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Kundenrezensionen

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am 14. Mai 2012
Hallo,

wir schreiben das Jahr 1982 - die Band Talk Talk legte im Frühjahr das entsprechende Debutalbum "The Party's Over" vor. Seiner Zeit hat sicherlich niemand geahnt, welche Entwicklung die Band um Sänger Mark Hollis im Verlauf der kommenden Jahre noch vollziehen und welche Hits die Band in den Jahren 1984 und 1986 noch haben wird. Das Album ist bodenständig und gerader Synthiepop aus der Zeit, die wenigsten wissen, das die erste Single "Mirror Man" war, die zweite Singleauskopplung war dann "Talk Talk", darauf folgend dann "Today" und als letzte Single "Another Word", welche dann u. a. in den Niederlanden, Deutschland usw. veröffentlicht wurde. Das Album bietet neben den Singles Perlen wie z. B. "Have you heard the News?", den Titeltrack "The Party's Over" und "Candy".

Für den Fan ist dieses Album ohnehin ein Muss, für die Interessierten an der Band Talk Talk ist dieses Album ebenso wichtig, zeigt es doch den Beginn dieser Band, sicherlich kein wegweisendes Album wie z.B. "Spirit of Eden" - keineswegs, denn Talk Talk haben sich beginnend ab 1982 über die Jahre weiterentwickelt und sind dann nach 1986 dem Pop-Business entrückt - dieses Album ist vielmehr der grundsolide Beginn einer Band aus der Zeit des Synthiepop.

Anspieltipps: "Talk Talk", "Have you heard the News?", "The Party's Over" und "Candy"

Das Album erhält von mir die Wertung mit 3 Sternen, weil man auch um die Alben "It's my Life", "The Colour of Spring", den Meisterwerken "Spirit of Eden" und "Laughing Stock" weiß - dieses Album ist der solide, einfach gehaltene Beginn der Band, nicht alle Songs zünden und gefallen und verblassen mir persönlich zu schnell.

MfG
Thomas
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Große Bands zeichnet aus, dass man ihre Musik auch im Strom der Zeit immer wieder hören und sich daran genüßlich erlaben kann, ohne dass sich die Titel auch nur im Ansatz Abnutzungserscheinungen unterwerfen.
Talk Talk sind mit Sicherheit eine der außergewöhnlichsten Gruppen der 80er Jahre gewesen und es ist kaum zu glauben, dass das Debütalbum "The Party's Over" dieses Jahr 30 Jahre auf den Hüften hat. Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass sich die Verfügbarkeitsdichte der ersten Talk Talk Alben dann in den letzten Jahren mehr oder weniger aufgelöst hat, veröffentlicht EMI die ersten vier Alben der Band um Mark Hollis nun in einer neuen Auflage, welche vom Mastering mit den bereits 1997 remasterten CDs übereinstimmt.
"The Party's Over" ist das damalige Erstlingswerk von Mark Hollis, Lee Harris, Paul Webb und Simon Brenner gewesen und hat Talk Talk unmittelbar in den Olymp gehoben. Bereits die erste Single des Albums, "Mirror Man", lies erahnen, welche Intensität an musikalischer Qualität und gesanglicher Ausnahmestimme auf die Musikwelt einstürzen und diese in damals noch ungeahnter Form positiv beeinflussen würde.
Talk Talk bewegen sich auf "The Party's Over" musikalisch irgendwo zwischen Bands wie Ultravox, Visage oder auch Soft Cell. Eine Mischung aus Synthies, Rhythm-Machines und Drums lassen die Titel derart durchdringend erscheinen, dass man auch heute noch feuchte Augen bekommt, wenn man diese Sounds nach 30 Jahren wieder und wieder in sich aufsaugt. Und dazu noch die Ausnahmestimme von Mark Hollis, charismatisch, verwundbar, fragil und schmachtend emotional. Selten war eine Symbiose aus Musiken und Gesang so faszinierend und einnehmend, wie dies bei Songs wie "Today", "Hate", "Have You Heard The News" oder auch dem nach dem Bandnamen betitelten Song "Talk Talk" der Fall ist. Ein grandioses Album, dass auch nach drei Jahrzehnten nichts von seiner Qualität und Zeitlosigkeit eingebüßt hat!
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TOP 1000 REZENSENTam 9. September 2014
"The Party`s Over" ist das erste Album der britischen Pop/Art-Pop-Truppe Talk Talk und erschien 1982 bei EMI.
Obwohl diese Ausnahme-Band rund um den unglaublich emotional singenden Mark Hollis,der der ohnehin schon atemberaubend einnehmenden Musik ein ganz eigenes musikalisches Charisma verleiht,nur eine handvoll Studioscheiben herausbrachte,war die stetige Weiterentwicklung mehr als beeindruckend.
Das Debut ist mit zB "The Laughing Stock" kaum mehr vergleichbar, und dennoch gibt es da eine gewisse Seelenverwandtschaft,die schwer zu beschreiben ist,die gefühlt werden will.
Daß die Band sich so stark entwickelt hat, heißt aber mitnichten,daß "The Party`s Over" nur ein gutes aber nicht überragendes Album darstellt.
Vielmehr ist es so,daß man hier auf einem Level startete,der die Weiterentwicklungen auf ein Niveau führte,von dem andere nicht mal zu träumen wagen konnten.
Schon auf "The Colour Of Spring" hatten sie eine Klasse erreicht,daß es schon fast weh tut,das noch als Pop zu bezeichnen.
Dennoch ist es schon so,daß das Niveau auf dem Debut nicht durchgehend gehalten wird.
Ein Song, wie "It`s So Serious" kommt nicht sehr beeindruckend daher,aber auf dem wunderschönen Titeltrack, "Candy" und "Have You Heard The News?" ist schon überdeutlich zu vernehmen,daß hier Leute komponieren und performen,die sich weit,sehr,sehr weit,über dem Durchschnitt bewegen,um es mal seeehr zurückhaltend auszudrücken.
Auf "The Party`s Over" komponieren die anderen beteiligten Musiker eifrig mit,ein Umstand,der sich schon mit dem Folgealbum "It`s My Life" deutlich ändern sollte,ab dem dritten Album komponierten dann nur noch Hollis und Tim Friese-Greene,der hier noch gar nicht dabei ist.So sind hier also auch Keyboarder Simon Brenner,Drummer Lee Harris und Bassist Paul Webb mit für die Songs verantwortlich.
Auf eine Liste von Gastmusikern,wie auf späteren Alben,verzichtete man hier.
Dementsprechend sind Einflüsse aus anderen Musikstilen,die Quantität an eingesetzten Instrumenten,sehr überschaubar;es ist ein Pop-Album,allerdings eines mit viel Gefühl und Emotion,allerdings auch mit einigen seichteren Anwandlungen.
Mit "Another Word" ist auch ein erfolgreicher Single-Hit an Bord.
Die Aufnahmequalität ist recht erfreulich;meine Vinyl-Ausgabe von `82 klingt klar,frei,räumlich.Nix zu meckern,schon gar nicht,wenn man bedenkt,was in der Musikrichtung klanglich sonst so verbrochen wird/wurde.
Die erste CD-Auflage klang auch OK,das Remastering von 1997 durch Dennis Blackham/Phil Brown brachte aber noch einiges an Klanggewinn.Leider wurde dabei die Dynamik etwas abgewürgt;merkwürdig,da man das beim Remastering späterer Alben (zB "Spirit Of Eden") nicht machte.
Während die Alben 3+4 ("The Colour Of Spring"/"Spirit Of Eden") auch als Hybrid-SACD in atemberaubender Klangqualität veröffentlicht wurden,geschah dies mit den Nrn 1+2 ("The Party`s Over"/"It`s My Life") nicht.
Übrigens sind diese von Audiophilen zu Recht zutiefst verehrten, SACDs längst vergriffen und werden zu Mondpreisen gehandelt.
Nr.5 (The Laughing Stock") erschien nicht mal bei der EMI,da man dort mit dem eingeschlagenen Weg der Musiker nicht einverstanden war.
Unsterblich wurden Talk Talk durch ihre späteren berührenden,wunderbaren Alben mit viel Tiefe und einer bewegenden Emotionalität.
Einiges davon wird jedoch schon auf "The Party`s Over" vorsichtig angedeutet,sodaß ich das Album keinesfalls missen möchte.
P.S.
Wem die letzten Alben der Band gefallen,dem sei noch das Solo-Album von Mark Hollis ("Mark Hollis") dringendst empfohlen.
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So mußte das wohl damals 1982 klingen Keyboard-Schwaden, Simmons Drums mit fürchterlichen Hallwänden zermatscht, humorlose Mitten, fast nicht vorhanden. Die "The Party`s Over" hält sich so sehr an konventionelle Produktionsansprüche, daß einem musikalische Vorlieben wie "JAPAN" und "Joy Division" regelrecht anspringen. Aber da ist die Stimme, diese jammernde Besonderheit in "Mark Hollis" Organ, das den schnöden Pop in seiner übertriebenen Dramatik und Glattheit häufig überflügelt und ihm Schönheit verleiht. Mit einiger Überzeugung säuselt er zwar "Oh- und Ah-Chöre" in den unsäglich vom New Wave hinterrücks ermorderten Chorus der Hitsingle "Another Word" und verbleibt deshalb im Mittelmaß, die Besonderheit aber, die Fokussierung auf das merkwürdig kehlige Timbre und Zittern der Stimme bleibt hängen. Eine Keyboardplatte, Gitarren stinken 1982. Während sich englische New Wave Bands wie "OMD", "Depeche Mode" und "Tears for Fears" jedoch
an recht halsbrecherischen Experimenten, neuen Technologien und "komischen" Instrumentarium versuchen, bleiben "Talk Talk" in ihrem Soundschema stecken, obwohl ihre Songstrukturen eher fürs Formarradio taugen."
("Intro" Mai 1998 Talk Talk Retrospektive von "Carsten Sandkämper")
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am 9. Februar 2013
Als im Juli 1982 das erste Album von "Talk Talk" erschien, ahnte noch niemand, welche Meisterschaft und welchen Einfluss auf die Entwicklung ganzer Musikstile Mark Hollis und seine Mitstreiter erlangen sollten. "The Party is over" präsentierte eingängige, tanzbare Musik im Gewand des damals schwer im Trend liegenden Synthie-Pops. Produzent war der bekannte Colin Thruston, der auch mit David Bowie, "Duran Duran" und "Camouflage" zusammenarbeitete. Ähnlich wie "Depeche Mode" und "Duran Duran" gingen "Talk Talk" den Weg des sich steigernden Erfolges, da "The party is over" zwar durchaus erfolgreich war, jedoch noch nicht millionenfache Verkäufe erreichte, wie zum Beispiel die Debüt-Alben von "A-ha" und "Alphaville". Während jedoch "Depeche mode" und "Duran Duran" bis in die Gegenwart aktiv sind, hielten sich "Talk Talk" nur knapp ein Jahrzehnt, können dafür allerdings für sich in Anspruch nehmen, nicht nur mehrere überragende Meisterwerke geschaffen zu haben, sondern auch mit nur fünf Alben von einem Ende des Spektrums moderner Musik zum anderen gegangen zu sein.

In seiner Gesamtheit ist "The party is over" allerdings noch kein Meisterwerk. Unbestreitbar bietet es eingängige, bisweilen sehr schöne Melodien, eine gediegene, ausdrucksstarke Instrumentierung sowie eine ganz eigene Melodik, mit der die Band in meinen Ohren abgesetzt von den meisten ihrer Zeitgenossen steht. Hinzu kommt die Stimme Mark Hollis', die gleichermaßen untypisch wie unverwechselbar ist und einen wesentlichen Teil zu der außergewöhnlich hohen Ausdruckskraft beiträgt. Jedoch schwankt in meinen Ohren das Songmaterial in seiner Qualität noch etwas zu stark. Melodisch äußerst schöne und interessante Stücke stehen neben solchen, die ein wenig "konventionell" bzw. "bieder" wirken. Dennoch sind die guten und sehr guten Stücke in der Überzahl und heben aufgrund ihrer Qualität das Album deutlich über den Durchschnitt.

Sowohl der Opener als auch das nachfolgende "Serious" fallen in den Bereich der guten, aber etwas biederen Hausmannskost. Beide sind gut produziert, ausdrucksstark und sehr eindringlich, haben jedoch auch Ähnlichkeiten zu dem Synthie-Einerlei zahlreicher weniger bekannter und kurzlebiger 80-er-Jahre-Bands. "Today" dagegen ist ein erstes Meisterwerk. Schnell, melodisch überaus schön und düster-warm, war es die richtige Wahl als dritte Single und erreichte zumindest in Großbritannien auch einen adäquaten Chart-Erfolg. Obwohl hervorragend, wird es vom folgenden "The party is over" noch übertroffen. Hier wird bereits die Erhabenheit von "Renee", "Happiness is Easy" oder "Time it's time" vorweggenommen, obwohl sich das frühe Meisterwerk von den späteren Oden stilistisch vollkommen unterscheidet und sie auch nicht ganz erreicht. Den ersten als Einführung und Aufbau wirkenden zweieinhalb Minuten folgt ein opulenter Höhepunkt, in dem Sänger und Instrumente einem wunderbar eindringlichen Text Gestalt verleihen. Exzellent. Die enorme Energie von "The party is over" wird mit "Hate" nahtlos, aber andersartig fortgesetzt. Obwohl melodisch etwas zurückgesetzt, vereint dieser Titel auf brilliante Weise Sperriges mit Treibendem und ist ebenso stimmungsvoll wie ausdrucksstark. Das folgende "Have you heard the news" führt erstmals in ruhige Gefilde und wirkt durch seine Melodie aber auch die vorsichtige und stille Instrumentierung mysteriös. Ebenfalls ein äußerst gelungener Titel, der zudem innerhalb des Albums sehr geschickt platziert wurde.

Leider kann "Mirror Man" die hohe Qualität seiner Vorgänger nicht halten. Strukturell und instrumentell wirkt es wie eine abgespeckte Version seines Vorgängers, obwohl es vor diesem geschrieben worden sein dürfte. Als Single war es mit Sicherheit die falsche Wahl. Das folgende "Another word" zieht das Tempo wieder an. Obwohl von seiner Konzeption eigentlich auch recht konventionell, hat dieser Titel für mich einen ganz eigenen Charme - aus Gründen, die mir seit 11 Jahren unbekannt sind. Das abschließende "Candy" nimmt das Tempo heraus und führt wieder in dunklere Gefilde. Ein wenig sperrig, aber melodisch schön und sehr ausdrucksstark, markiert dieser Titel einen angemessenen, melancholischen Abschluss.

Wenn ich das Gesamtwerk von "Talk Talk" betrachte, fällt "The party is over" gegenüber seinen Nachfolgern deutlich ab. Dabei ist es keineswegs schlecht, sondern aufgrund mehrerer exzellenter Titel sogar deutlich überdurchschnittlich. Auch werden schon die Eigenarten und Qualitäten sichtbar, die auf den nachfolgenden Alben weiterentwickelt wurden und der Band die ihr zustehende Bewunderung einbrachten. Insofern könnte man Talk Talk's Erstlingswerk als eine sehr gut bestandene "Gesellenprüfung" bezeichnen. Mit "It's my life" bestanden die Jungs zwei Jahre später die Meisterprüfung. Mit dem wunderbaren "The colour of spring" traten sie in den Kreis der Großmeister ein. "Spirit of eden" und "Laughing stock"... jeder möge dies selbst entscheiden.

Für Freunde heutiger Chartmusik ist "The party is over" definitiv ungeeignet. Freunde des Synthie-Pops, aber ebenso stilistisch ungebundene Hörer sollten ihm eine Chance geben. Es lohnt sich.

4,25 Sterne, die ich zur Wahrung des Abstandes zu den anderen von mir bewerteten Alben auf 4 abrunde.
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am 15. April 2012
1982 starteten Talk Talk als Synthiepop-Band. 1988 war ihre Musik schon dermaßen außergewöhnlich, dass die breite Masse nichts damit anfangen konnte. Schaut man in die CD-Ausgabe des 1997-Remasters, so sieht man, dass die Jungs noch ziemlich durchgestyled waren. Dies sollte sich bald ändern.

Die Musik auf "The Party's Over" ist noch sehr schlicht und im Gute-Laune-Stil gehalten. Trotzdem gibt es so einige schöne Stücke. Vorausgesetzt, man kann dem Synthiepop etwas abgewinnen. "Talk Talk" ist nette, fröhliche Popmusik. "It's So Serious" ist typisch für das Genre. Sowohl vom Gesang, als auch von der Keyboardmelodie. An den zigfachen Wiederholungen des Refrains, bzw. sogar des Songtitels erkennt man die Schlichtheit(böse Zungen würden von Plattheit sprechen) der Band-Anfänge. "Today" schraubt das Tempo hoch, wieder typischer Synthiepop, jedoch durch Mark Hollis Stimme bereichert, die bereits auf dieser Scheibe außergewöhnlich ist.

Im weiteren Verlauf gibt es ruhige, getragene Stücke("The Party's Over"), treibendere, aber immer noch verhaltene Songs("Hate"), atmosphärische Tracks("Have You Heard The News?") und anfangs minimalistisch erscheinende Liedchen, die später doch mehr Abwechslung entfachten("Mirror Man"). "Another World" ist die einzige Talk Talk Komposition von Bassist Paul Webb. Der flotte Rhythmus, der dafür aber fast schon traurige Gesang, sowie die etwas zurückhaltenden Keyboards machen einen starken Song aus. Das abschließende "Candy" wird oft als kreativster Song des Albums bezeichnet. Der Songaufbau, sowie der Rhythmus sind tatsächlich etwas eigenartiger. Es fehlt ein richtiger Chorus, und es kommt mehr Klavier als sonst zum Einsatz. Ein Hinweis darauf, dass Talk Talk mit der Zeit verstärkt auf akustische Instrumente setzten.

Was diese Platte negativ gegenüber dem immer noch sehr poppigem Nachfolger erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass hier kein Ausnahmesong wie "Tommorow Started" oder "Renée" vertreten ist. Das Positive im Vergleich zu "It's My Life" ist, dass die Stücke hier durchgehend in einem Stil verankert sind, wodurch das Album in sich geschlossener wirkt. Es gibt hier einfach nicht so viele qualitative Schwankungen, was manchmal besser und manchmal schlechter ist.

Keyboarder Simon Brenner verließ nach dem Erstling die Band, die fortan als Trio mit reichlich Studiomusikerunterstützung arbeitete.

Anspieltip(s): It's So Serious, Today, Another World
Vergleichbar mit:

Wertung: 8/15
Datum: 16.04.2012
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am 7. Februar 2016
Talk Talk ist eine großartige Band, deren musikalischer Einfluss weit reicht.
Ihr Debut "The Party's Over" von 1982 kann aber nicht mal ansatzweise an die nachfolgenden Veröffentlichungen heranreichen.
Im Vergleich zu "Sprit of Eden" (1988) und "Laughing Stock" (1991), meint man eine komplett andere Band zu hören, wäre da nicht der Gesang von Mark Hollis.
Die Produktion wurde teils schon von Kritikern damals bemängelt. Die künstlich klingenden Drums stehen sehr im Vordergrund und jede verbleibende Lücke ist mit süßlichen Synthies zugespachtelt. Die Produktion lässt die soliden Stücke altbacken und aufgeplustert wirken.
Und es ist wirklich nicht so, dass ich den Sound dieser Zeit nicht mag, ganz im Gegenteil. Bands wie "A Flock of Seagulls", "Blancmange", "Ultravox" und "OMD" höre ich immer noch sehr gerne.
Als Talk-Talk-Fan hat man die CD natürlich im Regal stehen und hört auch noch ab und zu rein. So richtig Spaß macht das aber nicht. Wäre es bei der Veröffentlichung geblieben, wäre Talk Talk heute nur noch eine Randnotiz der Musikgeschichte. Mit der starken "It's My Life" ging es dann aber CD um CD weiter in ganz andere Sphären.
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