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Gleich vorweg: Für den Film an sich gibt's volle 5 Sterne! Das 1919 entstandene Werk von D.W. Griffith ist fürwahr ein Meisterwerk des Stummfilms, das es verdienterweise in die Kinoliteratur geschafft hat (z.B. Band 1 von Filmklassiker: Beschreibungen und Kommentare oder 1001 Filme. Die besten Filme aller Zeiten) und allen "wahren Cineasten" an's Herz gelegt werden darf. Lillian Gish spielt die bedauernswerte Lucy, die von ihrem "Adoptivvater", dem gewalttätigen Boxer Burrows (Wow, ein fürchterlich wütender, sadistischer Donald Crisp! Wie liebevoll väterlich hingegen war er in Fords So grün war mein Tal.) körperlich und seelisch misshandelt wird. Ihre Situation ist ausweglos, obgleich zwischenzeitlich Freundlichkeit, Zärtlichkeit und Liebe in Gestalt "des Chinesen" Richard Barthelmess auftaucht. Sein Geschäft in London weist zwar den Namen Cheng Huan auf; Griffith spricht in den Zwischentiteln jedoch niemals seinen Filmnamen an. Huan war von China nach London aufgebrochen, um dort missionarisch die friedliche Lehre Buddhas zu vermitteln. Nach ein paar Jahren ist er jedoch desillusioniert, verbringt seine Freizeit in Opiumhöhlen und hat in seiner Wohnung sogar einen Revolver versteckt. Körperhaltung und Mimik von Gish und Barthelmess zeigen ZWEI gebrochene Blüten, die lediglich in ihrer kurzen Zeit der Zweisamkeit aufblühen. Was hier vor allem Lillian Gish an schauspielerischem Talent bietet, das ist aller Ehren Wert, mussten doch gerade die Stummfilm-Schauspieler eben über dieses Know-How verfügen, um alle Register der Gefühle zu präsentieren. Lillian Gish und auch Richard Barthelmess zeigen dieses in "Gebrochene Blüten" - Chapeau!

Nun aber zum 1-Sterne-Abzug: Der Film ist von 1919, also darf der geneigte Zuschauer kein Wunderwerk erwarten, gleichwohl in dem zweiten der o.g. Bücher zu lesen ist: "Kameraleute griffen zu jedem verfügbaren Mittel - Gesichtspuder, spezielle Lampen, mit Öl bestrichene Linsen, von den Studiodecken herabhängende Gazeschleier -, um die Schönheit ihrer Stars weichzuzeichnen, strahlen zu lassen oder anderweitig herauszustellen. In "Gebrochene Blüten" leuchtet das Gesicht der unsterblichen Lillian Gish in überirdischem Glanz, der alles andere auf der Leinwand überstrahlt." Dem kann ich zustimmen. Es wird jedoch nur ansatzweise sichtbar. Ein digitales Remastering habe ich nicht wahrgenommen (es wird verlagsseitig aber auch gar nicht behauptet, dass eines durchgeführt worden sei), ebenso wenig einen Unterschied zu der Version Le lys brisé [FR Import]. Aber: die deutschen Zwischentitel sind wiederholt dermaßen grammatikalisch fehlerbehaftet, dass ich mich gefragt habe, ob ein Grundschüler hierfür verantwortlich war (ohne Grundschüler in Misskredit bringen zu wollen...). Auf der Rückseite der Hülle ist ganz oben rechts ein Foto eingeklinkt, das zwar Lillian Gish zeigen mag, aber 100%ig nicht aus diesem Film stammt. Den deutschen Titel finde ich etwas unglücklich, da es sich (s.o.) um zwei gebrochene Blüten handelt. Warum die Einzahl, wenn die Hälfte des Films dem gebrochenen Richard Barthelmess gehört? Die Krönung aber ist der Satz: "Nachdem Cheng eines Abends von Lucys Vater im Ring geschlagen wird, pflegt Lucy den Verletzten." Haben die Hersteller dieser "Classic Edition" den Film überhaupt selber gesehen? Kennen sie ihn? Barthelmess tritt nie im Ring gegen Crisp an! Crisp peitscht Gish grün und blau, so dass Barthelmess sie pflegt und nicht umgekehrt. Na, ja, wer nur den Film schauen möchte, der blickt hierüber gerne hinweg. Ansonsten, sorry, hinterlässt gerade ein solcher Satz nur Kopfschütteln und Staunen!

Dennoch, summa summarum: Kaufempfehlung für Liebhaber des Kinos im Allgemeinen und der Grundlagen des Kinos im Besonderen!
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2013
Wer nicht auf die im Internet kursierenden Versionen von D. W. Griffiths „Broken Blossoms“ (1919) zugreifen will, ist mit dieser DVD-Edition überraschend gut bedient. Der niedrige Preis der DVD lässt zwar Schlimmes vermuten, doch die Version des Films, die hier geboten wird, entspricht der der ‚Griffith Masterworks’-Reihe des US-amerikanischen Anbieters Kino Video.

Zugestehen muss man, dass die 35mm-Kopie, auf die man für die DVD anscheinend zurückgegriffen hat, etliche Kratzer und auch kleinere Fehlstellen aufweist. Andererseits liegt der Film hier in einer viragierten Fassung vor. Die Bildqualität ist durchweg gut, die englischen Zwischentitel sind die des Originals. Für die vorliegende DVD sind optionale deutsche Zwischentitel verfügbar, die zwar anständig übersetzt, doch graphisch lieblos gestaltet sind. Bei der sehr passenden Filmmusik dürfte es sich um die Neukomposition von Joseph Turrin handeln. Bonusmaterial gibt es nicht.

Die Geschichte, die der Film erzählt, ist – wie alles von Griffith – von den Erzählkonventionen und Moralvorstellungen des 19. Jahrhunderts geprägt. Und doch ist dies vielleicht der ‚modernste’ Spielfilm, den Griffith gedreht hat. Denn er verzichtet hier auf die allegorische Überhöhung des Geschehens. Der Film erzählt eine einfache und auch heute noch bewegende Geschichte, die für sich selbst stehen kann.

Die Story: Cheng Huan (Richard Barthelmess) zieht von seiner chinesischen Heimat in die Welt, um Buddhas Weisheit zu verbreiten. Nach ein paar Jahren ist er durch die harte soziale Wirklichkeit desillusioniert, die er im Londoner Limehouse-Viertel vor Augen hat. Er trifft auf die 15-jährige Lucy (Lillian Gish), die bei ihrem brutalen Adoptivvater, einem Preisboxer (Donald Crisp), lebt und sich nach einem besseren Leben sehnt. Als Lucy eines Tages im Laden des Chinesen zusammenbricht, pflegt er sie gesund. Eine unausgesprochene Liebesbeziehung entsteht. Der Widerstand des Adoptivvaters löst eine Katastrophe aus.

Griffith inszeniert mit großer Sorgfalt und Zurückhaltung. Feinste Nuancierungen in Gestik und Mimik werden eingefangen. Griffiths Stil erreicht in diesem Film ein Höchstmaß an Poesie. Seine Schauspieler agieren glänzend, insbesondere Lillian Gish, die eine der besten Leistungen ihrer sehr langen Karriere abliefert (ihren letzten Film dreht sie fast 70 Jahre nach „Broken Blossoms“).
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am 1. Mai 2013
David W. Griffith - die Nennung des Namens genügt bei so manchen "politisch korrekten" Filmfans (manchmal sogar Fachleute, na ja) zum Naserümpfen, Gesichtsverzerren oder was auch immer. Das war doch der, der "Birth of a Nation" gemacht hat, und los geht's mit allen möglichen und unmöglichen Ethik- und Polit-Phrasen. Aber darüber mehr bei der Rezension besagten Films, wie auch zum Nachfolgewerk "Intolerance" - hier soll es nur um den vorliegenden Film gehen, den Griffith zwei, drei Jahre nach seinen beiden je drei- bis vierstündigen Klassikern machte.

Rassismusvorwürfe konnte man Griffith spätestens bei dieser Produktion nicht mehr machen - der tragische Held des Films kommt aus dem Fernen Osten, die Rollen des Bösen dürfen hier einige Londoner bzw. Engländer spielen, wobei auch die Rolle des Opfers von einer jungen Engländerin besetzt ist. Und mit rund 90 Minuten hatte der Film auch ein zugänglicheres Format als die beiden Epen zuvor. Was Griffith aus dieser relativ simplen Geschichte aber herauszuholen wusste, bestätigt einmal mehr seine Genialität als Regisseur: Scharf gezeichnete Charaktere, eine für die damalige Zeit erstklassige Kamera- und Schnittarbeit, eine feine Differenzierung in den Farben und auch nicht zu wenig an Spannung und an Wendungen. Eine solche Geschichte überzeugend zu verfilmen ist auch fast hundert Jahre später für so manchen neuen bzw. jungen Filmemacher noch lange nicht auf diesem Niveau möglich. "Broken Blossoms" war einer der letzten großen Filme Griffiths, danach begann langsam, aber sicher sein künstlerischer wie kommerzieller Abstieg.

Zu dieser DVD bleibt mir noch zu sagen, dass ich den Film hervorragend restauriert finde, und dieses Produkt daher uneingeschränkt empfehlen kann.
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am 14. September 2013
Ein Klassiker für alle, die die bezaubernde und unvergleichliche Lillian Gish sosehr lieben wie ich! Grosses Kino der Stummfilmzeit! Auch ohne Worte, absolut sehenswert.
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