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am 31. März 2015
Ich bin selbst eine Kriegsenkelin (Jahrgang 1976), wie sie Sabine Bode in diesem Buch beschreibt und vorstellt.

Mir war immer schon klar, dass mich die Kriegserlebnisse meiner Eltern (Jahrgänge 1940 und 1941) geprägt haben und ich hab (leider) schon als Kind immer wieder mit meinen Eltern darüber gesprochen.

Ich muss gestehen, ich hatte etwas Bedenken, das Buch zu lesen. Ich hatte Angst, dass die Bilder, die ich übernommen und in Alpträumen immer wieder durchlebt habe, wieder hochkommen und es wieder mal mehr Verständnis für meine Eltern gibt als für mich. Ich gehöre zu der Gruppe, die sich über die Maßen mit ihren Eltern solidarisiert hat, auf Kosten der eigenen Persönlichkeit und Identität, die beruflich im Burnout gelandet und kinderlos geblieben ist.

Meine Bedenken haben sich beim Lesen zerstreut. Natürlich bin ich mit Sachverhalten konfrontiert und es sind neue Fragen aufgeworfen worden. Aber ich habe mich auch verstanden, ernst genommen und ermutigt gefühlt.
In den Geschichten und vorgestellten Betroffenen des Buches hab ich mich und meine Eltern immer wieder wiedererkannt und das hatte etwas tröstliches.

Ich werde noch einmal das Gespräch mit meiner Mutter suchen, mein Vater ist leider Weihnachten gestorben. Dadurch hab ich erst jetzt die Briefe lesen können, die sein gefallener Vater ihm von der Front geschickt hat. Ich hoffe, meine Mutter kann mir noch ein paar Fragen beantworten.

Wenn ich die Erziehungsmethoden meiner Schwestern und die Entwicklungen meiner Nichten sehe, muss ich aber leider feststellen, dass sich die vererbten Probleme in der Kriegsenkelgeneration nicht automatisch verlieren sondern auch hier weitergegeben werden, wenn nichts aufgearbeitet wird.

Abschließend kann ich nur jedem, der zur Kriegsenkelgeneration gehört, empfehlen dieses Buch zu lesen. Auch wenn keine Lösungsansätze geliefert werden für die eigenen Probleme, so kann man zumindest Erklärungen finden und vielleicht vieles anders nachvollziehen.
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am 2. August 2017
Dieses Buch enthält viele Geschichten von Kreigsenkeln. Sehr detailliert und teilweise langatmig gibt die Autorin Lebensläufe, deren Ereignisse, Höhen und Tiefen wieder. Dabei bleibt sie in der Regel beschreibend und deutet wenig oder gar nicht. Grade die Deutung eines Lebensweges und psychologischer Muster vor dem Hintergrund elterlicher Kriegserfahrungen aber hätten mich interessiert. So bleibt das Buch in zu vielen Kleinigkeiten stecken - ählich, wie ich es auch schon in Kriegsenkel-Gesprächskreisen erfahren habe. Es werden sehr detailliert Geschichten erzählt, das mag erleichternd sein. Die Deutung aber der eigenen Geschichte, der Einstellungen und Verhaltensweisen und wie diese zum Positiven verändert werden können findet in diesem Buch kaum Platz. Auf wunderbare Weise lösen die dargestellten Personen aber anscheinend viele ihrer dysfunktionalen Verhaltensmuster auf - wie das geschieht, wird nicht erklärt. Ereignet sich das nur durch das Erzählen der eigenen Geschichte? Aus meiner Erfahrung reicht das nicht, im Gegenteil. Das permanente Wiederholen und Erzählen der eigenen Geschichte lenkte den Wahrnehmungsfokus auf die Vergangenheit und Verfestigt aus den Erfahrungen geprägte Muster. Wie also die Loslösung bzw. Auflösung der Muster letztlich stattfindet, kann ich hier nicht erkennen. Ich würde das Buch nicht wieder kaufen und auch nicht zum Lesen weitergeben. Zwei Punkte für die Mühe und die Akribie, die Geschichten zusammen zu tragen, meine Erwartungen wurden aber bei Weitem nicht erfüllt.
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am 13. November 2013
Mit Spannung habe ich dieses Nachfolgebuch der "vergessenen Generation" von Sabine Bode angelesen. Wie die Autorin im Vorwort beschreibt, geht es bei den "Kriegsenkeln" zunächst mal um ein sehr diffuses Grundgefühl. Irgendwie ist da "nix" - allmählich schälen sich aber trotzdem verbindende Gemeinsamkeiten einer Generation heraus, welche wichtige Erfahrungen der Eltern (Krieg, Hunger, Nazi-Propaganda, Flucht) niemals geteilt hatte, wodurch sich im Verhältnis zu den Eltern eine grundlegende Fremdheit ergab.
Ich finde das Buch weniger eingängig als die "vergessene Generation", das liegt aber wohl am Thema. Es ist nicht leicht zu fassen, wo das Leiden einer Generation liegt, welche - von außen gesehen - im schönsten Frieden und Wohlstand aufgewachsen ist. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch mehrmals lesen und empfehle es auch zum Kauf.
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am 18. Dezember 2014
Nach den "Kriegskindern" habe erst ich, dann mein Mann den Band "Kriegsenkel" gelesen und wir waren beide gepackt und sehr bewegt von dem Thema. Das Lesen der verschiedenen Biographien, die sehr interessant und offen formulierten Hypothesen der Autorin haben uns zu vielen Spaziergangsgesprächen über unsere eigenen Biographien angeregt und den Blick für die eigene Familiengeschichte sowie die von Freunden und Bekannten völlig verändert. Manche der Schilderungen haben mich regelrecht erschüttert, meinen Mann z.T. wieder Andere - aber kalt gelassen hat uns keine Einzige. In unserer Kindheit und Jugend totgeschwiegen, bekommt das, was uns als "Nebel" umgeben hat, hier eine Sprache.
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am 7. Juli 2015
Beim Lesen des Buches ertappt man sich als "Kriegskind" immer wieder bei Selbsterlebten. Dazu kommt, dass man es sich nicht vorstellen konnte, wie weit zurück die Selle der Kriegskinder und wieder deren Kinder reicht. Es wurde für mich nachvollziehbar und vieles auch nacherlebbar. Frau Bode gebührt hier Dank und Anerkennung für ihre Recherchen und deren Verarbeitung!
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am 18. Januar 2013
...dank des vollen Engagements von Sabine Bode gegen alle Widerstände, seien sie ideologisch oder aufgrund traumatischer Erlebnisse während der Naziperiode und des Krieges bedingt, war es höchste Zeit war, dass solch ein Buch endlich auf den deutschen Markt kommt! Der Wert dieses Buches, nachdem Sabine Bode schon "Die vergessene Generation" herausgebracht hatte, ist nicht nur für die deutsche Bevölkerung von unschätzbarem Wert! Denn es geht um einen ausgedehnten und tiefgreifenden kollektiven Heilungsprozess aller vom Nationalsozialismus und vom Krieg (ich schliesse hier den ersten Weltkrieg mit ein) in furchtbarer Weise Betroffenen und deren Nachkommen. Sabine Bode zeigt sehr deutlich die Übertragung erlittener und nicht gelöster traumatischer Erlebnisse auf die darauffolgenden Generationen. Wenn man bedenkt, welches unbeschreibliche Leid von ideologischem und religiösen Fanatismus, von wirtschaftlichen Interessen bisher allein nur von Europa ausging, können wir nur hoffen, dass diese Bücher zunehmend seine Kreise ziehen wird!
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am 25. November 2014
'Kriegsenkel' hat mir wesentlich besser gefallen als 'Kriegskinder', wo die Autorin für meinen Geschmack zu oft vom Thema abwich. Hier zieht sich die rote Linie von Anfang bis Ende durch und fesselt einen. Absolut empfehlenswert und eigentlich ein Muss für jede/n in den 50er/60er Jahren Geborenen!
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am 24. Juni 2015
Das Buch ermöglicht den Kriegsenkel ihre meist unbewusste Situation zu verstehen und zu begreifen. Dinge, die man als selbstverständlich angenommen hat, bekommen eine neue Facette. Zusätzlich ist man in der Lage die Vergangenheit neu und anders zu reflektieren und vor allem Verhaltensweisen der Eltern - Kriegskinder nachzuvollziehen.
Es handelt sich hier um ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch, dass jeder der Kriegsenkel Generation zum besseren Verständnis der eigenen Situation gelesen haben sollte.
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am 22. Februar 2014
Habe als Kind lange im Ausland gelebt - bin hier in Deutschland nur schwer zurecht gekommen - habe lange geforscht, reflektiert, woran das liegt - habe mich in diesem Buch selbst wiedergefunden.
Wer Interesse an Geschichte hat und davon ausgeht, dass sowohl große als auch persönliche Geschichte unser ganz persönliches Leben betrifft, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen!
Empfehle in diesem Zusammenhang auch das Buch von der selben Autorin: Die vergessene Generation und christlich angehaucht aber auch gut: Die Decke des Schweigens von J. Bittner
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am 3. Oktober 2013
Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit mit diesem Thema, zumal mein Mann ein Kriegskind ist. Ich bin 20 Jahre jünger,gehöre also zur Enkelgeneration. Erklärungen für Verhaltensweisen, Ansprüche, sparsames Haushalten, Umgang mit Lebensmitteln usw. all diese Dinge finden sich auch in diesem Buch wieder. Die Berichte anderer " Betroffener " decken sich mit unseren eigenen Erfahrungen, einiges kann man verwerfen, anderes macht vieles klarer. Man kann es hier nicht ausführlich erläutern .Es ist spannend zu lesen, nicht langweilig, eher aufrührend und macht nachdenklich.
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