsteller aus Filmen wie X-Men 2 und R.E.D. - Älter. härter. besser. und verkörpert hier überzeugend den Mafiaboss Londons.

Fazit:
The Take ist ein kleiner Geheimtipp. Mit 3 Stunden ist es zwar ein sehr langer Film, allerdings wird eine schön wechselhafte Handlung und ein elektrisierender Tom Hardy gezeigt, den man mal gesehen haben sollte. Wer auch nur ansatzweise etwas mit so einer Art Film anfangen kann und einen hingebungsvollen Darsteller mit eine Glanzleistung sehen möchte, kann hier ohne nachzudenken zugreifen.
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