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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
34
4,4 von 5 Sternen
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am 11. März 2017
Nachdem ich das Highsmith Buch gelesen habe und eine tolle Adaption des Stückes am Frankfurter English Theatre gesehen habe, wollte ich mir auch den Film anschauen. Es ist eine sehr genial gesponnene Geschichte.
Leider hat Hitchcock ein Happy End inszeniert, dass dem ganzen den entscheidenden Plot nimmt...
Das hat mich sehr enttäuscht.
Zu Ware, Lieferzeit, Verpackung der Blue Ray - kann ich nur sagen - alles bestens....
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am 30. Januar 2013
Hitchcocks Qualität besticht auch noch nach über 60 Jahren und zeigt: Ein gutes Script, eine gute Idee, bleibt eine solche, egal wie viel Zeit bisher verstrichen ist.
Seine (Bild-)Umsetzungen sind immer noch grandios anzusehen. Sein Kamerastil auch hier, ein weiters Mal, in "Strangers on a train" -und gerade wegen des S/W-Effektes- genial. Z.B. das Spiegeln des Mordes in der Brille, der Hund auf der Treppe. Die Ausleuchtung, als Robert Walker mit Smoking auf der Bett sitzt. Vergleicht man damit heutige große (TV-)Thriller, sind die ein laues Lüftchen aus Sicht der kinematographisch Machart.

Zur Story, ohne Spoiler heranzuziehen: So einfach die Idee der Geschichte ist, "Morde zu vertauschen", so genial ist sie. Hitchcock bleibt also auch hier seinem -filmischen- Gespür treu und mich verwundert es immer wieder, wie er damals Produzenten und die Zensur überging, an der Nase herumführte (und dazu gerade in Hollywood seinen Stil durchdrückte) usw..

Fazit:
Zumindest die ersten 60 Minuten ein Top-Hitchcock, der nach "hinten heraus" etwas -für das Heute- gezogen wir(d)kt.
Trotzdem bleibt "Der Fremde im Zug" eine modern anzusehendes Stück Kino, indem das Handeln der Figuren rational verständlich ist und -abseits der Kleidung- heute noch, gegenüber anderen Produktionen aus den 50ern, "modern" erscheint.
Ebenfalls ist der Film mit der Tatsache zu genießen, dass Hitchcock die Story um Stalker, in Verbindung mit geistiger Verwirrtheit des Täters (Vaterkomplex), wohl so als erster ins Leben rief und dessen "Nachahmer" erst Jahrzehnte später auf den Plan traten und solche Themen verfilmten (z.B. "Enduring Love" und zu Teilen die Mainstreamverfilmung "Bodyguard [Blu-ray]").

4 Sterne für die BD-Umsetzung, die ein klasse 4:3 S/W-Bild abliefert, mit einem rauscharmen Synchronton (zuweilen läuft der Film -in der deustchen Synchro- manchmal kurz A-Synchron; hervorgerufen wohl von den jetzt vorhandenen kurzen Takes, die deutsch untertitelt sind und in der damaligen hiesigen Kino- bzw. TV-Version fehlten).
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am 9. Februar 2017
Na ja, einer von Hitchcocks groessten Klassikern, da duerfte in den Rezensionen hier so ziemlich alles gesagt worden sein. Hab ihn gestern geguckt, und es war etwas besonderes - war es doch der einzige Hitchcock Film bis in die fruehen 60er hinein, den ich mir noch nie wirklich aufmerksam angeguckt hatte. Frueher ab und an so nebenbei im Fernsehen, aber warum auch immer, voll bewusst hatte ich ihn noch nie gesehen.

War natuerlich keine Ueberraschung, das der Film sehr gut ist. Erstmal gefaellt es mir, wie Hitchcock es schafft, die Story aus der Romanvorlage von Highsmith abzuaendern und dabei etwas eigenstaendiges, gleichwertig gutes fabriziert. Buch und Film sind gleichwertig, find ich. Wurde ja auch sehr lange am Drehbuch gefeilt. Keine Ahnung wie Hitchcock auf die Idee kam, Philip Marlowe Erfinder Raymond Chandler zunaechst 'dranzulassen. Billy Wilder haette ihm doch sagen koennen, was fuer eine Hoelle das Drehbuchschreiben von "Frau ohne Gewissen" gewesen ist. Chandler war ein ausgezeichneter Schriftsteller - aber Drehbuecher, das konnte er nicht, er verstand "Film-schreiben" ganz einfach nicht. Nun, die Story ist faszinierend, doch getragen wird der Film von Robert Walker in der Rolle des Psychopathen Bruno. Mensch, was macht der das gut. Genau das, was Hitchcock hatte haben wollen. Einen damals voellig neuartigen Schurken, ein freundlicher Gentleman, ein Mann zum Gernhaben, der im ersten Moment hilfsbereit und zuvorkommend ist, und im naechsten zum eiskalten Killer wird. Ohne sich seiner Taten wirklich bewusst zu werden. Ihm gegenueber Farley Granger - das passt. Granger ueberzeugte mich nie, halte ihn fuer keinen besonders guten Schauspieler und frag mich oft, wie er in seinen jungen Jahren an Leute wie Hitchcock oder Visconti geraten konnte. Aber hier passt er, sein steifes Spiel, seine Unschuld, das passt zu seinem Charakter. Ein harmloser, netter Mann, der an einen Wahnsinnigen geraet. Es wirkt glaubwuerdig. Also, so gut die Story auch sein mag, mit jemand anderem als Robert Walker waers nicht so gut 'ruebergekommen. Der Mann spielt ueberragend. Es ist sehr bedauerlich, das er noch im selben Jahr im Alter von nur 33 Jahren unter tragischen Umstaenden ums Leben kam. Besonders begeistert war ich von den Einstellungen, die ihn als "Stalker" zeigen, der Granger immer folgt: Der starre Blick inmitten von hin und her ruckenden Koepfen im Publikum eines Tennis-Spiels, oder die weit entfernte Gestalt, die man kaum erkennen kann und doch weiss, das sie Granger anstarrt. Toll gemacht von Hitch. Nicht so begeistert hat mich allerdings das recht beruehmte Finale auf dem Karussell. Klar, es ist wunderbar gefilmt, sieht gut aus, aber es ist mir zu actiongeladen in solch einer Story. Und die Umstaende, die es einleiten, wirken arg gewollt. Ein Polizist will ploetzlich auf Granger schiessen, und das obwohl er nur auf ein Karrussel zulaeuft und gegen den Mann bisher nichts vorliegt. Dabei kommt der Kontrolleur des Karussells ums Leben und stellt beim Umfallen das Karusell auf Hoechstgeschwindigkeit. Wieso kann ein Kinderkarussell solch Geschwindigkeiten erreichen? Ja, ich weiss schon, es kommt Hitchcock vor allem auf den Effekt an. Und wenn einer so sehr wie ich ueber solche Sachen nachdenkt, dann zeigt das letztlich nur, wie gut mir der Film gefallen hat. Es ist ein Meisterwerk des Thrillers, ein Wegweiser fuer das Genre.

Nun noch kurz zur Blu-Ray: Wieder eine Warner Blu Ray, die einen alten Film in bestmoeglichster Qualitaet HD mastered, Der Film sieht aus wie geleckt. So und nicht anders lohnen sich alte Klassiker in HD. Und auch das von der DVD uebernommene Bonusmaterial ist recht interessant Also, ein lohnenswerter Kauf, fuer Hitchcock Fans sowieso.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Mai 2016
Der Film ist über 60 Jahre alt. Ich habe ihn mir zugelegt, weil mich die Filme von Alfred Hitchcock stark interessieren. Er ist zwar in schwarz/weiß und im Bildformat 4:3, aber der Film muss in den 50er-Jahren ein Knaller gewesen sein. Es ist interessant zu sehen, wie seinerzeit Filme gedreht wurden.

Es war Hitchcocks erster Film für Warner Brothers. In dem Film kommt es vor, dass einige wenige Passagen im Originalton mit deutschen Untertiteln sind. Das kann ich mir nur so erklären, dass es sich um eine Edition handelt, bei der Jahre Später noch ein paar Szenen eingefügt wurden. Diese Szenen wurden jedoch nicht mehr synchronisiert. Es handelt sich nur um wenige kurze Passagen (insgesamt vielleicht 1-2 Minuten) und stört die Handlung des Filmes nicht.

Technisch ist die Blu-ray top. Das Bild ist gut ausgeleuchtet und gestochen scharf. Der Schwarz-weiß-Abgleich ist exakt. Mir sind keinerlei Bildmängel aufgefallen. Ich hätte nie gedacht, dass man bei einem so alten Film diese gute Qualität herausholen kann. Der Ton ist nach meinem Empfinden kraftvoll und klar. Von den umfangreichen Extras gefällt mir der original Kinotrailer sehr gut.
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am 19. Dezember 2012
Regisseur Hitchcock erklärte zwar gegenüber seiner Familie, dass IM SCHATTEN DES ZWEIFELS (1943) sein Lieblingsfilm sei, in der Öffentlichkeit bekam DER FREMDE IM ZUG (1951) immerhin das auch nicht zu verachtende Prädikat des Meisters als sein erstes echtes amerikanisches Werk. Natürlich wählt sich jeder Hitchcock-Fan seine eigenen Favoriten, aber für meinen Geschmack gehört IM SCHATTEN DES ZWEIFELS mit seiner sehr naiven und lendenlahmen Story nicht dazu. Bei STRANGERS ON A TRAIN sorgt die von Krimiautorin Patricia Highsmith raffiniert erdachte Grundidee der Morde überkreuz jedoch für ausreichend Spannung, auch wenn Hitchcock das Drehbuch nach seinem Gusto ändern liess. So übertrug er sein Lieblingsthema des unschuldig Verdächtigten bzw. Verfolgten auf den jungen Tennisspieler, der seinen Mord schließlich - im Gegensatz zu Highsmiths Buch - nicht vollzogen hat. Entsprechend besetzte der Regisseur diese Rolle auch mit dem nett und unsicher wirkenden Farley Granger, der eine fast identische Rolle bereits 1948 im Hitchcock-Streifen ROPE darzustellen hatte.

Trotz vieler guter Nebendarsteller wird DER FREMDE IM ZUG getragen vom unberechenbaren Psychopathen Bruno Anthony, hervorragend gespielt von Robert Walker. Schade dass dieser talentierte Schauspieler noch im Jahr der Film-Veröffentlichung nach einer ärztlichen Fehlbehandlung (siehe Michael Jackson) verstarb. Walkers Synchronstimme wird übrigens auch vielen von ihnen sofort bekannt vorkommen. Kein Wunder, es ist der bei uns als 'DER KOMMISSAR' bekannte Erik Ode, der übrigens auch Cary Grant in Hitchcocks DER UNSICHTBARE DRITTE seine Stimme geliehen hat.

Trivia : die Schauspielerin Laura Elliott musste in ihren Szenen eine dioptrinstarke Brille tragen und hat während des Drehs kaum etwas gesehen. In Wirklichkeit war sie nicht fehlsichtig, ganz im Gegensatz zu ihrem ‘Mörder’, dem Darsteller Robert Walker, der genau eine solche Brille im wahren Leben benötigte. Da Kontaktlinsen damals noch nicht gebräuchlich waren, konnte auch Walker bei den Dreharbeiten ohne seine Sehhilfe nur verschwommen sehen, was ihn bei den Szenen mit Elliott zu der scherzhaften Bemerkung veranlasste, hier hätte der eine Blinde den anderen geführt.

Wie bei den meisten Krimis, so wurde natürlich auch bei diesem Film die Realität zum Zwecke der Spannung etwas entfremdet. Als am Ende des Films der Tennisspieler sein Match schnell beenden muss, um den Psychopathen an der Plazierung eines Beweismittels zu hindern, hätte er - nachdem er in Rückstand lag - doch einfach sein Match zu verlieren brauchen, statt um einen Sieg weiterzukämpfen. Genauso hätte Mr. Antony auf der Liebesinsel des Rummelplatzes sein Beweismittel auch bei Tageslicht mit ins Gesicht gezogener Hutkrempe platzieren können, ohne erkannt zu werden und wäre so seinem Widersacher um Längen zuvorgekommen. Die Filmfans wissen natürlich, dass Alfred Hitchcock in vielen seiner Werke manch kriminelle Situation genüsslich ausgekostet hat, aber schliesslich endete auch bei ihm fast jeder Film mit dem Sieg des Guten.

Diese Blu Ray entspricht in punkto Ausstattung im Wesentlichen der 'Special Edition' von 2004. So enthält sie als Bonus auch die sogenannte 'Preview bzw. britische Version'(nur englischer Ton). Bildmässig ist letztere dem Hauptfilm in HD (US-Kinofassung mit deutschem Ton) ebenbürtig. Merkwürdig nur, dass in der deutschen Fassung der DVD eine Szene komplett synchronisiert wurde, während sie auf der Blu Ray für einen kurzen Moment nur im englischen Original zu hören ist. Insgesamt weist der BD-Ton gegenüber der DVD keine Verbesserung auf und kommt - für meinen Geschmack - ziemlich antiquiert herüber.

Beim Betrachten des HD-Bildes habe ich wenig Freude empfunden. Während sich im Vergleich die DVD mit einem sehr sauberen und fast fehlerfreien Bild präsentiert, machen sich bei dieser BD-Veröffentlichung doch etliche Lichtblitze und Laufstreifen bemerkbar. Auch fehlt es einigen Szenen an Tiefenschärfe. Den Schärferegler konnte ich diesbezüglich leider nicht weiter aufdrehen, da sonst besonders bei hellen Flächen ein unangenehmes Bildrauschen auftritt. Die drei S/W-Filme der A.H. Collection Blu Ray sind da offensichtlich sorgfältiger aufgearbeitet worden.

Fazit : Der Film selbst gehört ohne Frage in jede Hitchcock-Sammlung. Wer bereits die Doppel-DVD besitzt, wird sich (von einigen Szenen in der Totalen mal abgesehen) bildmäßig mit der BD nicht verbessern und sollte sich einen Kauf überlegen.
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am 7. Juli 2017
Bewerte NUR die Qualität von Bild und Ton der Blu-ray, Filme sind sowieso Geschmacksache!
Bild: 4 von 5 Sternen (Teilweise 3)
Ton: 3 von 5 Sternen
____(4+3)/2 = 3,5 Sterne____
Gesamt: 4 von 5 Sternen gewählt. Bild des Films hat Priorität _1_, Ton hat Priorität _2_
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Februar 2016
Bevor ich mich hier mit sämtlichen Fans des Films verfeinde und als böser Querulant in Erscheinung trete, sollte ich vorweg fairerweise darauf hinweisen, dass ich mir vorliegenden Streifen erst relativ spät zu Gemüte geführt habe. Ich hatte im Vorfeld bereits viele andere Werke aus meiner (dennoch lückenhaften) Hitchcock-Sammlung gesehen, weshalb es das 1951 erschienene "Der Fremde im Zug" verhältnismäßig schwerer hatte, mich zu beeindrucken. Dass A. Hitchcock generell einer der größten Filmemacher aller Zeiten war, steht für mich jedoch außer Frage. Seinen hervorragenden Ruf genießt der Master of Suspense mit Sicherheit völlig zurecht.
Vorliegender Streifen hat mich aber, wie gesagt, dennoch nicht vollends überzeugen können...

Trotzdem - und dabei bleibe ich - ist der Plot des Films grundsätzlich genial bzw. sehr ansprechend.
Zwei Männer, die jeweils jemanden in ihrem Leben haben, den sie gerne loswerden möchten, begegnen einander im Zug und kommen ins Reden. Bruno Anthony (Robert Walker) macht Guy Haines (Farley Granger), einem erfolgreichen Tennisspieler, den ungeheuerlichen Vorschlag, die Rollen als Mörder zu tauschen, da so jegliches Motiv fehlte und die Polizei bei Nachforschungen somit keinerlei Anhaltspunkte hätte.
Guy lehnt die verrückte Idee ab, wird den aufdringlichen Bekannten dummerweise aber nicht mehr los, der ihn daraufhin stets erpresst.
In einem für Hitchcock nicht unytpischen Finale geht das wohl spannendste Tennismatch der Filmgeschichte vonstatten und später kommt es schließlich zum großen, schwindelerregenden Showdown auf einem Karussell. Mehr werde ich jedoch nicht verraten... ;)

Obwohl das 1951 erschienene "Strangers On A Train" als absoluter Kultklassiker gilt und Hitchcock selbstverständlich ein großartiger Regisseur von Welt war, gehört vorliegender Streifen für mich nicht zu den Glanzwerken des Masters of Suspense.
Ehrlich gesagt habe ich die Inszenierung stellenweise etwas mau & uninspiriert gefunden und auch die Schauspieler konnten mich nicht (wenngleich sie freilich dennoch passabel spielen) restlos überzeugen.
Trotz der grandios anmutenden Story und trotz vieler hitchcocktypischer Elemente ist vorliegender Film in meinen Augen selbst für Fans nicht unbedingt ein Pflichtkauf. Schlecht ist "Der Fremde im Zug" selbstverständlich trotzdem nicht. (Muss man ggf. halt abwägen.)

Auch, wenn's sehr subjektiv sein mag, tendiere ich hier einmal zu einer strengeren Bewertung und vergebe letztlich 3 Sterne für dieses insgesamt (in meinen Augen) eher überschätzte Werk des britischen Meisterregisseurs.

OK, aber nicht überragend, daher: +++

P.S. Gewiss hat man es hier mit einem Kult-Klassiker der Kinogeschichte zu tun, an dem Cineasten nur schwer vorbeikommen werden, Hitchcock-Filme gibt's aber einige bessere und essenziellere (u.a. "Saboteure", "Cocktail für eine Leiche", "Immer Ärger mit Harry", "Vertigo", "Der unsichtbare Dritte", "Psycho" oder "Familiengrab" - um abschließend persönliche Favoriten zu nennen).
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am 4. August 2013
"Strangers on a Train" ist die kongeniale Verbindung von Highsmiths und Hitchcocks Gedankenwelt. Hitchcock macht aus Highsmith Erstling einen spannenden und unterhaltsamen, aber auch entschärften Film. Während im Buch der Haines-Charakter den Vater umbringt, bleibt Hitch mit seiner Version eher im Mainstream.
Der Film ist großartig fotografiert und hat einige brilliante visuelle Effekte, wie die Spiegelung des Mordes in den Brillengläsern des Opfers oder die atemberaubende, wenngleich auch unglaubwürdige Karusselszene.
Am besten in Erinnerung bleibt jedoch die brilliante Darstellung Robert Walkers als psychopathischer Bruno Anthony.
Die 2-Disc-Special-Edition bietet neben der deutschen Version (93 min 29), die US-Version (96 min 38) und eine längere, nie offiziell gezeigte Prewiev-Version (98 min 44).
Die erste DVD enthält einen interessanten Audiokommentar zur US-Fassung, u.a. von Peter Bogdanovich, und den USA-Kinotrailer (2 min 31).
Die zweite DVD mit der Preview-Version enthält zusätzlich mehrere Dokus. "Der Fremde im Zug: Ein Hitchcock-Klassiker" (36 min 41) ist ein sehr schöner und informativer Rückblick auf den Film. In "Der Fremde in Zug: Aus Sicht des Opfers" (7 min 19) spricht die Schauspielerin, die das Opfer spielt, über ihre Erfahrungen. Der Regisseur Shayamalan gibt in "Der Fremde im Zug: Ein Würdigung von M. Night Shayamalan" (12 min 44) eine interessante Interpretation des Films. "Die Hitchcocks über Hitch" (11 min 19) ist eine Doku , in der sich Familienmitglieder sehr liebevoll über Hitch äußern. Dazu noch ein relativ überflüssiger Wochenschau-Ausschnitt "Ein historisches Treffen" (1 min 05)
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am 17. Juni 2016
A. Hitchcock hat aus dem ersten Roman von Patricia Highsmith, der unübertroffenen Großmeisterin des Suspense, die wie keine andere das Seelenleben ihrer Protagonisten darstellen und aus dem bekannten Tom Ripley eine Figur gemacht hat, die in insgesamt fünf Romanen ihre Leser faszinierte, 1951 in Schwarz-Weiß einen vorzüglichen Thriller gemacht, mit einem furiosen Finale auf einem rasenden Kinderkarusssel.

Da vielleicht nicht allgemein bekannt, kurz der Ausgangpunkt: Der Psychopath Bruno Antony (Robert Walker) hat sich ausführlich mit dem bekannten Tennisspieler Guy Haines (Farley Granger) beschäftigt. Dieser will die Trennung von seiner untreuen Ehefrau Miriam Joyce (Laura Elliot) und die ältere Tochter Anne (Ruth Roman) des Senators Morton (Leo.G.Carroll) heiraten. Im Zug spricht Bruno schon sehr aufdringlich den Tennisspieler an und schlägt ihm das perfekte Verbrechen vor. Er tötet Miriam, Guy im Gegenzug Brunos Vater, zwei Mörder die sich nicht kennen, zwei Opfer, die man nicht mit dem Mördern in Verbindung bringen wird. Guy ist empört, verlässt schließlich den Zug, froh den Penetranten Kerl los zu sein, der Guy als Freund und Verbündeten und dessen Einverständnis als gegeben ansieht.
Bruno hält sein Versprechen und teilt dies Guy auch mit und fordert ihn auf, jetzt seinen Teil der Vereinbarung zu erfüllen. Guy denkt gar nicht daran, aber auch nicht, die Polizei einzuschalten, weil er befürchten muss, dass er unter Verdacht als Ehemann, der die ungeliebte Gattin ermordet hat, in den Fokus der Ermittler gerät, und sein reelles Alibi für die Tatzeit ist dann wider Erwarten wackelig.
Bruno lässt nicht locker, Guy bleibt unter Polizeibewachung, und da er den Mord an Brunos Vater weiter verweigert, beschließt Bruno durch eine Manipulation Guy die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das Duell der beiden findet seinen Höhepunkt auf einem durchdrehenden Kinderkarussel.
Hitchcock hat, nachdem immerhin Raymond Chandlers Drehbuch ihm nicht gefiel und es von zwei weiteren Autoren überarbeitet wurde, einen Thriller mit einem äußerst raffinierten Plot gedreht. Hervorragend spielt Robert Walker den manipulativen, gewissenlosen und äußest charmant wirkenden Psychopathen Bruno, gegen den die anderen Darsteller allesamt etwas blass wirken, wobei die Rolle des Bruno natürlich für einen Darsteller am dankbarsten ist. Recht nett war noch Hitchcocks Tocher Patricia in der Rolle von Barbara, der jüngeren Tochter des Senators, Brillenträgerin wie die Ermordete, die als "kleine Kriminalistin" einen sympathisch-pfiffigen Eindruck macht.

Ich finde die Umsetzung der ersten Verfilmung eines Highsmith- Werkes sehr gelungen. Natürlich kann ein Film nie die Gedankenwelt eines Verbrechers so genial sezieren wie Patricia Highsmith es sehr oft, speziell bei Tom Ripley schafft, hierin ist sie unübertroffen.
An weiteren Filmen nach Werken von Highsmith kann ich die Ripley-Verfilmung mit Matt Damon, "Tiefe Wasser" mit Peter Bongartz und Constanze Engelbrecht als Zeiteiler von je 90 Minuten empfehlen, auch "Der amerikanische Freund" mit Dennis Hopper und Bruno Ganz nach "Ripleys Game", "Ediths Tagebuch" mit Angela Winkler und "Carol" (zunächst unter Pseudonym als "Salz und sein Preis" veröffentlicht) mit einer so großartigen Darstellerin wie Cate Blanchett sind für mich weniger gelungen, man erkennt Highsmith in ihnen nicht.

Diese Ausgabe mit 2 DVDs mit deutscher und amerikanischer Fassung und eine längerer Preview-Version und viele Extras kann ich nur wärmstens empfehlen.

Doc Halliday
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am 19. November 2004
auf dieser einmaligen zusammenstellung dieses meilensteins des genres mit der bis heute kaum übertroffenen karussellszene befindet sich der film gleich in drei versionen auf der dvd:
1. die deutsche kino-version
2. die um drei minuten längere us-version
3. die bis 1991 verschollen geglaubte und bisher nie auf dvd veröffentlichte sogenannte britische preview-version.
basierend auf einem roman von patricia highsmith adaptierte hitchcock geschickt die geschichte zu einem hervorragend gespielten und bis heute innovativ gefilmten thriller - unvergessen und bis heute nahezu unerreicht ist die karusselszene sowie die szene, in der die kamera den blickwinkel einer auf dem boden liegenden brille mit zerbrochenen gläsern übernimmt. auch die duplizität der ereignisse durch geschickt eingesetzten tonschnitt vervollkommnet hitchcock hier fast bis zur perfektion - erwähnt sei hier nur die anfangsszene mit den auf metal kreischenden bremsenden rädern einer einfahrenden lokomotive sowie das endmotiv mit dem schrillen, nicht enden wollenden todesschrei einer frau - phantastisch!
auf der dvd befinden sich neben der deutschen und englischen tonspur in dolby digital 1.0 noch fünf informative dokumentationen:
1. der fremde im zug - ein hitchcock-klassiker
2. der fremde im zug - eine würdigung
3. der fremde im zug - aus der sicht des opfers
4. die hitchcocks über hitch
5. ein historisches treffen
fazit: ein pflichtkauf
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