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am 7. Mai 2016
Ich habe die Kindleversion des Buches und nutze jede freie Minute um in dem Buch zu lesen. Keine anderes Buch hat mich bisher so gefesselt wie dieses. Ein so fundamentalen Wissen über die Jahrhunderte lange Behandlung und Erforschung dieser türkischen Krankheit fesselt mich immens. Dieses Buch ist wirklich lesenswert.
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am 18. Januar 2017
Das Buch ist gut geschrieben, aber für Laien weniger interessant. Ich habe mich teilweise durchkämpfen müssen, was aber eben an meiner mangelnden Sachkenntnis lag.
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am 19. Juni 2017
für die, die es genau wissen möchten. Wer sich für die Geschichte der Krebsforschung und -behandlung interessiert, ist hier richtig. Sie wird detailliert, mit allen Widernissen, Hoffnungen und Erfolgen, auch für den Laien verständich dargestellt.
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am 16. Mai 2017
Spannendes Buch mit interessanten Einblicken in die Geschichte von Krebs und die Entwicklung in der Forschung und Medizin. Sehr dicker Wälzer, also ordentlich Lesestoff. Als Kindle-Version zu empfehlen.
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am 16. Oktober 2012
Die hervorragenden Kritiken haben mich zum Kauf dieses populärwissenschaftlichen Buches verleitet und ich muss attestieren, dass ich diese Lektüre für eine der preiswertesten und lehrreichsten halte, die ich in den letzten Monaten, wenn nicht Jahren lesen durfte! Das Buch ist jeden Cent und jede Minute wert.

Es ist für mich äußerst bemerkenswert, wie Herr Mukherjee auch noch dort empatische, (und für Laien verständliche) Worte findet, wo zahlreiche Kollegen entweder sprachlos werden oder die Flucht in die medizinische Unverständlichkeit antreten.
Dabei überspannt er den Bogen aus meiner Sicht niemals:
er wird weder salbungsvoll, noch gefühlsschwanger, sondern er stellt eine schreckliche, faszinierende, herausfordernde Krankheit so dar, wie sie im Laufe der Medizingeschichte gesehen wurde.
Mit allen Fehlern, die sowohl von der forschenden, als auch der der klinischen Medizin, aber auch der politischen Institutionen und Meinungsbildner im Laufe der Zeit über Jahrhunderte hinweg begangen wurden.
Dabei setht zu befürchten, das wir bereits gerade in diesem Moment neue Fehler begehen und auch zukünftig Fehler machen werden...

Es gelingt Herrn Mukherjee nüchtern (aber niemals kalt) zu beschreiben, wie sehr insbesondere auch gesellschaftliche Auffassung von Krankheit letztlich modischen Strömungen unterworfen ist und wie diese Strömungen das Verständnis für Krankheitsentstehung und Therapie beeinflussen.

Für mich ist es fabelhaft dargestellt zu sehen, wie im Laufe der Zeit von der frühen Auseinandersetzung mit dem Krebs bis in die Morderne immer weniger Individualisten, sondern professionelle Behandlungs- und Forschungs-Teams aus allen möglichen Fakultäten immer weniger den Krebs und immer mehr den erkrankten Menschen behandeln.
Immer stärker rückt der Mensch mit seinem individuellen Krebs, seiner individuellen Geschichte und seinen individuellen Nöten in den Fokus eines forschenden und therapeutischen Netzwerkes.

Aber - und mir ebenso wichtig:
Herr Mukherjee hat mir auch den Blick geschärft für die Situation der heute tätigen Onkologen. Diese Kollegen betrachte ich nach der Lektüre diesen Buches mit anderen Augen und aus einem weitaus verständnisvollerem Blickwinkel.

Für absolute Laien halte ich dies Buch für lesbar und sinnvoll verstehbar.
Für mich wäre es ohne medizinische Vorbildung - obwohl wirklich sehr gut und verständlich dargestellt - allerdings ein ziemlich schwieriges Buch geworden.
Aber ich verspreche ambitionierten Laien ohne oder mit nur geringem naturwissenschaftlichen Background:
Der Aufwand lohnt sich.
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am 7. November 2016
Ich habe dieses Buch mit großem interesse gelesen ! Da mein Sohn selber an akuter Leukämie erkrankt war( 2015) lässt mich das Thema Krebs nicht mehr los.... ich habe geweint und immer wieder bejat was dort geschrieben steht. Begreife wieder welches überaus große Glück wir hatten,- dank der heutigen Medizin, das mein Kind weiter leben darf. Verstanden fühle ich mich durch dieses Buch und ich verstehe mehr ......ein Geschenk für alle die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten oder müssen!
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am 17. Juli 2016
Nicht viele Autoren vermögen es, ein Buch zu schreiben, dass Erlebnisbericht, Fachbuch,
Sachbuch und philosophisches Glanzstück zugleich sein kann. Absolut verdienter Gewinner
des Pulitzerpreises im Jahr 2011 (Bestes Sachbuch).

Was genau macht dieses Buch über Krebs genau aus? Was bietet es dem Leser?

Als Medizinstudent, erwartete ich ein Sachbuch, welches Hintergrundwissen und
Vorkenntnisse erfordert. Doch die ersten Seiten, bewiesen das Gegenteil. Ja, auch
Fachleute kommen hier auf ihre Kosten, aber besonders Menschen, die sich aus privaten
Gründen oder interessierter Neugier einlesen, werden abgeholt durch sehr gut durchdachte
Strukturen und Erläuterungen.,, Von der Picke auf" heißt keinesfalls, dass Studenten oder
Experten sich langweilen. Eher ist es so, dass man durch einen historischen Kontext ein vollkommen
anderen Blick auf diese im dunklen schlummernde und beängstigende Krankheit werfen darf.

Von einem Sachbuch/Fachbuch erwartet man nicht unbedingt, dass es einen geschockt und
emotional kurz aus dem Gleichgewicht gebracht zurücklässt, bald darauf jedoch wieder auffängt.
Allerdings macht genau das dieses Werk zu einem Meisterwerk. Sachbücher zu lesen schreckt manche Leute ab, doch hier bietet sich
die seltene Möglichkeit einen Blick durch den Dickicht von Fachchinesisch und Klischees zu werfen,
und dabei auch die emotionale Seite der Onkologie etc. zu sehen. Ich war derartig gefesselt, dass
ich nicht anders konnte, als im Buch angeführte Quellen aus Uniarchiven und Google Scholar heraus
zufischen, um Sie im Original und ganz in Ruhe nochmal nachzulesen.

Schließlich bot ich dieses Buch auch meiner Großmutter zu lesen an. Und siehe da, trotz Zweifel,
war keinerlei besondere Vorbildung im Bereich Terminologie, Physiologie oder etwa Anatomie von Nöten.

Man tritt eine Reise an: Von den dusteren Anfängen über bittere Rückschläge bis hin zum heutigen Stand
der Medizin und ihren Möglichkeiten. Ob radikale Mastektomien von tausenden Frauen oder dramatischen
Therapien für an ALL ( akute lymphatische Leukämie ) erkrankten Kindern, Siddhartha Mukherjee begleitet
den Leser immer auf menschlicher und fachlicher Basis.

FAZIT: Wer Freude am lernen neuer Dinge hat, privat den Kampf gegen Krebs kennengelernt hat oder sich
einfach nur für das Thema interessiert, wird den Wert dieses Meisterwerks erkennen. Ich weiß wirklich nicht,
wie man heutzutage 15€, die sonst für tausend andere Spielerrein draufgehen, besser investieren kann. Investieren,
weil man wohlmöglich das ganze Leben etwas davon hat.
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am 16. April 2012
Wenn ich je ein Buch gelesen habe, das den Pulitzerpreis verdient hat, dann dieses.

Ein Buch über Krebs, kann das unterhaltsam sein, fragt man sich nicht zu Unrecht. Ja, und wie! Spannend wie ein Thriller ist dieses umfangreiche und brillant recherchierte Werk, dazu in einer Sprache geschrieben, die Fachleute genauso verstehen werden wie der unbedarfte Leser. Und das macht die Größe dieser Biografie aus: Die Sprache! Ich weiß nicht, wie viel Lob auch der Übersetzerin gebührt, aber ich hatte das Gefühl, einen Pageturner zu lesen, so dramatisch wird hier beschrieben, wie hilflos, manchmal bizarr und leidenschaftlich sich einzelne Wissenschaftler und Ärzte dem Kampf gegen den Krebs widmen.

Hinzu kommt eine sehr feinfühlige Betrachtung der Patienten, die ihresgleichen sucht. Ein tolles Fachbuch, das weder erleichtert, noch ängstlich macht. Vielmehr habe ich gelernt, dass Krebs das Stärkste ist, das der menschliche Organismus entwickelt hat. Leider hat es sich gegen uns gewendet. Ein Paradoxon, das nach Lektüre des Bouches deutlich wird. Krebs ist ein Teil von uns uns wird auch in naher Zukunft nur selten heilbar sein.
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am 9. März 2012
Ich lese eigentlich keine Fachliteratur, keine Geschichtsbücher und schon gar nicht medizinische Bücher. Die Werbungen und euphorischen Kritiken (und der Pulitzer-Preis sagt ja auch einiges aus...) zu diesem Buch verleiteten mich, tief in meine Tasche zu greifen und es mir blind zu kaufen und ich bin begeistert.
Es ist keine Biografie der Krankheit Krebs (die ja auch viel zu unterschiedliche Formen und Arten aufweist), es ist eher eine Geschichte des Kampfes gegen den Krebs. Und damit ist es ein Kriegsbericht geworden.
Selbst betroffen weiß ich, dass der Kampf gegen Krebs viel militärische Bilder braucht. Mukherjee benutzt diese Bilder und das erschreckt schon manchmal. Da er aber immer wieder die Menschen, die den Krebs bekämpfen, ausführlich beschreibt wird der Schrecken gebrochen und es wird Menschlichkeit vermittelt. Die Helden sind dabei teilweise die Ärzte, deren Fehler und persönlicher Ehrgeiz aber auch schonungslos aufgedeckt werden - die wahren Helden sind aber immer wieder die erkrankten Menschen und ihre Kraft und ihr Kampf.
"Der König aller Krankheiten" ist ein schweres Buch. Teilweise musste ich es beim Lesen aus der Hand nehmen, da mir mein Arm schwer wurde, noch öfter musste ich es allerdings zur Seite legen, weil meine Gefühle mit mir durchgingen. Ich hätte nicht gedacht, dies je von einem Sachbuch sagen zu können.
Dieses Buch fesselt wie ein Krimi. Ich denke, es ist schon jetzt ein Klassiker.
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Es ist ein bemerkenswerter Widerspruch: Einerseits ist Krebs, nach Herzerkrankungen, die häufigste Todesursache in der westlichen Welt, also ein Teil der Lebenswirklichkeit im Alltag der Menschen. Andererseits verursacht diese Krankheit noch immer den Hauch des Bösen, welcher unweigerlich das Leben eines Menschen abrupt beendet. Wem ist es nicht bereits passiert, dass er bei der Nachricht des Todes eines Prominenten 'nach kurzer schwerer Krankheit' kurz zusammengezuckt ist und sich bei dem Gedanken erwischt hat: Aber mich hats nicht erwischt...Die Menschen verdrängen, dass das Leben und Sterben an mit und an Krebs ein Stück Normalität in den Krankenhäusern dieser Republik ist und täglich hunderte von Menschen diesen Kampf verlieren. Siddharta Mukherjees Darstellung "Der König aller Krankheiten" beschreibt Krebs als einen ständigen Begleiter der Menschheit seit Beginn von uns erhaltenen Aufzeichnungen und konzentriert sich dabei auf den auf den Kampf gegen den Krebs in den vergangenen Jahrhunderten, der von großen Rückschlägen und kleinen Fortschritten geprägt ist.

"Medizin [...] beginnt mit dem Erzählen von Geschichten" (485) schreibt Mukherjee. Der Onkologe erzählt die Geschichte des Krebses anhand vieler Einzelschicksalen betroffener Patienten sowie den Anstrengungen der Wissenschaft, den Krebs zu besiegen. Besonders eindringlich veranschaulicht der Autor den teils verzweifelten Kampf am Beispiel Brustkrebs. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galt die radikale Mastektomie als das erfolgsversprechendste Heilmittel, eine OP, die bei den betroffenen Frauen zu teils schweren Verstümmelungen und selten zu einer dauerhaften Remission führte. Heute wirkt diese Methode archaisch und mit minimalinversiven Operationen in Verbindung mit Bestrahlung und/oder Chemotherapie können heute mehr Menschen dauerhaft geheilt werden.

Das Problem sei, so der Autor, dass es nicht einen Krebs gebe, sondern viele verschiedene Arten, die auch noch bei jedem Menschen unterschiedlich verlaufe. Der Krebs könne also gar nicht besiegt werden, da es den Krebs überhaupt nicht gebe. Große Erfolge lassen sich nur bei Einzelerkrankungen feiern. Bis zum 1974, zum Beispiel, ist fast jeder betroffene Mann an Hodenkrebs gestorben, doch mit der Entdeckung des Medikaments Cisplatin stieg die Heilungsrate auf 90%. Warum dieses Medikament fast nur bei Hodenkrebs zu gute Erfolge erzielt, weiß man nicht (vgl. 268).

Krebs werde, so Mukherjee, wohl immer ein Teil des menschlichen Lebens bleiben, da diese Krankheit unter anderem durch natürliche Prozesse hervorgerufen werde, ohne die wir überhaupt nicht überlebensfähig wären: "Krebs ist ein Defekt unseres Wachstums, und dieser Effekt ist fester Bestandteil von uns. Folglich können wir den Krebs nur so weit loswerden, wie wir uns von unseren physiologischen Prozessen befreien können, die wachstumsabhängig sind - Altern, Regeneration, Heilung, Fortpflanzung" (568).

Fazit: Mukherjee sehr gut zu lesendes Buch verdeutlicht, warum der Krebs mehr als wohl alle anderen Krankheiten furchteinflößend auf die Menschen wirkt. Es wird wohl nie ein Heilmittel gegen alle Krebsarten geben und Krebs ist ein Teil der natürlichen Wachstumsprozesse unserer Zellen und somit Teil unserer Existenz, was uns alle, trotz gesunder Lebensführung, zu potentiellen Krebserkrankten macht.
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