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TOP 500 REZENSENTam 1. Februar 2012
Ich muss zugeben, als gehört habe, dass "Tinker, Tailor, Soldier, Spy" neu verfilmt werden soll, habe ich gestöhnt und gedacht, dass dies nun wirklich nicht sein müsse. Die alte BBC-Miniserie mit Sir Alec Guinness als George Smiley ist eine so geniale Verfilmung des Romans von John LeCarré, bei der man sich kaum vorstellen kann, wie das besser werden kann.

Um mich kurz zu fassen: Man kann die Geschichte tatsächlich genauso qualitativ gut verfilmen, wenn man sie nicht einfach kopiert, sondern sie anders erzählt. Und dieses Kunststück haben Regisseur Tomas Alfredson und die hervorragende Darstellerriege um Gary Oldman geschafft.

Die Story: Der Leiter des britischen Auslandgeheimdienstes MI6 hat nach einer gescheiterten Operation den Verdacht, dass einer seiner 4 hochrangigsten Mitarbeiter ein Verräter und Maulwurf des sowjetischen Geheimdienstes ist. Da er den eigenen Mitarbeitern nicht trauen kann, holt er den pensionierten Agenten George Smiley zurück, damit dieser den Maulwurf ausfindig macht. Smiley bohrt, unterstützt von wenigen Helfern, das private und berufliche Leben der Verdächtigen auf und entwickelt eine Intrige, um den Verräter zu stellen.

Wer das Buch und die Miniserie kennt, der weiss, dass diese Geschichte mit unendlichen Verwicklungen und in verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen erzählt wrd. LeCarré hat das Prinzip der Geheimdienstwelt, dass nichts ist wie es scheint und hinter allem eine zweite Wahrheit steckt, in seinem Klassiker perfektioniert. Man fühlt sich in einem Netz aus privaten, beruflichen und politischen Intrigen so gefangen, dass man nicht erkennt, wer hier die Fäden zieht und warum.

Die alte Miniserie entzerrt diese in über 5 Stunden. Die Qualität des neuen Films besteht darin, die Handlung auf ca. 2 Stunden so zu konzentrieren, dass einerseits alle wesentlichen Elemente der Story weiter vorhanden sind aber anderseits die Geschichte wesentlich zügiger erzählt wird.
Ich hätte nicht gedacht, dass dies möglich ist, doch es ist geglückt.
John LeCarré selbst hat die Filmemacher davor gewarnt, das Buch oder den alten TV-Film zu kopiren, sondern Ihnen geraten, den Stoff neu zu erfinden.
Die Filmemacher haben sich dies zu Herzen genommen, die Geschichte behutsam modernisiert und statt der verwinkelten Spionagegeschichten die persönlichen Konflikte der Handelnden mehr in den Vordergrund gerückt. Herausgekommen ist eine zeitlose Geschichte über Loyalität und Verrat.

Was den Film sehr positiv von der alten Serie abhebt sind die Darsteller. Während die TV-Serie sich auf Sir Alec Guiness Darstellung des George Smiley konzentrierte, sind hier auch die Nebenrollen perfekt besetzt. Neben Hauptdarsteller Gary Oldman als Smiley sind lauter Schwergewichte des britischen Kinos dabei: Colin Firth (The King's Speech), John Hurt, Thomas Hardy, Benedict Cumberbatch (Sherlock) und Ciaran Hinds (Rome), um nur einige zu nennen.
Diese starke Darstelleriege führt dazu, dass die in der TV-Serie eher blassen Nebenfiguren stärker in den Vordergrund rücken, was der Story wirklich gut tut.

Fazit: Absolut sehenswert und spanned und zu Recht in Großbritannien an der Spitze der DVD-Charts.
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am 2. Dezember 2012
Ein weiser Rat des britischen Geheimdienstchefs Control(John Hurt). Jim Preadaux befolgt diesen Rat und fängt sich dennoch 1973 in Budapest eine Kugel ein. Er sollte dort Kontakt mit einem Informanten aufnehmen, der Hinweise über einen "Maulwurf" in den höchsten Kreisen des Geheimdienstes mitteilen wollte. Der Doppelagent bleibt unentdeckt und der Vorfall zieht diplomatische Verwicklungen nach sich. Control muss seinen Posten räumen. Seinen besten Mitarbeiter, den stillen George Smiley(Gary Oldman) nimmt er mit. Kurze Zeit später stirbt Control und der Geheimdienst nimmt die Möglichkeit, dass es tatsächlich einen Doppelagenten in der Spitze der Organisation gibt immer ernster. So wird Smiley wieder aktiviert, um eigene Ermittlungen durchzuführen. Sehr schnell hat Smiley die alten Spuren von Control wieder aufgenommen. Ihm wird klar, dass der Kreis der möglichen Kandidaten eng begrenzt ist. Einer von vier Führungsposten des Dienstes wird aus Moskau gesteuert. Während Smiley dem "Maulwurf" immer näher rückt, gerät sein eigenes Leben in Gefahr...

Die John Le Carre - Verfilmung wird werbetechnisch in den allerhöchsten Tönen angepriesen. Von brillant bis Meisterwerk ist da alles dabei. Ich persönlich stehe nicht unbedingt auf Carre's Krimis. Der Film zeigte mir, wieso das(in meinem Fall) so ist. Geheimnisse und unglaublich komplizierte Geheimdienstaktivitäten mögen ihren Reiz haben, man kann es aber auch übertreiben. Dazu neigt Carre's Story. Manchmal langatmig, und fast immer so geheimnisvoll, dass man nicht mehr so recht weiß, wer da mit wem Geschäfte macht. Das mag Geheimdienstfreaks elektrisieren, einem gängigen roten Faden im Film steht das jedoch entgegen. Ich glaube, dass hier weniger mehr gewesen wäre.

Seine ganz klaren Pluspunkte kann -Dame König As Spion- in der Kameraarbeit und der hochkarätigen Besetzungsliste machen. Wie John Hurt und Gary Oldman die "alten Männer" des Geheimdienstes geben, das ist Schauspielkunst in Vollendung. Die Nebenrollen sind mit Colin Firth, Mark Strong und Tom Hardy ebenfalls exquisit besetzt. Auch die Rückblicke, die Regisseur Tomas Alfredson immer wieder einstreut, hielt ich für absolut gelungen.

-Dame König As Spion- ist ein Film, der Freunde von Geheimdienstkrimis der alten Schule ganz sicher ansprechen wird. Mir war der Streifen doch ein wenig zu langatmig und kompliziert. Aber sie wissen ja, das ist eine Einzelmeinung, die sie nicht unbedingt teilen müssen. Ich hätte 3,5 Sterne für den Film rausgerückt. Da das nicht geht, sind es vier zu Gunsten des Angeklagten geworden. Sie dürfen das natürlich anders sehen und selbst entscheiden. Schauen sie sich die Agentenjagd in den Siebzigern einfach an...
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TOP 500 REZENSENTam 6. Februar 2012
Als ich erstmals hörte, dass "Dame, König, As, Spion" neu verfilmt werden soll, habe ich gestöhnt und gedacht, dass dies nun wirklich nicht sein müsse. Die alte BBC-Miniserie mit Sir Alec Guinness als George Smiley ist eine so geniale Verfilmung des Romans von John LeCarré, bei der man sich kaum vorstellen kann, wie das besser werden kann.
Jetzt habe ich den Film im Kino gesehen mir dann die DVD in England bestellt. Denn Regisseur Tomas Alfredson und die hervorragende Darstellerriege um Gary Oldman haben das Kunststück geschafft, die Geschichte tatsächlich genauso qualitativ gut zu verfilmen, weil sie nicht einfach kopiert, sondern sie anders erzählt haben.

Die Story: Der Leiter des britischen Auslandgeheimdienstes MI6, genannt Control, hat den Verdacht, dass einer seiner hochrangigsten Mitarbeiter ein Verräter und Maulwurf des sowjetischen Geheimdienstes ist. Er entsendet einen Agenten nach Ungarn, um die Identität des Verräters zu erfahren. Doch die Operation scheitert und der Agent wird angeschossen und gefoltert. Der außenpolitische Skandal führt zum Rücktritt Controls. Angesichts der Umstände wird jedoch die politische Führung des Geheimdienstes misstrauisch und startet eine eigene Untersuchung. Da man den eigenen Mitarbeitern nicht trauen kann, holt man den pensionierten Agenten George Smiley zurück, damit dieser den Maulwurf ausfindig macht. Smiley bohrt, unterstützt von wenigen Helfern, das private und berufliche Leben der Verdächtigen auf und entwickelt eine Intrige, um den Verräter zu stellen.

Wer das Buch und die Miniserie kennt, der weiss, dass diese Geschichte mit unendlichen Verwicklungen und in verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen erzählt wird. LeCarré hat das Prinzip der Geheimdienstwelt, dass nichts ist wie es scheint und hinter allem eine zweite Wahrheit steckt, in seinem Klassiker perfektioniert. Man fühlt sich in einem Netz aus privaten, beruflichen und politischen Intrigen so gefangen, dass man nicht erkennt, wer hier die Fäden zieht und warum.
Während die alte Miniserie über 5 Stunden braucht, um die Fäden zu entwirren, besteht die Qualität des neuen Films darin, die Handlung auf ca. 2 Stunden zu konzentrieren. Dabei ist den Drehbuchautoren gelungen, einerseits alle wesentlichen Elemente der Story zu erhalten, aber anderseits die Geschichte wesentlich zügiger zu erzählen.

Ich hätte nicht gedacht, dass dies möglich ist, doch es ist geglückt.
John LeCarré selbst hat die Filmemacher davor gewarnt, das Buch oder den alten TV-Film zu kopieren, sondern Ihnen geraten, den Stoff neu zu erfinden.
Die Filmemacher haben sich dies zu Herzen genommen, die Geschichte behutsam modernisiert und statt der verwinkelten Spionagegeschichten die persönlichen Konflikte der Handelnden mehr in den Vordergrund gerückt. Herausgekommen ist eine zeitlose Geschichte über Loyalität und Verrat.
Das ist immer noch kein James Bond-Actionthriller, aber vielleicht dafür die realistische und beste Geschichte aus dem Innenleben der Geheimdienste, die es gibt. Keine leichte Kost und man muss beim Film wirklich dran bleibe, um die Wendungen der Story zu verfogen, aber es lohnt sich.

Was den Film sehr positiv von der alten Serie abhebt, sind die Darsteller. Während die TV-Serie sich auf Sir Alec Guiness Darstellung des George Smiley konzentrierte, sind hier auch die Nebenrollen perfekt besetzt. Neben Hauptdarsteller Gary Oldman als Smiley sind lauter Schwergewichte des britischen Kinos dabei: Colin Firth (The King's Speech), John Hurt, Thomas Hardy, Benedict Cumberbatch (Sherlock) und Ciaran Hinds (Rome), um nur einige zu nennen.
Diese starke Darstelleriege führt dazu, dass die in der TV-Serie eher blassen Nebenfiguren stärker in den Vordergrund rücken, was der Story wirklich gut tut.

Die deutsche Syschronisation ist diesmal wirklich zu loben, obwohl, wer kann, sich den Film im Originalton gönnen sollte.

Fazit: Absolut sehenswert und spannend und zu Recht in Großbritannien an der Spitze der DVD-Charts. Die Drehbuchschreiber sind bereits mehrfach ausgezeichnet worden und auch für den Oscar fürs beste adaptierte Drehbuch nominiert. Sie hätten ihn verdient.
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am 7. Mai 2014
Das Kino von heute ist laut! Höher, Schneller, Weiter! Hier hingegen haben wir einen Film, der ganz leise Töne anschlägt und man muss gut "zuhören" um zu verstehen. Die Sehgewohnheiten von heute machen es diesem Film nicht leicht. Spionagethriller, da denkt man an James-Bond-Geballer. Man ist auch daran gewöhnt, dass einem vieles "vorgekaut" und plakativ unter die Nase gehalten wird. Mit optimistischer Grundstimmung oder mindestens einer gewissen Leichtigkeit wird heute auch fast nur noch gearbeitet. Damit kann man bei Dame, König, As, Spion nicht rechnen!

In einer anderen Rezension habe ich gelesen: "wunderbar anstrengend". Treffender kann man es nicht formulieren.

Derjenige, der versteht und Zugang findet, erlebt ein Meisterwerk bei dem einfach alles zusammenpasst. Filmische Erzählkunst, die mit wenig tatsächlich gesagten Worten auskommt. Der Film schafft es, eine außergewöhnliche Atmosphäre zu erzeugen, die förmlich greifbar ist! Die 70er, der kalte Krieg ... ich selbst bin zwar erst Mitte der 80iger geboren - ob das jetzt das wahre Lebensgefühl ist, weiß ich daher nicht - Aber es stark und macht einen richtig fertig im positiven Sinne. Man kann die Bedrängnis, die Unsicherheit, die Bedrohung, die die Figuren erleben, spüren. Die Spannung die sich so langsam aufbaut, die Schlinge, die sich zu zieht.

Ausstattung, Setdesign, Maske haben bis ins kleinste Detail ( Frisuren, Brillen, Schuhe, technische Geräte, Tapeten, ...) ganze Arbeit geleistet, ohne übersteigert klischeehaft ( z.B. betreffend der 70er usw.) zu wirken.

Einmalig besetzt. Da sind sie alle ( oder viele), die im britischen Kino zu recht Rang und Namen haben. Und WIE gut die das machen, vom Hauptdarsteller bis zur kleinen Nebenrolle (Kathy Burke !!!) Aber auch hier ist weniger mehr! Kleine, subtile Gesten, sparsame Mimik - stringent durchgezogen, authentisch, auf den Punkt - ohne großes Getue. Wahnsinn! Die Szene, in der George Smiley (Oldman) über seine Begegnung mit Karla spricht - da liefen mir im Kino die Tränen, so gut macht der das.

Die Kameraarbeit jagt einem ebenfalls Gänsehaut den Rücken runter, wenn man sich denn für schöne Bilder begeistern kann. Jede Einstellung ein Kunstwerk und auch erzählerisch unglaublich gut eingesetzt. Montage, musikalische Untermalung fügen sich nahtlos ein.

Viele, viele Details, die man vielleicht nicht alle beim ersten Mal anschauen sieht ... usw. man kann nicht alles nennen.

Insgesamt kann man objektiv betrachtet sagen, dass da ein Film gemacht wurde, bei dem die Beteiligten / Verantwortlichen künstlerisch die gleiche Sprache gesprochen haben - es passt einfach zusammen. Das Endergebnis ist natürlich Geschmacksache und in der Tat ein anstrengender Film, zu dem nicht jeder Zugang finden wird.

Ich persönlich bin begeistert, dass es in der heutigen Zeit noch solche feinsinnigen Filme ins große, kommerzielle Kino schaffen. Ich wünsche mir mehr von der Sorte. Wunderbar!
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am 23. Juli 2015
Habe mir den Film vor allem deshalb gekauft, weil ich erstens Garry Oldman und zweitens Spionagefilme mag.

Der Film selber konnte mich allerdings nur bedingt unterhalten. Die Handlung habe ich erst beim zweiten Mal richtig verstanden und Spannung ist hier eher wenig vorhanden, weshalb man leicht Gefahr läuft, sich zu langweilen. Der Film plätschert eher so vor sich hin. Garry Oldman spielt allerdings wieder echt gut.

Der Film ist also eher Geschmackssache. Wer nur auf ruhige Filme steht, wird sich freuen, Fans von Action oder zumindest etwas Spannung werden wohl eher enttäuscht sein.
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am 30. August 2015
Dieser Film gehört zu denen, die man sich noch einmal anschauen muss, um jeden "Hint" zu verstehen. Auf Englisch ist er anspruchsvoll.

... und über die Schauspieler muss ich glaub ich nichts sagen... ;)
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am 17. April 2016
Die Handlung ist sehr komplex und damit ist der Film nichts zum neben bei sehen. Zu dem muss man ihn mehrmals sehen um die ganzen Hintergruende zu verstehen. Allgemeinwissen ueber den Kalten Krieg kann nicht schaden.
Ein Film fuer Leute die beim Filmschauen mitdenken wollen.
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am 18. März 2012
Gary Oldman wird in die Annalen der Filmgeschichte eingehen als George Smiley! Seine karge Interpretation der Figur entspricht genau dem Bild aus Le Carrés Roman. Nachdem ich den Film sah, las ich das Buch - und muss sagen, dass die Drehbuchautoren eine brillante Umsetzung des Buches geschafft haben. Dabei blieben sie den Details nicht treu (so wird z.B. Jim im Buch in der Tschechoslowakei angeschossen, nicht in Budapest), aber sie haben die Grundhandlung prägnant herausgefiltert und zu ihr die Details äußerst clever hinzugefügt. Manchmal etwas verändert, aber von der Grundstimmung und dem Ton bis ins Mark genau getroffen. Dadurch haben die Drehbuchautoren das Kunststück geschafft, den äußerst komplexen und langen Roman auf nur 2 Stunden zusammenzukondensieren, und trotzdem ist es im Kern genau le Carrés Thriller.
Was der Film fast noch besser als das Buch rüberbringt, ist die historische Dimension. John le Carré schrieb sein Buch nicht als historischen Roman, sondern in der damaligen Zeit, so dass das Feeling der 70er zwar durchs Buch wabert, aber selten explizit eingefangen wird. Und hier leistet der Film außerordentliches - die 70er erwachen zum Leben - aus heutiger Sicht! Und da ich die 70er noch selbst erlebt habe, war's eine Art dejavu einerseits (die Büroeinrichtungen! die Kleidung! die Frisuren!), andererseits müssen die 70er in London viel depressiver gewesen sein als andernorts; gelbbraune uralte Tapeten und Teppiche, kaum Sonne, meist Regen... Und das Rollenbild der Frau seinerzeit - einfach klasse.

Hervorragende Schauspieler, eine geniale Story, spannend erzählt.

5 Sterne.
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am 22. Mai 2014
Glücklicherweise gehöre ich zu denen, die das Buch gelesen haben und die Miniserie mit Alec Guiness gesehen haben. Somit hatte ich auch nicht Schwierigkeiten, diesem Film zu folgen. Ansonsten ist es nicht sehr leicht. Zugegeben: Den Inhalt des Buches in 120 Minuten zu pressen ist schon ein sportliches Unterfangen.

Dem Buch ist immerhin eine Auflistung der wichtigen handelnden Personen vorangestellt. Es müßten so um die dreißig (!) sein. In dem Film zu bewerkstelligen, daß dem Zuschauer klar ist, wer wer ist, ist nicht einfach. Dankbar kann man sein für auffällige Darsteller wie z.B. Benedict Cumberbatch (Sherlock-Darsteller) in der Rolle des Peter Guillam. Wer das Buch nicht gelesen hat, wird nur schwer ahnen, weshalb Connie Sachs vorkommt. Gary Oldmann, der wirklich bemüht ist, Smiley Leben einzuhauchen, kommt an die Figur des George Smiley im Roman nicht heran. Zugegeben: John le Carré hat die Rolle an Alec Guiness angelehnt. Das macht es nicht einfach.

Der Film ist nicht schlecht. Und die Atmosphäre kommt auch gut rüber. Aber mit der großartigen Verfilmung der BBC im Hintergrund ist es nicht einfach, einen guten Stand hinzulegen. Dennoch ist es - aus meiner Sicht - wichtig, daß eine Verfilmung des Stoffes vorliegt. Das Buch hat es verdient. Wäre schön, wenn die Folgegeschichte (Smiley's Leute - Agent in eigener Sache) auch verfilmt würde, um die Sache rund zu machen. Aber vielleicht sollte man sich dann auch etwas mehr Zeit lassen, um die Story zu "erzählen". Dazu ist der Stoff einfach zu komplex.
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am 17. April 2016
Wir wollten einen packenden Agententhriller sehen und haben nach 20 Minuten abgeschaltet. Absolut einschläfernd und trotzdem hat man Mühe, der Handlung und den Zusammenhängen zu folgen.

Dann lieber Filme wie Gorky Park oder Enttarnt.
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