find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 21. Februar 2013
Eigentlich fand ich die Reihe Matched - Crossed - Reached so schlecht nicht. Aber irgendwie hab ich beim Lesen manchmal den erhobenen Zeigefinger eines Erwachsenen oder eines Lehrers vor meinem inneren Auge gesehen. Es war immer so, als ob diese Bücher mit einer lehrreichen Intention geschrieben sind, auf die ab und zu mal deutlich mit eben diesem Zeigefinger hingewiesen werden muss. Der Verdacht bestätigt sich beim Lesen des "Abspanns" Die ehemahlige Lehrerin Condie stellt Verständnisfragen zum Inhalt des Buchs. Autsch. Ich hab Deutsch und Englisch immer gern in der Schule gemacht und bin Zeit meines Lebens eine Leseratte. Aber Verständnisfragen? Womöglich noch ein Aufsatz in 500 Worten zum Inhalt? Oh Mann.
Da kann ich jedem sonst gründlichen Leser nur raten, sich diesmal das Nachwort nicht anzutun. Daher auch nur drei Punkte
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 1. Januar 2013
Der erste Tag im neuen Jahr, doch unbeschwert kann ich ihn nicht begehen, heute habe ich es vollendet, den dritten Teil der "Matched"-Trologie (zu deutsch: die Auswahl) beendet.

DAS BUCH
Es handelt sich um "Reached" von Ally Condie, welches ich via amazon für knapp 12 Euro erstand.
Mein vorbestelletes Exemplar traf leider erst ein, nachdem bereits drei weniger positive Rezensionen zum Buch erschienen sind. Daher waren meine Erwartungen nicht hoch und ich verbannte das Buch erst einmal nach hinten auf mein Regal der ungelesenen Bücher. Nun sind Ferien und der Stapel will auch irgendwann einmal schrumpfen, also nahm ich es ohne große Erwartungen in die Hand, zumal ich mich durch den zweiten Teil wirklich quälte.
Endlos lange Streifzüge durch die Canyons aus Cassias und Kys Sicht sind wirklich nicht spannend!

INHALT der Matched Trilogie
Bei der ganzen Reihe handelt es sich um eine der im Moment sehr populären "Dystopien", einer dunkeln Zukunftvision.
Die 17 jährige Cassia lebt mit ihrer Familie und ihrem Bruder Bram in Oria, einer Provinz eines zukünftigen Amerikas.
Die Gesellschaft bestimmt nun das Leben des einzelnen, sie hat volle Kontrolle über alles und jeden. Essen wird geliefert, der Arbeitsplatz wird bestimmt und auch der zukünftige Partner.
"Abnomalien" (Menschen mit Behinderungen) werden gandenlos aussortiert und müssen für die anderen Menschen schuften.

Der Leser lernt Cassia am Tag ihres Banketts kennen, wo sie ihren zukünftigen Partner zugeteilt bekommt.
Zu ihrer anfänglichen Freude ist es Xander, ein guter Freund von ihr, den sie jedoch "leider" nicht liebt. Als sie sich zu Hause noch einmal die Daten angucken möchte, die sie von ihm erhalten hat, flackert für einen kurzen Moment das Bild eines anderen Jungen auf dem Bildschirm auf, das des "behinderten" Kys, der aus diesem Grund keine Partnerin bekommt.

In den Ferien lernen sich die beiden näher kennen und er bringt ihr das Schreiben und Gedichte näher.
Ihre Verbindung ist verboten und durch einige Schicksalsschläge landen die beiden im zweiten Teil außerhalb der Gesellschaft in Canyons, wo sie getrennt voneinander den anderen suchen und schließlich auch finden.

Im zweiten Teil hören sie immer wieder Gerüchte über eine Rebellion, die plant, die Gesellschaft zu stürzen. Ihr Anführer nennt sich "der Pilot" und soll laut Sagen über das Wasser oder die Luft zu ihnen kommen und Heil bringen.

INHALT von "Reached"
Zu Beginn des Buches erleben wir alle drei Protagonisten Cassia, Ky und Xander (zum ersten Mal in der Reihe eigenständig handeln, er ist Cassias eigentlicher "Match"), wie sie sich auf die kommende Rebellion vorbereiten.
Cassia sortiert in Central und wartet auf einem Nachricht von der Rebellion, wie sie ihnen helfen kann.
Xander ist als Offizier tätig und hat somit eine wichtige Stellung in der Gesellschaft.
Ky fliegt als Pilot Testflüge und wartet ebenfalls auf ein Zeichen des "Piloten", des sagenumwobenen Anführers der Rebellion.

Als es schließlich soweit ist, wird allen klar, dass die Rebellion plant, die Einwohner aller Städte mit einer Seuche zu infizieren, gegen die nur sie ein Gegengift haben. Ihr Plan ist es, die Gunst des Volkes so auf sie lenken zu lassen.
Xander hilft als Mediziner den Kranken und Ky bringt Medizin in die Provinzen.

Doch die Seuche nimmt erschreckende Ausmaße und und mutiert sogar, schnell muss ein Gegengift gefunden werden, da bereits fast alle Menschen an der lähmenden Seuche erkrankt sind.

Eine turbulente Reise beginnt für die drei Protagonisten, die sich untereinander noch nicht allzu gut verstehen, da Ky es ist, den Cassia liebt, während sie eigentlich an Xanders Seite alt werden sollte.

MEINE MEINUNG
Was ist es, das mich an diesem Buch fesselnd und festhält, was mich den PC anschalten lies, kurz nachdem ich das Buch vor knapp einer Stunde beendete. Was treibt mich dazu, diese Bewertung zu verfassen, zu einem Buch, zu dem mir die Worte fehlen?

Beginnen wir bei der Handlung. Sie ist keinesfalls so langweilig wie die des zweiten Teils. Dank der drei Charaktere wechseln die Schauplätze ständig, man wird an andere Orte versetzt und muss verknüpft denken.
Wenn man abzählen wollte, wie viele Personen namentlich genannt werden und einigermaßen an Bedeutung für die Geschichte haben, käme man beileibe auf etwa 20 oder 25.
Eine ganze Menge Informationen galt es auf 512 Seiten zu verarbeiten zu zu sortieren.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir der Schreibtstil der Autorin nicht immer zusagt. Es wird sich oft wiederholt, die Gedanken der jeweils handelnden Personen werden groß und breit dargelegt, bis es einem als Leser fast aus den Ohren herauskommt.
Andere Informationen, wie die Geschichte rund um Ky, seine Eltern und seine Herkunft werden nur kurz angerissen und gelten dann als abgehakt, wo ich als Leserin nicht wirklich mitgekommen bin.

Was mir allerdings gut gefällt sind die Gedichte, die die Autorin immer wieder hineinbringt. In der Welt von Cassia, Ky und Xander sind Worte und Sprache etwas unnatürliches und gefährliches, langsam beginnen die Menschen sich während der Rebellion dafür zu interessieren und Cassia schafft es sogar, eine gallerie auf die beine zu stellen, wo Leute sich austauschen können und jegliche Form der Kunst zeigen können.
Vor allem die Neugier, die Cassia beim Umgang mit Gedichten zeigt, gefällt mir sehr.

Das Ende der Geschichte hat mich wirklich berührt und nicht mehr losgelassen.
Ich möchte hier nicht "spoilern", für die Leute, die das Buch noch lesen werden, aber einen schöneren Ausgang hätte ich mir als Leser nicht wünschen können. Die perfekte Auflösung für Abspann Musik im Kino und einen Kamerschwenk hoch in die aufgehende Sonne, wenn neue Zeiten anbrechen werden und sich alles zum Besseren wendet!

FAZIT
Obwohl ich vom zweiten Teil sehr enttäuscht war und unter anderem deswegen an diesen Teil ohne große Erwartungen heranging, gefiel mir Reached sehr gut und ich kann ihn nur empfehlen. Für Fans der Reihe ist der Teil sowieso ein Muss.
Doch die kunstvoll eingefädelten Gedichte, dieser manchmal leicht kitschige Schreibstil und die abwechslungsreiche Handlung konnten mich überzeugen.
EInen Stern Abzug gibt es für häufige Wiederholungen und schleppende Handlung an manchen Stellen, sodass ich 4 von 5 Sternen vergebe.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2013
Da sich neben Xander, der schon vor langer Zeit von ihr angeworben wurde, nun auch Cassia und Ky der Erhebung angeschlossen haben, arbeiten alle Drei heimlich gegen die Gesellschaft. Für Cassia und Ky ist das jedoch zunächst mit einer erneuten Trennung verbunden, denn während Ky in den Äußeren Provinzen zum Piloten ausgebildet wird, soll Cassia in der Provinz Central arbeiten, in der auch Xander als Funktionär eingesetzt ist.

Gemeinsam warten sie auf den Moment, in dem sich der Steuermann zeigen und das System stürzen wird. Dieser soll dann gekommen sein, wenn die Gesellschaft den Ausbruch bzw. die schnelle Verbreitung der Seuche, die sich schon seit Monaten in der Bevölkerung ausbreitet, nicht länger kontrollieren kann, denn die Erhebung hat ein Heilmittel ...

Reached ist vielleicht nicht der perfekte Abschluss, den man sich für die lieb gewonnenen Charaktere gewünscht hätte bzw. den man sich erhofft hat, aber immerhin noch ein sehr guter, den man durchaus gern gelesen hat und der die Reihe zumindest soweit abschließt, dass keine allzu dringenden Fragen mehr offen bleiben, obgleich man nicht alle Antworten erhält, die man gerne gehabt hätte.

Obwohl sich nun alle Drei - Cassia, Ky und Xander - der Erhebung angeschlossen haben und für diese arbeiten, steht der Sturz der Gesellschaft nicht annähernd so weit im Vordergrund wie man es nach dem Ende des zweiten Bandes möglicherweise erwartet hat. Stattdessen geht es vielmehr um die Seuche sowie ihre später auftauchende noch gefährlichere Mutation und die Suche nach einem wirksamen Heilmittel. Natürlich ist die Seuche Teil bzw. vor allem der Auslöser für den Beginn der Rebellion, doch im Endeffekt bleibt letztere etwas auf der Strecke, weil niemand mit der Mutation gerechnet hat und sie nun ein neues Heilmittel finden müssen um das Leben vieler Menschen zu retten. Dieser Handlungsstrang ist zwar interessant und sorgt für Spannung, nimmt aber den größten Teil der Geschichte ein und lässt alles andere in den Hintergrund rücken, dabei wäre gerade die Machtübernahme durch die Erhebung sowie der Aufbau einer neuen, freieren Gesellschaft und wie das Ganze von statten gehen sollte, besonders lesenswert gewesen.
Außerdem stellt sich unerfreulicherweise im Verlauf des Buches heraus, dass die Erhebung nicht mehr das ist, was sie einmal war oder als was sie einst begonnen hat, was den Leser gleichermaßen schockiert und enttäuscht. Generell entwickelt sich alles ganz anders als gedacht und nicht unbedingt zum Besseren.

Das Ende selbst kann man zwar nicht direkt als offen bezeichnen, wirklich befriedigend ist es allerdings auch nicht, sondern hinterlässt ein gewisses Gefühl der Unvollständigkeit. Mit einigen Punkten, z.B. den Charakteren und wie sie sich entwickelt haben, ist man ganz zufrieden, mit anderen dagegen eher nicht und nimmt sie nur gezwungenermaßen hin. Zu letzteren zählt insbesondere die Art und Weise wie Ally Condie die Handlung direkt enden lässt. Man erhält nicht einmal einen richtigen Ausblick darauf wie die Zukunft möglicherweise aussehen könnte, sondern erfährt nur, dass ein Weg für einen neuen Anfang geebnet wurde. Diesen Aspekt hätte die Autorin ruhig noch etwas deutlicher ausbauen und dafür an ein paar anderen Stellen kürzen können, denn gerade die Gesellschaft mit all ihren Regeln und Vorschriften war es, die die Geschichte von Anfang an so interessant gemacht hat und es wäre schön gewesen zu erleben wie die Erhebung oder die Bevölkerung diese zum Positiven verändert oder sogar komplett neu gestaltet.

Nichtsdestotrotz ist Reached keinesfalls ein schlechtes Buch. Man verfolgt gern wie die Charaktere, allen voran natürlich Cassia, Ky und Xander, sich weiterentwickeln und ist stolz auf das, was sie erreichen. In gewisser Hinsicht findet jeder von ihnen erst im dritten Teil so richtig zu sich selbst und es ist schön das zu beobachten. Sie finden heraus, was sie ausmacht, aber auch, was sie wirklich wollen und vom Leben erwarten, wie sie in Zukunft leben wollen. Nach allem, was sie durchgemacht haben, wünscht man ihnen nur, dass sie nun endlich glücklich werden können und freut sich zumindest über das Ende, das jeder von ihnen in persönlicher Hinsicht bekommen hat.

Ally Condie versteht es außerdem immer noch den Leser zu fesseln und das über die gesamte Länger von immerhin knapp 600 Seiten. Nur allzu viel Spannung sollte man nicht erwarten, die gab es ja auch in Die Auswahl sowie Die Flucht nicht wirklich, denn die Autorin bleibt ihrem eher ruhigen Stil treu. Es gelingt ihr aber auch ohne viel Action den Leser wieder in ihren Bann zu ziehen und keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Nachdem der erste Teil ausschließlich aus der Sicht von Cassia erzählt wurde und sich im zweiten Teil die Perspektiven von Cassia und Ky abwechselten, führt Ally Condie im dritten Teil nun noch den Blickwinkel von Xander ein. Dadurch kann man die Geschehnisse um alle drei Charaktere, die lange Zeit voneinander getrennt sind und vollkommen unterschiedliche Dinge erleben, mitverfolgen und sich in sie alle sehr gut hineinversetzen. Da Xander, Cassia und Ky während der Dauer ihrer Trennung kaum miteinander kommunizieren können, würde man sonst auch nie erfahren, wie es ihnen ergeht oder was bei ihnen los ist. Des Weiteren gibt Xanders Perspektive dem Leser die Möglichkeit ihn ebenfalls noch etwas näher kennen zu lernen, nachdem er im zweiten Teil eher selten persönlich vorkam.

*FAZIT*
Reached ist nicht unbedingt ein perfekter Abschluss dieser Trilogie, aber dennoch ein gelungener, der die Reihe beendet und durch den man sie in guter Erinnerung behält. Die Handlung verläuft vielleicht nicht immer so, wie man es erwartet oder sich gewünscht hat, ist aber trotzdem fesselnd und interessant.

Wer die ersten beiden Teile mochte, sollte sich daher auch den dritten Band nicht entgehen lassen um zu erfahren, wie die Geschichte um Cassia, Ky und Xander endet. Und auch wenn das Ende nicht vollkommen zufrieden stellend ist, so ist man trotzdem gespannt auf das nächste Werk von Ally Condie und wird es sich garantiert genauer ansehen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Januar 2013
Die Crossed- Reihe von Ally Condie rund um die Liebes- und Freundschaftgeschichte zwischen Cassia, Ky und Xander hat ein Ende. Bisher konnten mich die vorigen Bände nicht wirklich packen. Ich hatte gehofft, dass Band drei da noch etwas herausreißen könnte, aber da habe ich mich getäuscht.

Die Cover der Reihe gefallen mir wirklich gut. Die Konitnuität darin ist wirklich gelungen.

Gefallen hat mir auch der Perspektivenwechsel zwischen Cassia, Ky und Zander. Manchmal finde ich solche Perspektivenwechsel nervig, aber in diesem Fall war es gelungen und passend.

Condies Schreibstil finde ich auch völlig in Ordnung. Es ließ sich wirklich sehr einfach lesen.

Was mir allerdings die ganze Zeit über gefehlt hat, war die Spannung. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und ich habe gelesen und gelesen und gewartet, dass irgendetwas passiert...aber darauf wartete ich vergeblich.

Natürlich hatte der Roman eine Handlung und die ist an sich auch gar nicht schlecht. Trotzdem war ich gelangweilt. Von einem Dystopien-Roman erwarte ich Spannung und einen verbitterten und gefährlichen Kampf gegen das Regime. Das habe ich hier defentiv nicht bekommen.

Auch die Charaktere haben mir nicht zugesagt. Cassia war mir weiterhin sehr unsympathisch. Ihre Art zu Handeln leuchtete mir einfach nicht ein. Auch Ky, der ja Cassias Liebe des Lebens ist, empfand ich als sehr platt beschrieben, ohne wirklichen Character. Ich konnte ihn mir auch garnicht richtig vorstellen. Der einzige Character des Buches, der mir gefiel, war Xander - der 'Loser' der Geschichte: Er bekommt Cassia nicht, die er über alles liebt; und kommt in weitere Schwierigkeiten während des Buches. Meiner Meinung nach ist er der einzige, der wirklich einen interessant beschriebenen Charakter hatte. Und somit hatte ich auch wirklich Mitleid mit ihm.

Insgesamt erinnert mich die 'Crossed'-Reihe an einen Jugend-Disney-Film. Es passieren einige Dinge, aber nichts passiert intensiv oder tiefgehend. Ironischerweise habe ich im Nachhinein gelesen, dass Disney die Filmrechte an der Reihe hat.

Ich würde die gesamte Reihe nicht empfehlen, da ich sie schlicht und einfach langweilig finde und man seine Zeit besser mit anderen Dystopien nutzen kann (davon gibt es ja schließlich genug). Allerdings kenne ich auch einige, denen die Reihe gut gefällt.

Fazit: Kein überzeugendes Ende der Trilogie, die mich insgesamt nicht überzeugen konnte.

[...]
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 6. Januar 2013
Nicht ganz ein Jahr ist vergangen, seit Cassia der Rebellion von „The Rising“ beigetreten ist. Während Ky und Indie als Piloten ausgebildet werden, hat man Cassia nach Central geschickt und ihr vorübergehendes Verschwinden vertuscht. Eine Seuche bedroht die Gesellschaft, eine Seuche, die sie ursprünglich selber geschaffen hat, um ihre Feinde zu bekämpfen und die nun auf die eigene Bevölkerung übergreift. Darauf hat die Rebellion jedoch gewartet, sie horten seit geraumer Zeit das Gegenmittel, und wollen so auf gewaltlose Art und Weise, durch Dankbarkeit, das alte System stürzen. Als die Krankheit jedoch mutiert, beginnt sie Situation außer Kontrolle zu geraden, denn das mutierte Virus ist auch für alle, die geimpft wurden gefährlich und tödlich. Wird es Kassia, Ky und Xander gelingen, ein Gegenmittel zu finden?

Nachdem ich von Band 2 maßlos enttäuscht war, war ich vom letzten Band eher positiv überrascht. Ja, das Buch ist nicht wirklich komplett überzeugend, aber deutlich besser als ich nach Band 2 befürchtet hatte.
Die Geschichte wird aus 3 Ich-Perspektiven erzählt, mal aus Cassias, Kys oder Xanders Sicht, so dass sich langsam ein Gesamtbild der Situation ergibt. Cassias Sichtweise ist jene der unbeteiligten Bevölkerung. Sie sieht, dass es Quarantänezonen gibt, und dass die bisherige Regierung an Kontrolle verloren hat. Mehr Freiheiten für den Einzelnen, bedeuten aber auch Chaos und Desorganisation.
Ky fliegt mit Indie Arzneien und Lebensmittel in die betroffenen Städte. Wirklich viel bekommt er nicht mit, auch er durchschaut nicht, was politisch hinter den Türen passiert.
Xander ist Arzt, er versorgt die von der Seuchte heimgesuchten und versucht ein Heilmittel zu finden.
Obwohl viel passiert, obwohl die Geschichte gut ist, fehlt doch einiges. Zum einen fehlt die emotionale und sinnliche Tiefe. Die Geschichte wirkt fast, wie ein sachlicher Bericht aus drei Perspektiven. Worte die Sinneseindrücke vermitteln würden, Nebensätze, visuelle Eindrücke sind sehr spärlich. Das soll möglicherweise wiederspiegeln, wie die Menschen dieser Welt denken und schreiben, ihnen fehlen diese Ideen und Konzepte, für den Leser hingegen hinterlässt es ein Gefühl der Ferne und der Fremde.
Die Autorin hat sich vielleicht einfach zu viel vorgenommen. Sie wollte die Geschichte nach einem im Buch erwähnten Gedicht ausrichten, dem die Handlung über drei Bände hinweg folg, dies wird immer wieder im Text wie mit dem Holzhammer unterbreitet, funktioniert für ich jedoch nicht. Ich kann den Versuch zur Kenntnis nehmen, mehr aber auch nicht. Überhaupt, die Gedichte, die Besessenheit der Bewohner dieser Welt mit Gedichten kann ich nicht verstehen. Eine Seuche grassiert, sie haben wirklich andere sorgen und handeln mit Gedichten, schreiben Gedichte, die Jagd nach Buchstaben, nach Gedichten wirkt durchweg aufgesetzt, gewollt, gekünstelt, wie für eine bestimmte Leserschaft konzipiert, aber nicht für diese Geschichte.
Es ist verständlich, dass die Rebellen sich der Jugend bedienen, aber siebzehnjährige und achtzehnjährige Piloten? In dem Alter sind die Jugendlichen von heute nicht mal in der Lage, vernünftig Auto zu fahren.
Überhaupt, Xander ist gerade mal ein Jahr im medizinischen Training. Auch wenn man davon ausgeht, dass er schon viele Praktika hatte, weder Laborarbeit und schon gar nicht Forschungsarbeit lassen sich so einfach und schnell lernen, das ist mehr als unrealistisch. Wenn ich da an einige Praktikanten im Labor denke oder sogar Diplomanden und wenn man bedenkt, wie lange Ärzte lernen müssen, so kann er in seinem Alter eigentlich nicht mehr als ein Pfleger sein, hier aber ist er der große Zampano. Das mag glauben, wer will.
Immerhin, es ist der Autorin hoch anzurechnen, dass die grundlegende Biologie, die der Seuche zugrunde legt, soweit korrekt dargestellt ist, auch wenn die entsprechenden Passagen für den jugendlichen Leser teilweise ermüdend zu lesen sein dürften und die Vergleiche oft hinken. Als Biologe jedoch fragt man sich, warum nicht einfach monoklonale Antikörper zur Bekämpfung eingesetzt wurde, wo es doch so viele Menschen gab, die immun waren, das ist eine recht einfache und grundlegende Technik.
Ich befürchte, dass die Übersetzung ins Deutsche so einiges verhunzen dürfte, schon daher, weil die sego lilly/ mariposa lily / Calochortus nuttallii keinen deutschen Trivialnamen hat. Red letter day / red garden day dürfte im Deutschen auch verloren gehen.
Das Dreiecksdilemma wird auch ein wenig feige gelöst, indem die Probleme in gewisser Weise einmal aus dem Weg geräumt und einmal einfach glücklich aufgelöst werden.
Immerhin, einige Fragen werden gelöst. Wirkliche Gesellschaftskritik wird jedoch nicht geübt, welche Wahl die Menschen treffen werden, was es außerhalb der Gesellschaft gibt und gab? Hingegen ist ein wenig aktuelle Gesellschaftskritik vorhanden, es ist jedoch fraglich, ob die Autorin das wirklich so meint: „I realize all over again that we don’t need to trade our art—we could give, or share.“
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. November 2012
Der dritte Band der „Matched“-Reihe von Ally Condie erhöht die Zahl der Erzählstimmen mit Xander um eine weitere Person. Somit berichten nun er, Cassia und Ky von den Geschehnissen in der durch eine Seuche umgestürzten Gesellschaft. Diese Seuche lässt Erkrankte in eine Art Wachkoma fallen, das einst die Feinde der Gesellschaft auslöschen sollte. Durch Verunreinigung des Trinkwassers greift die Krankheit auch auf das Herkunftsland über, doch der Aufstand benutzt den Virus zur Sabotage des System und gewinnt Zuspruch durch den Besitz des Heilmittels. Xander behandelt währenddessen Erkrankte, Cassia erkennt die Macht der Kunst und Ky verteilt als Pilot das benötigte Medikament. Doch ist der Aufstand wirklich unschuldig an der Seuche?

Die zweite Fortsetzung hat viele Längen und die Einfachheit und Gleichförmigkeit von Frau Condies Sprache wird bei aller Poesie mit drei unterschiedlichen Erzählern schlichtweg ein zu starkes Manko. Der erste Band, der nur von Cassia erzählt wird, kann dieses Problem durch die gelungene Romantik ausgleichen, zumal man dem behüteten Mädchen eine solche Sprache abnimmt. Aber bei drei Sprechern kann man dabei glatt den Überblick verlieren. Zu Anfangs ist das Problem nicht so schlimm, da die drei Figuren getrennt Erlebnisse schildern. Später fällt immer stärker auf, dass Ky weniger Kapitel als die anderen beiden hat. Zudem ist die Zahl an romantischen Szenen, die Teil eins getragen haben, drastisch auf keine Handvoll heruntergefahren. Von neuen Figuren ist nur Lei lebendig beschrieben, alle anderen wirken so lebendig wie Schaufensterpuppen oder haben noch nicht einmal Namen.

Ich empfand den dritten Teil als eine Enttäuschung und zwar vor allem wegen seiner politischen Mut- und Einfallslosigkeit. Weder die Maschinerie des Umsturzes noch die der Neustrukturierung werden behandelt, sondern es wirkt, als hätte Frau Condie einen Hauptplot für den dritten Teil gesucht, um Xander mehr Augenmerk zu geben und damit es eben eine Trilogie ist. Im Nachhinein erscheint es bald so, als hätte die Autorin lediglich die zündende und gut ausgeführte Grundidee für Teil eins gehabt und das Ganze der Norm wegen auf drei Teile ausgedehnt. Wohlgemerkt, Teil zwei hat mir wegen der neuen, sympathischen Charakter Vick, Eli und Indie (wovon nur Indie noch in „Reached“ behandelt wird) sowie wegen der Landschaftsmetaphorik noch gefallen, aber schon da war mir nicht klar, wie es in einem weiteren Band rund zum Abschluss geführt werden könnte.

Wer kein Happy End braucht, liest am besten nur Teil eins. Die Fortsetzungen sind eigentlich nur ein in die Längeziehen der Geschichte.
11 Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. November 2012
Habe mit Spannung das Buch erwartet und wurde komplett enttäuscht. Die Charaktere sind lieblos gezeichnet, die Liebesgeschichte von Cassia und Ky wird unzureichend behandelt und die gesamte Geschichte wirkt oberflächlich und es wird keine richtige Spannung erzeugt. Habe das Buch mehrmals aus der Hand gelegt, weil es mich gar nicht gefesselt hat.
Das Ende ist sehr unbefriedigend. Hätte einfach mehr erwartet.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2014
DIE STORY

Am Ende des zweiten Buches ist Cassia der Rebellion "The Rising" beigetreten und sie zurück nach Central geschickt, um von dort zu agieren. Während Ky als Pilot arbeiten muss und Cassia die Kunst für sich entdeckt, bricht ein Virus in der Gesellschaft aus (welcher einst von der Regierung gegen die Feinde geschaffen wurde). The Rising hat seit einiger Zeit ein Gegenmittel und schreitet als Retter ein- die Regierung wird gestürzt. Leider verläuft nicht alles nach Plan und der Virus mutiert....Cassia, Ky und Xander machen sich auf die Suche nach einem Gegenmittel.

REZENSION

+ die neue Erzählstimme von Xander bringt eine neue Dimension in das Buch
+ die Verbindung zwischen den neuen Charakteren ist gut ausgearbeitet und überraschend
+ ein gutes Ende für die Triologie
+ nimmt viele Elemente aus den vorherigen Büchern auf und entwickelt diese weiter
+ Einbindung von Cassias Familie gelungen

- die Romanzen zwischen Xander und Lei und Cassia und Ky kommen etwas kurz; gerade die neue Romanze hätte eine weitere Schicht in das Buch einbringen können, was leider nicht passiert
- teilweise sehr lange Erzählpassagen
- Ky kommt etwas kurz
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. November 2013
... finde ich wirklich toll, um es vorweg zu schicken.
Die grundlegende Idee, dass in einer zukünftigen Gesellschaft einfach alles für einen Menschen aufgrund statistischer Daten vorherbestimmt ist, ist faszinierend und abschreckend zugleich.
Leider verliert der dritte Band -meiner Meinung nach- ein wenig gegenüber den anderen beiden Bänden.
Es wird relativ oft zwischen den Erzählungen von Cassia, Xander und Ky hin und her gesprungen, woran man sich aber nach einiger Zeit gewöhnen kann.
Immer noch ein wirklich gutes Buch, aber im direkten Vergleich fand ich die ersten beiden Bände einfach noch einmal ein bisschen besser.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2013
Ansprechend, spannend, gut geschrieben. Kein Schmu. Regt zum Nach- und Weiterdenken an. Wenn Sie gute Jugendliteratur suchen, haben Sie sie gefunden. Würde ich jedem Teenager schenken ohne rot zu werden. Super zum Englisch lesen. Von der Schreibe her ganz andere Liga als z. B. Frau Meyer (seufz). Mit das Beste, was in der letzten Zeit auf dem Markt war. Und mit 3 Büchern ist das Thema auch (erst mal) abgeschlossen. Bin hellauf begeistert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken