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am 29. Juni 2014
Der Autor Oliver Bottini hat mit seinem 447-seitigen Roman "Der kalte Traum" ein spannendes, kluges und bestens recherchiertes Meisterwerk geschaffen. Dieser Roman wurde verdienterweise mit dem Deutschen Krimi Preis 2013 ausgezeichnet.

Thematisiert wird der Jugoslawienkrieg (1991 - 1995) und auch der "Krieg danach". Rasant werden die Geschehnisse aus der Vergangenheit und Gegenwart in kurzen Kapiteln in Szene gesetzt. Der Roman ist ein spannender Krimi und ein sehr interessantes Geschichtsbuch zugleich. Menschliches und politisches Versagen werden in einer eindringlichen und gekonnten Sprache dargestellt.

Kurz zum Inhalt:
Rottweil im Herbst 2010. Zwei kroatische Freunde stellen Fragen nach dem angeblich im Jugoslawienkrieg getöteten Thomas Cavar. Auch der Berliner Kommissar Lorenz Adamek macht sich auf die Suche nach Cavar. Als Adamek nach Rottweil kommt wird ein Freund von Thomas Cavar gefunden, der grausam gefoltert wurde. Es beginnt eine Hetzjagt, die immer wieder zu dem grausamen Krieg führt, welcher noch immer kein Ende gefunden hat.

UNBEDINGT LESEN !!!
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am 24. Mai 2012
Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Buch über den Krieg in Ex-Jugoslawien so fesseln würde. Neben der "eigentlichen", aus meiner Sicht sehr spannenden Handlung erfährt man sehr viel über die Hintergründe des Krieges in den 90er Jahren und auch über die Zusammenhänge mit der deutschen Politik. Ich finde es sehr bemerkenswert, wie der Autor es schafft, das in einem Krimi/Thriller unterzubringen, ohne dass es belehrend wirkt oder die Handlung bzw. das Lesevergnügen stört. Aber hier fließt alles wunderbar zusammen und ergibt ein interessantes und vor allem packendes Ganzes, das sich trotz der mitunter komplexen politischen Zusammenhänge gut lesen lässt. Ich habe seeeeehr lange Abende mit diesem Buch verbracht, weil ich einfach nicht geschafft habe, es aus der Hand zu legen :-)
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am 24. Februar 2012
Als jemand, der alle Romane von Oliver Bottini gelesen hat, kann ich behaupten, dass "Der kalte Traum" sein bester bisher ist. Warum? Weil er sich an Ereignisse der jüngeren europäischen Geschichte herantraut, vor denen viele AutorInnen zurückschrecken würden. Und weil vor der Kulisse deutscher Politik die wichtigsten Themen des Lebens verhandelt werden: Liebe, Freundschaft, Loyalität und Moral.

Oliver Bottini begleitet seine Hauptfiguren durch Krieg und Frieden, Jugend und Alter, Gesundheit und Krankheit, ohne dabei jemals eindimensional zu werden oder in die Klischeekiste zu greifen. Er entwickelt einen komplexen, aber spannenden Kriminalfall, der sich eher langsam aufbaut, zu einem literarischen Roman, der bestimmt auch die Herzen derer erobern wird, die sich üblicherweise nicht in die Spannungsecke einer Buchhandlung wagen.

Mit viel Humor und Feingefühl beschreibt der preisgekrönte Autor Oliver Bottini das herzzerreißende Schicksal seiner Figuren. Penibel recherchiert vermittelt der Roman darüber hinaus beinahe unmerklich Wissen über politische Zusammenhänge und die Rolle Deutschlands im Jugoslawienkrieg.

Nicht nur für Bottini-Fans ein absolutes Muss!
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am 22. Mai 2012
Oliver Bottinis Roman der kalte Traum erzählt von den jugoslawischen Zerfallskriegen aus deutscher Perpektive. Natürlich hält der geneigte Leser kein allumfassendes Kriegswerk in Händen. Der Autor hat es geschafft eine sehr spannende fiktive Geschichte mit einzelnen realen Ereignessen geschickt zu verweben. Den Fokus bilden kroatischen Emigranten in Deutschland und am Rande spielt auch das Verhalten der deutschen Politik gegenüber Jugoslawien eine Rolle.
Ich selbst war wohl damals noch zu jung um mich an die hässlichen Ereignisse erinnern zu können, aber eine kleine Internetrechersche konnte mir da zügig auf die Sprünge helfen, so dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte von dem politischen Hintergrund des Buches erschlagen zu werden. Falls doch einmal alle Stricke reißen sollten, gibt es eine kleine Karte und ein Personenverzeichnis am Ende des Buches. Ich empfehle jedoch in Letzteres nur reinzuschauen, wenn wirklicher Bedarf vorhanden ist, da eine ausführliche Lektüre über noch nicht vorgestellte Charaktere durchaus die eine oder andere Szene kaputt machen kann.
Besonders gut gefallen hat mir, neben der Geschichte, die gut vom kurzweiligen, aber einfachen Schreibstil und relativ kurzgehaltenen Kapiteln gestützt wird, die subtile Medienkritik des Autors. Hier in Form der fast schon übermotivierten Journalistin Yvonne Ahrens, die zwar hauptsächlich mit ihren eigenen Problemen beschäftigt scheint, sich aber ausserordentlich naiv über die spannend gefährlichen Situationen freut in die sie mitunter zu geraten pflegt.
Für mich ein außerordentlich fesselnder Politthriller, der auf gelungene Weise politische und historische Elemente aufgreift und mit einem spannenden Kriminalroman kombiniert. Wegen der etwas düsteren Atmosphäre empfehle ich mit dem Lesen auf den Oktober zu warten... (^.^)
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am 29. Mai 2013
Eigentlich lese ich keine Krimis. Und eigentlich lese ich englische Bücher viel lieber. Aber aufgrund der guten Rezensionen und eines bevorstehenden Urlaubes in Kroatien und Slowenien, gab ich "Der kalte Traum" eine Chance. Und ich muss sagen, dass ich von der ersten Seite weg begeistert war. Zwar tauchen zu Beginn viele Figuren auf und die sind schnell einsortiert. Bottini schafft es spielend, die Stimmung der frühen 90er Jahre unter den kroatischen Emigranten in Deutschland einzufangen und macht so schmerzlich bewusst, wie wenig mich diese Problematik als Heranswachsender interessiert hat. Durch Orts- und Zeitwechsel verliert die Geschichte nie an Fahrt und die verschiedenen Ebenen des Romans werden doch eins.

Ich habe den Roman am Ende regelrecht verschlungen und war erstaunt, wie schnell ich für die knapp 400 Seiten gebraucht habe, deshalb: Lesebefehl! (den einen Punkt Abzug gibt es für das arg übers Knie gebrochene Ende)
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am 28. Februar 2012
In seinem neuen Roman greift Oliver Bottini ein unrühmliches Kapitel der jüngsten europäischen Geschichte auf. Wie konnte es passieren, dass mitten im Herzen Europas, wenige Jahre nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" ein so brutaler Bürgerkrieg zwischen Nachbarn entstehen konnte, die jahrzehntelang in Frieden nebeneinander gewohnt hatten? Anhand eines Einzelschicksals, der fiktiven Gestalt des damals etwa 20-jährigen Thomas 'avar, spürt Bottini diesem kaum fassbaren Phänomen nach. Geschickt verwebt 'Der kalte Traum" dabei mehrere Handlungen auf verschiedenen Zeitebenen miteinander und erzählt äußerst spannend und sehr gut recherchiert von den Anfängen des Bürgerkrieges auf dem Balkan - einem Krieg mit vielen ethnischen Gruppen und Schauplätzen, deren verwirrende Namen noch heute in den Nachrichtentexten nachhallen. Und bis in die heutige Zeit reichen auch die Nachwirkungen dieses Konfliktes, sei es durch manche erst jetzt gefällte Urteile des Haager Tribunals gegen die Verantwortlichen der Kriegsgreuel oder durch die lange blockierten EU-Beitrittsverhandlungen Kroatiens, das die Auslieferung von Kriegsverbrechern verweigerte. 'Der Kalte Traum' ist ein ebenso fesselnder wie informativer Roman um Liebe und Moral, Heimat und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges. Unbedingt empfehlenswert, auch wegen des Glossars, das Licht in das Dunkel der Orte, Namen und Kriegsparteien bringt.
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am 26. Dezember 2013
Als der Krieg in Jugoslawien statt fand, war ich im außereuropäischen Ausland und habe davon so gut wie gar nichts mitgekriegt. Deshalb dachte ich mir, dass eine Kriminalstory vor diesem Hintergrund mir vielleicht den Einstieg in die Zusammenhänge dieses Krieges erleichtern würde. Die Rechnung ist voll aufgegangen. Das Buch liest sich gut, und auch für jemanden wie mich, der gar keine Ahnung hat, verständlich. Der Anhang erläutert Tatsachen, Personen, Geschehnisse, und zum guten Schluss habe ich mich nach Beendigung des Buches noch im Internet schlau gemacht. Viele Zusammenhänge und Verwicklungen, die sich in einer geschichtlichen Abhandlung völlig trocken darstellen würden sind mir hier verständlich gemacht worden. Die eigentliche Kriminalgeschichte ist spannend wenn auch nicht völlig überraschend. Daher den einen Punkt Abzug. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit diesem Teil der europäischen Geschichte ein bisschen vertraut machen möchte und dabei auf eine gute Story mit interessanten und lebendigen Protagonisten nicht verzichten will.
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am 7. August 2012
Bei Rezensionen eher zurückhaltend, hat mich 'Der kalte Traum' von Oliver Bottini jedoch so stark gefesselt, dass ich hier gerne eine Ausnahme mache.
Zum Inhalt wurde bereits in früheren Rezensionen alles gesagt.
Ein kluges, spannendes Buch. Der Kriminalfall, eher beiläufig, liefert den Boden für einen 'unpädagogischen' Abriss des Jugoslawien-Konfliktes. Besonders gut und hilfreich ist der Anhang mit Erläuterungen zu Geschehen, Orten und den Akteuren dieses Konfliktes.
Auch ich bin eine begeisterte Bottini-Leserin aber mit diesem Buch hat er es geschafft, mich nicht nur extrem spannend zu unterhalten, sondern mir auch noch Wissen zu einem Thema zu verschaffen, dem ich gerne den Rücken seinerzeit gekehrt habe. Zu grausam waren die Geschehnisse und die ambivalente Haltung der Europäer um sie ertragen zu können.
Chapeau, Herr Bottini, clever gemacht.
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am 3. Oktober 2013
Zweifelsfrei ein sehr spannender Kriminalfall, der zudem auf ein "Sie ritten in den Sonnenuntergang"-Finale verzichtet. Sprachlich bedient der Autor ein hohes literarisches Niveau. Trivial ist anders. Die Menge der tollen Formulierungen würde hier den Rahmen sprengen. Dafür einen Zusatzstern. Leider ist es dem Autor ein erkennbar zu großes Bedürfnis, die Schlechtigkeit der Kroaten im Zusammenhang mit dem jugoslawischen Sezessions- bzw. Bürgerkrieg aufzuzeigen. Selbst wenn er im Recht wäre, so "überverkauft" er seine Botschaft schlichtweg. Dieser Umstand beschädigt den sonst tollen Gesamteindruck seines dennoch empfehlenswerten Romans. Woher der Eifer? In D wird kaum jemand glauben, in dem o.g. Konflikt hätte sich eine der Parteien eine weiße Weste bewahrt. Daher "nur" 4 Sterne.
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am 16. Mai 2012
Ganz geschickt sind hier Kriminalroman mit den unfassbaren Ereignissen im Jugoslawienkrieg verknüpft... das erste Mal, dass ich den Eindruck habe, die Vorgänge dort während des Krieges verstanden zu haben - bzw. verstanden zu haben, dass der Krieg wirklich einfach unverständlich war!
Großartiges Buch, wünschte mir, es gäbe mehr dieser Art.
Nachtrag: Ich bin absolut keine Krimileserin und habe dieses Buch dennoch in nur 3 (Arbeits-)Tagen verschlungen!
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