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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 18. Dezember 2013
5 Jahre musste man auf ein neues Album von RUSH warten. Mit BU2B und Caravan gab es schon im Vorhinein zwei Songs als offiziellen Download. Caravan war halbwegs erträglich und hatte noch so etwas wie einen einprägsamen Hook. BU2B war aber wieder einmal wie so oft in den letzten 20 Jahren bei RUSH ein nerviges Gitarrenriffgebolze. Von daher musste man bezüglich des neuen Albums schon vorgewarnt sein.
Die weiteren neuen Songs bieten ähnliches. Kompositorisch fällt der Band auf Clockwork Angels nicht viel Neues ein. Der Vorgänger Snakes And Arrows gefällt mir da um einiges besser.
Auf Clockwork Angels stechen The Wreckers (fast schon poppig), The Garden, Wish Them Well, The Anarchist (tolles einprägsames Gitarrenriff) und Halo Effect (RUSH schaffen tatsächlich einen 3-Minuten-Song) hervor. Damit meine ich aber nicht, dass das gute Songs sind. Im Kontext des Albums sind sie nur nicht ganz so nervig. Best-Of-würdig ist vielleicht nur The Garden.

Seitdem die Songs von RUSH fast nur noch um Gitarre, Bass, Drums gebaut sind, geht der Musik einiges an kompositorischer Vielfältigkeit verloren. Damit will ich jetzt nicht sagen, dass RUSH wieder die Keyboardsounds der 80er reaktivieren sollen. Man kann Songs auch um Piano oder Hammondorgel herumbauen. Das klingt dann zumindest zeitloser.

Ein wenig nervt mich hier auch Geddy Lees Gesang, der mittlerweile ein paar Manierismen aufweist. Dabei ist noch nicht einmal so schlimm, dass er jetzt etwas tiefer singt. Das empfinde ich im Vergleich zu seinem Geschrei in den 70ern sogar als angenehm. Nein. Aber jetzt hat er, wenn er versucht etwas höher zu singen, immer so einen gequäkten kehligen Jammerton drauf, auf den ich gerne verzichten könnte.

Das Album ist auch ein Konzeptalbum. So etwas war mir aber schon immer egal. Wenn die Songs nichts taugen, dann nützt auch das beste Konzept nichts.

Das Schlimmste am Album sind aber noch nicht einmal seine höchstens mittelmäßigen Songs, sondern seine Produktion bzw. vielmehr der Mix und das Mastering. Grauenhaft. Alle Instrumente sind laut nach vorne gemischt. Der Gesang ist auch schlecht zu hören. Dazu ist fast alles im mittleren bis tiefen Tonbereich. Ein ziemlich undifferenzierter Soundbrei. Nach ein paar Songs wirkt das für meine Ohren ziemlich ermüdend und ist nach maximal 3 Songs am Stück schlicht unhörbar.
Ich hatte mir eine CD mit meinen Lieblingssongs von RUSH ab 1989 mit den Versionen vom neuen Boxset zusammengestellt und da auch The Wreckers von Clockwork Angels draufgepackt und meinen Player auf zufällige Wiedergabe gedrückt. Es folgten dann Animate von Counterparts und The Wreckers zufällig aufeinander. Die Unterschiede vom Sound waren erschreckend. Konnte ich die Instrumente und Gesang auf Animate alle noch klar und deutlich heraushören, konnte ich das bei The Wreckers nicht. Die Musik hörte sich dort an als hätte ich mir Tempos in die Ohren gesteckt und die Anlage lauter gedreht. Das ist Musik für Hörgeschädigte. Im MP3-Player oder während einer Autofahrt ist das vielleicht noch erträglich. Über eine Stereoanlage gehört (ich habe da auch keine Highend-Anlage) grenzt das aber einem Anschlag auf die Gesundheit.
RUSH können das besser, wie die Alben bis einschließlich Counterparts und auch der Remix von Vapor Trails zeigen. Deshalb ist es mir völlig schleierhaft, wie man beim Mix von Clockwork Angels (Snakes & Arrows ist da eine ähnliche Katastrophe, hat aber zumindest bessere Songs) so versagen konnte.

Fazit:
Schlechte Produktion, Mix und Mastering, viele schlechte und ein paar mittelmäßige Songs. Mehr als 2 Sterne sind für dieses Album in der Bewertung nicht drin. Ich hoffe bei der nächsten Platte auf Besserung.
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am 8. Juni 2012
Ich schicke vorweg: Ich bin Die-Hard-Fan, aber nicht Fanboy! Von daher will ich versuchen möglichst neutral zu beschreiben, wie ich die neue Scheibe einer meiner Lieblingsbands einordnen würde! Und weil ich's genau machen will, wird's was länger, sorry Jungs'.!
Und nein, ich habe die Platte nicht gerade erst einmal gehört und will hier der erste sein, sondern die Scheibe läuft bei mir seit 5 Tagen rauf und runter und das hier sind meine Eindrücke:

Allgemein:

Wer "Moving Pictures 2" erwartet und wer die 'neuen Rush', ich sag mal ab spätestens Vapour trails nicht mag, der wird hier auch keine Freude haben! Grob gesagt klingt die Platte in etwa wie eine Mixtour aus Snakes&Arrows, und Vapour Trails mit ein paar Anleihen von Geddys Solo Scheibe und klassischen Rush-Elementen.
Das Trio bietet diesmal kein Instrumental, lediglich 'Headlong Flight' war mal als Instrumental angedacht, was man dem Song (nun doch mit Gesang) durchaus anhört, der Produzent ist der gleiche wie auf dem sehr erfolgreichen und sicherlich zurecht weitgehend sehr gelobten Vorgänger und fürs Artwork zeichnet sich erneut (oder 'wie immer???) Hugh Syme verantwortlich. Hier setzt mein erster 'Kritikpunkt' an: Klar, die Produktion ist klasse! Aber mittlerweise einfach zu gewohnt, jedenfalls für mich. Ich würde mich freuen 'obwohl ich S&A sehr mochte- nächstes Mal wieder eine typische Rush-Kehrtwende zu völlig neuen Ufern zu sehen! Diese Flexibilität hat die Kanadier immer ausgezeichnet und mal eine deutliche Veränderung, wohin auch immer' fände ich prima'!

Die Songs:

1 Caravan:
Der bereits bekannte und lediglich im Mix dem Album angepasste Opener ist so ein Beispiel für großes Kino auf stagnierendem Niveau. Prima Song, hätte eins zu eins auch auf S&A gepasst. So mag ich Rush, insbesondere auch Geddys Gesang nicht wirklich. Das schreiben und spielen die im Moment im Schlaf hab ich das Gefühl'

2 BU2B:
Auch der war bekannt und wurde lediglich um ein kleines Intro von Lifeson und Lee erweitert. Ansonsten mag ich den Song grundsätzlich. Nicht sonderlich Virtuos aber absolut treibend erinnert er mich stark an die Songstruktur eines guten Teils des (für mich nach wie vor völlig unterbewerteten) VT-Albums. Textlich mutet er an wie 'Faithless 2', musikalisch treibt er ungemein.

3 Clockwork Angels:
Der Titelsong erinnert mich in der Machart stark an den Titelsong von VT. Der sphärische Aufbau, Midtempo, ein paar Breaks, zuckersüße Vocals, ein paar schnelle Takte die zum sanften Refrain überleiten. Hier muss man recht schnell einfach Mitsingen'.Alex darf solieren bevor Geddy mit bearbeiteten Vocals überleitet.

4 The Anarchist
Das klingt wie ein etwas sauberer produziertes Stück von Vapour trails! Irgendwie zwischen dem harten Teil von 'Freeze' und 'Stars look down', aber absolut auf 'VT'-Linie! Dabei ist der Refrain erneut absolut radiotauglich'also nicht negativ 'einfach eingängig halt!

5 Carnies
ist mal was Neues! Mit einer an Hendrix erinnernden Gitarre startet Neil im klassischen Schlagzeugbeat der letzten Jahre aber die Gesangslinie ist irgendwie Rush-untypisch! Die Gitarre nicht! Das klingt nach S&A!
sphärisches Rauschen leitet über zum akustischen Intro von

6 Halo Effect
Erinnert in der Songstruktur so etwas an (nicht erschrecken) 'Half the world'! Akustisch Klingende E-Gitarre, jedenfalls denke ich nicht das das eine Akustische ist' Sehr sanfter, seichter Song. Keine Härte, nicht mein Favorit, aber zumindest um Längen stärker als der genannte Track von TFE'!

7 Seven Cities of gold
Der Song entwickelt sich auf schrägem Gitarrengeschrammel von Alex bis dieser dann mit dem Rest zum sich durch den Song ziehenden, fernöstlich angehauchten Riff überleitet. Viel Melodie, erneut Midtempo, der Gesang ist Geddy wie man ihn auf der VT oft zu hören bekam, nur klarer! Nach der Bridge bei 3 Minuten bekommt man wieder einmal eine von Geddys fantastischen Gesangslinien auf die Ohren die zwar sehr eingängig, aber auch nach vielen Hördurchläufen nicht an klasse verlieren (denke ich, fragt mich in 2 Wochen nochmal'.)

8 The wreckers
Scheidet so ein bisschen die Geister! Ist der Refrain wirklich nicht zu eingängig?? Mhh??! Fakt ist, wer hier nicht mit dem Fuß mitstampft oder singt, der wird es nicht mehr tun'!Die Gitarre und die Melodie erinnert mich sehr an 'Everyday Glory' von der Counterparts. Nicht ganz so treibend und im Vordergrund, aber da sind Anleihen. Der fröhliche Unterton erinnert an 'How it is'! Ich glaube ich mag den Song, fürchte aber, dass er schneller als die anderen langweilig werden kann.

9. Headlong Flight
Vielleicht haben die drei auch darüber nachgedacht, dass das Album vielleicht zu sanft werden kann und das mit Headlong Flight gleich abgestellt. Der schnellste Track des Albums lässt alle wieder aufhorchen. Keine Minute zu lang 'trotz textlicher Wiederholungen- treibt das Trio hier wieder mal kräftig nach vorne. Jeder darf zeigen was er draufhat und ich mache hier einen meiner persönlichen Highlights aus. So mag ich (zumindest) Rush. Für mich eine ganz andere Welt wie ein Caravan!

10 BU2B2
Das Zwischenstück leitet atmosphärisch mit Synthesizer und Geddy über zum Schlussduo des Albums. Ist eigentlich eher sowas wie das Intro zu

11 Wish them well
Das Schlagzeug erinnert an Larry Mullen jr. in der U2-Version von 'All along the Watchtower': Treibendes Midtempo, Geddy ganz weit vorne, nicht mein Favorit aber ein solider Song.

12 The garden
Ein wunderschöner Synth lässt den Song gleich einer aufgehenden Sonne beginnen und das Album gleichzeitig ausklingen. Das erinnert mich an 'The Sphere' ,der Teil der 'Hemispheres' abschliesst. Die Melodieführung erinnert mich an Geddys Soloschaffen. Wie hiess es noch? 'Angel's Share'! Ganz entspannte Gitarre, harmonischer Gesang, ein vorzüglicher Abschluss des Albums ein Glanzstück am Ende der Scheibe.

Und das Fazit:

Schwierig! Für handwerkliches Können gibt's volle Punktzahl, fehlende Innovation nimmt wieder was weg, der hohe Qualitätsstandard der Band bringt das Album zusätzlich unter Druck. 'Ein paar Sachen gefallen mir verdammt gut, im Vergleich mit Klassikern der Band fällt es mir doch ab'.die Frage nach der 'Langzeittauglichkeit' mag ich bei einem Rush Album erst in ein paar Monaten wirklich beantworten'. Ich sags mal so: Wer den Vorgänger mochte, macht hier definitiv nichts falsch! Es ist etwas härter (an manchen Stellen) und vielleicht nicht so überproduziert wie der Vorgänger.
Wer nicht jedes Rush Album sein Eigen nennen will und S&A bereits hat, kann das hier auch mal überspringen denke ich'oder sollte vorher mal reinhören. Ich gebe 4 Sterne wohl wissend, dass dann eine 'Moving Pictures' im Grunde nicht mehr in dieser Skala bewertbar ist! Und ich warte auf einen neuen Produzenten! Ich würd mich freuen zu hören was der Rest der Welt hier so alles raushört!:-)
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am 7. Mai 2016
Ich verstehe die vielen negativen Kritiken zu diesem Album nicht! Was erwartet man von einer Band die uns schon so viele schöne Musikerlebnisse beschert hat? Natürlich kann man sagen, früher war alles besser, aber das lasse ich nicht gelten! Das die Drei nach all den Jahren überhaupt noch zusammen Musik machen, und dann noch auf so hohem Niveau, ist schon ein kleines Wunder!

Wenn ich mir nur einen Song wie z.B. den im Betreff erwähnten "The Garden" (Gänsehautnummer !!!) anhöre, dann muss man doch zugeben, dass dieser eine Song besser ist, als manch andere Band in Ihrer gesamten Karriere schafft. Viele würden für solch einen Song, oder für "The Wreckers" Ihre Seele verkaufen.

Und wenn ich immer das Gejammere wegen der Produktion höre, muss ich sagen: Wenn ein Song super ist, bleibt er es auch, und wenn Sie auf Mülltonnen eindreschen würden (hat doch bei Metallica auch funktioniert :-) )!

Fazit: Kaufen, und freuen dass es die Band noch gibt !!!
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juni 2012
MEIN RUSH-EINSTIEG
war HEMISPHERES, gekauft irgendwann '78 oder '79. Gründe waren 1. das seltsame Cover, 2. die wenigen, zum Teil sehr langen Stücke und 3. die Tatsache, dass die LP noch eingeschweißt war. Ja, das bedeutet, dass ich die Platte tatsächlich ÜBERHAUPT NICHT probe-gehört habe, und das bei dem lächerlichen Taschengeld!

ZU HAUSE
dauerte es nicht lange, bis ich RUSH-süchtig wurde. Alles an dieser Platte, dieser Band war so dermaßen positiv, energisch, häufig instrumental, beizeiten reichlich abgedreht, einfach faszinierend und (nicht nur für mich) neu. Selbst der damals extrem gewöhnungsbedürftige Gesang von Herrn Lee störte mich NIE! Kommentare meiner Freunde waren beispielsweise: "Iss das 'ne Frau?" oder "Klingt ja wie 'ne Hexe!". Tja, die ewig Unwissenden...

Davon abgesehen klang die LP im Vergleich zu anderen zeitgleichen Veröffentlichungen einfach sensationell: so viel Dynamik, so viel Energie, so viel POWER in den zwei Rillen!

ALL DAS
ist lange, lange her und Platten wie FAREWELL TO KINGS, eben HEMISPHERES, PERMANENT WAVES, MOVING PICTURES, SIGNALS, GRACE UNDER PRESSURE, POWER WINDOWS, HOLD YOUR FIRE etc. sind (Rock-)Geschichte. Ihr könnt schon sehen, aus welcher RUSH-Ecke ich komme.

Das Zeug vorher war einfach nur Rock ohne großartige Identität, das Zeug danach war irgendwie gesichtslose Routine. Ja, schlagt mich, ROLL THE BONES, PRESTO etc. definieren für mich persönlich die Tiefstphase von RUSH. So ist es eben - Meinungen sind verschieden.

CLOCKWORK ANGELS
Kein neues HEMISPHERES. Alle haben es verzweifelt gehofft, keiner hat es ernsthaft erwartet. Das, was Herr Anderson mit TAAB2 anleiert (definitiv aber nicht erreicht), versuchen die drei gar nicht erst. RUSH erfinden das Rad nicht neu, sie machen einfach da weiter, wo sie aufgehört haben. Es gibt keine großartigen ÜberRUSHungen, keine wirklichen "Stop-mal-was-war-das-denn-eben"-Momente, noch nicht mal das obligate Instrumental.

REINE ROUTINE,
könnte man sagen, wären da nicht diese unglaubliche Professionalität aller Beteiligten und ja, ich mag es kaum sagen/schreiben, diese unerwartet schönen Melodien von Geddy. Gesanglich hat dieser Vogel meiner Meinung nach (und im Gegensatz zu manch anderem Rezensenten) auf jeden Fall gewonnen. Über welchen Sänger kann man das schon nach so langer Zeit sagen?

Alex brät, was das Zeug hält, speziell in dem einen oder anderen bekloppten Solo, und Neil klingt leider wie immer seit ca. '90: die erste HUMAN RHYTHMBOX ohne diese innovativen, sensationellen, unerhörten, absurden Breaks und Gimmicks der Jahre '77 bis vielleicht '87. Was soll's - er selbst hat das Hardrock-Drumming revolutioniert und eine Revolution dauert eben in aller Regel nicht 40 Jahre.

SOWEIT, SO GUT!
Wie isse denn nu, die neue CD? Voll-fett, voll-laut, voll-komprimiert. Meiner Meinung nach zu matschig, zu IN-DIE-FRESSE, zu LOUDNESS-WAR-kompatibel. Trotz allem erstaunlich melodisch und - wenn man bedenkt wie reif die Jungs sind - ganz außerordentlich positiv, energisch, voller POWER! Da sollten die Yougsters mal kucken.

SCHLUSSWORT:
RUSH ist eine der ganz wenigen Bands, die 1. seit fast 40 Jahren in unveränderter Besetzung (Ausnahme die erste Platte) Krach machen, die 2. schlicht und ergreifend Rock-Geschichte geschrieben haben und die 3. immer noch am Leben sind!

Das allein rechtfertigt den Kauf der neuen CD - nicht mehr und nicht weniger. Und LIVE ist die Band immer noch der absolute Knaller! Alle drei spielen sich in fast dreistündigen Konzerten (Zufall?) so was von den Allerwertesten auf, dass es eine wahre Freude ist - und das mit fast 60! Mannomann!

IN DIESEM SINNE:
Kauft die Platte, geht zu den Konzerten! Irgendwann ist nämlich Schluss mit den sogenannten DINOSAURIERN, und was dann kommt, mag ich mir gar nicht vorstellen.

BEWERTUNG
Komposition: 3 Sterne
Arrangement: 4 Sterne
Performance: 5 Sterne
Innovation/Experimente: 1 Stern
Produktion/Sound: 3 Sterne
Cover: 4 Sterne
Gesamt: (20:6=) 3,333 (also abgerundet) 3 Sterne

HAAX/Kiel
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2012
Gleich vorweg... mir ist klar, dass die Kritiken und Bewertungen hier natürlich nur die subjektive Meinung des Verfassers wiederspiegeln UND auch noch auf der Zeitachse einer Veränderung unterliegen. Wer findet heute noch Serien aus den 70ern GENAUSO gut wie er sie damals gefunden hat? Natürlich haben sie ihren Charme, aber ehrlich gesagt,es ist NICHT dasselbe.

Rush haben sich stetig weiterentwickelt, selbst die kontrovers diskutierten Mainstreamalben Mitte/Ende der 80er waren und sind musikalische Leckerbissen. Man hat aber nie das Gefühl, "das war's jetzt aber", sondern freut sich auf den nächsten Versuch der Drei, die eigene Perfektion neu zu erfinden. Dabei haben sie in den letzten Jahren die Form vor den Inhalt gesetzt, soviel stimmt leider. Dennoch gibt es vieles zu entdecken.

Das genial vertrackte Bassspiel von Geddy zusammen mit seinem Gesang schürt das Interesse an der Geschichte der Songs, die niemals zu eingängigen Gitarrensoli von Alex, all die rausgequetschten Obertöne und die immer solide rhythm guitar freut jeden Gitarristen beim Zuhören. Und schließlich Professor an der Schießbude treibt die Tränen in die Augen, wenn man beim Autofahren mal eben wieder einen extra beat verpasst hat, den Neil "einfach so" erscheinen lässt.

Meines Erachtens nach sind RUSH unerreicht und ich bedauere all die Fans anspruchsvoller Rockmusik, die sie nicht für sich entdecken können.

Der erste der Drei wird dieses Jahr 60, andere geben in dem Alter schon ihren Schrebergarten ab und suchen sich ein Altersheim und unsere Helden gehen (wieder mal) auf eine ausgedehnte Tour und spielen sich über drei Stunden lang einen Wolf.

Clockwork Angels ist als Album sicher wieder melodischer als Vapor Trails, aber jedes Album hat seine Geschichte. RUSH müssen nichts mehr beweisen und sind seit Jahren GENAU DESHALB so gut. Die Favoriten für mich, der ich eher die melodischen Songs von RUSH liebe, deren hookline sofort im Ohr bleibt, sind The wreckers und The Garden, letzterer Song hat so eine perfekte Botschaft für mich, so eine magische Atmosphäre, dass man geneigt ist, den Song oben in den Top Ten aller RUSHsongs zu sehen.

Fans der Band werden sowieso das ganze Album lieben, der neue Interessent kann mit diesem Album bestimmt etwas anfangen, er sollte aber nicht zu überRUSHt sein, wenn er keine zwei wirklich gleichen Alben findet, die wir von anderen Bands eher gewohnt sind, die eben auf Nummer Sicher gehen und sich NICHT entwickeln.

Großes Handwerk gepaart mit kreativer Spiellaune von den alten Herrn des Prog... ich ziehe den Hut und verneige mich vor dieser Band.

All denen, die sich fragen, warum ich fünf Sterne gegeben habe... weil ich es konnte...
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am 9. Juni 2012
Da ist es nun, das neue Album. Lang erwartet gerade weil die schon vorab veröffentlichten Titel BU2B, Caravan und Headlong Flight neugierig auf mehr machten. Und man wird nicht enttäuscht. Wie so häufig bei RUSH ist es nicht damit getan sich die Titel 1-3 mal anzuhören, es braucht Zeit und es ist immer hilfreich sich mit den Texten zu beschäftigen.
Im Gegensatz zu Rock-Heroen der gleichen Altersklasse bleibt die Virtuosität zeitlos, das aktuelle Werk kann zweifelsohne als Beweis herangezogen werden dass 60+ Musiker durchaus in der Lage sind dem Nachwuchs zu zeigen wie es denn richtig geht.
Das Album gibt wenig Raum zum Luft holen, die Performance und Kompositionen fordern alles vom Interpreten aber eben auch vom Zuhörer.

Etwas zu nörgeln hätte ich dann doch, der Produzent hat beim Mischen und Mastern für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Compressor/Maximiser Kiste gegriffen. Die Mischung könnte etwas transparenter daher kommen und dafür weniger auf "Krawall" gebürstet sein. Im Prinzip gefällt mir die Live Mischung der Titel BU2B und Caravan von der Cleveland Bluray besser weil der Sound hier viel offener rüber kommt und dadurch deutlich mehr Druck entwickelt.
Klasse Album also, der etwas in-differenzierte Sound kostet einen Stern.
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am 16. Juni 2012
... ist es da. Das neue Album der Götter aus Kanada.

Aber wenn ich mir hier die Rezessionen so durchlese frag ich mich bei einigen wirklich, ob diese von Rush-Fans geschrieben wurden. Leute, wenn Rush noch so klingen würden wie zu Moving Pictures-Zeiten... DANN wär das eine Katastrophe. Ich freue mich auf jedes neue Rush-Album und entdecke immer wieder was neues. Ob zu hart, zu wenig Keyboards oder was weiss ich was hier dem ein oder anderen wieder nicht passt... Tatsache ist, das Rush mehr Musikalität und Genialität im kleinen Finger haben als manch andere hochgejubelte Band in ihrer Gesamtheit ...und die als Megaseller die Charts bevölkern. Und Clockworks Angels macht nur noch Spass... auch nach mehrmaligen Durchhören entdecke ich immer wieder was neues. Für mich sind alle Songs Highlites... aber hervorheben möcht ich trotzdem erstmal drei Songs: Headlong Flight, The Garden und vor allem The Wreckers. Bei letzterem hätt ich mir gewünscht, dass dieses Melodiemonster (der Refrain... nur noch geil) nicht einfach ausgeblendet wird, sondern auch noch das Soli mitgenommen würde.

Im übrigen... mein erstes Rush-Album war Presto, welches ich auch noch immer genial finde. Und seitdem hat diese Band - zumindest bei mir - voll eingeschlagen und ich mag jedes Album.

Ich bin happy, dass die Band immer noch Qualtität abliefert und in Ihrem Alter noch Spass an der Musik hat !!! Und man kanns sowieso nicht allen recht machen... ich freu mich nächstes Jahr auf Berlin, auch wenn es noch EIN JAHR hin *nöhl* ...bis dahin hab ich noch viel Spass mit diesem und den alten Scheibchen ;)

Die fünf Sterne einfach aus Prinzip und weil sie gerechtfertigt sind !!! :)
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am 30. Juni 2012
Auch wenn in den letzten 15 Jahren nicht jedes Album ein absoluter Volltreffer war...das kanadische Power-Trio RUSH ist und bleibt für mich die wichtigste und beste Rock-Band aller Zeiten. Größtes Markenzeichen der Herren Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart (neben ihrer sympathisch-bodenständigen Art) war schon immer die Mischung aus spielerischer Leichtigkeit und anspruchsvoller Finesse, so dass bisher jedes RUSH-Album als zeitloses, musikalisches Kleinod eine Empfehlung wert ist. Natürlich kann man Jahrhundert-Meisterwerke wie "Counterparts" , "Hold your fire" oder "Presto" (meine ewigen Top-3 in exakter Reihenfolge!) heutzutage nicht mehr sooo locker aus dem Ärmel schütteln. Die Vorfreude auf ein neues RUSH-Album ist bei der weltweiten Fangemeinde immer enorm groß - ebenso wie die Erwartungshaltung. Mit "Clockwork angels" haben sich die Kanadier diesmal ganze 5 Jahre Zeit gelassen, um einen ebenbürtigen "Snakes & arrows"-Nachfolger aus den Angeln zu heben.
Was ich nie für möglich gehalten hätte: Den ersten Durchlauf des taufrischen 66-Minüters fand ich alles in allem doch ziemlich ernüchternd...beinahe schon enttäuschend. Und selten musste ich mir ein neues RUSH-Album mit soviel Hingabe und Geduld erarbeiten. Doch nach konsequenter Dauerbeschallung - insgesamt 20 Durchläufe werden es wohl gewesen sein! - , kann ich besten Wissens uns Gewissens sagen, dass "Clockwork angels" erneut eine tolle Scheibe geworden ist, die jedoch an den magischen Geist der Alt-Klassiker (noch!) nicht heranreichen kann. Eindeutig Daumen hoch - mehr aber auch nicht!
Der 12-Tracker ist erwartungsgemäß vollgepackt mit Highlights und musikalischen Kabinettstückchen. Denn neben dem farbenfroh-variablen Gitarrenspiel und der energischen Schlagzeugarbeit, sticht diesmal vor allem das knarzige Bass-Spiel hervor, mit dem Geddy Lee seinen Status als Tiefton-Virtuose erneut bestens untermauert. Und dennoch haben sich mit "The wreckers" , "Wish them well" und dem merkwürdigen "Carnies" (im Chorus ziemlich schräg) einige Liedchen eingeschlichen, die im Gesamtkontext etwas untergehen...das abschließende "The garden" rauscht selbst nach dem x-ten Durchlauf noch kerzengrade an mir vorbei. RUSH machen hier eigentlich garnicht viel falsch, lassen aber letztlich den bissigen Drive oder die alles entscheidende Hookline vermissen. Solide, aber ohne den ganz großen Glanz!
Ungleich erfrischender ist dafür aber der Rest des "Clockwork angel"-Materials, der jeden Hörer dafür umso mehr umzuhauen vermag. "Halo effect" ist eine wunderschöne Wohlfühl-Nummer, die mit ihrer poppigen Akustik-Schlagseite stark an "Half the world" (von "Test for echo") erinnert. Die beiden Einpeitscher "Caravan" und "BU2B" sind jedem RUSH-Fan natürlich längst schon bekannt...hier kombinert das Trio hingebungsvoll Tradition und Moderne, und lässt es dabei überraschend heftig angehen. Überhaupt ist auffällig, dass die Scheibe insgesamt ziemlich "heavy" ausgefallen ist. Wo die meisten Rock-Dinosaurier sich im Herbst ihrer Karriere vor allem in watteweicher Altersmilde üben, haben Geddy Lee & Konsorten den harten, gebündelten Gitarren-Orkan wiederentdeckt. Gefällt außerordentlich!
Das über siebenminütige Titelstück ist ein typisch-verschachtelter Prog-Ohrwurm, der mit seinen Nostalgie-Riffing auch schon vor 25 Jahren zu den Höhepunkten gezählt hätte. Doch hier klingt nichts angestaubt oder altbacken - sondern einfach nur grenzenlos gut. Mit dem treibenden Gitarrenfeger "Headlong fight" (klasse!) steigern sich RUSH dann entgültig in Schwindel erregende Höhen...eben auf das wundersame Niveau, auf dem letztlich nur wahrhafte Musik-Götter agieren können. Und doch möchte ich zugeben, dass ich speziell mit diesem Song anfangs große Anlaufschwierigkeiten hatte. Jaja, der taube Rezensent liegt halt auch mal daneben.
Gänzlich treffsicher und unfehlbar sind hingegen zukünftige Live-Abräumer wie "The anarchist" und "Seven cities of gold", die ihren Reiz schon nach wenigen Sekunden entfalten. Ohne großes technisches Bohei punkten beide Songs durch ihren unverfälschten Rock-Spirit, dem man sich als glühender RUSH-Supporter unmöglich entziehen kann. Keine Frage: Klassikerwürdig!
Fazit: Mit dem neuesten Streich "Clockwork angels" gehen die sympathischen Kanadier ihren Weg unbeirrt weiter, um sich musikalisch irgendwo auf dem Niveau zwischen "Test for echo" und "Vapor trails" einzugruppieren. Kaum zu glauben wievel Frische und Enegie diese Band selbst nach über drei Jahrzehnten noch an den Tag legen kann. RUSH haben in fast jedem Song mehr Melodien zu bieten, als so manch andere hochgelobte Nachwuchs-Combo in ihrer ganzen Karriere auf die Kette kriegt. Dafür gebührt dem Trio der höchste Respekt. Unter dem Strich ist der 66-Minüter aber wohl ein ganz "normales" Prog-Rock-Album. Kein Meisterwerk - aber zum Glück auch keine Enttäuschung!
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am 17. Juni 2012
Wie immer bei Rush sollte man eine neue Scheibe erst einmal mindestens 10x anhören bevor man sich dazu äußert. Alles in allem ein starkes Album mit einigen Glanzpunkten wie The Wreckers und The Garden die Hitpotential haben.
Was die "alten Herren" mit fast 60 Jahren noch auf die Beine stellen sucht seinesgleichen. Kackig, rockig aber auch ruhigere Elemente. Klare 5 Sterne.
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am 19. September 2013
Rush kamen mit Macht zurück! "Snakes & Arrows" bewies das ja schon, und mit CA zeigen Rush, dass sie kein bisschen alt sind. Ihr Humor kommt zur Geltung, indem sie in jedem Song ein klangliches Mini-Zitat ihrer alten Klassiker verarbeiten. CA ist schon heftig 70er-orientiert. Das an sich mag ich. Was ich nicht mag - das Klangbild! Noise-Sumpf, leider! Ändert aber nichts an der Höchstwertung, denn Rush sind nach wie vor da, ohne sich selbst zu kopieren. Objektiv kann ich nicht sein, denn für mich sind Rush DIE Band. Ich bin aber objektiv genug zu sagen, dass Rush auch Lieder hatten/haben, die meiner Meinung nach musikalisch eher unspannend waren, Ja! Man darf Lee, Lifeson & Peart auch mal kritisieren.
CA bietet Spielfreude pur. Virtuoses Spiel darf man bei Rush so oder so immer erwarten. Sie können es nach wie vor. Rush müssen nichts mehr beweisen. Vergleicht man mal Alben anderer Rock-Veteranen mit dem Spätwerk von Rush, so erkennt man rasch, dass Rush sich nicht einfach kopieren wollen. Sie wollen immer neue Nuancen setzen. Mit diesem Album, finde ich, gelang ihnen das wieder. Produktionstechnisch hätte man das allerdings besser umsetzen können ...! Mit dem Titelstück sowie "The Garden" gelang es Rush, in ihrem Spätwerk noch einmal zwei Juwelen für die Ewigkeit zu setzen. Besonders "The Garden" zeigt Rush von einer Seite, die vielleicht einmal wir Hardcore-Fans vorher gekannt haben.
Viele alte Rock-Helden veröffentlichen wacker - und ihr Können ist noch immer klar zu sehen. Rush hingegen sind noch DA. Sie machen nach den Jahrzehnten noch immer ihr Ding und sind live auf der Bühne unschlagbar. Es ist klar, dass ihnen ein Album wie "Moving Pictures" nicht nochmal gelingen wird. Man muss sich aber vergegenwärtigen, dass Rush entgegen aller kommerziellen Gesetze immer überlebt haben - und zwar sehr erfolgreich. Qualität setzt sich am Ende immer durch. Ihr aktuelles Studioalbum sowie die dazugehörige Tour zeigen einmal mehr, wie sehr dieses Trio sich von der Masse abhebt.
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