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VINE-PRODUKTTESTERam 24. April 2012
Es ist ganz merkwürdig: obwohl das Buch zwei in weiten Teilen äußerst tragische Biografien beschreibt, hat man ein gutes Gefühl nach der Lektüre. Trotz der zum Teil äußerst deprimierenden Lebensumstände der beiden völlig unterschiedlichen Männer ist man beim Lesen alles andere als deprimiert. Der Text liest sich hervorragend, und man vermeidet jeden Umstand, der zur Unterbrechung der Lektüre zwingt.

Trotz dieser stilistischen Beschwingtheit, die eher Merkmal eines Unterhaltungsromans ist, erfährt man eine Menge, z. B. über das beschwerliche Leben eines Tetraplegikers und darüber, wie wichtig die Menschen in seiner nächsten Umgebung für ihn sind. Doch mehr noch als um Philippe Pozzo di Borgo geht es in diesem Buch um den Autoren selbst, Abdel Sellou. Schonungslos ehrlich berichtet er von seiner Kindheit und Jugend als Kleinkrimineller mit Knasterfahrung, der kein Mitleid mit anderen kannte, nur gearbeitet hat, wenn es absolut nicht zu umgehen war und gewissenlos auf Staatskosten gelebt hat. Trotzdem wirkt er sehr sympathisch,trotz Schulversagens ist er hochintelligent. Gerade diese Dinge sind es, die ihn in di Borgos Augen für die Aufgabe seiner Begleitung und Betreuung auszuzeichnen scheinen.

Spannend und Augen öffnend beschreibt Sellou mit einfachen Worten die großen kulturellen Unterschiede zwischen Maghrebinern und Franzosen. Er erzählt von der Unfähigkeit seines Volkes, mit dem Leben in Frankreich zurechtzukommen, vor allem für jene, die nicht dort geboren sind, wie seine Eltern. Er wertet nicht, sondern beschränkt sich lediglich auf Beschreibung, und dennoch - oder gerade deswegen - ist man peinlich berührt von der eigenen Arroganz und Erwartungshaltung an die Einwanderer. Unter diesem Aspekt betrachtet ist das Buch auch ein gelungenes Lehrstück in Sachen missglückter Integration durch mangelnde Kenntnis und Unterlassungen seitens des Einwanderungslandes.

Der Kinohit "Ziemlich beste Freunde" setzt die Handlung als Komödie um - alles andere könnte man wahrscheinlich kaum aushalten. Der Film beschränkt sich fast ausschließlich auf die Männerbeziehung und klammert die Vorgeschichte der beiden weitgehend aus. Diese Lücke füllt das Buch aus der Perspektive Abdel Sellous. Das Buch di Borgos kenne ich nicht, möglicherweise ist seine Sicht eine völlig andere; vielleicht lernen wir dort einen anderen Abdel Sellou kennen.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Der Aufbau und der flüssige Schreibstil machen die Lektüre auch für ganz junge Leser, etwa ab 14 Jahren, möglich.
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am 22. April 2012
Das Buch des Pozzo di Borgo ist eines der ehrlichsten Bücher zum Thema Schmerz, Leid oder Verlust.
Die Sprache ist sehr direkt und doch verträumt poetisch, sehr kunstvoll.

Das Buch seines Pflegers Abdel ist ganz anders.
Es ist sein erstes Buch, er hat vorher keine gelesen.

Abdel spricht in diesem Buch das erste mal von sich selbst, für ihn etwas ganz außergewöhnliches, denn Selbstreflexion ist ihm bis dahin fremd.
Abdel besitzt nicht die klassische Bildung des di Borgo.
Seine Sprache ist nicht poetisch.

Aber Abdels Buch liest sich hervorragend!
Mit deutlichen und klaren Worten lässt er die Leser an seinem Leben Teil haben.
Abdel beschreibt sich so, wie er sich sieht - als einen fröhlichen kleinen Gangster, der sich nur so weit anstrengt, wie es denn unbedingt sein muss.
Als einen, der frei sein will.

Und dann bindet sich er sich doch - an einen für ihn Außerirdischen - da der Oberschicht angehörenden, an einen, den er - vielleicht als einzige - Lehrer- und Vaterfigur akzeptiert.
Warum? Weil wir doch keine Tiere sind!

Ich empfinde das Buch auch als einen Türöffner in die arabische Kultur, denn Abdel gewährt Einblicke in sein Verständnis von Würde und Respekt. So hadert er nie mit seinem Schicksal, klagt seine Eltern nicht an und stellt sich selbst nie den Blankoscheck als "Opfer der Umstände" aus.

Abdels Würde und Größe zeigt sich gerade darin, dass er die Verantwortung für sich übernimmt!
Und es ist diese Würde und Größe, mit der Abdel dem di Borgo als einem Kämpfer und nicht als Opfer begegnet.

Das Buch spricht alle junge Menschen an, da es klar, wütend, schwarz-weiss denkend auftritt - und die Schritte, in denen Abdel inne hält und reift - sind sehr ehrlich, allmählich und nachvollziehbar. Daher sehr empfehlenswert als Lektüre ab der 8. Klasse.

Erwachsene finden sich in diesem modernen Sturm und Drang Werk genauso wieder, hinterfragen ihre Maßstäbe und werden so manche Sätze nicht mehr aus ihrem Kopf heraus kriegen.
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TOP 100 REZENSENTam 22. März 2012
Wenn man den Film gesehen hat, möchte man gern mehr von der wahren Geschichte erfahren, auf die der Film beruht. Hierzu hat jetzt der im Film porträtierte echte Pfleger ein Buch geschrieben. Und es stellt sich dabei heraus, dass das wahre Leben doch etwas weniger lustig ist als der Film.

So berichtet der Pfleger, der im richtigen Leben Abdel heisst, z.B. von seiner unrühmlichen Jugend. Etwa, wie er mit 16 Jahren Touristen bestahl und kurze Zeit später sogar im Gefängnis saß. Aber auch in der Familie von Philippe, des querschnittsgelähmten Adligen, geht nicht alles so harmonisch zu wie im Film. Im Buch erfährt man etwa, dass Philippe, der ja durch seinen Unfall selbst vom Schicksal gezeichnet ist, auch noch seine 40-jährige Ehefrau durch Krebs verliert - Abdel der Pfleger muss dies hautnah miterleben.

All dies eignet sich natürlich nicht für eine Komödie und wird folgerichtig im Film auch nicht gezeigt. Aber wie der Film macht gleichwohl auch das Buch Mut. Denn es macht sehr gut deutlich, dass beide Männer einander brauchen. Der eine, um von seiner kriminellen Karriere loszukommen und der andere, um nach solchen Schicksalsschlägen wie sein Unfall oder dem Krebstod seiner Frau wieder Freude am Leben zu haben. Und dadurch, dass beide es schaffen, dem Leben des anderen eine positive Wendung zu geben, hat man nach Lesen des Buches ein gutes Gefühl - genau wie nach dem Anschauen des Films.
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Wer den Film 'Ziemlich beste Freunde' gesehen hat, wird dieses Buch verschlingen. Ich war neugierig, wie viel Wahrheit der Film beinhaltet. Und tatsächlich, es hat die wilden Verfolgungsjagden in Luxusautos gegeben, Ausflüge, die niemand gewagt hätte.
Im Buch lernt man Abdel Sellou (Im Film heißt er Driss) kennen, wo er herkommt, wie er lebt. Abdel, ein Kleinkrimineller, aufgewachsen in einem Pariser Vorort, graue triste Hochhäuser überall. Er lebt bei seinem Onkel und seiner Tante, die er Vater und Mutter nennt. Abdel muss sich als Intensivpfleger bei Philippe Pozzo die Borgo vorstellen. Arbeiten will er eigentlich nicht. Er wird trotzdem eingestellt. Der Beginn einer ungewöhnlichen Beziehung, einer ungewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Das Buch sollte man gelesen haben!
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am 25. März 2016
Die PC (Political Correctness) erfordert es heute Inklusion und Behinderte immer Top zu finden. Ich arbeite als u.a. Behindertenassistentin bei einer Tetraplegikerin (alle vier Extremitäten betroffen). Das Buch aus Sicht des Assistenten spricht viel Wahres aus: Ein ungewöhnlich enges Verhältnis - aber auch schlechte Bezahlung und andere Schattenseiten, die im Buch von Pozzo di Borgo nicht zur Sprache kommen. Die Sicht des (Schwerst-)Behinderten klammert die Probleme der Nichtbehinderten weitgehend aus - im direkten Vergleich haben die ja eigentlich keine! Abdel Sellou hat sich arbeitsmäßig von seinem "vielleicht bestem Freund" getrennt. Dennoch haben Beide von einander profitiert. Sellou lebte wahrscheinlich ohne diBorgo noch immer im Pariser Slum - oder im Gefängnis. Heute ist er in Marokko selbstständig, hat Frau, Kinder und kann diese ernähren. Ein normales Leben eben. FAZIT: Behinderte KÖNNEN hilfreich und inspirierend sein - verordnete Inklusion mit Prämisse, daß Behinderte sowieso alles besser können (würden), ausweißlich dass sie trotz Behinderung noch leben befürworte ich nicht. Obwohl wir vielleicht auch beste Freundinnen sind. Unbedingt lesen - vor allem, wenn Sie nicht mit Behinderten arbeiten.
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am 15. Juli 2012
Ich bin wahrscheinlich eine der wenigen Leser, die den Film nicht gesehen haben. Ich habe mir das Buch geholt, weil mich die Geschichte dieser Freundschaft einfach interessiert hat.

In dieser Autobiografie schildert Abdel Sellou, ein emigrierter Algerier, sein Leben vor, während und nach der Zeit mit Pozzo di Borgo, dem querschnittsgelähmten ehemaligen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery. Die erste Hälfte des Buches nimmt Abdels Kindheit und Jugend in Frankreich ein und man erfährt so einiges über das Schulsystem, die Polizei und die Justiz Frankreichs der damaligen Zeit. Und auch die Zweiklassengesellschaft kommt hier nicht zu kurz.

Im zweiten Abschnitt erfahren wir dann, wie Sellou den querschnittsgelähmten Pozzo kennenlernt und was sie miteinander erleben. Zum Schluss gewährt uns Sellou noch einen Blick auf die Zeit nach dem Leben eines Intensivpflegers.

Das Buch ist einfach geschrieben, was auch so sein muss, da jemand, der jahrelang Schule und jedwede Bildung gemieden hat, nicht anders schreiben kann. Gerade das macht das Buch authentisch.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn hier wird deutlich, dass Freundschaft so vieles bedeuten kann und dass selbst zwei so unterschiedliche Charaktere, wie die beiden es sind, sich gegenseitig brauchen, um ihr Leben zu bestehen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, egal ob man den Film dazu nun gesehen hat oder nicht.
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am 24. Mai 2014
In diesem Buch erzählt Abdel Sellou die wahre Geschichte, die hinter der Figur des Pflegers Driss aus dem erschienenen Film stammt. Er beschreibt dabei ziemlich ausführlich seine Kindheit, wie er auf die schiefe Bahn gerät und wie schließlich die Freundschaft zu Philippe Pozzo Di Borgo einen anderen Menschen aus ihm gemacht hat.
Mich hat die Ehrlichkeit von Abdel Sellou beeindruckt. Er erzählt einfach ohne große Worte und Floskeln, wie es ihm in Paris ergangen ist und welche Wendung er seinem Leben selbst gegeben hat. Man merkt einfach, dass es ihm gar nicht darum geht, Leute zu beeindrucken.
Vom Schreibstil her ist das Buch einfach und schlicht geschrieben und daher sehr gut zu lesen.
Mich hat seine Geschichte zwar nicht so richtig gepackt, aber das ist eine Geschmacksache.
Wer also der Kinofilm gesehen hat und gerne Biographien liest, sollte sich ,,Einfach Freunde" einmal ansehen.
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am 25. Mai 2016
Eigentlich wollte ich das Buch wegen der schlechten Kritiken (unsympathischer Protagonist, schlechte Sprache ) hier nicht kaufen. Jetzt wundere ich mich, was die Kritiker gelesen bzw. nicht gelesen haben.
Das Buch hat mich begeistert. Es ist eines der schönsten, warmherzigsten und poetischten Bücher, die ich je gelesen habe. Das Buch ist gut formuliert und man verfolgt gespannt das Leben von Driss. Er schreibt mit einem Augenzwinkern und anfänglich hat mich seine Geschichte an Huckleberry Finn erinnert. Mir erscheint Driss zwar geradeheraus, aber nie frauenfeindlich oder unsympathisch.
Schon der Film hat mir sehr gutgefallen, aber die offen erzählte Lebensgeschichte übertrifft den Film um Längen. Offene Fragen werden beantwortet und viele Anekdoten bereichern das Buch.
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am 26. Mai 2012
Nachdem ich den Film "Ziemlich beste Freunde zweimal gesehen habe, interessierte ich mich für das "wirkliche Leben" der Hauptfiguren. Ich entschied mich für das Buch des Pflegers "Driss" und wurde nicht enttäuscht. In "Einfach Freunde" schildert er sein Leben ohne Beschönigungen und es ist interessant seine Entwicklung im Laufe der Jahre mit zu erleben. Es ist schön zu sehen, wie aus zwei sehr unterschiedlichen Menschen wirkliche Freunde werden.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen.
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am 29. Juli 2012
Das Buch liest sich "so in einem Rutsch", ist sehr spannend geschrieben, die Tragik der Ereignisse/Situationen wird nicht heruntergespielt, aber ist gut annehmbar aufbereitet. Ich habe mehrmals lauthals gelacht beim Lesen. Wie häufig, kann der entsprechende Film nur ansatzweise mithalten.
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