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am 23. Februar 2015
Die komplette Serie ist einfach nur genial! Man muss sich in die ersten Folgen ein wenig reinschauen und dass hier oft erst geschossen und dann gefragt wird ist ja auch nicht jedermanns Sache, aber grade diese Direktheit zeichnet den lässigen Charakter der Serie aus. Das Meiste ist mit einem zwinkernden Auge zu betrachten und wird entsprechend mit einem lockeren Spruch des wohl coolsten Marshalls aller Zeiten (mit pfiffigem Cowboyhut) kommentiert. Auch das Team um ihn herum ist klasse und ebenso die Bösewichte, besonders der Haupt-Kriminelle, ein Anti-Held. Die Folgen bauen oft so aufeinander auf, dass man immer weiter schauen möchte. Hoher Suchtfaktor garantiert!
Zudem klasse Schauspieler, die man noch nicht überall gesehen hat. Unterhaltung pur!
(Die Endszene der 1.Staffel ist außerdem eine der besten Szenen überhaupt. Toll!)
Und es wird von Staffel zu Staffel immer besser! Anschauen!!!
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am 3. März 2016
Nach Serien wie Breaking Bad, True Detective, Sons of Anarchy und The Shield war ich auf der Suche nach etwas Neuem, das meinen Geschmack treffen könnte. So wagte ich mich nach ein paar Internet Empfehlungen an Justified heran, auch weil Walton Goggings (der auch bei den beiden letzt genannten Serien von mir mitspielte) eine Hauptrolle sei.
Die erste Staffel legt selbstverständlich den Grundstein der Story, verläuft allerdings so schleppend, dass ich anfangs kaum Lust hatte, überhaupt weiterzugucken. Das Problem ist, die meisten Episoden der 1. Staffel haben weitestgehend eigenständige Handlungsstränge, es geht also meist um Fälle, die innerhalb der Episode auch beendet werden. Dadurch kommt nur wenig Spannung auf und man hat nicht das Gefühl, sofort die nächste Folge gucken zu wollen.
Nun aber zu meiner Überschrift, lasst euch davon bitte nicht abschrecken. Eine Episode geht immer nur 40min und es lohnt sich unheimlich die 1. Staffel "durchzuziehen".

Ab der 2. Staffel wird wesentlich mehr wert auf die weiterführende Hauptstory gelegt und auch der hervorragend spielende Walton Goggins bekommt mehr Bildfläche und wird quasi als 2. Hauptdarsteller etabliert.
Ebenso gibt es dann auch häufiger sog. Cliffhanger, die direkt Appetit auf die nächste Folge machen.

Ich selbst bin momentan am Ende der 4. Staffel und kann sagen, es handelt sich bisher um eine sehr gute Serie, die sich nicht vor den oben genannten verstecken muss.
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am 28. August 2014
Die ersten Folgen von Justified scheinen einem unkritischen, konfliktscheuen .... darf ich sagen "unbedarften" ... Publikum gewidmet. Wir haben einen jederzeit unangreifbaren Deputy U.S. Marshall, sehr klar erkennbare böse Schurken, denen mitunter zur Sicherheit riesengroße Hakenkreuze auf die Haut gemalt werden. Das Schema ist einfach, und am Ende knallt der Gute die Bösen ab.

Hauptfigur Raylan Givens ist jederzeit cool und hat in diesem modernen Western einen Gesichtsausdruck weniger als Clint Eastwood in "Zwei glorreiche Halunken". Also exakt einen.

Das ist einige Folgen lang zu simpel und eine Frechheit in einer Zeit, in der Serien wie "Breaking Bad" neue Maßstäbe setzen.

Doch allmählich gibt es erste Vorzeichen: Der Held wird verprügelt und schießt einmal nicht. Die Bösewichte werden durchtriebener, die Verwicklungen stärker, die Charaktere vielschichtiger, der Humor verblüffender, die Situationen überraschender. Und spätestens ab Staffel 2 macht Justified richtig Spaß!
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2014
Raylan Givens (Timothy Olyphant) ist ein US Marshall, der durch seinen markanten Cowboy-Hut und seine oft durchblitzenden Wildwest-Manieren Aufmerksamkeit erregt. Als er einen Verbrecher per High-Noon-Showdown erschießt, wird er vom sonnigen Miami in seinen Heimatort Harlan nach Kentucky versetzt. Dort trifft er auf alte Bekannte und auch alte Probleme...

Sehr coole und sehr interessante Serie, die das Hinterland in Amerika sehr realistisch darstellt.
Von Folge zu Folge nimmt die Serie Fahrt auf und zieht einen immer mehr in den Bann! Mittlerweile habe ich die ersten beiden Staffeln durch und bin weiterhin begeistert von Raylan Givens, seinen Fällen und den verrückten Charakteren die immer wieder auftauchen. Ich nehme den Machern dieser Serie alles ab und kann mir das Setting auch genauso in der Realität vorstellen!
Die Story ist toll und zieht sich durch die Staffeln wie ein roter Faden, die zwischendurch aber auch mal immer wieder einzelne Fälle des Marshalls anbringt!

Fazit:
Toll und mal ganz anders als andere Serien! Bin begeistert!
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am 6. März 2012
Diese UK-Ausgabe der ersten Staffel der Serie hat 12 Folgen mit je ca. 40 Minuten (nur die Pilot sind 50 min). Sprache ist Englisch mit ziemlich viel Slang- und schwierigen Ausdrücken bzw. akkustisch oft schwierig zu verstehender Betonung. Englische UT sind vorhanden.

Im Mittelpunkt steht Deputy US Marshal Raylan Givens. Nachdem er auf zweifelhafte Art in Miami einen Gangster eines Drogenkartells erschießt wird er strafversetzt nach Harlan, einem Landkreis in Kentucky, wo er aufgewachsen ist und wohin er nie mehr zurück wollte. Dort bearbeitet er im Team mit seinem Boss und zwei anderen Deputies ein paar Fälle, die innerhalb einer Episode abgehandelt werden (z.B. rund um gefälschte Bilder oder einen ehemaligen Buchhalter des Kartells, der aussagen will). Wie bei einem Beispiel angedeutet, tauchen immer wieder Verbindungen zu seiner Vergangenheit in Miami auf. Parallel zu Fällen je Episode wird eine breite Storyline rund um Givens Familie und die der örtlichen Crowders erzählt. In aller Kürze: Die Crowders sind seit Jahrzehnten schwer kriminell in der Gegend aktiv; Givens Vater Arlo lebt auch hauptsächlich von illegalen Geschäften. Zwischen den Familien besteht eine Mischung aus Feindschaft und sich gegenseitiger belauernder Koexistenz. Eine entscheidende Wendung im Chrakter eines der Crowders allerdings ist eine wichtige Storyline. Und da sind noch Ava Crowder, die mit einem Crowder verheiratet war, ihn aber erschossen hat und früher in den Marshall verknallt war und dessen Ex-Frau, die inzwischen mit einem Immobilienmakler verheiratet ist. Die Familiegeschichte in ihren persönlichen und kriminiellen Verwicklungen wird im Laufe der Folgen mehr und mehr Handlungsschwerpunkt der Staffel.

Die Staffel beginnt als 'cooler Cop' Serie: Rayland trägt immer einen Cowboyhut, lächelt cool, hat flotte Sprüche, zieht schnell (manchmal etwas sehr schnell) und trifft sicher. Dabei ist er nicht aufgesetzt cool wie anderen Filmen oder Serien, sondern sehr zurückhaltend, sozusagen auf coole Weise cool. Sehr beeindruckend und von Timothy Olyphant klasse gespielt. Die Stories sind in der Kürze einer Folge schnell erzählt und es geht flott und oft handfest voran.

Mehr und mehr wird es aber eine Reise, die tief ins dunkle Herz der menschlichen, aber speziell amerikanischen Seele und Gesellschaft führt. Die Gegensätze zwischen den Akteuren brechen auf, die Handlungen spitzen sich zu, die Gewalt eskaliert und wie in einem tief-finsteren Neo-Western bleibt nur noch Vergeltung und gegenseitiges Töten als Lösung. Der Charakter ändert sich hier deutlich und die Freigabe 'ab 15' ist z.T. grenzwertig.

Sehr besonders und gut gemacht die Figurenzeichnungen, die durchweg sehr real und lebensnah wirken. Sie 'glänzen' nicht, sondern im Stil von Südstaatenfilmen sehr 'down to earth' (bedienen sich aber gleichzeitig der rhytmischen und präzisen Sprache wie man sie aus HBO-Filmen kennt - stark gemacht mit einigen überragenden Dialogen). Besonderes Merkmal, dass sie sich - v.a. die Bösen - oft erstaunlich doof verhalten, teils durch schlichte Dummheit, teils durch Stolz bedingt. Gerade das macht sie oft so real wirkend und so ergreifend.

Der Ausmaß an Gewalt ist hoch und Waffen und ihre Nutzung erscheint wie ein völlig natürlicher Teil des Alltags. Vielleicht ist es die europäische Sicht, aber mir war, als ob die Abgründe der amerikanischen Seele und Gesellschaft hier schon fast bis an die Schmerzgrenze in ihren finsternsten Anteilen vorgeführt werden, gerade durch die Selbstverständlichkeit und teilweise Belanglosigkeit mit der Gewalt und Waffen benutzt werden.

Fazit: Unbedingt sehenswert, sowohl in den anfänglichen 'cooler Cop'-Teilen als auch in den späteren elegischen, dramatischen, fast literarisch angehauchten. Ich bin mir nicht sicher, ob diese sehr eigenartige und indviduelle Mischung jedem gefällt, aber ich fand's Klasse und war vor allem gegen Ende der Staffel sehr gebannt.
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am 25. Februar 2011
Raylan Givens, US-Marshal, einer der coolsten TV-Cops seit langem, wird nach einer von ihm provozierten Schießerei, die aus seiner Sicht gerechtfertigt (justified) war, vom sonnigen Florida in seine hinterwäldlerische Heimat strafversetzt, wo noch einige unerledigte Rechnungen und dunkle Familiengeheimnisse auf ihn warten. Dabei ist die Handlung längst nicht immer vorhersehbar und verläuft auch nicht nach dem üblichen Serienschema, wo nach 40 Minuten der Schurke erschossen wird und der Fall abgeschlossen ist. Die eng miteinander verwobene Geschichte der Familienclans zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Staffel und birgt noch manche Überraschung, auch für die Zukunft.

Obwohl Givens der Ruf vorauseilt, triggerhappy/schnell am Abzug zu sein, gibt er sich aber auch bei scheinbar aussichtslosen Fällen große Mühe, eine friedliche Lösung zu erreichen, aber manchmal geht es eben nicht anders, und dann wird nicht lange gefackelt...

Die Serie zeichnet sich durch schrullige Charaktere, trockene Dialoge und Humor aus.
Timothy Olyphant gibt nach Deadwood erneut den coolen Gesetzeshüter mit stählernem Blick und ebensolchen Nerven, hat hier aber deutlich mehr zu tun als in der alten Westernstadt.
Auch die Nebendarsteller sind sehr gut gewählt und haben noch Potenzial für viele weitere Folgen.

Ich freue mich schon auf die zweite Staffel.
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am 25. Februar 2015
Timothy Olyphant gefällt mir in seiner Rolle als Marshal ausgesprochen gut.
Ein Revolver Held is back in town könnte man sagen. Vertritt das Gesetz auf seine eigene
weise. Mir Gefällt diese Art von Serie. Also von mir eine klare Empfehlung.
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am 18. Oktober 2013
Nach ,Miami Vice' in den 1980ern hat mich erst ,24' wieder richtig begeistert und CTU-Agent Jack Bauer mich durch das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts samt der Post-9/11-Ära begleitet. Ein würdiger Nachfolger ist noch immer nicht in Sicht (,Burn Notice' ist leider nicht ernsthaft genug), aber mit ,The Walking Dead' und ,Justified' eine angenehme Abwechslung zu den inzwischen doch recht abgenutzten Forensikkrimis:
,Justified' kommt eigentlich rund 30 Jahre zu spät - aber doch rechtzeitig! Nachdem seit dem Millenniumswechsel das amerikanische Krimigenre hauptsächlich von ,CSI', diversen Ablegern und ähnlich konstruierten Serien geprägt war, in denen normale Bürger mehr durch widrige Umstände zu Gesetzesbrechern wurden und die anonymen Buchstaben des Gesetzes mehr galten als Menschlichkeit, bietet ,Justified' mit Timothy Olyphant als US Deputy Marshal Raylan Givens endlich wieder einen wahren Helden, der nicht ständig in Labors und vor Computermonitoren hockt, sondern sich draußen herum treibt. Ein Gesetzeshüter mit flinkem Abzugsfinger und Cowboyhut - kommt doch bekannt vor:Zuvor wurde diese Heldenfigur während der 1990er propagiert, mit Chuck Norris als titelgebender ,Walker, Texas Ranger'. Serie und Figur gerieten jedoch schnell durch die überzogenen Moralvorstellungen und die übertriebene Selbstdarstellung der Titelfigur (Cordell Walker verlor nie einen Kampf, selbst wenn er gegen mehrere Gegner gleichzeitig antreten musste) zur eigenen Karikatur, auch wenn sie zu dieser Zeit eine angenehme Abwechslung zu den schier übermächtigen Mysteryserien bot. US Deputy Marshal Raylan Givens dagegen hebt sich angenehm sowohl von ,CSI' als auch von ,Walker, Texas Ranger' ab:Nachdem er einen Gangster in Miami auf den Boot Hill geschickt hat, wird der Marshal in seine Heimat Harlan, Kentucky strafversetzt. Waren in ,CSI' und ,Walker, Texas Ranger' gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen meist ausgeblendet worden, so ist die Wirtschaftskrise in ,Justified' stets spürbar:Außer den Gesetzeshütern scheint kaum jemand einem wirklichen Beruf nachzugehen, alle schlagen sich irgendwie durch - deutlich werden hier die Schattenseiten des American Way Of Life sichtbar, in der jeder sich selbst der Nächste ist und nur der Zaster zählt! Raylan Givens ist deutlich bodenständiger, zeigt er sich doch gegenüber seinen Landsleuten, die auch irgendwie über die Runden kommen müssen, meist verständisvoll und drückt beide Augen zu, wenn diese ihr Marihuana anbauen oder ihren Moonshine brennen. Wo kein Kläger, da kein Richter! ,Justified' zeigt sich erstaunlich liberal, lässt hin und wieder die Erkenntnis durchblicken, dass es wenig Sinn macht, Steuergelder zu verschleudern, Bagatelldelikte zu verfolgen und Gefängnisse vollzustopfen. Die Charaktere reduzieren sich auch nicht auf irgendwelche klischeehaften Unholde und Psychopathen. Das Verbrechen wird aus sozialer Not und Unwissenheit geboren! Die Handlung scheint mehr dem realen Leben verhaftet, neigt also in ,Justified' nicht zu jenen inzwischen überstrapazierten Plot Twists wie in anderen modernen (Krimi-)Serien.
Dabei wird Raylan Givens auch nicht als Übermensch inszeniert, sondern bekommt auch mal aufs Maul und blutet. Gegenüber richtigen Verbrechern und Kriminellen fackelt der Marshal jedoch nicht lange - in diesen Momenten sind dann die Parallelen zu Dirty Harry deutlich, ohne sich jedoch auf Zitate zu reduzieren. Dennoch sind Actionszenen in ,Justified' rar und diese auch nicht so plakativ, wie dies noch in den Krimiserien der 1980er der Fall war, in denen die Mängel einer klischeehaften Story durch Verfolgungsjagden und Schießereien beschönigt wurden. Und während viele andere amerikanische Krimiserien in diversen Metropolen in urbaner Umgebung spielen, ist der Handlungsort von ,Justified' das dem TV-Publikum eher unbekannte Kentucky. Und so zeigt ,Justified' auch weniger Gemeinsamkeiten mit ,Walker, Texas Ranger', sondern eher mit ,Dukes Of Hazard', obwohl seitdem die amerikanischen Backwoods auch für diverse Horrorreißer herhalten mussten, bis sich dann Tom Selleck als Robert B. Parkers Polizeiveteran Jesse Stone hinaus aufs Land wagte:Jesse Stone und Raylan Givens - Potential für ein cooles Crossover!

In der ersten Staffel von ,Justified' sind die einzelnen Folgen eher lose miteinander verknüpft, werden Charaktere und Eigenheiten der Bewohner vorgestellt:Hier nimmt man es nicht krumm, wenn man mal aufeinander schießt, derlei gehört schon fast zum guten Ton, deshalb macht niemand ein Fass auf, Schwamm drüber, derlei Angelegenheiten werden außergerichtlich geregelt - man müsse sich derlei mal in Deutschland vorstellen! Auf satirische Art wird hier das Waffenrecht der Amerikaner, to keep and bear arms, aufgegriffen. Gesetzeshüter, Schwarzbrenner, Marihuanapflanzer, Neonazis, schwere Jungs und leichte Mädchen, zwischen Gut und Böse ist nur schwer zu unterscheiden, stattdessen wird dies alles als Teil des American Way of Live präsentiert. Und waren in den Krimiserien der 1980er die Hierarchien noch klar (Der weiße, männliche Held war stets der Wortführer und saß auch meist am Steuer, derweil der weibliche oder schwarze Partner meist nur als Beifahrer fungierte), so wird in ,Justified' der weiße Marshal zum Beifahrer degradiert, derweil am Steuer ein weiblicher, afroamerikanischer Marshal sitzt und sich über den Cowboylook von Raylan Givens amüsiert - der klassische Westerner ist im 21. Jahrhundert angekommen!
Verlor man bei vielen modernen Krimiserien schnell die Übersicht über Darsteller und gerieten die Charaktere schnell zum austauschbaren Alibicharakter, so prägen sich in ,Justified' die Charaktere schnell ein:Obwohl ich Timothy Olyphant als Oberschurke in ,Live Free Or Die Hard' doch recht blass fand - als Raylan Givens ist er einfach klasse! In dem Remake ,The Crazies' scheint er schon etwas für diese Rolle geübt zu haben. Die anderen Darsteller heben sich angenehm vom aktuellen Hang, möglichst sympathisch-jugendlich wirkende Nullgesichter zu besetzen, wohltuend ab, denn ,Justified' wartet mit authentischen Visagen auf:Walton Goggins war schon in ,The Shield' kein Sympathieträger - in ,Justified' wird er es auch nicht! Erica Tazel als US Marshal Rachel Brooks hält sich meist im Hintergrund, aber angenehm, dass die Macher darauf verzichtet haben, hier einen in anderen Krimiserien so beliebten Problemcharakter zu installieren (Allein erziehende Mutter, 9/11-Trauma, Spielsucht oder irgendwas anderes, toootal Originelles oder einfach gleich Monk!). Das Verhältnis zwischen Raylan Givens und seinem Vater Arlo, die oft auf verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen, ist schwierig genug!
Auch Raylans Verhältnis zu Frauen ist nicht so locker-flockig, wie man dies noch von einem Sonny Crockett gewohnt war.
Obwohl in der Moderne angesiedelt, propagiert der Film dennoch Moral und Werte, die mit dem Westerngenre untergegangen sind, dann in Heulern wie eben ,Walker, Texas Ranger' überzeichnet wurden und dann im Zuge von Nostalgieboom und 9/11-Trauma wieder populär wurden, vielleicht auch, weil in der Post-9/11-Ära dieses Cowboytum der Amis doch einfach zu viel und auch nur noch hohle Pose war.
Es ist ,Justified' zu wünschen, dass es möglichst lange läuft, aber nicht so lange, dass man die Lust daran verliert, ein Kritikpunkt an diversen Forensikserien, die sich gegenseitig das Wasser abgegraben und sich selbst überlebt haben.
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am 20. Februar 2011
(Besprechung bezieht sich auf die US BR-Version).

Timothy Oylpahnt spielte schon einmal einen Gesetzeshüter in der Serie Deadwood. Übrigens ebenfalls sehr sehenswert. Jetzt ist er ein US-Marshal, der wegen eines Vorfalls von Miami wieder in sein heimatliches Kuhdorf in Kentucky versetzt wird. Hier hat er es u.a. mit Meth-dealenden Neo-Nazis und militanten Rednecks zu tun. Ebeso mit seiner Ex-Frau und einer Verehrerin aus Schulzeiten.

Gleich in der ersten Folge werden viele Western-Motive in die Jetztzeit überführt. Ein Duell, witziger Weise im Sitzen am Tisch ausgeführt, eine Schießerei auf offener Straße und ausgiebige Saloonbesuche, gerne auch mit etwas Gewalt garniert. Auch sonst geht es nicht zimperlich zu.

Die Fälle, die er mit seinen Kollegen und alleine bearbeitet, sind nicht die üblichen abgehobene Drehbuch-Konstrukte für Hochglanz-Detectives aus Glas und Chrombüros, sondern sehr erdige Angelegenheiten. Die Grundidee kommt von einer Elmore Leonard Kurzgeschichte. Von ihm stammen so geniale Vorlagen zu Filmen wie Out of Sight, Jackie Brown, Killshot, Schnappt Shorty u.a..

Die Darsteller sind exzellent. Allen voran Timothy Oylpahnt (Deadwood, Die Hard 4) und Walton Goggins (The Shield). Es tut gut, mal wieder menschliche Charaktere zu sehen, mit denen man mitfiebern kann und die einen immer wieder überraschen. Das sind nicht die üblichen drehbuchaufsagenden Schauspieler, die immer etwas zu perfekt gekleidet und hergerichtet sind, gemessen an ihrem Gehalt und der Zeit, die sie schon auf den Beinen sind.

Die 1. Staffel enthält nur 12 Folgen, die leider viel zu schnell angeschaut sind.

Fazit:
Sich diese DVD oder BR zuzulegen ist in jedem Fall "Justiefied".
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am 5. Mai 2017
Diese Bewertung bezieht sich nur auf das Amazon Video a Gebot für Amazon Prime, es ist unverschämt eine Serie die es für 40€ im Komplett-DVD Paket gibt Staffelweise/einzeln für je 30€ anzubieten.
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