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Kundenrezensionen

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am 5. März 2007
Dieses Buch beschreibt einen Mann,mit einer faszinierenden Persönlichkeit.

Stefan Hentschel hatte eine schlechte Jugend,erfuhr keine Liebe im Elternhaus und rutschte somit irgendwann ins Milieu.Als Schläger in den Achtzigern auf dem Kiez gefürchtet,erlangte er als Lude und Bordellbesitzer zweifelhaften Ruhm.Hentschel konnte aber nicht nur hart zuschlagen,sondern auch Menschen mit seinem Charme manipulieren.Erschreckend schnell schaltete er vom lieben Kumpeltyp auf den kompromißlosen Schläger um,der er nunmal auch war.

Der Schreibstil des Buches ist recht anspruchslos und teilweise gar ordinär.Wer Hentschel aber im TV (oder gar live) reden hörte,der weiß aber auch,dass sich alles andere verboten hätte.

Im Buch wird deutlich,dass Hentschel auch Grenzen kannte,was ihn wiederum sympathisch machte.Das ein Mann mit soviel Esprit und Autorität am Ende mit leeren Händen depressiv in der "Ritze" am Tresen saß,ist fast tragisch.Mitleid muß man nicht mit ihm haben und man kann seine Art des Lebensunterhaltes auch durchaus in Frage stellen.Wenn man aber sieht,welch farblose Gestalten heute das Medienbild prägen,so hätte man ihm auf seine alten Tage sicher eine eigene Sendung im TV gegönnt.
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am 18. Januar 2007
Ich habe mir das Buch erst nach seiner Todesnachricht gekauft, jedoch hatte ich es bereits auf meine Merkliste.
Bevor ich meinen Eindruck reflektiere, möchte ich eine Erkenntnis loswerden: jeder liest aus einem Buch etwas anderes als der Autor hineingeschrieben hat.
Ich habe seine Interpretation für mich übersetzt und möchte nun Stellung beziehen.
Das Buch hat mich gefesselt und somit dazu gezwungen, es in kürzester Zeit zu lesen.
Es ist prickelnd, spannend, aus dem Leben gegriffen geschrieben, in amüsanten Formulierungen verpackt, ergreifend und traurig.
Es liegt mir fern darüber zu rechten, ob jemand einen Fehler begeht, wenn er in einer für sich konformen Art und Weise nach Luft schnappt.
Eines sollte klar sein: Sex ist ein Trick der Natur, um die Art zu erhalten. Und wo es Tricks gibt, da gibt es auch Falschspieler. Dieses wissentlich getrennt voneinander betrachtet, lässt ihn mir sympatisch erscheinen.
Über sein Lebenswandel: jeder nimmt die Farbe seiner Umwelt an
Über sein Verzicht auf Rache knüpfe ich an seiner Aussage an: Auge um Auge und die Welt wäre blind.
Über sein Ableben: Männer die darauf hoffen in ihren Stiefeln zu sterben, sterben all zu oft in ihren Pantoffeln (Stefan Hentschel wollte in seinen Stiefeln sterben).
Über sein Vokabular: Er hat das Denken den Worten überlassen.
Es ist in jedem Fall ein Verlust
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am 11. Dezember 2014
Ein Geschenk an meinen Freund. Für eine Reise nach Hamburg, zur Reeperbahn.
Er ist sehr an der Geschichte der Reeperbahn interessiert und somit auch am Leben von sämtlichen Zuhältern.
So verschlung er während der Busfahrt dieses Buch und musste auch abends immer wieder nachlesen, wenn er genannte Orte ablief oder ein Besuch für den nächsten Tag geplant war.
Er beschrieb das Buch als kleinen, persönlichen Reiseführer.
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am 24. Oktober 2013
Habe das Buch nach einer Führung durch den Boxkeller der "Ritze" erworben. Eigentlich schon lesenswert für jeden Hamburger, der mal duchs Nachtleben gehuscht ist. Ich persönlich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - Ariane Barth hat da ein fantastisches Werk zusammengeschrieben. Literarisch nicht hochwertig? Daüber lässt sich streiten. Barth schafft es einem das Gefühl zu vermitteln, als säße man selbst inmitten der Geschichte, am Tisch in der Ritze, wo das Gespräch seinen Anfang findet. Ja, als wäre man Teil des Rotlichtbezirks mit all seinen Gestalten und Geschichten. Ihr Schreibstil und die Art, wie sie die Geschichte einfädelt und spinnt, ist sehr gekonnt.

"Klartext" hat darüberhinaus eigentlich alles Wesentliche gesagt. Ich würde gern wissen, inwiefern die fast warmherzige mitfühlende Beschreibung der Milieugröße Hentschel ganz subjektiv Ariane Barth`s persönlicher Einschätzung entspricht. Das bekannte Video mit der Ohrfeige scheint da eine andere Sprache zu sprechen. Nichtsdestotrotz, ich habe lange kein so interessantes und fesselndes Buch gelesen - klare Kaufempfehlung.

Was das Lesevergnügen eminent schmälert: Die vermurkste Rechtschreibung der Kindle-Version...
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am 28. März 2014
Wer kennt die Szene nicht? Stefan Hentschel flaniert mit einem Kamerateam durch das Amüsierviertel von St. Pauli und wird von einem dümmlich dreinblickenden jungen Mann gestört... Ariane Barth hat diesen Mann getroffen und für ihn eine Biographie geschrieben.
R und S: Die Erscheinung des Buches entspricht einer soliden Verlagsarbeit. Allerdings ist die Schrift meines Taschenbuches winzig klein und auch sonst sehr sparsam ausgeführt. ****
Duktus: Ariane Barth hat es ausgezeichnet verstanden, sich in die Welt des einst großen Zuhälters einzufühlen. Sie hat nicht nur einfach eine nette Biographie verfasst, sondern auch mit dessen rauen Sprache geschrieben und es reichhaltig mit markigen Sprüchen garniert. Das ließt man nicht alle Tage. *****
Zum Inhalt: Die Autorin und Stefan Hentschel treffen sich in der berüchtigten Kiezkneipe "Ritze". Stefan findet sofort gefallen an der anmutigen Autorin und vertraut ihr seine Lebensgeschichte an. Er holt weit aus und beginnt mit seiner schweren Kindheit. Selbst in diesem Teil war ich in keiner Silbe gelangweilt. Auch wirkt die Erzählung alles andre als aufgepimpt.
Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr lernt er Reni kennen, mit der er einige Jahre zusammen war. Sie war Prostituierte und schaffte für sich und ihm das Geld heran. Bald darauf wird er Teilhaber einer Diskothek, doch bleibt seine Haupteinnahmequelle die Prostitution. Auch wenn er gewitzt bleibt, beschreibt er schonungslos die Vorgänge im Rotlichtmilieu. Man bekommt schnell ein Gefühl für die Gier nach dem schnellen Geld. Im Schatten der Sittenwidrigkeit sind Zuhälter reich wie die Könige geworden und haben es sich auch entsprechend gut gehen lassen, bis eines Tages eine Serienkiller auf den Plan kam, der im Auftrag eines Skrupellosen Zuhälters jagt auf seine Konkurrenten machte. Als sein Freund Waldi Opfer eines Mordes wurde, flüchtet Hentschel. Bei seiner letzten Freundin, die er bis zu seinem Tod treu geblieben ist, schrieb er über Wut und Aggressionen, die sie durch die Hurerei angestaut hat. Er kehr von nun an endgültig dem Rotlichtmilieu den Rücken zu und will solide werden.
Doch der Ausstieg verläuft bei weitem nicht so glatt, wie er sich es erwünscht hat. Zum Schluss bleibt hin nur noch der Selbstmord. Ein Auge, Ein fast angebissener Finger, unzählige Stichwunden und ein gebrochenes Herz machten ihn lebensmüde. *****
Fazit: Menschen wie Stefan Hentschel gibt es sonst nur bei Shakespeares. Sehr lesenswert!
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am 15. Januar 2016
Ein etwas kurzer, leicht wehmütiger, Rückblick auf die goldenen Zeiten St. Paulis von der Kiezlegende Stefan Hentschel. Boxer, Lebemann, Lover, Zuhälter, treuer Kumpel....nur einige Worte um Herrn Hentschel zu beschreiben. Lohnt sich für diejenigen zu lesen, die bei Nutella-Gang nicht an Frühstück denken
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Februar 2014
Zum Inhalt, oder sollte ich sagen zum tieferen Sinn dieses Buches gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu sagen, denn es handelt sich um die Lebensgeschichte von Stefan Hentschel, einer Kiezgröße von St. Pauli, der sich am 18.12.2006 im Boxkeller der Szene- Kneipe „Zur Ritze“ an der Reeperbahn erhängt hat.
Die 80iger Jahre waren die große Zeit des Stefan Hentschel und genau dieser Teil ist auch der interessanteste Abschnitt in diesem Buch. Der Hobby- Boxer und Zuhälter war eine jener legendären Kiezgrößen aus der damaligen Zeit, für den zweiweise an die dreißig Frauen in seinem Bordell anschaffen gingen. Er hatte aber auch Neider und stand auf der Killer- Liste der Konkurrenz. Stefan Hentschel überlebte eine Messerattacke und wurde auch zweimal angeschossen.
Ariane Barth hat nunmehr ein Buch über Stefan Hentschel geschrieben und zwar in einer Form als würde der Protagonist seine eigene Lebensgeschichte erzählen. Genau das hat mich aber beim Lesen extrem genervt, denn der Gossenjargon und die Fäkalsprache von Henschel waren doch auf Dauer sehr gewöhnungsbedürftig. Das ich mit diesem Buch kein Meisterwerk der deutschen Literatur erwerbe war mir natürlich klar, aber ein bisschen mehr Niveau hätte ich mir doch schon gewünscht.
Ansonsten fand ich das Buch aber sehr gut, denn mir gefielen die Einblicke in das St. Pauli und das Kiezleben der 80iger Jahre, insbesondere weil auch andere Kiezgrößen (nur um an dieser Stelle mal ein paar dieser Größen zu nennen, der Pate von St. Pauli Wilfried "Frieda" Schulz, oder aber Hanne Kleine der Wirt der berühmt- berüchtigten Box-Kneipe "Zur Ritze, die Jungs von der GMBH wie beispielsweise Michael "der schöne Mischa" Luchting, oder aber Lamborghini-Klaus und nicht zu vergessen der gefährliche Auftragskiller Werner "Mucki" Pinzner) benannt und dem Leser somit nahe gebracht wurden. Diesbezüglich habe ich auch schon andere Bücher gelesen (beispielsweise „LUDE! Ein Rotlicht-Leben: Die Geschichte eines Zuhälters“ von Marcel Feige, oder „Rotlichtkrieg: Auf Leben und Tod gegen die Hells Angels“ von Gianni Sander und auch „Bordsteinkönig: Meine wilde Jugend auf St. Pauli“ von Michel Ruge) und verglichen mit diesen Werken ist das Buch von Ariane Barth auf jeden Fall das Beste.
Eine kleine Anekdote noch am Rande. Offensichtlich gab es zwischen Stefan Henschel und dem Polizisten Waldemar Paulsen (dieser war Zivilfahnder und hatte den Spitznamen «Rotfuchs» und versah in den 70iger und 80iger Jahren auf dem Kiez seinen Dienst – nachzulesen in dem Buch „Meine Davidwache: Geschichten vom Kiez“ von besagtem Waldemar Paulsen) eine kleine Privatfehde, denn keiner von Beiden kam in dem jeweils anderen Buch sonderlich gut weg. Aber das nur am Rande.
Wie gesagt, lässt man mal den ganzen moralischen Aspekt und den literarischen Anspruch bei Seite und sieht dann auch noch über die teilweise doch sehr extreme Fäkalsprache hinweg, dann hat man mit diesem Buch eine durchaus interessante Milieustudie in Form einer Autobiographie, welches sich flüssig und spannend liest. Genau aus diesem Grund vergebe ich auch fünf von möglichen fünf Sternen.
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am 12. Juli 2005
Das Buch ist absolut authentisch geschrieben und macht richtig Spaß zu lesen. Konnte es gar nicht aus der Hand legen... Besonders für Hamburger wie mich sehr spannend, da man die meisten Locations zumindest vom Namen her kennt und einem doch so einiges bekannt vorkommt. Viel interessantes Insiderwissen. Der Stefan ist etwas sehr von sich überzeugt, aber das paßt halt zu den Jungs vom Kiez.
Klasse Buch - nur zu empfehlen
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am 2. Juli 2012
... auch wenn der Schreibstil wohl nicht jedermann's Sache ist. Ich möchte hier gar nicht auf den Inhalt eingehen, nur soviel: Das Buch lohnt sich. Wer Stefan Hentschel kennt, weiß sowieso Bescheid... Insofern: R.I.P.
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am 4. Februar 2016
Wer einen wirklichen Einblick in diese Zeit sucht, der wird einiges an Fakten vermissen und ist mit den auf youtube verfügbaren Dokus über Stefan Hentschel, Karate Thommy et. al. ggf. besser bedient. Wer aber eine eher subjektive Darstellung dessen sucht, wie Stefan Hentschel diese Zeit erlebt hat (und mehr kann und WILL ein solches Buch ja im Prinzip auch gar nicht leisten), ist dagegen hier bestens bedient. Die Sprache ist heroisierend verklärt, naja, das mag der Leser, oder eben nicht. Klasse fand ich, daß die Autorin keinerlei Kommentare oder Bewertungen abgibt, sondern das ganze komplett so geschrieben hat, als habe Stefan Hentschel das Geschriebene an sie adressiert - was er ja wohl auch in mehreren Gesprächen so getan hat. Ihre kritischen Kommentare gibt sie dann in der ebenfalls sehr sehenswerten Doku über Hentschel ab: (...). Das paßt insgesamt gut zusammen - für ein Gesamtbild also am besten das Buch lesen UND die Doku anschauen.
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