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am 12. April 2012
Meine Kritik bezieht sich auf die Spirit of Eden Remaster 2012. Und zwar auf das Remastering im Vergleich zu der CD Veröffentlichung von Parlophone 1988 und die Vinylausgabe 1988.

Während die unremasterte alte CD in einem typischen 80er Jahre Look daherkommt, wurde der remasterten Version ein ähnlich violetter Look gegönnt wie das Label auf der Vinylscheibe.
Das Cover ist nun nicht mehr vergrößert wie bei der Erstausgabe, sondern im gleichen Verhältnis wie die LP.
Und die Lyrics sind wie immer eigentlich unlesbar. ;)
Zusätzliche Informationen sind nicht vorhanden.

Der Longtrack ist nun in allen drei Parts direkt ansteuerbar (Rainbow, Eden, Desire).

Nun das Remaster selbst: Es ist gelungen. Zwar sind meine Ohren nicht mehr ganz die gleichen wie 1988, andererseits ist meine Anlage seit einigen Jahren doch sehr brauchbar und die alte CD lief doch ab und an. Im direkten Vergleich bemerkt man eine bessere Wiedergabe der Höhen (die Perkussion strahlt deutlicher), der Bass ist konturierter - und der leichte Rauschteppich der Originalscheibe ist tatsächlich weg. Auch nach eruptiven Momenten (was die Musik dieser Scheibe ja so liebenswert macht) gibt es keine Rauschfahnen. Der Dynamikbereich der Aufnahme ist erhalten geblieben, und gerade die leisen Momente haben durch das Remaster wirklich einiges gewonnen.
Meineserachtens lohnt sich der Neuerwerb dieser Scheibe, auch wenn man die "alte" hat. Und es macht Hoffnung, das auch "Laughing Stock" und Mark Hollis Soloscheibe in Kürze im gleichen Sinne remastert werden.
(Auf ein viertes Opus aus den Federn von Hollis und Friese-Greene sollte man die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn da wohl nix draus wird...)

Zu der Musik selbst ist viel in den Jahren geschrieben worden, und ich halte sie persönlich für eine der wichtigsten Scheiben, die es in der Musikgeschichte gegeben hat. (Natürlich gilt das nicht für Freunde von Easy Listening, denn das ist Spirit of Eden ganz und gar nicht.)

Edit: Wie in den Kommentaren zu meiner Rezension zu lesen ist, scheint die CD das gleiche Remaster wie 1997 zu haben (ein Vergleich der 2012er Version mit der 1997er Version ist mir mangels letzterer nicht möglich.)
Mein Vergleich bezieht sich in dieser Rezension lediglich zu der 1988er Veröffentlichung.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. September 2014
Das im Jahre 1988 veröffentlichte vierte Album der britischen Art-Pop-Band Talk Talk war für die gesamte Musikwelt eine echte Überraschung;und für die EMI,die auf ein weiteres verkaufsträchtiges Album im Stile von "It`s My Life" gehofft und dementsprechend viel Geld in eine aufwändige,hochklassige Produktion gesteckt hatten,wohl auch ein Schock.
Mark Hollis und damit Talk Talk hatten sich zwar von Album zu Album stetig weiterentwickelt;schon der traumhafte Vorgänger "The Colour Of Spring" war auf einem so überragenden Niveau angekommen,daß man den Begriff Pop dafür nur noch unter Pein verwenden konnte.Auf Avantgarde-Pop könnte ich mich gerade noch einlassen.
Dennoch wurde man zunächst von "Spirit Of Eden" fast erschlagen.
Mark Hollis und Tim Friese-Greene,die die Kompositionen erschufen,beschäftigten neben dem altbewährten Drummer Lee Harris und Paul Webb an der Baßgitarre eine ganze Mannschaft von Gastmusikern,die für Mundharmonika,Oboe,Fagott,Klarinette,Violine,Shozyg,Kontrabaß,Trompete,Dobro,Gitarre,Englishhorn zuständig waren.
Friese-Greene spielte Orgel,Piano,Harmonica,Martin Ditcham übernahm die Percussion.
Die zahlreichen Instrumente und damit Klangfarben werden jedoch nur spärlich eingesetzt,man könnte die Musik sicher als minimalistisch,auf das Essentielle reduziert,bezeichnet.
Manches wird nur angedeutet,,wird nur gedämpft eingesetzt,wirkt nebulös,in Verbindung dem teils nur gewisperten Gesang eigenartig fremdartig und doch betörend schön.
Die meditative Ruhe in der Musik wirkt in Verbindung mit der geradezu hymnischen Schönheit der zarten Melodien und dem emotionalen Gesang immer authentisch und damit geradezu intim.
Die gefühlvollen Arrangements,denen die Einflüsse von Klassik und Jazz anzumerken sind,werden ab und an durch schrille,verzerrte Ausbrüche zerrissen,überraschen den Hörer auf vielleicht für manchen verstörende Art.
Die sentimentale,sensibel anmutende Grundstimmung des Albums droht zu keinem Zeitpunkt in gefälligen Wohlklang abzugleiten.
Starke Dissonanzen in der Musik,akustische Gefühlsausbrüche,Tiefe in den Kompositionen,Progressivität,avantgardistisches Flair sorgen für Hochgenuß und tiefe Empfindungen beim hören.
Die Musik wird meist dem Post-Art-und Experimental-Rock zugeordnet.
Für manchen Kritiker war diese Art von Musik 1988 weniger betörend,als vielmehr verstörend.
So blamierten sich einige davon bis auf die Knochen,indem sie "Spirit Of Eden" verrissen und verhöhnten.
Heute gilt diese verzaubernde Musik zu Recht allgemein als Meisterwerk.
Allerdings ist sie fordernd,will gefühlt und erlebt werden;bei manchem dauert das seine Zeit,manchem bleibt sie für immer verschlossen.
Wer sich ihr geöffnet und sie verinnerlicht hat,wird mit einem musikalischen Erlebnis belohnt,das zutiefst berührt.

Auch produktionstechnisch beeindruckt "Spirit Of Eden" überaus.
Die Aufnahme ist mehr als gelungen,die Remaster-CD klingt schon unglaublich gut.
Dennis Blackham und Phil Brown haben,auch ,was Dynamik und Aussteuerung angeht,großartig gearbeitet.
Die erste CD-Auflage und Vinyl habe ich nie gehört,atemberaubend gut ist aber auf jeden Fall die längst vergriffene Hybrid-SACD.
Die CD-Schicht entspricht der 97er Remaster-Version,auf der SACD-Schicht wurden die Möglichkeiten des Mediums endlich mal so richtig ausgeschöpft.Eine SACD kann durch ihre vielfache Datendichte ein mehrfaches an Auflösung darstellen und genau das wurde hier gemacht.Das Mastering für dieses Medium ist voll gelungen.
Eine entsprechende Anlage/ein GUTER SACD-Player sind natürlich Voraussetzung um das Klangpotential voll auszuschöpfen.
Nicht umsonst gilt diese Scheibe bei Audiophilen als echter Leckerbissen und wird zu Mondpreisen gehandelt,falls sich davon überhaupt mal einer trennt.
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am 13. November 2005
Eine kurze These: Diese Platte von 1988 gehört zum Musikalischsten, was es in der Rockmusik je gegeben hat.
Fernab von der üblichen kalten Produktionstechnik der achtziger Jahre, die Schlagzeug programmiert und immer mehr natürliche Sounds eliminiert hat, hören wir hier viele atmosphärische Elemente, Geräusche, zu laut geratene und fast verschluckte Noten, überhaupt viel, viel Dynamik. Ein Vorläufer der zehn Jahre später aufkommenden Post-Rock-Richtung (Godspeed You Black Emperor, Sigur Ros).
Große Strecken der Platte sind aus Improvisationen entstanden, und ihre Musik ist eine solch drastische Abkehr vom kommerziell verwertbaren Synthie-Pop, den TALK TALK bisher gemacht hatten, dass der Mann von der Plattenfirma damals tatsächlich geheult haben soll vor Verzweiflung: kommerziell ist dies nicht..... Aber es klingt ungeheuer wohltuend.
Viel melancholische Besinnlichkeit ist da drin, ein enorm berührende Platte. Musikalische Bögen wachsen und vergehen, Ruhe kehrt ein, selbst wenn es zwischendurch mal laut wird und kracht. Der Titel ist exzellent gewählt.
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am 18. Februar 2010
Mit dem kommerziell erfolgreichen und künstlerisch überaus beeindruckenden "The colour of spring" erreichten "Talk Talk" den Höhepunkt ihrer Karriere. Einer erfolgreichen Welttournee folgte dann ein 14-monatiger Aufnahmeprozess in einer verlassenen Kirche in Suffolk. Bereits der Gedanke an Aufnahmen in einem Gotteshaus hätten manchen Anlass zur Sorge geben können. Das Entsetzen der Labelbosse folgte dann bei der erstmaligen Vorführung des Materials, nachdem Hollis zuvor mehrfach Einsicht in das neue Werk verweigert hatte.

In der Tat: "Spirit of Eden" fällt völlig aus dem Rahmen - damals und auch heute. Vieles in einem. Sparsamkeit und Opulenz, überragendes Meisterwerk und kommerzieller Selbstmord zugleich. Hier zählt jede Note und jede Pause, jeder noch so sparsame Instrumenteneinsatz. Mögen Melodie und die ausschließlich akustische Instrumentierung zunächst einfach wirken - sie sind es nicht! Ein Album, das dem Hörer Disziplin aufzwingt. Disziplin, genau hinzuhören, jedem noch so kleinem Detail zu lauschen, dem Fluss von Noten, dem Einsetzen und Ausscheiden einzelner Instrumente zu folgen, die Bedeutung der Einordnung einzelner Tonspuren innerhalb eines Titels zu erkennen. Erst wenn diese Disziplin aufgebracht ist, wenn Geduld und innere Ruhe hergestellt sind, wird Sparsamkeit zu Opulenz, vermeintliche Langeweile zu grenzenloser Spannung. Hier gelang Hollis das, was u.a. in der modernen bildenden Kunst zu beobachten ist: durch vermeintliche Zurückhaltung in der Umsetzung bzw. Darstellung werden neue Perspektiven geschaffen. Das Werk gibt nicht mehr alle Antworten, vielmehr lassen Ruhe und Zurückhaltung, der Verzicht auf Noten und Instrumente, die einzusetzen man versucht ist, die scheinbare Unvollkommenheit ein ganzes Universum neuer Interpretations- und Denkanstöße entstehen. Es ist, als sprenge diese Art der Musik die Zweidimensionalität gewöhnlicher Populärmusik, in der das was zu sagen ist, bereits komplett in den Werken zu finden ist. Die sehr kryptischen, christliche Motive beinhaltenden Texte tun dabei ein übriges.

Dass diese Art von Musik weder damals noch heute eine Chance auf kommerziellen Erfolg hatte, liegt auf der Hand. Schon die zweieinhalb Minuten, bis, nach leisen vorsichtigen Tönen, "The Rainbow" beginnt, dürften den meisten der damaligen Hörern zu viel abverlangt haben. Die sich langsam steigernde Spannung, die sich über "Eden" zu "Desire" entwickelt, wird vielen ebenfalls entgangen sein. Auch wird es erst im Refrain von "Desire" richtig laut. Aber das ist kaum mehr als ein kurzes Aufflackern eines starken (weil lauten) Lichts in einer scheinbar unendlichen Dunkelheit. Alle drei Titel werden jeweils ineinander übergeleitet und stellten auf der LP die zusammenhängende A-Seite dar.

Apropos Dunkelheit: Eigentlich wirkt das Album melodisch auf mich nicht durchgehend dunkel. Die ersten drei Titel führen von warmer Düsternis ("The rainbow") über Ungewissheit und Depression ("Eden") zu gespanntem, manchmal laut ausbrechendem Optimismus ("Desire"). Die längere Pause zum folgenden "Inheritance" markiert gut die Zweiteilung des Albums. "Inheritance" zelebriert Melancholie und Hoffnung zugleich; es ist von verstörender Schönheit. Zugleich ist seine Struktur nicht ganz so weit von Bekanntem entfernt wie die seiner Vorgänger. Das sich ihm anschließende "I believe in you" führt dann ins Licht, beinahe wie das Herauskommen aus einem dunklen, unendlich großen Gewölbe auf ein weites Feld an einem frühen Sommerabend. Zugleich ist es sicher der am leichtesten zu erfassende Titel des Albums. Sanft wird man von Melodie und Instrumenten dahin getragen, der behutsame Ausklang erzeugt fast Wehmütigkeit. Die längere Pause zu "Wealth" ist sehr wichtig, sie federt den Wechsel der Instrumente ab und lässt dem Hörer Zeit, sich von dieser Sommerstimmung zu verabschieden. Nun geht es mit Orgelklängen wieder in die Dunkelheit, einer warmen angenehmen Dunkelheit, die sich mit dem langsamen (über 2 minütigen) Ausklang der Instrumente schließlich im Nichts verliert.

Was bleibt für den Hörer? Am wahrscheinlichsten sind zwei Optionen: Einmal, die Welt von Eindrücken und Perspektiven, die ihm eröffnet wurde, zu rekapitulieren, oder aber, auf die Repeat-Taste zu drücken und das Werk noch einmal zu genießen. Seine ganze Größe zu begreifen, könnte sehr lange dauern, der Vorrat an Inspiration sehr lange vorhalten. Ermüdung oder gar Überdruss sind bei mir auch nach 8 Jahren nicht abzusehen.
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am 9. November 2002
bereits in ihrer frühphase, in der Talk Talk gerne dem "synthi-
pop" zugeordnet wurden, hatte die band um Sänger Mark Hollis einen ausgeprägten Hang zur melancholie. die beim oberflächlichen hinhören einfach zu konsumierenden stücke hatten stets einen
eher nachdenklichen, teilweise sogar leicht depressiven charakter (vgl. z.b. die texte zu "my foolish friend" oder "the party's over"). insofern war der schritt zu "Spirit of Eden", der durch das album "Colour of Spring" behutsam vorbereitet wurde, nur konsequent. daß dabei allerdings eines der besten musikalben aller zeiten herauskommen würde, mag die beteiligten wohl selbst überrascht haben. jetzt, viele jahre nach veröffentlichung, wird dem zuhörer erst bewußt, womit er es hier zu tun hat. was Talk Talk mit "Spirit of Eden" der musikwelt geschenkt haben, ist mit herkömmlichen maßstäben nicht meßbar, es ist unvergleichlich und in seiner harmonie und tiefe grenzenlos. einflüsse verschieden-
ster genres spielen auf diesem werk zusammen, als hätte sich
der "spirit" von Vivaldi, Miles Davis und den Beatles auf wunder-
same weise vereinigt. diese musik in ihrer vollkommenheit zu beschreiben versuchen, gleicht letztendlich aber dem sinnlosen unterfangen, einem blinden zu erklären, was farben sind. und voll
von farben von klängen, geräuschen, dissonanzen und schier unfaßbaren harmonien ist "The Spirit of Eden". es ist eine musik,
die einem andächtig und fast ehrfurchtsvoll verharren läßt; und
traurig macht. traurig auch, ob der erkenntnis, daß dieses werk
einzigartig und durch nichts und niemanden wiederholbar ist.
am ehesten hat es die band "Catherine Wheel" auf ihren beiden
alben "Adam and Eve" und "Like Cats and Dogs" geschafft, einigen
ihrer stücke den "Spirit of Eden" einzuhauchen. von Tim Friese-
Greene produziert und durch seinen unverwechselbaren orgelsound
geprägt, können Catherine Wheel als einzige mir bekannte band mit den songs "Ma Solituda", "Satellite" und "Saccharine" an "Spirit
of Eden" anknüpfen, ohne billige imitationen abzuliefern. Catherine Wheel ist im übrigen nicht nur dieser drei stücke wegen
ein absolutes erlebnis !
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am 20. April 2002
Ich habe diese CD erst kürzlich erworben und ich finde sie sagenhaft. Als ich sie das erste mal hörte dachte ich mir "naja, das war jetzt nicht so der Hit", doch nach dem zweiten, dritten reinhören fand ich sie immer besser. Das 5. Stück "I believe in You" gefällt mir besonders gut. Es ist Musik zum Träumen und fallen lassen. Zugegeben, diese Musik, und damit diese CD, ist Geschmacksache, man muß es schon mögen, wenn Klänge nicht wirklich zusammenhängen, sondern hier und da einfach "auftauchen", dort wieder Bläser, dann wieder Gitarre, und alles schräg klingend, bis dann endlich die harmonische "Auflösung" des ganzen kommt. Ich finde das stark und spannend dieses Zusammenspiel von Dissonanzen und Harmonien.
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am 25. Februar 2013
Zur Musik ist hier schon alles gesagt, deshalb nur ein paar Worte zu der LP- im Vergleich zur CD-Fassung:

Ich besitze beides in der aktuellen, remasterten Version und in beiden Fällen wurde dabei ein guter Job erledigt. Die LP ist definitiv eine der am besten klingendsten, die ich kenne – aber auch die CD überzeugt mit einem warmen, "analogen" Klangbild. Da das Album viele extrem leise Passagen hat, bei der man bei der LP doch einiges an typischen Nebengeräuschen zu hören ist, ist dies eines der (wenigen ...) Alben, wo ich beide Medien besitze und die digitale Fassung durchaus gleich gerne höre!
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am 19. April 2002
Glücklichsein ist einfach. So sangen TALK TALK im Jahre 1986. Happiness is easy? Dieses Werk "Spirit of Eden" von 1988 erinnert eher an das Motto "The party's over", um den Titel ihrer allerersten CD (1982) zu zitieren. Nach grossen Hitparadenstürmern wie "It's my life" oder "Such a shame" war Introspektion und Besinnlichkeit angesagt. Das Resultat war verblüffend. Ein Werk voller Zärtlichkeit und Schönheit, verfremdet mit allerlei skurrilen Geräuschen (damit man nicht so romantisch guckt beim Zuhören?). Fast schon klassisch instrumentiert mit Oboe, Violine und Kirchenchor, ist es weit vom kommerziellen Hitpotential früherer Werke entfernt - und doch wiedererkennbar. TALK TALK's langjährige Plattenfirma EMI hat's damals nicht verstanden und sich von der Band getrennt.
Dennoch: "Spirit of Eden" ist keine unzugängliche Platte, sondern auch heute noch wunderbare (Pop?)Musik. Und weniger sperrig als (das ebenso grossartige) "Laughing Stock", welches die Band dann 1991 sozusagen als vollends avantgardistische Abschiedsvorstellung veröffentlichte. Als Einstieg empfiehlt sich "I believe in you". Ein unvergessliches Werk.
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am 27. Juli 2016
die alten talk talk pop scheiben erzeugten bei mir immer schon gute laune. dann kam das geniale übergangswerk colour of spring und hier schließlich eine totale neuorientierung zum minimalismus.
das ergebnis ist eine minimalistisch instrumentierte platte,getragen von sehr ruhiger,melancholischer stimmung. lediglich kurze explosivere ausbrüche variieren das klangbild. dafür stimmt hier aber jeder ton jedes instrumentes und hollis' gesang setzt dem ganzen die krone auf. selten hat mich eine scheibe über die komplette spielzeit so massiv in ihren bann gezogen! emotionen mit gänsehautgarantie! bestimmt keine kost für jeden- man läßt sich zeit mit dem aufbau der stücke,manches wirkt für mainstreamohren vielleicht atonal aber ein muß für intensive musikliebhaber. manchmal kann man parallelen zu den melancholischen/experimentellen stücken von bowie (low,heroes) oder gabriel (birdy,passion) ziehen.
die produktion ist sauberst. das nachfolgealbum ist fast ähnlich stark und bei hollis einzigem soloalbum minimalisiert er dieses konzept noch weiter.
für mich ist spirit aber das stärkste der 3
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TOP 500 REZENSENTam 19. Februar 2014
Über wenig Alben aus den seeligen 80ern wurde mehr spekuliert als über SPIRIT OF EDEN von TALK TALK - und wie man auch an den hier zu lesenden Rezensionen erkennen kann, es hat sich zu Recht eine ganz besondere Stellung in der Musikgeschichte erarbeitet. Dies ist ein Album, welches kommerziell natürlich einen Großteil der Hörer, welche von TALK TALK melodischen melancholischen 80s Wave Pop erwarteten, bei Erscheinen irritiert zurückgelassen hat, welches aber auf Jahrzehnte eine ganz besondere Magie entwickelt...

Eines ist also ganz klar: SPIRIT OF EDEN ist ein Album, auf das man sich einlassen muss, ein enigmatisches und faszinierendes Gesamtwerk, welches man nicht mal so nebenbei hören kann, sondern welches entdeckt und erlebt werden will. Anfangs wirkt es wie ein Rätsel, aber wenn man sich auf SPIRIT OF EDEN einlässt, macht dieses Werk einen überwältigenden Eindruck.

TALK TALK machen hier einfach unfassbar emotionale Musik, improvisiert aber keineswegs undurchdacht, und sie schaffen es, musikalische Landschaften vor dem inneren Auge erblühen und vergehen zu lassen. SPIRIT OF EDEN ist ein regelrechter Trip, eine metaphysische Reise, und jeder Zuhörer wird hier eine eigene, ganz individuelle Erfahrung machen - kalt dürfte es baer niemanden lassen.

Richtig bewerten kann man SPIRIT OF EDEN kaum - dazu ist dieses Album zu besonders und es entzieht sich gängigen Kriterien vollständig. Dieses Album ist eine eigene Dimension für sich, und ein großes Erlebnis für alle diejenigen, die sich auf diese Reise einlassen wollen und können.
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