Hier klicken Amazon-Fashion Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle PrimeMusic WS HW16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. Dezember 2013
Auf der CD 1 ist die Wiedergabe des Requiems von Joao Domingos Bomtempo (1775 – 1842) zu erleben. Es folgt dem Ritus einer Totenmesse, weicht jedoch in der Charakteristik von den bekannteren anderen Werken dieser Art deutlich ab. Fast könnte man von einem mediterranen Charakter in Impression und Expression sprechen. So sind die Schrecknisse des Jüngsten Gerichts (Dies irae) zwar auch eindrucksvoll geschildert, aber weniger krass als etwa bei Berlioz oder Verdi. In der Gesamtheit findet die von Hoffnung und Zuversicht geprägte versöhnliche Überzeugung im Glauben ihren besonderen Ausdruck. - Bei Michel Corboz ist das südliche Gepränge sakraler Musik in den allerbesten Händen. Das Solistenquartett besteht aus frischen und klangvollen Stimmen und ist ohne Unterschied in allen Belangen zu loben. Die meisten Aufgaben obliegen dem Gulbenkian Chor und Orchester, deren Interpretation geradezu überwältigend ist.

Die CD 2 ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen ist die Tatsache geeignet, Erstaunen auszulösen, dass der Operettenkönig Franz von Suppé auch sakrale Werke geschrieben hat (neben dem Requiem beispielsweise auch eine Missa Dalmatica), wovon seinerzeit sogar Johannes Brahms des Lobes voll war. Zum anderen ist beachtlich, dass der Charakter des Requiems von Franz von Suppé im direkten Kontrast zum gleichen sakralen Werk von Bomtempo steht. Im Übrigen war Franz von Suppé auch südlicher bzw. mediterraner Herkunft (er stammt aus Dalmatien). Sein Requiem erinnert ganz deutlich an die Missa da Requiem von Giuseppe Verdi – es war allerdings schon lang
zuvor entstanden (das gilt auch für die spätere erweiterte Fassung, in die er das vorher komponierte Requiem unverändert einbettete). Gegenständlich wurde die große Fassung interpretiert. Dass auch hier sämtliche Mitwirkenden wie bei Bomtempo brillieren, ist ganz selbstverständlich. Lediglich das Solistenquartett ist bei dieser Aufnahme ein anderes, obwohl für den Austausch sachliche Gründe nicht ohne weiteres erkennbar sind, sollte es nicht um etwas kraftvolleres Stimmenmaterial gegangen sein.

Wenn es möglich wäre, über die höchste Punktzahl hinaus noch ein Superplus zu vergeben, würde ich das tun. Bei beiden Requiems handelt es sich um Livemitschnitte von Aufführungen in Lissabon vom 14. bis 16. Juni 1994. Die Kompilation wurde von EMI im Jahr 1992 herausgegeben. Klangtechnisch bleiben keine anspruchsvollen Wünsche offen – auch hier wurde den Meisterwerken das denkbar Beste angetan. Zum Schluss noch zitiere ich (bezüglich des Requiems von Franz von Suppé) die letzten Ausführungen aus der Begleitbroschüre wie folgt:

…..„Das Werk war zwar in den folgenden Jahren verschiedene Male zu hören, wurde jedoch als „zu italienisch“ und „zu fröhlich“ getadelt, verschwand allmählich aus dem Repertoire und galt bis Ende des 20. Jahrhunderts als verschollen. Seitdem wird es wieder aufgeführt und zu Recht wertgeschätzt. Suppé übernimmt den üblichen Ablauf des liturgischen Requiems und breitet es aus auf einem reichen orchestralen Untergrund, mit einem Chlor, der in jedem Satz auftritt und die Angelpunkte des Werkes ausmacht. Das „italienische“ Element wird offenbar durch die ausdrucksvollen Bläsersoli und die Belkanto-Melodien für das Solistenquartett angedeutet. Suppé zieht aus den Gelegenheiten, die ihm der Text im Hinblick auf die dramatische Intensität (zum Beispiel im Dies irae) und tiefe Empfindung bietet, den besten Nutzen, beweist aber auch, dass er im „Kyrie“ und an anderen Stellen einen strengen fugierten Satz zu meistern weiß – er hatte bei dem großen Pädagogen Simon Sechster, Bruckners Lehrer, Kontrapunkt studiert. Wie Rossini und Verdi schuf er mit dem Requiem ein geistliches Werk von fühlbarer Aufrichtigkeit, dessen Ausdruck in eine völlig andere Richtung tendiert als seine Bühnenwerke (Malcolm MacDonald 2012)“
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken